Eine Frage der Qualität

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1 markterwartung Eine Frage der Qualität Dr. Bert Flossbach Die oft zitierte und viel beschworene große Rotation von Anleihen in Aktien kommt nicht über Nacht. Wir erwarten, dass dieser Umschichtungsprozess langsam, aber stetig verlaufen wird. Zu den großen Profiteuren dürften defensive Qualitätsaktien zählen; sie sind aus Investorensicht am ehesten als Anleiheersatz geeignet. Die Zeit des billigen Geldes ist noch lange nicht vorbei, wie das Beispiel der japanischen Notenbank zeigt. Die Asiaten haben im ersten Quartal ihre Geldpolitik erneut kräftig gelockert. EZB und US-Fed ziehen womöglich nach. Sie werden das Zinsniveau noch Jahre künstlich drücken. Weltweit liefern sich Investoren deshalb einen Wettlauf um die letzten, vermeintlich attraktiven Anleihen. Alles, was einen Kupon hat und noch ein bisschen Rendite bringt, wird gekauft, weil das bisschen von heute in wenigen Tagen möglicherweise traumhaft hoch erscheinen könnte. Doch der Zins wird nicht ausreichen, um in den kommenden Jahren die Inflation auszugleichen. Die Berg- und Talfahrt an den Börsen hat die Abneigung gegenüber Aktien zementiert. Gerade den Deutschen scheint die Vorliebe für verzinsliche Anlagen, für Staatsanleihen, Sparbücher oder Festgeldkonten in den Genen zu liegen. Die Berg- und Talfahrt an den Börsen mit insgesamt vier Crashs in gerade einmal 15 Jahren hat die Abneigung gegenüber Aktien zementiert. Diese werden zuallererst als Spekulationsobjekt betrachtet und nicht als Form langfristiger Geldanlage. Gewinne werden viel zu schnell realisiert, Verluste dagegen laufengelassen. In vielen Depots liegen deshalb noch immer Aktien, die einst sehr beliebt waren, den Anlegern zuletzt aber vor allem eines gebracht haben: Verluste. Anteile an Banken, Telekomgesellschaften, Versorgern oder Solarunternehmen. Erstklassige Konsumwerte dagegen sind nur selten finden. Womöglich hängt das damit zusammen, dass es sich hierbei meist um US-Konzerne handelt, die wegen des Währungsrisikos zu riskant erscheinen. Das ist ärgerlich, denn im derzeitigen Niedrigzinsumfeld bieten dividendenstarke Aktien erstklassiger Unternehmen gegenüber vergleichbaren Anleihen gleich zwei Vorteile: höhere laufende Erträge und einen wirksamen Schutz vor einem möglichen Vertrauensverlust in den Wert des Geldes. Zudem schwanken die Kurse von Qualitätsaktien weit weniger als der Gesamtmarkt. Grafik 3 verdeutlicht die Attraktivität der Qualitätsaktien in einer Rendite-/Risikobetrachtung. Zugrunde liegt ein Korb aus 30 global aufgestellten, erstklassigen Unternehmen aus sechs verschiedenen Branchen mit einem Schwerpunkt auf Konsumgütern, Pharmazie und Technologie. Wir gehen davon aus, dass sich die Aktienmärkte auch in den kommenden Monaten positiv entwickeln werden. Eine höhere Rendite bei niedrigerem Risiko entspricht zwar nicht unbedingt der Theorie, ist aber durchaus erklärbar. Die Aktie eines ertragsstabilen Unternehmens ist weniger riskant als die eines sehr konjunkturanfälligen Konzerns. Wächst das erstklassige Unternehmen durch seine globale Präsenz und hervorragende Wettbewerbsposition stärker als die Wirtschaft, schlägt sich dies zusätzlich in einem höheren Ertragspotenzial nieder. Insofern verwundert es nicht, dass eine Aktie wie die des Schweizer Nahrungsmittelherstellers Nestlé, die in dem Korb enthalten ist, nicht nur weniger Risiko als die eines konjunkturanfälligen Stahlunternehmens aufweist, sondern auch langfristig deutlich besser abgeschnitten hat.

2 markterwartung Wir gehen davon aus, dass sich die Aktienmärkte auch in den kommenden Monaten positiv entwickeln werden. Der Druck auf die Investoren, ihre Anlagestrategie dem derzeitigen Niedrigzinsumfeld anzupassen, wächst und wächst. Die oft zitierte und viel beschworene große Rotation von Anleihen in Aktien kommt nicht über Nacht, sondern verläuft langsam und stetig. Sie wird vor allem solchen Aktien helfen, die wegen ihres defensiven Charakters am ehesten als geeigneter Ersatz für Anleihen betrachtet werden dividendenstarke Qualitätsaktien. Grafik 3 Rendite-/Risikoverhältnis Qualitätsaktienkorb mit hoher Rendite bei geringer Volatilität Historische Rendite p.a. 15,0% Qualitätsaktien 12,5% 10,0% S&P 500 Gold hat eine sehr attraktive Nebenbuhlerin im Kampf um die Gunst der Anleger bekommen die Aktie. 7,5% 5,0% DAX 12,0% 14,0% 16,0% 18,0% 20,0% 22,0% Gold dagegen verliert seit Herbst 2012 beständig an Wert. Irgendwie passt dieser Trend nicht so recht zur Geldpolitik der Notenbanken. Selbst am Tag, als die Bank von Japan der Welt die womöglich stärkste geldpolitische Lockerung aller Zeiten verkündete, fiel der Preis des Goldes zurück. Auch die zuletzt schwachen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt konnten die Investoren nicht dazu bewegen, ihre Goldbestände aufzustocken. In der Vergangenheit wurden schlechte Konjunkturdaten in den USA stets als Signal aufgefasst, dass die Fed noch sehr viel länger an ihrer laxen Geldpolitik festhalten würde, als bisher angenommen. Diesmal reagierte der Preis des Edelmetalls nicht. Mancher spricht bereits von einem Goldpreisrätsel. Aber wie lässt sich dieses Rätsel erklären? Grafik Rückgang in der spekulativen Investmentnachfrage (SPDR Gold ETF) Jährliche Volatilität Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Gold aus der Mode gekommen zu sein scheint. So ist es den Notenbanken gelungen, die Nervosität an den Finanzmärkten spürbar einzudämmen. Die Schutzfunktion von Gold ist derzeit kaum gefragt. Zudem hat das Edelmetall eine sehr attraktive Nebenbuhlerin im Kampf um die Gunst der Anleger bekommen die Aktie. Im Gegensatz zu Gold offeriert sie den Investoren Quelle: Thomson Reuters, Flossbach von Storch, Daten per 11. April 2013

3 einen laufenden Ertrag. Nicht zuletzt ist die Angst vor Inflation gesunken. Die Sparpolitik in der Eurozone und die inflationsdämpfenden Effekte eines schwachen Yen lassen auf absehbare Zeit keine erhöhten Inflationsgefahren erkennen. Selbst wenn sich das ändern sollte, wäre man in diesem Szenario mit Aktien gut bedient, da deren Inflationsschutz in Zeiten künstlich niedriger Nominalzinsen besonders stark zur Geltung kommt. Es ist gut möglich, dass die Geduld der Goldinvestoren noch eine Weile auf die Probe gestellt wird. Kurzfristig orientierte Investoren hat dies zuletzt dazu bewogen, sich von Teilen ihrer zumeist in ETFs gehaltenen Goldbestände zu trennen und ihre Gelder in Aktien umzuschichten. So verzeichnete alleine der SPDR Gold Trust seit Jahresbeginn Abflüsse von fast 150 Tonnen. Die Bestände dieses weltweit mit Abstand größten Gold-ETFs, der ca. 50 Prozent des Gold-ETF-Marktes repräsentiert, verringerten sich damit um mehr als 10 Prozent auf aktuell Tonnen. (vgl. Grafik 4 vorherige Seite) Presseraum Flossbach Multiple Opportunities hält sich oben Selten ist es einem Fondsmanager gegönnt, über längere Zeit ganz oben zu stehen. Rund zwei Jahre lang führte Bert Flossbach, Mitgründer der Kölner Vermögensverwaltung Flossbach von Storch und Fondsmanager des Mischfonds Multiple Opportunities, unsere Rangliste der Mischfonds mit der besten Wertentwicklung an. Seit einiger Zeit ist er etwas zurückgefallen und rangiert in unserer aktuellen Bestenliste auf dem 5. Platz. Das ist angesichts von mehr als 1900 Fonds, die das Fondsanalysehaus Lipper in dieser Kategorie führt, eine beachtliche Leistung. Wertentwicklung geht. Dafür hat er eine relativ geringe Standardabweichung der Anteilspreis der Fonds hat in den vergangenen drei Jahren relativ wenig um seinen Durchschnitt geschwankt. Das bedeutet, dass Anleger mit dem Fonds wenig Stress durch abrupte Preisausschläge nach oben oder nach unten erlitten. Nur um rund 8 Prozent schwankte der Flossbach-Fonds um seinen Mittelwert. Das ist für einen Mischfonds, der stark auf Aktien aktuell beträgt der Aktienanteil 72 Prozent ausgerichtet ist, recht wenig. Überhaupt stellt Flossbach die Krisenfestigkeit seines Portefeuilles in den Vordergrund, auch wenn das zu Lasten der Aus der faz vom 13. März 2013 Der Dreck wird fleißig unter den Teppich gekehrt Die Krise ist lange noch nicht ausgestanden. Die Probleme werden nur auf die Zukunft verlagert. Da sind sich Max Otte und Philipp Vorndran einig. Im Interview erklären die Geldexperten, warum sich viele Immobilienbesitzer wundern werden und warum man Aktien kaufen sollte. Philipp Vorndran: Einen Einbruch kann es immer geben. Niemand weiß, wann und woher der nächste Schwarze Schwan kommt. Aber danach geht es auch rasch wieder aufwärts es fehlen einfach die Alternativen in denen sie beruhigt und rentierlich ihr Geld parken können. Langfristig bekommen Sie mit Aktien die beste Rendite für s Geld. Bei Qualitätsaktien rechne ich mit sieben Prozent pro Jahr vier Prozent aus der Dividende und drei Prozent aus organischem Wachstum. In zwei, drei Jahren könnten wir vor der Frage stehen, ob wir verkaufen müssen. Das hängt zum großen Teil von der Bewertung ab, die die Investments dann aufweisen. Die Kunst für die Investoren, die frühzeitig die Attraktivität der Aktie erkannt haben, wird dann darin bestehen, nicht zu früh auszusteigen. Das ist eigentlich unsere größte Sorge. Interview mit Philipp Vorndran auf Handelsblatt.com am 12. Februar 2013

4 Gold wird wieder gefragt sein, wenn Investoren erkennen, dass die Geldflut der Notenbanken irreversibel ist. Es ist daher gut möglich, dass die Geduld der Goldinvestoren noch eine Weile auf die Probe gestellt wird und der Goldpreis erneut unter Druck gerät, bis die Spekulanten größtenteils aus dem Markt ausgestiegen sind. Langfristig sind die fundamentalen Faktoren, die für steigende Notierungen sprechen, aber intakt. Gold wird wieder gefragt sein, wenn Investoren erkennen, dass die Geldflut der Notenbanken irreversibel ist und das Vertrauen breiter Bevölkerungsschichten in ungedecktes Papiergeld zu erodieren beginnt. Es ist kein Zufall, dass der Goldpreis vor einigen Tagen ein neues Rekordhoch erreicht hat und zwar in dem Land, das die höchste Staatschuldenquote der Welt hat und sich nun anschickt, auch beim Gelddrucken Weltspitze zu werden Yen kostet die Feinunze Gold mittlerweile in Japan. Ein steigender Goldpreis ist das Resultat einer schwachen Währung und an denen dürfte künftig kein Mangel herrschen. Schwankungen müssen sie aushalten Deutschlands größter Geldmanager-Test zeigt: Die klügsten und besten sind oftmals kleine Spezialisten, die im Verborgenen wirken. Anders als viele Konkurrenten beherrscht Flossbach nicht nur die Aktienanalyse, sondern auch das Verteilen der Kundengelder auf Aktien, Rentenpapiere, Cash, Gold und Rohstoffe. Das ist die Königsdisziplin, denn sie entscheidet auf lange Sicht über die Wertentwicklung des Gesamtdepots weit mehr als die gute Auswahl der Einzeltitel, sagt Stegmüller. Derzeit empfiehlt Flossbach einem durchschnittlich risikotoleranten Anleger, sein Geld überwiegend in Aktien zu stecken; 10 bis 20 Prozent würde Flossbach in Gold anlegen, und zwar grundsätzlich physisch, den Rest in Cash. Attraktive Anleihen seien kaum noch zu finden, weder von Staaten noch von Unternehmen. Aus der Wirtschaftswoche vom 25. Februar 2013 Bald ein unbequemer Investor Das Fondshaus Flossbach von Storch will sich als Aktionär stärker einmischen und könnte damit das ein oder andere Unternehmen bald vor sich hertreiben. Bislang fielen die Kölner vor allem durch Beteiligungen an kleineren Firmen wie Drillisch und Freenet auf, doch das ist erst der Anfang, wie Gründer und Vorstand Bert Flossbach in einem Reuters-Interview ankündigte. Wir wollen uns auch bei Dax-Werten noch stärker engagieren. Und wir wollen als Investor aktiver werden, mehr Druck machen, hier und da auch mal strategische Änderungen anstoßen und in einen Dialog mit dem Vorstand treten. Nicht als Krawallmacher, aber als kritischer Aktionär. Als Beispiel nannte Flossbach den Autobauer Daimler. Da ist der Druck der Aktionäre noch nicht hoch genug. Mit der Formel 1 verbrennt man nur Geld, das kostet eine halbe Milliarde Euro im Jahr. Und warum kann man nicht offen über eine Trennung des Pkw- und des Lkw-Geschäfts diskutieren? Interview mit Dr. Bert Flossbach und der Nachrichtenagentur Reuters vom 28. Februar 2013 Sie haben Interesse an weiteren Presseartikeln von uns? Dann besuchen Sie doch unsere Internetseite unter:

5 RECHTLICHE HINWEISE Dieses Dokument dient unter anderem als Werbemitteilung. Mit diesem Dokument wird kein Angebot zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder sonstigen Titeln unterbreitet. Die enthaltenen Informationen und Einschätzungen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Die vollständigen Angaben des/der Fonds sind dem Verkaufsprospekt sowie der Satzung oder dem Verwaltungsreglement oder den Vertragsbedingungen, ergänzt durch den jeweiligen letzten geprüften Jahresbericht und den jeweiligen Halbjahresbericht, falls ein solcher jüngeren Datums als der letzte Jahresbericht vorliegt, zu entnehmen. Diese Unterlagen stellen die allein verbindliche Grundlage eines Kaufs dar. Die genannten Unterlagen sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen erhalten Sie kostenlos in deutscher Sprache bei der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft/Kapitalanlagegesellschaft oder Depotbank sowie bei der Flossbach von Storch AG (www.fvsag.com/de/investmentfonds) oder von den jeweiligen Vertretern in den Ländern, für die eine Vertriebszulassung vorliegt. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und zum Ausdruck gebrachten Meinungen geben die Einschätzungen der Flossbach von Storch AG zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern. Angaben zu in die Zukunft gerichteten Aussagen spiegeln die Ansicht und die Zukunftserwartung der Flossbach von Storch AG wider. Dennoch können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse erheblich von den Erwartungen abweichen. Alle Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch keine Gewähr und keine Haftung übernommen werden. Der Wert jedes Investments kann sinken oder steigen und Sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Geldbetrag zurück. Bei der Vermittlung von Fondsanteilen können die Flossbach von Storch AG und/oder deren Vertriebspartner Rückvergütungen aus Kosten erhalten, die von der Verwaltungsgesellschaft/ Kapitalanlagegesellschaft gemäß dem jeweiligen Verkaufsprospekt dem Fonds belastet werden. Die steuerliche Behandlung ist von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers abhängig und kann Änderungen unterworfen sein. Nähere steuerliche Informationen enthält der Verkaufsprospekt. Die ausgegebenen Anteile dieses Fonds dürfen nur in solchen Rechtsordnungen zum Kauf angeboten oder verkauft werden, in denen ein solches Angebot oder ein solcher Verkauf zulässig ist. So dürfen die Anteile dieses Fonds weder innerhalb der USA noch an oder für Rechnung von US-Staatsbürgern oder in den USA ansässigen US-Personen zum Kauf angeboten oder an diese verkauft werden. Dieses Dokument und die in ihm enthaltenen Informationen dürfen nicht in den USA verbreitet werden. Die Verbreitung und Veröffentlichung dieses Dokuments sowie das Angebot oder ein Verkauf der Anteile können auch in anderen Rechtsordnungen Beschränkungen unterworfen sein. Copyright Flossbach von Storch. IMPRESSUM Herausgeber Flossbach von Storch AG, Ottoplatz 1, Köln Telefon , Fax Redaktion Dr. Bert Flossbach, Philipp Vorndran, Karin Recht, Christian Panster Redaktionsschluss 12. April 2013 Vorstand Dr. Bert Flossbach, Kurt von Storch, Dirk von Velsen Umsatzsteuer-ID DE Handelsregister HRB (Amtsgericht Köln) Zuständige Aufsichtsbehörde Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Marie-Curie-Straße 24 28, Frankfurt Graurheindorfer Str. 108, Bonn Nachdrucke des Berichtes sowie öffentliches Zugänglichmachen insbesondere durch Aufnahme in fremde Internetauftritte und Vervielfältigungen auf Datenträger aller Art bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung durch die Flossbach von Storch AG. Design Heller & C GmbH, Druck Druckerei Kopp

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