statistik.info 2012/14

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1 Kanton Zürich Statistisches Amt Josef Perrez Hohe finanzielle Stabilität trotz Finanzkrise Die Gemeindefinanzen im Kanton Zürich Ende 2011 Zusammenfassung Die Zürcher Gemeinden erzielten 2011 mehrheitlich positive Rechnungsabschlüsse. Das kumulierte Ergebnis der Laufenden Rechnungen stieg sogar leicht an. Auch die Selbstfinanzierung erhöhte sich. Die verfügbaren Mittel genügten aber nicht, um sämtliche Investitionen zu finanzieren. Viele Gemeinden mussten sich weiter verschulden. Die kumulierte Nettoschuld erhöhte sich von auf Franken pro Kopf. Im langjährigen Vergleich ist dies immer noch wenig. Zudem verfügen die Gemeinden über eben so viel Eigenkapital wie vor der Finanzkrise. Die finanzielle Belastung ist in den letzten drei en aber angestiegen. So hat die Zahl der im kritischen Bereich liegenden Kennzahlen zugenommen. Vor dem Hintergrund der sich abkühlenden Konjunktur muss mit einer weiteren Zunahme der Verschuldung gerechnet werden.

2 Franken Allgemeine Entwicklung Die Laufende Rechnung 1 der Zürcher Gemeinden hat sich 2011 leicht verbessert. Der kumulierte Saldo lag wie in allen en seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 im positiven Bereich. Die Verschuldung nahm zu, liegt im längerfristigen Vergleich aber immer noch tief. Grundsätzlich kann die finanzielle Situation der Gemeinden als sehr stabil bezeichnet werden. Der kumulierte Saldo der Laufenden Rechnung lag 2011 mit 57 Franken pro Kopf etwas über dem Durchschnitt der letzten 25 e (12 Franken pro Kopf, Grafik 1). Im internationalen Kontext wie auch im Vergleich mit der Entwicklung in der Schweiz nach der Rezession von 1991 (siehe Grafik 9) ist dies ein besonders positives Ergebnis. Der kumulierte Aufwand und Ertrag erhöhten sich stärker als das nominale Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz (um 4 versus 2 Prozent). Damit setzte sich ein seit 25 en anhaltender Trend anteilsmässig steigender Staatsaufwendungen auf kommunaler Ebene fort. Grafik 1: Saldo der Laufenden Rechnung und Selbstfinanzierung Durchschnitt der Zürcher Gemeinden, Selbstfinanzierung/Kopf Saldo/Kopf Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS Der Unterschied zwischen den Gemeinden mit sehr guten Rechnungsabschlüssen und solchen mit den höchsten Defiziten blieb 2010 unverändert. Entgegen der durchschnittlichen Entwicklung verschlechterten sich sowohl die neun am besten als auch die neun am schlechtesten positionierten Gemeinden das sind je fünf Prozent des Totals, und zwar etwa gleich stark. Das Defizit der am schlechtesten positionierten Gemeinden lag deutlich über dem Mittelwert der letzten 25 e, war aber immer noch klar unter dem nach der Rezession von 1991 erreichten Niveau. Die kumulierte Selbstfinanzierung verbesserte sich 2011 etwas. Sie lag aber immer noch leicht unter dem langjährigen Mittelwert von 880 Franken pro Kopf. In den 1990er-en war sie deutlich tiefer, im vergangenen zehnt deutlich höher. Die den Gemeinden im 1 Buchhalterische Fachbegriffe sind im Anhang ab Seite 17 definiert. 2

3 Franken Gesamten zugeflossenen finanziellen Mittel stiegen 2011 erheblich an, nachdem sie im Vorjahr überdurchschnittlich stark zurückgegangen waren. Dies spiegelt sich in der Entwicklung der Selbstfinanzierung wider. Das 2011 erreichte durchschnittliche Niveau ist unproblematisch, lässt den Gemeinden aber keinen grossen finanziellen Spielraum, wobei zwischen den einzelnen Gemeinden erhebliche Unterschiede bestehen. Grafik 2: Nettoinvestitionen und Nettoschuld Durchschnitt der Zürcher Gemeinden, Nettoschuld/Kopf Nettoinvestitionen/Kopf Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS Wie in den Vorjahren genügten auch 2011 die verfügbaren finanziellen Mittel nicht, um die Investitionsausgaben vollständig zu decken, obwohl diese weiter zurückgingen (Grafik 2). Die kumulierte Pro-Kopf-Nettoschuld stieg ähnlich stark an wie 2009 und 2010, wenn für technische Erhöhung von 2009 korrigiert wird. Diese ist auf buchhalterische Anpassungen zurückzuführen 2. Die Pro-Kopf-Nettoschuld liegt aber immer doch unter dem vor dem Wachstumseinbruch der 1990er e beobachteten Niveau. Im historischen Vergleich sind die meisten Zürcher Gemeinden immer noch schwach verschuldet. Im Durchschnitt der letzten 25 e betrug die Nettoschuld Franken pro Kopf. Das 2011 erreichte Niveau von 752 Franken entspricht gut 40 Prozent davon. Die Vermögenssituation der Gemeinden kann daher immer noch als robust bezeichnet werden wenn auch nicht mehr als so exzellent wie Die Entwicklung weiterer Kennzahlen Leicht höhere Zinsbelastung Der durchschnittliche Zinsbelastungsanteil der Zürcher Gemeinden stieg 2011 gegenüber dem Vorjahr leicht an (Grafik 3). Er ist aber immer noch negativ und damit auf einem im 2 Die Stadt Zürich hat 2009 ihre Wohnsiedlungen und die gemeinnützigen Baurechte vom Finanz- in das Verwaltungsvermögen umgebucht. Dadurch erhöhte sich die Nettoschuld um 850 Mio. Franken. Die gestrichelte Linie in Grafik 2 zeigt, wie die Verschuldung ohne diese Umbuchung angestiegen wäre. 3

4 Prozent langjährigen Vergleich ausgesprochen tiefen Niveau. Ein negativer Zinsbelastungsanteil bedeutet, dass der Zinsertrag des eigenen Vermögens höher ist als der Zinsaufwand für das Fremdkapital. Die Aufwärts-Bewegung in den letzten beiden en ist auf die leicht angestiegene durchschnittliche Verschuldung der Gemeinden zurückzuführen. Die Zinsen gingen weiter zurück. Im Kanton Zürich gibt es keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte für die Finanzkennzahlen. Die Konferenz der kantonalen Aufsichtsstellen über die Gemeindefinanzen definiert aber Richtwerte, an denen sich die vorliegende Analyse orientiert 3. Die Richtwerte zeigen an, in welchem Bereich die Kennzahlen auf eine problematische Lage der Gemeindefinanzen hindeuten. So wird ein Zinsbelastungsanteil von über 5 Prozent als hoch eingestuft. Grafik 3: Zinsbelastungsanteil Durchschnitt aller Zürcher Gemeinden sowie Durchschnitt derjenigen fünf Prozent der Gemeinden mit dem höchsten und derjenigen fünf Prozent mit dem tiefsten Anteil, Durchschnitt 5% Schlechteste Durchschnitt Kanton Durchschnitt 5% Beste Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS Selbst der Zinsbelastungsanteil der 5 Prozent am schlechtesten positionieren Gemeinden betrug 2011 weniger als 5 Prozent. Er hat sich wieder etwas reduziert. In den letzten 25 en wurde nie ein tieferer Wert erreicht. Bei den 5 Prozent am besten positionierten Gemeinden erhöhte sich der Zinsbelastungsanteil Die Differenz zwischen den beiden Gruppen hat sich somit reduziert. Die gute Lage der Zürcher Gemeinden hinsichtlich Zinsbelastung ist insofern zu relativieren, als sich die Zinssätze seit einigen en auf einem ausserordentlich tiefen Niveau bewegen und 2011 noch einmal leicht nachgaben. Das makroökonomische Umfeld ist für die Schuldner daher sehr günstig. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind der Grund für diese Situation. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor auf die Finanzierungskosten ist die Höhe der Nettoschulden. Auch diese waren 2011 im langfristigen Kontext betrachtet tief (Grafik 2). 3 Siehe: Konferenz der kantonalen Aufsichtsstellen über die Gemeindefinanzen, Info-Bulletin Nr. 16, 14. November

5 Prozent Unveränderter Selbstfinanzierungsanteil Der durchschnittliche Selbstfinanzierungsanteil der Zürcher Gemeinden blieb 2011 unverändert auf einem Niveau, das knapp unter dem empfohlenen Richtwert von 10 Prozent liegt (Grafik 4). Dies ist auch verglichen mit dem Durchschnitt der letzten 25 e tief. Sowohl bei den sehr gut als auch bei den sehr schlecht positionierten Gemeinden ging der Selbstfinanzierungsanteil zurück. In der zweiten Gruppe hat er einen im langjährigen Vergleich ausgesprochen tiefen Wert erreicht. Diese Gemeinden verfügen über zu wenig finanzielle Mittel, um ihre Ausgaben zu decken. Grafik 4: Selbstfinanzierungsanteil Durchschnitt aller Zürcher Gemeinden sowie Durchschnitt derjenigen fünf Prozent der Gemeinden mit dem höchsten und derjenigen fünf Prozent mit dem tiefsten Antil, Durchschnitt 5% Beste Durchschnitt Kanton Durchschnitt 5% Schlechteste Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS Etwas höherer Selbstfinanzierungsgrad Der durchschnittliche Selbstfinanzierungsgrad der Zürcher Gemeinden erhöhte sich 2011 leicht und liegt nun etwas über dem Richtwert von 70 Prozent (Grafik 5) 4. Er liegt aber immer noch unter dem Durchschnitt der letzten 25 e von 110 Prozent. Der jüngste Anstieg ist auf die Entwicklung in der Stadt Zürich zurückzuführen, deren Selbstfinanzierungsgrad deutlich angestiegen ist und nun klar über der 70-Prozent-Marke liegt. Dadurch hat sich die Entwicklung in Zürich und im restlichen Kanton angenähert. 4 Beim Selbstfinanzierungsgrad sind Extremwerte oft nicht aussagekräftig. Darum wurde die Entwicklung der Durchschnitte der fünf Prozent höchsten und der fünf Prozent tiefsten Werte in Grafik 6 nicht eingetragen. 5

6 Prozent Grafik 5: Selbstfinanzierungsgrad Durchschnitt aller Zürcher Gemeinden, Kanton ohne Stadt Zürich Durchschnitt Kanton Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS Investitionsanteil bleibt tief Der durchschnittliche Investitionsanteil der Zürcher Gemeinden ging 2011 marginal zurück (Grafik 6). Er bewegt sich seit en auf einem tiefen Niveau. Der seit 1986 beobachtbare rückläufige Trend beim Investitionsanteil impliziert allerdings nicht, dass die Pro-Kopf- Investitionen abnahmen, sondern lediglich, dass sie sich schwächer entwickelten als die alle Pro-Kopf-Ausgaben zusammen. Wie Grafik 2 illustriert, stiegen auch die Investitionen an. Trotzdem stellt sich die Frage, ob in einzelnen Gemeinden ein finanzieller Druck besteht, Investitionen hinauszuschieben. Der Investitionsanteil ging aber vor allem bei den gut positionierten Gemeinden zurück. In diesen Gemeinden wird dennoch weiterhin rege investiert. Für den Investitionsanteil gibt es keinen Richtwert, denn seine optimale Höhe hängt u.a. auch von den Bedürfnissen der Bevölkerung ab. Wichtig ist aus finanzieller Sicht, dass sich eine Gemeinde wegen ihrer Investitionen nicht übermässig verschuldet. Dies wird mit dem Bruttoverschuldungsanteil gemessen. 6

7 Prozent Grafik 6: Investitionsanteil Durchschnitt aller Zürcher Gemeinden sowie Durchschnitt derjenigen fünf Prozent der Gemeinden mit dem höchsten und derjenigen fünf Prozent mit dem tiefsten Anteil, Durchschnitt 5% Höchste Durchschnitt Kanton Durchschnitt 5% Tiefste Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS Bruttoverschuldungsanteil weiterhin sehr tief Der durchschnittliche Bruttoverschuldungsanteil der Zürcher Gemeinden blieb 2011 praktisch auf dem Vorjahresniveau (Grafik 7). Seit 1997 ist er tendenziell zurückgegangen und erreichte 2008 den tiefsten in den letzten 25 en beobachtete Wert. Der seither erfolgte Gegenanstieg ist bescheiden. Auch 2011 lag die Kennzahl noch weit unter dem empfohlenen Richtwert von 150 Prozent. Der Durchschnitt der neun höchsten Werte dieser Kennzahl erhöhte sich weiter und liegt nun knapp über 150 Prozent. Die am besten situierten Gemeinden haben unverändert einen Bruttoverschuldungsanteil von nahezu null Prozent. Wie die Grafik 2 bereits zeigte, hat sich die Verschuldungssituation der Zürcher Gemeinden zwischen Mitte der 1990er-e und 2007 kontinuierlich verbessert. Der in den letzten en beobachtete Anstieg des Bruttoverschuldungsanteils ist auf die seither etwas angestiegene Verschuldung zurückzuführen. Der Finanzertrag ging nicht zurück. Das im langjährigen Vergleich tiefe Niveau des Bruttoverschuldungsanteils impliziert, dass die Verschuldung für die Gemeinden auch vier e nach dem Ausbruch der Finanzkrise keine grosse Last darstellt. 7

8 Prozent Grafik 7: Bruttoverschuldungsanteil Durchschnitt aller Zürcher Gemeinden sowie Durchschnitt derjenigen fünf Prozent der Gemeinden mit dem höchsten und derjenigen fünf Prozent mit dem tiefsten Anteil, Durchschnitt 5% Schlechteste Durchschnitt Kanton Durchschnitt 5% Beste Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS Etwas mehr Finanzkennzahlen im kritischen Bereich Die finanzielle Situation einer Gemeinde kann mit fünf Kennzahlen zusammengefasst werden. Je mehr Richtwerte über- bzw. unterschritten werden, desto kritischer ist sie. Die Kennzahlen und ihre problematischen Wertebereich sind: Saldo der Laufenden Rechnung < 0 Zinsbelastungsanteil > 5 Prozent Selbstfinanzierungsanteil < 10 Prozent Selbstfinanzierungsgrad < 70 Prozent Bruttoverschuldungsanteil > 150 Prozent Grafik 8 klassifiziert die Zürcher Gemeinden nach der Zahl der Über- bzw. Unterschreitungen dieser Richtwerte im In 65 Gemeinden wurden alle Richtwerte eingehalten. In 40 Gemeinden wurde ein Richtwert über- bzw. unterschritten, in 26 Gemeinden waren es zwei Richtwerte und in 40 Gemeinden drei. In keiner Gemeinde lagen fünf Kennzahlen im kritischen Bereich. Wie die Karte veranschaulicht, sind alle vier Klassen von Gemeinden relativ gleichmässig über den Kanton verteilt. Tendenziell liegen im Osten des Kantons etwas mehr Kennzahlen im kritischen Bereich. Von eigentlichen Problemregionen kann aber nicht gesprochen werden. Sowohl in urbanen wie ländlichen Gebieten gib es Gemeinden, die sich in einer ausgezeichneten oder in einer weniger guten finanziellen Verfassung befinden. In den beiden grössten Gemeinden, den Städten Zürich und Winterthur, liegen allerdings zwei bzw. drei Kennzahlen im kritischen Bereich. Die am besten positionierten Gemeinden haben tendenziell eine höhere Steuerkraft. 8

9 Grafik 8: Finanzlage der Zürcher Gemeinden Gemeinden nach der Zahl der im kritischen Bereich liegenden Finanzkennzahlen, 2011 Zahl der Überbzw. Unterschreitungen Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS Gegenüber 2010 hat sich die Situation leicht verschlechtert. Damals gab es weniger Gemeinden mit drei Kennzahlen im kritischen Bereich, jedoch mehr mit zwei Kennzahlen (Tabelle 1). Gleichzeitig bliebt die Zahl er unproblematischen Gemeinden praktisch unverändert und die Durchschnittswerte der meisten Indikatoren haben sich ebenfalls nicht verschlechter, wie die vorangegangene Analyse gezeigt hat. Die Lagebeurteilung fällt somit weniger gut aus, wenn der Fokus auf die Gemeinen mit Kennzahlen im kritischen Bereich gerichtet wird, als wenn die durchschnittliche Entwicklung analysiert wird. 9

10 Tabelle 1: Kritische Finanzkennzahlen, 2010 und 2011 Gemeinden nach der Zahl nicht eingehaltener Richtwerte der folgenden fünf Finanzkennzahlen: Saldo Laufende Rechnung, Zinsbelastungsanteil, Selbstfinanzierungsanteil, Selbstfinanzierungsgrad, Bruttoverschuldungsgrad Anzahl Gemeinden mit vier Über- bzw. Unterschreitungen 0 0 mit drei Über- bzw. Unterschreitungen mit zwei Über- bzw. Unterschreitungen mit einer Über- bzw. Unterschreitungen ohne Über- bzw. Unterschreitung Datenquelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich, GEFIS Im langjährigen Vergleich ist die Situation Ende 2011 als mittelmässig zu beurteilen. Dies verdeutlicht Grafik 9, in der die Entwicklung in den letzten 25 en aufgezeigt wird. Zu diesem Zweck wurde der Indikator Belastung Gemeindefinanzen konstruiert, der die Lage in jedem zusammenfasst. Er berechnet sich, indem die Zahl der nicht eingehaltenen Richtwerte aller Gemeinden zusammengezählt und in Prozent aller möglicher Über- bzw. Unterschreitungen ausgedrückt wird. Im Durchschnitt aller Gemeinden wurden Prozent der Richtwerte nicht eingehalten. Dies entspricht ziemlich genau dem Mittelwert der letzten 25 e. In den en nach der Finanzkrise von 2007 war die Belastung der Gemeinefinanzen angestiegen. Die 2010 wieder einsetzende Wachstumstendenz hat sich noch nicht auf den Indikator ausgewirkt. Mitte der 2000er-e war die Lage aber noch ungünstiger, nachdem sie sich kurz davor deutlich verbessert hatte. In den en vor der Rezession von 1991 war die Situation nochmals besser. Vergleicht man das 2011 mit dieser Periode, wird erkennbar, dass sich heute mehr Gemeinden in einer weniger soliden finanziellen Verfassung befinden als damals. 10

11 Prozent Grafik 9 Entwicklung der Zürcher Gemeindefinanzen Zahl der im kritischen Bereich liegenden Finanzkennzahlen aller Zürcher Gemeinden in Prozent aller Finanzkennzahlen, Wirtschaftswachstum zum Vergleich, Belastung Gemeindefinanzen Wachstum reales BIP Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS und BfS Hohe finanzielle Stabilität auf kommunaler Ebene Die Möglichkeiten einer Gemeinde, einen ausserordentlichen Einbruch des Ertrags oder eine Steigerung des Aufwands zu bewältigen, ohne ihre Leistungen zu kürzen, hängen vom Zustand ihrer Bilanz ab. Je höher das verfügbare Eigenkapital ist und je weniger Schulden sich angehäuft haben, desto stabiler sind die Gemeindefinanzen. Finanzielle Stabilität kann daher als Polster oder Robustheit im Hinblick auf zukünftige Krisen verstanden werden. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Unsicherheiten hinsichtlich der schweizerischen und vor allem der internationalen Wirtschaftsaussichten, ist eine Beurteilung der finanziellen Stabilität von besonderem Interesse. Die folgende Beurteilung der finanziellen Stabilität stützt sich auf eine Analyse der drei buchhalterischen Positionen Nettoschuld Bruttoschuld Eigenkapital Für jede Position werden mehrere Definitionen berücksichtigt. Daraus ergibt sich ein breit abgestütztes Gesamtbild über die Möglichkeit der Gemeinden, künftige finanzielle Belastungen zu bewältigen. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Verschuldung oder das Eigenkapital stärker zu gewichten sind. Aus ökonomischer Sicht ergänzen sich die beiden Positionen, sind aber bis zu einem gewisse Grad auch substituierbar 5. Hat eine Gemeinde ein riesiges Polster an Eigenkapital und praktisch keine Schulden, fällt es ihr leicht, sich zusätzlich zu verschulden. Als Gegenextrem kann eine übermässige Verschuldung für eine Gemeinde zu einem Problem werden, besonders in dem Moment, wo das Eigenkapital zur Deckung früherer Defizite 5 Ein angemessenes Verhältnis im Sinn einer Leverage Ratio ist daher anzustreben. 11

12 Franken und Index aufgebraucht wurde. Weist eine Gemeinde einen Bilanzfehlbetrag aus, so hat dies aber nicht die gleichen Konsequenzen wie in einem Unternehmen, denn eine Gemeinde muss ihre Existenz im Konkursfall nicht aufgeben. Eine Unterkapitalisierung hat bei öffentlichen Institutionen also weniger schwerwiegende Konsequenzen als bei privatrechtlichen Organisationen. Dies ist ein Argument dafür, bei der Beurteilung der finanziellen Stabilität der Verschuldung mehr Gewicht zu geben. Schulden müssen in jedem Fall bedient werden, und eine übermässige Verschuldung kann in einen Teufelskreis führen, aus dem eine Gemeinde alleine schwerlich wieder hinausfindet. Vergleicht man die Netto- und die Bruttoschuld als Indikator, so hat die Nettoschuld den Vorteil, dass sie die eigentliche Vermögenssituation einer Gemeinde ausdrückt, aber die Nachteile dass sie (1) von der buchhalterischen Abgrenzung zwischen dem Verwaltung- und Finanzvermögen tangiert wird 6 und (2) unterschiedliche Laufzeiten auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz nicht berücksichtigt. Wie auf Seite 3 bereits erwähnt, hat sich die kumulierte Pro-Kopf-Nettoschuld der Zürcher Gemeinden seit 2007 erhöht. Das aktuelle Niveau liegt aber immer noch klar unter dem tiefsten, das vor der Rezession von 1991 erreicht wurde. Dies deutet auf eine hohe, im langjährigen Vergleich überdurchschnittliche finanzielle Stabilität auf kommunaler Ebene im Kanton Zürich hin. Noch etwas besser fällt die Beurteilung aus, wenn die Nettoschuld zum Bruttoinlandprodukt (BIP) in Beziehung gesetzt wird (blaue Linie in der Grafik 10). Dieser Indikator berücksichtigt, dass die Menge an produzierten Gütern und Dienstleistungen in den letzten 25 en zugenommen hat. Geht man davon aus, dass der Staat an dieser Entwicklung teil hat und seine Leistungen nicht stagnieren, muss das Wirtschaftswachstum bei der Verschuldung berücksichtigt werden 7. Auch in dieser Sichtweise erweist sich die Nettoverschuldung der Zürcher Gemeinen als moderat, vor allem im historischen Vergleich mit der Situation Ende der 1980er-e vor dem Ausbruch der Rezession und der folgenden mehrjährigen wirtschaftlichen Stagnation in den 1990er-en. Grafik 10: Indikatoren für die Nettoschuld Nettoschuld pro Kopf und Index, , Index = (Nettoschuld / Bruttoinlandprodukt der Schweiz) Nettoschuld/Kopf Nettoschuld / BIP Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS und BfS 6 Siehe Fussnote 2. Für diesen Effekt wurde in der Grafik 10 korrigiert. 7 Auf einem stationären Wachstumspfad, bzw. im Steady State einer dynamischen Wirtschaftsregion sind die Verhältnisse Schulden / BIP und Eigenkapital / BIP konstant. 12

13 Franken, Index und Prozent Die Entwicklung der kumulierten Bruttoschuld der Gemeinden unterscheidet sich stark, je nachdem, ob sie zur Gemeindegrösse oder dem Bruttoinlandprodukt in Beziehung gesetzt wird (Grafik 11). Dies liegt darin begründet, dass die Bruttoschuld weit über Null liegt und sich das nominelle Bruttoinlandprodukt in den letzten 25 en mehr als verdoppelt hat. Noch etwas markanter ist der Unterschied, wenn die Bruttoschuld durch den Finanzertrag dividiert, also der Bruttoverschuldungsanteil als Indikator verwendet wird. Dieser hat sich in den letzten 25 en beinahe halbiert (siehe Grafik 7). Die Bruttoschuld hat sich seit dem Ausbruch der Finanzkrise von 2007 erhöht, unabhängig davon, welcher der drei Indikatoren verwendet wird. Vergleicht man sie aber mit der Situation Ende der 1980er-e, treten deutliche Unterschiede zutage. Die Pro-Kopf- Verschuldung ist seither klar angestiegen. Im Verhältnis zum nominellen Bruttoinlandprodukt hat die Bruttoschuld aber abgenommen. Berücksichtigt man also die in der Schweiz erbrachte Wirtschaftsleistung, sind die Gemeinden heute weniger hoch verschuldet als vor 25 en. Diese Beurteilung wird durch die Entwicklung des Bruttoverschuldungsgrads untermauert. Er bewegt sich in den letzten en auf einem historisch tiefen Niveau. Auch hinsichtlich ihrer Bruttoverschuldung kann den Zürcher Gemeinden also eine hohe finanzielle Stabilität attestiert werden. Die Verschuldung liegt unter dem Mittelwert der letzten 25 e, unabhängig davon, welcher Indikator verwendet wird. Auch im Vergleich zur Situation Ende der 1980er-e stehen die Gemeinden heute gut da, wenn alle drei Indikatoren gleich stark gewichtet werden. Grafik 11: Indikatoren für die Bruttoschuld Bruttoschuld pro Kopf und Indices, , Index für Bruttoschuld / BIP = (Bruttoschuld / BIP), Index für den Bruttoverschuldungsanteil = 50 Bruttoverschuldungsanteil Bruttoschuld/Kopf Bruttoschuld/BIP Bruttoverschuldungsanteil Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS und BfS Das Eigenkapital der Zürcher Gemeinden ist über die vergangenen 25 e angestiegen (Grafik 12). Die Finanzkrise von 2007 führte nicht zu einem Einbruch wie die Rezession von Die Zunahme wurde aber gebremst. Das Verhältnis zum weiterhin wachsenden Finanzertrag verschlechterte sich leicht was insofern unproblematisch ist, als die Zunahme 13

14 Franken und Indices des Finanzertrags für die Gemeindefinanzen positiv zu werten ist. Im langjährigen Vergleich verfügen die Gemeinden heute im Durchschnitt über ein Eigenkapital-Polster, das so hoch ist wie nur selten in den vergangenen 25 en, unabhängig davon, welchen Indikator verwendet wird. Die Höhe der Eigenmittel ist aber je nach Indikator unterschiedlich zu beurteilen. Im Verhältnis zur Gemeindegrösse ist das Eigenkapital markant angestiegen. Im Verhältnis zum BIP fällt die Zunahme aber viel bescheidener aus und im Verhältnis zum Finanzertrag ist gegenüber 1989 keine Zunahme zu verzeichnen. Werden alle drei Indikatoren gleich gewichtet, ist die finanzielle Stabilität heute zwar etwas höher als vor der Rezession von 1991, aber deutlich tiefer, als dies die Entwicklung des Pro-Kopf-Eigenkapitals suggeriert. Grafik 12: Indikatoren für das Eigenkapital Eigenkapital pro Kopf und Indices, , Index für Eigenkapital / BIP = (Eigenkapital / BIP), Index für Eigenkapital / Finanzertrag = (Eigenkapital / Finanzertrag) Eigenkapital/Kopf Eigenkapital/BIP Eigenkapital/Finanzertrag Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS und BfS In einer Gesamtbeurteilung basierend auf der Entwicklung der acht analysierten Indikatoren kann den Zürcher Gemeinden insgesamt eine hohe finanzielle Stabilität attestiert werden. Diese Beurteilung beruht wesentlich auf der Analyse der Entwicklung über die letzten 25 e und auf einem Vergleich mit der Situation vor der Rezession von Diesbezüglich stehen die Gemeinden heute nicht schlechter, wahrscheinlich sogar besser da. Aber auch seit der Finanzkrise von 2007 und der darauf folgenden Rezession haben sie im Durchschnitt erstaunlich wenig an Stabilität eingebüsst. Die im langjährigen Vergleich gute Ausstattung mit Eigenkapital blieb erhalten. Die Verschuldung ist dagegen leicht angestiegen. Die Zinsrisiken haben weiter zugenommen Mit der Verschuldung haben sich auch die Zinsrisiken erhöht. Wie Grafik 13 illustriert, ist ab Mitte der 1990er-e ein gleichgerichteter Trend bei der Entwicklung der Pro-Kopf- Verschuldung und der Obligationenrendite zu beobachtet, der bis 2005 anhielt. Die Zinsbelastung der Gemeinden hat sich in dieser Periode aufgrund von zwei sich gegenseitig verstärkenden Effekten reduziert. Zum einen ging die durchschnittliche Schuldenlast zurück. Zum anderen musste dafür laufend weniger Zins bezahlt werden. Seit 2007 steigt die Ver- 14

15 Prozent Franken schuldung nun wieder an. Da sie historisch gesehen immer noch tief ist und die Zinssätze weiter zurückgingen, hat dies kaum zu einer Erhöhung des Zinsaufwands geführt. Das Potential weiterer Zinsreduktionen ist aber weitgehend ausgeschöpft 8. Die Zinssätze können sich mittelfristig nur nach oben bewegen. Steigen die Schulden weiter an, wird dies zu einer gleichgerichteten Entwicklung bei der Verschuldung und den Zinssätze führen. Die Zinsbelastung der Gemeinden könnte in einem solchen Szenario infolge der zwei nun negativen, sich gegenseitig verstärkenden Effekte rasch ansteigen. Ein solches Szenario ist umso wahrscheinlicher, je stärker sich die internationale Konjunkturschwäche auf die schweizerische Volkswirtshaft überträgt und sich die Gemeinden verschulden müssen, um ihre Aufwendungen zu finanzieren. Grafik 13: Verschuldung und mittelfristiger Zinssatz Durchschnittliche Bruttoschuld der Zürcher Gemeinden und Rendite der zehnjährigen Bundesobligationen, Bruttoschuld/Kopf Obligationenrendite Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Datenquelle: GEFIS, Schweizerische Nationalbank Vor diesem Hintergrund ist die hohe finanzielle Stabilität der Gemeinden besonders positiv zu werten. Denn es kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich das wirtschaftliche Umfeld und die Finanzierungskonditionen in den kommenden en ebenso positiv entwickeln werden wie in den vergangenen fünfzehn en. Ihre finanziellen Reserven ermöglichen den Gemeinden, eine Wirtschaftskrise zu bewältigen, ohne ihre Leistungen wesentlich abzubauen. Angesichts der aktuellen ökonomischen Unsicherheiten gilt es, diese Stabilität möglichst zu bewahren. 8 Der 3-Monats-CHF-Libor betrug im November 2012 durchschnittlich 0.3 Prozent. 15

16 Anhang: Definition der wichtigsten Finanzkennzahlen Bruttoschuld Die Bruttoschuld besteht aus den kurz- und langfristigen Schulden plus den Verpflichtungen für Sonderrechnungen. Die Bruttoschuld verursacht Zinskosten, welche die Gemeinden als Aufwand belasten. Bruttoverschuldungsanteil Der Bruttoverschuldungsanteil ist ein Mass für die Verschuldungssituation einer Gemeinde. Die Bruttoschulden werden in Prozent des Finanzertrags ausgedrückt. Beim Finanzertrag handelt es sich um den um die durchlaufenden Beiträge, Entnahmen aus freiwilligen Spezialfinanzierungen und internen Verrechnungen verminderten Ertrag der Laufenden Rechnung. Damit eine Gemeinde langfristig in der Lage ist, ihre Schulden zu bedienen, sollten diese in einem vernünftigen Verhältnis zum Finanzertrag stehen. Ein Bruttoverschuldungsanteil von unter 50% gilt als sehr gut, Werte zwischen 50% und 100% als gut. Bei Überschreitung der 150%-Marke ist die Verschuldungssituation schlecht. Eigenkapital Das Eigenkapital ist neben dem Fremdkapital das verzinst werden muss eine der beiden Grundkategorien der Finanzierung einer Gemeinde. Das Eigenkapital erhöhte sich durch Überschüsse der Laufenden Rechnung. Es dient zur Verminderung oder Deckung künftiger Defizite und als Reserve für künftige Verpflichtungen. Investitionsanteil Der Investitionsanteil ist ein Mass für die Investitionstätigkeit. Die Bruttoinvestitionen werden in Prozent der konsolidierten Ausgaben ausgedrückt. Als Bruttoinvestitionen wird das Total der Investitionen in die staatliche Infrastruktur bezeichnet. Bei den konsolidierten Ausgaben handelt es sich im Wesentlichen um die für die Berechnung der Selbstfinanzierung relevanten Aufwände plus die Bruttoinvestitionen. Ein Investitionsanteil von über 20% deutet auf eine starke bis sehr starke Investitionstätigkeit hin. Werte zwischen 10% und 20% entsprechen einer mittleren Investitionstätigkeit. Liegt der Investitionsanteil unter 10%, wird nur wenig investiert. Laufende Rechnung Die Laufende Rechnung ist die buchhalterische Erfassung der Aufwände und Erträge einer Gemeinde. Über längere, mindestens einen Konjunkturzyklus umfassende Zeitspannen sollte die Laufende Rechnung ausgeglichen sein, d.h. ihr Saldo bei Null liegen. Nicht in der Laufenden Rechnung verbucht werden Ausgaben für und Einnahmen aus der Veräusserung von Investitionen. Nettoinvestitionen Überschuss der Investitionsausgaben über die Investitionseinnahmen. Diesen Überschuss müssen die Gemeinden aus eigenen oder fremden Mitteln finanzieren. Nettovermögen Finanzvermögen abzüglich des Fremdkapitals, der Verrechnungen und der Spezialfonds. Nettoschuld Nettovermögen multipliziert mit 1. Weist eine Gemeinde in negatives Nettovermögen aus weil z.b. das durch Bankkredite oder im Fall von grossen Gemeinden durch die Herausgabe von Obligationen aufgenommene Fremdkapital den Wert des Finanzvermögens übersteigt spricht man von Nettoverschuldung. 16

17 Selbstfinanzierung Der Selbstfinanzierungsanteil misst die selbst erwirtschafteten finanziellen Mittel, welche einer Gemeinde zur Verfügung stehen. Diese Mittel können für die Finanzierung von Investitionen oder für die Schuldenrückzahlung verwendet werden. Die Selbstfinanzierung berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Total der Erträge, die einen Zufluss von finanziellen Mitteln implizieren, und dem Total der Aufwände, welche einen Abfluss von finanziellen Mitteln (Cash) auslösen. Sie entspricht dem Cash Flow von privatwirtschaftlichen Unternehmen. Im Wesentlichen handelt es sich um den Saldo der Laufenden Rechnung vor der Verbuchung von Wertveränderungen wie z.b. der Abschreibungen. Selbstfinanzierungsanteil Der Selbstfinanzierungsanteil ist ein Mass für die Finanzkraft einer Gemeinde. Im Gegensatz zur Selbstfinanzierung hängt diese Finanzkennzahl nicht von der Gemeindegrösse ab. Der Selbstfinanzierungsanteil entspricht der Selbstfinanzierung in Prozent des Finanzertrags, d.h. des um die durchlaufenden Beiträge, Entnahmen aus freiwilligen Spezialfinanzierungen und internen Verrechnungen verminderten Ertrags der Laufenden Rechnung. Ein Selbstfinanzierungsanteil von über 20% entspricht einer guten, Werte zwischen 10% und 20% einer mittleren Finanzkraft. Wird die Grenze von 10% unterschritten, ist die Finanzkraft schwach. Selbstfinanzierungsgrad Der Selbstfinanzierungsgrad drückt aus, in welchem Ausmass die Investitionen einer Gemeinde finanziell verkraftet werden. Die Kennzahl berechnet sich als Prozentanteil der Selbstfinanzierung an den Nettoinvestitionen ohne Passivierungen. Übersteigen die Investitionen die finanziellen Möglichkeiten einer Gemeinde, muss sich diese zu stark verschulden. Ein Selbstfinanzierungsgrad zwischen 70% und 100% entspricht einer verantwortbaren Verschuldung. Liegt die Finanzkennzahl bei über 100%, können Schulden abgebaut werden. Werte, die unter der 70%-Grenze liegen, implizieren eine hohe Neuverschuldung, die in einer langfristigen Perspektive zu Problemen führt. Zinsbelastungsanteil Der Zinsbelastungsanteil ist eine Massgrösse für die Auswirkung der Verschuldung auf die Laufende Rechnung. Eine hohe Verschuldung impliziert einen hohen Zinsaufwand. Zur Berechnung des Zinsbelastungsanteils wird der Nettozinsaufwand in Prozent des Finanzertrags ausgedrückt. Der Nettozinsaufwand errechnet sich aus der Differenz zwischen Passivzinsen und Nettovermögenserträgen (Nettovermögensertrag = Vermögensertrag minus Vermögensaufwand). Ein Zinsbelastungsanteil von bis zu 2% entspricht einer geringen, Werte zwischen 2% und 5% entsprechen einer mittleren und Werte von über 5% einer zu hohen Verschuldung. 17

18 Das Statistische Amt des Kantons Zürich ist das Kompetenzzentrum für Datenanalyse der kantonalen Verwaltung. In unserer Online-Publikationsreihe «statistik.info» analysieren wir für ein breites interessiertes Publikum wesentliche soziale und wirtschaftliche Entwicklungen im Kanton und Wirtschaftsraum Zürich. Unser monatlicher Newsletter «NewsStat» informiert Sie über unsere Neuerscheinungen in der Reihe «statistik.info» sowie über die Neuigkeiten in unserem Webangebot. Fragen, Anregungen, Kritik? Verfasser: Dr. Josef Perrez Telefon: Statistisches Amt des Kantons Zürich Schöntalstrasse Zürich Telefon: Fax: Statistisches Amt des Kantons Zürich, Abdruck mit Quellenangabe erlaubt.

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