Monitoringsystem TAPGUARD 260

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1 Monitoringsystem TAPGUARD Beiblatt zur Betriebsanleitung 301/02 Protokollbeschreibung IEC

2 2009 Alle Rechte bei Maschinenfabrik Reinhausen Weitergabe sowie Vervielfältigung dieses Dokumentes, Verwertung und Mitteilung seines Inhalts sind verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte für den Fall der Patent-, Gebrauchsmuster- und Geschmacksmustereintragung vorbehalten. Nach Redaktionsschluss der vorliegenden Dokumentation können sich am Produkt Änderungen ergeben haben. Änderungen der technischen Daten bzw. Konstruktionsänderungen sowie Änderungen des Lieferumfanges bleiben ausdrücklich vorbehalten. Grundsätzlich sind die bei der Abwicklung der jeweiligen Angebote und Aufträge übermittelten Informationen und getroffenen Vereinbarungen verbindlich. Die Originalbetriebsanleitung wurde in deutscher Sprache erstellt.

3 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeine Hinweise Hinweise zur Norm Verwendete Abkürzungen Hardware Kommunikationsschnittstelle (SIC-Karte) Abbildungen Datenpunkte Überwachungsrichtung (Meldungen) Steuerungsrichtung (Befehle) Meldungsstruktur, verwendete Typen und Ursachen Sequenzen Generalabfrage (GA) Doppelbefehl (direkt) Einstellungen Grundeinstellungen Baudrate Ausrichtung des Richtungssignals "Senden" zum Modul RS Adresse des TAPGUARD Modulspezifische Einstellungen RS RS Lichtwellenleiter (LWL) Maschinenfabrik Reinhausen /00 DE TAPGUARD 260 3

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5 1 Allgemeine Hinweise 1.1 Hinweise zur Norm Das Monitoringsystem TAPGUARD 260 stellt einen Ausschnitt an Befehlen und Meldungen aus dem Schnittstellenprotokoll IEC für die Kommunikation zur Verfügung. Die Befehlsübertragung erfolgt direkt (direct command transmission), die Möglichkeit Anwahl und Ausführung (select and execute command) stehen nicht zur Verfügung. 1.2 Verwendete Abkürzungen Abkürzung ASDU BCD CI GA GPI GPO LWL MR TAPCON trol Tabelle 1 Bedeutung Dienstdateneinheit der Anwendungsschicht Binary Coded Decimal Communication Interface (Kommunikationsschnittstelle) Generalabfrage General Purpose Input General Purpose Output Lichtwellenleiter Maschinenfabrik Reinhausen PC-Software zur Anzeige von Reglerdaten Abkürzungen Maschinenfabrik Reinhausen /00 DE TAPGUARD 260 5

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7 2 Hardware 2.1 Kommunikationsschnittstelle (SIC-Karte) Zur Datenübertragung über das Protokoll IEC stehen am Monitoringssystem folgende physikalische Schnittstellen zur Verfügung: RS232 RS485 (Optional) LWL (Optional) Tabelle 2 25 polige SUB-D Buchse Pin 2: TxD Pin 3: RxD Pin 7: GND Pin 9: +12 V (max. 150 ma) Pin 10: -12 V (max. 25 ma) Pin 18: +12 V (max. 150 ma) Pin 25: -12 V (max. 25 ma) 9 polige SUB-D Buchse Pin 3: B Pin 2: A mit Jumper B4 Pin 8: A mit Jumper B3 Pin 1 und Pin 5: 100 Ω Erdwiderstand Polarität: A > B um 200 mv entspricht 1 B < A um 200 mv entspricht 0 Eine inaktive Kommunikationsleitung entspricht 1. Das Startbit hat die Bezeichnung 0. Abschlusswiderstand 120 Ohm mit Jumper B1. FH-ST (850nm oder 660nm) F-SMA (850nm oder 660nm) Verfügbare Schnittstellen Übertragung auf physikalischer Ebene: Asymmetrisch mit 8 Datenbits, Parität gerade, 1 Stopbit (8E1) Maschinenfabrik Reinhausen /00 DE TAPGUARD 260 7

8 2.2 Abbildungen Abbildung 1 TAPGUARD 260 SIC-Karte mit Modul RS232 (Draufsicht) Abbildung 2 Optionales Modul RS485 für SIC-Karte Abbildung 3 Optionales Lichtwellenleitermodul (LWL) auf Basis RS232 für SIC-Karte 8 TAPGUARD /00 DE Maschinenfabrik Reinhausen 2009

9 3 Datenpunkte 3.1 Überwachungsrichtung (Meldungen) Typkennung Infonummer Byte 1 (Fkt-typ) Klasse Beschreibung 3/ SI-Befehl 1 aktiv 3/ SI-Befehl 2 aktiv 3/ SI-Befehl 3 aktiv Detailangaben zu den SI-Befehlen 1/2/3 sind im Abschnitt Allgemeine Befehle enthalten. 3/ Motorantrieb läuft (IO-28, IO-29) Parametrierbare Meldungen Der TAPGUARD 260 verfügt über 4 parametrierbare Meldungen. Diese können auf einen Eingang oder ein Relais gelegt werden. Die Meldungen sind EIN, wenn ein Signal am parametrierten Eingang anliegt oder das parametrierte Relais anspricht. 3/ Meldung Nr. 1 3/ Meldung Nr. 2 3/ Meldung Nr. 3 3/ Meldung Nr. 4 3/ Überstrom >I 3/ Parametrierfehler TAPGUARD 260. AN wenn ein Fehler in der Parametrierung aufgetreten ist. 3/ Ort-Fern-Meldung Der TAPGUARD 260, verfügt nicht über einen Ort-Fern-Schalter. Die Funktion Ort-Fern-Bedienung kann aber auf einen Eingang parametriert werden Stufenstellung 3/ Grün 3/ Ereignis Gelb 3/ Ereignis Rot 3/ Betreiberereignis Gelb 3/ Betreiberereignis Rot Istspannung Wirkstrom Blindstrom Scheinstrom Tabelle 3 Datenpunkte in Überwachungsrichtung (Meldungen) Maschinenfabrik Reinhausen /00 DE TAPGUARD 260 9

10 Typkennung Infonummer Byte 1 (Fkt-typ) Klasse Beschreibung Laststufenschalter-Monitoring: Verschleißteile % Ölwechsel + Reinigung % Kontaktabbrand % Ölprobe % Betreiberintervall % Tabelle 3 Datenpunkte in Überwachungsrichtung (Meldungen) 3.2 Steuerungsrichtung (Befehle) Hinweis: Damit Befehle vom Leitsystem am Monitoringsystem ausgeführt werden, muss der Modus Fern (Remote) eingestellt sein. Typkennung Infonummer Byte 1 (Fkt-typ) Klasse Beschreibung 100 Start der Generalabfrage Höher/Tiefer SI-Befehl SI-Befehl SI-Befehl 3 Tabelle 4 Jeder dieser SI-Befehle setzt im TAPGUARD 260 einen entsprechenden Merker. Der Status der Merker kann wie ein Eingang des I/O- oder UC-Moduls zur Aktivierung oder Deaktivierung einer Funktion des TAPGUARD 260 verwendet werden. Datenpunkte in Steuerungsrichtung (Befehle) 10 TAPGUARD /00 DE Maschinenfabrik Reinhausen 2009

11 4 Meldungsstruktur, verwendete Typen und Ursachen Feld der ASDU Länge Beschreibung Typkennung 1 Byte Variable Strukturkennung 1 Byte Übertragungsursache 1 Byte 20 wenn die Meldung aufgrund einer Generalabfrage (GA) übertragen wird. 7 bei Bestätigung von Befehlen, GA und Zeitsynchronisation 10 nach Ende der GA 3 bei sonstigen Meldungen Bit 7 (P/N) wird gesetzt, wenn der Auftrag abgelehnt wurde (z.b. wenn Monitoringsystem nicht auf Fern/Remote sondern auf Ort/Local steht). Adresse der ADSU 1 Byte am Gerät einstellbar Adresse des Informationsobjekts Informationselement Tabelle 5 2 Byte 1.Byte = Infonummer 1.Oktett (entspricht Funktionstyp) 2.Byte = Infonummer 2.Oktett n Byte Meldungsstruktur Typkennungen: 3 = Doppelmeldung 4 = Doppelmeldung mit Zeitmarke 5 = Stufenstellungsmeldung 13 = Messwert, verkürzte Gleitkommazahl 14 = Messwert, verkürzte Gleitkommazahl mit Zeitmarke 46 = Doppelbefehl 100 = Generalabfragebefehl 112 = Parameter für Messwerte, verkürzte Gleitkommazahl Übertragungsursache: 3 = spontan 7 = Bestätigung der Aktivierung 10 = Beendigung der Aktivierung 20 = abgefragt durch Generalabfrage Maschinenfabrik Reinhausen /00 DE TAPGUARD

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13 5 Sequenzen 5.1 Generalabfrage (GA) Typkennung = 100 Generalabfragebefehl Übertragungsursache = 0 nicht benutzt Funktionstyp (bzw. Adresse Informationsobjekt 1.Oktett) = 0 Infonummer (bzw. Adresse Informationsobjekt 2.Oktett) = aa 16 Abbildung 4 Beispielbefehl Generalabfrage (GA) Die erste Meldung, die vom Monitoringsystem als Antwort auf die Generalabfrage gesendet wird, ist die Meldung GA-Start mit Typkennung 100 und Übertragungsursache 7 (Bestätigung der Aktivierung). Nach der letzten Datenmeldung des Generalabfrage-Zyklus erfolgt die Meldung GA beendet mit Typkennung 100 und Übertragungsursache 10. Die Meldungen werden als Antwort auf eine Anfrage nach Daten der Klasse 1 gesendet. 5.2 Doppelbefehl (direkt) Typkennung = 46 Doppelbefehl Übertragungsursache = 6 Aktivierung Funktionstyp (bzw. Adresse Informationsobjekt 1.Oktett) = 20 Sollwert 2 Infonummer (bzw. Adresse Informationsobjekt 2.Oktett) = 0 Wert = ON e Abbildung 5 Beispiel Doppelbefehl (direkt) Nach Erhalt eines gültigen Befehls sendet das Monitoringsystem die Befehlsmeldung als positive Bestätigung zurück. Die Übertragunsursache ist dabei auf 7 eingestellt. Kann der Befehl nicht ausgeführt werden, wird das P/N-Bit im Byte Übertragungsursache gesendet. Die Meldung wird als Antwort auf die nächste Anfrage nach Daten der Klasse 1 gesendet. Maschinenfabrik Reinhausen /00 DE TAPGUARD

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15 6 Einstellungen Auf der SIC-Karte und der dazugehörigen Modulkarte können verschiedene Einstellungen mittels DIP-Schaltern und Jumpern vorgenommen werden. 6.1 Grundeinstellungen Baudrate Folgende Einstellungen erfolgen über Schalter auf der Basisplatine der SIC- Karte und der dazugehörigen Modulkarte. Die Baudrate kann durch den Schalter S1-1 auf der Basisplatine der SIC-Karte konfiguriert werden. S1-1 Baudrate ON 9600 OFF (Standard) Tabelle 6 Einstellung der Baudrate Ausrichtung des Richtungssignals "Senden" zum Modul RS485 Die Ausrichtung des Richtungssignals "Senden" kann über den Schalter S1-3 auf der Basisplatine der SIC-Karte ausgelöst werden. S1-3 Ausrichten des Richtungssignals "Senden" ON OFF Tabelle 7 gesperrt ausgelöst (Modul RS485 vorhanden) Ausrichtung des Richtungssignals "Senden" Die Ausrichtung beinhaltet folgende Funktionen: Vor der Entsendung eines Telegramms wird ein Signal an das Modul RS485 versandt. Es wird eine Sendeverzögerung von ca. 1 ms aktiviert, um die Reaktionszeit eines externen Umformer RS485/RS232 beim Wechsel zwischen Sendeund Empfangsbetrieb auszugleichen. Hinweis: Ist kein Modul RS485 vorhanden, sollte S1-3 auf ON geschaltet werden. Maschinenfabrik Reinhausen /00 DE TAPGUARD

16 6.1.3 Adresse des TAPGUARD 260 Die Adresse des TAPGUARD 260 wird über die Schalter S1-S8 auf der entsprechenden Modulkarte eingestellt. S1 S2 S3 S4 S5 S6 S7 S8 Bit 0 Bit 1 Bit 2 Bit 3 Bit 4 Bit 5 Bit 6 Bit 7 Tabelle 8 Adresseinstellung Stellung des Schalters auf Position ON setzt das entsprechende Bit auf 0. Beispiel: Bei Adresse 1 muss S1 auf OFF sein, S2... S8 müssen auf ON sein. 6.2 Modulspezifische Einstellungen RS232 Nachfolgende Einstellungen erfolgen außschließlich auf der Modulkarte und sind nur für den entsprechenden Anwendungsfall von Bedeutung. Einstellung der Polarität von RxD, TxD Jumper B1 B2 Tabelle 9 Beschreibung Polarität von RxD, TxD invertiert Polarität von RxD, TxD Standard RS232 (Standard) Einstellung der Polarität Abbildung 6 SIC-Karte mit RS232-Modul 16 TAPGUARD /00 DE Maschinenfabrik Reinhausen 2009

17 6.2.2 RS485 Abschlusswiderstand 120 Ω Jumper B1 B2 Tabelle 10 Beschreibung ON OFF (Standard) Abschlusswiderstand 120 Ω Konfiguration der Signalleitungen Jumper Beschreibung B3 Signalleitung A = Pin 8 B4 Signalleitung A = Pin 2 (Standard) Tabelle 11 Konfiguration der Signalleitungen Abbildung 7 SIC-Karte mit RS485-Modul Maschinenfabrik Reinhausen /00 DE TAPGUARD

18 6.2.3 Lichtwellenleiter (LWL) Ruhezustand der Schnittstelle Jumper B1 Stellung 1/2 B1 Stellung 2/3 Beschreibung Ruhezustand ist "Licht an" (Standard) Ruhezustand ist "Licht aus" Senden/Empfangen Jumper B3 Stellung 1/2 B3 Stellung 2/3 Beschreibung Ring-Anordnung Standard Abbildung 8 SIC-Karte mit LWL-Modul 18 TAPGUARD /00 DE Maschinenfabrik Reinhausen 2009

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20 Maschinenfabrik Reinhausen GmbH Telefon: +49 (0) Falkensteinstraße 8 Telefax: +49 (0) D Regensburg /00 DE 1209 F

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