Betriebliche Gestaltungsfelder

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1 Betriebliche Gestaltungsfelder Ist-Analyse im Betrieb Name Autor/in Anlass, Ort und Datum Gefördert vom: 1

2 Gliederung 1. Einleitung: Ist-Analyse 2. Formulierung möglicher Fragen 3. Herangehensweisen 4. Vorhandene Daten nutzen und Vergleiche anstellen 5. Best Practice Thema, Bereich, Autor, Version, Datum 2

3 Einleitung Ist-Analyse Ist-Analyse im Betrieb: Erster und wichtiger Schritt für die Identifizierung und anschließende Gestaltung von betrieblichen Handlungsfeldern Bestandsaufnahme der aktuellen Situation von Familienernährerinnen (und allen anderen Beschäftigten) im eigenen Betrieb Begriff Familienernährerin - oftmals nicht sehr geläufig und betroffenen Frauen (noch) nicht bekannt Umschreibungen wie Hauptverdienerin, Alleinverdienerin oder ähnliches lassen das Phänomen oft leichter erklären

4 Formulierung von Fragen Folgende Fragen könnten bei einer Ist-Analyse relevant sein: Gibt es Familienernährerinnen im Betrieb? Wenn ja, wie viele? Wie viele haben Kinder bzw. tragen Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige? In welchen Bereichen/ Abteilungen und auf welchen Positionen arbeiten sie? Wie sind ihre Arbeitszeiten? (Dauer, Arbeitszeitmodelle und Überstunden) Bestehen unerfüllte Wünsche nach einer Verringerung oder Aufstockung der Arbeitszeit? Gibt es bereits unterstützende Maßnahmen oder Vereinbarungen, die insbesondere auf Familienernährerinnen ausgerichtet sind? Welche weiteren spezifischen Maßnahmen wünschen sich Familienernährerinnen?

5 Formulierung von Fragen Mögliche Frageformulierung zu Familienernährerinnen Tragen Sie mit ihrem Einkommen die finanzielle Hauptverantwortung in ihrer Familie? Ja Nein verteilt sich auf beide Partner gleich Wenn ja, sind Sie Alleinverdienerin (d.h. die einzige verdienende Person)? Ja Nein Ist Ihre Situation als Familienernährerin von Dauer? Ja, sie ist von Dauer. Nein, sie ist absehbar befristet auf max. 1 Jahr Sind Sie als Familienernährerin im Betrieb / in der Dienstelle von besonderen Herausforderungen betroffen? Nein Ja, und zwar

6 Herangehensweisen Unterschiedliche Herangehensweisen um Daten zu erfassen: Gezielte Einzelgespräche mit (potentiell) betroffenen Frauen Persönliches Ansprechen aller im Betrieb beschäftigten Frauen, z.b. auf der Betriebsversammlung oder in kleinen Gruppengesprächen Schriftliche Umfrage unter allen (weiblichen) Beschäftigten per Fragebogen oder Intranet-Formular Aufnahme zusätzliche Fragen in einer im Betrieb geplanten Beschäftigtenbefragung

7 Herangehensweisen Wenige gezielten Fragen - Thema im Rahmen von Befragungen aufgreifen und grundlegende Daten erheben Vollbefragung aller weiblichen Beschäftigten im Betrieb - es lassen sich aussagekräftige Zahlen gewinnen Befragung mit Hilfe eines selbst konzipierten Fragebogens - Versandt per oder Hauspost an alle Kolleginnen Befragung durch ein vorgefertigten Befragungs-Tool, zum Beispiel: Klimaindex Vereinbarkeit der IG Metall Fragebogen zur Bedarfsermittlung für eine betriebliche Kinderbetreuung des DGB-Projekts Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten

8 Vorhandene Daten nutzen Daten des Betriebs nutzen Betriebs- und Personalrät/innen haben das Recht ( 80 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz) notwendige Daten des Betriebs bei der/dem Arbeitgeber/in abzufragen Erster guter Einblick in die Beschäftigtenstruktur durch Einsichtnahme Anschließende Befragung mit Fragen, die für die Arbeitssituation von Familienernährerinnen besonders relevant sind.

9 Vergleiche anstellen Öffentliche Datensätze zum Vergleich nutzen Repräsentative Daten für ganz Deutschland helfen die Struktur im Betrieb besser einzuschätzen Situation von Familienernährerinnen im Betrieb abgleichen Öffentlich zugängliche Datenquellen sind bspw. folgende: Eine Bestandsaufnahme bzw. Ist-Analyse der aktuellen Situation im Betrieb sowie den damit verbundenen Wünschen, Erwartungen und Problemen von Familienernährerinnen und allen anderen Beschäftigten, ist ein elementarer Schritt.

10 Best Practice Das Unternehmen: Baugenossenschaft, etwa 600 Beschäftigte, Frauenanteil 60 Prozent, von 55 Prozent Teilzeitbeschäftigten sind 85 Prozent Frauen. Problemlage: Die Berufsgenossenschaft hat auf Grund der Probleme der Beschäftigten eine geeignete und finanzierbare Kinderbetreuung zu haben, eine Inhouse-Befragung gestartet. Die Gleichstellungsbeauftragten haben die Führungskräfte für Familienernährerinnen sensibilisiert und danach die betrieblichen Kennziffern zur Vereinbarkeit ermittelt.

11 Best Practice Bei dem selbst konzipierten Fragebogen beteiligten sich etwa 240 Mitarbeiter/innen, die persönlich befragt wurden (anschließend anonymisiert). Wie viele Kinder leben im Haushalt? Wie alt sind sie? Gibt es eine Betreuung durch Großeltern oder andere Verwandte? Befürwortung eines Eltern-Kind-Zimmers? Erfolg: Die Befragung brachte noch mehr Erkenntnisse und insbesondere die Einrichtung eines Eltern-Kind-Zimmers.

12 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Für weitere Informationen: 12

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