Ein exklusiver Service der Genossenschaftsbanken

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1 Branchenbrief 048: Friseur 1. Chancen und Risiken 2. Kapitalbedarf und Finanzierung 3. Übernahme oder Neugründung 4. Kundengruppen 5. Spezialisierungen und Zusatzdienstleistungen 6. Personal 7. Werbung und Marketing 8. Standortplanung 9. Informationen zur Betriebsplanung 10. Versicherungen 11. Rechtliche Voraussetzungen 12. Kontakte 13. Adressen und Infos für Existenzgründer in den Regionen *** 1. Chancen und Risiken Die Entscheidung, sich mit einem eigenen Salon selbständig zu machen, ist heute nicht leicht zu treffen. Die guten Standorte sind vielfach vergeben, in den lukrativen Innenstadtlagen oder in den Einkaufspassagen und -zentren siedeln sich zahlungskräftige Filialisten und Franchise-Betriebe an. Die Fluktuationsrate (Zu- und Abgänge in Prozent des Durchschnittsbestands) liegt in diesem Handwerkszweig besonders hoch, im Jahr 2003 gaben fast 6 Prozent der Betriebe auf, während die Gesamtbranche gleichzeitig um 2 Prozent zulegte. So hat ein Existenzgründer mit Ideen und Gespür für Kundenwünsche nur dann seine Chance, wenn er sich zuvor genau über seinen Kundenkreis im klaren ist und ihn durch entsprechendes Ambiente und Service-Angebote gezielt anzusprechen weiß. Positive Beispiele für erfolgreiche Gründungen lassen sich für alle Regionen und Konkurrenzsituationen finden - wichtig aber ist, dass der Betriebsinhaber oder die Inhaberin sich nicht nur als fachkompetenter Handwerker versteht, sondern auch als Unternehmer. Der benötigt Kreativität und Kommunikationsfähigkeit nicht nur "am Stuhl",

2 sondern auch für den Entwurf von Marketingaktionen und die Gewinnung von neuen Kunden und Zielgruppen. * Meisterbrief bleibt Pflicht - Auch nach Änderung des Handwerksrechts zum bleibt die Existenzgründung im Friseurhandwerk an den Meisterbrief geknüpft, allerdings könnten zusätzliche Wettbewerber (Altgesellen, Fall des Inhaberprinzips) in den Markt eintreten. Einfache Tätigkeiten innerhalb des Gewerks dürfen zudem ohne weiteres von allen Existenzgründern ausgeübt werden. Von letzterer Möglichkeit wurde zunächst kaum Gebrauch gemacht. * Branche - Die Branche wird geprägt von Klein- und Kleinstbetrieben, etwa 80 Prozent bleiben unter einem Jahresumsatz von EUR. Der Durchschnittsumsatz pro Betrieb sank bereits in den 90er Jahren um gut 10 Prozent, weil die Konkurrenzdichte spürbar zunahm; er liegt für die umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen aktuell bei rund EUR (netto, ohne Umsatzsteuer, für 2003). Die Anfang 2005 gezählten deutlich über Unternehmen betreiben gut Filialen, der weitaus größte Teil der Salons ist bisher also Inhaber-geführt. Der Umsatzschwerpunkt liegt mit 95 Prozent der Einnahmen im handwerklichen Bereich (Damensalon, Herrensalon, kosmetische Behandlungen), nur knapp 5 Prozent werden über den Verkauf von Handelswaren - i.d.r. Pflegeprodukte - erzielt, in größeren Salons oder bei Ketten tendenziell mehr. * Markt - Das Friseurgewerbe wird als konjunkturabhängig eingestuft, d.h. die Nachfrage nach Friseurdienstleistungen reagiert sensibel auf Einkommens- und Preisveränderungen. Bei sinkendem Einkommen verringern die Kunden die Häufigkeit ihrer Friseurbesuche, wechseln zu preiswerten Salons oder weichen verstärkt in die Schwarzarbeit aus (nach Expertenschätzungen ohnehin ein Volumen von ca. 30% des Branchenumsatzes, bei Preisen bis 50% unter denen der Salons). Phantasievolle Kombinationen von Friseursalons mit Schuhhandel oder trendige Läden, in denen angesagte DJs auflegen, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass anspruchsvolle Dienstleister und sogar Edel-Friseure teils deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Laut Expertenmeinung muss die Branche sich mittelfristig auf das abgekühlte Konsumklima einstellen. Von rund 5,8 Mrd. Euro Ende der 90er Jahre ging der Branchenumsatz auf rund 4,8 Mrd. EUR 2003 zurück. * Regionale Unterschiede - Betriebsvergleiche zeigten für die 90er Jahre deutliche Unterschiede im wirtschaftlichen Ergebnis der Salons: So setzten z.b. Betriebe in Nordrhein-Westfalen den Unternehmerlohn mit rund 24 Prozent vom Umsatz nahezu doppelt so hoch an wie sie Berechnungen für Schleswig-Holstein auswiesen. Dies verdeutlicht, dass höhere Lebenshaltungskosten in Ballungsgebieten auch den Inhaber zu höheren Entnahmen veranlassen können, ja müssen. Wenn der zu erzielende Umsatz bei der höheren Standortdichte der Salons nicht erreicht wird, belastet dies auf Dauer die Rentabilität. Andererseits darf die geringe Konkurrenzdichte in strukturschwachen Gebieten den Existenzgründer nicht zur Auffassung verleiten, hier fehle allerorten ein zusätzlicher Salon: Do-it-yourself-Podukte und Schwarzarbeit ersetzen hier öfter den Friseurbesuch. * Franchising - Mittlerweile hat dieses Kooperationssystem auch ins Handwerk Einzug gehalten. Beim Franchising kann der Existenzgründer einen Markennamen und ein bewährtes Geschäftskonzept nutzen sowie weitere Serviceleistungen der Mutterfirma. Dafür ist eine Lizenzgebühr zu entrichten, einmalig zu Beginn der Zusammenarbeit oder als regelmäßige Umsatzbeteiligung des Franchisegebers. Der Franchisenehmer ist dabei selbständiger Geschäftsmann; er sorgt für Finanzierung, Personal und Verkauf. (Weitere Informationen siehe Branchenbrief 120 Franchising.) 2. Kapitalbedarf und Finanzierung Der Kapitalbedarf für die Existenzgründung mit einem Friseurgeschäft hängt von Ihrem Geschäftskonzept ab: Je nach Ladengestaltung, Sortiment und Exklusivität Ihrer Kunden ergeben sich unterschiedlich hohe Investitionen. Wenn auch Renovierung und Gestaltung vielfach in Eigenregie

3 erfolgen können und Lieferanten (bei entsprechender vertraglicher Bindung) bei Einrichtung und Ausstattung unterstützen, dürfte bis EUR als das Minimum für den Start angesehen werden. Allein die Eröffnungswerbung kostet EUR. Vermutlich gilt in jedem Fall: Auch für vergleichsweise übersichtlichen Investitionsbedarf bzw. Betriebsmittel reicht das Eigenkapital nicht aus. Speziell zur Finanzierung von Gründungsvorhaben bis bzw EUR Kapitalbedarf dienen das Mikrodarlehen respektive das Startgeld der KfW-Mittelstandsbank. Die Vorteile für den Gründer sind verbilligte Zinsen und vergleichsweise lange Laufzeiten, ggf. auch einige tilgungsfreie Jahre. Neben solchen Kredithilfen des Bundes (auch ERP-Gründer-Kapital mit Eigenkapitalcharakter bis max EUR, Unternehmerkredit auch für höhere Kreditsummen) stellen die Länder Fördermittel bereit, etwa zinsgünstige Darlehen, zusätzliche Beratungsmittel, in einigen Regionen und Branchen auch direkte Zuschüsse (siehe dazu auch: Adressen und Infos in den Regionen / Fördermittel der Länder). Das aus eigenen Mitteln aufgebrachte Kapital sollte Prozent des Gesamtbedarfs nicht unterschreiten. Alle Förderinstitutionen hohe Maßstäbe an Qualifikation des Unternehmers und die Tragfähigkeit des Unternehmenskonzepts. Ein Gründungs- bzw. Investitionskonzept für die Finanzierung sollte u.a. folgende Informationen enthalten: - Marktbedingungen und voraussichtliche Entwicklung der Branche - Produktpalette, Preise, Service - Kundenpotential im Einzugsgebiet und ggf. daraus begründete - Standortwahl - Konkurrenzsituation - notwendiger Mitarbeiterstamm Erfolgsaussichten des Unternehmens als Vollexistenz: Die oben genannten Themen müssen mit einer Umsatz-, Kosten- und Ertragsvorschau quantifiziert bzw. untermauert werden, um von der Wirtschaftlichkeit Ihres Vorhabens zu überzeugen. * Beratungsförderung - Bei der Erstellung eines Konzepts und der Überprüfung Ihrer Planungsdaten helfen Unternehmensberater, die möglichst Erfahrung in Ihrer Branche haben sollten (siehe auch: Kontakte). Schon im Vorfeld der Gründung gibt es dafür staatliche Hilfen: - Zuschuss von 50 Prozent zu den Beratungskosten - max EUR pro Beratung Die Beratungen dienen insbesondere der Prüfung, ob mit der Gründung eine tragfähige wirtschaftliche Vollexistenz erreicht werden kann. Neben den wirtschaftlichen Aussichten Ihres Vorhabens werden auch Ihre persönliche Vermögensund Einkommenssituation und die Kreditsicherheiten eine Rolle spielen. In Bezug auf diese Frage kann es leicht zu Enttäuschungen kommen, da die Bank die aufgeführten Sicherheiten manchmal nicht so hoch bewertet, wie Sie erhoffen. Hier einige übliche Bewertungen: - in voller Höhe: Kontoguthaben bei einem Kreditinstitut, Rückkaufwerte von Lebensversicherungen und Bausparguthaben - zu drei Vierteln des Wertes: festverzinsliche Wertpapiere (für ausländische Wertpapiere gelten besondere Regelungen) - mit fünfzig Prozent: Aktien Lassen Sie auch nach der Kreditvergabe den Kontakt zu Ihrem Bankberater nicht abreißen und sprechen Sie evtl. auftretende Probleme selbst an, ehe die Bank von anderer Seite davon erfährt.

4 * "Meister-BAföG" (Finanzierungshilfen nach dem AFBG) - Die unternehmerische Tätigkeit im Handwerk setzt im allgemeinen den Meisterbrief voraus. Gesellen und Facharbeiter, die sich entsprechend qualifizieren möchten, können Leistungen nach dem "Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung (AFBG)" beantragen. Die Förderung beträgt bis 614 EUR monatlich, davon max. 230 EUR als Zuschuss, der Rest als zinsgünstige Darlehen (erhöhte Fördersätze für Verheiratete bzw. Eltern). Der Meisterkurs muss mindestens 400 Unterrichtsstunden (innerhalb 3 Jahren bei Vollzeitmaßnahmen, innerhalb 4 Jahren bei Teilzeit) umfassen. Zusätzlich für Lehrgangsund Prüfungsgebühren bis zu EUR und zur Förderung des Meisterstücks bis zu EUR (zu 35 Prozent als Zuschuss, einkommensunabhängig; Existenzgründern wird unter bestimmten Voraussetzungen die Rückzahlung eines Teils erlassen). Die Förderung wird in der Regel nur einmalig gewährt. Nähere Einzelheiten erfahren Sie bei Ihrer zuständigen Handwerkskammer und bei den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung. + Spezielle Hilfen für Arbeitslose, die sich selbständig machen wollen (seit : nur ALG-I-Bezieher; Antrag beim zuständigen Arbeitsamt) * Überbrückungsgeld für max. 26 Wochen in Höhe des bisherigen Arbeitslosengeldes bzw. -hilfe; zusätzlich Zuschüsse zur Krankenversicherung und Altersvorsorge; Voraussetzung: positive Stellungnahme einer fachkundigen Stelle (z.b. Innung, Handwerkskammer), Antragstellung v o r Aufnahme der selbständigen Tätigkeit alternativ dazu: * Existenzgründungszuschuss im Rahmen der sog. "Ich AG"; drei Jahre Laufzeit, gestaffelt von monatlich 600 EUR im ersten Jahr bis monatlich 240 EUR im dritten Jahr; Antragstellung zunächst bis Ende 2007 befristet; Voraussetzungen: Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus, max EUR Arbeitseinkommen im Jahr (Umsatz abzügl. Kosten); Beschäftigung von Arbeitnehmern möglich (Kleinunternehmenförderungsgesetz v. 31. Juli 2003 / Sozialgesetzbuch III Par. 42) * NEU: Förderanspruch nur mit Bescheinigung von IHK, Handwerkskammer oder Bank, dass die Existenzgründung eine wirtschaftlich tragfähige Vollexistenz ermöglicht; dazu erforderlich Kurzbeschreibung des Konzepts, Kapital- und Finanzierungsplan sowie Umsatz- und Rentabilitätsvorschau 3. Übernahme oder Neugründung Die Übernahme eines Kundenstamms ist im Friseurgewerbe (besonders in größeren Städten) recht problematisch. Die Kundinnen und Kunden binden sich oft nicht an einen bestimmten Salon, sondern an bestimmte Angestellte, die ihre Wünsche und Besonderheiten kennen. So kann selbst ein Inhaberwechsel vom Vater auf den Sohn oder die Tochter zu einem erheblichen Einbruch bei der Stammkundschaft führen. Alternative könnte sein, sich nach einer Kooperationsmöglichkeit umzuschauen. Erfahrene ältere Friseure suchen - aber finden selten - Junior-Partner. Der zum Verkauf stehende Betrieb sollte einer gründlichen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen werden. Folgende Punkte sollten sorgfältig recherchiert werden: - Verkaufsgründe des bisherigen Inhabers - Detaillierte Informationen über alle betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie Personaldaten, Verträge, Verbindlichkeiten und Außenstände; die Jahresabschlüsse der letzten drei bis fünf Jahre (Bilanzen / Gewinn- und Verlustrechnungen), laufende Verbindlichkeiten - Verträge mit Herstellern und Lieferanten und die Berechtigung, als Nachfolger in diese Verträge eintreten bzw. sie kündigen zu können - Ein langfristiger Mietvertrag und ggf. neue Auflagen oder Bauplanungen der Behörden

5 Angebote zum Verkauf oder zur Pacht finden Sie in der Tagespresse, sowie in den Fachzeitschriften der Branche. Bei der Suche nach einem geeigneten Objekt und der fachlichen Beurteilung von Angeboten sollten Sie den Rat von Experten suchen. Behilflich sind Handwerkskammer ("Betriebsvermittlungs-Service") oder Landesinnungsverband des Friseurhandwerks Der Kaufpreis für ein Unternehmen setzt sich aus drei Komponenten zusammen: 1. Zeitwert für das Inventar, u.a. auch Grundstücks- und Gebäudewert; 2. Wert des Lagerbestandes, soweit vorhanden; 3. Geschäftswert, beruht auf den Umsatzzahlen, der Geschäftslage und dem eventuell übernommenen Kundenstamm. Die Finanzierung des Kaufpreises sowie der erforderlichen Zusatzinvestitionen kann - wie jede Existenzgründung - vom Staat mit zinsgünstigen Mitteln erleichtert werden. Bei einem gesunden Betrieb erleichtert die Vorlage der Geschäftszahlen sogar die Finanzierung, weil sie der Bank die Beurteilung der wirtschaftlichen Aussichten erleichtern. * Haftung gegenüber dem Finanzamt - Bei einer Geschäftsübernahme haften Sie gegenüber dem Finanzamt für alle betrieblichen Steuern wie Gewerbesteuer, Umsatzsteuer und Lohnsteuer, die ein Jahr vor und ein Jahr nach der Geschäftsübergabe anfallen. Begrenzt ist diese Haftung auf den Unternehmenswert. Sie können das Haftungsrisiko einschränken, indem Sie sich vom Veräußerer eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes vorlegen lassen, die besagt, ob betriebliche Steuern auf dem Unternehmen lasten. 4. Kundengruppen Heute besteht die wichtigste Kundengruppe aus Frauen über 60 Jahren. Diese Generation ging und geht häufig und regelmäßig zum Friseur, was bei Jüngeren einfach nicht mehr so der Fall ist. Diese Kunden setzen technisch perfekte handwerkliche Leistungen voraus; die Wünsche gehen aber weit über die reine Friseurdienstleistung hinaus. Sie erwarten kompetente und typgerechte Beratung, eine angenehme Atmosphäre und damit auch ein entspannendes Erlebnis. Eine gänzlich andere Atmosphäre lockt jüngere bis sehr junge Kunden zum Friseur. Ausgefallene Frisuren sind für viele junge Kunden heute ein Muss - eine ausgefallene "Location" erhöht das Vergnügen. Ständige witzige Werbung, ein originelles Laden-Design, modische und ausgefallene Haartrends von schrillen Farben bis zu aufwändigen Flechtfrisuren, klassisch bis extravagant, Spezialisierungen auf Färben z.b. mit Naturfarben, gute Haarpflegeprodukte etc. werden dem Existenzgründer daher helfen, sich innerhalb eines bestimmten Kundenkreises oder in der jeweiligen Szene einen Namen zu machen. Allerdings verfügt diese Zielgruppe über weniger Geld. Vornehmlich in Großstädten und Ballungsräumen nimmt deshalb die Zahl der Cut&Go-Salons deutlich, die sich auf diese Grunddienstleistung konzentrieren. Pauschalpreise um 10 EUR für den Schnitt sind dabei nicht selten. Daher setzen viele Betriebe, die sich in diese Richtung spezialisieren, auf kostengünstige Räume in Nebenstraßen, spartanische Einrichtung und reduzierten Service. Mögen die Investitionen für den Salon mit diesem Konzept gering ausfallen, Mieten, Energie- und Personalkosten liegen nicht wesentlich unter dem anderer Betriebe. Der Durchlauf an Kunden muss bei Preisen zwischen 9 und 30 EUR für diese Einfachstdienstleistungen entsprechend hoch sein; dabei gilt es die Konkurrenz im Einzugsgebiet zu beachten wie auch die Qualität der Haarschnitte, trotz Zeitdruck, um Kunden zu animieren, häufiger wiederzukommen. * Ladenöffnung - Es muss nicht gleich der Mitternachtshaarschnitt bei Vollmond und Sekt sein, auch wenn ein solcher "Event" junge (neue) Kundengruppen in den Laden zieht. Eine Chance für das Friseurhandwerk stellen die verlängerten Ladenöffnungszeiten dennoch dar, wenn man z.b.

6 berufstätigen Damen einmal in der Woche den Friseurbesuch bis 20 Uhr anbietet. Grundlegende Voraussetzung für den Erfolg ist hier jedoch eine sorgfältige Bedarfsanalyse. Befragen Sie Ihre (potenziellen) Kunden, ob die zeitliche Ausweitung des Dienstleistungsangebots überhaupt gewünscht wird, und beachten Sie die Ladenöffnungszeiten Ihres Geschäftsumfelds. Wichtige Faktoren sind auch die Flexibilität und Motivation Ihrer Mitarbeiter. 5. Spezialisierungen und Zusatzdienstleistungen Neben der Diversifikation in neue Verkaufssortimente bieten sich heute neue Konzepte zur attraktiven Gestaltung des Friseursalons an: Mit einer umfassenden Schönheits- und Gesundheitsberatung entsteht ein kreatives Arbeitsfeld, das über die traditionelle Friseurdienstleistung hinausgeht. In der Spezialisierung liegt für Friseure ein Weg zur Qualitätssteigerung. Das reicht von zeitaufwendiger Haarverlängerung über Hochzeitsfrisuren bis zum Außer-Haus-Service für betagte Kunden und Kundinnen. * Computergestützte Beratung - Eine europaweite Umfrage unter Friseuren (ECOTEC-Studie) ergab, dass die "virtuelle Frisur" mittels Kameras, Computer und Bildverarbeitungssoftware sich bisher nicht durchsetzen konnte. Anschaffungs- und Folgekosten der Technik lohnen den Einsatz nur in großen Salons bzw. Ketten-Unternehmen. Eine Nische bietet diese Technik vielleicht Salons, die sich gezielt an eine besonders kritische Kundengruppe wenden möchten: Die chronisch Unzufriedenen, die oft zum Friseur gehen, ihn aber ebenso oft wechseln. * Perücken und Haarteile - Bei entsprechendem Können ist auch eine Spezialisierung auf Handel und Pflege von Perücken und Haarteilen möglich, eine meist gut bezahlte servicebetonte Dienstleistung. Allerdings muss hierfür die örtliche bzw. regionale Konkurrenzsituation vorab genau untersucht werden: in einer Großstadt wie Köln sind nur mehr drei Spezialisten in diesem Bereich tätig. * Kosmetik und Wellness - Eine Ausdehnung der Dienstleistungen auf die Kosmetikbehandlung bzw. die Kooperation mit einer Kosmetikerin bietet Chancen, neue Kundengruppen zu werben. Dieser Zusatz-Service lässt sich allerdings nur lohnend verwirklichen, wenn entsprechend zahlungskräftige Kundinnen angesprochen und erreicht werden können. Eine besondere Genehmigung ist für die Kosmetikbranche nicht nötig. Dabei müssen Sie allerdings mit erhöhtem Raumbedarf rechnen sowie zusätzlichen Investitionen für Behandlungskabinen bzw. Gerätschaften (siehe dazu Branchenbrief 057: Kosmetik-Institut). Bine Erhebung aus Nordrhein-Westfalen zeigte 2002, dass nicht einmal jeder zehnte Salon eine eigene Kosmetikabteilung betreibt. * Verkauf von Handelsware - Der Handel mit Kosmetika wird für den Salon nur dann einen lohnenden Umsatz erbringen, wenn er auch kosmetische Dienstleistungen anbietet (die Konkurrenz der Drogeriemärkte und Kaufhäuser ist sehr stark). Dagegen ist ein Sortiment von Haarpflegemitteln bei entsprechender Beratungsintensität und dem Angebot von Spezialpräparaten durchaus interessant und kann an einzelnen Standorten zwischen 10 und 20 Prozent des Betriebsumsatzes erreichen (im rechnerischen Durchschnitt nimmt allerdings nur jeder fünfte Kunde Salonprodukte mit). Immerhin hat der Markt einen beachtlichen Umfang: über alle Vertriebsschienen hinweg bringen es Haarpflegeprodukte mit rund einem Viertel des Gesamtmarkts der Körperpflege auf rund 2,8 Mrd. EUR Jahresumsatz (2004). * Markt - In Zeiten knapper Kassen sparen die privaten Haushalte auch an Körperpflegemitteln und Kosmetikdienstleistungen. Hob sich die Umsatzentwicklung in der Körperpflege noch 2003 positiv von der Einzelhandelskonjunktur ab, verlor der Sektor 2004 erstmals wieder an Umfang. Nach Angaben des Industrieverbandes IKB sanken die Ausgaben der Verbraucher auf 11 Mrd. EUR, um 1,5 Prozent. Dabei blieb der Mengenabsatz stabil - die Deutschen griffen also verstärkt zu preiswerten Produkten. Im Schnitt gab jeder 2 EUR weniger für den Kauf von Körperpflegeprodukten aus als im Vorjahr, rund

7 134 EUR. Auch die Dienstleistungen des Kosmetikinstituts werden nach wie vor in Anspruch genommen, jedoch lassen etliche Kunden zwischen den einzelnen Behandlungen mehr Zeit als früher verstreichen und sparen so Geld ein. Damit sinkt jedoch auch der Umsatz über den Handel mit Kosmetika zur Selbstbehandlung. Wenn die Kundinnen seltener kommen, kaufen sie auch weniger ein, da sie oft nur dann im Institut kaufen, wenn sie zur Behandlung gekommen sind. 6. Personal Die Einnahmen des Salons hängen (fast) vollständig von der handwerklichen Leistung "am Kopf" des Kunden ab - um so wichtiger, kreative, freundliche und kompetente Friseure zu beschäftigen, und im Geschäft zu halten! Die Fluktuation in der Branche ist höher als in anderen Gewerken. Die Gründe liegen im hohen Frauenanteil (nur 4 bis 10 Jahre bleiben Friseure im Schnitt überhaupt im Beruf) und im Reiz der Selbständigkeit (junge Meister arbeiten mittelfristig allenfalls in großen Salons mit ihren vielfältigen Aufgaben als Angestellte). Produktpromoter der Hersteller finanzieren in wachsendem Maße Fortbildungen und Trendinformationen für Friseure. Sie helfen auch mit Ideen für die Mitarbeitermotivation. Von sich aus können Sie beispielsweise jedes Mal einen Mitarbeiter zu diesen Fortbildungen mitnehmen, oder interessante Aufgaben wie das Frisieren bei Modenschauen oder als Maskenbildner am örtlichen Theater organisieren. Eine gute Auslastung pro Friseur ergibt sich - je nach Zahl und Art der verkauften Dienstleistungen pro Kunde - ab 7-10 Kunden am Tag. In der Praxis melden die Betriebe allerdings nur rund 6-7 Kunden pro Mitarbeiter am Tag, zu wenig, um rentabel zu wirtschaften, wenn die Kunden zudem immer weniger Aufwand betreiben möchten, sich also auf einen konventionellen Schnitt beschränken, statt Colorationen oder Dauerwellen nachzufragen. Alternativ gehen einige Salons dazu über, in Spitzenzeiten Aushilfskräfte zu beschäftigen. Die Obergrenze des monatlichen Verdienstes für "geringfügig Beschäftigte" liegt zur Zeit bei 410 EUR (für Arbeitnehmer: netto für brutto; für Arbeitgeber: 25 Prozent Abgabenpauschale).Bei ungelernten Kräften mit eingeschränkten Qualifikationen (Haarewaschen, Reinigen, Telefondienst) lohnt dies lohnt aber oft nur in größeren Salons. Friseurinnen als Aushilfen einzusetzen, die sich neben Familie und Haushalt ein paar Stunden beschäftigen möchten, wäre sicher praktischer. Viele Inhaber verzichten darauf, könnten diese Kräfte doch Kunden für eigene Zwecke (Schwarzarbeit) abwerben. 7. Werbung und Marketing Die Besucherreichweite (das ist der Anteil der Frauen, die mindestens einmal im Jahr zum Friseur gehen) liegt bei den Damen knapp unter 80 Prozent, bei den Herren knapp über 70 Prozent. Im Schnitt der Bevölkerung gehen Damen sechsmal, Herren nur fünfmal im Jahr zum Haareschneiden. Wenn Sie sich als Anfänger dauerhaft Marktanteile sichern wollen, dürfen Sie deshalb den Faktor "Werbung" auf keinen Fall unterschätzen. Betrachten Sie Werbeausgaben als Investitionen, genau wie Einrichtung oder Anschaffung der Geräte. Laut Betriebsvergleichen (s. unten: Informationen zur Betriebsplanung) geben Friseurbetriebe nur 2 Prozent vom Umsatz für Werbemaßnahmen aus. Praktiker raten Gründern, sich (wo möglich im Vorfeld der Gründungsüberlegungen) an Wettbewerben und Meisterschaften zu beteiligen oder sich mit der Beteiligung an Modenschauen einen Namen zu machen. Auch die Arbeit mit Modefotografen bringt mehr ein als das Honorar: All diese Maßnahmen können im Marketing für den Salon eingesetzt werden, ohne viel mehr als die aufgewandte Zeit zu kosten.

8 Innovative Werbeaktionen können allerdings auch teuer sein. Professionelle Kinowerbung z.b. spricht ein junges Publikum an. Diese Art der Werbung ist nicht gerade billig, jedoch erfolgversprechend. Eine Möglichkeit, Geld zu sparen: Mit mehreren Firmen aus benachbarten Branchen im gleichen Spot zu werben, oder die originelle Idee für den Spot an einen Friseurladen einer anderen Region zu verkaufen. Überlegen Sie sich, ob Sie nicht - zwecks professioneller Einführungswerbung - mit Werbeagenturen oder freiberuflichen Werbeberatern oder Werbetextern zusammenarbeiten (Adressen im Branchentelefonbuch). Als Alternative dazu bieten Lieferanten Starterpakete für das Salonmarketing zu moderaten Preisen, die individualisierte Werbemittel für den Salon enthalten (Anzeigenklischees für die Zeitung, Visitenkarten, Plakate, Thekenaufsteller, Preislisten, Aktionsflyer). Es gibt einiges, was Sie tun können, um als Anfänger bekannt zu werden, vor Ort und in der Region: - durch witzige, öffentlichkeitswirksame Aktionen in den Geschäftsräumen (Fotoshootings, Vollmond-Nachtservice, alles, worüber die lokale Presse vielleicht berichten könnte) - durch regelmäßige Werbung in den Tageszeitungen, Stadtteilzeitungen, Stadtzeitungen, Anzeigenblättern, bei der Sie aktuelle Attraktionen herausstellen (Lieferanten wie L'Oreal oder Wella unterstützen z.b. durch preisgünstige, individuell variierte Anzeigenvorlagen) - durch Handzettelwerbung in der näheren Umgebung oder Hauswurfsendungen - durch eine größere Anzeige im Branchentelefonbuch, in der Sie sich mit Ihrer Spezialisierung von der Konkurrenz abheben - durch eine Homepage im Internet, evtl. sogar verbunden mit der Möglichkeit einer Terminvereinbarung online Bei all diesen Aktivitäten sollte sich der Friseur im klaren sein, dass der Rücklauf bzw. die Reaktion der Kunden prozentual gering ist. 1,5 bis 5 Prozent ist der übliche Rücklauf bei Gutscheinausgabe oder Verteilung von Flyern. Anders bei den Stammkunden - sie werden Gutscheine mit großer Sicherheit einlösen, ohne dass daraus viel Neugeschäft entsteht. Diese Kundengruppe gilt es, mit Marketingmaßnahmen zu halten: Nach Untersuchungen von Lieferant L'Oreal wechselt jeder zweite Kunde spätestens nach zwei Jahren den Friseur. Bonushefte oder Treuepunkte, Produktproben oder bevorzugte Terminvergabe, ein Termin für regelmäßige Typberatung oder ein Samstagnachmittag mit Trendinfos und Kaffe und Kuchen können den Kunden vermitteln, welchen Extra-Service sie bei Ihnen genießen. Ein Typcheck für regelmäßige Kunden erhöht, nach Angaben von L'Oreal, den Pro-Kopf-Umsatz um rund 20 Prozent. 8. Standortplanung Ein zentrales Problem ist die Suche nach dem richtigen Standort. Die Geschäftslage kann nicht nur über Erfolg oder Misserfolg Ihres Vorhabens, sondern auch über seine Kreditwürdigkeit entscheiden. Wenn nach einer Faustregel auf einen Friseurbetrieb etwa Einwohner kommen sollten, so sagt diese Zahl allein noch nichts über den Laden aus, für den man sich tatsächlich entscheiden wird. Zusätzlich muss die Miethöhe, die Verkehrsanbindung bzw. die Parkplatzsituation erwogen werden. Auch die Umgebung des Geschäfts spielt eine Rolle - teure Boutiquen ziehen beispielsweise eine andere Kundschaft in die Straße als Discounter oder Geschäfte des täglichen Bedarfs. Auch wenn die Mundpropaganda für ein wesentlich größeres Einzugsgebiet sorgen kann, muss man in einer reinen Wohngegend an die Einkommensstruktur der Anwohner denken. Bei der Suche nach geeigneten Geschäftsräumen gilt es, folgende Punkte zu beachten:

9 - Größe und Reichweite des Einzugsgebietes - Kaufkraft im Einzugsgebiet und erreichbare Umsätze (wieviele Kunden müssten täglich kommen, damit Sie Ihr Umsatzziel erreichen?) - Zahl, Größe, Entfernung und Attraktivität vergleichbarer Betriebe in der Umgebung - Qualität Ihres Standortes hinsichtlich Laufstraßenlage, Verkehrsverbindungen und Parkplätzen, auch im Vergleich zur Konkurrenz - Erweiterungsmöglichkeiten der Geschäftsräume (in der Praxis ist man allerdings an vorhandene Ladenlokale gebunden, so dass die Eröffnung eines zweiten Geschäfts bei entsprechendem Geschäftsvolumen die Regel ist) Detailfragen zu Standortproblemen sollten Sie mit einem Berater besprechen. Handwerkskammern oder Einzelhandelsverbände können meist mit Untersuchungen der Kaufkraft in Ihrem Zielgebiet, Mietpreisspiegel oder Zahlen zur Passantenfrequenz (Laufkundschaft) weiterhelfen. 9. Informationen zur Betriebsplanung Vielen Friseuren fehlt das klare kaufmännische Denken, Voraussetzung für das heute erforderliche Kostenmanagement. Fehlende unternehmerische Qualitäten sowie fehlende Qualifikationen in der Buchhaltung, im Einkauf etc. haben schon einige Friseurbetriebe in die Insolvenz geführt. Auch die großen Produkthersteller in der Haarpflege bemängeln die unternehmerischen Kenntnisse der Friseure. Preiskalkulation, die daraus zu erwartenden Umsatzziele, Kosten und Gewinnerwartungen stellen das Herzstück der kaufmännischen Planung dar. Immer mehr Praktiker raten, sich mit dem Computer vertraut zu machen und EDV für Buchhaltung, Kostenrechnung (aber auch die Kundenkartei) einzusetzen. Die Wella AG hat z.b. ein spezielles Computerprogramm entwickeln lassen, das gezielt auf das Kostenmanagement im Friseurhandwerk zugeschnitten ist. Zur Ermittlung eigener Planungsdaten, auch zur Vorbereitung des Bankgesprächs, sind detaillierte Betriebsvergleiche als Kalkulations- und Prüfinstrument jedem Gründer in der Branche zu empfehlen (z.b. von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks, siehe unten: Kontakte bzw. Adressen und Infos für Existenzgründer). Für Existenzgründer sind insbesondere Daten aus kleineren Betrieben von Interesse, auch wenn die eigene Kalkulation von den konkreten Kosten im neuen Betrieb und den aktuell am Markt erzielbaren Preisen bestimmt wird. UMSATZZIELE Kleinere Betriebe erzielen im Schnitt eine Jahresbetriebsleistung in der Größenordnung von eine Jahresbetriebsleistung je handwerklich Beschäftigtem von einen Handwerksumsatz *) je Platz von einen Gesamtumsatz (inkl. Verkauf / Handelswaren) je Kunden um EUR EUR EUR 23 EUR *) ohne Verkauf von Handelswaren, im Jahr Den durchschnittlichen Gesamtumsatz pro Kunde liegt dabei in den Herrensalons nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung aus dem Jahr 2000 bei nur knapp 60 Prozent des Wertes in reinen Damensalons. Spitzenfriseure können dort - bei entsprechender Auslastung - einen jährlichen Gesamtumsatz um die EUR, mit entsprechender Assistenz sogar bis EUR erzielen. Dies zumindest berichtet der Betriebsvergleich der LGH (s.o.).

10 KOSTENSTRUKTUR Die wichtigsten Kostenfaktoren in Kleinbetrieben sind Lohn- und Lohnnebenkosten mit rund Raum- und Energiekosten mit rund Material- / Handelswareneinsatz mit Steuerliche Abschreibungen von Investitionen mit Weitere Kosten mit 36% v. Umsatz 12% v. Umsatz 10-11% v. Umsatz 3-4% v. Umsatz 15% v. Umsatz Der Materialaufwand liegt im reinen Damensalon im allgemeinen höher als beim Herrensalon. Günstige Einkaufskonditionen für das benötigte Material (Shampoo etc.) bietet der Bezug vom Hersteller. Bei einem Materialeinsatz von Prozent vom Umsatz lässt sich die Kostenbelastung beim Kauf von Großgebinden für den Salongebrauch spürbar reduzieren. Prüfen Sie genau, welche der folgenden Punkte für Ihre Verhandlungen mit den Lieferanten besonders ins Gewicht fallen: Gründerunterstützung bei Einrichtung und Werbemitteln + (Mengen-)Rabatte + Zahlungsweise und Zahlungsziele + Sortimentsauswahl und die Akzeptanz der Handelsware durch Ihre Kunden. GEWINNERWARTUNGEN Nach Abzug sämtlicher Kosten erzielt ein kleiner Musterbetrieb im Jahr ein Betriebsergebnis von rund Das wären in Zahlen jährlich 20% v. Umsatz EUR Diese - bei einer 40- bis 45-Stunden-Woche des mitarbeitenden Inhabers viel zu geringe - Summe kann als Unternehmerlohn angesehen werden (von dem die persönlichen Steuern zu begleichen sind), aber auch als Gewinn, von dem Neuinvestitionen bestritten werden müssen. Damit liegt dieses reale "Inhabergehalt" deutlich unter den gut EUR, die kalkulatorisch angemessen für die Leistung wären. Auch größere Betriebe erreichten 2002 nach Berücksichtigung solcher kalkulatorischen Kosten einen kaum ausreichenden betriebswirtschaftlichen Gewinn. KALKULATIONSHILFE: PREISE/DAMEN 2004 Durchschnittspreis Maximaler Preis Haarschnitt 17,48 EUR 54,00 EUR Waschen/Föhnen 16,39 EUR 29,00 EUR Coloration (m. Längenbehandlg.) 27,85 EUR 47,00 EUR Haubensträhnen 24,55 EUR 49,00 EUR Foliensträhnen 37,39 EUR 73,00 EUR Dauerwelle 39,48 EUR 92,00 EUR Haarkur 5,92 EUR 15,00 EUR Augenbrauenfärben 4,66 EUR 9,00 EUR Wimpernfärben 6,26 EUR 11,80 EUR Die Minimalwerte für Haarschnitt im Damensalon liegen bei 8,50 EUR, für Wachen/Föhnen bei 4 EUR, Dauerwellen werden ab 18 EUR angeboten. Im Herrenfachbereich reichte die Preisspanne für das gängige Waschen / Schneiden / Föhnen von einem Mindestwert um 8 EUR bis 37 EUR, bei einem Durchschnittspreis um 17,99 EUR. Bartpflege und Haarkur werden hier oftmals als Serviceleistung angeboten. Zur Erläuterung: letzte vorliegende Durchschnittswerte aus Betriebsvergleichen aus dem Jahr 2003 (gerundete Zahlen) / Kleinere Betriebe: bis EUR Jahresumsatz (im Schnitt 2-3 Beschäftigte inkl. Inhaber und mithelfende Familienmitglieder) / Größere Betriebe: über EUR Jahresumsatz (im Schnitt 4-5 Beschäftigte inkl. Inhaber und mithelfende Familienmitglieder).

11 * Gründungsplaner - Bei der Erstellung von ersten professionellen Businessplänen unterstützt Sie der Gründungsplaner der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Mit Hilfe dieses umfangreichen und effizienten Planungsinstruments schärfen Sie den Blick für die Chancen Ihres zukünftigen Unternehmens, senken durch genaue Kalkulation die Risiken und betrachten ganz realistisch die Erfolgsaussichten aus verschiedenen Blickwinkeln. Zentrale Bestandteile des Gründungsplaners, den interessierte Gründer bei jeder Volksbank und Raiffeisenbank erhalten: + Das "Simulationsprogramm: Unternehmensgründung" für Ihren heimischen PC bildet den Gründungsprozess in betriebswirtschaftlich logischer Reihenfolge ab. Im Ergebnis erarbeiten Sie schrittweise Ihren individuellen Businessplan, der eine detaillierte Grundlage für das Finanzierungsgespräch mit Ihrer Hausbank bildet. + Im "Unternehmensgründungsplanspiel" planen Sie gemeinsamen mit anderen (max. 20) Unternehmensgründern einen ganzen Tag lang Ihre eigene Firma, unter kompetenter Leitung, über einen Zeitverlauf von drei Jahren. Fragen Sie in Ihrer Genossenschaftsbank nach den nächsten Terminen. * Steuern - Die schlechte Steuermoral schwarzer Schafe hat den Gesetzgeber veranlasst, bei der Umsatzsteuer genauer hinzusehen: Zum einen sollen Existenzgründer seit Anfang 2002 die eingenommenen Mehrwertsteuerbeträge monatlich voranmelden statt vierteljährlich (gilt für das Gründungsjahr und das darauf folgende); zum anderen müssen Rechnungen die betriebliche Steuernummer tragen (das soll Auftraggebern die Möglichkeit bieten, die Umsatzsteuerpflicht beim Finanzamt zu prüfen, bevor sie die Bruttorechnung begleichen). 10. Versicherungen Als Selbständiger kommen Sie nicht umhin, Ihren privaten Versicherungsschutz zu überdenken. Zudem sollten Sie Ihre Firma zumindest gegen existenzbedrohende Risiken absichern. Hinzu kommen Risiken, die aus Ihrer Geschäftstätigkeit erwachsen und bei anderen, z.b. Kunden, Schaden verursachen können. * Krankheit - Wer selbständig ist, kann wählen, ob er in der gesetzlichen Krankenkasse bleibt oder sich privat versichert. Die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung sind von Alter, Geschlecht und Anzahl der nicht erwerbstätigen Familienangehörigen unabhängig, während die Privatversicherer für jedes Mitglied einen eigenen Beitrag berechnen. Für junge, gesunde Einsteiger ohne mitzuversichernde Familienangehörige ist eine Privatversicherung meist günstiger. * Vorsorge - Bei der Altersvorsorge gibt es für Selbständige meist die Möglichkeit zwischen gesetzlicher Rentenversicherung, Versorgungswerken bei einigen Berufsgruppen und/oder privaten Versicherungen zu wählen. Berufsunfähigkeit ist in der gesetzlichen Rentenversicherung für alle, die ab geboren sind, nur äußerst unzureichend abgesichert (Erwerbsminderungsrente); eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte zusätzlich privat abgeschlossen werden. Derzeit gilt eine private Vorsorge als günstiger, doch Prognosen über lange Zeiträume sind immer mit Unsicherheiten behaftet. * Betriebliche Versicherungen - Wichtig sind Betriebsunterbrechungsversicherungen, die zusätzlich zu den entsprechenden Sachversicherungen, wie Feuer, Sturm oder Maschinenschaden abgeschlossen werden. Unabdingbar sind Haftpflichtversicherungen für Schäden, die Sie oder Ihre Mitarbeiter im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit verursachen bzw. für Sie auch als Privatperson.

12 11. Rechtliche Voraussetzungen Ein Vollhandwerk dürfen Sie nur selbständig ausüben, wenn Sie in die Handwerksrolle eingetragen sind. Der Regelfall ist die Eintragung aufgrund einer Meisterprüfung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine Ausnahmebewilligung zu beantragen, wenn die Ablegung der Meisterprüfung eine unzumutbare Belastung bedeuten würde und die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen werden können. Die Eintragung in die Handwerksrolle durch Ausnahmebewilligung führt nur zur Berechtigung, das Gewerbe selbständig auszuüben, nicht aber automatisch zum Recht, den Meistertitel zu führen oder Lehrlinge auszubilden. * Novellierung des Handwerksrechts - Der Meisterzwang bleibt im Friseurhandwerk unberührt (es gilt als "zulassungspflichtig" laut Anlage A der Handwerksordnung), ebenso die Abgrenzung der Tätigkeit gegenüber anderen Gewerken. Allerdings sollen auch Gesellen mit sechs Jahren Berufserfahrung, vier Jahre davon in leitender Funktion, einen Betrieb selbständig führen dürfen. Weitere Änderung: Das Inhaberprinzip wird grundsätzlich abgeschafft, d.h. auch branchenfremde Einzelpersonen dürfen einen Handwerksbetrieb gründen, wenn sie einen entsprechend qualifizierten Meister beschäftigen. Einfache handwerkliche Tätigkeiten, die entweder - in kurzer Zeit (bis zu 3 Monate) erlernt werden können, oder - bei längerer Anlernzeit für das Gewerk nebensächlich sind, oder - nicht aus einem Gewerk der Anlage A der Handwerksordnung entstanden sind, dürfen als handwerksähnliches Gewerbe ohne Meisterprüfung von jedem selbständig ausgeübt werden. Starten Sie aber nicht ohne Rücksprache mit der Handwerkskammer. Ob im Einzelfall die IHK zuständig ist, entscheidet eine Schlichtungskommission. * Gewerbeanmeldung - Den Beginn Ihrer gewerblichen Tätigkeit müssen Sie bei der für Ihren Betriebssitz zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung anzeigen. Von der Gewerbeanmeldung werden + das Finanzamt + das Gewerbeaufsichtsamt + die Ordnungsbehörden + die Berufsgenossenschaft verständigt. Sollte Ihnen das Finanzamt innerhalb von wenigen Wochen keine Steuernummer zugeteilt haben, sind Sie verpflichtet, eine persönliche Mitteilung zu machen. Die Berufsgenossenschaft, die alle im Betrieb Beschäftigten gegen Unfall und Berufskrankheiten versichert, muss spätestens nach acht Tagen verständigt sein. * Freiverkäufliche Arzneimittel - Der Nachweis der Sachkenntnis erfolgt durch eine Prüfung vor der IHK. Dabei geht es um die ordnungsgemäße Lagerung bzw. Anordnung dieser Arzneimittel im Geschäft und das Erkennen bestimmter Pflanzenteile und Flüssigkeiten (wie Birkenblätter oder Arnikatinktur). Welche Produkte im einzelnen darunter fallen (z.b. bestimmte Haarwuchsmittel), teilen Ihnen die Hersteller auf Anfrage mit. Verkauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln ist nur bei Anwesenheit eines Sachkundenachweisinhabers gestattet. Bei Abwesenheit, z.b. während der Mittagspause, des Urlaubs oder aus Krankheitsgründen müsste der Verkauf also eingestellt werden. Es ist daher zu empfehlen, mindestens einer weiteren Person (Mitarbeiter, Familienangehöriger) die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs und das Ablegen der geforderten Prüfung zu ermöglichen. * Hygienevorschriften - Auch das Gesundheitsamt hat ein Auge auf die Räume, sanitären Einrichtungen und Geräte in Friseursalons gerichtet. Da geht u.a. um Selbstverständlichkeiten wie saubere Handtücher usw. Da die Vorschriften und Verordnungen in der Praxis von den verschiedenen Behörden durchaus unterschiedlich ausgelegt werden, empfiehlt sich vor der Existenzgründung ein Gespräch mit dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt. * Gaststättengesetz - Seit Juli 2005 dürfen Handel und Dienstleister alkoholfreie Getränke ausschenken und Speisen anbieten, ohne eine Konzession (Erlaubnis) zu beantragen und entsprechende Vorbereitungskurse zu besuchen. Vorschriften hinsichtlich Zahl der Sitzplätze und ggf. Einbau von Toilettenanlagen bestehen nicht mehr. Dies bedeutet eine Erleichterung für Betriebe, die

13 diesen zusätzlichen Service anbieten wollen. Beachtet werden müssen aber weiterhin die Bestimmungen zur Lebensmittelhygiene (Räumlichkeiten, Lagerung von Lebensmitteln, Kühlung, Schulung der Mitarbeiter etc.). 12. Kontakte + Fachkontakt Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerkes Weißenburgstr. 74, Köln Tel. 0221/ , Fax 0221/ Internet: + Ehrenamtliche Berater: Bundesarbeitsgemeinschaft "ALT HILFT JUNG" Fachleute, die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, geben Starthilfe durch Beratung in kaufmännischen, finanziellen und organisatorischen Fragen. Die Hilfe ist ehrenamtlich; es wird lediglich ein Ersatz der pauschalierten Auslagen verlangt, dessen Höhe die angeschlossenen Vereine unterschiedlich festgesetzt haben. ALT HILFT JUNG e.v. - Zentrale Kennedyallee 62-70, Bonn Tel. 0228/ , Fax 0228/ Internet: + Öffentliche Finanzierungshilfen Info-Line der KfW-Mittelstandsbank - Tel / (zum Ortstarif) (zentrales Förderinstitut des Bundes für Existenzgründer und Mittelstand, entstanden aus der Fusion von KfW - Kreditanstalt für Wiederaufbau und DtA - Deutsche Ausgleichsbank) Internet: "Bürgertelefon" des Bundeswirtschaftsministeriums Tel. 030/ (Mo bis Fr Uhr), Fax 030/ Informationen über Förderprogramme des Bundes und der Länder Fördermittel-Datenbank des Bundesministerium für Wirtschaft Internet: Das Bundesministerium für Wirtschaft bietet auf seiner Website eine Existenzgründer-Datenbank an, in der Sie sich über die aktuellen Förderprogramme des Bundes, der Länder sowie der EU informieren können. Die Datenbank enthält die vollständigen Richtlinientexte sowie zusätzliche Informationen. Der gesamte Informationsbestand wird alle zwei Wochen aktualisiert, wobei die wichtigsten Änderungen als solche gekennzeichnet werden.

14 + Finanzierungsrechner GENO-STAR, das DV-gestützte Beratungssystem der Volksbanken, Raiffeisenbanken und Spar- und Darlehenskassen, informiert nicht nur über Fördermittel, sondern berechnet unverbindlich einen optimalen Finanzierungsplan und Kapitaldienstplan und liefert Hinweise auf einzureichende Unterlagen. Internet-Service: Förderrechner + Förderprogramme + Förderlexikon + Adressen der lokalen genossenschaftlichen Banken Erreichbar unter: + Weiterbildung Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk - ZWH e.v. Sternwartstraße 27-29, Düsseldorf Tel. 0211/ , Fax 0211/ Internet: + Lieferanten (Auswahl) Burri Coiffeur-Service - INDOLA Haarpflege & Coiffeurbedarf Sunnebode 79, CH Leimiswil Tel. 0041/62/ , Fax 0041/62/ Internet: Goldwell GmbH, Im Leuschnerpark 2, Griesheim Tel /502-0, Fax 06151/ Internet: Hans Schwarzkopf GmbH, Hohenzollernring Hamburg, Tel. 040/ , Fax 040/ Internet: Kadabell GmbH & Co.KG, Ludwig-Kegel-Str. 15, Lenzkirch Tel /6820, Fax 07653/1871 Internet: Londa GmbH, An der Milchinsel 2, Leipzig Tel. 0341/9948-0, Fax 0341/ Internet: L'Oreal Haarkosmetik und Parfümerien GmbH, Georg-Glock-Str Düsseldorf, Tel. 0211/ , Fax 0211/ Internet: Wella AG, Berliner Allee 65, Darmstadt Tel /34-0, Fax 06151/ Internet:

15 + Fachmessen Über wichtige Neuheiten in Technik und Material, Branchenpolitik und neue Bezugsquellen können Sie auf den Fachmessen viele Informationen sammeln. * I.H.M. - Internationale Handwerksmesse München, (Folgetermin: März 2007) Auskünfte über: GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbh Willy-Brandt-Allee 1, München Tel. 089/ , Fax 089/ Internet: * BEAUTY INTERNATIONAL - Internationale Fachmesse für professionelle Kosmetik Düsseldorf, (Folgetermin: Januar 2007) Angebotsschwerpunkte: Kosmetik, Körperpflegemittel, Parfümerie, Fußpflege, Solarien, Dekorationen, Ladeneinrichtungen, Berufsbekleidung Auskünfte über: Messe Düsseldorf GmbH Messeplatz, Düsseldorf Tel. 0211/ , Fax 0211/ Internet: * Internationale Frankfurter Messe (Ambiente; Folgetermin: Februar 2007) (Tendence) Auskünfte über: Messe Frankfurt GmbH Ludwig-Erhard-Anlage 1, Frankfurt/Main Tel. 069/ , Fax 069/ Internet: * Paperworld, Christmasworld, Beautyworld Frankfurt/Main, (Folgetermin: Januar 2007) Angebotsschwerpunkte: u.a. Parfümerie, Kosmetik, Gesundheit, Körperpflegemittel Auskünfte über: Messe Frankfurt GmbH Ludwig-Erhard-Anlage 1, Frankfurt/Main Tel. 069/ , Fax 069/ Internet: Die langfristig geplanten Termine dieser Messen können nicht immer eingehalten werden. Achten Sie deshalb auf aktuelle Ankündigungen z.b. in der Fachpresse, wenn Sie eine der Messen besuchen wollen. + Fachzeitschriften Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Fachzeitschriften bieten: Anzeigen von Lieferanten, Angebote zur Übernahme von Betrieben oder Geräten, technische Informationen, branchenbezogene Wirtschaftsnachrichten usw.. DFM - Das Friseur Magazin, monatlich Verlagsanstalt Handwerk GmbH, Auf'm Tetelberg 7, Düsseldorf Tel. 0211/ , Fax 0211/ , Internet:

16 CLIPS, monatlich Mit monatlicher Beilage "CHEF-INFO" Krammer Verlag Düsseldorf AG, Hermannstraße 3, Düsseldorf Tel. 0211/ , Fax: 0211/ , Internet: Top Hair International, 14tägig mit Beilage geld + betrieb Magazinpresse Verlag GmbH, Elisenstraße 3, München Tel. 089/ , Fax 089/ , Internet: Friseurwelt, monatlich Magazin für das Friseurhandwerk Terra Verlag GmbH, Neuhauser Str. 21, Konstanz Tel / , Fax 07531/ , Internet: Friseur.com im Internet, monatlich Kastanienweg 6, Gaggenau, Tel / , Fax 07225/ Deutsche Handwerks Zeitung (DHZ), alle 2 Wochen handwerk magazin, monatlich Hans Holzmann Verlag, Gewerbestr. 2, Bad Wörishofen Tel /354-01, Fax 08247/ Internet: Falls Sie die genannten Fachzeitschriften noch nicht kennen, versuchen Sie doch erst einmal ein Probeexemplar zu bestellen. Die meisten Verlage sind zur kostenlosen Abgabe eines Ansichtsheftes bereit. 13. Adressen und Infos für Existenzgründer in den Regionen + Fachverbände Landesinnungsverband Friseure Brandenburg Dortustr. 54, Potsdam Tel. 0331/ , Fax 0331/ Landesinnungsverband für das Friseurhandwerk Bremen Rembertistr. 29, Bremen Tel. 0421/ , Fax 0421/ Landesinnungsverband des Friseurhandwerks und Kosmetik Mecklenburg-Vorpommern Lindenstr. 1, Ludwigslust Tel /473 11, , Fax 03874/473 13

17 Landesinnungsverband des Niedersächsischen Friseurhandwerks Ricklinger Stadtweg 92, Hannover Tel. 0511/ , Fax 0511/ Innungsverband für das Nordrheinische Friseurhandwerk Richard-Wagner-Str , Köln Tel. 0221/ , Fax 0221/ Internet: Innungsverband des Friseurhandwerks Westfalen-Lippe Deggingstr. 16, Dortmund Tel. 0231/ , Fax 0231/ Internet: Landesverband Friseure Rheinland Robert-Koch-Str. 43, Mainz Tel / , Fax 06131/ Internet: Landesinnungsverband Friseurhandwerk Sachsen-Anhalt Gustav-Ricker-Str. 62, Magdeburg Tel. 0391/ , Fax 0391/ Landesinnungsverband des Friseur-Handwerks Schleswig-Holstein Thormannplatz 8-10, Rendsburg Tel / , Fax 04331/ Erste Anlaufstellen und Info-Lines für Existenzgründer Bremen: B.E.G.IN-Gründungsleitstelle Langenstr. 6-8, Bremen Info-Line: 0421/ Bremerhaven: 0471/ Internet: Mecklenburg-Vorpommern: Existenzgründertelefon Info-Line: 0180/ am: Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern Werkstr. 213, Schwerin Internet: u. Nordrhein-Westfalen: "GO!" Gründungs-Offensive Info-Line: 0180/ Internet: Sachsen-Anhalt: Leitstelle für Existenzgründung Hasselbachstr. 4, Magdeburg Tel. 0391/ (Frau Arendt) Internet:

18 Schleswig-Holstein: win-wirtschaftsinfonord Lorentzdamm 24, Kiel Tel. 0431/ , Fax 0431/ Internet: u. Eine gründliche Vorbereitung der Existenzgründung verbessert die langfristigen Überlebenschancen Ihres Betriebs. Der Betriebsberatungsdienst Ihrer Handwerkskammer steht Ihnen dabei zur Seite. Service: u.a. kostenlose Beratung für Existenzgründer + Existenzgründungsseminare + Unternehmensberatung + technische Beratung + Kooperation mit anderen Betrieben + Rechtsberatung. Ihre örtliche Kammer finden Sie im Telefonbuch oder über den Landeskammertag. Handwerkskammertag des Landes Brandenburg Charlottenstr , Potsdam Tel. 0331/ , Fax 0331/ Internet: Handwerkskammern gibt es in: + Cottbus + Frankfurt/Oder + Potsdam Handwerkskammer Bremen Ansgaritorstr. 24, Bremen Tel.0421/ , Fax 0421/ Internet: Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommern Schwaaner Landstr. 8, Rostock Tel. 0381/ , Fax 0381/ Handwerkskammern gibt es in: + Neubrandenburg + Rostock + Schwerin Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen Ferdinandstr. 3, Hannover Tel , Fax Internet: Handwerkskammern gibt es in: + Aurich + Braunschweig + Hannover + Hildesheim + Lüneburg/Stade + Oldenburg + Osnabrück Westdeutscher Handwerkskammertag e.v. Sternwartstraße 27-29, Düsseldorf Tel. 0211/ , Fax 0211/ Internet: Handwerkskammern gibt es in + Aachen + Arnsberg + Bielefeld + Dortmund + Düsseldorf + Köln + Münster. Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz vertreten durch die Handwerkskammer Rheinhessen Göttelmannstr. 1, Mainz Tel /9992-0, Fax 06131/ Internet: Handwerkskammern gibt es in: + Kaiserslautern + Koblenz + Kaiserslautern + Mainz + Trier Handwerkstag Sachsen-Anhalt Graefestr. 24, Halle Tel. 0345/ , Fax 0345/

19 Internet: Handwerkskammern gibt es in: + Halle/Saale + Magdeburg Arbeitsgemeinschaft der schleswig-holsteinischen Handwerkskammern vertreten durch die HWK Lübeck Breite Str , Lübeck Tel. 0451/ , Fax 0451/ Handwerkskammern gibt es in: + Flensburg + Lübeck + Branchenspezifische Betriebsdaten Landesgewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.v. Auf'm Tetelberg 7, Düsseldorf Tel. 0211/ , Fax 0211/ Internet: Rationalisierungsgemeinschaft Handwerk Schleswig-Holstein e.v. Russeer Weg 167, Kiel Tel. 0431/ , Fax 0431/ Internet: + Informationen zu den Fördermitteln der Länder InvestitionsBank des Landes Brandenburg Steinstraße , Potsdam Tel. 0331/660-0, Fax 0331/ Internet: * Förderprogramme des Landes z.b.: diverse Beteiligungs- und Bürgschaftsprogramme des Landes Wfg Bremer Wirtschaftsförderung GmbH Kontorhaus am Markt Langenstraße 2-4, Bremen Tel: 0421/ , Fax 0421/ Internet: * Förderprogramme des Landes z.b.: aus dem Landesinvestitionsförderprogramm Investitionszuschüsse bis 28% der Investitionen + Beratungsförderung als Zuschuss bis max. 80% / EUR pro Antragsteller Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Mecklenburg-Vorpommern mbh Schlossgartenallee 15, Schwerin Tel. 0385/ , Fax 0385/ Internet: * Förderprogramme des Landes z.b.: Mikro-Landesdarlehen bis EUR bzw. Existenzgründer- Darlehen zu Sonderkonditionen von max EUR (jeweils best. Wirtschaftsbereiche sind ausgeschlossen) Niedersächsische Landestreuhandstelle für Wirtschaftsförderung Info Service Center Hamburger Allee 4, Hannover

20 Tel. 0511/ / -5548, Fax 0511/ Internet: * Förderprogramme des Landes z.b.: Existenzgründungsberatung (bis 2 Tage) von max. 80% / 400 EUR pro Tagewerk bzw. konzeptionelle Beratungen (bis 7 Tage) von max. 50% / 350 EUR pro Tagewerk + Kleinkredite des Landes von max EUR bis 100% der Investitionen und Betriebsmittel) Gesellschaft für Wirtschaftsförderung des Landes Nordrhein-Westfalen Kavalleriestraße 8-10, Düsseldorf Info-Hotline: Tel. 0180/ Internet: Service: Beratung über die Förderprogramme (speziell unter dem Gesichtspunkt der Ansiedlung an besonders geförderten Standorten) + Kontakte zu Fachberatern und Spezialisten + Pilotprojekt Unternehmensnachfolge + Existenzgründermesse * Förderprogramme des Landes z.b.: Gründungs- und Wachstumsfinanzierung bis zu EUR Darlehensbetrag (zu 100% für Investitionen inkl. Betriebsmittel) + Meistergründungszuschuss von EUR (alternativ in Ziel-2-Regionen: Go!Gründungsprämie von EUR) + Gründungsberatung für max. 4 Tagewerke (max. 90% / 500 EUR pro Tagewerk) Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH Holzhofstr. 4, Mainz Tel /985-0, Fax / Internet: Service: u.a. Beratung zu Standortfragen, insbesondere im Hinblick auf spezielle Förderprogramme des Landes in einzelnen Regionen * Förderprogramme des Landes z.b.: Darlehen aus dem Mittelstandsförderungsprogramm bis zu 50% der Investitionen (max EUR), in einigen Regionen auch mehr + Existenzgründungsberatung bis 75% / max. 3 Tagewerke zu 500 EUR Landesförderinstitut Sachsen-Anhalt Harnackstr. 3, Magdeburg Tel. 0391/ , Fax 0391/ Gebührenfreie Hotline: 0800/ Oder Service: das Hotline-Team hilft bei der Suche nach geeigneten Förderprogrammen und vermittelt die richtigen Ansprechpartner * Förderprogramme des Landes z.b.: Gründerdarlehen bis max EUR + Gründerberatung max. zu 65% / 400 EUR pro Tagewerk Förderlotsen der Investitionsbank Schleswig-Holstein Dr. Kurt Puls: Tel. 0431/ , Fax 0431/ Norman Stahl: Tel. 0431/ , Fax 0431/ nur für Existenzgründerinnen: Katharina Preusse: Tel. 0431/ , Fax 0431/ Sylvia Hammerschmidt: Tel. 0431/ , Fax 0431/ Fleethörn 29-31, Kiel Internet: * Förderprogramme des Landes z.b.: Starthilfedarlehen bis EUR Investitionen und/oder EUR Betriebsmittelbedarf - Abwicklung sämtl. öffentl. Darlehen

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