Andritz-Gruppe: Mit Eisenerz und ERP

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1 Success Story Andritz-Gruppe: Mit Eisenerz und ERP Grazer Technologie-Pionier stemmt globale Prozess-Harmonisierung Mit über Mitarbeitern, 2,7 Milliarden Euro Umsatz in 2006, 35 Produktions- und Servicestätten sowie 120 Tochtergesellschaften und Vertriebsniederlassungen ist die Andritz- Gruppe heute ein führender Anlagen- und Maschinenbauer für Hightech-Produktionssysteme. Ob Großanlagen für Zellstoff und Papier, Walz- und Bandbehandlungsanlagen für die Veredelung von Kaltband aus Edel- oder Kohlenstoffstahl, Wasserturbinen für die Stromerzeugung oder Anlagen zur Herstellung von Futtermittel und Biomasse-Pellets mit einem Projektvolumen von bis zu 400 Millionen Euro pro Anlage liefert Andritz teils komplett schlüsselfertige Fabriken in die ganze Welt. Als internationales Unternehmen, in dem mehr als 70 % der Mitarbeiter außerhalb Österreichs arbeiten, setzt die Andritz-Gruppe dabei auf eine globale divisionale Organisationsstruktur mit lokalem Management. Die weltweit agierenden Geschäftsbereiche und Was anno 1852 mit einer bescheidenen Eisengießerei begann, zählt heute zu den komplexesten Apparaten des europäischen Anlagen- und Maschinenbaus: Die Hightech-Produktionssysteme der Andritz-Gruppe mit Sitz in Graz. Ungleich jener Tage, als noch Stahlkräne und Dampfkessel für den industriellen Fortschritt in der steirischen Landeshauptstadt standen, prägen rund 150 Jahre später gänzlich andere Wettbewerbsfaktoren den Alltag eines der ältesten Unternehmen Österreichs: Vernetzte Geschäfts- und IT-Prozesse zwischen den mittlerweile 120 weltweiten Tochtergesellschaften und Vertriebsniederlassungen auf Basis eines global konzipierten ERP-Systems ein für das rasant wachsende Vorzeigeunternehmen aus dem ehemals beschaulichen Stadtbezirk Andritz und dessen Beratungshaus The Information Management Group (IMG) höchst kniffliges Großprojekt. engineering your business

2 Success Story ihre Product Homes sind dabei über mehrere Länder verteilt, was sich auch in einer von Vielfalt von Nationalitäten innerhalb der Mitarbeiterschaft widerspiegelt. Eine wirklich globale Aufstellung also, die bei Andritz hohes lokales Know-how mit dem globalen Zugang zu allen relevanten Zukunftstechnologien verbindet. Systemlandschaft mit unterschiedlichsten Lösungen, die teilweise sogar das Ende ihrer Produktlebenszeit überschritten hatten», lässt Dr. Autischer eine erste Bestandsaufnahme mit seinem Chief Information Officer Klaus Glatz und der Unternehmensleitung von Anfang 2003 Revue passieren. Heterogene Prozess- und IT-Landschaft durch rasante Expansion Ingenieurstechnisch unangefochten, hatte Andritz in der vergangenen Zeit jedoch mit einer typischen Spitzfindigkeit der digitalen Epoche zu kämpfen. «Wir sind sehr stark expandiert und haben dadurch unweigerlich auch eine Vielzahl unterschiedlicher ERP-Systeme in den Konzern übernommen», erinnert sich Dr. Heinz Autischer, Chief Process Officer bei Andritz, an einen regelrechten Akquisitionsmarathon in den letzten Jahren. Auf die Übernahme von Ahlstrom folgte der Erwerb der Universal Milling Technology und damit der Aufstieg zum Weltmarktführer in der Futtermitteltechnik im Jahr Zwei Jahre später erfolgte die Übernahme des Bereichs der Ofentechnik für kontinuierliche Feuerverzinkungs- und Bandglühanlagen der französischen SELAS SAS sowie der Zukauf der Unternehmenseinheit Zellstoffund Papiertrockner von ABB verbesserte Andritz dieses Service-Angebot durch die Akquisitionen von IDEAS Simulation Inc., einem Unternehmen in der dynamischen Prozesssimulation, und Acutest Oy, einem Anbieter von Systemen zur akustischen Zustandsüberwachung. Den weltweit tätigen Geschäftsbereich Fließbetttrocknungssysteme der VA TECH WABAG, Ravensburg, übernahm Andritz 2004, im Folgejahr 100 Prozent der Lenser Filtration GmbH+Co.KG, eines Herstellers von Filterelementen aus thermoplastischen Materialien. Erst kürzlich erwarben die Grazer die Wasserkraftaktivitäten der VA TECH HYDRO. Diese vorerst letzte Investition machte Andritz quasi über Nacht zu einem der weltweit größten Anbieter von Wasserturbinen. Summa summarum eine gigantische internationale Einkaufstour, die zwar die Maschinenbauer des Konzerns in Euphorie versetzte, bei den Profis für Geschäftsprozess- und IT-Planung jedoch allmählich Stirnrunzeln hervorrief. Die kontinuierlichen Zukäufe vor allem in den 90er Jahren bis heute hatten im Laufe der Zeit zu einem regelrechten Sammelsurium an lokalen Geschäftsprozessen, IT-Lösungen und ERP-Systemen in den einzelnen Andritz- Niederlassungen geführt. «Wir besaßen eine extrem zersplitterte Fit für die Globalisierung durch weltweit einheitliches ERP-Projekt Hinzu kam der Wunsch, die Geschäftsprozesse bei Andritz konsequent auf die Anforderungen der Globalisierung zu trimmen. Dazu gehört das Realisieren von Synergien innerhalb der Gruppe: Durch die reibungslose Abwicklung von Lieferungen zwischen den Geschäftsbereichen, die gemeinsame Nutzung fachspezifischer Zentralbereiche wie Fertigung, Beschaffung und Automatisierung sowie eine gemeinsame Nutzung der weltweiten Marketing- und Serviceeinrichtungen. All diese Erkenntnisse führten schließlich zur Entscheidung, ein weltweit einheitliches ERP-Projekt zur Geschäfts- und IT-Prozessplanung ins Leben zu rufen. Ziel war die globale Einführung von mysap ERP in sämtlichen, weltweit verstreuten Niederlassungen von Graz bis ins finnische Savonlinna, von Foshan/Guangdong in China bis nach Atlanta. Alle Dependancen, so die globale Marschroute der Manager, sollten peu à peu Anschluss an ein zentrales ERP-System in der österreichischen Hauptniederlassung finden und so durchgängige Geschäftsprozesse für die gesamte Unternehmensgruppe ermöglichen. Durch ein einheitliches Stammdatenmanagement werden Stücklisten austauschbar und Einkaufsvolumina gebündelt. Mit Hilfe einer Engineering- Integration wird auch die Koordination der Maschinen- und Anlagenfertigung durch die eigenen Ingenieure effizienter. Dr. Heinz Autischer: «Es war die Gelegenheit, unser gesamtes Geschäft in einem System abzuwickeln, die Abläufe transparenter und die Prozesse schneller und effektiver zu gestalten.» Globales Andritz-Prozessmodell schafft Übersicht Triftige Gründe für den Chief Process Officer und sein Team, sich zunächst nach einem Beratungshaus mit Expertise in umfangreichen, internationalen Projekten umzusehen. Mitte 2003 entschied sich Andritz für The Information Management Group (IMG), St. Gallen. «Wir hatten damals mit IMG ein zehntägiges Vorprojekt gestartet. Was wir sahen, hat uns überzeugt.» Nächs- The Information Management Group

3 ter Schritt für das Management des Anlagen- und Maschinenbauers war die Erarbeitung eines Konzepts für die Konsolidierung der verteilten Systeme und für die Einführung einer globalen ERP- Lösung. Wolfgang Hornung, Senior Vice President bei IMG, skizziert einige der Herausforderungen: «Ein Teil der finnischen Niederlassungen nutzte Baan, eine brasilianische und schwedische Dependance ebenfalls», die übernommene Andritz Oy benötigte eine neue Software für Logistik, Finance & Accounting sowie Projekt-Controlling und «in Nordamerika kamen nicht weniger als sieben verschiedene ERP-Systeme zum Einsatz.» Die österreichische Zentrale wiederum vertraute der selbst entwickelten und auf die individuellen Geschäftsbedürfnisse zugeschnittenen Legacy-Lösung INES, die sich für den internationalen Rollout kaum eignete, zumal auch die zugrunde liegende Datenbank veraltet war es galt, eine einheitliche Gesamtlösung für insgesamt 19 unterschiedliche ERP-Systeme zu schaffen. Anlass genug für die ERP-Task-Force um Dr. Autischer und IMG, sich Ende 2003 für den pragmatischsten Ansatz mit SAP zu entscheiden und ein globales Andritz-Prozessmodell zu entwickeln. In einem ERP-Prototyp wurde zunächst die Leistungsfähigkeit und der Abdeckungsgrad von SAP R/3 überprüft. Dabei widmete sich das Team anfangs den vier wichtigsten Geschäftsprozessen: Finanzwesen, Engineering und Product Lifecycle Management, Projekt- und Auftragsabwicklung sowie After-Sales-Service. ASAP Template: Basis für globale Rollouts und Harmonisierung aller Unternehmensprozesse In der Projektphase Blueprint Preparation wurde die Methodik für das ASAP-Projekt in Anlehnung an das bewährte Business Engineering-Prinzip der IMG definiert und die Projektorganisation zum Leben erweckt. Dazu gehörte sowohl die Definition der so genannten Makroprozesse, die grob das gesamte Geschäft von Andritz beschreiben, als auch die Erstellung von Subprozessen und Funktionen für geschäftstypische Abläufe, wie Auftragsabwicklung oder operative Beschaffungs-, Logistik- und Produktionsabläufe. «Und das alles so, dass Andritz das SAP-Projekt jederzeit im Griff hat und den Überblick über die Fortschritte der einzelnen Aufgaben behält», konstatiert der IMG-Beratungsleiter Wolfgang Hornung. Dr. Heinz Autischer, Chief Process Officer, Andritz

4 Das ASAP-Template selbst wurde in der Phase Blueprint Implementation entwickelt. In einem ersten Schritt von knapp zwei Monaten wurden die Prozesse durch die IMG und die österreichische Beratungsfirma CNT unter Mitwirkung von Fachleuten aus mehreren Ländern harmonisiert. Daran schloss sich das Prototyping mit regelmäßigen Testzyklen und übergreifenden Review Workshops an. Das vorläufige Resultat: Ein globales Template mit der Bezeichnung ASAP als Basis für die weltweiten Rollouts und zur Harmonisierung aller Unternehmensprozesse. Dr. Autischer von Andritz: «Während der Blueprint Implementation wurden vor allem die umsatzstarken Niederlassungen eingebunden». Dazu gehörten die vier finnischen Standorte, in denen 2005 schrittweise die ersten Rollouts erfolgten, bevor kürzlich die USA, Dänemark und China in Angriff genommen wurden, denen schließlich Österreich folgen soll. «Vor dem Produktivstart in Finnland herrschte höchster Zeitdruck. Dort leistete das gesamte Projektteam Sonderschichten», erinnert sich der Andritz-Manager. Erfolgreiche Integration von Spezialsystemen und Datenmodellierung Konkret hatte das Projektteam in Finnland die globalen Prozesse, Datenmodelle und Stammdaten für den ersten Rollout lokal ergänzt. Bestehende und weiter benötigte Spezialsysteme des Technologie-Konzerns, wie etwa die EDM-Lösung Matrix1 ein elektronisches Datenmanagementsystem für das Engineering wurden unter Verwendung einer SAP-Standardschnittstelle und durch ergänzende SAP-Programmierungen und mit Hilfe der Exchange Infrastructure SAP XI 3.0 in das ERP-Gesamtkonzept integriert. Die SAP-seitige Integration erfolgte dabei durch die IMG-Software-Factory in einem Nearshoring Modell. Gleiches gilt für die Datenmodellierung der Materialstämme, Stücklisten und Spezifikationen für Prozessfreigaben und -änderungen, die Geschäftsanforderungen wie Montage- und Fertigungsverlagerung oder Bündelung von Einkaufsvolumina unterstützen sollte. Das SAP-gestützte Materialstamm- und Stücklistenkonzept ermöglicht einerseits die Verwendung von Wiederholteilen und Baugruppen und vereinfacht andererseits die Projektabwicklung. The Information Management Group IMG AG (Headquarter) l Fürstenlandstrasse 101 l CH-9014 St.Gallen l Telefon l IMG-Beratungsleiter Hornung: «Zu den klassischen Herausforderungen in der Ingenieurswelt gehört es, die bis dato abgekoppelten CAD-Systeme in das Gesamtsystem zu integrieren und die unterschiedlichsten Daten für eine reibungslose Migration bzw. Integration in ein global gültiges Datenmodell aufzubereiten.» Fazit: Gut gerüstet für den globalen Wettbewerb der Zukunft Mit der neuen ERP-Strategie schlägt man bei Andritz mehrere Fliegen mit einer Klappe: Während der Konzern aufgrund einer konsolidierten Systemumgebung weiteren Akquisitionen und Fusionen entspannter entgegen sieht, lassen sich in Zukunft Synergien von Geschäftsprozessen, quer durch sämtliche internationale Geschäftseinheiten, wesentlich effizienter nutzen. Gleichzeitig kommt das ERP-Engagement dem Dienstleistungsgeschäft von Andritz zugute. Denn durch ein reibungsloses Zusammenspiel der Systemumgebungen erwartet der Konzern eine Verbesserung des Kunden-Supports bei verkauften Anlagen. Auch intern erwartet man Vorteile, z.b. durch die erhöhte Transparenz im Projektgeschäft und die Nutzung von Synergien in der Beschaffung und Logistik. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist Andritz damit nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft des globalen Wettbewerbs bestens präpariert mit Eisenerz und ERP. EUROPE ASIA AMERICAS PROMET, CFO-Solutions und Cockpit Solutions sind eingetragene Warenzeichen der Information Management Group (IMG). Alle anderen Produkte sind eingetragene oder nicht eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Firmen.

5 Success Story Andritz Group: iron ore and ERP Graz-based technology pioneer undertakes global process harmonization With more than employees on its payroll, sales revenues of 2.7 billion in 2006, 35 production and service facilities, and 120 subsidiaries and sales offices, the Andritz Group is one of the foremost manufacturers of plant, machinery and equipment for high-tech production systems. With a project volume of up to 400 million per plant, Andritz supplies turnkey factories to countries all over the world, including large-scale plants for cellulose and paper; rolling mills and strip processing lines for the production of cold-rolled stainless and carbon steel strip; water turbines for power generation; and machinery for feed and biomass fuel production. Being an international operator more than 70 percent of its workforce is employed outside Austria, the Andritz Group relies on a global divisional organizational structure and on local management. Since the global divisions What began in 1852 as a modest iron foundry is now a manufacturer of some of the most complex plant, machinery and equipment in the whole of Europe: the high-tech production systems of the Andritz Group, headquartered in Graz in southern Austria. Whereas in years gone by steel jibs and steam boilers were the symbols of industrial progress in Graz, the capital of Styria (Steiermark), some 150 years later everyday production in one of Austria s oldest enterprises is characterized by completely different factors: networked business and IT processes between the 120 subsidiaries and sales companies worldwide, based on a globally designed ERP system a highly complicated, large-scale project for both the prestigious, rapidly expanding company, located in the city s once quiet Andritz district, and its consultants, The Information Management Group (IMG). engineering your business

6 Success Story and their product homes are geographically dispersed over a range of countries, the nationalities represented in the company s workforce are many and varied. In short, Andritz operates with a truly global setup, combining a high degree of local knowhow with worldwide access to all relevant future-oriented technologies. Heterogeneous IT and process arena as a result of rapid expansion Unmatched for its engineering process, Andritz has had to contend in the past with one of the more tricky aspects of digital technology. Dr. Heinz Autischer, Chief Process Officer at Andritz, recalls the veritable acquisition marathon over the past few years: We have been expanding powerfully, with the inevitable result that we have ended up with a large number of different ERP systems in the Group. The takeover of Ahlstrom was followed by the acquisition of Universal Milling Technology, paving the way for international market leadership in the field of feed technology in Two years later, the company took over the industrial furnaces division for hot dip galvanizing lines and continuous annealing lines of the French-based SELAS SAS and acquired ABB s pulp and paper drying systems division. In 2003, Andritz improved this service offering still further with the takeover of IDEAS Simulation Inc., a dynamic process simulation specialist, and Acutest Oy, a vendor of industrial process monitoring systems. Andritz acquired the global fluidized bed business area of VA TECH WABAG, based in Ravensburg in southern Germany, in The following year Andritz took over complete ownership of Lenser Filtration GmbH+Co.KG, a manufacturer of filter plates made from thermoplastic materials. More recently, the Graz-based firm acquired the hydro power plant operations of VA TECH HYDRO, an investment which has made Andritz almost overnight the world s number one producer of water turbines. All in all, a massive international shopping expedition which created euphoria among the Group s engineers and technicians but which gradually caused furrowed brows among the business process and IT planning experts. In the course of time, the string of acquisitions dating mostly from the 1990 to the present day had resulted in a hotchpotch of local business processes, IT solutions and ERP systems in the various Andritz companies. Summing up the situation in early 2003 together with his Chief Information Officer Klaus Glatz and the management team, Dr. Autischer notes that we had an extremely diverse system arena with a huge variety of solutions, some of which had already passed their sell-by-date. Ready for globalization thanks to internationally unified ERP project The company was also keen to gear its business processes systematically to the requirements of globalization. This included making full use of the synergetic effects within the Group: through the smooth processing of deliveries between the business units; the joint use of centralized specialist units such as Production, Procurement and Automation; and the sharing of international marketing and service facilities. These were the terms of reference on which was based the decision to launch a globally unified ERP project for business and IT process planning. The aim was to introduce mysap ERP in all of the Group s globally dispersed companies from Graz to Savonlinna in Finland and from Atlanta to Foshan/Guangdong in China. Management s strategy was to gradually integrate all subsidiaries and local companies into the centralized ERP system at Andritz headquarters in Austria, thereby ensuring standard business processes throughout the Group. The unified master data management system enables bills of material to be interchanged and purchasing volumes to be bundled, while engineering integration facilitates coordination of the plant and machinery production by the company s own engineers. Dr. Autischer: It was an opportunity to process our entire business with a single system and to increase process speed, efficiency and transparency. Global Andritz process model ensures clarity All this was good reason for the Chief Process Officer and his team to look around for a consulting company with the necessary expertise in large-scale international projects. In mid-2003, Andritz opted for The Information Management Group (IMG), St. Gallen. At that time we had undertaken a 10-day preliminary project with IMG. This experience convinced us that IMG was the ideal partner. The next step for management of the machinery manufacturer was to draw up concepts for consolidation of the distributed systems and for the introduction of a global ERP The Information Management Group

7 solution. Wolfgang Hornung, Senior Vice President at IMG, outlines some of the challenges which this gave rise to: Some of the Finnish subsidiaries were using Baan, as were a Brazilian and a Swedish company in the Group. Andritz Oy, recently acquired, needed new software for logistics, finance, accounting and project controlling, while in North America no less than seven different ERP systems were in use! For its part, head office in Austria still relied on the legacy solution INES which it had developed itself and which was tailored to its specific business requirements. However, this system was simply not suitable for international rollout, especially since the relevant database was outmoded. The challenge, therefore, was to create a unified, end-to-end solution for a total of 19 different ERP systems! With the formation of the ERP Task Force, centered on Dr. Autischer and IMG, a decision was reached at the end of 2003 to introduce a pragmatic SAP-based concept and also to develop a global Andritz process model. Initially, an ERP prototype was used to test the performance and coverage capabilities of SAP R/3. The team began by concentrating on the four key business processes: finance; engineering and product lifecycle management; project and order processing; and after-sales service. ASAP template: the basis for global rollouts and the harmonization of all corporate processes During the Blueprint Preparation project phase, the methodology for the ASAP project was defined on the basis of IMG s proven Business Engineering principle and the project organization got under way. This included definition not only of the so-called macro processes, which roughly describe all Andritz s business operations, but also of the subprocesses and functions for business-specific procedures, such as order processing and operational procurement, logistics and production processes. Wolfgang Hornung, Chief Consultant at IMG, comments: And in such a way that Andritz has the SAP project under control at all times and has a clear overview of the progress of the different tasks and functions. The ASAP template itself was developed during the Blueprint Implementation phase. In the initial stage, lasting just under two Dr. Heinz Autischer, Chief Process Officer, Andritz

8 months, the processes were harmonized by IMG in close collaboration with Austrian consultants CNT and a number of specialists from various countries. This was followed by prototyping with regular test cycles and cross-company review workshops. The provisional result: a global template designated ASAP as the basis for worldwide rollout and the harmonization of all corporate processes. Dr. Autischer of Andritz comments: During Blueprint Implementation, integration focused primarily on the branches and subsidiaries with large sales volumes. These included the four Finnish locations where the first rollouts took place in stages in 2005, followed recently by the United States, Denmark and China, with Austria next on the list. The Andritz executive recalls: Prior to going live in Finland, the time pressure was enormous. The whole project team was working extra shifts. Successful integration of special systems and data modeling In Finland the project team had added local modifications to the global processes, data models and master data for the initial rollout. The special systems either already in use with or additionally required by the technology group, including the EDM solution Matrix1 an electronic data management system for engineering were integrated into the overall ERP concept using a standard SAP interface, supplementary SAP programming, and the SAP XI 3.0 Exchange Infrastructure. Integration at the SAP end was taken care of by the IMG Software Factory on the basis of a nearshoring model. The same applies to data modeling of the material masters, the bills of material and the specifications for process releases and changes; the purpose of this modeling is to support business requirements such as installation and production relocation or the bundling of purchasing volumes. The SAP-based material master and bill of material concept allows the use of multiple usage parts and assemblies on the one hand and simplifies project management on the other. Senior IMG Consultant Hornung: One of the classic challenges of engineering is to incorporate the disparate CAD systems into the overall system and to collate and edit highly diverse data for smooth migration to or integration into a globally valid data model. The Information Management Group IMG AG (Headquarters) l Fürstenlandstrasse 101 l CH-9014 St.Gallen l Phone l Conclusion: globally prepared for future competitive challenges With the new ERP strategy, Andritz is killing two birds with one stone: while the Group can take a more relaxed approach to future mergers and acquisitions thanks to its consolidated system milieu, much more efficient use can now be made of the synergetic effects of business processes across all international business units. At the same time, the commitment to ERP will also benefit Andritz s service business. That s because the Group is looking to the smooth interworking of the system environments to produce an improvement in customer support in connection with systems sold. Inhouse benefits are also anticipated, for example as a result of the greater transparency in project business and utilization of synergies in both procurement and logistics. At the beginning of the 21st century, Andritz is therefore ideally equipped for both the present and future challenges of global competition with iron ore and ERP. EUROPE ASIA AMERICAS PROMET, CFO-Solutions and Cockpit Solutions are registered trademarks of The Information Management Group (IMG). All other products are registered or non-registered trademarks of the respective companies.

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