Diplom BWL/VWL / B-BAE / B-SW / LA RS / LA GY

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1 Diplom BWL/VWL / B-BAE / B-SW / LA RS / LA GY Prüfungsfach/Modul: Allgemeine Volkswirtschaftslehre Wirtschaftstheorie Wahlmodul Klausur: Institutionenökonomik (Klausur 60 Min) (200101, , ) Prüfer: Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff Matrikel-Nr.: Prüfungstag: Platz-Nr.: Blatt 1 Hinweise: Es können insgesamt 60 Punkte erworben werden. Alle Aufgaben sind zu bearbeiten. Zugelassenes Hilfsmittel: Elektronischer, nicht programmierbarer Taschenrechner. Aufgabe Summe Punkte Aufgabe 1 (ca. 8 Punkte) General Motors hat im Jahre 1999 die Firma Delphi als selbständige Firma aus dem Firmenverbund herausgelöst. a) Was könnten die Vorteile hierfür aus Sicht der Transaktionskostentheorie sein? b) Derzeit versucht General Motors, Delphi wieder zu integrieren. Wieso könnte dies vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftskrise aus Sicht der Transaktionskostentheorie Sinn machen?....

2 Aufgabe 2 (ca. 12 Punkte) Der Parameter q bezeichnet die Qualität von Finanzprodukten, die in den Bilanzen von Banken (Anbietern) stehen. Die Größe sei gleichmäßig verteilt zwischen 0 und 1. Die Banken können diese Produkte an Finanzinvestoren verkaufen (Käufer). Für die Käufer dieser Finanzprodukte ist die Zahlungsbereitschaft abhängig von der Qualität gemäß der Funktion p(q)=0,1+q. Der Preis, den die Banken (Anbieter) mindestens verlangen, ist ebenfalls abhängig von der Qualität, und zwar gemäß der Funktion p(q)=q. a) Stellen Sie die beiden Funktionen in dem folgenden Diagramm graphisch dar: p 1 1 q b) Aufgrund eine externen Bewertung durch eine unabhängige Ratingagentur sei vollständige Information bezüglich der Qualität der Finanzprodukte gegeben! Welches ist die beste Qualität, q, die am Markt gehandelt wird? (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) q = c) Der Markt wird dadurch erschüttert, dass die Glaubwürdigkeit der Ratingagentur bezweifelt wird. Darauf hin führen die Banken (Anbieter) eigene Bewertungen durch und kennen daher die tatsächliche Qualität der Produkte. Die Nachfrager kennen aber nur die durchschnittliche Qualität, q. Für Ihre Zahlungsbereitschaft gilt daher die Funktion p=0,1+ q. Die Nachfrager gehen, evtl. irrtümlicherweise, davon aus, dass alle Qualitäten zwischen 0 und q aus Teilaufgabe b) am Markt angeboten werden. Bestimmen Sie den Preis, den die Nachfrager bezahlen! (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) p = d) Die Nachfrager verhalten sich weiterhin gemäß der Funktion p=0,1+ q, können nun aber die durchschnittliche Qualität, die sich im Gleichgewicht einstellt, korrekt antizipieren. Welches ist die beste Qualität, die nun am Markt gehandelt wird? (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) q =

3 Aufgabe 3 (ca. 12 Punkte): In der untenstehenden Graphik werden die aus der Vorlesung bekannten Budgetgeraden für faire Prämien für zwei Versicherungsnehmer, nämlich solche mit hohem (πh) und solche mit niedrigem (πl) Risiko, dargestellt. Die Budgetgerade der Versicherungsnehmer mit hohem Risiko ist hierbei grau dargestellt, diejenige bei niedrigem Risiko schwarz. y 2 -(1-π l )/π l -(1-π h )/π h A O 45 y 1 a) Bestimmen Sie mit Hilfe der Graphik das Pooling-Gleichgewicht unter der Annahme, dass in der Population nur wenige hohe Risiken vorhanden sind. Erläutern Sie Ihre graphische Darstellung kurz.

4 b) Zeigen Sie mit Hilfe der Graphik, dass das Pooling-Gleichgewicht keinen Bestand haben kann. Erläutern Sie Ihr Ergebnis kurz Aufgabe 4 (ca. 16 Punkte): Es sei folgende Produktionsfunktion für den Gewinn Q und den Einsatz e gegeben: Q = e + θ wobei θ einen exogenen Schock kennzeichnet mit Mittelwert Null und Standardabweichung 1. Der Prinzipal ist risikoneutral. Zuerst muss der Prinzipal einen Vertrag vorschlagen, dann entscheidet der Agent über seine Teilnahme und seinen Einsatz und am Schluss tritt der Schock auf, mit dem dann die Produktionshöhe bestimmt wird. Für den Lohn des Agenten kann der Prinzipal eine gewinnabhängige Komponente (αq) und eine gewinnunabhängige Komponente (r) vorsehen. Der Agent imiert sein Sicherheitsäquivalent, für welches sich folgende Beziehung bestimmen lässt: C(A) = r + αe 1/6. e 2 1/2. α 2 a) Bestimmen Sie die Teilnahmerestriktion des Agenten (participation constraint) unter der Annahme C = 0. (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) r = Wieso sollte der Prinzipal diese Restriktion beachten? b) Angenommen, der Prinzipal könne weder den Arbeitseinsatz des Agenten, e, noch den Schock, θ beobachten. Bestimmen Sie das optimale Verhalten des Agenten, d.h. die sich hieraus für den Prinzipal ergebende Anreizrestriktion (incentive constraint). (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) e =

5 c) Ermitteln Sie den optimalen Gewinnanteil α und den Einsatz e im Optimum. (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) ** α = ; ** e = d) Bestimmen Sie die Höhe der Pauschalentlohnung. (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) ** r = Interpretieren Sie dieses Ergebnis! Aufgabe 5 (ca. 12 Punkte) Ihr Arbeitgeber fordert Sie dazu auf, die Chance auf ein höheres zukünftiges Einkommen durch Investitionen in ihre berufliche Fortbildung zu verbessern. Je höher hierbei Ihre Investitionen, I, desto höher ist die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Produktinnovation, die sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitsgeber am Markt einführen können. Die Kosten ihrer Investition, I, betragen hierbei in Abhängigkeit von der Erfolgswahrscheinlichkeit, π, mit 0<π<1: I = π Weder diese Investitionen, noch die Wahrscheinlichkeit, π, lassen sich bei Gericht verifizieren. Genauso wenig können spätere Gewinne oder Kosten des Arbeitgebers und ihre Zuordnung zu ihrer Investition von einem Gericht verifiziert werden. In einer späteren Periode entscheidet der Zufall gemäß der Wahrscheinlichkeit, π, ob sich die Innovation durchführen lässt. Falls dies gegeben ist, kann Ihr Arbeitgeber dann zusätzlich Kosten, c, in Höhe von auf sich nehmen und so einen Bruttogewinn, v, in Höhe von am Markt erzielen. a) Bestimmen Sie die Investitionen in Fortbildung, I, und die Erfolgswahrscheinlichkeit, π, im sozialen Optimum! (Hinweis: Gewertet wird nur das Ergebnis im Feld.) I = ; π = b) Wieso könnten, im Rahmen des bekannten Modells zur fehlenden Verifizierbarkeit, die folgenden Versuche, das soziale Optimum zu erreichen, scheitern? Geben Sie jeweils eine kurze Antwort! i. Ihr Arbeitgeber finanziert die berufliche Fortbildung zur Hälfte mit! ii. Ihr Arbeitgeber verspricht Ihnen vor der Durchführung ihrer Fortbildung den gesamten Gewinn v-c=80.000!

6 c) Bestimmen Sie Ihr individuelles Optimum unter der Maßgabe, dass die Versuche ihres Arbeitgebers zur Erzielung des sozialen Optimums scheitern. Unterstellen Sie hierbei, dass bei möglicher Markteinführung Ihr Arbeitgeber im Rahmen von Verhandlungen eine Aufteilung des Nettogewinns gemäß Nash-Produkt mit Ihnen vereinbart. I = ; π =

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