Einführung in BPM von einem (ehemaligen) BPM-Kritiker

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1 Einführung in BPM von einem (ehemaligen) BPM-Kritiker Georg Henzler Logica Deutschland GmbH & Co. KG Logica All rights reserved

2 B P M? Datenbank? Beats per Minute? Eine Bank? Energy Drink? Business Process Management! No. 2

3 Ein Prozess-Beispiel: Spesenabrechnung in UML act Process Employee Create Expense Report Edit Report Check Company Policy Treasurer Supervisor Review Report Confirm Receipts Process Expense No. 3

4 Spesenabrechnung in Oracle BPM act Process Employee Create Expense Report Edit Report Check Company Policy Treasurer Supervisor Review Report Confirm Receipts Process Expense No. 4

5 Vorbehalte Ist das Tool wirklich flexibel genug um allen Anforderungen zu genügen? Wo werden die Daten gespeichert? Kann die Fachabteilung durch den Einsatz von visuelle Programmierung wirklich selbst Prozesse erstellen und ändern? Kann BPMN Prozesse komplett beschreiben oder braucht es zusätzlich Programmcode? Sind aufgrund von technischen Rahmenbedingungen technische Diagrammelemente nötig, die den fachlichen Nutzer nur verwirren? Wie sieht es mit Versionierung aus, um die Entwicklung von Prozessen im Team zu erlauben? Wie sieht es mit Qualitätssicherung aus, wenn die Fachseite Prozesse agil verändern kann? Wie wird ein Prozess überhaupt ausgerollt? No. 5

6 Begriffsdefinition Business Process Management Besteht aus Methoden, Werkzeugen und Technologien Erstellen, ausführen, analysieren, simulieren und kontrollieren von Geschäftsprozessen Der Prozess steht im Mittelpunkt Enge Zusammenarbeit der Fachseite mit IT-Spezialisten Kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. Prozessteilnehmer sind sowohl beliebige Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen des Unternehmens als auch Zulieferer und Kunden No. 6

7 BPM Nutzen Effizenz - Die Dinge richtig tun Manuelle Aufgaben automatisieren Übergaben zwischen Abteilungen vereinfachen Überwachung der Prozesse Effektivität - Die richtigen Dinge tun Entscheidungen richtig treffen Ausnahmezustände besser behandeln Agilität Auf neue Dinge reagieren können Prozesse an geänderte Rahmenbedingungen anpassen Prozessverbesserungen schnell implementieren (oder sogar ausprobieren!) Änderungen können von Innen oder von Außen getrieben sein No. 7

8 BPM ist selbst ein Prozess No. 8

9 BPM Werkzeuge Helfen BPM effizient durchzuführen Visuelle Diagrammsprache zur Prozessmodellierung (DSL der Prozessdomäne) Der Standard Business Process Modeling Notation (BPMN) wird in der Regel unterstützt (so auch von Oracle BPM) Laufzeitumgebung um Diagramme direkt auszuführen Business Activity Monitoring (BAM) Schnittstelle zu Umsystemen UND Anwendern nötig Technische Schnittstellen: Web Services, EJB über IIOP, JMS etc. Programmatisch steuerbar über API Interaktion mit den Prozessteilnehmern Anbieter OpenSource (z.b. jbpm von JBoss) Kommerzielle Produkte von fast allen namhaften Herstellern BPM No. 9

10 Die Entwicklungsumgebung Oracle BPM Studio basierend auf Eclipse Perspektive für die BPM-Entwicklung Spezielle grafischen Editoren für Prozesse und Screenflows Code-, Property- und Outline-Editoren Project Navigator zeigt Elemente eines BPM-Projekts in einer intuitiven Struktur Bestandteile eines BPM-Projekts Prozesse Screenflows Programmcode (Event Handler) Nutzer-Interface-Elemente ( Presentations ) organisatorische Gegebenheiten (Rollen, Gruppen, Benutzer, Regeln, Business Parameter) Simulationen und externe Ressourcen No. 10

11 Business Process Modelling Notation (BPMN) No. 11

12 Business Process Modelling Notation (BPMN) Start- und Endpunkt Automatische Aktivitäten Aufrufe von Umsystemen Auswertung interner Zustände alles was programmiert werden kann Manuelle Aktivitäten Sind über Swimlanes einer zuständigen Rolle zugeordnet Ausführen einer Aktion (mit oder ohne zusätzliche Dateneingabe) Evtl. in anderem System das dann über die PAPI die Process Engine benachrichtigt Transitionen Standard: Bedingt und unbedingt (Happy Path) Events Screenflows No. 12

13 Die Programmierung hinter BPMN Ganz ohne Programmierung funktioniert auch BPM nicht Java, VisualBasic.Net oder Process Business Language (PBL) Objektbaum ähnlich zum DOM von HTML-Seiten Implementierung von Event Handlern Zugriff auf Java Standardbibliothek als auch beliebige andere Komponenten Erstellen von Formularen: Presentations Datenpersistenz Als Prozess-Property mit dem Prozess selbst Durch eigenes Java-Modul Durch Aufruf von Umsystemen No. 13

14 Der BPM WorkSpace No. 14

15 Der BPM WorkSpace Das Standard-Benutzer-Interface für Prozessteilnehmer Arbeitsbereiche: Applications, Work Items und Work Item Details Zum Testen in Verbindung mit BPM Studio (Web-Applikation auf Tomcat) Produktiv als Portlets im Portal Benutzerspezifische Ansichten (Nutzer kommen je nach Umgebung aus Projekt oder Portal) Layout und angezeigte Informationen sind individuell anpassbar Anzeigen von Formularen (Presentations) Zugriff auf Informationen über den aktuellen Prozess (z.b. Workload) bzw. die Prozessinstanz (z.b. aktuelle Position) möglich No. 15

16 Live Demo No. 16

17 Oracle BPM Process Engine Hoher Durchsatz und Verfügbarkeit Clusterfähig Versionsverwaltung für Prozesse Flexible Integrationsmöglichkeiten: Web Services, EJB, JMS, JMX, JNDI, SQL, Microsoft COM, Mail (senden und empfangen), CORBA Steuerbar über API (Process API PAPI) Nicht als Bibliothek verwendbar, läuft auf jeden Fall als eigener Server BPM WorkSpace No. 17

18 Business Activity Monitoring (BAM) Ermöglicht dem Management schnell und einfach den Status aller Geschäftsprozesse abzurufen und zu bewerten ( Management Dashboard ) Überwachung von Key Performance Indicators (KPIs) Abgrenzung zu Business Intelligence (BI): BAM liefert Echtzeitansicht aktuell laufender Prozesse anstatt einer Sicht auf historische Daten BAM Features von Oracle BPM: Prozessinformationen werden automatisch in einer BAM-Datenbank gespeichert Ein Standard-Dashboard kann schnell konfiguriert werden Eigene Dashboards können mit Hilfe der mitgelieferten Diagrammkomponenten einfach implementiert werden Beliebige Prozessattribute können als Business Indicator gekennzeichnet werden und stehen dadurch für eigene Diagramme zur Verfügung No. 18

19 Operative Aspekte Deployment-Unit: Projektexport Zip-Archiv mit Erweiterung.exp Ant Task für Deployment unter Angabe vom umgebungsspezifischen Konfigurationswerten (Zuordnung Portalgruppen zu Rollen, Web Service URLs, etc.) Portalintegration mit anderen Oracle-Produkten funktioniert tadellos und lässt sich einfach konfigurieren Naturgesetze der Informatik gelten auch für BPM (z.b. Laufzeitkomplexität) Zusammenarbeit im Team mit Versionskontrolle ist mit gängigen Tools wie z.b. Subversion möglich No. 19

20 Zusammenfassung Solides Prozess-Framework verkürzt die Entwicklungszeit von prozessbasierten Applikationen erheblich Diagrammsprache eröffnet neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Fachseite und IT-Spezialisten Programmierkenntnisse nach wie vor nötig Vielseitige Integrationsmöglichkeiten (nicht nur Web Services) BPM WorkSpace ist ein solides portalbasiertes Standard-Benutzer-Interface mit dem sich Prozesse schnell in der Praxis in Betrieb nehmen lassen. Aufwand für Betrieb und Schulung von Prozessteilnehmern, Analysten und Programmierern darf nicht vernachlässigt werden No. 20

21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Noch Fragen? Nr. 21

22 Kontaktadresse: 06 November 2009 Guidelines & Samples No. 22

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