Trainerfortbildung des VFV (Jugendfußball)

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1 Trainerfortbildung des VFV (Jugendfußball) Thema: Entwicklung einer eigenen Spielund Trainingsphilosophie Inhaltlicher Ablaufplan: Was ist eine Spielphilosophie? Wie komme ich zu einer SP.Philosophie? Entwicklung einer Identität Entwicklung einer eigenen, intelligenten Spielphilosophie (Systematischer Aufbau) Psychologie im Fußball Richtige Analyse lernen Praktische Umsetzung, ausgehend vom Spiel und der Analyse Mag. Rupert Marko Persönliche Daten: Nationalität: AUT Geburtsdatum: Status: verheiratet, zwei Söhne Ausbildung: Magister Rechtswissenschaften 2001 Gerichtsjahr Anwaltskanzlei Trainerausbildung: UEFA-B-Lizenz UEFA-A-Lizenz UEFA-Pro-Lizenz Mag. Rupert Marko Spielerstationen: SK Sturm Graz FC Swarovski Tirol Austria Salzburg Austria Wien SK Sturm Graz FC Gossau CH SV Flavia Solva Erfolge als Spieler: 3x Meister, 2x Cupsieger, 1x Supercupsieger, Europacupviertelfinale, 3x A-Nationalteam Teilnahme an der U20 WM und U19 EM Endrunde LZ-Meister, LZ-Cupsieger, Österreichischer Schulmeister Teilnahme an HIS Schul WM Mag. Rupert Marko Trainerstationen: BNZ U18-Trainer, Cotrainer SK Sturm Graz ASK Kottingbrunn (RL Ost) SV Horn (RL Ost) Seit 2011 ÖFB-Teamchef Nachwuchs Trainererfolge: 3 x Meister 3 x Cupsieger 1 x Supercupsieger 3 x UEFA-Championsleague 1 x UEFA U19 EliteRunde 1 x UEFA U17 EliteRunde Andreas Kopf Persönliche Daten: Nationalität: AUT Geburtsdatum: Status: verheiratet, vier Kinder Beruf: Sportdirektor und Ausbildungsleiter des Vorarlberger Fußballverbandes Ausbildung: HTL Nachrichtentechnik/Elektronik Trainerausbildung: UEFA-B-Lizenz UEFA-A-Lizenz Elite-Junioren-Lizenz UEFA-Pro-Lizenz

2 Andreas Kopf Trainerstationen: - Amateurbereich (Trainer + Spielertrainer) - BNZ/AKA Vorarlberg U17 + U19 - LAZ Vorarlberg + Vorarlberger Landesauswahl - CoTrainer ÖFB U19/20 Nationalteam Weitere Stationen: - Sportlicher Leiter LAZ/AKA Vorarlberg - Leitender Instruktor der VFV Trainerausbildung - Sportkoordinator des ÖFB - Mitglied des ÖFB Komitees Sport seit : - Sportdirektor des Vorarlberger Fußballverbandes Alois Stolz Persönliche Daten: Nationalität: AUT Geburtsdatum: Status: verheiratet, zwei Kinder Ausbildung: HTL Maschinenbau Akadem. Mentalcoach Trainerausbildung: LV-Trainerlehrgang Fußball Tätigkeiten: Nachwuchstrainer bei div. VFV Vereinen Seit 2008 Mentalcoach der AKA und des LAZ Vorarlberg Seminarunterlagen: (Trainerwesen/Download Kursunterlagen)? Was ist eine Spielphilosophie? Entwicklung einer eigenen Spiel- und Trainingsphilosophie im Nachwuchsund Erwachsenenbereich Bregenz, Programm Spielphilosophie allgemein Eigene Spielphilosophie Entwicklung einer eigenen Spielphilosophie Umsetzung einer eigenen Spielphilosophie

3 Spielphilosophie allgemein Spielphilosophie allgemein Philosophia = Griechisch, Liebe zur Weisheit das Wissen des Nichtwissens, das trotz der Einsicht in seine Unvollendbarkeit nach dem höchstmöglichen Wissen strebt Platon Die Art und Weise des Spiels Richtlinien, Orientierungspunkte, Verhaltensmuster in den jeweiligen Situationen Die Spielphilosophie bestimmt die Spielqualität. Sie liefert uns die Beobachtungs und Analysekriterien für die Spiele auf allen sportlichen Ebenen Die Spielphilosophie orientiert die Gedanken und die Handlungen der Spieler und Trainer zu einem gemeinsamen Ziel hin. Spielphilosophie allgemein Spielphilosophie allgemein Sie vereint unsere Kräfte und erlaubt uns eine Fußballkultur zu entwickeln. Die Spielphilosophie ist auch der Ausgangspunkt für die Ausbildungsziele. Wir müssen trainieren wie wir spielen wollen und wir spielen wie wir trainieren. Taktik Spielprinzipien Spielpositionen Spielsystem Spiel in der Offensive Spiel in der Defensive Umschaltverhalten Standardsituationen etc Identität Eigene Spielphilosophie? Identität Mannschaft / Verein

4 Kritiker Vater Freund Identität = Die völlige Übereinstimmung einer Person oder Sache mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird Motivator Erzieher Coach Lehrer Visionär Trainer Experte Psychologe Manager Führungskraft (Spiel)Philosophie und Werte: Wofür stehe ich? Welches Ziel verfolge ich? Was (welche Werte) leitet mein Handeln und Tun? Begeisterung (Freude am Sport) Fairness Teamgeist Respekt? Methodische Entwicklung einer eigenen, intelligenten Spielphilosophie Eine Antwort: Durch die richtigen Entwicklungsschritte Fragestellung Heute : Wie vermittelt man Fußballwissen?

5 ÖFB Perspektivplan Langfristiger Leistungsaufbau im Fußball KINDERFUSSBALL ÖFB Perspektivplan Langfristiger Leistungsaufbau im Fußball JUGENDFUSSBALL Vorarlberger Fußballverband Grundphilosophie der Ballschule Zuerst sportspielübergreifende, dann sportspielspezifische Vermittlung Zuerst spielerische, dann übungsorientierte Vermittlung IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORARLBERGER FUSSBALLVERBAND Zuerst implizite, dann explizite Vermittlung Kinder sollen spielend lernen, wie sie lernen können zu spielen Fit 4 future

6 Entwicklung der Spielintelligenz Kinder werden durch die Ballschule spielfähig Fußball zu spielen ohne zu denken, ist wie aufs Tor zu schießen ohne zu zielen! (Horst Wein) Intelligenz ist die Fähigkeit: Probleme und Aufgaben effektiv und schnell zu lösen sich in ungewohnten Situationen schnell zurechtzufinden Ein intelligenter Spieler: nimmt Spielsituationen blitzschnell wahr analysiert Spielsituationen genau trifft kluge Entscheidungen handelt kreativ und flexibel Ein intelligenter Spieler hat auch: Mut zum Risiko Gleichgewicht zwischen Risiko und Sicherheit Selbstvertrauen übernimmt Verantwortung, eigene Fehler bringen ihn nicht aus dem Rhytmus

7 < Funinho / Video > Zusammenfassung: Stimulieren mit Spielen u. Wettkämpfen statt instruieren mit Übungen Wettkämpfe auf körperliche und geistige Entwicklung ausrichten Fragen stellen, nicht nur Anweisungen geben Nur so erhalten wir Spieler: die Spielsituationen blitzschnell wahrnehmen das Spielgeschehen genau analysieren kluge Entscheidungen treffen kreativ und flexibel handeln Wie fördert man Spielintelligenz im Fußball? Stimulieren mit Spielen anstatt instruieren mit Übungen

8 Grundlagen des Lernens: Sage es mir - und ich vergesse Zeig es mir - und ich behalte beteilige mich - und ich verstehe (Laotse)? Umsetzung einer Spielphilosophie ausgehend von Spiel und Analyse Überlegungen Orientierung Weltklasseteams Identität Ein Trainer des FC Barcelona, ein Katalane, dem man eine Fußballbesessenheit, eine Fußballverliebtheit nachsagen kann, gerade in der Art wie er spielen lässt. Aber das was er uns an diesem Tag gesagt hat, war viel mehr als Fußball. Nämlich uns daran zu erinnern, wo wir herkommen und was uns stark gemacht hat. Das hat er eingefordert. In welcher Richtung? Dass sich traditionelle Stärken wie Mentalität und Power nicht beißen müssen mit der Art und Weise Fußball zu spielen. Ich will nur sagen, dass Pep die Seele der Spieler berührt hat. Mathias Sammer Überlegungen Idee dahinter Verein Zuseher The players Ein Stil make the style of Fußball play. Mensch Gines Melendez Werte Phantasie Spieler - System SPIELPHILOSOPHIE JG 1997 Initiative Taktisch flexibel Technisch anspruchsvoll Intelligenz Siegeswille Spielfreude Identität UMSETZUNG BASICS Initiative Agieren Taktisch flexibel Mannschaft Technisch Pässe anspruchsvoll Ausnutzen des Intelligenz Raumes Siegeswille Kollektive Technik Spielfreude Bewegung Identität

9 BASICS Agieren Mannschaft Pässe Ausnutzen des Raumes Kollektive Technik Bewegung Wie? Ganzheitlich Spielerisch Kleinfeld Variabel/Variation Flexibel/Beweglich Überzahl/Unterzahl Wenig Unterbrechungen Lange Dauer Wie? Regeln Spielerisch Kleinfeld nur flache Pässe Variabel/Variation Wenig Ballkontakte Flexibel/Beweglich Rutschverbot Überzahl/Unterzahl Immer anspielbar sein Provokationsregeln Fixe Balleroberung Wenig Unterbrechungen Sofortiges Umschalten Lange Dauer Joker SPIELPHILOSOPHIE REGELN BASICS WIE Initiative Taktisch flexibel Technisch anspruchsvoll Intelligenz Siegeswille Spielfreude Identität SPIEL UMSETZUNG ANALYSE Analyse The game asks the questions and answers the questions TRAINING CONCLUSIO Eigene Spielphilosophie Erfahrung Video Position Moment Richtung Tempo Spieler

10 Analyse Szene Österreich Malta, Tor zum 0:1 Gruppenarbeit Analyse The game asks the questions and answers the questions Psychologie Kommunikation Wahrnehmung Lernen? Psychologie im Fußball Coaching im Jugendfußball Beobachten... Analysieren... Umsetzen... Potenzialentfaltung Die Lernfaktoren Potenzial Störungen Leistung L = P - S

11 Lernen - Merken Kommunikation Kommunikationsfallen Vermeidungsanweisungen Wir dürfen nichts riskieren! Wir müssen ein Gegentor vermeiden! Seid nicht so ängstlich! Spielt nicht immer quer! Handlungsziele Wir trauen uns, offensiv zu spielen! Wir greifen konsequent an! Traut euch das Dribbling zu! Spielt steil in die Spitze! Konzentrier dich!!!

12 Perspektivenwechsel Ein Kelch oder zwei Gesichter? Woran denkt Sigmund Freud? < Video Radetzkymarsch > < Kaffeepause >

13 ? Praxis Beispiel ÖFB U17 Nationalmannschaft Initiative Dynamisch und variabel Ballbesitz Balleroberung Ballbesitz Ziel ist ein Tor zu erzielen Steil vor breit Dynamisches Anbieten Ausnützung des gesamten Spielfeldes IV sehr breit, AV rücken seitlich vor, TM als Libero, MFSp und ST als Anspielstationen Ballbesitz Kontinuierlicher Spielaufbau Außenpositionen einfach besetzt Spieleraustausch Defensiv Offensiv, Offensiv Defensiv, Mitte Seite, Seite Mitte Überzahl in Ballnähe Hinterlaufen Läuferisches Attackieren der vorderen Zonen Balleroberung Ballverlust führt zu Balljagen Steuerung des gegnerischen Spielaufbaus Überzahl in Ballnähe Vermeiden von Foulspiels Taktisch flexibel Dynamisch und variabel Spielsystem variabel Prinzip der kürzesten Wege Spiel zwischen den Linien Abwechselnd Raum-Manndeckung Konterspiel Standards

14 Spielsystem variabel Defensive Grundordnung 1:4:5:1 Kompaktheit Offensive Grundordnung 1:3:4:3 Ausnutzung des gesamten Spielfeldes Grundordnung, wechselt je nach Situation in eine notwendige Spielordnung Prinzip der kürzesten Wege Ballnächste attackiert, Mitspieler übernimmt Position Auspendeln Spiel zwischen den Linien Anspielstation seitlich, vor und hinter den gegnerischen Spielern Abwechselnd Raum-Manndeckung Bei Balljagen Manndeckung der anspielbaren Gegenspieler Konterspiel Bei Balleroberung erster Gedanke ein Tor zu erzielen Sprint in die Offensivräume Organisation der Defensive wegen Gegenkonter Standards Konsequente Einteilung Verantwortlichkeit der einzelnen Spieler Eckball: Def.: Beide Torpfosten, kurzer 5er, 2 Spieler auf der 5er Linie, 5 Spieler am Mann Off.: Zwei Spieler am Ball, 4 Spieler im 16er, 2 Spieler am 20er, 2 Spieler Mittellinie

15 Standards Seitliche Freistöße: 2 Außenspieler offensiv Outeinwürfe Off.: Spielfeld groß machen, Steillaufen Def.: Überzahl, Seitlich attackieren Technisch anspruchsvoll Dynamisch und variabel Kombinationsspiel Kombinationsspiel Flache Pässe Kurze Pässe Am Mann Erster Gedanke offensiv Stellungsspiel 1:1 Standardsituation Schiedsrichter Intelligenz Konsequenz Laufbereitschaft Lernbereitschaft Siegeswille 1:1 Pass Abschluss Konsequenz

16 Laufbereitschaft Hilfe für den Mitspieler offensiv und defensiv Hilfe für die Mannschaft Lernbereitschaft Aus Fehlern Aus Situationen Gegner, Mitspieler, Vorbilder Trainer, Betreuer Spielfreude Spaß an der Aufgabe Positive Einstellung zum Training, Spiel, Mitspielern, Betreuern, Umfeld Hilfsbereitschaft Österreich Art zu Spielen Botschafter Kleidung Hymne Identität 2012 Länderspiele 11 Spiele 5 Siege, 5 Niederlagen, 1 Unentschieden < Video Nationalhymne > Österreich Belgien 2:1, 2:3 Österreich Nordirland 5:1, 2:0 Österreich Ungarn 3:0, 1:2 Österreich Slowakei 3:0 Österreich Deutschland 2:2, 1:6 Österreich Irland 1:2, 1:2

17 2013 Länderspiele 15 Spiele 11 Siege, 2 Niederlagen, 2 Unentschieden Österreich Holland 1:1 Österreich Portugal 0:1 Österreich Schottland 1:1 Österreich Ungarn 1:0, 1:0 Österreich Rumänien 4:2, 4:0 Österreich Malta 3:1, 1:0 Österreich Schweiz 1:0, 0:4 Österreich Belgien 2:0 Österreich Deutschland 1:0 Österreich Dänemark 2:0 Österreich Kasachstan 2:0 10 Gebote Spiele einfach Spiele was Du siehst Behalte(n) den Ball Zirkuliere den Ball Spiele in die Tiefe Spiele Pässe mit Qualitiät Nimm den Ball bewusst an Bewege Dich gut Der 3.Spieler ist der Wichtigste Denke voraus Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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