Prüfungsansatz der Deutschen Bundesbank im europäischen Umfeld inkl. Cyber-Risiken

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1 Prüfungsansatz der Deutschen Bundesbank im europäischen Umfeld inkl. Cyber-Risiken Informationsveranstaltung: IT-Aufsicht bei Banken Bonn,

2 Jörg Bretz seit 1989 bei der Deutschen Bundesbank seit 2001 Hauptverwaltung Frankfurt - Bankgeschäftliche Prüfungen Schwerpunktthemen als Prüfer und Prüfungsleiter: IT bei MaRisk- und Zulassungsprüfungen (AMA, IRBA, MRM) Operational Risk Management, Information Risk Management, Business Continuity Management und Auslagerungs-Management Training Seite 2

3 Agenda Europäisches Umfeld Prioritäten im europäischen Kontext Exemplarische Ausführungen zu Fokusthemen Seite 3

4 Europäisches Umfeld in Vielfalt geeint Seite 4

5 Europäisches Umfeld - Einigung Europäische bankaufsichtliche Regelungen (z. B. CRD IV, CRR) Europäische Standards der EBA (vormals CEBS) Eurozonen-weite Standards der EZB (z. B. Sicherheit Internetzahlungen) Internationale Standards des Baseler Ausschusses (z. B. BCBS239) Internationale IT-Standards (z. B. Cobit, ISO270xx, ITIL) Öffentliche schriftliche Vorgaben sind sehr umfangreich Öffentliche schriftliche Vorgaben sind oft sehr fragmentiert und daher unübersichtlich Internes SSM-Manual als Leitfaden für bankgeschäftliche Prüfungen Seite 5

6 Europäisches Umfeld - Vielfalt Vielfalt der Sprachen Herausforderung: inhaltsidentische Übersetzungen von Texten Vielfalt des Verständnisses von Begriffen Herausforderung: einheitlich verwendete Begriffe etablieren Vielfalt der Aufsichtskulturen Herausforderung: einheitliche praktische Umsetzung der Regelungen Vielfalt der Kulturen Herausforderung: wertschätzende Kommunikation von Kritik Seite 6

7 Prioritäten im europäischen Kontext - sehr ähnlich zur bisherigen nationalen Praxis Ablauforganisation, Dokumentation, Strategien und Systemarchitektur Aufbauorganisation und Auslagerungen Informationsrisikomanagement IT-Sicherheitsmanagement IT-Betrieb Einkauf von Software, Anwendungsentwicklung und Projektmanagement Datenqualitätsmanagement IT-Notfallmanagement IT-Berichtswesen IT-Revision Seite 7

8 Prioritäten im europäischen Kontext - Cyber Risk, angelehnt an öffentlichen NIST-Standard Seite 8

9 Anforderungen im Einzelnen Seite 9

10 Anforderungen im Einzelnen Seite 10

11 Anforderungen im Einzelnen Seite 11

12 Anforderungen im Einzelnen Seite 12

13 Anforderungen im Einzelnen Seite 13

14 Exemplarische Ausführungen zu Fokusthemen - Three Lines of Defence 1st Line of Defence Operatives Management und internes Kontrollsystem 2nd Line of Defence Unabhängige Funktion (z. B. CISO) Setzung von Regeln Von der 1st Line unabhängige Überwachung der Einhaltung der Regeln Risikomanagement 3rd Line of Defence Interne Revision prozessunabhängige Überprüfung Wird im Rahmen von Prüfungen eingefordert, z. B. beim IT-Sicherheitsmanagement, Informationsrisikomanagement, Auslagerungsmanagement, Management operationeller Risiken Seite 14

15 Exemplarische Ausführungen zu Fokusthemen - Facetten zum IT-Sicherheitsmanagement Keine ausreichend unabhängige IT-Sicherheitsfunktion Mangelhafte Governance zu Firewall-Regeln Keine ausreichenden Penetrationstests für IT-Systeme Unzureichende Verschlüsselung vertraulicher Daten Unsystematisches Schwachstellenmanagement (Vulnerability Scans) Mangelnde Übersicht zu IT-Systemen und deren Konfiguration (CMDB) Unsystematische Maßnahmen zur Data Leakage Prevention Unzureichende Behandlung von Cloud Computing Seite 15

16 Exemplarische Ausführungen zu Fokusthemen - Security Information und Event Management (SIEM) Zentraler Datenbestand zu Sicherheitsinformationen Möglichst vollständige Anbindung der sicherheitsrelevanten Infrastruktur Sammeln aller relevanter Protokollinformationen Systematische Identifizierung von verdächtigen Ereignissen Analyse dieser Ereignisse Management von Sicherheits-Vorfällen Seite 16

17 Zusammenfassung Europäische Ebene nimmt organisatorisch stark Einfluss Neue kulturelle Herausforderungen in der Zusammenarbeit IT-Prüfungsthemen bleiben im Wesentlichen konstant Einheitlich vielfältige europäischen Aufsichtspraxis entwickelt sich langsam Es bleibt spannend Seite 17

18 Kontakt Jörg Bretz Deutsche Bundesbank Hauptverwaltung Frankfurt Referat Bankgeschäftliche Prüfungen Taunusanlage Frankfurt Seite 18

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