Pflichtenheft. Software Schule Schweiz. Updateprozess übers Internet. Autor: Stefan Clausen. Version 1.3

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1 Software Schule Schweiz Pflichtenheft Updateprozess übers Internet Abstract Es wird ein automatisches Update über das Internet für die Software Sunetplus erstellt. Das Update informiert den Benutzer über neue Informationen und auf Wunsch des Benutzers wird die neue Version von Sunetplus automatisch installiert. Autor: Stefan Clausen Version.3

2 Allgemeines. Sinn und Zweck....2 Leserkreis....3 Umfang und Anwendungsgebiet, Einsatzgebiet....4 Vorgesehene Erweiterungen Definitionen und Abkürzungen Allgemeine Beschreibung 4 2. Übersicht Updateprozess bisher Variante Bestellung CD Updateprozess bisher Variante manueller Download Updateprozess neu Abgrenzung des Umfelds Beziehungen zu anderen Systemen Systemanforderungen Zielsystem BBT Update Webservice Zielsystem BBT Update Client Entwicklungssystem Software Übersicht der Funktionen Benutzereigenschaften Allgemeine Einschränkungen Technische Anforderungen 3. Allgemeine Funktionen Installation Selbsttest / Funktionsnachweis System Setup Hilfesystem Systemstart und System-Shutdown Verhalten bei Power-Fail Sprachen Hosting BBT Update Webservice Detaillierte Funktionsbeschreibungen Systemmeldungen Externe Schnittstellen Benutzeroberfläche Softwareschnittstellen Kommunikationsschnittstellen Kontrollfunktionen 2 5. Traces Fehlerdokumentation Support und Service Allgemeine Angaben Administrative Unterstützung Testen der Applikation 23 Software Schule Schweiz Seite i

3 7. Teststrategien Reviews Modultests (Unit Tests) Integrationstests Systemtests Abnahmetests Lasttests Testwerkzeuge Akzeptanzkriterien Testumgebungen Testausführung Literaturverzeichnis 26 9 Versionsliste 27 Software Schule Schweiz Seite ii

4 Allgemeines. Sinn und Zweck.2 Leserkreis Zweck dieses Pflichtenhefts ist die Beschreibung der Anforderungen an den Updateprozess übers Internet sowohl aus Sicht des Kunden wie auch aus Sicht des internen Ablaufs zur Bereitstellung des Updates. Das Pflichtenheft beschreibt den gesamten Prozess des Updates von der Bereitstellung des Updates bis zur Installation beim Kunden. Das Pflichtenheft wird durch folgende Personen gelesen: Rolf Wenger Experte der Software Schule Schweiz für die Diplomarbeit Malte Bögershausen Betreuer der Diplomarbeit Sibylle Sager Projektleiterin Sunetplus Optional kann das Pflichtenheft durch folgende Personen gelesen werden: Christian Burgherr Software Architekt Sunetplus Robert Erni Auftraggeber Sunetplus.3 Umfang und Anwendungsgebiet, Einsatzgebiet Der Updateprozess über das Internet wird bei dem Produkt Sunetplus zum Einsatz kommen. Der Updateprozess ermöglicht es Unternehmen ihre Sunetplus Installation über das Internet zu aktualisieren. Um dies zu Software Schule Schweiz Seite

5 ermöglichen wird Sunetplus um die entsprechende Funktionalität erweitert. Es soll möglich sein, Testversionen zu installieren. Testversionen können durch neuere Produktivversionen ersetzen werden. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A..4 Vorgesehene Erweiterungen.5 Definitionen und Abkürzungen Der Updateprozess umfasst folgende Teilbereiche: Packetierung der neusten Version der Software. Bereitstellen der aktuellen Version auf einem Webserver. Herunterladen der aktuellen Version auf den Clientrechner. Installation der neuen Version auf dem Clientrechner. Der Updateprozess muss so gestaltet werden, dass er auch für andere Produkte anwendbar ist. Der neue Updateprozess soll zu einem späteren Zeitpunkt für eine Verteilung der aktuellen Version innerhalb von einer Unternehmung verwendet werden können. Die Benutzer dürfen somit die aktuelle Version erst installieren, nachdem sie vom Systemadministrator freigegeben wurde. Assekuranz siehe Versicherer Benutzer Unternehmen/Person welche Sunet4.0 / Sunetplus einsetzt Client Siehe Clientrechner Clientrechner Computer beim Unternehmen auf welchem Sunetplus installiert ist. Downgrade Als Downgrade wird der Wechsel von einer neueren Version auf eine ältere Version bezeichnet. Download Als Download wird das Herunterladen einer Datei von einem Client von BBT Software via Internet bezeichnet. Helpdesk Supportabteilung von BBT Software AG Software Schule Schweiz Seite 2

6 Installationsvorgang Als Installationsvorgang wird die Installation der neuen Version auf dem Clientrechner bezeichnet. Das Herunterladen der neuen Version wird nicht als Teil des Installationsvorgangs betrachtet. Leistungsfall Unfallmeldung oder Krankmeldung an den Versicherer Logdatei Datei in welche Fehler- und Statusmeldungen protokolliert werden. Performance Counter Werkzeug um Leistungsmessungen vorzunehmen. Power Fail Stromunterbruch im laufenden Betrieb. Update In diesem Zusammenhang ist die Aktualisierung der Version einer Software gemeint. Updateprozess Workflow, welcher die Bereitstellung einer neuen Version von Sunetplus umfasst. Release Manager Verantwortlicher bei BBT Software AG für die Bereitstellung neuer Softwareversionen Sunetplus Sunetplus ist eine Lösung für die Unfall- und Krankenadministration der Versicherungskunden. Sunet 4.0 Vorgänger Version von Sunetplus Trace Hilfsmittel zur Nachvollziehbarkeit was das Programm macht. Versicherer In diesem Zusammenhang eine Versicherung, welche Unfall- und Krankheitspolicen anbietet. Webserver Computer welcher über das Internet vom Unternehmen erreichbar sein muss. Workflow Definierter Ablauf von aufeinanderfolgenden Handlungen Software Schule Schweiz Seite 3

7 2 Allgemeine Beschreibung 2. Übersicht 2.. Updateprozess bisher Variante Bestellung CD Webseite Helpdesk CD Versand Benutzer Diese Variante des Updateprozesses ist in vier Teilschritte unterteilt.. Sunet 4.0 fragt den Benutzer regelmässig, ob nach neuen Updates gesucht werden soll und öffnet in dem Fall eine Webseite. 2. a) Der Benutzer füllt ein Bestellungsformular im Internet aus. b) Der Benutzer ruft den Helpdesk von BBT Software AG an und bestellt eine CD mit der aktuellen Version. 3. Der Helpdesk Mitarbeiter schickt die CD an den Benutzer. 4. Der Benutzer installiert die neue Version auf seinem Rechner. Software Schule Schweiz Seite 4

8 2..2 Updateprozess bisher Variante manueller Download 2..3 Updateprozess neu Diese Variante des Updateprozesses ist in vier Teilschritte unterteilt.. Sunet 4.0 fragt den Benutzer regelmässig, ob nach neuen Updates gesucht werden soll und öffnet in dem Fall eine Webseite. 2. Der Benutzer folgt dem Link auf das Download Formular und gibt die benötigten Angaben (Unternehmensname und Assekuranz/-en) ein. 3. Der Benutzer erhält eine mit einem Download-Link und lädt das Setup aus dem Internet auf seinen Computer herunter. 4. Der Benutzer installiert die neue Version auf seinem Rechner. Der neue Updateprozess informiert den Benutzer nur noch über Updates, wenn eine aktuellere Softwareversion vorhanden ist und bietet dem Benutzer einen direkten Download und Installation der aktuellen Softwareversion an. Software Schule Schweiz Seite 5

9 2..4 Abgrenzung des Umfelds Der neue Updateprozess ist in die zwei Bereiche Webserver und Clientrechner unterteilt. Der Webserver wird von BBT Software AG betrieben und gewartet. Es liegt in der Verantwortung von BBT Software AG, dass der Server die neuste Version von Sunetplus zur Verfügung stellt. Auf dem Clientrechner muss Sunetplus installiert sein, damit eine aktuelle Version installiert werden kann. In Sunetplus muss eine entsprechende Schnittstelle implementiert werden, damit mit dem Webserver kommuniziert werden kann. 2.2 Beziehungen zu anderen Systemen Webserver Systemgrenze BBT Update Webservice HTTPS Liest Versionen Schreibt ID Disk BBT Update Client Liest ID Registry Installiert Sunetplus Schreibt ID Clientrechner Sunetplus schreibt eine Identifikation in die Registry. Die Identifikation besteht aus dem Unternehmensnamen sowie den Policenangaben der Unternehmung. Diese Daten werden vom BBT Update Client an den BBT Update Webservice übermittelt. Der BBT Update Webservice speichert die Identifikation für periodische Listen an die Versicherer. Siehe Kapitel 3.2 Anforderungen A8 und A9. Software Schule Schweiz Seite 6

10 2.3 Systemanforderungen 2.3. Zielsystem BBT Update Webservice Voraussetzungen für BBT Update Webservice bei 0 gleichzeitigen Aktualisierungen und 00 Überprüfungen nach neuen Versionen innerhalb von einer Minute: Betriebssystem Microsoft Windows Server 2003 (32 Bit oder 64 Bit) Standard Edition Service Pack 2 Prozessor Intel 2.00 GHz RAM 2.00 Gigabyte Festplatte Gigabyte freier Speicher Netzwerk 3Mbit/s Zielsystem BBT Update Client Software Microsoft.NET Framework 3.5 Service Pack Microsoft Internet Information Services Zertifikat Es muss ein Zertifikat für HTTPS installiert sein. Siehe Kapitel 3.2 Anforderungen A2 und A2. Für den Clientrechner gelten dieselben minimalen Anforderungen, welche bereits für Sunetplus gültig sind. Im Einzelnen sind dies: Betriebssystem Microsoft Windows XP Service Pack 2 oder neuer (Microsoft.NET Framework 3.5 muss unterstützt sein) Microsoft Windows Vista (32 Bit oder 64 Bit) Prozessor Pentium GHz Prozessor RAM 52 Megabyte Festplatte 500 Megabyte freier Speicher Software Schule Schweiz Seite 7

11 2.3.3 Entwicklungssystem Eingabemedien Tastatur und Maus Software Microsoft.NET Framework 3.5 Service Pack Sunetplus Netzwerk ADSL 300Kbit/s. Als zusätzliche Anforderung ist für den neuen Updateprozess ein Internetanschluss notwendig. Der neue Updateprozess wird auf folgender Hardware entwickelt: Betriebssystem Microsoft Windows Vista (32 Bit) Business Edition Services Pack Prozessor Intel Core 2 Duo 2.5 GHz RAM 4.00 Gigabyte 2.4 Software Der neue Updateprozess muss mit Microsoft Visual Studio 2008 entwickelt werden. Als Entwicklungssprache wird Visual Basic 9.0 verwendet. Als weitere Software Tools stehen zur Verfügung: Sparx Enterprise Architect 7. Microsoft SQL Server 2005 / 2008 Microsoft Office Professional 2007 Microsoft Office Visio 2007 Subversion / Tortoise SVN.5 NUnit 2.4 Als Programmierrichtlinien gelten die BBT Software AG Coding Guidelines [9]. Software Schule Schweiz Seite 8

12 2.5 Übersicht der Funktionen In diesem Kapitel werden die grundlegenden Funktionen des Systems aufgelistet. Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Funktionen ist in Kapitel 3.2 enthalten. Der bisherige Updateprozess wird erweitert, so dass der Benutzer die aktuelle Version direkt von der Webseite beziehen kann. Nach dem vollständigen Herunterladen der aktuellen Version, wird diese direkt oder beim nächsten Start von Sunetplus installiert. Der bisherige Updateprozess kann von den Benutzern auch weiterhin in Anspruch genommen werden. Zudem ist es möglich, dass der bisherige Updateprozess mit dem neuen Prozess gemischt wird. So kann eine mittels CD installierte Version via Internet aktualisiert werden und anschliessend wieder durch eine CD aktualisiert werden. Auf einem Clientrechner können nicht mehrere unterschiedliche Sunetplus Versionen installiert sein. Der neue Updateprozess besteht aus vier Teilschritten.. Der Release Manager stellt die aktuelle Version auf dem Webserver zur Verfügung. 2. Sunetplus stellt eine Anfrage an den Webserver, ob eine neuere Version zur Verfügung steht und informiert den Benutzer. 3. Falls der Benutzer die aktuelle Version installieren möchte, wird diese vom Webserver heruntergeladen. 4. Nach erfolgreichem Runterladen der aktuellen Version wird der Benutzer informiert und die neue Version installiert. Software Schule Schweiz Seite 9

13 2.6 Benutzereigenschaften 2.7 Allgemeine Einschränkungen Sunetplus und damit der neue Updateprozess wird von einer Vielzahl unterschiedlicher Benutzergruppen verwendet. Der Einsatz von Sunetplus wird Unternehmen empfohlen, welche mehr als 5 Leistungsfälle pro Jahr an den Versicherer melden. Der Grossteil der Benutzer von Sunetplus sind also Gelegenheitsbenutzer, welche weniger als 00 Stunden pro Jahr mit dem System arbeiten. Erfahrungen bei der Markteinführung einer neuen Software haben gezeigt, dass vor allem im ersten Jahr mit häufigen Updates zu rechnen ist (ein bis zwei Updates pro Monat). Daher muss davon ausgegangen werden, dass bei fast jedem Systemstart des Benutzers eine neue Version zur Verfügung steht. Benutzer von Sunetplus sind im Normalfall MitarbeiterInnen der Personalabteilung, welche ein fachliches Verständnis vom Versicherungsgeschäft haben. Es ist jedoch davon auszugehen, dass ein Grossteil der Benutzer über kein entsprechendes technisches Wissen verfügt. Bei Grossfirmen wird die Aktualisierung von Software häufig durch den Informatikdienst vorgenommen. Bei diesen Benutzern kann von einem hohen technischen Wissen ausgegangen werden. Der neue Updateprozess muss folgende Rahmenbedingungen erfüllen: Der Updateprozess muss beim Client deaktivierbar sein. Insbesondere Grossfirmen haben eigene Updateprozesse wann Softwareversionen aktualisiert werden. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A8. Für den neuen Updateprozess kann von einer ADSL Verbindung 300 Kbit/s beim Benutzer ausgegangen werden. Der neue Updateprozess muss keine Datenbankaktualisierungen vornehmen. Die Datenbankaktualisierungen sind nicht Teil des Projekts. Die Aktualisierung der Datenbank wird beim ersten Start von Sunetplus durch Sunetplus vorgenommen. Der Updateprozess kann erst mit einer neuen Version von Sunetplus aktualisiert werden. Software Schule Schweiz Seite 0

14 3 Technische Anforderungen 3. Allgemeine Funktionen 3.. Installation Es sind zwei Installationen notwendig. BBT Update Webservice Die Installation von BBT Update Webservice wird durch den Systemadministrator vorgenommen. Um eine reibungslose Installation zu gewährleisten muss eine Installationsanleitung geschrieben werden. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A25. BBT Update Client 3..2 Selbsttest / Funktionsnachweis Der Installationsvorgang auf dem Clientrechner ist Teil des Projekts. Die Spezifikationen für den Installationsvorgang auf dem Client wird im Rahmen des Projekts erarbeitet. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A26. BBT Update Webservice Es ist Aufgabe des Betriebs den BBT Update Webservice zu überwachen und die Einhaltung der Betriebszeiten zu gewährleisten. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A4. BBT Update Client Der BBT Update Client überprüft beim Starten ob der BBT Update Webservice erreichbar ist. Falls eine Überprüfung der Version längere Zeit nicht möglich ist, wird dem Benutzer eine Warnung angezeigt. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A38. Software Schule Schweiz Seite

15 3..3 System Setup BBT Update Webservice Änderungen am BBT Update Webservice Setup sind ausschliesslich dem Systemadministrator des Servers vorbehalten. Änderungen am Setup dürfen nur in Absprache mit dem Release Manager vorgenommen werden. Bei einer Änderung des Setups ist ein Neustart des Webserver Service möglich. BBT Update Client Das BBT Update Client Setup kann durch den Systemadministrator des Unternehmens angepasst werden, damit die internen Sicherheitsrichtlinien der Unternehmung eingehalten werden können. Siehe Kapitel 3.2 Anforderungen A8 und A Hilfesystem BBT Update Webservice In der Installationsanleitung von BBT Update Webservice müssen alle relevanten Konfigurationsmöglichkeiten beschrieben sein. Dadurch ist keine spezifische Online Hilfe notwendig. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A25. BBT Update Client Wie in Kapitel 2.6 erwähnt muss zumindest bei der Markteinführung von häufigen Programmupdates ausgegangen werden. Dies bedeutet, dass für BBT Update Client eine Onlinehilfe erstellt werden muss. Siehe Anforderung Nummer A Systemstart und System-Shutdown BBT Update Webservice Vor dem ersten Start von BBT Update Webservice muss der Webservice konfiguriert werden. Der Webserver startet selbstständig bei einem Systemstart des Rechners. Wird der Rechner heruntergefahren beendet sich der Webserver selbständig. Software Schule Schweiz Seite 2

16 3..6 Verhalten bei Power-Fail 3..7 Sprachen BBT Update Client BBT Update Client überprüft beim Programmstart ob alle Daten vorhanden und korrekt sind. Bei Problemen wird versucht, die Software wieder in einen konsistenten Zustand zu bringen. Ist dies nicht möglich, muss der Benutzer informiert werden und das weitere Vorgehen dem Benutzer dargelegt werden. Ein System Shutdown während der Aktualisierung darf nicht zu einem inkonsistenten Softwarezustand führen. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A37. BBT Update Webservice Im Fall eines Power-Fails beim Webserver muss die Konfiguration von BBT Update Webservice erhalten bleiben. Alle weiteren Daten und Verbindungen dürfen verloren gehen. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A34. BBT Update Client 3..8 Hosting BBT Update Webservice Bei einem Power-Fail beim Clientrechner wird die Software auf den Stand vor dem versuchten Update zurückgesetzt. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A3. Das System muss in mehreren Sprachen angeboten werden. Siehe Kapitel 3.2 Anforderung A23. Die benötigte Bandbreite des Webservers lässt sich folgendermassen abschätzen: Eine neue Softwareversion von Sunetplus hat den Umfang von etwa 60 MB. Daraus ergibt sich, bei einer Bandbreite von 300Kbit/s beim Clientrechner eine Downloadzeit von ca. 28 Minuten. Um zehn parallele Downloads zu unterstützen muss der Server also über eine Bandbreite von 3Mbit/s verfügen, damit der Download pro Client nicht länger als eine halbe Stunde dauert. Die Überwachung des Webservers ist Aufgabe des Betreibers des Webservers. Software Schule Schweiz Seite 3

17 3.2 Detaillierte Funktionsbeschreibungen Nr. Anforderung A Das System muss dem Benutzer eine Meldung ausgeben, falls eine neuere Version verfügbar ist. Priorität Liegt die letzte Überprüfung auf eine neueren Version beim Programmstart länger als 24 Stunden zurück, überprüft das System, ob eine neue Version verfügbar ist. A2 Das System muss dem Benutzer die Möglichkeit bieten, die unter Anforderung A gewählte Version zu installieren. A3 Das System kann das Herunterladen der unter Anforderung A gewählten Version pausieren. 3 A4 Das System kann einen pausierten Download fortsetzen. 3 A5 Das System muss dem Benutzer vor dem Download die Release-Notes der neusten Version anzeigen. A6 Das System soll dem Benutzer vor dem Download alle Release-Notes zwischen der installierten und der neusten Version anzeigen. 2 Bemerkung Im Falle einer Umsetzung ersetzt diese Anforderung die Anforderung Nummer A5. A7 Das System muss den Benutzer bei einem Update darüber informieren, falls das Update eine Datenbankaktualisierung benötigt. Bemerkung Bei Mehrplatzinstallationen ist dies notwendig, da in solchen Fällen alle Installationen aktualisiert werden müssen, wenn ein Clientrechner aktualisiert wird. A8 Um eine Aktualisierung vorzunehmen muss eine von Sunetplus gelieferte ID übermittelt werden. Ausnahme: Falls Sunetplus (noch) keine ID liefern konnte, wird keine ID übermittelt. A9 Der Webserver muss die ID des Kunden speichern. Die ID des Kunden wird für periodische Kundenlisten an den Versicherer verwendet. Software Schule Schweiz Seite 4

18 A0 Das System soll es dem Benutzer ermöglichen eine Testversion zu installieren. 2 Bemerkung Testversionen dürfen nur installiert werden, wenn diese durch den Benutzer explizit verlangt werden. Der Benutzer kann eine Testversion durch das Setzen eines Konfigurationsparameters beziehen. A Das System soll es dem Benutzer ermöglichen, zwischen Test- und Produktivversionen zu wechseln. 2 Von einer Produktivversion kann auf eine neuere Testversion aktualisiert werden. Von einer Testversion kann ebenfalls wieder auf eine neuere Produktversion aktualisiert werden. Ein Downgrade wird nie unterstützt. Diese Anforderung setzt Anforderung A0 voraus. A2 Das System muss es mehreren Clients gleichzeitig ermöglichen die Software zu aktualisieren. Das System muss mindestens 0 gleichzeitige Aktualisierungen und 00 Überprüfungen nach neuen Versionen innerhalb von einer Minute unterstützen. A3 Der Installationsvorgang von Sunetplus ohne Download soll die Dauer von 5 Minuten nicht übersteigen. A4 BBT Update Webservice muss während 95% eines Kalenderjahres gerechnet an den Sunetplus Supportzeiten verfügbar sein. A5 Falls der Benutzer keine Installationsberechtigung besitzt, muss der Benutzer von BBT Update Client vor dem Download instruiert werden, dass das Update durch den Systemadministrator installiert werden muss. 2 Siehe auch Anforderung A2. Bemerkung BBT Update Client gibt dem Benutzer eine Meldung in Form eines modalen Dialogs aus, dass das Update durch den Systemadministrator installiert werden muss. Anforderung A5 wird nach Anforderung A7 durchgeführt. Software Schule Schweiz Seite 5

19 A6 BBT Update Client kann einem Benutzer mit eingeschränkten Berechtigungen auf dem Programmverzeichnis eine Aktualisierung der Software ermöglichen. 3 Siehe Anforderung A2, ersetzt Anforderung Nummer A5. A7 BBT Update Client muss Elevation (UAC) unter Microsoft Windows Vista unterstützen. Anforderung A7 wird vor Anforderung A5 durchgeführt. A8 Der automatische Versionscheck muss deaktivierbar sein. Bemerkung Besonders für Grossfirmen ist es wichtig die Kontrolle über installierte Software zu haben. Deswegen muss es möglich sein, die Funktionalität des Updates ausschaltbar zu machen. A9 BBT Update Client muss die Proxyeinstellungen vom Internet Explorer übernehmen. A20 Der Updatecheck muss für das Benutzerinterface von Sunetplus nicht blockierend sein. A2 Der Versionscheck muss über HTTPS durchgeführt werden. A22 Der Download muss über HTTP oder HTTPS durchgeführt werden. A23 Das System muss in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch angeboten werden. Die Sprachauswahl richtet sich nach der benutzerspezifischen Regionseinstellung des Betriebssystems. Sollte das Betriebssystem in einer anderen Sprache eingestellt sein als die vier oben erwähnten Sprachen, wird die englische Sprache verwendet. Die Webserver Logdatei muss nicht mehrsprachig sein. A24 BBT Update Client muss dem Benutzer eine Onlinehilfe anbieten. Die Onlinehilfe kann in die bestehende Onlinehilfe von Sunetplus integriert werden. Siehe auch Anforderung A26. Software Schule Schweiz Seite 6

20 A25 Für BBT Update Webservice muss ein Installationshandbuch geschrieben werden. Das Installationshandbuch sollte den Umfang von drei DIN A4 Seiten nicht überschreiten. Der Inhalt des Installationshandbuchs für BBT Update Webservice richtet sich an Systemadministratoren, welche Windows Server Rechner betreuen. A26 Das Handbuch für BBT Update Client muss in das Handbuch von Sunetplus integriert werden. Der Umfang sollte fünf DIN A4 Seiten nicht überschreiten. Der Text richtet sich an den Durchschnittsbenutzer von Sunetplus. Es kann also nicht davon ausgegangen werden, dass der Benutzer über umfangreiche technische Kenntnisse verfügt. Siehe auch Anforderung A24. Diese Anforderung muss nur umgesetzt werden, falls für Sunetplus ein Handbuch erstellt wird. A27 BBT Update Webservice soll eine Funktion zur Verfügung stellen, mit welcher der Helpdesk von BBT Software AG die verfügbaren Versionen abfragen kann. A28 BBT Update Webservice kann dem Systemadministrator des Webservers einen Performance Counter anbieten. A29 BBT Update Client muss eine Möglichkeit bestehen nicht spezifische Fehler an BBT Software AG zu melden. 2 3 Dies darf nicht automatisch geschehen, sondern muss durch den Benutzer autorisiert werden. A30 Im Fehlerprotokoll aus Anforderung A29 müssen nach Möglichkeit alle für die Behebung notwendigen Informationen enthalten sein. Welche Informationen für die Behebung des Fehlers enthalten sein müssen, wird während der Softwareentwicklungsphase bestimmt. Die Grundsätze des Datenschutzes sind jedoch zu berücksichtigen. A3 Im Fehlerfall soll BBT Update Client versuchen die Softwareversion vor dem Update wieder herzustellen. 2 Das System auf dem Clientrechner soll im Fehlerfall nach Möglichkeit immer in einen funktionsfähigen Zustand gebracht werden. Software Schule Schweiz Seite 7

21 A32 Jeder Fehler von BBT Update Webservice muss in die Logdatei des Webservers geschrieben werden. A33 Ein nicht spezifischer Fehler von BBT Update Webservice kann soweit möglich automatisch dem Release Manager und den Betreiber des Servers gemeldet werden. A34 Im Falle eines Power-Fails des Webservers muss die Konfiguration des BBT Update Webservice erhalten bleiben. A35 BBT Update Webservice muss einen Trace in eine Datei schreiben können. 3 A36 Ein Trace soll vor dem Systemstart ein- oder ausschaltbar sein. 2 A37 Das System des Clientrechners muss nach einem System-Shutdown in einen möglichst konsistenten Zustand gebracht werden. A38 BBT Update Client muss dem Benutzer eine Warnung ausgeben, falls der Webserver während 30 Tagen nicht erreichbar ist. A39 In Sunetplus soll der neue Updateprozess manuell gestartet werden können. 2 Das manuelle Starten des neuen Updateprozesses kann mittels Menüpunkt umgesetzt werden. A40 Das System kann eine Aktualisierung der Standarddaten in der Datenbank vornehmen, ohne dass eine Aktualisierung der Software vorgenommen werden muss. 3 Bemerkung: Dies ist vor allem für grössere Unternehmen wichtig, da diese nicht regelmässig Updates durchführen wollen. A4 BBT Update Client muss automatisch aktualisierbar sein. Software Schule Schweiz Seite 8

22 3.3 Systemmeldungen Die Systemmeldungen werden in folgende drei Meldungsarten unterteilt: Fehler Ein Fehler bedeuet, dass die aktuelle Verarbeitung nicht weiter ausgeführt werden kann. Eine Fehlermeldung beinhaltet den Grund, warum die Verarbeitung nicht weiter ausgeführt werden kann und falls möglich Anweisungen, was der Benutzer unternehmen muss, damit die Verarbeitung fortgesetzt oder neu gestartet werden kann. Warnung Eine Warnung wird verwendet um den Benutzer auf bestimmte kritische Punkte hinzuweisen. Eine Warnung kann vom Benutzer eine Entscheidung verlangen, ob die Verarbeitung fortgesetzt werden soll. Hinweis Mit einer Hinweismeldung wird der Benutzer über den Systemzustand informiert. Frage Falls vom Benutzer eine Entscheidung benötigt wird, kann ihm diese in Form einer Frage gestellt werden. Die Systemmeldungen werden auf dem Clientrechner mit modalen Dialogboxen dargestellt. Jede Meldungsart ist durch ein entsprechendes Symbol auf der Dialogbox gekennzeichnet. Auf dem Webserver werden alle Systemmeldungen in einer Logdatei protokolliert. Fragestellungen sind auf dem Webserver nicht erlaubt! Software Schule Schweiz Seite 9

23 4 Externe Schnittstellen 4. Benutzeroberfläche BBT Update Webservice BBT Update Webservice kommuniziert mittels Logdatei mit dem Systemadministrator. Siehe auch Anforderung Nummer A27, A32 und A33. BBT Update Client 4.2 Softwareschnittstellen Für die Benutzeroberfläche von BBT Update Client gelten dieselben Anforderungen wie für Sunetplus [][2][3][4]. Folgende Softwareschnittstellen werden benötigt: Microsoft Windows XP / Vista Microsoft.NET Framework 3.5 WCF BBT Framework.NET 4.3 Kommunikationsschnittstellen Die Schnittstellen sind in anderen Dokumenten ausführlich beschrieben [5][6][7]. Aus diesem Grund wird auf eine ausführliche Beschreibung verzichtet. Eine HTTP/HTTPS Kommunikationsschnittstelle zwischen BBT Update Webservice und BBT Update Client muss im Rahmen des Projekts definiert werden. Welche Daten die Schnittstelle zwischen BBT Update Webservice und BBT Update Client austauscht wird in einer späteren Phase des Projekts anhand der Anforderungen definiert. Software Schule Schweiz Seite 20

24 5 Kontrollfunktionen 5. Traces 5.2 Fehlerdokumentation Der Trace kann für folgende Aufgaben zur Hilfe genommen werden: Ablauf überprüfen Der Start und Stop und eventuelle Zwischenschritte jedes Prozesses / Tasks wird protokolliert. Testfälle überprüfen Der Ablauf eines Testfalles wird protokolliert. Fehler Jeder aufgetretene Fehler wird protokolliert. Protokollieren bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die oben erwähnten Ereignisse mit einer Zeitangabe dokumentiert werden. Um alle Aufgaben wahrnehmen zu können, kann der Trace in unterschiedlichen Detaillierungsgraden ausgegeben werden. Siehe Kapitel 3.2 Anforderungen A35. Die Anforderungen an die Fehlerdokumentation sind im Kapitel 3.2 ausführlich beschrieben. Siehe dazu Anforderungen A29, A30 und A32. Software Schule Schweiz Seite 2

25 6 Support und Service 6. Allgemeine Angaben 6.2 Administrative Unterstützung Allfälliger Support für die Benutzer bei der Unternehmung wird durch den Helpdesk von BBT Software AG geleistet. Es gelten dieselben Rahmenbedingen für den Support, welche bei Sunetplus zum Einsatz kommen. Seitens des Webservers wird allfälliger Support durch das Entwicklungsteam geleistet. Als administrative Unterstützung können die unter Kapitel 5. erwähnten Traces beigezogen werden. Als zusätzliche Unterstützung kann ein Performance Counter angeboten werden. Siehe Anforderung Nummer A20. Software Schule Schweiz Seite 22

26 7 Testen der Applikation 7. Teststrategien 7.. Reviews 7..2 Modultests (Unit Tests) 7..3 Integrationstests In diesem Kapitel werden die Testarten beschrieben, welche für den Test des Updateprozesses verwendet werden. Ziel der Reviews ist es, Fehler möglichst früh zu erkennen. Folgende Artefakte werden einem Review unterzogen: Pflichtenheft Teilnehmer: Autor, Projektleiter, Kunde Designdokumente Teilnehmer: Autor, Designverantwortlicher, Entwickler Dokumente zur Testdurchführung Teilnehmer: Autor, Testteam Source Code Teilnehmer: Entwicklungsteam Mit den Modultests wird die Korrektheit von einzelnen Klassen der Software getestet. Mit Hilfe der Modultests wird überprüft, ob eine Klasse das geforderte Verhalten aufweist. Die Modultests werden durch den Entwickler erstellt und müssen nach jeder Source Code Änderung durchgeführt werden. Die Modultests werden mit NUnit durchgeführt [8]. Die Integrationstests werden durch eine Reihe von Einzeltests realisiert, die dazu dienen, die verschiedenen voneinander abhängigen Komponenten im Zusammenspiel miteinander zu testen. Die Tests werden durch das Testteam nach Vorgaben der Entwickler auf IBM Rational Functional Tester 8.0 umgesetzt. Software Schule Schweiz Seite 23

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