HOCHSCHULE MERSEBURG (FH) FORSCHUNGSBERICHT Schwerpunkt: Natur- und ingenieurwissenschaftliche Herausforderungen.

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1 HOCHSCHULE MERSEBURG (FH) FORSCHUNGSBERICHT 2009 Schwerpunkt: Natur- und ingenieurwissenschaftliche Herausforderungen

2 Impressum: Forschungsbericht 2009 Herausgeber: Hochschule Merseburg (FH) Geusaer Strasse, Merseburg Telefon: (03461) /2992 Telefax: (03461) Redaktion: Prof. Dr. Steffen Becker, Prof. Dr. Eike Rosenfeld, Prof. Dr. Jörg Kirbs, Dr. Renate Patz Die Originalbeiträge der Hochschulmitarbeiter wurden geringfügig redaktionell bearbeitet. Für die Inhalte und Qualität des Bildmaterials zeichnen die Autoren verantwortlich. Titelblatt: Netzelf - Agentur für guten Eindruck Druck: Elbe Druckerei Wittenberg GmbH Telefon: (03491) Fax: (03491) Redaktionsschluß: August 2009 ISBN-Nr

3 INHALTSVERZEICHNIS 05 VORWORT - J. Kirbs 06 MOTIVIERTE exzellente WISSENScHAFTlER SIND DER GruNDSTOck für exzellente ERGEBNISSE IN FORSchuNG und TRANSFER - R. Patz 12 VON UND FÜR NACHWucHSWISSENSCHAFTLER - R. Patz 19 HIGHTECH FÜR DIE WIRTSCHAFT - M. Zaha; J. Kirbs 25 CHEMIE zum ANFASSEN - A. Vogt 29 WEITERFüHRENDE untersuchungen zum MOL clean-verfahren unter BESONDERER BERücKSIcHTIGuNG DER THEMATIK BIOTENSIDE - R. Walter; H. Lausch; K. Büsching 33 DIElEKTRIScHE KAMMSENSOREN für DEN EIN SATz als ON-lINE PrüFVERFAHREN IN lackieranlagen - T. Rödel; N. Kraus; B. Schade; W. Huysmans 37 INNOVATIVE VERFAHRENSTEcHNOlOGIEN zur HERSTElluNG chemischer BASIS produkte - KONzEPT DER KATAlyTIScHEN BRAuNKOHlENPyROlySE - M. Seitz; S. Nowak 42 ENTWICKLUNG EINES VERFAHRENS ZUR HOCHLASTFERMENTATION - M. Winkler; A. Diener; M. Löbmann 47 UNTERSUCHUNGEN ZUR BIOGASBILDUNG - IDENTIFIKATION UND NUTZUNG DES BIO GASBILDUNGSPOTENSIALS VON KLÄRSCHLÄMMEN MIT ERHÖHTEM FESTSTOFFGEHALT - M. Winkler; A. Diener; M. Löbmann 53 MINIATURISIERUNG DER NMR-METHODE MIT DEM ZIEL DES MOBILEN ( IN-PROCESS ) EINSATZES ZUR KUNSTOFFPRÜFUNG BZW. -DIAGNOSTIK. EIN KOOPERATIVES PROMO- TIONSVERFAHREN - U. Heuert; W. Grellmann; S. Döhler 58 VON DER STRUKTURAUFKLÄRUNG ZUR BILDGEBUNG - KLASSISCHE UND MODERNE ANWENDUNGEN DER NMR-SPEKTROSKOPIE - K. Schlothauer; R. Hohlfeld; C. Schicktanz; S. Döhler; U. Heuert 2

4 63 MODERNE GERÄTEKONZEPTE NMR-SPEKTROMETER AUF FPGA-PLATTFORM - O. Punk; S. Döhler; U. Heuert 69 BESCHLEUNIGUNG VON PROZESSEN BEI DER ABWASSERBEHANDLUNG DURCH DEN EINSATZ VON HOCHFREQUENTEN ULTRASCHALL - E. Rosenfeld; A. Luster 74 EXPERIMENTAL INVESTIGATIONS ON THE MODAL PARAMETERS OF VIOLINS DEPENDING ON THE THICKNESS OF THE BACK PLATE - E. Rosenfeld; A. Kopp; E. Skrodzka; A. Krupa; B. J. Linde 79 RESONANZSCHWINGUNGSTECHNOLOGIE - R. Säuberlich; C. Pokorra 85 UV-LASERMIKROSTRUKTURIERUNG: VON DER ABBILDUNGSMASKE BIS ZUM LABORMUSTER - G. Hillrichs; R. Wandschneider; O. Krimig; L. Bin 90 SYSTEMATIC ANALYSIS OF UNKNOWN INTEGRATED CIRcuITS EIN INTERNATIONALES KOOPERATIVES PROMOTIONSVERFAHREN - M. Brutscheck 93 HARDWARE IN THE LOOP IN DER GEBÄUDEAUTOMATION (HILGA) - F. Sokollik; A. Richter 100 VOLUMENFUNKTIONEN - H. Kröner 110 UNTERSucHUNGEN VERSCHIED-ENER ANAlyTISCHER BERECHNUNGSMETHODEN FÜR DAS ELEKTROMAGNETISCHE DREHMOMENT AN EINEM ROLLING ROTOR SWITCHED RELUKTANZ MOTOR - H. Mrech; U. Schmucker; M. Franke 115 ERBRINGUNG VON SYSTEMDIENSTLEISTUNGEN DURCH PHOTOVOLTAISCHE ENERGIEWANDLUNGSANLAGEN - J. Scheffler 126 SECURE WEB SERVICES EVERYWHERE STUDIES ON PLATFORM AND TARGET INDEPENDENT SCALABLE SECURE WEB SERVICES - U. Heuert 132 XML-ANWENDUNGEN IN DER TECHNISCHEN DOKUMENTATION - T. Meinike 138 PROFIL UND ZIELRICHTUNG DES AN-INSTITUTS FluID- UND PUMPENTECHNIK - D. Surek 142 FORSCHUNGS- UND LEISTUNGSPROFIL - D. Surek 3

5 147 VERDICHTUNGSSTÖSSE IM LAUFRAD UND IM UNTERBRECHER VON SEITENKANALVERDICHTERN - D. Surek; S. Stempin 154 VAKUUMVERDICHTER. OPTIMIERUNG DER SEITENKANALGEOMETRIE VON VAKUUMVERDICHTERN - D. Surek 160 MOBILE FluSSWASSERKRAFTWERKE - D. Surek; S. Stempin 166 KENNLINIENMESSUNG VON SEITENKANALVERDICHTERN - D. Surek; S. Stempin 175 ANALYSE, EVALUATION UND OPTIMIERUNG EINES STEUERUNGS- UND INFORMATIONSSYSTEMS IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE - B. Rudow 181 KENNZAHLEN IM FOKUS DER WIRTSCHAFTLICHKEITSANALYSE VON STEUERUNGS- UND INFORMATIONSSYSTEMEN IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE - M. Julius 185 NUTZUNGSERLEBEN EINES IT-SYSTEMS AM BEISPIEL EINES AUTOMOBILUNTERNEHMENS EIN BEITRAG DER INGENIEUR- UND ARBEITSPSycHOLOGIE ZUR ANALYSE, EVALUATION UND OPTIMIERUNG VON IT-SYSTEMEN - B. Eilermann 189 STRATEGISCHER EINSATZ UND AUSRICHTUNG VON IT-SYSTEMEN ZUR ABSICHERUNG DER BAUBARKEIT VON FAHRZEUGEN - T. Flucke, H. Mrech 193 FORMBELEGUNG BELEGUNGSPLANUNG VON FORMEN IN GIEßEREINEN IN EINZEL- UND KLEINSERIENFERTIGUNG -H. Mrech; I. Hofmann; B. Köppe-Grabow; A. Thum 197 KULTUR VERSTEHEN KULTUR VERMITTELN FORSCHUNGSAKTIVITÄTEN ZUR AUSBILDUNG KULTURELLER KOMPETENZEN - J. Bischoff; B. Brandi 203 ERNEUERBARE ENERGIEN UND FINANZMÄRKTE - E. Freyer; H. Osman; A. Wiese 206 DIE ANWENDUNG VON STANDARDISIERTEN BEFRAGUNGSINSTRUMENTARIEN IM FELD / DISKUSSION DER RELIABILITÄT UND VALIDITÄT / LABOR- VS. FELDUNTERSUCHUNG INNERHALB DER USABILITY-FORSCHUNG - S. Treppner 211 EINWICKLUNG VON SKALEN ZUR MESSUNG DES ERFOLGSFAKTORS USABILITY - S. Treppner 4

6 VorwoRT Sehr geehrter Leser, der vorliegende Band des Forschungsberichtes 2009 der Hochschule Merseburg (FH) widmet sich nach den Wirtschaftswissenschaften im Bericht 2008 vorwiegend den Natur- und Technikwissenschaften. Die Beiträge zeugen von hohem Niveau der angewandten Forschung an unserer Hochschule und basieren größtenteils auf Forschungsvorhaben, die in enger Kooperation mit (überwiegend regionalen) Unternehmen bearbeitet werden. Durch die Förderung der Hochschule durch das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen des Kompetenznetzwerkes für Angewandte und Transferorientierte Forschung (KAT) der Fachhochschulen Sachsen-Anhalts konnte der Schwerpunkt Naturwissenschaften, Chemie/Kunststoffe wesentlich ausgebaut werden. Über die Leistungsfähigkeit und praktische Relevanz der Forschung auf diesem Gebiet kann sich der Leser selbst ein Bild machen. Dass die Hochschule Merseburg (FH) aber nicht nur auf diesen Bereich fokussiert ist, zeigen die Beiträge aus den anderen Wissensgebieten. Dieser Band richtet sich vor allem an unsere Kooperationspartner in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und soll Anregungen zur weiteren engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft geben. Merseburg im August 2009 Prof. Dr. Jörg Kirbs Prorektor für Wissenschaft, Forschung und Existenzgründung 5

7 MoTIVIERTE exzellente wissenschaftler SINd der GrundSTock für exzellente ERGEbNISSE IN FoRSCHuNG und TRANSfER Dr. Renate Patz Seit 2001 der erste Forschungsbericht für die Jahre 2000/2001 seinerzeit der Fachhochschule Merseburg erschien, wird mit dem nunmehr vorliegenden 7. Band und den darin vorgestellten Projekten eine Serie fortgesetzt, die dem selbstgestellten Anspruch Hochschule neuen Typs Ausdruck gibt. Der Gründungsgedanke, der Angewandten Forschung an der Hochschule Merseburg von Anbeginn an einen hohen Stellenwert beizumessen, war eine kluge Entscheidung. Forschung und Transfer sind inzwischen fest etabliert, sind ein Kennzeichen der Hochschule. Eine Sache des Selbstlaufs war und ist dies aber keineswegs. Es gilt deshalb, diejenigen besonders zu würdigen, die diesen Anspruch mittragen und mitgestalten. Forschung ist eine Frage des eigenen Anspruchs als Hochschullehrer und Wissenschaftler, zudem sind die positiven Wirkungen auf die Lehre, für die Studierenden wie auch für die (regionale) Wirtschaft unbestritten. Das Engagement ist beachtlich, sei es, sich den Mühen der Beantragung von Fördermitteln zur Finanzierung der Projekte zu stellen, tragfähige Kooperationen mit Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und anderen Institutionen aufzubauen, wissenschaftlichen Nachwuchs zu befördern und nicht zuletzt die Bearbeitung der Projekte selbst auf hohem Niveau zu sichern. Die betreffenden finden sich in diesem wie auch in den vorausgegangenen Forschungsberichten wider. Mit dem Forschungsbericht verbindet sich das Anliegen, laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte, forschungsrelevante Aktivitäten und Initiativen der Hochschule und deren An-Institute vorzustellen. Nachdem im Forschungsbericht 2008 der Schwerpunkt auf den wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsaktivitäten lag, richtet sich der thematische Fokus des vorliegenden Bandes wieder auf die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Projekte. Darüber hinaus ergänzen Beiträge weiterer Hochschulbereiche das Spektrum des Forschungsberichtes. Um dem Leser die Orientierung zu erleichtern, sind die Beiträge nach Schwerpunktsetzungen der Hochschule geord- 6

8 net. Den Projekten des KAT Kompetenznetzwerk für Angewandte und Transferorientierte Foschung folgen Projekte, die den Themenbereichen (KAT) Nachrichtentechnik, Automatisierungstechnik, Technische Informatik, Mathmatische Modelle (IKS), Kraft- und Arbeitsmaschinen (FPT), Arbeitswissenschaften, Arbeitsorganisation (Aw/Ao), Kultur- und Wirtschaftswissenschaften zugeordnet sind (Kw/Ww). Werden die Forschungsleistungen wissenschaftlicher bzw. Hochschuleinrichtungen bewertet, so steht an vorderer Position die Höhe der eingeworbenen Drittmittel. Insbesondere an Fachhochschulen wäre eine Forschung ohne Drittmittel nicht denkbar, muß sie doch nahezu ausschließlich auf diesem Wege finanziert werden. Betrachtet man die Drittmittelbilanz der Hochschule Merseburg (FH) der letzten 5 Jahre, so zeichnet sich nach dem Tief im Jahr 2005 wieder ein steigender Trend ab (s. Diagramm 1) konnten Diag. 1. Drittmitteleinnahmen (ohne An-Institute) der Jahre Diag. 2. Anteil der Fach- und weiteren Hochschulbereiche bei den Drittmitteleinnahmen (INW: Ingenieur- und Naturwissenschaften IKS: Informatik und Kommunikationssysteme WW: Wirtschaftswissenschaften SMK: Soziale Arbeit.Medien.Kultur) 7

9 2,1 Mio eingeworben werden, für 2009 ist eine weitere Steigerung zu erwarten. Die Anteile, die die Fachbereiche dabei erbringen, sind in Diagramm 2 dargestellt. Der Anstieg beim Fachbereich INW Ingenieur- und Naturwissenschaften ist insbesondere auch auf die Schwerpunktförderung des Landes ( KAT- Projekte ) zurückzuführen. Hinsichtlich der Quellen der Drittmittel ergibt sich die Bilanz wie in Diagramm 3 dargestellt. War in den 1990er Jahren die Höhe der aus der Wirtschaft, also von Unternehmen eingeworbenen Mittel im Bundesmaßstab überduchschnittlich, so ist nunmehr festzustellen, dass das Land Sachsen-Anhalt hinsichtlich der Forschungsförderung deutliche Akzente setzt. Dies steht im Zusammenhang mit Diag. 3. Herkunft der Drittmittel der Förderstrategie des Landes, 80% der Landeszuwendungen auf definierte Forschungsschwerpunkte und Exzellenzbereiche zu konzentrieren, die in den Zielvereinbarungen mit dem Land fixiert sind. Wie eingangs durch den Prorektor Prof. Dr. Jörg Kirbs dargestellt, zählen dazu die im Rahmen des KAT laufenden Projekte.Fördermittel des Bundes rekrutieren sich zu großen Teilen aus den vom BMBF speziell für Fachhochschulen aufgelegten Förderlinien FHprofUnt (Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen, seit 1992), IngenieurNachwuchs (Qualifzierung von Ingenieurnachwuchs, seit 2007) und SILQUA (Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter, seit 2009). Trotz eines ausgeprägten Wettbewerbs zwischen den Fachhochschulen um die Fördermittel und sehr hohen qualitativen Anforderungen an die Projektanträge konnte die Förderung für mehrere Merseburger Projekte erreicht werden. Voraussetzung war jeweils, bei der Begutachtung der Anträge durch ausgewiesene Experten mehr als 90 Punkte (von maximal 100) zu erzielen. Zur Einordnung: Der Anteil förderungswürdiger Anträge (sie müssen mit mindestens 75 Punkten bewertet worden sein) aller bundesweit eingereichten Anträge ist bei FHprofUnt inzwischen auf 72% gestiegen. Ergebnisse aus den mit FhprofUnt- Mitteln geförderten Projekten werden in diesem Forschungsbericht in den Beiträgen MRECH/HOFMANN ET.AL so- 8

10 wie ROSENFELD/LUSTER (Förderrunde 2006) RICHTER/SOKOLLIK (Förderrunde 2007) und SÄUBERLICH (Förderrunde 2008) vorgestellt. Ziel der Förderlinie IngenieurNachwuchs ist, Nachwuchsteams (insbesondere neuberufene Professoren/innen, Promovenden, Studierende) über ein innovatives Forschungsprojekt zu initiieren und qualifizieren. Im Rahmen dieser Förderlinie werden die Projekte RÖDEL/KRAUS ET.AL (Förderrunde 2008) sowie HEUERT (Förderrunde (2009) bearbeitet. Auch sie werden in diesem Forschungsbericht vorgestellt. In der Förderlandschaft des Bundes und Sachsen-Anhalts wurden und werden unterschiedliche Akzente hinsichtlich der Förderung von Forschung an Fachhochschulen wird und hinsichtlich der Förderschwerpunkte gesetzt. Sie setzen auf die Generierung neuen Wissens und die Entwicklung innovativer Technologien sowie deren Transfer in die Unternehmen. Insofern sind auch weitere relevante Förderprogramme für die Forschung an der Hochschule Merseburg (FH) von Interesse, decken sich die Ziele doch mit denen einer Hochschule neuen Typs. Zu den Projekten, die mit Fördermitteln des BMBF und BMWi finanziert werden, zählen SEITZ/NOWAK (Innovationsforum Innovative Braunkohlenintegration in Mitteldeutschland ), SUREK/STEMPIN (ZIM-Netzwerke Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand Ultraschall und Technologiekompetenz Flussstrom ) SÄUBERLICH (ZIM-Netzwerk Resonanzschwingungstechnologie ). Näheres über diese Projekte kann im vorliegenden Forschungsbericht nachgelesen werden. Forschung und Transfer an der Hochschule Merseburg zeichnen sich durch den hohen Anspruch aus, wie er durch die Förderprogramme gefordert wird hinsichtlich Anwendungsnähe sowie Innovationsund Verwertungspotential über den Stand der Technik hinausgehende wissenschaftliche Herausforderungen, Tragfähigkeit der Kooperationen, Inter- oder Transdisziplinarität und Internationalität. Die in diesem Forschungsbericht vorgestellten Projekte sind hinreichender Beleg dafür. Mit den An-Instituten der Hochschule Merseburg (FH) ist eine institutionelle Basis für die Bündelung und Konzentration auf die Entwicklung innovativer Lösungen gegeben. Das An-Institut Fluid- und Pumpentechnik FPT, zählt zu den ersten An-Institutsgründungen, 2008 konnte es sein 10jähriges Bestehen feiern. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dominik Surek entwickelte es sich zu einer anerkannten und renomierten Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Strömungsmaschinen. Zu den jüngsten An-Institutsgründungen zählt das M4-Institut Mensch-Maschine-Medium-Management mit Prof. Dr. Bernd Rudow an der Spitze. Es hat sich inzwischen zu einem erfolgreich agierenden Netzwerk von Hochschule, Universitäten und Unternehmen etabliert. In 9

11 diesem arbeiten Arbeitswissenschaftler, Psychologen, Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure, Informatiker, Personalentwickler und Manager projektbezogen zusammen. Schließlich sei gesondert auf den Aspekt der Nachwuchsförderung hingewiesen. Anlass ist zum einen die 10. Nachwuchswissenschaftlerkonferenz, die im April 2009 mit großem Erfolg in Merseburg durchgeführt wurde. Junge Wissenschaftler haben ihre Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft in eindrucksvoller Weise dokumentiert, zudem gab es interessante Impulse aus Politik und Wissenschaft für die Förderung junger Wissenschaftler an Fachhochschulen. So das Modell Forschungsprofessur, für das beide teilnehmende Kultusminister, Prof. Dr. Johanna Wanka aus Brandenburg und Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz aus Sachsen-Anhalt pointiert plädierten. Zum anderen praktiziert die Hochschule Merseburg (FH) die nachhaltige (Be)Förderung engagierter und leistungsstarker junger Wissenschaftler im Rahmen von Studien- und Forschungsprojekten sowie kooperativen Promotionsvorhaben. Allein in diesem Forschungsbericht gibt es den Bezug zu 8 Promotionsvorhaben, davon zwei internationalen: BRUTSCHECK (international), DÖHLER, EILERMANN, FLU- CKE, FRANKE, PUNK, RICHTER, TREPP- NER (international). Es sei an dieser Stelle allen Autorinnen für die Bereitstellung Ihrer Manuskripte gedankt, ebenso den Kollegen der Redaktionsgruppe und der Kommission für Forschung und Wissenstransfer für konstruktive Diskussionen. Die Studierenden Thomas Scholz und Sebastian Thaler von netzelf einer studentischen Unternehmensgründung haben mit großer Akribie die Druckvorlage erstellt. Auch sie sind beredtes Zeugnis für die Leistungsfähigkeit unserer Studierenden. Danken möchten wir der Elbe-Druckerei Wittenberg für die angenehme Zusammenarbeit. Mit der finanziellen Unterstützung von Unternehmen konnten die Kosten der Hochschule für die Erstellung des Forschungsberichtes niedrig gehalten werden. Wir sehen in der Unterstützung durch die Partner den guten Geist als Basis unserer Zusammenarbeit bestätigt. Für diese Wertschätzung sind wir ihnen allen sehr verbunden. Ist nun aber eine solche Form der Dokumentation, der gedruckte Bericht im Zeitalter der modernen Informationsund Kommunikationsmedien überhaupt noch zeitgemäß für eine Hochschule? Die Zahl der stets eingereichten Beiträge, wiederum auch für die aktuelle Ausgabe des Forschungsberichtes kann wohl als Beleg gelten, dass die Vorteile und Reize eines Buches bzw. einer Broschüre nach wie vor geschätzt werden, eben etwas schwarz auf weiß nachlesen zu können, etwas in der Hand zu haben, was auch nach Jahren oder Jahrzehnten noch Bestand hat. Ungeachtet dessen wird für Interessierte der Bericht natürlich auch als Dokument auf die Internetseite der Hochschule gestellt. Merseburg im August

12 Freundeskreis der Hochschule Merseburg (FH) Aufgaben Der Freundeskreis der Fachhochschule Merseburg e.v. wurde 1993 gegründet. Er unterstützt die Hochschule bei: der Öffentlichkeitsarbeit, der Zusammenarbeit mit Unternehmen und Einrichtungen, der Pflege von Kontakten zu ehemaligen Studierenden und Mitarbeitern, wissenschaftlichen Veranstaltungen, Praktika und Exkursionen sowie studentischen Projekten. Kontakt Freundeskreis der Fachhochschule Merseburg e.v. c/o Hochschule Merseburg (FH) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Geusaer Straße Merseburg Tel.: (034 61) Fax: (034 61)

13 DIE 10. NACHWUCHSWISSEN- SCHAFTLERKONFERENZ Dr. Renate Patz, Dipl.-Kultur-Päd. (FH) Katja Podzimski, Dipl.-Kffr. Jeanette Drygalla Fachhochschulen sind attraktive Forschungsstandorte für junge Wissenschaftler Und dies ist nicht nur eine Vision. Der hohe Praxis- und Anwendungsbezug in Lehre und Forschung ist ein Merkmal, das Fachhochschulen in besonderem Maße auszeichnet und sie gerade auch für junge Wissenschaftler anziehend macht. Es ist aber ein Vorzug, der sich nicht im Selbstlauf durchsetzt. Wenn Wissenschaft und Politik Hand in Hand arbeiten, fördernde Rahmenbedingungen auf leistungsfähige und leistungswillige junge Wissenschaftler treffen, dann sind es Voraussetzungen, aus denen Spitzenleistungen erwachsen können. Die Gestaltung der Rahmenbedingungen ist dabei extern wie intern zu sehen, im Kontext der Förderprogramme wie auch der Hochschule. Die 10. Nachwuchswissenschaftlerkonferenz in Merseburg bot dafür ein ideales Podium. Junge Wissenschaftler von 11 Fachhochschulen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Baden-Württemberg überzeugten in 26 Vorträgen und über 30 Posterbeiträgen auf sehr hohem Niveau. Bereits mit dem Auftakt, dem Disput im Podium, wurden Maßstäbe gesetzt. Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, zugleich Schirmherr der Konferenz und Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie ehemals Rektorin der Fachhochschule Merseburg, vermittelten, wie sie den Gestaltungsauftrag von Politik verstehen: Probleme aufgreifen, mögliche Lösungswege ausloten, positive Erfahrungen anderer einbeziehend, auch über 12

14 Länder- und Ressortgrenzen hinweg bzw. in Verbünden mit weiteren Partnern. Als Stichworte seien diesbezüglich die Einrichtung von Forschungsprofessuren oder von Fachhochschul-Graduierten-Kollegs genannt. Die Seite der jungen Wissenschaftler und der Hochschule wurde im Disput von Dr. Knut Meißner vom Interdisziplinären Netzwerk THESIS für Promovierende und Promovierte e. V. und von Prof. Dr. Jörg Kirbs, Prorektor für Forschung, Wissenstransfer und Existenzgründung der Hochschule vertreten. Beide verdeutlichten die Chancen und Vorteile, die aus der Kooperation von Unternehmen - mit besonderem Focus auf die KMU - und Hochschulen erwachsen. Die pointierte Moderation durch Prof. Dr. Ilona Wuschig von der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), die auch Gäste und Teilnehmer einbezog, ließ die Stunde wie im Fluge vergehen. In den nachfolgenden 8 Vortragssektionen und den Posterpräsentationen war die Aufmerksamkeit der ca. 200 teilnehmenden Gäste an der Konferenz vom ersten bis zum letzten Vortrag gefordert. Der am Rande in den Konferenzpausen präsentierte Filmbeitrag GRÜN STATT GRAU Dessau im Stadtumbau von Anja Friedrich, Julia Zimmerhäkel und Nele Klimmer von der Hochschule Anhalt (FH) ist auch im übertragenen Sinne zu sehen: Im unmittelbaren Umfeld gibt es stets auch Unerwartetes, beim Erkunden eröffnen sich oft auch neue, vorher nicht wahrgenommene Perspektiven. Abb. 1. Angeregter Disput im Podium. 13

15 Abb. 2. Angeregte Diskussion mit den Konferenzteilnehmern VON & FÜR Nachwuchswissenschaftler Die Organisation der 10. Nachwuchswissenschaftlerkonferenz sollte so wie es auch die Intention der ersten Konferenz war - auf junge Füße gestellt werden, nämlich hauptsächlich auf die der Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Fachbereiche der Hochschule Merseburg (FH). Gemeinsam mit dem Prorektor Prof. Dr. Jörg Kirbs, der Koordinatorin für Forschung, Wissenstransfer und Existenzgründung Dr. Renate Patz wurden die Kriterien der Bewerbung erarbeitet und in einer ausgedehnten Sitzung letztendlich auch die 26 Referentinnen und Referenten aus 85 Bewerbungen ausgewählt. Die Wahl der Vorträge spiegelte die Vielfalt der Wissenschaftsdisziplinen und vertretenen Hochschulen wider und war in der schlüssigen Kurzdarstellung des Forschungsprojektes und seiner Originalität begründet. Es gelang, ein anspruchsvolles und ausgewogenes Programm auf die Beine zustellen; bei der Breite der vertretenen fachlichen Disziplinen keine triviale Aufgabe. Die Reflexion der Einzelvorträge im Rahmen eines übergreifenden Aspekts, so bspw. MENSCH-MA- SCHINE. Neue Gestaltungsansätze im alten Spannungsverhältnis war von besonderer Bedeutung. Im Ganzen zeigte sich, dass die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit der Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Aussagen vieler Gäste sehr erfolgreich 14

16 und beschwingt verlief. Diese frischen Impulse aus der gemeinsamen Vorbereitung der Konferenz sollten nach Möglichkeit bei weiteren Hochschulveranstaltungen aufgegriffen werden. Abb. 3. Bei der Anmeldung der Konferenzteilnehmer Abb. 4. und 5. Marco Franke (Hochschule Merseburg (FH) und.. Bernd Schade bei ihrer Posterpräsentation 15

17 Abb. 6. Prof. Helga Franke moderiert eine Sektion Publikumspreise Erstmals wurde die Entscheidung über die mit je 300 Euro dotierten Preise Bester Vortrag und Bestes Poster nicht einer Fachjury, sondern dem Publikum überlassen, ausdrücklich auch um die Form der Präsentationen, d.h. den gelungenen Wissenstransfer und die ansprechende Aufbereitung wissenschaftlicher Forschung als Anspruch dieser Konferenz zu betonen. Abb. 7. Auszeichnung von Vicky Lehmann 16

18 Die Preisträger wurden aus insgesamt 499 Wertungen vom Publikum u. a. nach den Kriterien Verständlichkeit, Struktur und Spannungsbogen des Vortrages, Visualisierung der Inhalte, Sprachlichem Ausdruck, Transparenz der methodischen Herangehensweise, Eingehen auf Fragen und Diskussionen und Einhalten der zeitlichen Vorgaben ermittelt. Nach Mittelwert gewichtet, ergab sich folgendes Publikumsurteil: Bester Vortrag: Vicky Lehmann, Masterstudentin an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) mit Psychological distress of outpatients suffering from eating disorders" Bestes Poster: Michaela Winzer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Anhalt (FH) Identifizierung von Mikroorganismen mit der MALDI-TOF-Massenspektrometrie Feedback Meinerseits nochmals Gratulation zur gelungenen Veranstaltung! Sie war aus meiner Sicht um einiges professioneller aufgebaut und umgesetzt, als die NWK im vergangenen Jahr. André Göbel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, HS Harz (FH) Als Aussteller eines Posters hat mich besonders die moderierte Führung angesprochen, durch die jeder Teilnehmer die Möglichkeit hatte, sein Thema vor Publikum vorzustellen. Daneben gewann man auch einen Eindruck von anderen Präsentationen. Im Anschluss gab es dann genügend Zeit, um Erfahrungen auszutauschen. Diese Fachgespräche werden dann in meine weitere Arbeit auf jeden Fall einfließen. Marco Franke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Hochschule Merseburg (FH) Es war mir eine große Freude mitarbeiten zu dürfen. Die Tagung war sehr gut gelungen und alle Leute, mit denen ich gesprochen habe, waren begeistert. Die Einführung des Preises für das beste Poster und den besten Vortrag hat Ihre Wirkung nicht verfehlt. Dr.-Ing. Knut Meissner, Institut für Automatisierung und Informatik GmbH Ich möchte mich heute noch einmal ganz herzlich für die schöne Nachwuchswissenschaftlerkonferenz bedanken, die uns Stendalern große Freude gemacht hat. Prof. Dr. Gabriele Helga Franke, Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) 17

19 Erfahrungen eines kooperativen Promotionsvorhabens Dr. Michael Brutscheck, Hochschule Merseburg (FH) Möchte man als Fachhochschulabsolvent promovieren, so hat man bekanntlich allerhand Hürden zu überwinden, denen ich mich in den letzten vier Jahren erfolgreich gestellt habe. Nachdem das Thema unter dem Titel Systematic Analysis of Unknown Integrated Circuits gefunden war, galt es, eine kooperationsbereite Universität sowie entsprechende Doktorväter zu suchen. Ich entschied mich für das Dublin Institute of Technology in Irland (DIT), einer Partneruniversität der Hochschule Merseburg (FH). Dort hatte ich bereits mein Praxissemester als Elektrotechnikstudent absolviert. Mein damaliger Praxisbetreuer Dr. Schwarzbacher erklärte sich zusammen mit Prof. Becker aus Merseburg bereit, mich auf diesem Weg zu begleiten. Nach einer Aufnahmeprüfung am DIT, in der mein Thema als promotionswürdig eingestuft wurde, erfolgte die Einschreibung als sogenannter PhD part time student im Jahr Nach vielen anzufertigenden Monatsberichten, den jährlichen stattfindenden mündlichen Zwischenprüfungen sowie natürlich der Anfertigung meiner 183 Seiten Dissertation konnte ich meine Arbeit am 1.April kein Scherz- in Dublin erfolgreich mündlich verteidigen. Abb. 8. Michael Brutscheck bei seiner Posterpräsentation 18

20 HIGHTECH für die wirtschaft IKS Das Kompetenznetzwerk für Angewandte und Transferorientierte Forschung als Mittler zwischen Wirtschaft und Wissenschaft Prof. Dr.-Ing. Jörg Kirbs, Dr. Matthias Zaha Kw/Ww Das Kompetenznetzwerk für Angewandte und Transferorientierte Forschung (KAT) wurde 2006 durch das Kultusministerium, das Wirtschaftsministerium und die Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalts geschaffen, um den Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wirksamer zu gestalten. Es wird durch das Kultusministerium als Teil der Exzellenz- und Schwerpunktförderung des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Beteiligt sind die Hochschulen Merseburg, Anhalt, Magdeburg-Stendal und Harz sowie die Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. An den vier Hochschulstandorten steht der regionalen Wirtschaft ein Ansprechpartner zum Gesamtangebot dieser Wissenschaftseinrichtungen zur Verfügung. Neben der aktiven Suche nach geeigneten Partnern aus Industrie und Wissenschaft initiiert und begleitet er Technologietransferprojekte. Unternehmen profitieren von Expertenrat, der gemeinsamen Produkt- und Verfahrensentwicklung oder der Bereitstellung von Ressourcen, Laboren und Spezialausrüstungen innerhalb von Forschungskooperationen. Gemeinsam mit dem 2008 an der HS Merseburg (FH) geschaffenen Transferzentrum Absolventenvermittlung und wissenschaftliche Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte unterstützt das KAT Unternehmen bei der Vermittlung von Absolventen, Praktika, Bachelor- oder Masterarbeiten insbesondere in regionale Unternehmen und bei der Konzeption von Angeboten zur wissenschaftlichen Weiterbildung. Innerhalb des KAT wurde an jeder Hochschule ein wissenschaftlich profilgebendes Kompetenzzentrum geschaffen: KAT FPT Aw/Ao 19

21 Informations- und Kommunikationstechnologien/ Tourismus/Dienstleistungen HS Harz (FH) Ingenieurwissenschaften/ Nachwachsende Rohstoffe HS Magdeburg-Stendal (FH) Life Science HS Anhalt (FH) Naturwissenschaften, Chemie/ Kunststoffe HS Merseburg (FH) Darüber hinaus stehen der Industrie das Kunststoff- Kompetenzzentrum Halle-Merseburg als interinstitutionelle und interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule Merseburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, an der HS Anhalt das Center of Life Sciences als fachbereichübergreifendes Forschungsinstitut, an der Hochschule Magdeburg-Stendal das Zentrum für Faserverbunde Haldensleben als An- Institut sowie an der Hochschule Harz die An-Institute HarzOptics und das Institut für Automatisierung und Informatik (IAI) als Zentren für industrielle Forschung und Entwicklung zur Verfügung. 20

22 Der KAT-Kompetenzschwerpunkt Naturwissenschaften, Chemie/Kunststoffe an der HS Merseburg (FH) umfasst die Gebiete Heterogene Katalyse Modellierung von kunststoffbasierten Prozessen und Produkten Reinigung von Abwässern, Wertstoff- und Energiegewinnung aus Biomasse Schadensanalyse und Qualitätssicherung von Kunststoffen Untersuchungen zur Struktur und Dynamik in Kunststoffen mit NMR-Spektroskopie Reaktionstechnik und Beschichtungstechnologien Anwendung physikalischer Methoden (Ultraschallund Lasertechnologien, Umweltanalytik) Nanocompoundierung, Kautschuktechnologie und recycling Das Kunststoff-Kompetenzzentrum Halle-Merseburg (KKZ) bündelt Spezialwissen und Ausrüstung der Hochschule Merseburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für Grundlagenforschung, angewandte Forschung, Produkt- und Verfahrensentwicklung auf dem Gebiet der Polymerwerkstoffe und der Kunststofftechnik. Mit Mitteln des KAT wurden an der Hochschule Merseburg das Compoundier- und Nanolabor und das Labor für Elastomermodifizierung sowie Elastomer- und Folienprüfung als Innovationslabore auf- bzw. ausgebaut und Nachwuchswissenschaftler in Forschungsaufgaben eingebunden. Als Partner des KAT und zentraler Dienstleister für die Hochschulen unterstützt die ESA PVA Sachsen-Anhalt GmbH die Schutzrechtsarbeit von der Beratung der Erfinder über die Prüfung und Bewertung von Erfindungsmeldungen, die Schutzrechtsbetreuung in allen Stufen bis hin zur Verwertungsbetreuung und dem Abschluss von Verträgen. Durch intensive Zusammenarbeit mit der Industrie wird an der Hochschule Merseburg eine praxisnahe und bedarfsorientierte Ausbildung gewährleistet. Ergebnisse IKS Kw/Ww KAT FPT Aw/Ao 21

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