Richtlinien für die Anfertigung von Seminar-, Bachelor-, Masterarbeiten und anderen wissenschaftlichen Arbeiten

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1 Richtlinien für die Anfertigung von Seminar-, Bachelor-, Masterarbeiten und anderen wissenschaftlichen Arbeiten Prof. Dr. B. Horst und Mitarbeiter: A. Berneburg, A. Füting, S. Nicolai Hochschule Merseburg (FH) Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Fachgebiet Marketing 4. Auflage Mai 2009 Nur zum internen Gebrauch an der HS Merseburg (FH)

2 1. Vorbemerkung Die Studierenden des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der HS Merseburg (FH) haben im Verlauf Ihres Studiums wissenschaftliche Arbeiten (Seminararbeit, Praktikumsbericht, Bachelorarbeit und evt. im weiteren Studium eine Masterarbeit) anzufertigen. Bei der Anfertigung dieser Arbeiten werden vor allem die Aufarbeitung und Darstellung spezieller Problemfelder der Betriebswirtschaft und die kritische Analyse von Praxissituationen sowie geeignete Lösungsansätze erwartet. Dabei ist darauf zu achten, dass es sich bei den anzufertigenden Arbeiten um wissenschaftliche Arbeiten handelt. Aus diesem Grund ist bei der Abfassung die Einhaltung allgemeiner Gepflogenheiten und Anforderungen zwingend notwendig, die an eine wissenschaftliche Arbeit zu stellen sind. Sollten sie diese, im Folgenden dargestellt, einhalten, sind Sie Ihrem Erfolg schon ein ganzes Stück näher. Viel Spaß und Erfolg Prof. Dr. B. Horst, A. Berneburg, A. Füting und S. Nicolai mit Stern gekennzeichnete Punkte gelten als obligatorisch!!! Nicht gekennzeichnete Punkte können individuell gestaltet werden, sofern eine durchgängige und einheitliche Form beachtet wird. 2. Allgemeine Rahmenbedingungen 2.1 Zeitrahmen * Abgabefristen für die anzufertigenden Arbeiten werden bei der jeweiligen Themenvergabe bzw. der Zulassung zur Arbeit durch den Betreuer bekannt gegeben. Sollten keine Termine durch den Betreuer vereinbart werden, gelten die durch den Fachbereich bzw. Prüfungsordnungen festgelegten Fristen. 2.2 Anzahl und Art der Exemplare * Seminararbeiten und Praxisberichte sind in einfacher Ausfertigung spätestens zum Abgabedatum im Sekretariat abzugeben. Bachelor- und Masterarbeiten müssen in doppelter Ausführung im Prüfungsamt eingereicht werden. Darüber hinaus muss die Arbeit zum Zwecke der internen Archivierung auf CD abgegeben werden. Dem Betreuer ist eine digitale Version der Arbeit ebenfalls zugänglich zumachen. 2

3 2.3 Einband Bachelor- und Masterarbeiten sind gebunden abzugeben, während alle übrigen Arbeiten mindestens gelocht und geheftet vorliegen müssen. 2.4 Art des Papiers * Es sind DIN A 4 Blätter zu verwenden und nur einseitig zu beschreiben. Der Verwendung von Umweltschutzpapier steht nichts entgegen, solange dies aus Gründen der Lesbarkeit nicht zu dunkel ist. 2.5 Randbreite Auf der linken Seite des Blattes ist ein Rand von 4 cm freizulassen, auf der rechten, der oberen und der unteren Seite des Blattes ein Rand von 2,5 cm. 2.6 Zeilenabstand und Schriftart Alle Arbeiten sind in 1 ½ - zeiligem Abstand zu schreiben. Die Schriftart kann unter Berücksichtigung der leichten Lesbarkeit frei gewählt werden. Im Falle von Überschreitungen des vorgeschriebenen Seitenumfang muss in Zweifelsfällen der Textausdruck zur Berechnung in Courier Schriftgrad 12 und 1 ½ Zeilen vorgelegt werden. Fußnoten sind im Schriftgrad 10 zu schreiben. 2.7 Seitenzahl * Eine der Grundanforderungen an wissenschaftliche Arbeiten im Studium ist die Bearbeitung eines Themas in einer vorgegebenen Zeit und einem vorgegebenen Umfang. Maßgebend für den Umfang ist der Text, der sich aus der Arbeit ohne Deckblatt, Verzeichnisse, Anhänge, Abbildungen oder Tabellen im Textteil bestimmt. Der Umfang des Textes hat daher bei Seminararbeiten Seiten, Bachelorarbeiten Seiten und bei Masterarbeiten Seiten zu betragen. Bei Abweichungen ist eine vorherige Rücksprache mit dem Betreuer erforderlich! Außer dem Titelblatt sind die Arbeiten fortlaufend mit Seitenzahlen zu numerieren. 3

4 2.8 Ordnungsschema Für den formalen Aufbau wird folgendes Ordnungsschema empfohlen: 1. Titelblatt 2. Inhaltsverzeichnis 3. Tabellenverzeichnis 4. Abbildungsverzeichnis 5. Abkürzungsverzeichnis 6. Textteil 7. evtl. Anhang 8. Daten zum Verfasser 9. Literaturverzeichnis (Quellenverzeichnis) Eidesstattliche Erklärung (wird nicht in der Gliederung aufgeführt) 3 Einzelne Bestandteile der Arbeiten 3.1 Deckblatt* Die Arbeiten haben ein Deckblatt, das gemäß der folgenden Abbildung zu gestalten ist. Seminar-, Bachelor- bzw. Masterarbeit im Fach Marketing Studiengang z. B. Betriebswirtschaftslehre, Technische Betriebswirtschaft im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Merseburg (FH) Thema angefertigt von: (Vorname Name) Kenn-Nr.: angefertigt bei: (Erstgutachter) im: (Semester) 4

5 3.2 Gliederung (bzw. Inhaltsverzeichnis) Das Inhaltsverzeichnis oder die Gliederung ist von wesentlicher Bedeutung für das Verständnis der Arbeit. Sie muß den Verlauf und den Aufbau der Arbeit ( roter Faden ) widerspiegeln, siehe unten zur Formulierung von Gliederungsüberschriften. Die Gliederungspunkte müssen mit den Überschriften im Text exakt übereinstimmen. Die Gliederungspunkte im Inhaltsverzeichnis sind mit Seitenangaben zu versehen. In der Gliederung sollten nur ausnahmsweise mehr als vier Hierarchiestufen zu einem Gliederungspunkt aufgeführt werden (z.b maximale Gliederungstiefe!). Als Orientierung für den Umfang einer Gliederung gilt die Faustregel: höchstens zwei Gliederungspunkte je Seite. Eine Seminararbeit hat folglich ca. 25 Gliederungspunkte, eine Bachelor- oder Masterarbeit (Empfehlung: Inhaltsverzeichnis passt auf 1-2 Seiten). Dabei müssen Positionen auf derselben Gliederungsstufe (2.1.1 und 2.1.2) inhaltlich den gleichen Rang einnehmen und von einer gemeinsamen, übergeordneten Problemstellung ausgehen. Bei der Untergliederung ist darauf zu achten, dass es zu einem Unterpunkt x.1 auch einen Unterpunkt x.2 geben muss. Die Nummerierung erfolgt mit arabischen, durch Punkte getrennte Zahlen (Dezimalgliederung) wie im Folgenden dargestellt: Gliederungsüberschriften müssen Inhalt, nicht Form des nachfolgenden Textes ausdrücken. Dabei muß jede Gliederungsüberschrift verständlich sein. Fehlerhaft sind daher folgende Arten von Gliederungsüberschriften: Einzelne Wörter, z.b. Vertrieb, Ganze Sätze oder Halbsätze, z.b. Überleben erfordert effizienten Ressourceneinsatz, Journalistischer Stil, z.b. Wohin führt der Preistrend? und Formale Gliederungsüberschriften, z.b. Hauptteil oder Textteil 3.3 Abbildungen, Tabellen und Verzeichnisse Abbildungen und Tabellen Abbildungen und Tabellen können ein wichtiges Mittel sein, um bestimmte Inhalte konzentriert darzulegen. Grundsätzlich dienen sie dazu, dem Leser schnell einen Überblick zu bieten, ohne seinen Lesefluß zu stören. Daraus ergeben sich ein paar grundlegende Ableitungen. So ist zu überlegen, ob 5

6 Darstellungen in Form von Tabellen, Abbildungen sinnvoll oder eher der Bebilderung bzw. Platzfüllung dienen. Im Text sollte auf jede Abbildung, Tabelle inhaltlich Bezug genommen werden z.b. dies läßt sich in einem Ablaufschema verdeutlichen (vgl. Abb. 4). Abbildungen und Tabellen auf die im Text nicht Bezug genommen wird, sind nicht zulässig. Bei größeren Tabellen oder komplexen Abbildungen empfiehlt es sich, den relevanten Kernteil im Text als Ausschnitt wiederzugeben und zur Überprüfung die vollständige Tabelle im Anhang der Arbeit zu dokumentieren. Jede Abbildung und Tabelle erhält eine Nummer und eine eindeutige Bezeichnung, welche sich im Abbildungs- bzw. Tabellenverzeichnis wiederfindet. Jede Abbildung und Tabelle ist mit der dazugehörigen Quelle zu versehen. Sofern es sich um eigene empirische Untersuchungen handelt, die der Tabelle zugrundliegen, oder beispielsweise ein Mind-Mapping zur Vorgehensweise, ist als Quelle: Eigene Darstellung oder Eigene Untersuchung anzugeben. Beispiel: Abbildung Abb. 1: Titel der Abbildung Quelle: Quelle der Abbildung Tabelle Tab. 1: Titel der Tabelle Quelle: Quelle der Tabelle Verzeichnisse* Jede Arbeit enthält getrennte Verzeichnisse für die Abbildungen, Tabellen und Abkürzungen, sofern entsprechende Objekte vorkommen. Im Abbildungs- und Tabellenverzeichnis sind alle Abbildungen und Tabellen mit der jeweiligen Kennzeichnung (Nummer der Tabelle oder Abbildung und zugehörige Unterschrift) und Seitenzahl aufgeführt. Im Abkürzungsverzeichnis sind alle, nicht im Duden aufgenommenen Abkürzungen aufzuführen. Dabei handelt es sich um fachspezifische Abkürzungen wie z.b. POS für Point of Sale. Nicht stat- 6

7 thaft sind hingegen Abkürzungen aus Bequemlichkeit, wie z.b. QA für Querschnittsanalyse. Grundsätzlich sollen Abkürzungen das Lesen, nicht das Schreiben erleichtern! 3.4. Textteil Einleitung Die Einleitung sollte die Bedeutung des Themas darstellen. Außerdem sollte der Verfasser dem Leser hier seinen roten Faden durch die Arbeit, seine Vorgehensweise und seine Zielsetzung erläutern Textgestaltung Da der Inhalt des Textes themenabhängig aufgebaut werden sollte, sind an dieser Stelle nur einige formale Anmerkungen erforderlich. Grundsätzlich gilt jedoch, dass im Rahmen des Hauptteils der Arbeit das zu bearbeitende Thema zu erkennen, zu verstehen, zu erklären und theoretisch zu rekonstruieren ist. Dabei geht es primär darum, sich mit der entsprechenden wissenschaftlichen Literatur auseinanderzusetzen und diese wiederzugeben. Formal ist der Text z.b. durch Absätze und Leerzeilen übersichtlich zu gliedern. Dabei soll ein guter Gesamteindruck nicht durch zusätzliche Zeilen zerstört werden. Besondere Gestaltungsmittel (Fettdruck, Unterstreichungen usw.) sind sparsam und stets einheitlich zu verwenden. Gleichzeitiges Unterstreichen und Fettdruck ist zu vermeiden Schluss Das Ende der Arbeit kann je nach Sichtweise des Verfassers durch eine Zusammenfassung, Ausblick, Schlußbetrachtungen etc. gestaltet werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Zusammenfassung und der Ausblick inhaltlich etwas voneinander abweichen Fußnoten Fußnoten bilden im Rahmen der Arbeiten einen festen Textbestandteil. So bieten sie dem Verfasser ein Instrument, kurze Verständnishinweise zum Text zu geben, ohne dass der Lesefluss gestört wird. Hierzu gehören z.b. Quellennachweise, längere Zitate, Anmerkungen des Verfassers oder Verweise auf andere Teile der vorliegenden Arbeit. Wichtig!!! Steht eine Fußnote vor dem Satzzeichen, bezieht sich die Fußnote auf den vorangegangenen Satz bzw. Halbsatz. Steht die Fußnote nach dem Satzzeichen (in der Regel Punkt), so soll sie sich auf 7

8 den ganzen Absatz beziehen. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Textteil übersichtlich gegliedert, und somit insbesondere Zitate vom Leser zugeordnet werden können. 3.5 Anhang Der Anhang bietet die Möglichkeit alle Informationen in die Arbeit zu integrieren, die nicht direkt den Gedankengang im Text treffen. Im Anhang kann der eigentliche Text der Arbeit ergänzt werden. Typischerweise finden sich in ihm z.b. nicht allgemein zugängliche Materialien (Studie, Prospekte, Statistiken usw.). Für eigenständig durchgeführte Studien werden im Anhang die Informationen zum Design der Studie, zeitlicher Ablauf und der Fragebogen dokumentiert. Die erhobenen Daten werden lediglich als Datei auf der CD in einem üblichen Format, SPSS oder Excel, gespeichert. Der Anhang ist hierbei, ähnlich wie Abbildungen und Tabellen, durchgehend zu numerieren, z.b. A1: Titel oder A5: Titel. Im Text erfolgt der Verweis auf den Anhang durch Angabe der Anhangsbezeichnung und der Seitenzahl, z.b. die Gesamtdarstellung der Tabelle findet sich im Anhang wieder (siehe A4, S. 78). Die Seitenzahlen sind für die gesamte Arbeit fortlaufend festgelegt und umfassen auch den Anhang. 3.6 Daten zum Verfasser* Um die Zuordnung der Arbeiten zum Verfasser zu erleichtern, sind die wesentlichen Daten zum Verfasser aufzulisten. Ergänzend können Informationen aufgenommen werden, die zum Verständnis oder der Bewertung der Arbeit von Nutzen sein können, z.b. Berufspraxis. Hierzu gehört insb.: Name, Vorname Kenn-Nr Studiengang. Anschrift Tel.: Telefonnummer, möglichst Handynummer -Adresse 3.7 Literaturverzeichnis* Im Literaturverzeichnis sind alle Literaturquellen aufzulisten, die innerhalb der Arbeit in Quellenangaben auftauchen. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Kapitel 5 erläutert. 8

9 3.8 Eidesstattliche Erklärung* Die Eidesstattliche Erklärung stellt einen notwendigen Bestandteil jeder studentischen Arbeit dar. Mit ihr wird eine Versicherung abgegeben, dass die Arbeit selbständig erstellt wurde. Diese Versicherung ist eigenhändig zu unterschreiben. Die Eidesstattliche Erklärung hat wie folgt auszusehen: Ich versichere eidesstattlich durch eigenhändige Unterschrift, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe und die den benutzten Quellen wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen als solche kenntlich gemacht habe. Diese Arbeit hat in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungsbehörde vorgelegen Sperrvermerk Ein Sperrvermerk bei Bachelor- und Masterarbeiten wird häufig gefordert, wenn die Arbeiten in einem Unternehmen geschrieben werden. Ist dies der Fall, so ist der Sperrvermerk auf der 1. Seite der Arbeit hinter dem Titelblatt zu platzieren. Der Wortlaut des Sperrvermerks ist mit dem Betreuer abzustimmen. 4. Literatur* 4.1 Allgemeine Bemerkungen Mit seiner Arbeit soll der Studierende zeigen, dass er in der Lage ist, ein Problem aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaft selbständig mittels wissenschaftlicher Literatur aufzuarbeiten und darzustellen. Dabei ist es wichtig, sich mit der Literatur anderer Wissenschaftler, die für diese Arbeit relevant ist, auseinanderzusetzen. Dabei sollte man den state of the art erkennen und wiedergeben, und nicht das Rad neu entdecken. Wirtschaftswissenschaft und insb. Marketing umfasst in hohem Maße verhaltenswissenschaftliche Aspekte, die sich nicht eindeutig darstellen lassen. Dies spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Sichtweisen wider, die in der Literatur dokumentiert sind. Diese Sachverhalte sollen in der studentischen Arbeit heraus gearbeitet, ausgewählt, gegenüber gestellt, abgewogen werden, um daraus eine eigene, begründete Position zu entwickeln Umfang der Literatur Um ein angemessenes Literaturstudium nachzuweisen sollte die Anzahl der verwendeten Literaturquellen bei etwa 15 für eine Seminararbeit und etwa 50 bei Bachelor- und Masterarbeiten liegen. Für den Erfolg der Arbeit ist neben der Verwendung von grundlegender Einstiegsliteratur die Nutzung aktueller Fachaufsätze entscheidend. Internetquellen beruhen nur in sehr seltenen Fällen auf gesi- 9

10 cherten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie können daher zur Ideenfindung oder als Anwendungsbeispiele dienen, jedoch kaum als Quelle für die wissenschaftliche Argumentation. 4.3 Zitierweise* Jede Verwendung fremden geistigen Eigentums ist durch genaue Quellenangaben kenntlich zu machen. Wörtliche Zitate Wörtliche Zitate lassen keinen Rückschluss auf den Kenntnisstand des Verfassers der studentischen Arbeit zu. Sie stellen daher eine Ausnahmeform von Zitaten dar, die meist nur bei begrifflichen Definitionen und Abgrenzungen angebracht ist. Bei wörtlichen Zitaten dürfen keinerlei Veränderungen vorgenommen werden, sie sind buchstabengenau zu übernehmen. Wörtliche Zitate sind in Anführungszeichen zu setzen. Lange Zitate können zusätzlich durch Einrücken hervorgehoben werden, sind jedoch möglichst zu vermeiden und durch kurze Zusammenfassungen zu ersetzen. Kleinere Auslassungen in der zitierten Stelle können durch drei Punkte kenntlich gemacht werden; eigene Ergänzungen werden in eckige Klammern gesetzt. Das Zitat ist durch die Quellenangabe in der Fußnote auf derselben Seite zu belegen. Beispiel: Die Aktivierung eines Konsumenten bezeichnet einen Erregungszustand (psychische Aktivität), der den Konsumenten zu Handlungen stimuliert. 1 Sinngemäßes Zitieren Auch sinngemäße Wiedergabe fremden geistigen Eigentums ist durch eine Quellenangabe zu belegen. Die Quellen werden in einer Fußnote auf derselben Seite unterhalb des Textes angegeben. Die Quellenangabe kann in verkürzter Zitierweise, der Havard-Zitierweise, zu erfolgen, z.b. als sinngemäßes Zitat. 2 Beachte: Werden von einem Autor aus einem Jahr zwei oder mehr Veröffentlichungen zitiert, ist dies durch kleine Buchstaben kenntlich zu machen, z.b. 2003a, 2003b. Wird ausnahmsweise aus zweiter Hand zitiert (Rezitate), so ist in der Fußnote zuerst die Originalquelle zu nennen, dann die benutzte sekundäre Quelle, z.b. 3. Wichtig: Jede Fußnote hat die vollständige Quellenangabe nach verkürzter Zitierweise zu enthalten. Kürzel wie a.a.o., ebenda, sind nicht zugelassen. 1 Homburg/Krohmer (2006) S Vgl. Kloss (2007) S Siehe auch: Kroeber-Riel 1993 zitiert bei: Kloss 2007, S

11 5. Verzeichnis der verwendeten Quellen* Das Quellen- oder Literaturverzeichnis ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiten. So kann sich der Leser einen schnellen Überblick über die verwendeten Quellen verschaffen und die Informationen, die zur Beschaffung dieser benötigt werden, daraus entnehmen. Grundsätzlich kann zwischen Quellen- und Literaturverzeichnis unterschieden werden. Wird in der Arbeit lediglich Literatur verarbeitet, empfiehlt sich die Bezeichnung Literaturverzeichnis. Dieses kann, je nach Umfang und Erfordernis gegliedert werden. Folgende Aufteilung wird empfohlen: Literatur (enthält Monographien sowie alle Beiträge in Sammelwerken oder Zeitschriften) Internetquellen (enthält die Links aller aus dem Internet genutzten Informationen) Sonstige Quellen (z.b. Gesetze, Urteile) Ordnungsschema des Literaturverzeichnisses Sortierreihenfolge: Die verwendete Literatur wird entsprechend den Namen der Autoren in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Bei mehreren Werken des Autors bzw. Namensgleichheit sollte nach dem Erscheinungsjahr bzw. in alphabetischer Reihenfolge der Vornamen sortiert werden. Regeln für die Angabe der verwendeten Literatur Angaben bei Zitaten aus Büchern (1) Familienname des Verfassers; (2) Vorname des Verfassers oder mind. Anfangsbuchstabe des Vornamen (Einheitlichkeit beachten); (3) (Jahresangabe entsprechend der Fußnote); (4) Titel des Buches; (5) Auflage des Buches, falls mehrere Auflagen erschienen sind (6) Verlagsort des Buches (handelt es sich um eine Dissertation, Habilitation, so muß dies durch die Bezeichnung Diss. bzw. Habil., die Angabe der Universität sowie des Jahres der Promotion oder Habilitation kenntlich gemacht werden), ab drei Verlagsorten erster, dann u.a. ; (7) Erscheinungsjahr des Buches. Kaufer, E. (1980a): Industrieökonomik, München 1980 Angaben bei Zitaten aus Zeitschriftenaufsätzen und Zeitungsartikeln (1) Familienname des Verfassers; (2) Vorname des Verfassers oder mind. Anfangsbuchstabe des Vornamen (Einheitlichkeit beachten); (3) (Jahresangabe entsprechend der Fußnote); (4) Titel des Aufsatzes; 11

12 (5) Name der Zeitschrift unter Voransetzung des Wortes in: ; (6) Nummer des Jahrgangs; (7) Erscheinungsjahr; (8) Nummer der Zeitschrift bzw. Zeitung (9) Seitenzahl. Frese, E. (1985): Exzellente Unternehmungen Konfuse Theorien, Kritisches zur Studie von Peters und Waterman, in: DBW, 45.Jg., 1985, H. 5, S Angaben bei Zitaten aus Sammelwerken und Festschriften (1) Familienname des Verfassers; (2) Vorname des Verfassers oder mind. Anfangsbuchstabe des Vornamen (Einheitlichkeit beachten); (3) (Jahresangabe entsprechend der Fußnote); (4) Titel des Beitrages; (5) Titel des Sammelwerkes unter Voransetzung des Wortes in: ; (6) Name der Herausgeber: werden mehr als drei Herausgeber ohne Kennzeichnung eines Hauptherausgebers aufgeführt, nennt man den ersten Namen mit dem Zusatz u.a., andernfalls den Hauptherausgeber; (7) Auflage des Sammelwerkes; (8) Verlagsort; bei mehr als drei Verlagsorten erster Verlagsort u.a. ; (9) Erscheinungsjahr; (10)Seiten- oder Spaltenzahl. Barth, K. (1979a): Produktion im Handel; in: Handwörterbuch der Produktionswirtschaft, hrsg. von Kern, W., Stuttgart 1979, Sp Angaben bei Sekundärzitaten Sekundärzitate sind nur zugelassen sofern keine Möglichkeit besteht, auf die Originalquelle zuzugreifen, da nur aus der Originalquelle der Zusammenhang zu erkennen ist. Rezitate sollten jedoch wegen der Gefahr von bereits erfolgten Verfälschungen vermieden werden. Wenn Sekundärzitate dennoch verwendet werden müssen, sind die Quellen im Literaturverzeichnis wie folgt nachzuweisen: (1) Angaben (zitierte Quelle); (2) der Zusatz zitiert in: ; (3) Angaben (vorhandene, verfügbare Quelle) (4) Seitenzahl. 12

13 Porter, M. E. (1996): Wettbewerbsvorteile: Spitzenleistungen erreichen und behaupten, 4. Aufl., Frankfurt a.m., 1996, zitiert in: Kotler, P.; Bliemel, F. (1999): Marketing-Management: Analyse, Planung, Umsetzung und Steuerung, 9. überarb. u. akt. Aufl., Stuttgart, 1999, S. 417 Unveröffentlichte Quellen Unveröffentlichte Quellen, wie z.b. unternehmensinterne Schriften etc. sind soweit wie möglich ähnlich wie veröffentlichte Quellen zu behandeln, sollten aber die Ausnahme in einer wissenschaftlichen Arbeit sein. Vor der Verwendung derartiger Quellen ist die Genehmigung des Urhebers einzuholen. Quellen mit fehlenden Teilangaben: Sind bei einzelnen Quellen Autor, Ort oder Jahr nicht erkennbar, so ist bei der Verzeichnisangabe das entsprechende Kürzel zu verwenden: o.v. = ohne Verfasser o.j. = ohne Jahr o.o = ohne Ort Die übrigen Angaben sind vollständig zu dokumentieren. 6. Exkurs: Quelle Internet* Das Medium Internet stellt sich zunehmend als Quelle der Information dar. Insbesondere in Fällen, bei denen beispielsweise Ausschnitte von Forschungsergebnissen, Studien etc. im Internet dargestellt werden, und die Beschaffung z.b. einer gesamten Studie nur mit erheblichen finanziellen Aufwand möglich wäre, bietet sich das Internet als Quelle an. Bei der Verwendung von homepages als Quellen gilt es jedoch folgende Punkte strikt zu beachten. (1) Die Internetquelle ist auf ihren wissenschaftlichen Gehalt hin zu prüfen (z.b. Universität, Forschungseinrichtung, auf bestimmten Gebieten anerkanntes und bekanntes Unternehmen etc.). (2) Die verwendeten Internetadressen sind vollständig, nach Möglichkeit mit Namen des für den Inhalt Verantwortlichen, mind. mit dem Namen der Institution anzugeben und auf Grund ihrer ständigen Aktualisierung mit dem Datum der Quellenentnahme zu kennzeichnen. Fittkau & Maaß;http://www.w3b.de/W3B-1997/April-Mai/Zusammenfassung.html; (3) Bei Verwendung von Internetinformationen, Web Dokumenten als Quellen sind diese als Dateien zum Tage der Quellenentnahme zu speichern und auf der an den Betreuer abzugebenden Datei (z.b. als CD) zu dokumentieren. 13

14 7. Literaturempfehlungen Bänsch, A.: Wissenschaftliches Arbeiten: Seminar- und Diplomarbeiten, 6., überarb. Aufl., München [u.a.] : Oldenbourg, 1998 Seidenspinner, G.: Wissenschaftliches Arbeiten : Techniken, Methoden, Hilfsmittel ; Aufbau, Gliederung, Gestaltung ; richtiges Zitieren, 9. Aufl., Neuausg., München [u.a.] : mvg-verl., 1994 Theisen, M. R.: wissenschaftliches Arbeiten : Technik - Methodik Form, 7., überarb. und aktualisierte Aufl., München : Vahlen, Präsentation der Arbeiten* Die Präsentation der Arbeiten bildet einen Teil der Gesamtnote und ist daher Voraussetzung für die Notenvergabe. Die Dauer der Präsentation beträgt im Regelfall bei Seminararbeiten ca. 30 Minuten, bei Bachelor- und Masterarbeiten max. 15 Minuten. Präsentationen zu Seminararbeiten finden vor dem jeweiligen studentischen Matrikel statt. Die Präsentation sollte daher den gesamten gedanklichen Aufbau der Arbeit umfassen, um die Ergebnisse des Verfassers nachvollziehen zu können. Daher spielen auch der generelle Aufbau der Präsentation, die visuelle Gestaltung und die Einbeziehung der Zuhörer eine wichtige Rolle. Präsentationen von Bachelor- und Masterarbeiten finden im Regelfall nur vor den Gutachtern und evt. betrieblichen Betreuern statt, denen der Inhalt der Arbeit bereits bekannt ist. Die Präsentation sollte im Stile eines Management Summary die zentralen Ergebnisse der Arbeit und deren Konsequenzen aufzeigen. Tipps: - Zur visuellen Gestaltung sollte eine Powerpoint-Datei erstellt werden. Die einzelnen Präsentationsseiten sollten die Stichpunkte der Arbeit widerspiegeln. - Vortrag vorher ein bis zweimal üben, damit die vorgegebene Zeit nicht über- oder unterschritten wird. - Fragen bzw. Thesen für das Publikum bereithalten - Auf eventuell auftauchende Fragen vorbereiten 14

15 9. Terminplanung beim Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten Tätigkeit Inhalt Zeitbedarf Vorarbeiten Forschungsaktivitäten Formulierung, Überarbeitung Problemanalyse und Literatursuche, Gliederung Eingehende Lektüre und Auswertung der Literatur, empirische Untersuchung (falls erforderlich) Formulieren und Schreiben des Textes, Korrekturen, Vervielfältigen/Binden ca. 30 % der Zeit ca. 35 % der Zeit ca. 35 % der Zeit 10. Veröffentlichung von Arbeiten* Die Veröffentlichung einer Bachelor- oder Masterarbeit ist durch die Bestimmungen der Hochschulbibliothek geregelt. Zum Kolloquium der jeweiligen Arbeit ist das Übergabeprotokoll für die Hochschulbibliothek vorzubereiten und von Betreuer und Autor zu unterschreiben. 11. Zitierpflicht, Plagiate und Täuschungsversuche* Ein grober Verstoß gegen die Zitierpflicht bzw. die vorsätzliche Täuschung führt unweigerlich zur Bewertung nicht bestanden. Je nach Studien- und Prüfungsordnung der einzelnen Studiengänge kann die vorsätzliche Täuschung die Wiederholung der Prüfungsleistung, die Wiederholung mehrerer Prüfungsleistungen des Studienabschnittes (Grund- bzw. Hauptstudium) oder die Exmatrikulation zur Folge haben. 15

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