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1 Referatsgestaltung Einen zusätzlichen Leitfaden zur Gestaltung von Referaten finden Sie hier. Hinweise zur Arbeit mit Powerpoint: Wissenschaftlich mit PowerPoint arbeiten / Tobias Ravens. - München : Pearson Studium, c S. : Ill., ISBN (liegt im Sekretariat Biologische und Klinische Psychologie aus) Anmerkungen zur Referatgestaltung überarbeitete Checkliste folgender Quelle: 1. Ziele des Referats Was möchte ich mit meinem Referat erreichen? Welche Vorgaben sind zu berücksichtigen (Hinweise durch den Seminarleiter, vorhandene Literaturvorgaben etc.)? Was sollen die Seminarteilnehmer lernen? 2. Thema des Referats und seiner Bezüge zu Teilgebieten der Psychologie zu den Zuhörern auf welche Auswahl von Inhalten begrenzt sich das Referat? Vorstellung der eigenen Person 3. Welche Vorkenntnisse werden vorausgesetzt? bei den Zuhörern? Welche Fachdisziplinen werden im Thema angesprochen? Welche Theorien und methodischen Kenntnisse werden vorausgesetzt? Auf welchen Begriffen wird aufgebaut? Wenn Vermutungen bestehen, dass grundlegende Theorien, Begriffe oder Methoden nicht vorausgesetzt werden können, sollten diese Inhalte vorab nochmals kurz wiederholt werden. Was ist bei den Zuhörern bereits bekannt, was ist neu? Was könnte am meisten interessieren und faszinieren? Welche Bezüge zu praktischen Anwendungsfragen kann ich voraussetzen oder muss ich herstellen? 4. Inhalt - Sammeln, Auswählen, Gewichten, Gestalten

2 Welche Theorien, Begriffe und Methoden sind neu und müssen behandelt werden Welche experimentellen oder empirischen Studien helfen, das Thema am besten zu verdeutlichen? Wie viel Zeit steht mir zur Verfügung? Wo können Schwerpunkte gesetzt und wo kann gekürzt werden? Welche Kernaussagen möchte ich auf jeden fall vermitteln? Welche Beispiele können die Kernaussagen am besten verdeutlichen? Wie kann ich die Logik meiner Argumentation verdeutlichen (Übersicht auf Folie geben) Welche Medien zur Visualisierung kann ich einsetzen? Welche Abbildungen, Flussdiagramme, Gliederungen helfen am besten, das präsentierte leicht nachzuvollziehen? Werde ich ein Manuskript für meinen Vortrag anfertigen oder völlig frei reden? 5. Manuskript Wie gestalte ich die Vorlage für den Vortrag? Kärtchen mit Stichpunkten, die alle wesentlichen Informationen enthalten, neben Inhalt auch Hinweise auf die Dramaturgie, Auftreten, z.b. Erinnerung an Blickkontakt oder Verständnisfragen, Auflegen von Folien oder Fragen zum Einbeziehen der Zuhörer auf die Kärtchen nicht zuviel schreiben Stichpunkte reichen, dann wird auch die Rede frei auch Einleitung und Schluss sowie Inhalte der Folien festhalten 6. Aufbau des Referats Einleitung (ca. 15% der Zeit) Teilnehmern einen Überblick über das Thema des Referates geben Gliederung vorstellen Thema einleiten Aufmerksamkeit und Interesse wecken Bezug zu den Teilnehmern herstellen Hauptteil (ca. 75% der Zeit) roten Faden nicht verlieren: immer wieder auf Gliederung zurückkommen Schluss (ca. 15% der Zeit) Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen Verständnisfragen klären Überleitung zur Diskussion, Zuhörer zu Fragen und Beiträgen animieren Referat abrunden, indem man sich z.b. bei den Zuhörern bedankt 7. Verhalten gegenüber den Zuhörern

3 Blickkontakt halten Verständnisfragen zulassen und dazu ermuntern langsam sprechen und Pausen einlegen Inhalte wiederholen unterschiedliche Formulierungen verwenden Zuhörer mit Namen ansprechen, falls bekannt weibliche Formen auch verwenden freundliche und offene Mimik 8. Auftreten persönlichen Bezug einbringen, z.b. Erfahrungen während der Beschäftigung mit dem Thema sorgfältige Vorbereitung soll erkennbar sein 9. Visualisierung und Medieneinsatz zu allen wichtigen Teilen der Präsentation (Gliederung, Kernaussagen) Visualisierungen anfertigen mögliche Visualisierungen: Text, grafische Schaubilder, Symbole, Bilder Wichtige Punkte für eine Textvisualisierung (Bsp.: Overhead-Folie): weniger ist mehr! nur wichtige Kernaussagen einfache, präzise Formulierungen stichwortartige Aufzählungen Abstand zwischen den Zeilen nicht zu gering wählen Lesbarkeit bis zur letzten Reihe sicherstellen maximal 7 Inhaltspunkte pro Visualisierung Mögliche Medien sind: Overhead, Tafel, Dia, Flip-Chart, Pinwand, Video Allgemeine Hinweise für den Einsatz von Medien: freie Sicht für alle Teilnehmer auf das Medium ermöglichen der dargestellte Inhalt muss für alle lesbar sein genügend Zeit für das Wahrnehmen des Gezeigten geben Blickkontakt mit dem Publikum auch während des Medieneinsatzes halten (nie mit dem Rücken zum Publikum stehen und zur Tafel sprechen) gegebenenfalls mit Hand, Stift oder Zeigestock durch das Medium "führen" das, was das Medium darstellt, erläutern (Bsp. eine Tabelle, Gliederung etc.) und dies nach der Erläuterung entfernen möglichst zwei Medien verwenden (z.b. Flip-Chart oder Tafel, um visualisierte Inhalte dauerhaft zu zeigen; Overhead, verwenden, um sie kurzzeitig zu präsentieren) Tipps zur Herstellung von Overhead-Folien:

4 pro Folie nur ein Thema pro Folie möglichst nicht mehr als 6 bis 8 Zeilen mindestens 14-Punkt Schriftgröße wieder nach dem Motto: weniger ist mehr! eigentliche Schriftfarbe sollte schwarz sein; rot/grün zum Unterstreichen und Hervorheben verwenden Tips zum Schreiben auf Flip-Chart: der Flip-Chart eignet sich für ein Publikum bis maximal 20 Personen Abstand der Zuhörer zum Flip-Chart max. 8 m pro Plakat nur ein Thema die eigentliche Schriftfarbe sollte schwarz sein optimale Schrift: Schriftgröße: 2,5-5 cm in Druckschrift schreiben Groß- und Kleinbuchstaben verwenden 10. Schriftliches Material für die Teilnehmer Man sollte abwägen, ob das Handout vor oder nach dem Referat ausgeteilt werden soll. Austeilen vor dem Referat gibt den Zuhörern die Möglichkeit, sich immer wieder am Thesenblatt zu orientieren, Ergänzungen anzufügen, ohne alles mitzuschreiben. Gleichzeitig besteht aber die Gefahr, dass sie mehr auf das Blatt als auf den Referenten sehen und ihre Aufmerksamkeit nicht mehr ungeteilt auf dem Vortrag ruht. Mögliche Lösung: zu Beginn darauf hinweisen, dass alles wesentliche auf dem Handout steht und ankündigen, dass das Handout erst zum Schluss verteilt wird (verhindert allerdings Anmerkungen) 11. Üben Die Präsentation sollte mindestens einmal (besser zweimal), am besten natürlich vor "Probepublikum" geübt werden. Hierbei sollte man auf die benötigte Zeit achten und Inhalte entsprechend kürzen, um im vorgegebenen Zeitrahmen zu bleiben. 12. Frage- oder Diskussionsrunde vorher klären, wer die Diskussion leitet wenn man selbst Diskussionsleiter ist: provokante Fragen überlegen, um eine Diskussion in Gang zu bringen 13. Rahmenbedingungen

5 einen exakten zeitlichen Rahmen planen, der ausreichend Zeit für Fragerunde und Diskussion lässt dieser Rahmen sollte dem Publikum mitgeteilt werden nach Möglichkeit für frische Luft und geeignete Lichtverhältnisse sorgen 14. Gruppenpräsentationen zu Beginn der Präsentation darauf hinweisen, dass es sich um eine Gruppenpräsentation handelt und die Gruppenmitglieder und deren Beiträge vorstellen Der Wechsel zwischen einzelnen Gruppenmitgliedern während der Präsentation sollte gestaltet werden. Darauf achten, dass die Übergabe und Übernahme sowohl inhaltlich ("Die folgenden Ausführungen zum Thema...") als auch personenbezogen ("wird... vorstellen") erfolgen müssen. 15. Nachbereitung Reflektieren, was das nächste Mal anders gehandhabt werden sollte. Hierzu ist es hilfreich, sich Feedback von anderen geben zu lassen. Literatur Hartmann, M., Funk, R. & Nietmann, H. (1992). Präsentieren. Weinheim: Beltz. Kulich, C. (1991). Erfolgreich Präsentieren. Ehningen: Expert. Seifert, J.W. & Pattay, S. (1989). Visualisieren - Präsentieren - Moderieren. Speyer: Gabal

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