Überlassung von Sportgeräten und -anlagen, Ausflüge

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1 Kurzfristige Vermietung + Nebenleistungen zu 7 % USt Übernachtung im Hotelzimmer, Appartement, auf dem Campingplatz Ausstattung der Zimmer mit Einrichtungsgegenständen, z. B. Fernsehgerät, Radio, Telefon, Zimmersafe Stromanschluss Nutzung von Bettwäsche, Handtüchern und Bademänteln Reinigung der gemieteten Räume (auch Endreinigung z. B. bei Miete eines Appartements) Bereitstellung von Körperpflegeutensilien, Schuhputz- und Nähzeug Weckdienst Bereitstellung von Schuhputzautomaten Mitunterbringung von Tieren in den überlassenen Wohn- und Schlafräumen Eigenständige Leistungen mit 19 % USt Verpflegung, wie z. B. Frühstück, Halb- oder Vollpension, All inclusive Nutzung von Kommunikationsnetzen (z. B. Telefon und Internet); Nutzung des entgeltlichen Fernsehprogramms (Pay per view) Getränkeversorgung aus der Minibar Überlassung von Fahrberechtigungen für den Nahverkehr (unterliegen i. d. R. dem ermäßigten Steuersatz gem. 12 Abs. 2 Nr. 10 UStG) Leistungen, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern (Wellness); Schwimmbadnutzung, Verabreichung von Heilbädern (unterliegen ggf. gem. 12 Abs. 2 Nr. 9 UStG dem ermäßigten Steuersatz) Transport zwischen Bahnhof/Flughafen und Unterkunft, Transport von Gepäck Überlassung von Sportgeräten und -anlagen, Ausflüge Reinigung und Bügeln von Kleidung, Schuhputzservice Überlassung von Eintrittsberechtigungen für Veranstaltungen (können ggf. nach 4 Nr. 20 UStG steuerfrei sein bzw. gem. 12 Abs. 2 Nr. 7 UStG dem ermäßigten Steuersatz unterliegen) 17

2 Keine begünstigten Beherbergungsleistungen liegen in den folgenden Fällen vor, sodass der ermäßigte Steuersatz von vornherein ausscheidet: Überlassung von Tagungsräumen Überlassung von Räumen zur gewerblichen oder beruflichen Nutzung Vermietung von nicht ortsfesten Wohnmobilen, Caravans, Wohnanhängern, Hausbooten und Yachten Beförderung in Schlafwagen der Eisenbahnen Nutzung von Kabinen auf Schiffen, die der Beförderung dienen Vermittlung von Übernachtungsleistungen Umsätze von Tierpensionen Unentgeltliche Wertabgaben, z. B. die Selbstnutzung von Ferienwohnungen Hinweis: Bei Stornokosten handelt es sich grundsätzlich um nicht steuerbaren Schadenersatz. Übernachtungen mit Frühstück dürfen seit dem nicht mehr pauschal in einer Summe abgerechnet werden. Eine Aufteilung ist zwingend erforderlich, um die Umsatzsteuer zutreffend zu ermitteln. Dazu muss der Hotelier den Kostenanteil, der auf das Frühstück (zuzüglich Gewinnaufschlag) entfällt, ermitteln und dokumentieren. Er muss innerhalb von 6 Monaten eine ordnungsgemäße Rechnung ausstellen, wenn der Empfänger ein Unternehmer ist, der die Leistung für sein Unternehmen bezieht, keine Rechnung ausstellen, wenn der Leistungsempfänger eine Privatperson ist. Abrechnung der Einzelleistungen: Stellt der Hotelbetrieb eine Rechnung aus, sind die Übernachtungen zu 7 % und andere Leistungen zu 19 % jeweils nach den vorgegebenen Hotelpreislisten abzurechnen. Das heißt, die einzelnen Leistungsbestandteile sind vom Hotelbetrieb in der Rechnung entsprechend auszuweisen. 18

3 PRAXIS-BEISPIEL: Ein Unternehmer übernachtet während einer auswärtigen Tätigkeit 2-mal in einem Hotel in Nürnberg. Das Hotel berechnet ihm pro Übernachtung einen Betrag von 107 h (brutto) und für das Frühstück einen Betrag von 14 h (brutto). Der Unternehmer zahlt mit der EC-Karte seines Betriebskontos. Ein Internet- Anschluss (Wireless-Lan) kann von allen Hotelgästen ohne Berechnung eines Entgelts benutzt werden. Die Leistungsbeschreibung in der Rechnung sieht wie folgt aus: 2 Übernachtungen (100 h x 2 =) 200,00 h zuzüglich 7 % Umsatzsteuer 14,00 h 214,00 h Frühstück 23,53 h zuzüglich 19 % Umsatzsteuer 4,47 h 28,00 h Gesamtbetrag 242,00 h Für die Möglichkeit, das Internet zu nutzen, wird kein Entgelt berechnet. Ob jemand das Internet nutzt oder nicht, wirkt sich nicht auf den Hotelpreis aus. Aus dem Übernachtungsentgelt ist deshalb kein Betrag für die Internetnutzung herauszurechnen. Das Frühstück ist gesondert in der Rechnung ausgewiesen. Die Vorsteuer hieraus kann uneingeschränkt geltend gemacht werden. Verpflegungsmehraufwand kann nur mit Pauschalen geltend gemacht werden, sodass die Kosten für das Frühstück als Privatentnahme gebucht werden können. SKR 03/SKR / / / / 1406 Reisekosten Unternehmer Übernachtungsaufwand Abziehbare Vorsteuer 7 % 200,00 h 14,00 h Privatentnahmen 23,53 h allgemein Abziehbare Vorsteuer 19 % 4,47 h an 1200/ 1800 Bank 242,00 h Bei Kleinbetragsrechnungen ist in der Rechnung der Steuerbetrag/Steuersatz so anzugeben, dass es möglich ist, den jeweiligen Nettobetrag und die Vorsteuer zutreffend zu ermitteln. 19

4 Muster einer Kleinbetragsrechnung 1 Übernachtung einschließlich Frühstück 121,00 h darin ist die Umsatzsteuer mit 7 % = 7,00 h und die Umsatzsteuer mit 19 % = 2,24 h enthalten. Business-Package/Service-Pauschale in Höhe von 20 %: Bei Pauschalangeboten lässt das BMF Ausnahmen zu, die gleichermaßen für Arbeitnehmer wie für Unternehmer gelten. Nach R EStR sind die LStR entsprechend anzuwenden. Das muss dann auch für BMF-Schreiben gelten, die zu den lohnsteuerlichen Regelungen ergangen sind. Die im BMF-Schreiben vom getroffene Vereinfachungsregelung gilt somit auch für Unternehmer und Freiberufler. Nach dem BMF-Schreiben vom dürfen die nachfolgend aufgeführten 19%igen Leistungen als Business-Package oder Service-Pauschale in einer Summe als Sammelposten in der Rechnung ausgewiesen werden: das Frühstück das Nutzen von Kommunikationsnetzen das Reinigen und Bügeln von Kleidung, Schuhputzservice der Transport vom und zum Hotel der Transport des Gepäcks außerhalb des Hotels das Überlassen von Fitnessgeräten die Überlassung von Parkplätzen Diese Packages können aus Vereinfachungsgründen vom Hotelunternehmen pauschal mit 20 % vom Gesamtpreis angesetzt werden. In diesen 20 % sind alle vorgenannten Leistungen in einer Summe zusammengefasst. Das bedeutet, dass eine Differenzierung nicht erforderlich ist. Die Kosten für das Frühstück können wie bisher mit 20 % der vollen Verpflegungspauschale, also mit 24 h x 20 % = 4,80 h pro Übernachtung, aus dem Packagepreis herausgerechnet werden. PRAXIS-BEISPIEL: Ein Unternehmer übernachtet während einer auswärtigen Tätigkeit 2-mal in einem Hotel in Nürnberg. Das Hotel berechnet ihm pro Übernachtung einen pauschalen Betrag von 120 h, in dem das Frühstück, die Überlassung des Parkplatzes, die Nutzung von Fitnessgeräten und des Internets enthalten sind. Der Hotelbetrieb darf wie folgt abrechnen: 20

5 Gesamtpreis (brutto) 120 h x 2 = 240,00 h 20 % für Business-Package/Service-Pauschale 48,00 h Preis für die Übernachtung 192,00 h Die Leistungsbeschreibung in der Rechnung sieht wie folgt aus: 2 Übernachtungen 179,44 h zuzüglich 7 % Umsatzsteuer 12,56 h 192,00 h Business-Package (Service-Pauschale) 40,34 h zuzüglich 19 % Umsatzsteuer 7,66 h 48,00 h Gesamtbetrag 240,00 h Als Leistungsempfänger kann der Unternehmer dann aus der Business-Pauschale bzw. der Service-Pauschale das Frühstück mit einem pauschalen Betrag wie folgt herausrechnen: Business- bzw. Service-Pauschale davon entfallen auf das Frühstück (24 h x 2 = 48 h x 20 % =) übrige Leistungen (Reisenebenkosten) 48,00 h 9,60 h 38,40 h Der Pauschalpreis von 240 h verteilt sich danach wie folgt: Bezeichnung Bruttobetrag Nettobetrag Umsatzsteuer/ Vorsteuer Übernachtung 192,00 h 179,44 h 12,56 h Frühstück 9,60 h 8,07 h 1,53 h Reisenebenkosten 38,40 h 32,27 h 6,13 h Hinweis: Die Nebenkosten können als Betriebsausgaben gebucht werden, wenn davon auszugehen ist, dass darin keine Kosten für Pay-TV, private Telefonate, Massagen usw. enthalten sind. 21

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