SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied. Jahr 2011

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1 SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied Jahr 2011

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3 INHALT SEITE I. Einführung zum SchuldnerAtlas II. SchuldnerAtlas Deutschland Entwicklung 2004 bis III. Überschuldung nach Bundesländern 12 IV. Überschuldung in Rheinland-Pfalz nach Kreisen und kreisfreien Städten 14 V. Blick in die Städte Koblenz und Neuwied sowie die Landkreise Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und den Westerwaldkreis 19 VI. Überschuldung und Schuldnerklima in Deutschland im Wirtschaftsboom 27 VII. Blick in die Zukunft 31 VIII. Zusammenfassung 33 Quellen 35

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5 I. Einführung zum SchuldnerAtlas 2011 Der SchuldnerAtlas für die Region Koblenz/Neuwied untersucht im fünften Jahr in Folge, wie sich die Überschuldung von Verbrauchern innerhalb Deutschlands aber auch regional, kleinräumig verteilt und entwickelt. Überschuldung liegt dann vor, wenn der Schuldner die Summe seiner fälligen Zahlungsverpflichtungen auch in absehbarer Zeit nicht begleichen kann und ihm zur Deckung seines Lebensunterhaltes weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Oder kurz: Die zu leistenden Gesamtausgaben sind höher als die Einnahmen. Geographische Verteilung von Überschuldung Mit Hilfe der Schuldnerquoten, das heißt dem Anteil der Personen mit Negativmerkmalen im Verhältnis zu allen Personen ab 18 Jahren, kann die Überschuldung in ihrer geographischen Verteilung bis hin auf die Ebene von Straßenabschnitten dargestellt werden. Die Negativmerkmale setzen sich zusammen aus den aktuell vorliegenden juristischen Sachverhalten (Haftanordnungen zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und Privatpersoneninsolvenz), unstrittigen Inkasso-Fällen von Creditreform gegenüber Privatpersonen und nachhaltigen Zahlungsstörungen. Nachhaltige Zahlungsstörungen werden in einer Minimaldefinition abgegrenzt durch den Tatbestand von mindestens zwei, meist aber mehreren vergeblichen Mahnungen mehrerer Gläubiger. Diese Daten basieren auf negativen Zahlungserfahrungen der Poolteilnehmer der CEG Creditreform Consumer GmbH, einem Tochterunternehmen von Creditreform. Schuldnerquoten und Negativmerkmale Die Überschuldungssituation von Verbrauchern in Deutschland hat sich im Jahr 2011 als Folge der deutlich positiven Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung wieder leicht verbessert. Deutschland erlebte in den letzten zwölf Monaten im Gegensatz zu anderen europäischen und außereuropäischen Ländern einen Konjunkturboom, der in dieser Form selbst Optimisten überrascht hat. Dies gilt insbesondere, da die globale Wirtschaft 2011: Überschuldungssituation hat sich wieder leicht verbessert SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

6 weiterhin unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu leiden hat, die 2008 ihren Ursprung in der US-amerikanischen Immobilienkrise nahm und sich spätestens seit Mitte 2010 zu einer Staatsüberschuldungskrise entwickelt hat. Deutschland und seine Verbraucher sind bislang vor einem wirtschaftlichen Absturz bewahrt worden, auch wenn sich die Zeichen mehren, dass die Zeiten ökonomischer Höchstmarken vorbei sind. Aber auch hier gilt derzeit: Die Lage ist besser als die Stimmung. Jobboom erreicht Langzeitarbeitslose Atypische Beschäftigung nimmt weiter zu 2011 eilten die nationalen Konjunkturnachrichten von Rekord zu Rekord: Noch nie seit der deutschen Einheit lag die Arbeitslosenquote so niedrig wie derzeit, noch nie wurden bei der Messung des gesamtdeutschen Geschäftsklimas derart positive Werte erreicht wie in diesem Jahr. Und: Noch nie wurden so viele Untergangsszenarien in Medien und Politik beschworen wie Dies auch, da die von der Politik weltweit zugesagten oder in Aussicht gestellten Rettungspakete für von Zahlungsunfähigkeit bedrohte Länder und Banken noch nie solch astronomische Höhen erreichten wie in den letzten zwölf Monaten. 2011: Jahr der konjunkturellen Rekorde im Positiven wie im Negativen Insgesamt kann für 2011 festgestellt werden, dass die vorsichtig-optimistische Prognose aus dem Vorjahr eingetreten ist. Die Überschuldung der deutschen Verbraucher hat wieder abgenommen und liegt derzeit auf dem zweitniedrigsten Stand seit Beginn der Überschuldungsberichterstattung im Jahr Hierfür hat insbesondere der bereits erwähnte erstaunlich starke und nachhaltige Konjunkturboom gesorgt mit seinen positiven Effekten auf den Arbeitsund Beschäftigungsmarkt. Für 2012 erwartet das Herbstgutachten der Wirtschaftsweisen eine Arbeitslosenzahl, die trotz nachlassender Konjunktur nur noch knapp über 2,75 Millionen liegen soll. Zudem erreicht der Jobboom der letzten Monate nun auch offenbar die Langzeitarbeitslosen, wie die Bundesagentur für Arbeit Mitte Oktober berichtete. Da Arbeitslosigkeit weiterhin der Hauptauslöser für Überschuldungsprozesse ist, kann dies nur als gute Nachricht bewertet werden, auch wenn nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den letzten Jahren Vorsichtige Prognose des Vorjahres bestätigt sich SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

7 vor allem die Zahl so genannter Mini- und Teilzeitjobs ( atypische Beschäftigung ) weiter zugenommen hat. Die Überschuldungssituation der Region Koblenz/Neuwied folgt im Jahr 2011 nicht der positiven Entwicklung der Bundesebene. In der kreisfreien Stadt Koblenz sowie in den Landkreisen Neuwied, Mayen- Koblenz, Cochem-Zell und dem Westerwaldkreis sind einzelne sehr negative Ausschläge und somit eine Zunahme der Überschuldung zu messen. Die vorliegende Analyse auf der Basis des Daten- und Kartenmaterials der Creditreform Tochterfirmen CEG Creditreform Consumer GmbH und microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH (beide Neuss) zeigt die Entwicklung der Schuldnerquoten für die Jahre 2004 bis 2011 in Deutschland, in den 16 Bundesländern sowie auf Kreisebene. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Rheinland Pfalz, der Stadt Koblenz sowie den Landkreisen Neuwied, Mayen- Koblenz, Cochem-Zell und dem Westerwaldkreis. II. SchuldnerAtlas Deutschland Die Entwicklung 2004 bis 2011 Die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland hat 2011 nach einem spürbaren Anstieg im Vorjahr wieder abgenommen. Für die gesamte Bundesrepublik wurde zum Stichtag 1. Oktober 2011 eine Schuldnerquote von 9,38 Prozent gemessen. Damit sind rund 6,4 Millionen Bürger über 18 Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Im Vergleich zu 2010 hat sich die Anzahl der Schuldner um rund Personen verringert (- 1,3 Prozent) hatte die Überschuldung nach zwei Jahren mit teilweise deutlichen Rückgängen (2007 zu 2008: - 6,3 Prozent / 2008 zu 2009: - 9,9 Prozent) wieder zugenommen (2009 zu 2010: + 4,7 Prozent). Die aktuelle Schuldnerquote bleibt aber weiterhin deutlich über dem Tiefstwert von Nach überschlägigen Berechnungen können 2011 somit rund 3,12 Millionen Haushalte als überschuldet oder 2011: 6,41 Mio. überschuldete Personen in Deutschland ( Personen) Karte Deutschland 2011 SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

8 nachhaltig zahlungsgestört gelten (2010: 3,15 Mio. / 2009: 3,00 Mio. / 2004: 3,10 Millionen). Die Überschuldungssituation bleibt daher angespannt. Dies nicht zuletzt wegen der sich abzeichnenden Herausbildung einer offensichtlich konjunkturunabhängigen Sockelüberschuldung und auch wegen zahlreicher Risikofaktoren für die nationale und globale Konjunkturentwicklung. 2011: Prognose des Vorjahres eingetroffen leichter Rückgang der Überschuldung Tab. 1: Schuldnerquoten in Deutschland 2004 bis 2011 (einschl. Schuldner-Haushalte) g Einwohner > 18 Jahre Schuldner Schuldnerquote Schuldner-Haushalte ,50 Mio. 67,13 Mio. 6,54 Mio. 9,74% 3,10 Mio ,44 Mio. 67,30 Mio. 7,02 Mio. 10,43% 3,33 Mio ,31 Mio. 67,29 Mio. 7,19 Mio. 10,68% 3,42 Mio ,22 Mio. 67,63 Mio. 7,34 Mio. 10,85% 3,53 Mio ,00 Mio. 67,97 Mio. 6,87 Mio. 10,11% 3,32 Mio ,80 Mio. 68,12 Mio. 6,19 Mio. 9,09% 3,00 Mio ,68 Mio. 68,26 Mio. 6,49 Mio. 9,50% 3,15 Mio. 2011*) 81,55 Mio. 68,26 Mio. 6,41 Mio. 9,38% 3,12 Mio. *) Quelle für Einwohner-Daten 2004 bis 2011: Statistisches Bundesamt, Datenbank GENESIS-ONLINE, Wert für 2011: Eigene Hochrechnung; Basisdaten für Haushalte: Statistisches Bundesamt, Entwicklung der Privathaushalte bis 2025, Ergebnisse der Haushaltsvorausberechnung 2007, Wiesbaden. Der Vergleich der Überschuldungssituation nach Westund Ostdeutschland zeigt 2011 einen Rückgang der Schuldnerquoten in beiden Teilräumen, wobei die Abnahme wie in den drei Vorjahren im Osten Deutschlands (9,29 Prozent / - 0,16 Prozentpunkte, ohne Berlin) wiederum stärker ausfällt als im Westen (9,40 Prozent / - 0,11 Punkte). Insgesamt sind 2011 im Osten Deutschlands rund 1,05 Millionen Personen als überschuldet zu betrachten, im Westen sind es rund 5,36 Millionen Personen. Darüber hinaus nehmen die ostdeutschen Bundesländer Sachsen (seit 2004) und Thüringen (seit 2007) im Länder-Ranking weiterhin Rang Drei und Vier ein, Brandenburg ist in diesem Jahr vor das nächstfolgende Bundesland Hessen auf Rang Fünf vorgerückt. 5,36 Mio. Schuldner im Westen 1,05 Mio. Schuldner im Osten Überschuldung im Osten zum dritten Mal in Folge geringer als im Westen SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

9 Tab. 2: Schuldner und Schuldnerquoten in West- und Ost-Deutschland 2004 bis 2011 g Schuldner (in Mio.) alte Bundesländer*) 5,35 5,74 5,90 6,02 5,70 5,16 5,42 5,36 neue Bundesländer 1,19 1,27 1,29 1,31 1,17 1,03 1,07 1,05 Deutschland 6,54 7,02 7,19 7,34 6,87 6,19 6,49 6,41 g Schuldnerquoten alte Bundesländer*) 9,59% 10,27% 10,55% 10,72% 10,07% 9,10% 9,51% 9,40% neue Bundesländer 10,50% 11,16% 11,35% 11,50% 10,30% 9,08% 9,45% 9,29% Deutschland 9,74% 10,43% 10,68% 10,85% 10,11% 9,09% 9,50% 9,38% Spreizung Ost / West (in Prozentpunkten) 0,91 0,89 0,80 0,78 0,23-0,02-0,06-0,11 *) einschließlich Berlin; Rundungsdifferenzen möglich. Die in einer Gesamtsicht etwas positivere Entwicklung im Osten Deutschlands lässt sich neben demographischen Effekten durch eine offensichtlich spürbare Verringerung der Konsumausgaben ( Konsumverzicht, vgl. auch SchuldnerAtlas 2009) ableiten, die offensichtlich mit einer vorsichtigeren Kreditnutzung einhergeht. So kommt eine Analyse des DIW zu dem Ergebnis, dass sich die Verschuldung der privaten Haushalte in Deutschland in der Finanz- und Wirtschaftskrise insgesamt trotz deutlich sinkender Zinsen nicht erhöht hat (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Wochenbericht Nr. 22/2011, ). Die Autoren gehen davon aus, dass die deutschen Haushalte aus den Folgewirkungen der so genannten Dotcom-Krise [2000] gelernt haben. Die Interpretation einer zweigeteilten Entwicklung spiegelt sich auch in der Analyse des Statistischen Bundesamts (September 2011) zur Armutsgefährdung wider, die im Vergleich zum Jahr 2005 in Ostdeutschland um über einen Prozentpunkt gesunken [ist], während sie in Westdeutschland nahezu unverändert blieb. Überschuldung im Osten Deutschlands sinkt weiter durch Konsumverzicht und vorsichtigere Kreditnutzung Überschuldung im Westen stagniert im Mehrjahresvergleich 2004 / 2011 Diese Zweiteilung und Verschiebung im früheren Süd- Nord-Gefälle zeigt auch die Analyse der Überschuldungsentwicklung nach aggregierten Postleitzonen, wie auch die detaillierte Analyse nach Bundesländern bestätigt. Der westliche Bereich Deutschlands (PL-Zone 4 und 5) stagniert im Vergleich SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

10 2004 / 2011 und weist seit 2008 die höchste Überschuldung auf (10,60 Prozent; - 0,07 Punkte). In allen anderen Bereichen sind aktuell und im Mehrjahresvergleich 2004 / 2011 Rückgänge der Schuldnerquoten zu verzeichnen. Eine Ausnahme bildet der Südwesten (PL-Zone 6 und 7), der in diesem Jahr stagniert. Tab. 3: Schuldnerquoten nach geographischen Räumen 2004 bis 2011 g Schuldnerquoten nach Postleitzonen Abw. 10 / 11 Abw. 04 / 11 Norden (PLZ: 2+3) 10,45 11,33 11,67 11,82 11,02 10,05 10,47 10,32-0,15-0,13 Nord-Osten (PLZ: 1+0) 11,17 11,86 12,10 12,22 11,04 9,72 10,13 9,91-0,22-1,24 Westen (PLZ:4+5) 10,60 11,38 11,74 12,00 11,42 10,18 10,67 10,60-0,07 ±0,00 Süd-Westen (PLZ: 6+7) 8,66 9,22 9,45 9,63 9,07 8,20 8,58 8,58 ±0,00-0,08 Süd-Osten (PLZ: 8+9) 7,51 7,98 8,04 8,12 7,52 6,87 7,21 7,03-0,18-0,48 Deutschland 9,74 10,43 10,68 10,85 10,11 9,09 9,50 9,38-0,12-0,36 *) Rundungsdifferenzen möglich. Die Verschiebung der räumlichen Überschuldungsschwerpunkte resultiert zudem aus einer Verfestigung der individuellen Überschuldungsbiographien. Haushalte aus den alten Bundesländern bewegen sich deutlich länger in Überschuldungsprozessen und sind gerade in Erwartung einer stabilen Erwerbsbiographie umfassendere finanzielle Verpflichtungen eingegangen als Haushalte aus den neuen Bundesländern. So verwundert es nicht, dass die durchschnittliche Schuldenhöhe der privaten Haushalte in den alten Bundesländern weiterhin deutlich höher ausfällt als in den neuen Ländern. Letztlich ist aber mittel- bis langfristig davon auszugehen, dass sich das Überschuldungsverhalten in Ost und West im Rahmen lebensweltlich-kultureller Anpassungsprozesse weiter angleichen wird. Dies gilt auch, wenn in einer Gesamtsicht derzeit die Haushalte in Ostdeutschland schneller auf neue ökonomische Gegebenheiten reagieren können. Unterschiede im Überschuldungsverhalten in Ost und West verringern sich weiter SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

11 Tab. 4: Das Schuldenvolumen in Deutschland 2006 bis 2011 nach Statistischem Bundesamt Hochrechnung auf der Basis von Realwerten *) Mittlere individuelle Volkswirtschaftliches g Jahr Schuldner Schuldenhöhe Schuldenvolumen ,19 Mio Mrd ,34 Mio Mrd ,87 Mio Mrd ,19 Mio Mrd ,49 Mio Mrd ,41 Mio Mrd. *) bei real-dynamischer Schuldenhöhe, Datenquelle: Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, Ausgaben der Jahre 2008 bis 2011, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden Die Werte für die Jahre 2010 und 2011 basieren auf einer Hochrechnung. Der tendenzielle Rückgang der Schuldnerzahlen geht seit spätestens 2008 mit einer Abnahme der durchschnittlichen Schuldenhöhe je Überschuldungsfall einher, wie auch die Analysen des Statistischen Bundesamts und des iff- Überschuldungsreports (2006 bis 2011) belegen können. Die mittlere Schuldensumme hat sich von Euro im Jahr 2006 nach überschlägigen Hochrechnungen auf rund Euro in diesem Jahr reduziert. In einer Gesamtsicht hat sich das Gesamtschuldenvolumen von 265 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf rund 216 Milliarden Euro in diesem Jahr verringert (- 19 Prozent). Im letzten Jahr betrug das Schuldenvolumen noch rund 223 Milliarden Euro (2010 / 2011: - 3 Prozent). Auch das individuelle Schuldenvolumen verringert sich Das Gesamtschuldenvolumen liegt 2011 bei etwa 216 Milliarden Euro SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

12 III. Überschuldung nach Bundesländern Die Detailanalyse der 16 Bundesländer spiegelt die insgesamt positive Entwicklung der Überschuldungssituation in Deutschland 2011 wider. Bis auf das Bundesland Baden-Württemberg, in dem eine, wenn auch nur leichte, Zunahme der Überschuldung festzustellen ist, weisen alle Bundesländer eine Abnahme der Schuldnerquoten auf bleiben zudem erstmals fünf Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen und Brandenburg) unterhalb der Schuldnerquote für ganz Deutschland. Im positiven Sinne führend sind weiterhin Bayern mit 6,88 Prozent (- 0,18 Punkte) vor Baden-Württemberg mit 7,50 Prozent (+ 0,04) und Sachsen mit 8,26 Prozent (- 0,11) auf Platz drei. Thüringen (8,42 Prozent; - 0,23) verbleibt seit 2009 auf Rang vier. Das Land Brandenburg (9,36 Prozent / - 0,22) verbessert sich 2011 erstmals auf Rang fünf und verdrängt Hessen (9,46 Prozent / - 0,07), das nunmehr Rang sechs belegt. Positiv-Spitzenreiter bleibt Bayern vor Baden- Württemberg und Sachsen Brandenburg verbessert sich auf Rang Fünf Die Schlusslichter bilden wie in den Vorjahren Bremen (13,48 Prozent; - 0,65 Punkte), Berlin (12,32 Prozent; - 0,35) und Sachsen-Anhalt (11,49 Prozent; - 0,09). Bremen und Berlin verbessern sich hierbei deutlich überdurchschnittlich. Die Hansestadt Hamburg weist die zweitbeste Verbesserung auf (10,46 Prozent / - 0,44). Auffällig: In einer Gesamtsicht ist die leichte Verschlechterung in Baden-Württemberg ( Schuldner) fast ausschließlich auf den Anstieg der weiterhin eher moderaten Überschuldung in der Landeshauptstadt Stuttgart (+ 1,12 Punkte) zurückzuführen, die 2011 nach der Stadt Lübeck (+ 1,27 Punkte) den zweithöchsten Anstieg der Schuldnerquote aufweist. 2011: Bremen bleibt Negativspitzenreiter allerdings mit der stärksten Verbesserung Im Zeitraumvergleich 2004 / 2011 wird der beschriebene Doppeltrend für Ost- und Westdeutschland nochmals deutlich: SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

13 Alle ostdeutschen Länder weisen im Mehrjahresvergleich einen deutlich überdurchschnittlichen Rückgang von Schuldnerquote und Schuldnerzahlen auf. Bei dieser Entwicklung sind natürlich auch demographische Prozesse zu berücksichtigen. Tab. 5: Ranking Schuldnerquoten und Schuldner in den Bundesländern 2009 bis 2011 *) g Bundesland Schuldnerquoten Abw. *) Schuldner **) Abw /11 04/ /11 04/11 Bayern 6,72% 7,06% 6,88% -0,18-0,31 0,69 0,73 0, Baden-Württemberg 7,11% 7,46% 7,50% +0,04-0,01 0,62 0,66 0, Sachsen 7,96% 8,37% 8,26% -0,11-0,69 0,29 0,31 0, Thüringen 8,32% 8,65% 8,42% -0,23-1,60 0,16 0,17 0, Brandenburg 9,31% 9,59% 9,36% -0,22-1,84 0,20 0,21 0, Hessen 9,12% 9,53% 9,46% -0,07-0,11 0,46 0,48 0, Rheinland-Pfalz 9,23% 9,71% 9,67% -0,05-0,47 0,31 0,32 0, Mecklenb.-Vorpommern 9,73% 10,03% 9,77% -0,26-1,74 0,14 0,14 0, Niedersachsen 9,75% 10,24% 10,13% -0,11-0,01 0,63 0,67 0, Hamburg 10,59% 10,90% 10,46% -0,44-0,42 0,16 0,16 0, Schleswig-Holstein 10,25% 10,54% 10,47% -0,08-0,36 0,24 0,25 0, Nordrhein-Westfalen 10,39% 10,88% 10,81% -0,07 +0,13 1,53 1,61 1, Saarland 10,52% 11,03% 10,92% -0,11-0,12 0,09 0,10 0, Sachsen-Anhalt 11,05% 11,58% 11,49% -0,09-0,72 0,23 0,24 0, Berlin 12,16% 12,67% 12,32% -0,35-1,71 0,36 0,37 0, Bremen 13,92% 14,13% 13,48% -0,65 +0,13 0,08 0,08 0, Deutschland 9,09% 9,50% 9,38% -0,12-0,36 6,19 6,49 6, *) Abweichung in Prozentpunkten / **) Schuldner in Millionen / Rundungsdifferenzen möglich. SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

14 IV. Überschuldung in Rheinland-Pfalz nach Kreisen und kreisfreien Städten Die Analyse der Überschuldungssituation in Rheinland- Pfalz zeigt auf Basis der 36 Kreise und kreisfreien Städte im Jahr 2011 weiterhin ein uneinheitliches, marginal verbessertes Bild. Die Überschuldungssituation hat sich analog zum Bundestrend leicht entspannt jedoch kommt es weiterhin zu großen Spreizungen der Schuldnerquoten innerhalb des Landes. Aktuell sind 9,67 Prozent (Vorjahr: 9,71 Prozent) der rheinland-pfälzischen Bürger überschuldet. Mehr als Menschen (Vorjahr: Personen) über 18 Jahren sind erhöhtem finanziellem Stress ausgesetzt. Seit 2004 führt der Landkreis Trier-Saarburg das Bundesland Rheinland-Pfalz im positiven Sinne an. Bezogen auf Bürger über 18 Jahren, wurde hier die mit 6,43 Prozent (Vorjahr: 6,62 Prozent) niedrigste Schuldnerquote ermittelt Personen in Rheinland-Pfalz gelten als überschuldet Kreisebene: Hohe Spreizung der Schuldnerquoten Die höchste Schuldnerquote in Rheinland-Pfalz weist wie in den Vorjahren die Stadt Pirmasens mit einer Schuldnerquote von aktuell 17,50 Prozent (Vorjahr: 17,14) auf. Nach einer leichten Entspannung der Situation in den Jahren 2008 und 2009 verschärft sich die Lage der Überschuldung in Pirmasens seit dem Jahr 2010 wieder. Zwei der bundesweit höchsten Zunahmen von Überschuldung verzeichnen die Stadt Koblenz sowie der Landkreis Neuwied. Mit einer Steigerung der Schuldnerquote um 0,37 Prozentpunkte auf 12,22 Prozent innerhalb der Stadt Koblenz sowie der Zunahme um 0,43 Prozentpunkte auf 10,34 Prozent für den Landkreis Neuwied rangieren die Gebiete bundesweit unter den TOP 10 der Kreise und kreisfreien Städte mit den höchsten Anstiegen gegenüber dem Vorjahr. Karte Rheinland-Pfalz 2011 nach Kreisen und kreisfreien Städten Die Extremwerte auf Kreisebene im positiven Sinne liegen im bayrischen Landkreis Eichstätt (3,81 Prozent), im negativen Sinne in Bremerhaven (18,06 Prozent). Offensichtlich ist der Problemdruck im städtisch geprägten Pirmasens deutlich ausgebildeter als im SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

15 ländlichen Flächenkreis Trier-Saarburg. Und das mit Tradition: So hat die Stadt Pirmasens seit 2004 die höchste Schuldnerquote aller Kreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz. Der Landkreis Trier- Saarburg weist hingegen seit 2004 die niedrigste Schuldnerquote auf. Der detaillierte Blick in die Landkreise und kreisfreien Städte zur Entwicklung der Schuldnerquoten in Rheinland-Pfalz zeigt aktuell eine interessante Entwicklung. Zwar wird als Trend für das gesamte Bundesland eine abflauende Überschuldung gemessen, Gebiete mit traditionell hohen Schuldnerquoten entwickeln sich allerdings gegen diesen Trend und weisen eine erneute Zunahme der Überschuldung auf. Gebiete mit hohen Überschuldungsstrukturen verschlechtern sich auch in einem verbesserten konjunkturellen Umfeld erst einmal weiter. Landkreise mit einer sehr hohen Überschuldungsquote weisen in Rheinland-Pfalz die größten Zunahmen der Überschuldung aus. Betrachtet man die Spannweite zwischen der niedrigsten und der höchsten Schuldnerquote als einen Indikator zur Bewertung von Überschuldungsprozessen in Rheinland-Pfalz, zeigt sich, dass sich der Abstand zwischen Räumen mit geringer bzw. hoher Überschuldung auf hohem Niveau eingependelt hat. Die meisten der 36 Kreise und kreisfreien Städte verzeichnen in diesem Jahr eine gesunkene Überschuldung gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter. So liegt der Spreizungswert 2011 zwischen der höchsten und niedrigsten Schuldnerquote aller Kreise und kreisfreien Städte nunmehr bei 11,07 Prozentpunkten. SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

16 Tab. 6: Die Spreizung der Schuldnerquoten 2004 bis 2011 g Bund Landkreis Trier-Saarburg Pirmasens (auf Kreis-/Stadt-Ebene) (auf PLZ-Ebene) (auf PLZ-Ebene) Quote Spreizung. Quote Spreizung. Quote Spreizung ,74-7,20-16, ,43 0,69 7,45 0,25 17,98 1, ,68 0,25 7,38-0,07 18,34 0, ,85 0,17 7,30-0,08 18,38 0, ,11-0,74 6,73-0,57 17,41-0, ,09-1,02 6,30-0,43 16,27-1, ,50 0,41 6,62 0,32 17,14 0, ,38-0,12 6,43 0,19 17,50 0,37 Für Rheinland-Pfalz zeichnet sich insgesamt ein leicht postiver Trend ab. Der Großteil der 36 Kreise und kreisfreien Städte lassen nach einer kurzen Talsohle im Jahr 2010 wieder einen Rückgang der Überschuldung erkennen. Die aktuellen Erhebungen und die Schätzungen für das kommende Jahr zeigen, dass mit einer weiterhin leicht entspannten Situation zu rechnen ist. Die räumliche Verdichtung von Überschuldung wird in den schon bestehenden Brennpunkten ( Schuldenghettos ) des Landes allerdings weiterhin auf hohem Niveau bestehen bleiben. Für das nächste Jahr ist mit einer Stagnation der Schuldnerquoten zu rechnen. Die Entwicklung der Überschuldungssituation in einem Land ist unmittelbar mit der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen gekoppelt. Nicht nur die heimische Wirtschaft nimmt auf die Entwicklungen von Überschuldung Einfluss auch internationale Entwicklungen und Ereignisse im Wirtschaftskreislauf, wie die Euro-Krise, sind Impulsgeber für Überschuldungsprozesse von Pivatpersonen. Wie Creditreform Koblenz im Frühjahr 2011 im Risikobarometer Mittelstand - Analyse der Unternehmen in der Region Mittelrhein berichtete, bewegen sich eine Vielzahl der Unternehmen in einem weitaus besseren Umfeld als noch im Jahr In einer Online-Umfrage unter 700 Unternehmen der Region Mittelrhein bewerteten 70 Prozent der SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

17 Befragten die Geschäftslage im Jahr 2011 als deutlich besser als im Vorjahr. Dies ist in der Regel ein Auslöser auch für den Rückgang der Überschuldung von Privatpersonen die regionale Stärke von Unternehmen erreicht in der Regel etwas zeitverzögert die privaten Haushalte. Entwicklung SchuldnerAtlas Rheinland-Pfalz Karte Rheinland-Pfalz 2009 nach Kreisen und kreisfreien Städten Karte Rheinland-Pfalz 2010 nach Kreisen und kreisfreien Städten Karte Rheinland-Pfalz 2011 nach Kreisen und kreisfreien Städten SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

18 Tab. 7: Schuldnerquoten nach Kreisen und kreisfreien Städten Rheinland-Pfalz 2007 bis 2011 g Schuldnerquoten in % Veränderung Kreise und kreisfreie Städte Trier-Saarburg 7,30 6,73 6,30 6,62 6,43-0,57-0,43 0,13-0,19 Rhein-Pfalz-Kreis 8,67 8,19 7,58 7,82 7,73-0,48-0,61 0,15-0,09 Bernkastel-Wittlich 8,96 8,31 7,53 8,04 7,75-0,65-0,78 0,22-0,30 Südliche Weinstraße 8,62 8,27 7,52 8,00 7,76-0,35-0,75 0,24-0,24 Cochem-Zell 8,53 8,06 7,45 7,82 7,81-0,47-0,61 0,36-0,01 Eifelkreis Bitburg-Prüm 8,69 8,24 7,64 8,19 7,83-0,44-0,60 0,19-0,36 Südwestpfalz 8,50 7,93 7,57 8,03 7,89-0,57-0,36 0,32-0,14 Rhein-Hunsrück-Kreis 9,02 8,43 7,57 7,98 8,03-0,58-0,87 0,46 0,05 Mainz-Bingen 9,47 8,91 7,97 8,33 8,07-0,56-0,95 0,10-0,26 Vulkaneifel 9,39 8,86 7,95 8,58 8,26-0,53-0,91 0,31-0,32 Mainz 10,60 9,38 8,16 8,51 8,33-1,22-1,22 0,17-0,17 Ahrweiler 10,39 10,17 8,29 8,74 8,53-0,22-1,88 0,25-0,21 Germersheim 9,93 9,10 8,34 8,70 8,64-0,83-0,77 0,31-0,06 Kusel 9,95 9,39 8,48 8,98 8,78-0,57-0,91 0,31-0,19 Bad Dürkheim 10,01 9,43 8,73 9,12 9,00-0,58-0,70 0,27-0,12 Mayen-Koblenz 10,46 9,75 8,59 9,22 9,49-0,71-1,16 0,89 0,27 Alzey-Worms 10,97 10,39 9,22 9,70 9,64-0,58-1,18 0,42-0,06 Kaiserslautern 10,29 9,86 9,42 9,84 9,66-0,42-0,44 0,24-0,18 Rhein-Lahn-Kreis 11,44 10,54 9,25 9,72 9,68-0,91-1,28 0,42-0,05 Birkenfeld 10,24 9,67 9,06 9,80 9,70-0,57-0,61 0,64-0,09 Landau in der Pfalz 12,64 11,08 9,94 10,04 9,72-1,56-1,14-0,22-0,32 Bad Kreuznach 10,59 10,07 9,22 9,76 9,76-0,52-0,85 0,54 0,00 Neustadt an der Weinstraße 11,84 11,17 10,02 10,34 10,16-0,67-1,16 0,14-0,19 Trier 11,91 10,47 9,78 10,41 10,20-1,44-0,69 0,42-0,21 Donnersbergkreis 11,67 10,8 9,90 10,42 10,26-0,87-0,90 0,36-0,16 Neuwied 11,16 10,49 9,29 9,91 10,34-0,67-1,20 1,05 0,43 Westerwaldkreis 11,35 10,69 9,52 10,10 10,34-0,66-1,17 0,82 0,24 Speyer 12,94 12,12 10,93 11,28 10,92-0,83-1,19-0,01-0,36 Altenkirchen 12,16 11,35 10,32 10,83 10,93-0,80-1,03 0,61 0,11 Zweibrücken 12,73 11,84 10,72 11,02 11,55-0,90-1,12 0,83 0,52 Frankenthal 12,82 12,15 11,18 11,77 11,85-0,67-0,97 0,67 0,08 Koblenz 13,35 12,72 11,2 11,86 12,22-0,63-1,52 1,02 0,37 Kaiserslautern 16,82 15,66 14,48 14,99 14,00-1,16-1,18-0,48-0,99 Worms 15,99 15,05 13,15 13,9 14,05-0,93-1,90 0,90 0,14 Ludwigshafen am Rhein 16,09 15,08 13,4 13,86 14,12-1,01-1,68 0,72 0,26 Pirmasens 18,38 17,41 16,27 17,14 17,50-0,97-1,14 1,24 0,37 Deutschland 10,85 10,11 9,09 9,50 9,38-0,74-1,02 0,41-0,12 SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

19 V. Blick in die Stadt Koblenz sowie in die Landkreise Neuwied, Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und den Westerwaldkreis Generell gilt, dass die Schuldnerquoten in Kernstädten und Ballungsräumen höhere Werte aufweisen als in ländlichen Regionen. Kreise Ein detaillierter Blick in die Landkreise im Zuständigkeitsbereich von Creditreform Koblenz zeigt ein sehr durchwachsenes Bild. Waren 2010 in den Landkreisen Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Westerwaldkreis, Kreis Neuwied und in der kreisfreien Stadt Koblenz insgesamt noch 9,27 Prozent der Einwohner überschuldet, so verschärft sich die Situation in diesem Jahr weiter. Aktuell sind in den genannten Gebieten 10,04 Prozent der Bürger ab 18 Jahren überschuldet. Damit gelten im Zuständigkeitsbereich von Creditreform Koblenz aktuell rund Personen als überschuldet. Das entspricht einem Plus von Personen im Vergleich zum Vorjahr. Die Schuldnerquoten der einzelnen Kreise der Region Mittelrhein ermöglichen einen detaillierten Einblick Personen in der Region gelten als überschuldet Der Kreis mit der niedrigsten Schuldnerquote 2011 im Zuständigkeitsbereich von Creditreform Koblenz ist - wie in den vergangenen Jahren - Cochem-Zell mit einer Schuldnerquote von 7,81 Prozent (Vorjahr: 7,82 Prozent), gefolgt von Mayen-Koblenz mit 9,49 Prozent (Vorjahr: 9,22 Prozent). Im Landkreis Neuwied sowie im Westerwaldkreis gelten 10,34 Prozent der Einwohner als überschuldet. Damit weisen die Kreise rund um Koblenz eindeutig geringere Schuldnerquoten auf als die Stadt Koblenz (12,22 Prozent). Im Vergleich mit allen 36 rheinland-pfälzischen Kreisen landet Cochem-Zell nur noch auf dem 5. Platz. In den Jahren zuvor ordnete sich der Landkreis stets auf dem 2. Platz hinter dem Landkreis Trier-Saarburg ein. Der Landkreis um die Stadt Trier belegt bereits seit 2004 die Pole-Position. Mit einer Schuldnerquote von 9,49 Prozent liegt der Landkreis Mayen-Koblenz wie im Vorjahr auf dem 16. Platz, auf den Plätzen 26 und 27 rangieren der Kreis Neuwied sowie der angrenzende Westerwaldkreis. Karte Beobachungsbereich Creditreform Koblenz 2011 nach Kreisen und kreisfreien Städten SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

20 Die drei Landkreise verschlechtern sich zum Vorjahresranking um mehrere Ränge. Der Ballungsraum Koblenz findet sich im Ranking wie auch im Vorjahr auf dem 32. Platz wieder und hält mit Worms, Ludwigshafen, Kaiserslautern und Pirmasens die rote Laterne des Landes. Spitzenreiter im negativen Sinne, im Vergleich der 36 Kreise und kreisfreien Städte, ist die Stadt Pirmasens mit 17,50 Prozent. Generell ist auch im ländlich geprägten nördlichen Rheinland-Pfalz ein klarer Trend zu erkennen: Je höher die Schuldnerquote, desto größer der Zuwachs der Überschuldung im Vergleich zum Vorjahr. Im Landkreis Cochem-Zell zeigt sich ein nahezu unverändertes Bild der Überschuldung, in den Kreisen Mayen-Koblenz, Neuwied, dem Westerwaldkreis und der Stadt Koblenz verschlechtert sich die Situation weiter. Die Region Mittelrhein entwickelt sich damit entgegen dem Befund für das gesamte Bundesgebiet und auch das Land Rheinland-Pfalz, wo ein klarer Rückgang der Überschuldung gemessen werden kann. Lediglich der Kreis Cochem-Zell bewegt sich unter dem Bundesdurchschnitt von 9,38 Prozent. Die weiteren Kreise der Region Mittelrhein liegen klar darüber. Region folgt nicht positiver Entwicklung der BRD Positiv, der kleine Moselort Ellenz-Poltersdorf im Kreis Cochem-Zell. Der Ort weist die mit 4,62 Prozent niedrigste Schuldnerquote im Zuständigkeitsbereich von Creditreform Koblenz auf. Die Quote stieg zu 2010 um nur 0,09 Prozentpunkte. Auf den Plätzen hinter Neuhäusel rangieren die im Kreis Cochem-Zell angesiedelten Orte Büchel mit einer Schuldnerquote von 4,67 Prozent und der Ort Alflen mit einer aktuellen Überschuldungsquote von 5,11 Prozent. Ellenz-Poltersdorf führte das Ranking der Orte im Beobachtungsbereich von Creditreform Koblenz im positiven Sinne bereits im Jahr 2009 an. In dem Ort an der Mosel sind gerade einmal 39 der 838 Einwohner erhöhtem finanziellen Druck ausgesetzt. Spitzenreiter in der Region: Ellenz-Poltersdorf SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

21 Nach positiven Signalen in den Jahren 2008 und 2009 hat sich die Situation am Mittelrhein seit 2010 weiter verschlechtert. In nur 37 der 144 untersuchten Gemeinden der Region Mittelrhein wurde eine Abnahme der Schuldnerquoten gegenüber dem Vorjahr gemessen. Das verbesserte wirtschaftliche Umfeld der letzten Monate wird sich auf die Entwicklung im nächsten Jahr auswirken. Im Beobachtungsbereich von Creditreform Koblenz ist im Jahr 2012 mit einer Stagnation der Überschuldung zu rechnen. Im Bestfall kann ein leichter Rückgang der Schuldnerquoten erzielt werden. Tab. 8: Vergleich Schuldnerquoten nach Kreisen und Städten g Schuldnerquote in % Veränderung Kreis / Stadt Cochem-Zell 8,83 8,53 8,06 7,45 7,82 7,81-0,29-0,47-0,61 0,37-0,01 Mayen-Koblenz 10,61 10,46 9,75 8,59 9,22 9,49-0,14-0,71-1,16 0,63 0,27 Neuwied 11,30 11,15 10,49 9,29 9,91 10,34-0,15-0,67-1,20 0,62 0,43 Westerwaldkreis 11,50 11,35 10,69 9,52 10,10 10,34-0,15-0,66-1,17 0,58 0,24 Koblenz 13,54 13,34 12,72 11,20 11,86 12,22-0,19-0,63-1,52 0,65 0,37 Sortierung nach Quote 2011 Koblenz Die Stadt Koblenz, größte Stadt im nördlichen Rheinland-Pfalz, belegt 2011 mit einer erneut gestiegenen Schuldnerquote von 12,22 Prozent Platz 32 unter den 36 rheinland-pfälzischen Kreisen und kreisfreien Städten. Damit liegt Koblenz auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 9,38 Prozent. Spreizung innerhalb der Stadtgrenzen Innerhalb der Stadtgrenzen von Koblenz zeigen große Spreizungen zwischen den einzelnen Stadtteilen ein noch genaueres Bild. So beläuft sich die Schuldnerquote in den von Überschuldung geprägten Stadtteilen Bubenheim, Neuendorf, Kesselheim, Lützel und Wallersheim auf 19,00 Prozent. Auch hier ist ein klarer Anstieg der Quote gegenüber dem Vorjahr (18,57 Prozent) zu verzeichnen. In diesem Gebiet ist nahezu jeder fünfte Erwachsene überschuldet. Und das schon fast mit Tradition seit 2004 bildet der Postleitzahlenbereich im Norden der Stadt Koblenz das Schlusslicht innerhalb der Stadtgrenzen. Karte 2011 Stadt Koblenz auf Postleitzahlenebene SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

22 Deutlich positiver, trotz Zunahme der Schuldnerquote, gestaltet sich die Situation in den Stadtteilen Karthause, Oberwerth und Stolzenfels. Hier liegt die Quote der Überschuldung bei 7,07 Prozent (Vorjahr: 6,87 Prozent) und damit etwas höher als im vergangenen Jahr. Mit einer Überschuldungsquote von 14,27 Prozent (Vorjahr 14,73 Prozent) weisen die Stadtteile Altstadt und Mitte die zweithöchste Überschuldung im Stadtgebiet auf. Koblenz: rund überschuldete Personen Für alle Koblenzer Stadtteile gilt: Die Schuldnerquoten sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Damit entwickelt sich Koblenz gegen den Bundes- und Landestrend. Im Jahr 2011 leben rund überschuldete Personen in der Rhein-Mosel-Stadt Koblenz. Tab. 10: Vergleich Schuldnerquoten Koblenz nach PLZ-Gebieten g Schuldnerquote in % Veränderung PLZ / Stadtteile Karthause, Oberwerth, Stolzenfels 8,69 8,32 6,61 6,87 7,07-0,37-1,71 0,26 0, Horchheim, Pfaffendorf 10,09 9,76 8,77 9,26 9,48-0,33-0,98 0,49 0, Güls, Metternich, Rübenach 10,72 10,02 8,74 9,20 9,55-0,71-1,28 0,46 0, Arenberg, Arzheim, Asterstein, Ehrenbreitstein, Immendorf, 11,70 11,55 9,84 10,32 10,73-0,15-1,71 0,48 0,40 Niederberg Lay, Moselweiß, Rauental 11,33 11,37 10,51 11,26 11,65 0,04-0,86 0,75 0, Altstadt, Mitte 14,96 14,20 12,9 13,81 14,27-0,77-1,3 0,92 0, Bubenheim, Neuendorf, Kesselheim, Lützel, Wallersheim Sortierung nach Quote ,84 20,12 17,65 18,57 19,00-1,72 2,47 0,92 0,43 Überschuldung verfestigt sich Die negative Überschuldungsentwicklung in der Region Mittelrhein hat keine konjunkturellen Gründe, da die Entwicklung wie auf Bundesebene positiv ist. Im Unterschied zur Region Mittelrhein hat die gute Konjunkturlage im Bund zu einem Rückgang der Schuldnerquoten geführt. Der belebte Arbeitsmarkt erreicht Langzeitarbeitslose und bietet vielen eine Basis für erste, eigene Schritte aus der Schuldenspirale. SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

23 Im Gegensatz dazu kommt es in allen Landkreisen sowie in der kreisfreien Stadt Koblenz im Beobachtungsbereich von Creditreform Koblenz zu einer Zunahme von Überschuldung. Mehr Personen als noch im Vorjahr sind somit erhöhtem finanziellen Druck ausgesetzt. Doch wie ist die atypische Entwicklung gegen den Bundes- und Landestrend zu erklären? Eine detailgenaue Analyse der Überschuldungsentwicklung in der Stadt Koblenz zeigt, dass vor allem im Bereich der amtlich notierten, sogenannten harten Negativmerkmalen ein auch gegenüber den Vorjahren deutlicher Zuwachs verzeichnet wird. Hier sind vor allem Haftanordnungen zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und Privatpersoneninsolvenzen zu nennen. Parallel dazu verringert sich das Gewicht weicher Negativmerkmale wie zahlungsgestörte Forderungen, unstrittige Inkassomandate und Zahlungsverzüge bei der Bestimmung der Schuldnerquoten. Unterteilen sich im Jahr 2004 die bei überschuldeten Privatpersonen in der Stadt Koblenz notierten Negativmerkmale noch mit 46,63 Prozent in harte und 53,37 Prozent in weiche Merkmale zeigt sich im Jahr 2011 ein anderes Bild. 55,01 Prozent der aktuell notierten Negativmerkmale von überschuldeten Personen sind Haftanordnungen zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und Privatpersoneninsolvenzen. Die weichen Negativmerkmale machen nur noch 44,99 Prozent aus. Der Eintritt in die Schuldenspirale verläuft somit nicht mehr fließend in mehreren Schritten, sprich erst ein Zahlungsverzug, ein Inkassofall und dann eine Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung, sondern immer häufig drastisch mit einem von Beginn an amtlich notierten harten Negativmerkmal. Aktuell haben mehr als die Hälfte aller Schuldner in der Stadt Koblenz mit harten Negativmerkmalen im Strudel der Schuldenspirale zu kämpfen. Stärkere Ausprägung von harten Negativmerkmalen Zwar ist Arbeitslosigkeit weiterhin Hauptauslöser für Überschuldung, jedoch wurde das wirtschaftliche Umfeld in den vergangenen Jahren auch für Privatpersonen in ein komplett neues Licht gerückt. Arbeitslosigkeit weiterhin Hauptauslöser für Überschuldung SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

24 Immer neue Faktoren, die ein Abrutschen in die Schuldenspirale nur selten verhindern, werden in unserer Analyse sichtbar. Sind es vor allem junge Menschen in der Altersgruppe 18 bis 35 Jahre die durch eine unwirtschaftliche Haushaltsführung in die finanzielle Schieflage geraten, werden bei den 45- bis 55-Jährigen neben Arbeitslosigkeit als Auslöser für Überschuldung private Schicksalsschläge wie Tod des Partners oder eine Trennung als immer größer werdende Faktoren deutlich. Wie schon in der Vorjahresanalyse SchulderAtlas 2010 Region Koblenz/Neuwied vermutet, hat die Bundesgartenschau Koblenz 2011 in vielen wirtschaftlichen Bereichen als Konjunkturmotor gewirkt und auch für eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt gesorgt. Durch die Steigerung der Beschäftigungszahlen im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Großevent BUGA 2011 in Koblenz wäre auch eine Verbesserung der Überschuldungssituation sehr wahrscheinlich gewesen. Diese Prognose hat sich nicht erfüllt. Die für die BUGA 2011 entstandenen Arbeitsplätze sind in der Regel nicht nachhaltig und dienten nicht als feste Bank für Schuldner im Abbau der eigenen Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern. BUGA 2011 nur kurzfristiger Motor am Arbeitsmarkt Für Deutschland ist nicht mit einer Trendwende und einem Anstieg der Schuldnerquote zu rechnen. Eine Prognose zur Entwicklung der Überschuldungssituation in der Region Mittelrhein stellt sich hingegen als schwierig dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich der entspannte Arbeitsmarkt und das verbesserte konjunkturelle Umfeld in der Region um Koblenz mittelfristig auswirken werden. Mit einer übermäßig hohen Zunahme der Überschuldung ist im kommenden Jahr allerdings nicht zu rechnen. Eine Stagnation oder ein leichter Rückgang der Überschuldung sind auch in der Region Mittelrhein die wahrscheinlichsten Optionen. Gespräche mit den Schuldnerberatungen der Region Koblenz/Neuwied zeigen, dass der erneute Zuwachs der Überschuldung in der Region bisher noch nicht in hohem Maße durch vermehrte Beratungstermine oder Anfragen der Schuldner spürbar ist. SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

25 Bei den, für überschuldete Personengruppen äußerst wichtigen Beratungsorganisationen kann generell von einer hohen Auslastung bis hin zur Überlastung der Schuldnerberater gesprochen werden. So müssen Schuldner auch in Koblenz in Folge der Überlastung der Beratungsstellen mit zum Teil sehr langen Wartezeiten rechnen. Ein Ausbau der Schuldnerberatungen, aber auch wichtige Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Schulen, sind immer wieder geforderte Punkte zur Entwicklung und Förderung von teilweise nicht vorhandener Finanzkompetenz in den Familien. An dieser Stelle zeigt sich die Bedeutung persönlicher Gespräche im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung. So wird in den Schuldnerberatungen nicht nur Wert auf die finanzielle Beratung gelegt. Es werden darüber hinaus auch persönliche Schwierigkeiten, die durch Überschuldung entstehen können, wie Ehekrisen oder der Verlust von sozialen Kontakten, angesprochen und Hilfestellung gegeben. Stärkung der Schuldnerberatungen für bessere Finanzkompetenz Schuldnerberatungen: emotionale Stütze zur Stärkung der Eigenmotivation Überlastung von Beratungsstellen nimmt weiter zu Entwicklung SchuldnerAtlas Koblenz Karte Koblenz 2009 nach Postleitzahlen Karte Koblenz 2010 nach Postleitzahlen Karte Koblenz 2011 nach Postleitzahlen SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

26 Stadt Neuwied Mit einer durchschnittlichen Schuldnerquote von 10,87 Prozent belegt die Stadt Neuwied im Ranking der Kreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz wie im Vorjahr einen Platz im unteren Mittelfeld und rangiert damit über dem Schnitt von Rheinland-Pfalz (9,67 Prozent). Aktuell leben rund überschuldete Personen im gesamten Stadtgebiet. Die Spreizung der Schuldnerquoten innerhalb der Stadtgebiete fällt in Neuwied geringer aus als in Koblenz. So wurde in den Stadtteilen Altwied, Irlich, Leutesdorf, Niederbieber, Rodenbach, Segendorf und Torney eine Überschuldung von 7,76 Prozent (Vorjahr 7,71 Prozent) gemessen. Negativer Spitzenreiter ist der Stadtteil Feldkirchen mit einer Schuldnerquote von 13,71 Prozent (Vorjahr: 13,04 Prozent). Hier wird der mit 0,67 Prozentpunkten stärkste Anstieg der Schuldnerquote im Stadtgebiet gemessen. Die Stadtgebiete Block, Engers, Gladbach, Heimbach- Weis und Oberbieber weisen mit einer Überschuldung von 11,14 Prozent (Vorjahr 10,67 Prozent) einen Anstieg der Schuldnerquote auf und liegen wie Feldkirchen klar über dem rheinland-pfälzischen Durchschnitt. Neuwied: rund überschuldete Personen Tab. 11: Vergleich Schuldnerquoten Neuwied nach PLZ-Gebieten g Schuldnerquote in % Veränderung PLZ / Stadtteile Altwied, Irlich, Leutesdorf, Niederbieber, Rodenbach, 8,36 8,19 7,12 7,71 7,76-0,17-1,08 0,59 0,05 Segendorf, Torney Block, Engers, Gladbach, 12,10 11,41 10,08 10,67 11,14-0,69-1,33 0,59 0,47 Heimbach-Weis, Oberbieber Feldkirchen 14,09 13,28 11,98 13,04 13,71-0,82-1,30 1,06 0,67 Sortierung nach Quote 2011 SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

27 VI. Überschuldung und Schuldnerklima in Deutschland im Wirtschaftsboom Deutschland erlebte in den letzten zwölf Monaten einen in dieser Form nicht erwarteten Konjunkturboom. Die dramatischen Umsatz- und Gewinneinbrüche der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 2009 wurden wieder mehr als vollständig ausgeglichen. Die Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik übertrifft anders als die meisten großen Volkswirtschaften [ ] bereits wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise. (Creditreform Wirtschaftsindikator, August 2011). Diese insgesamt sehr positive Entwicklung wird durch den Blick auf die Entwicklung des Geschäftsklimas und der Arbeitslosenquoten in Deutschland gestützt und zeigt die hohe Korrelation zwischen positivem Konjunkturklima, abnehmender Arbeitslosigkeit und zeitlich leicht versetztem Rückgang der privaten Überschuldung / 2011: Konjunkturboom belebt Arbeitsmarkt und entlastet Überschuldungsentwicklung Korrelation zwischen positivem Konjunkturklima, Belebung des Arbeitsmarktes und abnehmender Überschuldung Entwicklung von Überschuldung, Arbeitslosigkeit, Konjunktur und geringfügig entlohnter Beschäftigung 2002 bis 2011*) Schuldner Arbeitslosigkeit Geschäftsklima Geringfügige Beschäftigung *) Index-Werte (2000 = 100); Quellen: Arbeitslosigkeit und geringfügig entlohnte Beschäftigung Bundesagentur für Arbeit, jeweils Jahresmittelwerte nach Monats- bzw. Quartalswerten, Juni 1999 bis März 2011 ( ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigte Deutsche und Ausländer, Projektion bis Jahresende 2011) Geschäftsklima: Creditreform Wirtschaftsforschung. SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

28 Die Arbeitslosigkeit in Deutschland liegt als einer der Hauptauslöser von Überschuldungsprozessen im November 2011 auf dem niedrigsten Stand seit November 1990 (Arbeitslosenquote: 6,50 Prozent; Arbeitslose). Auch hier wurde die positive Prognose des Vorjahres für den deutschen Arbeitsmarkt übertroffen. Zudem erreicht der Jobboom der letzten Monate nun auch offenbar die Langzeitarbeitslosen, wie die Bundesagentur für Arbeit Mitte Oktober 2011 berichtete. Erstmals seit der Einführung der Arbeitsmarktreform Hartz IV ab 2005 ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen unter die Marke von zwei Millionen Personen gesunken. Langzeitarbeitslose Schuldner weisen auf Grund ihrer dauerhaften Einkommensarmut nachvollziehbar eine hohe Überschuldungsintensität auf (hohe Anzahl von miteinander verknüpften Negativmerkmalen, meist juristische Sachverhalte und unstrittige Inkasso-Fälle, zudem oft nachhaltige Zahlungsstörungen). Ein dauerhafter Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit könnte so in vielen Fällen auch zu einer Abnahme der Überschuldungsverhärtung führen. Und auch der Blick in die nähere Zukunft bleibt trotz möglicher Konjunktureintrübung für den Arbeitsmarkt positiv. Für 2012 erwartet das Herbstgutachten der Wirtschaftsweisen eine Arbeitslosenzahl, die jahresdurchschnittlich trotz nachlassender Konjunktur nur noch knapp über 2,75 Millionen Arbeitslosen liegen soll. Zudem rüsten sich Wirtschaft und Politik für den Fall, dass sich die Konjunktur in den nächsten Monaten wieder eintrübt. Arbeitgeber und Gewerkschaften fordern daher, die Ausnahmeregeln für Kurzarbeit über den 31. Dezember 2011 hinaus beizubehalten. Diese haben in den Jahren 2008 / 2010 maßgeblich verhindert, dass die damalige Rezession auf den Arbeitsmarkt und letztlich auf die Überschuldungsentwicklung der deutschen Verbraucher durchgeschlagen ist (vgl. SchuldnerAtlas Deutschland 2009 / 2010). Arbeitslosenquote auf niedrigstem Stand seit November 1990 Jobboom erreicht Langzeitarbeitslose Langzeitarbeitslose: Hohe Überschuldungsintensität 2012: Positive Aussichten für den Arbeitsmarkt 2012 / 2013: Beibehaltung der Kurzarbeit soll mögliche Negativentwicklung am Arbeitsmarkt abfedern Kurzarbeit hat 2008 / 2010 Einkommensverhältnisse maßgeblich stabilisiert Zudem hat sich die Einkommenslage vieler Haushalte in den letzten Monaten verbessert. So sollen die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte 2011 SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

29 um 3,2 Prozent zulegen und 2012 auch dank neuer Tarifabschlüsse nochmals um 2,9 Prozent. Es wäre der höchste Anstieg seit der Wiedervereinigung. Gleichzeitig erwarten Forscher, dass die Verbraucherpreise nur moderat anziehen werden. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet für 2012 mit einer Inflationsrate von weniger als zwei Prozent. Allerdings lag die Inflationsrate nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im September 2011 in Deutschland so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr (+ 2,6 Prozent). 2012: Einkommenslage der Verbraucher verbessert sich weiter Trotz aktuell positiver Werte muss daher auch auf Negativentwicklungen und mögliche weitere Überschuldungsrisiken hingewiesen werden, die sich trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung vollziehen und Überschuldungsprozesse einleiten oder verstärken können. So zeigt sich, dass die Anzahl geringfügig oder prekär Beschäftigter weiter zunimmt. Teilzeitarbeit und verkürzte Arbeitszeiten sind hierbei nach wie vor eindeutig die Domäne von Frauen, was eine weitere Erklärung für die langfristig zunehmende Überschuldung von Frauen ist. Generell wird ein anhaltender Strukturwandel zur Teilzeitbeschäftigung konstatiert (DIW-Wochenbericht Nr. 42/2011, ). So hat nach Angaben des Bundesamtes für Statistik der Anteil atypisch beschäftigter Personen (befristet, Teilzeit oder geringfügig beschäftigt) von 5,81 Millionen im Jahr 1999 auf nunmehr 7,84 Millionen deutlich zugenommen (+ 35 Prozent) Tendenz weiter steigend. Zudem gilt auch, dass immer mehr Arbeitnehmer in atypischen Beschäftigungsverhältnissen wegen ihres niedrigen Einkommens auf zusätzliche Hilfe vom Staat angewiesen sind, da der Lohn offensichtlich nicht zum Leben reicht erhielten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Schnitt rund 1,4 Millionen Menschen diese ergänzende staatliche Unterstützung (2007 / 2010: + 13 Prozent). Überschuldungsrisiko: Prekäre Beschäftigung Strukturwandel zur Teilzeitbeschäftigung 1,4 Millionen Menschen erhalten ergänzende staatliche Unterstützung Zudem muss alles in allem für 2011 auch konstatiert werden, dass sich der Befund einer strukturellen Überschuldung vieler Betroffener weiter verfestigt hat. Mittlerweile weisen rund 3,7 Millionen Schuldner eine SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

30 hohe Überschuldungsintensität auf (Anteil an Gesamt: 58 Prozent / Fälle). Diese Gruppe weist viele, oft juristische Sachverhalte, in jedem Fall aber mehrere verknüpfte Negativmerkmale auf. Sie befinden sich in einer nachhaltigen und meist dauerhaften Überschuldungskrise und können nicht oder nur begrenzt von der positiven Entwicklung von Konjunktur und Beschäftigungsmarkt profitieren. Diese Gruppe bildet offensichtlich einen mehr oder minder veränderungsresistenten Schuldnersockel, der zwischen 2006 und 2011 um rund Schuldner zugenommen hat. 3,7 Millionen Personen weisen eine eher hohe Überschuldungsintensität auf Veränderungsresistenter Schuldnersockel 2006 / 2011: Tab 12: Schuldner nach Überschuldungsintensität 2006 bis 2011 *) g Basis Gesamt Hohe Überschuldungsintensität Geringe Überschuldungsintensität werte Anzahl Abw. Anzahl Anteil Abw. Anzahl Anteil Abw ,19 Mio. - 3,40 Mio. 47,3% - 3,79 Mio. 52,7% ,34 Mio. +2,1% 3,46 Mio. 47,1% +1,7% 3,88 Mio. 52,9% +2,4% ,87 Mio. -6,3% 3,44 Mio. 50,1% -0,4% 3,43 Mio. 49,9% -11,6% ,19 Mio. -9,9% 3,46 Mio. 55,9% +0,5% 2,73 Mio. 44,1% -20,3% ,49 Mio. +4,7% 3,61 Mio. 55,6% +4,3% 2,88 Mio. 44,4% +5,3% ,41 Mio. -1,3% 3,70 Mio. 57,8% +2,5% 2,71 Mio. 42,2% -6,0% Abw. 06/11-0,78 Mio. -10,9% +0,30 Mio. +10,5 Punkte +68,8% -1,08 Mio. -10,5 Punkte -28,6% *) Hohe Überschuldungsintensität: hohe Anzahl von miteinander verknüpften Negativmerkmalen, meist juristische Sachverhalte und unstrittige Inkasso-Fälle, zudem oft nachhaltige Zahlungsstörungen / geringe Überschuldungsintensität: eher niedrige Anzahl von Negativmerkmalen, oft auch so genannte nachhaltige Zahlungsstörungen (Minimaldefinition abgegrenzt durch den Tatbestand von mindestens zwei, meist aber mehreren vergeblichen Mahnungen mehrerer Gläubiger). Hingegen hat die Zahl überschuldeter Personen mit eher geringer Überschuldungsintensität 2011 um rund Personen auf 2,71 Millionen Überschuldungsfälle abgenommen (Anteil an Gesamt: 42 Prozent). Diese Schuldnergruppe kennzeichnet sich durch eine eher niedrige Anzahl von Negativmerkmalen, oft auch nur durch so genannte nachhaltige Zahlungsstörungen. Sie konnte 2011 wie bereits in den konjunkturellen Boomjahren 2007 / 2008 überdurchschnittlich stark von der Belebung des Arbeitsmarktes profitieren, ihren Schuldendiensten nachkommen und ihre Schuldenlast abbauen. Diese Gruppe hat zwischen 2006 und 2011 um rund 1,1 Millionen Schuldner abgenommen. 2,7 Millionen Personen weisen eine eher geringe Überschuldungsintensität auf Personen mit geringer Überschuldungsintensität profitieren von konjunktureller Erholung SchuldnerAtlas Region Koblenz/Neuwied

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