Finanzierung der SBB Bahninfrastruktur 2013.

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1 Geldfluss_d_ pdf :13 Finanzierung der SBB Bahninfrastruktur Finanzierung der SBB Bahninfrastruktur Einnahmen Ordentliches Bundesbudget Fern-, Güter- und Regionalverkehr SBB Immobilien MwSt., Mineralölsteuer, LSVA Mineralölsteuer 26 Kantone SBB Infrastruktur: Betrieb + Unterhalt bestehendes Netz Die Mittel für Betrieb, Unterhalt, Erneuerungsund kleinere Erweiterungsinvestitionen kommen aus der mit dem Bund, Trassenerträgen und einer jährlichen Ausgleichszahlung von SBB Immobilien. Definiert für 4 Jahre die Ziele im Infrastrukturbereich und den jährlichen Bundesbeitrag. Trassenerträge Die Benutzer der SBB-Anlagen bezahlen einen vom Bund festgelegten Preis. Ausgleichszahlung Immobilien Vom Bund festgelegte Ausgleichszahlung an die Infrastruktur. CHF 2,85 Mrd. CHF 1,6 Mrd. CHF 1,1 Mrd. CHF 150 Mio. CHF 2,2 Mrd. CHF 1,6 Mrd. CHF 300 Mio. CHF 300 Mio. FinöV-Fonds CHF 31,5 Mrd. für die Laufzeit von circa 20 Jahren Infrafonds Anteil für öv-agglomerationsprojekte: CHF 3 Mrd. für die Laufzeit von 20 Jahren Beiträge Kantone CHF 300 Mio. pro Jahr Netzausbauten/ Sonderfinanzierung Diese Mittel fliessen in grosse Neubauprojekte, die den Rahmen der sprengen würden. Die Sonderfinanzierung setzt sich aus dem FinöV-Fonds, dem Infrastrukturfonds sowie aus Beiträgen Dritter, v.a. der Kantone, zusammen. Ausgaben Betrieb Die Ausgaben für den Betrieb umfassen einerseits die Betriebszentralen und Fernsteuerzentren, die Rangierbahnhöfe sowie die Energiebeschaffung. Andererseits gehören alle ungedeckten Kosten der Infrastruktur (inkl. Verwaltungskosten) dazu. CHF 950 Mio. CHF 600 Mio. CHF 1,1 Mrd. CHF 200 Mio. CHF 2,2 Mrd. Unterhalt Alle Instandhaltungsarbeiten für die Anlagen der SBB. Zum Beispiel Stopfen, Schleifen oder Schmieren der Weichen, Weichenzunge wechseln, Ersatz von Einzelteilen. Erneuerungsinvestitionen Zweck der Erneuerungsinvestitionen ist es, langfristig einen guten, sicheren und verlässlichen Anlagenzustand zu erhalten. Zum Beispiel Sanierung von Brücken und Tunneln, Oberbauerneuerungen, Ersatz von Stellwerken. Erweiterungsinvestitionen Die Erweiterungsinvestitionen beinhalten Projekte, welche die Kapazität des SBB-Netzes oder die Funktionalität erhöhen. Zum Beispiel Doppelspurinseln, neue Stationen, 2. Rheinbrücke in Grossprojekte, Lärmschutz NEAT, ZEB (Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur), Léman 2030, Anschlüsse ans europäische Hochgeschwindigkeitsverkehrsnetz (HGV-A), S-Bahnen. Beispiele für Finanzierung durch Infrafonds: Durchmesserlinie (DML), Cornavin Eaux-Vives Annemasse (CEVA), Ferrovia Mendrisio Varese (FMV), S-Bahn Zug, Prilly Malley. Beispiel: Stellwerk Beispiel: Weichenschmieren Beispiel: Weichenersatz Beispiel: Bau 3. Gleis Beispiel: Bau Gotthardbasistunnel März 2012

2 Finanzierung der SBB Bahninfrastruktur. So rollt der Franken bei der SBB Infrastruktur. Ausgabe April 2013

3 Finanzierung der SBB Bahninfrastruktur. Liebe Leserin, lieber Leser Die Schweiz verfügt über das weltweit am stärksten genutzte und belastete Schienennetz. Die Anzahl gefahrener Zugkilometer steigt stetig der öffentliche Verkehr boomt. Wir von der SBB Infrastruktur legen die Basis dafür. Auf unseren Bahnanlagen rollen täglich Züge durch die Schweiz, sicher und meist pünktlich. Dafür sind jedes Jahr Hunderte von Millionen Franken an Investitionen notwendig. Woher diese Mittel kommen und wofür sie ausgegeben werden, möchten wir Ihnen hier näherbringen. Auf der Vorderseite finden Sie eine Übersicht, die Erläuterungen dazu auf den Innenseiten. Der Erfolg des öffentlichen Verkehrs in den vergangenen Jahren freut uns sehr, stellt uns aber zugleich auch vor Herausforderungen. Der kontinuierliche Anstieg der Netzbelastung erhöht die Kosten für den Substanzerhalt, also für Unterhalts arbeiten und Erneuerungsinvestitionen. Schienen, Fahrleitungen und Sicherungsanlagen, aber auch Brücken und Tunnels sind einer immer grösseren Abnutzung ausgesetzt. Der Mehr verkehr führt zu einem schnelleren Verschleiss der Anlagen und ein rascherer Ersatz wird nötig. Allein können wir den erhöhten Mittelbedarf nicht tragen. Es sind alle Beteiligten gefordert: Die SBB, der Bund als Eigner und auch die Bahnbenutzer, also die Fahrgäste und die Versender von Gütern. Wir leisten unseren Beitrag, indem wir unsere Verwaltung so schlank wie möglich halten, Standards anpassen und Abläufe vereinfachen. Kurz: Indem wir effizienter werden und Business Exzellenz erreichen. Die Zukunft der Bahn ist es uns wert! SBB Wir bewegen die Schweiz. Gut aufgehoben. Gut ankommen. Philippe Gauderon Leiter SBB Infrastruktur Mitglied der Konzernleitung

4 Finanzierung der SBB Bahninfrastruktur die wichtigsten Begriffe. Grundlage für die Finanzierung der Bahninfrastruktur bildet die (LV) zwischen der SBB und dem Bund; sie stellt gewissermassen die finanzielle Grundversorgung sicher. Es gibt aber Projekte, die den vierjährigen Rahmen einer LV sprengen. Hier sind Spezialfinanzierungen nötig. Dies hat zu zwei unterschiedlichen Finanzierungsarten geführt. Finanzierung von Betrieb und Unterhalt. Betrieb, Unterhalt, Erneuerungen und kleine Erweiterun gen des bestehenden Netzes finanzieren die SBB und der Bund gemeinsam. Der Bund trägt seinen Anteil über die mehrjährige LV. Der andere Teil kommt von den Trassenerträgen, also vom Entgelt des Fern-, Güter- und Regionalverkehrs für die Benützung der Infrastruktur. Dazu kommen Ausgleichs zahlun gen von SBB Immobilien. (LV) In der legen der Bund als Eigentümer und die SBB zusammen die strategischen Ziele fest. Die LV definiert zudem, welche Leistungen die SBB erbringen muss und zu welchem Preis. Bund und SBB handeln den Zahlungsrahmen in der Regel für vier Jahre aus. Substanzerhalt: Unterhalt und Erneuerung Beim Substanzerhalt geht es darum, die Bahnanlagen in gutem Zustand zu halten. Dazu sind einerseits Unterhaltsarbeiten nötig, z. B. das Schmieren von Weichen, andererseits auch Erneuerungen, z. B. der Ersatz eines Stellwerks oder die Erneuerung eines Bahnabschnittes. Mineralöl steuern. Insgesamt stehen 31,5 Mrd. Franken zur Verfügung. Infrastrukturfonds Der Infrastrukturfonds finanziert seit 2008 Verkehrsprojekte, zum grösseren Teil Autobahnen mit 14 Mrd. Franken. Für den öffentlichen und privaten Verkehr in Agglomerationen stehen innert 20 Jahren 6 Mrd. Franken zur Ver fügung, davon rund 3 Mrd. Franken für Eisenbahninfrastrukturen. Kantonsbeiträge Auch Kantone leisten Beiträge an den öffentlichen Verkehr. Am gewichtigsten sind die Abgeltungen für den Regionalverkehr. Sie beteiligen sich aber auch an den Investitionen für die Infrastrukturen der Privatbah nen. In den letzten Jahren haben die Kantone zunehmend auch Beiträge an Infrastrukturausbauten der SBB geleistet, etwa für S Bahn-Vorhaben. Dazu kommt vermehrt die Vorfinanzierung von Investitionen, die eigentlich vom Bund be zahlt werden, für die aber noch keine Geldmittel zu Verfügung stehen. Finanzierung von Netzausbauten/Sonderfinanzierung. Grössere Projekte werden durch die öffentliche Hand finanziert. Zu diesem Zweck gibt es den FinöV-Fonds, den Infrastrukturfonds und die Beiträge der Kantone. FinöV-Fonds Der seit 1998 bestehende FinöV-Fonds sichert ausserhalb des ordentlichen Bundesbudgets die Finanzierung der Eisenbahngrossprojekte. Beim FinöV-Fonds steht das Fern verkehrsnetz im Zentrum. Er wurde für die Finanzierung der Neat, der Bahn 2000, der Hochgeschwindigkeitsanschlüsse und des Lärmschutzes geschaffen. Gespeist wird der FinöV-Fonds durch zweckgebundene Einnahmen aus der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA), einem Mehrwertsteuer-Promille und Finanzierung und Ausbau Bahninfrastruktur (FABI) Mit FABI stellen Parlament, Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Weichen für die Zukunft der Bahn. Mit seinem unbefristeten Bahninfrastrukturfonds (BIF) sichert FABI die Finanzierung langfristig: sowohl für den Betrieb und den Unterhalt, wie auch für den Ausbau. FABI erlaubt zudem mit seinem zeitlich etappierten Ausbauprogramm (STEP) eine flexiblere und besser finanzierbare Umsetzung der anstehenden Ausbauprojekte. Kurz, FABI stellt sicher, dass die Bahnen ihren Kundinnen und Kunden auch künftig ein leistungsfähiges, nachhaltig finanziertes Angebot bieten können.

5 Die SBB Infrastruktur auf einen Blick. Schienen, die allen dienen Die Schweiz verfügt über das weltweit am stärksten genutzte Schienennetz. Täglich sind rund Menschen mit der Bahn unterwegs, Tonnen werden auf den Schienen transportiert. Die SBB Infrastruktur stellt dafür die Signale auf grün: 9600 Mitarbeitende sind rund um die Uhr im Einsatz, damit Reisende und Güter sicher, pünktlich und bequem ihr Ziel erreichen. Die Mitarbeitenden von SBB Infrastruktur planen das Bahnnetz von morgen, projektieren Neubauten und Erweiterungen, unterhalten das Netz und sorgen dafür, dass die Züge sicher und pünktlich fahren. Heute treffen 9 von 10 Reisezügen mit weniger als 3 Minuten Abweichung vom Fahrplan im Bestimmungsbahnhof ein. Damit die Züge auch weiterhin pünktlich ankommen, setzt die SBB auf die Fernsteuerung aus regionalen Betriebszentralen. Bereits in Betrieb sind die Betriebszentralen in Lausanne und Zürich. Bis im Jahr 2015 kommen zwei weitere Betriebszentralen in Olten und Pollegio dazu dann werden alle Züge auf dem SBB Netz ferngesteuert. Mitarbeitende SBB Infrastruktur ìì9600 Mitarbeitende Anlagen ìì3138 km Schienennetz ìì808 Bahnhöfe ìì535 Stellwerke ìì6077 Brücken ìì308 Tunnel ìì Signale ì Weichen ìì6 eigene Wasserkraftwerke ìì7 Frequenzumformer ì 1854 km Hochspannungsleitungen 132 kv ìì2 GSM-R Zentralen ì 1800 Kilometer Übertragungsleitungen ìì3159 Gigawattstunden produzierte und bezogene Energie SBB AG Infrastruktur Kommunikation Brückfeldstrasse Bern 65, Schweiz

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