Tumorimmunologie. Gibt es eine Immunabwehr gegen Tumoren? Theorie der "Immune surveillance"

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Tumorimmunologie. Gibt es eine Immunabwehr gegen Tumoren? Theorie der "Immune surveillance""

Transkript

1 Tumorimmunologie Gibt es eine Immunabwehr gegen Tumoren? Theorie der "Immune surveillance" Krebs ist eine der drei häufigsten Todesursachen in industrialisierten Ländern. Alle Bekämpfungsstrategien gegen Tumoren scheitern häufig wegen Resistenzen. Rezidive entstehen monoklonal, d.h. auch die letzte Zelle muß zerstört werden. Möglicher Ausweg: Immunabwehr gegen Tumoren Pro: - postmortal mehr Tumoren als klinisch auffällig - spontane Regression kommt vor - höhere Tumorfrequenz bei alten Menschen und Kindern (Immunsystem arbeitet nicht optimal) - erhöhte Tumorhäufigkeit bei AIDS Patienten (Kaposi-Sarkom) und nach langdauernder Immunsuppression - viele Tumoren enthalten Infiltrate von Lymphozyten, deutliche Infiltrate erhöhen Überlebensdauer Contra: - bei bekannten Immundefizienzen (z.b. Athymie in der Maus, AIDS) nicht unbedingt erhöhte Tumorinzidenz, Ausnahme: durch Viren verursachte Tumoren Neuere Befunde: Entdeckung der NK-Zellen als Tumorkiller ; definierte genetische Immundefizienzen in der Maus führen sehr wohl zu erhöhter Tumorinzidenz, aber auch zu immune escape -Mechanismen; neue, erweiterte Theorie: Immunoediting Wichtig: Eine erfolgreiche Bekämpfung von Tumoren durch das Immunsystem kann stattfinden, da ein Tumor nach allogener Transplantation vollständig zerstört werden kann! Tumoren werden häufig von T-Zellen infiltriert CD8-positive zytotoxische T-Zellen vermitteln die Abwehr gegen Tumoren CD4-positive Zellen Tumor CD8-positive Zellen Tumor

2 Tumorspezifische Antigene Beispiele für tumorspezifische Antigene Klasse des Antigens Antigen Funktion des Antigens Tumortyp (Beispiele) Embryonal ( onkofetales Antigen) MAGE-Proteine α-fetoprotein Carcinoembryones Antigen (CEA) normale Hodenproteine fetales Protein Membranprotein (erste zwei Trimester) Melanom, Brustkrebs, Leberkrebs Colon-Karzinom, Brustkrebs Posttranslational modifiziert MUC-1 unterglykosyliertes Muzin Brustkrebs, Pankreaskarzinom Differenzierungsantigen Tyrosinase Oberflächen-Ig Melanin-Synthese B-Zellrezeptor Melanom Lymphom Mutiertes Onkogen/ Tumorsuppressor Ras, Her2/neu p53, Caspase-8 Zellwachstum Apoptoseinduktion Brustkrebs Melanom Fusionsprotein BCR/ABL, PML/RARα B-Zell-Leukämie Onkovirales Antigen HPV Typ-16 E6 und E7 Transformation Zervixkarzinom Thoraxaufnahme und Immunszintigramm eines Patienten mit Kolonkarzinom und Leber- und Lungenmetastasen Nachweis von Mikrometastasen mit Hilfe eines mak gegen ein tumorspezifisches Antigen 131 J-markierter mak gegen CEA erkennt Metastasen Mikrometastase

3 Überwachung der CEA-Konzentration im Serum bei einem Patienten mit Kolonkarzinom Ablauf einer typischen Immunreaktion gegen Tumorzellen Zellen des innate -Immunsystems (Makrophagen, Neutrophile etc.) erhalten Danger -Signal (z.b. durch nekrotisch sterbende Tumorzellen) Entzündung + Aktivierung von APCs (antigenpräsentierenden Zellen)/DCs (Dendritischen Zellen) APCs wandern zu drainierenden Lymphknoten Aktivierung von B- und T-Zellen Immun- escape Mechanismen Verlust der Expression von MHC-Klasse-I- Molekülen bei einem Prostatakarzinom weitere Beispiele: IL-10, VEGF (verhindern DC-Aktivierung) STAT3 (blockiert die Produktion proinflammatorischer Zytokine) weitere Mechanismen: Verstecken (Verkapselung) Apoptoseresistenz Bekämpfung durch NK-Zellen (fehlender Ausweis )

4 Mechanismen für Apoptose-Resistenz Problem: Selektion von Resistenzen Immunoediting aus: Dunn et al., Nature Immunology 3, , 2002 Immuntherapie von Tumoren #Ausreichende Aktivierung des Immunsystems #Eliminierung inhibitorischer Faktoren #Umgehung von Immun-Escape-Mechanismen Beweis: Transplantation eines Tumors aus einer immundefizienten (eher Abstoßung) versus einer Wildtyp-Maus

5 Immuntherapie von Tumoren unspezifisch Zytokine, lymphokin-aktivierte Killerzellen passiv spezifisch spezifisch kombiniert Antikörper (allein oder gekoppelt), adoptiver Transfer von T-Zellen z.b. adoptiver Transfer von T- Zellen mit gleichzeitiger IL-2 Gabe Passive Immunisierung unspezifisch Adjuvanzien, TLR-Liganden, BCG aktiv spezifisch präventive Vakzine aus abgetöteten Tumorzellen, Zellextrakten, gereinigten oder rekombinanten Antigenen Zytokintherapie bei Tumoren Antikörper-abhängige zellvermittelte Zytotoxizität (ADCC) IFN-α verlängerte Remissionen bei Haarzellenleukämie evtl. zytostatischer Effekt auf Tumor IFN-γ IFN-γ systemisch unwirksam, Remission peritonealer Karzinome der Eierstöcke systemisch unwirksam, Remission peritonealer Karzinome der Eierstöcke erhöhte MHC-Expression, Makrophagen und T- Zellaktivierung, Zytostase erhöhte MHC-Expression, Makrophagen und T- Zellaktivierung, Zytostase aus: Blattmann and Greenberg, Science 305, , 2004 TNF Reduzierung maligner Aszites Makrophagen- und Lymphozytenaktivierung

6 Antikörper, die zellunabhängig Tumorzellen abtöten können Beispiele für Antikörper in der Tumortherapie Rituximab CD20 B-Zell-Lymphome (NHL) 1997 Trastuzumab Her2/Neu Brustkrebs 1998 Gemtuzumab CD33 AML (akute myeloische Leukämie) 2000 Alemtuzumab CD52 CLL (chronische lymphatische Leukämie) 2001 B-Zell-Lymphome (NHL) Ibritumomab* 2002 CD20 Tositumomab* CD20 B-Zell-Lymphome (NHL) 2003 Bevacizumab VEGF Coloncarcinom 2004 Cetuximab EGFR Coloncarcinom 2004 Behandlung eines kutanen T-Zell-Lymphoms mit einem Immuntoxin Bispezifische Antikörper vor Behandlung nach Behandlung mit einem mak gegen den IL-2 Rezeptor gekoppelt an Ricin

7 Adoptiver Transfer von in vitro generierten T-Zellen: unmodifiziert oder aktiviert Aktive Immunisierung Zellen des angeborenen Immunsystems, die an der Tumorbekämpfung beteiligt sind: Immun- escape -Mechanismen Zellen der angeborenen Immunabwehr, die an der Tumorbekämpfung beteiligt sind: wie können sie stimuliert werden

8 Mit Tumorentstehung assoziierte Viren Verstärkung der Immunogenität Leberzellkarzinom Hepatitis-B-Virus Zervixkarzinom Burkitt-Lymphom, Nasopharynxkarzinom humane Papillomviren (v.a. HPV 16 und HPV 18) EBV adulte T-Zell-Leukämie humanes T-Zell-Leukämie- Virus I (HTLV-I) Kaposi-Sarkom humanes Herpesvirus 8 (HHV 8) Transfektion des B7-Gens erhöht die Immunogenität eines Tumors Stimulation der Immunantwort in vivo durch: in vitro modifizierte DCs rekombinante Erreger proinflammatorische Zytokine Antikörper. die negative Signale blockieren

9 Beispiele zum klinischen Einsatz von Immuntherapien bei Tumorerkrankungen Aktivierung der angeborenen Immunabwehr Aktivierung der eigenen Antikörper-Produktion Transfer von T-Zellen Transfer von T-Zellen Aktivierung eigener T-Zellen systemisch IFNα autologe DCs beladen mit idiotypischen Antikörpern periphere Stammzell- Transplantation (Graft-versus- Tumor-Effekt) adoptiver Transfer von ex vivo expandierten T-Zellen (besser mit Zytokinen) Transfer von aktivierten DCs (durch Zellextrakte, Peptide, Tumor-RNA etc.) Nierenzellkarzinom B-Zell- Lymphom Leukämien/ Lymphome verschiedene Tumore Nierenzellkarzinom

Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen

Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen Priv. Doz. Dr. med. Torsten Tonn Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie Johann Wolfgang Goethe Universitätsklinikum Frankfurt

Mehr

Immunonkologie: neue Therapiestrategien für gastrointestinale Karzinomen

Immunonkologie: neue Therapiestrategien für gastrointestinale Karzinomen Immunonkologie: neue Therapiestrategien für gastrointestinale Karzinomen Prof. Dr. Markus Möhler Universitätsmedizin Mainz, I. Medizinische Klinik und Poliklinik Der neue Therapieeinsatz von Immun-Checkpoint-Inhibitoren

Mehr

Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle

Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Grundlagen, Indikationen, therapeutischer Nutzen von Rainer Haas, Ralf Kronenwett 1. Auflage Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Haas

Mehr

Neues in der Lymphom-Behandlung. Prof. Thomas Pabst, Universitätsklinik für Medizinische Onkologie, Inselspital, Bern

Neues in der Lymphom-Behandlung. Prof. Thomas Pabst, Universitätsklinik für Medizinische Onkologie, Inselspital, Bern Neues in der Lymphom-Behandlung Prof., Universitätsklinik für Medizinische Onkologie, Inselspital, Bern es läuft ganz viel! es läuft ganz viel! Okt 2014 Revlimid für rezidiviertes Mantelzell-Lymphom (MCL)

Mehr

. Hintergrund Antikörper

. Hintergrund Antikörper 1. Hintergrund Antikörper Antikörper sind die körpereigene Abwehrtruppe des Menschen. Sie sind Eiweiße, die zwischen gefährlichen und ungefährlichen Fremdsubstanzen unterscheiden können und eine Immunantwort

Mehr

1 Einleitung. 1.1 Immunantworten gegen Tumoren

1 Einleitung. 1.1 Immunantworten gegen Tumoren 3 1 Einleitung 1.1 Immunantworten gegen Tumoren Bereits Anfang des Jahrhunderts wurde von dem Pathologen HARDLEY die Hypothese einer möglichen Immunantwort gegen Tumoren durch den Nachweis von Leukozyteninfiltrationen

Mehr

Klassische Therapiekonzepte

Klassische Therapiekonzepte Klassische Therapiekonzepte Strahlentherapie: meist nur lokal wirksam, selten kurativ, Zytostatikatherapie: Unselektiv, hohe und schnelle Resistenzentwicklung, oft ausgeprägte NW (Dosislimitierung) Target-Therapien

Mehr

Epstein-Barr - Kaposi - HHV8

Epstein-Barr - Kaposi - HHV8 Epstein-Barr - Kaposi - HHV8 Der Einfluss humaner Herpesviren auf die Tumorbildung Herbert J. Pfister KVNO-Forum Infektionen & Krebs Aktuelle Erkenntnisse aus der Onkologie 29. Juni 2012 Das Epstein-Barr-Virus

Mehr

T-Lymphozyten. T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. verantwortlich.

T-Lymphozyten. T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. verantwortlich. T-Lymphozyten T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. Sie sind für die zellvermittelte Immunität verantwortlich. Antigenerkennung B Zellen erkennen

Mehr

Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten. lymphatische Organe. Erkennungsmechanismen. Lymphozytenentwicklung

Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten. lymphatische Organe. Erkennungsmechanismen. Lymphozytenentwicklung Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten lymphatische Organe Erkennungsmechanismen Lymphozytenentwicklung Entstehung und Verlauf adaptiver Immunantworten 196 Dendritische Zellen

Mehr

1.1 Einführung in die Problematik 1 1.2 Zielsetzung 9

1.1 Einführung in die Problematik 1 1.2 Zielsetzung 9 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 1.1 Einführung in die Problematik 1 1.2 Zielsetzung 9 2. Material und Methoden 2.1 Material 2.1.1 Chemikalien 11 2.1.2 Materialien für die Säulenchromatographie 12 2.1.3

Mehr

Therapiemö glichkeiten bei bös artigen Erkrankungen

Therapiemö glichkeiten bei bös artigen Erkrankungen Therapiemö glichkeiten bei bös artigen Erkrankungen Chirurg ie Radio the rapie Chemotherapie Hormontherapie Immuntherapie / Targeted Therapy Signaltrans duktions hemmer / Targeted Therapy Zie le je de

Mehr

Diplom- und Promotionsarbeiten

Diplom- und Promotionsarbeiten Diplom- und Promotionsarbeiten 2010 Elnaz Fatherazi Generierung und Charakterisierung rekombinanter anti-fap und anti-tgf-β Immunrezeptoren Masterarbeit, RWTH Aachen Gabriela Poch T-Zellen mit chimären

Mehr

HIV-Infektion und AIDS. Seminar aus funktioneller Pathologie

HIV-Infektion und AIDS. Seminar aus funktioneller Pathologie HIV-Infektion und AIDS Seminar aus funktioneller Pathologie Retroviren des Menschen Lentiviren von Primaten Das Virion des HI-Virus schematisch und elektronenmikroskopisch Virale Gene Bindungssequenzen

Mehr

Aufbau 01.04.2010. Leukozyten - Differentialblutbild

Aufbau 01.04.2010. Leukozyten - Differentialblutbild Erklärung der wichtigsten Laborparameter und der bildgebenden Diagnostik beim und bei Lymphomen Doz. Dr. Michael Fiegl Hämato-Onkologie (Direktor: Prof. Dr. G. Gastl) Programm für PatientInnen Innsbruck,

Mehr

Immuntherapie maligner Erkrankungen: Tumorbehandlung jenseits von Chemotherapie

Immuntherapie maligner Erkrankungen: Tumorbehandlung jenseits von Chemotherapie Prof. Dr. Christoph H. Huber Immuntherapie maligner Erkrankungen: Tumorbehandlung jenseits von Chemotherapie Seit den 1950er Jahren stellte die Chemotherapie mit zellschädigenden und meist relativ einfach

Mehr

Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper

Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper Herstellung und Selektion rekombinanter Antikörper Für jeden Topf ein Deckel Sintox 16.04.2015 16.04.15 Sintox 1 Inhalte Begriffsklärungen Rekombinant Lymphozyten Antikörper und Antigene Somatische Hypermutation

Mehr

Sekundäre Immundefekte: erworbene Schwäche des Immunsystems. OA Dr. med. T. Winterberg

Sekundäre Immundefekte: erworbene Schwäche des Immunsystems. OA Dr. med. T. Winterberg Sekundäre Immundefekte: erworbene Schwäche des Immunsystems OA Dr. med. T. Winterberg Themenübersicht Immunsystem: Aufgaben und Organisation Primäre, sekundäre und iatrogene Immundefekte Fallbeispiel Opportunistische

Mehr

Movie dendritic cell migration_iv_8_2. Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten. lymphatische Organe

Movie dendritic cell migration_iv_8_2. Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten. lymphatische Organe Komponenten und Aufbau des Immunsystems Initiation von Immunantworten lymphatische Organe Erkennungsmechanismen Lymphozytenentwicklung Entstehung und Verlauf adaptiver Immunantworten T-Zellen gelangen

Mehr

Das spezifische Immunsystem. T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen

Das spezifische Immunsystem. T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, Nicolaistraße 22, 12247 Berlin +49 3077001-220, info@inflammatio.de Das spezifische Immunsystem T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen Dr. med. Volker

Mehr

Neue Therapieprinzipien bei soliden Tumoren

Neue Therapieprinzipien bei soliden Tumoren Neue Therapieprinzipien bei soliden Tumoren Prof. Dr. Jochen Greiner Ärztlicher Direktor Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin Diakonie-Klinikum Stuttgart Leiter Tumorimmunologie am Universitätsklinikum

Mehr

Bedeutung der Zytokine in der Infektionsabwehr

Bedeutung der Zytokine in der Infektionsabwehr Zytokindiagnostik Labor Biovis Derzeit wird die Zytokindiagnostik routinemäßig zur Beurteilung zwei verschiedener Situationen eingesetzt; zum einen zur Beurteilung einer Entzündungsaktivität (= proinflammatorischer

Mehr

Virologische Aspekte

Virologische Aspekte Virologie und Pathologie des onkogenen Epstein-Barr Virus (EBV) HJ Delecluse German Cancer Research Centre (DKFZ) Virologische Aspekte Zwei Lebensphasen Interaktionen mit dem Wirt 1 Humane Tumorviren Papovaviren

Mehr

Tumoren vor und nach Nierentransplantation Wartezeit, Vor- und Nachsorge

Tumoren vor und nach Nierentransplantation Wartezeit, Vor- und Nachsorge Tumoren vor und nach Nierentransplantation Wartezeit, Vor- und Nachsorge A. Baldauf-Twelker Klinik und Poliklinik für Urologie Universitätsklinikum Jena Hintergrund Inzidenz von Tumorerkrankungen steigt

Mehr

T-Zell-vermittelte Immunantwort

T-Zell-vermittelte Immunantwort T-Zell-vermittelte Immunantwort Zirkulierung der Lymphozyten Kontinuierliches Pendeln: Blut periphere Lymphorgane Blut Thymus: T-Zellen reif (immunkompetent), aber naiv (ungeprägt) Aktivierung naiver T-Zellen:

Mehr

5. Oktober 2011. Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus

5. Oktober 2011. Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus 5. Oktober 2011 Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus Dr. med. Volker von Baehr Zelluläre Elemente des Immunsystems Unspezifisches Immunsystem (angeboren, nicht lernfähig) Monozyten Gewebemakrophagen

Mehr

Pharmazeutische Biologie SS2011. Wie zielgerichtet sind Arzneimittel heute schon?

Pharmazeutische Biologie SS2011. Wie zielgerichtet sind Arzneimittel heute schon? Pharmazeutische Biologie SS2011 Wie zielgerichtet sind Arzneimittel heute schon? Prof. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Biozentrum Max-von Laue-Str. 9 60438 Frankfurt am Main Dingermann@em.uni-frankfurt.de

Mehr

Klinische Relevanz des PD-1 Rezeptors beim malignen Melanom

Klinische Relevanz des PD-1 Rezeptors beim malignen Melanom TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN III. Medizinische Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar Klinische Relevanz des PD-1 Rezeptors beim malignen Melanom Kathrin Julia Falchner Vollständiger Abdruck

Mehr

EACS 2013 Brüssel. 28.10.2013 Barbara Bertisch Kantonsspital St. Gallen

EACS 2013 Brüssel. 28.10.2013 Barbara Bertisch Kantonsspital St. Gallen EACS 2013 Brüssel 28.10.2013 Barbara Bertisch Kantonsspital St. Gallen HIV IN OSTEUROPA HIV-Pos. bei IVDU IV Russland 20%-40% Ukraine 40% Mathers, Lancet 2008 TB und HIV in Osteuropa TB: HIV Projekt (Kopenhagen

Mehr

Kommunikation des Immunsystems

Kommunikation des Immunsystems Experimentelle Pneumologie Ruhr-Universität Bochum M. Peters Seminar Blut und Immunsystem Kommunikation des Immunsystems www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu 1 Fragen zum Seminar: Kommunikation des Immunsystems

Mehr

Alpha-Immuntherapie bei Lymphomen: Erste Erfahrung! Option für die Zukunft?

Alpha-Immuntherapie bei Lymphomen: Erste Erfahrung! Option für die Zukunft? Alpha-Immuntherapie bei Lymphomen: Erste Erfahrung! Option für die Zukunft? D. Schmidt 33. Jahrestagung der RWGN Lüdenscheid, 1-2 Dezember 2006 Radioimmuntherapie Teil 1:Grundlagen - Grundlagen der Radioimmuntherapie

Mehr

Lymphomtherapie mit Antikörpern (Rituximab)

Lymphomtherapie mit Antikörpern (Rituximab) Lymphomtherapie mit Antikörpern (Rituximab) Markus Müller, AVK Berlin, 02. 09.2006 Chemotherapie und Antikörper Therapieoptionen bei HIV-NHL CHOP bleibt die Standard- Chemotherapie (seit 1975) Schmidt-Wolf

Mehr

Immunologische Methoden und Enzymassays

Immunologische Methoden und Enzymassays Immunologische Methoden und Enzymassays 1. Antikörper (Ak) Aufbau, Struktur monoklonale und polyklonale Ak 2. Immunpräzipitation 3. Affinitätschromatographie 4. Immundetektion 5. Immunblot 6. Immunhistochemie

Mehr

T-Zell-Rezeptor, T-Zellentwicklung, Antigen präsentierende Zellen

T-Zell-Rezeptor, T-Zellentwicklung, Antigen präsentierende Zellen Grundlagen der Immunologie 5. Semester - Dienstags 11.15 Uhr Ruhr-Universität Bochum, HMA 20 T-Zell-Rezeptor, T-Zellentwicklung, Antigen präsentierende Zellen Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu

Mehr

Antigen Receptors and Accessory Molecules of T Lymphocytes

Antigen Receptors and Accessory Molecules of T Lymphocytes Immunologie II Antigen Receptors and Accessory Molecules of T Lymphocytes Chapter 7 - Cellular and Molecular Immunology, Abbas-Lichtman-Pillai 6th edition Leslie Saurer Institut für Pathologie (Prof. Christoph

Mehr

Individualisierte Medizin Onkologie

Individualisierte Medizin Onkologie Individualisierte Medizin Onkologie Prof. Dr. med. Bernhard Wörmann Jena, 12. März 2013 Krebserkrankungen - Inzidenz Männer Frauen Prostata 25,7 Dickdarm 14,3 Lunge 13,8 Harnblase 4,6 Mundhöhle / Rachen

Mehr

Fight Cancer! Eine Initiative der Deutschen Biotechnologie

Fight Cancer! Eine Initiative der Deutschen Biotechnologie Fight Cancer! Eine Initiative der Deutschen Biotechnologie Optimierte Antikörper zur Bekämpfung von Krebs: MOR208 als neuer Ansatz bei Blutkrebs Dr. Arndt Schottelius Entwicklungsvorstand MorphoSys Eine

Mehr

Follikuläres Lymphom Marginalzonen-Lymphom. Dr. med. Christian Taverna Leitender Arzt Onkologie

Follikuläres Lymphom Marginalzonen-Lymphom. Dr. med. Christian Taverna Leitender Arzt Onkologie Follikuläres Lymphom Marginalzonen-Lymphom Dr. med. Christian Taverna Leitender Arzt Onkologie Maligne Lymphome Lymphknoten-Krebs Lymphdrüsen-Krebs Ein Krebs, der von Zellen des lymphatischen Systems ausgeht

Mehr

Größenvergleich zwischen verschiedenen Wirkstoffen

Größenvergleich zwischen verschiedenen Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS) Insulin monoklonaler Antikörper (Abbildung: vfa) 21 Atome 788 Atome ca. 20.000 Atome Größenvergleich zwischen verschiedenen Wirkstoffen Wichtige gentechnisch hergestellte Biopharmazeutika

Mehr

Abwehr II/1. Seminar Block 8 WS 08/09. Dr. Mag. Krisztina Szalai krisztina.szalai@meduniwien.ac.at

Abwehr II/1. Seminar Block 8 WS 08/09. Dr. Mag. Krisztina Szalai krisztina.szalai@meduniwien.ac.at Abwehr II/1 Seminar Block 8 WS 08/09 Dr. Mag. Krisztina Szalai krisztina.szalai@meduniwien.ac.at Abwehr I.: angeborene, natürliche Abwehr Abwehr II.: erworbene, spezifische Abwehr Immunantwort natürliche

Mehr

Fragen-Aufbaukurs Wilsede 2007

Fragen-Aufbaukurs Wilsede 2007 Fragen-Aufbaukurs Wilsede 2007 1.) Bei welcher der aufgeführten Erkrankungen spielen vaso-okklusive Komplikationen eine wesentliche Rolle? A - Alpha-Thalassämie, Majorform B - Beta-Thalassämie, Majorform

Mehr

Laudatio von Prof. Dr. Rolf M. Zinkernagel. anlässlich der Verleihung des Paul Ehrlich und Ludwig Darmstaedter Preises 2015

Laudatio von Prof. Dr. Rolf M. Zinkernagel. anlässlich der Verleihung des Paul Ehrlich und Ludwig Darmstaedter Preises 2015 Laudatio von Prof. Dr. Rolf M. Zinkernagel anlässlich der Verleihung des Paul Ehrlich und Ludwig Darmstaedter Preises 2015 an Prof. Dr. James P. Allison und Prof. Dr. Carl H. June Paulskirche, Frankfurt

Mehr

Leukämie- und Lymphomdiagnostik

Leukämie- und Lymphomdiagnostik Leukämie- und Lymphomdiagnostik Jour Fixe 9.10.2009 I. Mann 64 Jahre Lymphknotenschwellungen II. Mädchen 15 Jahre Petechien i.d.oberen Extr. Cervikale Lymphadenopathie, leichte Milzvergrößerung III. Frau

Mehr

Querschnittsbereich 4 Immundefektdiagnostik. Ulrich Sack

Querschnittsbereich 4 Immundefektdiagnostik. Ulrich Sack Querschnittsbereich 4 Immundefektdiagnostik Ulrich Sack Immundefekte Kriterium Bedingungen des Auftretens Betroffenes System physiologische angeboren erworben sekundär iatrogen infektiös Stammzelle TVorläufer

Mehr

Akute Myeloische Leukämie, Erstbehandlung und Rezidiv Registerstudie zur Erfassung epidemiologischer Daten zur AML

Akute Myeloische Leukämie, Erstbehandlung und Rezidiv Registerstudie zur Erfassung epidemiologischer Daten zur AML Studienübersicht Stand: Januar 2016 1. Hämatologische Neoplasien Akute und Chronische Leukämie SAL-AML-Register Akute Myeloische Leukämie, Erstbehandlung und Rezidiv Registerstudie zur Erfassung epidemiologischer

Mehr

Lymphozyten-Subpopulationen oder Zellulärer Immunstatus. Labormedizinische Partnerschaft Dipl.-Biol. Anke Kennerknecht 1

Lymphozyten-Subpopulationen oder Zellulärer Immunstatus. Labormedizinische Partnerschaft Dipl.-Biol. Anke Kennerknecht 1 Lymphozyten-Subpopulationen oder Zellulärer Immunstatus Partnerschaft Dipl.-Biol. Anke Kennerknecht 1 Das Immunsystem ist eines der größten und komplexesten Organe unseres Organismus Partnerschaft Dipl.-Biol.

Mehr

Aktualisierungsliste zur ICD-10-GM 2011 Sondervorabversion Leukämien und Lymphome

Aktualisierungsliste zur ICD-10-GM 2011 Sondervorabversion Leukämien und Lymphome Aktualisierungsliste zur ICD-10-GM 2011 Sondervorabversion Leukämien und Lymphome Diese Aktualisierungsliste enthält die aktuellen Änderungen im Bereich Leukämien und Lymphome der ICD-10-GM 2011 gegenüber

Mehr

Lernziele Immunologie

Lernziele Immunologie Lernziele Immunologie 1 Lernziele Immunologie Die Lehre zur Immunologie für Mediziner beginnt im 3. Semester (für Zahnmediziner 3. und 4. Semester) mit einer 3-stündigen Vorlesung mit Dozenten des Instituts

Mehr

EGF-R-Familie als Target für zytotoxische T-Lymphozyten. Helga Bernhard

EGF-R-Familie als Target für zytotoxische T-Lymphozyten. Helga Bernhard EGF-R-Familie als Target für zytotoxische T-Lymphozyten Helga Bernhard Adoptiver Transfer von HER2-spezifischen T-Zellen zur Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms Patientin mit HER2 + Mammakarzinom

Mehr

Absolute Neuerkrankungen und Neuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner

Absolute Neuerkrankungen und Neuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner Durchschnittlich erfasste Erkrankungszahlen Zeitraum Geschlecht N rohe Rate altersstandardisierte Rate (ESR)* arithm. Alter Jahre medianes Alter Jahre Vergleich medianes Alter Vergleichsquelle 2009-2013

Mehr

Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation. Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen

Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation. Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen Überblick Was passiert nach der Transplantation? Wie funktioniert das Immunsystem? Wie wird einer Abstoßung vorgebeugt?

Mehr

IMMUNOLOGIE II. Kapitel 12 - Zytokine. Britta Engelhardt Theodor Kocher Institut Universität Bern. bengel@tki.unibe.ch

IMMUNOLOGIE II. Kapitel 12 - Zytokine. Britta Engelhardt Theodor Kocher Institut Universität Bern. bengel@tki.unibe.ch IMMUNOLOGIE II Kapitel 12 - Zytokine Britta Engelhardt Theodor Kocher Institut Universität Bern bengel@tki.unibe.ch Immunolgie II Eigenschaften von Zytokinen Zytokine = Polypeptide die von Zellen das angeborenen

Mehr

Seminare Biochemie (3. Semester)

Seminare Biochemie (3. Semester) Seminare Biochemie (3. Semester) im WS15/16: 5/1. Molekulare Vorgänge der Signaltransduktion 5/2. Hormone und ihre Wirkung 6/1. Gastrointestinaltrakt 6/2. Blut I: Hämoglobin und Eisenstoffwechsel 7/1.

Mehr

Zelluläre Grundlagen und Netzwerke des Immunsystems:

Zelluläre Grundlagen und Netzwerke des Immunsystems: QB4 Klinische Immunologie Einführung WS 2003 QB4 Klinische Immunologie Einführung WS 2003 Zelluläre Grundlagen und Netzwerke des : Nutzung der Kenntnisse immunologischer Mechanismen zur pharmakologischen

Mehr

ALLERGIE. Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen

ALLERGIE. Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen ALLERGIE Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen THEMEN Das Immunsystem ein kurzer Überblick Allergien (Heuschnupfen und Asthma) 2 ENTDECKUNG der Immunität Edward Jenner (1749-1823)

Mehr

Absolute Neuerkrankungen und Neuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner

Absolute Neuerkrankungen und Neuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner Durchschnittlich erfasste Erkrankungszahlen Zeitraum Geschlecht N rohe Rate altersstandardisierte Rate (ESR)* arithm. Alter Jahre medianes Alter Jahre Vergleich medianes Alter Vergleichsquelle 2009-2013

Mehr

Aus dem Institut für Veterinär-Pathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Betreuer: Prof. Dr. M. Reinacher

Aus dem Institut für Veterinär-Pathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Betreuer: Prof. Dr. M. Reinacher Aus dem Institut für Veterinär-Pathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen Betreuer: Prof. Dr. M. Reinacher Untersuchungen zur Klassifikation maligner Lymphome sowie zur differentiellen Expression

Mehr

Übung 8. 1. Zellkommunikation. Vorlesung Bio-Engineering Sommersemester 2008. Kapitel 4. 4

Übung 8. 1. Zellkommunikation. Vorlesung Bio-Engineering Sommersemester 2008. Kapitel 4. 4 Bitte schreiben Sie Ihre Antworten direkt auf das Übungsblatt. Falls Sie mehr Platz brauchen verweisen Sie auf Zusatzblätter. Vergessen Sie Ihren Namen nicht! Abgabe der Übung bis spätestens 05. 05. 08

Mehr

Cytotatica NEU ex TaraNews 2004 bis 2014

Cytotatica NEU ex TaraNews 2004 bis 2014 Cytotatica NEU ex TaraNews 2004 bis 2014 Monklonale AK in der antineoplastischen Therapie: (14, 9) - AFLIBERCEPT: ZALTRAP, (seit 2/2013), metastasiertem kolorektalem Karzinom (MCRC) - BEVACIZUMAB: AVASTIN,

Mehr

Is the Incidence of Cancer in HIV Patients Rally Increasing?

Is the Incidence of Cancer in HIV Patients Rally Increasing? Is the Incidence of Cancer in HIV Patients Rally Increasing? K.Mayr A. Potthoff, K. Jansen, C. Michalik, A. Moll, H. Jaeger, S. Esser, A. Plettenberg, S. Köppe, N.H. Brockmeyer and the Competence Network

Mehr

7. Oberbayerische Interdisziplinäre Nephrologietagung. Moderne medikamentöse Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms

7. Oberbayerische Interdisziplinäre Nephrologietagung. Moderne medikamentöse Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms 7. Oberbayerische Interdisziplinäre Nephrologietagung Moderne medikamentöse Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms G. Puchtler Medizinische Klinik II Klinikum Rosenheim Epidemiologie - ca. 2%

Mehr

Antikörper. Hypnose zur Immunmodulation

Antikörper. Hypnose zur Immunmodulation Verschiedene Untergruppen = Fresszellen = Vorläufer der Fresszellen verschiedene Untergruppen produzieren produzieren produzieren = Signalstoffe =>Kommunikation Antikörper = Immunglobuline Bei Aktivierung

Mehr

Schwerpunkt. (wolfgang.linke@rub.de) Abteilung für Kardiovaskuläre Physiologie

Schwerpunkt. (wolfgang.linke@rub.de) Abteilung für Kardiovaskuläre Physiologie Schwerpunkt Molekulare Medizin Koordinator: W. Linke (wolfgang.linke@rub.de) Abteilung für Kardiovaskuläre Physiologie http://www.py.rub.de/kardp/ py Die häufigsten Todesursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Mehr

Biologicals Stephanie Win, Ph.D. Dendritische Zellen - die APC Spezialisten Dipl.-Biol. Christiane Göpfert Diabetes mellitus Typ 1

Biologicals  Stephanie Win, Ph.D. Dendritische Zellen - die APC Spezialisten Dipl.-Biol. Christiane Göpfert Diabetes mellitus Typ 1 Biologicals Stephanie Win, Ph.D. In 2006, a phase I trial testing the efficacy of a monoclonal antibody to be used against rheumatism and multiple sclerosis, dramatically failed. The test subjects were

Mehr

Grundlagen der Immunologie

Grundlagen der Immunologie Grundlagen der Immunologie Lymphozyten reifen im Knochenmark (B-Lymphozyten) und im Thymus (T-Lymphozyten). Die Aktivierung antigenpräsentierender Zellen ( APC ), wie Makrophagen, dendritische Zellen und

Mehr

Antikörper gegen Krebs: von der Idee bis in die Klinik. Prof. Andreas Mackensen Medizinische Klinik 5- Hämatologie & Internistische Onkologie

Antikörper gegen Krebs: von der Idee bis in die Klinik. Prof. Andreas Mackensen Medizinische Klinik 5- Hämatologie & Internistische Onkologie Antikörper gegen Krebs: von der Idee bis in die Klinik Prof. Andreas Mackensen Medizinische Klinik 5- Hämatologie & Internistische Onkologie Monoklonale Antikörper: Entwicklung und Marketing in 30 Jahren

Mehr

Periphere T-Zell-Lymphome

Periphere T-Zell-Lymphome Periphere T-Zell-Lymphome Beschreibung Diagnose Therapie 1999-2009 gefördert vom www.lymphome.de T-Zell-Lymphom 1 Was ist ein T-Zell-Lymphom Ein T-Zell-Lymphom ist eine Erkrankung des lymphatischen Systems,

Mehr

BioNTech. Biopharmaceutische Neue Technologien

BioNTech. Biopharmaceutische Neue Technologien BioNTech Biopharmaceutische Neue Technologien Immunsystemkomponenten als Medikamente Antikörper TCR T-Zellen Antigene Gesunde Zelle Karzinomzelle Killerzellen Gute antigenspezifische Erkennung von Tumorantigene

Mehr

Nebenwirkungen neuartiger Anti-Tumortherapien

Nebenwirkungen neuartiger Anti-Tumortherapien XVII. Onkologische Fachtagung für medizinische Berufe Berlin, 05.06.2014 Nebenwirkungen neuartiger Anti-Tumortherapien Dr. Christian Jakob Klinikum Ernst v. Bergmann Klinik für Hämatologie/Onkologie Charlottenstr.

Mehr

Einleitung 12. 2. Einleitung. 2.1 Morbus Hodgkin: Definition

Einleitung 12. 2. Einleitung. 2.1 Morbus Hodgkin: Definition Einleitung 12 2. Einleitung 2.1 Morbus Hodgkin: Definition Morbus Hodgkin (syn.: Hodgkin-Lymphom (HL) oder Lymphogranulomatose, engl. Hodgkin's disease) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen

Mehr

In vitro funktionelle Tests Gewebekulturen: primäre und langlebende Zelllinien Institut für Immunologie und Biotechnologie Universität Pécs, Medizinische Fakultät Einführung Definition: Eine Zellkultur

Mehr

Diagnostik von Epstein-Barr-Virusinfektionen: Serologie vs Virusgenomnachweis

Diagnostik von Epstein-Barr-Virusinfektionen: Serologie vs Virusgenomnachweis Diagnostik von Epstein-Barr-Virusinfektionen: Serologie vs Virusgenomnachweis Nikolaus Müller-Lantzsch und Barbara Gärtner Institut für Virologie, Homburg/Saar Das Epstein - Barr Virus (EBV) 1964 von Epstein

Mehr

Stammzelltransplantation

Stammzelltransplantation Cornelie Haag Medizinische Klinik und Poliklinik 1 Universitätsklinikum Carl-Gustav-Carus Dresden 1 Klinische Einteilung - Begriffsbestimmung Autologe Quelle: Patient selbst KM oder peripheres Blut (Apherese)

Mehr

Antikörper in der Lymphomdiagnostik

Antikörper in der Lymphomdiagnostik Antikörper in der Lymphomdiagnostik Andreas Chott Vier Eckpfeiler der Lymphomdiagnostik Klinik Histologie Immunhistochemie Molekularbiologie (Klonalität, Genetik) 1 Was ist ein Antikörper? Ein Antikörper

Mehr

Multiple Sklerose Basiswissen zur Immunologie der MS und der immunmodulierenden Therapie

Multiple Sklerose Basiswissen zur Immunologie der MS und der immunmodulierenden Therapie JATROS Neurologie & Ps ychiatrie 2008 Multiple Sklerose Multiple Sklerose Basiswissen zur Immunologie der MS und der immunmodulierenden Therapie Die multiple Sklerose (MS) ist eine meist chronisch verlaufende

Mehr

Prävention des Typ-1-Diabetes

Prävention des Typ-1-Diabetes Prävention des Typ-1-Diabetes Peter Achenbach Der Typ-1-Diabetes tritt klinisch durch Insulinmangel in Erscheinung. Ursächlich ist der Verlust von Insulinproduzierenden Beta-Zellen durch autoimmune Zerstörung.

Mehr

Akute lymphoblastische Leukämie

Akute lymphoblastische Leukämie Akute lymphoblastische Leukämie Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Universitätskinderklinik Münster November 2011 Krebserkrankungen des Kindesalters Leukämien 34.5% Leukämien ALL: 478 Kinder/Jahr AML:

Mehr

Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik

Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik Gliederung 1. Lymphozytenidentifizierung 2. Durchflusszytometrie als Methode 3. Bearbeitung der Proben 4. Typische Befunde und Probleme 5. Blick in die Zukunft Dagmar

Mehr

Immundefekte bei hämatologischen Erkrankungen

Immundefekte bei hämatologischen Erkrankungen Immundefekte bei hämatologischen Erkrankungen Kirsten Wittke Institut für Medizinische Immunologie CVK, Charité Berlin Immundefekt Ambulanz für Erwachsene Immundefekte bei hämatologischen Erkrankungen

Mehr

htert, CD23 und CD229 als Tumorantigene bei der B-CLL

htert, CD23 und CD229 als Tumorantigene bei der B-CLL Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität München htert, CD23 und CD229 als Tumorantigene bei der B-CLL Dagmar Bund aus Augsburg

Mehr

MULTIPLES MYELOM Partizipier in Genesung

MULTIPLES MYELOM Partizipier in Genesung MULTIPLES MYELOM Partizipier in Genesung Lerne mehr und Spende Marlies Van Hoef, MD, PhD, MBA Multiples Myelom Krankheit von Kahler wurde zuerst diagnostiziert in 1848 Bösartige Abnormalität des Plasmazellen;

Mehr

Immunologie der Vaskulitis

Immunologie der Vaskulitis Querschnitt Immunologie-Infektiologie Montags 12.00 Uhr Hörsaalzentrum St. Joseph Immunologie der Vaskulitis Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Ein Patient mit diesen Veränderungen kommt in

Mehr

Klon-DNA entlarvt Krebs

Klon-DNA entlarvt Krebs Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung Abschlussbericht Klon-DNA entlarvt Krebs aus der gkf-info 36 Dezember 2012 Abschlussbericht Klon-DNA entlarvt Krebs Der bösartige Lymphdrüsenkrebs, das

Mehr

Curriculum Vitae Prof. Dr. Michael Hallek

Curriculum Vitae Prof. Dr. Michael Hallek Curriculum Vitae Prof. Dr. Michael Hallek Name: Michael Hallek Geboren: 19. Juli 1959 Forschungsschwerpunkte: Chronische lymphatische Leukämie (CLL), Funktion von Chemokinen und Cytokinen, Antikörper,

Mehr

Gentherapie. Grüne Gentechnologie

Gentherapie. Grüne Gentechnologie Gentherapie Grüne Gentechnologie Definition Mit Gentherapie bezeichnet man das Einfügen von Genen in Zellen eines Individuums zur Behandlung von Erbkrankheiten bzw. Gendefekten Durch die Einführung soll

Mehr

Nachsorge = Vorsorge

Nachsorge = Vorsorge Prof. Dr. Bernhard Wörmann DGHO - Leitlinien Berlin Hämatoonkologische Praxis Bremen Magdeburg, 29. August 2010 Aufgaben der Nachsorge Lokalrezidiv (örtlicher Rückfall) Fernmetastasen Nebenwirkungen der

Mehr

HIV. Dr. med. Stefan Esser Universitäts-Hautklinik Essen

HIV. Dr. med. Stefan Esser Universitäts-Hautklinik Essen HIV Dr. med. Stefan Esser Universitäts-Hautklinik Essen HIV-Übertragung Die statistische Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung liegt für die unterschiedlichen Übertragungswege zwischen 1 Infektion pro

Mehr

Medikamente für die Krebsprävention, -diagnose oder -therapie, die im Zulassungsverfahren oder vor der Markteinführung stehen

Medikamente für die Krebsprävention, -diagnose oder -therapie, die im Zulassungsverfahren oder vor der Markteinführung stehen Medikamente für die Krebsprävention, -diagnose oder -therapie, die im Zulassungsverfahren oder vor der Markteinführung stehen 10. Juni 2016 Diese Liste enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf

Mehr

(Fermentation), Reinigung, Markierung Hybridom-Technik

(Fermentation), Reinigung, Markierung Hybridom-Technik Immunisierung, Antikörperproduktion (Fermentation), Reinigung, Markierung Hybridom-Technik Universit ität Pécs, Medizinische Fakul ultät Institut für Immunologie und Biotechnologie ie Monoklonale Antikörper:

Mehr

Spontanremissionen bei Krebserkrankungen

Spontanremissionen bei Krebserkrankungen 6. Grazer Psychiatrisch-Psychosomatische Tagung 20-22. Januar 2011 Spontanremissionen bei Krebserkrankungen Dr. Herbert Kappauf Internistische Schwerpunktpraxis Onkologie - Hämatologie Psychoonkologie

Mehr

Biotechnologische Arzneimittel Von der Herstellung zur Anwendung

Biotechnologische Arzneimittel Von der Herstellung zur Anwendung Biotechnologische Arzneimittel Von der Herstellung zur Anwendung Abbildungen, Diagramme, Tabellen Acetylsalicylsäure Insulin monoklonaler Antikörper (ASS) 21 Atome 788 Atome ca. 20.000 Atome Größenvergleich

Mehr

Krebsmedikamente im Zulassungsverfahren in der EU oder vor der Markteinführung; Stand: 06.02.2012

Krebsmedikamente im Zulassungsverfahren in der EU oder vor der Markteinführung; Stand: 06.02.2012 Krebsmedikamente im Zulassungsverfahren in der EU oder vor der Markteinführung; Stand: 06.02.2012 Medikament gegen Magenkrebs (Wirkstoffe: Tegafur/ Gimeracil/ Oteracil Kalium im Verhältnis 1:0,4:1) Kombination

Mehr

Herstellung therapeutischer Antikörper

Herstellung therapeutischer Antikörper 23 4 Herstellung therapeutischer Antikörper M. Little M. Little, Antikörper in der Krebsbekämpfung, DOI 10.1007/978-3-662-45114-4_4, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015 24 Kapitel 4 Herstellung therapeutischer

Mehr

Immunregulatorische Funktion humaner TCRαβ + CD4 - CD8 - T-Lymphozyten

Immunregulatorische Funktion humaner TCRαβ + CD4 - CD8 - T-Lymphozyten Immunregulatorische Funktion humaner TCRαβ + CD4 - CD8 - T-Lymphozyten Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) der Naturwissenschaftlichen Fakultät III - Biologie

Mehr

Zweigbibliothek Medizin

Zweigbibliothek Medizin Sächsäsche Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) Zweigbibliothek Medizin Diese Dissertation finden Sie original in Printform zur Ausleihe in der Zweigbibliothek Medizin Nähere

Mehr

Labmed Sektion ZH. Aufgaben des HLA-Typisierungslabors bei Organspenden. Barbara Rüsi, Leitende BMA HF, HLA-Typisierungslabor Zürich

Labmed Sektion ZH. Aufgaben des HLA-Typisierungslabors bei Organspenden. Barbara Rüsi, Leitende BMA HF, HLA-Typisierungslabor Zürich Aufgaben des HLA-Typisierungslabors bei Organspenden Barbara Rüsi, Leitende BMA HF, HLA-Typisierungslabor Zürich Bereichsleiter Hämatopoietische Stammzellen Inga Hegemann Direktor Urs Schanz Co-Direktor

Mehr

Inhaltsverzeichnis. KDL_Haematologie.indb 9 26.01.2015 15:20:42

Inhaltsverzeichnis. KDL_Haematologie.indb 9 26.01.2015 15:20:42 Inhaltsverzeichnis Vorwort 2015...5 1 Allgemeine Kodierregeln...15 1.1 Definition der Hauptdiagnose...15 1.2 Definition der Nebendiagnose...17 1.3 Prozeduren...20 1.4 Allgemeiner Prüfalgorithmus...20 1.5

Mehr

Die Stammzellhierarchie akuter Leukämien des Kindesalters

Die Stammzellhierarchie akuter Leukämien des Kindesalters Die Stammzellhierarchie akuter Leukämien des Kindesalters - biologische Grundlagen und klinische Implikationen - Priv.-Doz. Dr. med. Josef Vormoor Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde - Pädiatrische

Mehr

Neue Möglichkeiten in der Therapie von Lymphomen

Neue Möglichkeiten in der Therapie von Lymphomen Neue Möglichkeiten in der Therapie von Lymphomen Die Rückkehr der Zauberkugeln PD Dr. med. Andreas Trojan Onkozentrum Klinik im Park, Zürich @11.9.2007 Definition maligner Lymphome Maligne Lymphome sind

Mehr

Was gibt es Neues zur Stammzelltransplantation. E Holler Klinik f Innere Medizin III Klinikum der Universität Regensburg

Was gibt es Neues zur Stammzelltransplantation. E Holler Klinik f Innere Medizin III Klinikum der Universität Regensburg Was gibt es Neues zur Stammzelltransplantation E Holler Klinik f Innere Medizin III Klinikum der Universität Regensburg Themen Aktuelle Entwicklungen der Indikationen: Fortschritte generell? Neue allogene

Mehr