NEWSLETTER TECHNIK ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: April 2009 Entwicklung und Anwendung

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1 ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: April 2009 Entwicklung und Anwendung Newsletter Technik Ihre Meinung ist uns wichtig! Herzlich willkommen zum fünften Newsletter Technik von HeidelbergCement! Die Information zum dramatischen Einbruch der Hüttensandmenge und die daraus resultierenden Folgen für die Zementproduktion haben sicherlich viele von Ihnen schon erreicht. Dennoch informieren wir Sie in diesem Newsletter zu diesem Thema, um Ihnen die Situation, in der wir uns als Zementhersteller befinden, zu verdeutlichen. Die weiteren Themen dieses Newsletters sind: REACh, die Inhalte der zukünftigen Normenteile DIN EN zur Frischbetonprüfung und unsere neuen Zemente CEM I 52,5 R (hf) für die Herstellung von hochfestem Beton. Erinnern Sie sich noch an unseren letzten Newsletter? In diesem hatten wir Sie um Ihr Feedback gebeten. Leider ist beim Speichern eine Softwarepanne aufgetreten, so dass Ihre Antworten nicht abgespeichert wurden. Da uns Ihre Meinung sehr wichtig ist, bitten wir Sie im nebenstehenden Kasten darum, den Online-Fragebogen noch einmal zu beantworten. Vielen Dank dafür! Dagmar Küchlin, Martina Dietermann Bauberatung Zement Entwicklung und Anwendung, Leimen Wie schon im Begrüßungstext gebeichtet: In unserem Online-Fragebogen zur Erfassung Ihrer Antworten auf unsere Meinungsumfrage ist uns ein kleiner Fehler mit großer Wirkung unterlaufen. Sie konnten zwar unsere Fragen beantworten und den Fragebogen per Mausklick an uns senden nur leider haben die Tücken der Technik dazu geführt, dass jede neue Antwort die Antwort davor überschrieben hat. Das Ende vom Lied: Uns hat nur ein nämlich das zuletzt abgegebene Feedback erreicht. Um auf Ihre Wünsche gezielt eingehen zu können, sind uns Ihre Meinung, Ihre Ideen und Anregungen sehr wichtig. Deshalb würden wir uns freuen, wenn Sie sich noch einmal die Arbeit machen würden, unsere Fragen zu beantworten bitte klicken Sie einfach auf den Link unten. Und dieses Mal funktioniert es versprochen! Für Ihr erneutes Bemühen ein herzliches Dankeschön! [Unseren Online-Fragebogen finden Sie hier] Dramatischer Einbruch der Verfügbarkeit von Hüttensand. Kurzfristige Zementumstellungen sind erforderlich Ersatz durch Kalkstein oder Flugasche. [mehr] Änderungen der DIN EN Prüfung von Frischbeton [mehr] Die neue REACh-Verordnung. EU strukturiert europäische Chemikalienpolitik komplett um. [mehr] Hochfest und silikafrei: Der neue CEM I 52,5 R (hf) von HeidelbergCement. Vereinfachtes Handling bessere Verarbeitungseigenschaften. [mehr] 1

2 Dramatischer Einbruch der Verfügbarkeit von Hüttensand macht kurzfristige Zementumstellungen erforderlich Mittlerweile sind die Auswirkungen der Finanzkrise in der Realwirtschaft angekommen: Infolge des drastischen Nachfragerückgangs hat die Stahlindustrie ihre Produktion kurzfristig angepasst und die Produktion stark zurückgefahren. Da Hüttensand bei der Stahlproduktion nur als Nebenprodukt anfällt, bedeutet dies einen entsprechenden Rückgang in der Verfügbarkeit. Derzeit wird eine Abnahme der Hüttensandmengen in 2009 von bis zu 80 % prognostiziert. Hüttensand ist ein wesentlicher Hauptbestandteil unserer CEM II- und CEM III-Zemente, daher trifft uns der Rückgang der verfügbaren Mengen unmittelbar. Zur Sicherstellung der Versorgung des Marktes mit Zement sind wir gezwungen, unsere Sorten kurzfristig dieser Situation anzupassen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass derzeit nicht absehbar ist, bis wann mit einer Normalisierung in der Stahlproduktion zu rechnen ist. Das heißt, dass bis zu einer Entspannung dieser Situation mit Ausnahme unserer Spezialzemente (z. B. CEM III/B 32,5 N- LH/HS) hüttensandhaltige Zemente ganz oder teilweise durch Zemente mit Kalkstein oder Flugasche oder sogar durch Portlandzemente ersetzt werden müssen. Für jeden Produktionsstandort wurden kurzfristig die Möglichkeiten zur Anpassung des Sortenportfolios intensiv überprüft. Verkauf und Bauberatung besprechen derzeit mit Ihnen die erforderlichen Umstellungen. Wir bedauern diese Situation sehr und hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung in dieser besonderen Situation. [zurück] Änderungen in der Normenreihe DIN EN Prüfung von Frischbeton Europäische Normen werden in regelmäßigen Zeitabständen überarbeitet. Im Rahmen dieser Überarbeitung sollen die Normenteile DIN EN bis -7 Prüfung von Frischbeton im Sommer 2009 neu erscheinen. Mit Ausgabedatum wurden die Entwürfe der Normenteile DIN EN bis -7 der Öffentlichkeit zur Prüfung und Stellungnahme vorgelegt. Darüber hinaus wird die Normenreihe um Prüfvorschriften für selbstverdichtenden Beton durch die Teile DIN EN bis -12 erweitert. Die Entwürfe liegen seit Januar 2008 vor. Was ändert sich in den Teilen 1 bis 7? Die Entwürfe beinhalten eine redaktionelle Überarbeitung der bisher gültigen Normenteile und einzelne Änderungen im Prüfprozedere. Die Änderungen sind in Tabelle 1 zusammengestellt. 2

3 Normenteil Festlegung Ausgabe 2000 Ausgabe DIN EN (Probenahme) keine Festlegung zur Anzahl der Einzelproben bei Gewinnung einer Sammelprobe aus einem Transportbetonfahrzeug keine Festlegung zur Gewinnung einer Stichprobe aus frei fallendem Betonstrom Sammelprobe aus einem Transportbetonfahrzeug sollte aus 4 Einzelproben bestehen Stichprobe aus frei fallendem Betonstrom so entnehmen, dass diese für die Breite und Tiefe des Betonstroms repräsentativ ist DIN EN (Setzmaß) Anwendungsbereich: 10 und 200 mm Hochziehen der Form innerhalb von 5 bis 10 s Anwendungsbereich: 10 und 210 mm (Angleichung an DIN EN 206-1) Hochziehen der Form innerhalb von 2 bis 5 s DIN EN (Vebe-Prüfung) Hochziehen der Form innerhalb von 5 bis 10 s Hochziehen der Form innerhalb von 2 bis 5 s DIN EN (Ausbreitmaß) DIN EN (Frischbetonrohdichte) Prüfung gilt nicht für Schaumbeton, Einkorn beton oder Beton mit D max > 63 mm Hochziehen der Form innerhalb von 3 bis 6 s Einzelhubvorgang innerhalb von 2 bis 5 s durchführen Waage mit einer Messgenauigkeit von 0,1 % bezogen auf die Masse des verdichteten Betons Beton in 2 Schichten in Behälter füllen und verdichten Prüfung gilt nicht für selbstverdichtenden Beton, Schaumbeton, Beton ohne Feinkorn oder Beton mit D max > 63 mm Hochziehen der Form innerhalb von 1 bis 3 s Einzelhubvorgang innerhalb von 1 bis 3 s durchführen Waage mit einer Messgenauigkeit von 0,01 kg Beton in 1 Schicht in Behälter füllen und verdichten; in Abhängigkeit von der Konsistenz ist die Anzahl der Schichten so zu wählen, dass vollständige Verdichtung erreicht wird Selbstverdichtenden Beton ohne mechanische Verdichtung in einem Arbeitsgang in den Behälter füllen DIN EN (Luftgehalte) Beton in 3 Schichten in Behälter füllen und verdichten Beton in 1 Schicht in Behälter füllen und verdichten; in Abhängigkeit von der Konsistenz ist die Anzahl der Schichten so zu wählen, dass vollständige Verdichtung erreicht wird Selbstverdichtenden Beton ohne mechanische Verdichtung in einem Arbeitsgang in den Behälter füllen Tabelle 1: Neuregelungen in den überarbeiteten Normenteilen DIN EN bis -7 Die neuen Normenteile DIN EN bis -12 für die Prüfung von selbstverdichtendem Beton Die neuen Normenteile 8 bis 12 regeln die Prüfung von selbstverdichtendem Beton nach der zukünftigen DIN EN 206-9, die eine Grundlage für die Bestellung und Herstellung von selbstverdichtendem Beton schafft und die DAfStb-Richtlinie Selbstverdichtender Beton ablösen wird. Die neuen Normenteile regeln die Durchführung der Prüfungen für die Charakterisierung der Frischbetoneigenschaften von selbstverdichtendem Beton. 3

4 DIN EN : Setzfließversuch Mit dem Setzfließversuch wird die Fließfähigkeit und die Ausbreitgeschwindigkeit von selbstverdichtendem Beton ohne Anwesenheit von Hindernissen bestimmt. Gemessen werden: die Zeit von Beginn des Anhebens der Kegelform bis zum Erreichen des Ausbreitdurchmessers von 500 mm als Maß für die Ausbreitgeschwindigkeit t 500, auch als relative Viskosität bezeichnet, und das Setzfließmaß SF als Mittelwert aus größtem und rechtwinklig dazu gemessenem Durchmesser des ausgebreiteten Betons. Das Prüfverfahren ist nicht geeignet für Betone mit einem Größtkorn D max > 40 mm. Für die Prüfung wird eine mindestens (900 x 900) mm 2 große Metallplatte horizontal gelagert. Auf diese ist die in DIN EN beschriebene Kegelform, wie in Abb. 1 gezeigt, mittig zu platzieren. Metallplatte und Form sind anzufeuchten. Um das Entweichen von Beton aus dem Spalt zwischen Platte und Form zu verhindern, kann die Form mit einer mindestens 9 kg schweren Manschette beschwert werden. Normenteil DIN EN DIN EN DIN EN DIN EN DIN EN Titel: Prüfung von Frischbeton Selbstverdichtender Beton Setzfließversuch Auslauftrichterversuch L-Kasten-Versuch Sedimentationsstabilität im Siebversuch Blockierring-Versuch Tabelle 2: Die neuen Normenteile der DIN EN Die Form wird in einem Arbeitsgang mit dem zu prüfenden Beton ohne Rütteln und Verdichten befüllt, der überschüssige Beton entfernt und die Form spätestens 30 s danach angehoben. Für die Ermittlung der Ausbreitgeschwindigkeit t 500 wird die Zeit zwischen Beginn des Anhebens der Form und dem Zeitpunkt, zu dem der Beton den Kreis mit dem Durchmesser von 500 mm auf der Platte erreicht hat, gemessen. Für die Bestimmung des Setzfließmaßes SF werden zwei Durchmesser des ausgebreiteten Betons auf 10 mm genau gemessen: der größte Durchmesser d m und der Durchmesser rechtwinklig dazu (d r ). Das Setzfließmaß SF errechnet sich als Mittelwert dieser und wird auf 10 mm genau angegeben. Ist die Differenz von d m und d r größer als 50 mm, ist die Prüfung zu wiederholen. Ergibt sich auch in der Wiederholungsprüfung eine Differenz größer als 50mm, eignet sich der Setzfließversuch nicht für die Charakterisierung des Konsistenzverhaltens dieses Betons; der Beton ist nicht ausreichend fließfähig. DIN EN : Auslauftrichterversuch Mit dem Auslauftrichterversuch werden die Viskosität und Füllfähigkeit von selbstverdichtendem Beton geprüft. Die Prüfung ermittelt die Auslauftrichter-Fließdauer. Das ist die Zeit, die der Beton benötigt, um aus einem gefüllten V-förmigen Trichter (siehe Abb. 2) herauszulaufen. Für die Prüfung werden die Innenflächen des Trichters angefeuchtet, der Beton in einem Arbeitsgang ohne Rütteln und Verdichten in den Trichter gefüllt und der überschüssige Beton entfernt. (10 ± 2) s nach dem Befüllen wird die Klappe des Trichters schnell geöffnet, so dass der Beton in einen unter dem Trichter stehenden Behälter läuft. Die Auslauftrichter- Fließdauer ist die Zeit zwischen dem Öffnen der Klappe und dem Zeitpunkt, zu dem es das erste Mal möglich ist, durch den Trichter in den darunter stehenden Behälter zu sehen. Die Auslauftrichter- Fließdauer t v wird auf 0,1 s genau angegeben. Abb. 1: Geräte für Durchführung des Setzfließversuchs DIN EN : L-Kasten-Prüfung Der L-Kasten-Versuch beschreibt das Fließvermögen durch enge Öffnungen, 4

5 Auffüllen der Durchlass geöffnet. Wenn der Fließvorgang abgeschlossen ist, werden die Höhen ΔH 1 und ΔH 2 an je drei Stellen über die Breite des L-Kastens verteilt auf 1 mm genau gemessen. Aus den Mittelwerten ΔH 1 und ΔH 2 sowie den L-Kasten-Maßen werden die Höhen H 1 und H 2 auf 1 mm genau berechnet. Das Fließvermögen PA ist der Quotient H 2 /H 1. Abb. 2: V-förmiger Trichter zur Prüfung der Auslauftrichter-Fließdauer wie z. B. Zwischenräume zwischen Bewehrung. Im L-Kasten (siehe Abb. 3) wird der horizontale Betonfluss durch vertikal angeordnete Bewehrungsstäbe simuliert. Hierfür gibt es zwei Varianten: die Prüfung mit drei Bewehrungsstäben und die Prüfung mit zwei Bewehrungsstäben. Gemessen wird die Höhe des Betons hinter der Bewehrung und am Ende des L-Kastens. Aus dem Verhältnis beider gemessener Höhen lässt sich das Fließvermögen (PA) und die Blockierneigung des Betons abschätzen. Bei der L-Kasten-Prüfung werden die Innenflächen des horizontal gelagerten L-Kastens angefeuchtet und der Durchlass (1) geschlossen. Der Beton wird in einem Arbeitsgang ohne Rütteln und Verdichten in den senkrechten Schenkel des L-Kastens gefüllt, der überschüssige Beton entfernt und (60 ± 10) s nach dem DIN EN : Sedimentationsstabilität im Siebversuch Der Siebversuch charakterisiert die Sedimentationsstabilität von selbstverdichtendem Beton über das Verhältnis von Siebdurchgangsmenge zur Probenmenge nach definierter Prüfdauer. Bei der Prüfung werden (10 ± 0,5) l Beton in einem geschlossenen Behälter waagerecht und erschütterungsfrei gelagert. Nach einer Standzeit von (15 ± 0,5) Minuten ist der Beton auf Wasserabsonderung zu beurteilen. Während der Standzeit wird ein 5 mm- Quadratloch-Sieb mit einem Rahmendurchmesser von mindestens 300 mm und einer Rahmenhöhe von mindestens 30 mm auf einen Auffangbehälter platziert, der auf einer Waage steht (siehe Abb.4). Abb. 3: L-Kasten zur Durchführung der L-Kasten-Prüfung Abb. 4: Siebversuch nach DIN EN

6 Abb. 5: Blockierring-Versuch nach DIN EN DIN EN : Blockierring- Versuch Der Blockierring-Versuch entspricht der Prüfung des Setzfließmaßes nach DIN EN , jedoch muss der Beton zusätzlich einen Blockierring mit vertikal angeordneten Bewehrungsstäben durchfließen. Es gibt zwei verschiedene Blockierringe: einen mit engen und einen mit breiten Stababständen. Der Blockierring-Versuch ist eine Alternative zur L-Kasten-Prüfung nach DIN EN ; die Ergebnisse beider Versuche korrelieren nicht. Zusätzlich zum Setzfließmaß SF J kann die Zeit t 500J bis zum Erreichen eines Ausbreitdurchmessers von 500 mm ermittelt werden. Der Versuch wird analog zur Prüfung des Setzfließmaßes nach DIN EN durchgeführt. Jedoch wird zusätzlich der Blockierring zentrisch um die Kegelform angeordnet. Neben dem Ausbreitdurchmesser SF J, als Mittelwert aus dem größten Ausbreitdurchmesser und dem rechtwinklig dazu gemessenen, wird die so genannte Blockierstufe B J ermittelt. Hierfür werden die Höhen Δh x1 und Δh x2 sowie die rechtwinklig dazu gelegenen Δh y1 und Δh y2 gemessen (siehe Abb. 6) und der Mittelwert dieser gebildet. B J ist die Differenz dieses Mittelwerts und der Höhe Δh 0 des Betonkuchens innerhalb des Blockierrings. B J wird auf 1 mm angegeben. [zurück] Nach der Standzeit werden (4,8 ± 0,2) kg Beton inklusive eventuell abgesondertem Wasser aus (500 ± 50) mm Höhe stetig auf die Siebmitte gegossen. (120 ± 5) s danach wird die Masse des Siebdurchgangs bestimmt. Die Entmischung SR wird als Quotient aus der Masse des Siebdurchgangs zu der auf das Sieb gegebener Betonmenge m c auf 1 Prozent gerundet angegeben. Abb. 6: Ermittlung der Höhen im Blockierring-Versuch nach DIN EN Die neue europäische REACh-Verordnung Dr. Klaus Hormann / Koordinator REACh Projektgruppe Am ist nach einem sehr langwierigen und umfangreichen Gesetzgebungsverfahren die sogenannte REACh- Verordnung (EC 1907/ 2007) in Kraft getreten und seitdem in den 27 EU Mitgliedsländern ohne weitere nationale Anpassung gültig. REACh steht für Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien). Mit Hilfe dieser Verordnung strukturiert die EU die bisherige europäische Chemikalienpolitik komplett um. Das erklärte Ziel ist der Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt. Wurden kritische Chemikalien bisher nach und nach in Prüfprogrammen durch die nationalen Behörden abgearbeitet, so erfolgt mit REACh eine Beweislastumkehr: Nunmehr sind ausschließlich die Produzenten und Importeure für die Untersuchung der Chemikalien verantwortlich. Grundsätzlich gilt dies für sämtliche Stoffe, die in der EU in einer Menge von mindestens 1 Jahrestonnen hergestellt oder importiert werden, nach dem Grundsatz no data no market. Stoffe, zu denen keine ausreichenden Kenntnisse vorliegen, dürfen weder hergestellt noch vermarktet werden. Hersteller und Importeure müssen darlegen, welche Risikopotentiale im Umgang mit ihren Stoffen bestehen und wie diese möglichst sicher verwendet werden können. Dies geschieht im Rahmen der Registrierung. Damit dürfen nur die Stoffe in Verkehr gebracht werden, die registriert bzw. bis zum vorregistriert wurden. 6

7 Die REACh-Verordnung unterscheidet, wie schon das bisherige Chemikalienrecht, zwischen: Stoffen Zubereitungen (d. h. Gemenge oder Gemische aus mehreren Stoffen) und Erzeugnissen (d. h. aus Stoffen gefertigte Gegenstände mit spezifischer Form, Oberfläche oder Gestalt) Während Stoffe fast ausnahmslos der Registrierungspflicht unterliegen (Ausnahmen werden unten erläutert), müssen Zubereitungen und Erzeugnisse nicht registriert werden. Allerdings müssen alle Stoffe, die Teil der Zubereitung sind, von deren Produzenten oder Importeuren registriert werden. Betroffen von REACh sind dabei nicht nur die klassischen Chemikalien, wie sie von der chemischen Industrie hergestellt werden, sondern alle Stoffe im weiteren Sinn. In Tabelle 1 sind einige Produkte exemplarisch aufgelistet, die für die Baustoffindustrie von Bedeutung sind. HeidelbergCement und seine Tochtergesellschaften stellen in diesem Kontext sowohl Stoffe, Zubereitungen als auch Erzeugnisse her. Darüber hinaus ist HeidelbergCement auch nachgeschalteter Nutzer von Stoffen und Zubereitungen, die HeidelbergCement von anderen Produzenten bezieht und verarbeitet. Zeitrahmen der Registrierung Für die Registrierung von Stoffen muss ein umfangreiches Registrierungsdossier eingereicht werden, in dem die Risikopotentiale und die Nutzungsbedingungen beschrieben sind. Die Erstellung dieses Dokumentes ist zeit- und kostenaufwändig. Daher hat der Gesetzgeber für alle bisher in der EU verwendeten Stoffe Übergangsfristen vorgesehen. Diese hängen von der produzierten Menge und dem Gefährdungspotential ab. Für alle Stoffe über 1000 Jahrestonnen endet diese Frist am Um diese Übergangsfristen in Anspruch nehmen zu können, mussten Stoffe Zubereitungen Erzeugnisse Tabelle 1: Produktkategorien unter REACh die Produzenten ihre Stoffe bis zum bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki vorregistrieren. Inzwischen hat eine Reihe nationaler und europäischer Verbände mit der Arbeit für die notwendigen Registrierungen begonnen. Ausnahmeregelungen Ausgenommen von der Registrierungspflicht sind eine Reihe von Stoffen, die in den Anhängen IV und V der REACh- Verordnung gelistet sind. Von besonderer Bedeutung für HeidelbergCement und seine Tochterfirmen sind dabei die Ausnahmeregelungen für Zementklinker, Kalkstein, Kies, Sand, Gips und Ton, aber auch für Brennstoffe wie Kohle, Erdgas und Koks. Für all diese Stoffe ist weder eine Vor- noch eine abschließende Registrierung notwendig, um REAChkonform zu sein. Andere Forderungen Kalkstein, Naturstein, Sand und Kies, Ton, Gips, Zementklinker, Flugasche, Hüttensand, bestimmte Mahlhilfsmittel, Eisensulfat, Zinnsulfat, Petrolkoks, Kohle, Schmier- und Kühlstoffe, Sprengstoffe, Laborchemikalien, etc. Zement, Mörtel und Putze, Transportbeton, bestimmte Mahlhilfsmittel, etc. Fertigbetonteile, Betonwaren, Kalksandsteine, Schüttungen, Mahlkugeln, Feuerfeststeine, etc. nach REACh, wie z. B. die Einstufung und Kennzeichnung, die Reduzierung des Chrom (VI)-Gehaltes auf unter 2 ppm oder die Verwendung von Sicherheitsdatenblättern bleiben davon unberührt. Zubereitung Zement Da Zement nach REACh eine Zubereitung ist, ist er als solche nicht registrierungspflichtig. Gleichwohl müssen alle Bestandteile außer den von der Registrierungspflicht ausgenommenen, wie Zementklinker und Naturgips registriert werden. Diese Bestandteile, wie z. B. Hüttensand, Flugasche, Mahlhilfsmittel, Eisen- oder Zinnsulfate zur Chromatreduzierung, müssen von den jeweiligen Produzenten (vor-)registriert werden. Um dies sicherzustellen, ist die Einkaufsabteilung von HeidelbergCement mit allen Zulieferern dieser Stoffe in Kontakt getreten und hat sich die REACh-Konformität bestätigen 7

8 lassen. Da die Konformität aller Ausgangsstoffe vorliegt, können wir als HeidelbergCement unsererseits die REACh-Konformität unserer Zubereitungen bestätigen. Dies erfolgt über unsere Verkaufsorganisation, die entsprechende Bestätigungen allen Kunden zur Verfügung stellt. Aufgabe unserer Kunden, z. B. Transportbetonhersteller, ist es nun, ihrerseits die Konformität der weiteren Bestandteile ihrer Zubereitungen (z. B. Zusatzmittel) zu ermitteln, um die eigene REACh-Konformität zu gewährleisten. Kommunikation Eine sichere Verwendung von Stoffen, Zubereitungen und Erzeugnissen entlang der Lieferkette ist eines der wichtigsten Ziele von REACh. Die verlässliche Weitergabe relevanter Informationen, z. B. im Sicherheitsdatenblatt, an die Abnehmer ist laut REACh-Verordnung unabdingbar. Ein permanenter Informationsfluss in der Lieferkette, sowohl gegenüber nachgeschalteten als auch vorgeschalteten Anwendern, muss daher gewährleistet sein. Bei Fragen zur REACh-Konformität unserer Produkte wenden Sie sich bitte an die regionalen Bauberater. Weitere Informationen finden sie unter: REACh Helpdesk der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) European Chemicals Agency BDI Helpdesk REACh REACh Leitfaden für die Baustoff-, Steine- und Erden-Industrie [zurück] Hochfest und silikafrei: CEM I 52,5 R (hf) von HeidelbergCement Speziell für die Herstellung von hochfestem Beton bietet HeidelbergCement eine neue Zementsorte an: CEM I 52,5 R (hf). Mit diesen neuen Zementen kann hochfester Beton bis zur Druckfestigkeitsklasse C80/95 ohne zusätzliche Zugabe von Mikrosilika hergestellt werden. Die Vorteile liegen sowohl im vereinfachten Handling im Transportbetonwerk als auch in besseren Verarbeitungseigen- schaften des Betons durch geringere Klebrigkeit, sehr guter Konsistenzhaltung, deutlich hellerer Farbe des Betons: Helle, optisch ansprechende Betonoberflächen werden damit auch im Bereich dieser Druckfestigkeitsklassen möglich. Für die Herstellung dieser Zemente werden gezielt ausgewählte Ausgangsstoffe verwendet. In Kombination mit einer umfassenden Qualitätssicherung stehen Eigenschaft Burglengenfeld Geseke Wasseranspruch [%] 34,0 31,5 Erstarrungsbeginn [min] Druckfestigkeit [MPa] 1 d d d d Tabelle 1: Zementdaten CEM I 52,5 R (hf) (Mittelwerte) Abb. 1: Farbtönung von Normmörtelprismen links Geseke, rechts Burglengenfeld 8

9 Zement 420 kg/m 3 Steinkohlenflugasche 70 kg/m 3 (w/z) eq 0,33 Zusatzmittel ca. 2 M.-% v. Z. Rheinsand 0/2 722 kg/m 3 Rheinkies 2/8 271 kg/m 3 Gabbro Edelsplitt 8/ kg/m 3 Gabbro Edelsplitt 11/ kg/m 3 Ausbreitmaß nach 10 Minuten ca. 620 mm nach 60 Minuten ca. 600 mm Druckfestigkeit f c,cube 1 d ca. 65 N/mm 2 2 d ca. 80 N/mm 2 28 d ca. 105 N/mm 2 56 d ca. 110 N/mm 2 Abb. 2: Windenergieanlage E-126 in Altenwerder (Fa. ENERCON), teilweise hochfester Beton C70/85 Tabelle 2: Beispiel-Rezeptur C80/95 damit Zemente mit höchster Leistungsfähigkeit für Ihre Bauvorhaben, wie hochfeste schlanke Bauteile im Hochhaus-, Hallen- oder Brückenbau, zur Verfügung. HeidelbergCement liefert CEM I 52,5 R (hf) deutschlandweit aus den Werken Burglengenfeld und Geseke. Wollen Sie hochfesten Beton produzieren? Bitte kontaktieren Sie Ihre Ansprechpartner in den Verkaufsregionen! [zurück] Abb. 3: Konsistenzverhalten und Druckfestigkeitseigenschaften des hochfesten Beton aus Tabelle 2 Impressum: Schlussverantwortung Eckhard Bohlmann, Leiter Entwicklung und Anwendung, Deutschland. Hinweis: Sollten Sie diesen Newsletter abbestellen wollen, schicken Sie uns bitte eine kurze mit dem Betreff Abbestellung Newsletter Technik an 9

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