Dokumentation: Qualifizierung Leichte bzw. Einfache Sprache

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1 Dokumentation: Qualifizierung Leichte bzw. Einfache Sprache Termin: Dez (Beginn: Dienstag, 12:00h / Ende Mittwoch, 13:00h) Tagungsort: EJBW, Weimar Team: Andrea Tischner (Referentin - Netzwerk Leichte Sprache), Ulrich Ballhausen (Leitung und Moderation), Una Kliemann (transfer e.v. - technische Koordination & inhaltliche Unterstützung) Hintergrund und Ziel: Bei mehreren laufenden Prozessen unseres Arbeitsfelds, vorrangig im Rahmen von JiVE und Inklusives Kinder- und Jugendreisen, wurde der dringende Bedarf für eine leichtere bzw. einfachere Sprache identifiziert, um bisher wenig erreichte Zielgruppen, vor allem bildungsfernere Kinder und Jugendliche (Hauptschüler(innen), Berufsschüler(innen), Migrant(inn)en usw.) besser ein- beziehen zu können. Wenn man diese Zielgruppen motivieren will, muss die Sprache mit ihren Begriffen und auch das sonstige Auftreten so gestaltet sein, dass es gut ankommt und vor allem verstanden wird. Zentrales Ziel des Workshops Leichte bzw. Einfache Sprache soll deshalb einerseits die Erarbeitung von Umsetzungsstrategien und konkreten Produkten, andererseits die Qualifizierung von verantwortlichen Netzwerkkoordinatoren sein. Zu diesem Zwecke sollen Kompetenzen und Techniken für die Umsetzung von Flyern, Website-Texten, Artikeln u.a. vermittelt werden. Am ersten Tag vermittelt der Kurs zunächst einen Über- blick zum Thema, um im Anschluss die konkreten Bedarfe, Anliegen und Ziele der Teilnehmenden zu bearbeiten. Am zweiten Tag wird mit Unterstützung der Fachreferentin an eigenen Texten, Ideen und Produkten gearbeitet. In diesem Rahmen sollen auch Gesamtkonzepte zur Einbindung von Leichter bzw. Einfacher Sprache für die eigene Organisation entstehen. Neben dieser inhaltlichen Arbeit bietet der Workshop vielfältige Gelegenheiten für den trägerübergreifenden Austausch von Erfahrungen und für die Umsetzung von gelernten Techniken und Kompetenzen. Zielgruppen: Die Qualifizierung Leichte bzw. Einfache Sprache richtet sich einerseits an verantwortliche Netzwerkkoordinatoren (JiVE, BundesForum, IJAB, AJA etc.) und darüber hinaus an Kolleg(innen) mit ähnlichen Arbeitsfeldern, sowie wissenschaftsorientierte Fachkräfte mit einem Interesse an der Entwicklung und Erarbeitung eigener Strategien für Umsetzungen in und mit Leichter Sprache im Kinder- und Jugendreisebereich sowie der internationalen Jugendarbeit.

2 Programmplanung Dienstag, 03. Dezember 12:00 Uhr: Empfang und Anreise 12:30 Uhr: Mittagessen 13:30 Uhr: "Jetzt geht s los!" - Absprache über Bedarf, Anliegen und Ziele. 15:30 Uhr: Kaffeepause 16:00 Uhr: Expertinnen-Input - "Leichte bzw. Einfache Sprache" Was ist eigentlich Leichte bzw. Einfache Sprache? Wer braucht Leichte Sprache? Und vor allem: Wie funktioniert Leichte Sprache überhaupt? 16:45 Uhr: Workshop Regeln der Leichten bzw. Einfachen Sprache Erarbeitung und Vertiefung der Regeln der Leichten bzw. Einfachen Sprache. Übersetzungsübungen an Beispieltexten. 18:30 Uhr: Abendessen Praktisches Üben Angelehnt an eigene Interessen wird mithilfe der Referentin an eigenen Produkten und Projektideen gearbeitet. Expertinnen-Input - Tipps und Tricks Vermittlung von unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten von Texten in Broschüren, Flyern, auf Internetseiten usw. Angebot: "Weimar bei Nacht" Mittwoch, 04. Dezember Ab 07:30 Uhr: Frühstück 09:00 Uhr: Umsetzungsplanung inklusive Coaching-Markt Wie kann Leichte bzw. Einfache Sprache in der eigenen Organisation umgesetzt werden? Formulierung von Zielen, Erarbeiten von Strategien sowie Umsetzungsplanungen für nächste Schritte. 12:00: Abschlussrunde Wie war s? 12:30: Mittagessen 13:00: Ende

3 Programm Tag 1: Einführung/Einbettung 14.45: Input 15.45: Pause 16.15: Workshop, Übungen, Input 18.30: Abendessen 19.30: Weimar Tag 2: : Frühstück 09.15: Gelungene Webseiten 09.45: Auswahlprozess - Webseitenanalyse - Textauswahl - Begriffsbeschreibungen 10.00: Vergewisserungsphase 11.15: Arbeitsgruppen 11.45: Vorstellung der Ergebnisse 12.00: Letzte Hinweise 12.15: Abschluss

4 Teilnehmerliste Name Vorn Institution/Organisation Funktion ame Ballhau sen Ulric h - Moderation Baumba ch Anke Wildfang e.v. Vorsitzende Finanzvorstand, leitende Sonderpädagogin Bienwal Maja KGI Lauenburg Öffentlichkeitsarbeit - d Onlineredaktion Klieman Una transfer e.v. Projektkoordination "Leichte n Sprache" Pott Christ Deutsche Unesco-Kommission stell. Leitung ina e.v. Scheide r Dorot hee KGI Lauenburg Onlineredaktion: Gestaltung, Programmierung, Realisierung Schilling Claud ia Engagement Global Projektkoordination für pädagogische Begleitung gement-global.de Schulze Kare n KI JU Reisen Finanzbuchhalterin/ Sachbearbeiterin Spersch neider Eva verdi-jugendbildungsstätte Berlin Konradshöhe e.v. Bildungsreferentin di-jbs.de Tischne r Andr ea Netzwerk Leichte Sprache; leicht-ist-klar Referentin Leichte Sprache -ist-klar.de Uhing Birgit aktuelles forum nrw e.v. Bildungsreferentin Mirzoya n Flora EJWB Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 1. Einführung/Einbettung Träger/Verein Besonderes Interesse Kurz Wildfang e.v. Inklusion Erreichbarkeit Gestaltung von Homepage und Flyern KIJU Gestaltung/Formulierung von Verständlichkeit Elternbriefen und Katalogen Unesco Sensibilisierung Sensibilisierung Anwendungsgebiete Kontaktaufnahme -> Verbreitung Engagement Global Input Bewusstseinerweiterung Gestaltungsmöglichkeiten (Bilder) Haltungsentwicklung Aktuelles Forum Übersetzung Leichte bzw. Einfache Regeln Sprache erlernen Vereinfachung KGI Lauenburg Sensibilisierung Umsetzungsmöglichkeiten ansprechende Textgestaltung ver.di Sensibilisierung Anwendung (Zielgruppen) EJBW Erreichen von Zielgruppen Gestaltung Sensibilisierung Gestaltung Sensibilisierung Erreichbarkeit

5 2. Jugendpolitische Ziele Jugendpolitisches Ziel: alle Jugendlichen Warum?: Bisher!: 1. Teilhabe; Mitgestaltung 2. Ressourcen der Teilnehmer; Kompetenzvermittlung vor allem mobilitätskompetente Teilnehmende Aktuelle Strategien, Aktivitäten, Projekte: JiVE (Sportive, KGI, Jugendsozialarbeit etc.) ; UN-Konventionen; Erasmus +

6 3. Webseitenanalyse Gute Webseiten in Leichter Sprache: 1) 2) 3) 4) 4. Textauswahl ver.di: Erstellung eines Begrüßungstextes für die Webseite.

7 5. Begriffsbeschreibungen Rassismus: Viele Menschen kommen aus anderen Ländern. Oder haben eine andere Hautfarbe. Darum werden sie manchmal schlecht behandelt. Das nennt man Rassismus. Rechtsextremismus: In Deutschland leben Menschen, die ganz verschieden sind. Zum Beispiel: - Menschen aus der ganzen Welt - Menschen, die an einen anderen Gott glauben - Männer, die Männer lieben und Frauen, die Frauen lieben Es gibt Menschen, die nicht wollen, dass es solche Menschen gibt. Sie glauben, dass diese Menschen weniger wert sind. Sie behandeln diese Menschen schlecht. In schwerer Sprache spricht man dann von Rechtsextremismus. Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Die Politikerinnen und Politiker von Deutschland arbeiten mit vielen anderen Ländern zusammen. Sie wollen, dass man in anderen Ländern viel über deutsche Kultur und Bildung weiß. Kultur können ganz verschiedene Sachen sein. Zum Beispiel: - Musik - Filme - Theater Bildung bedeutet, dass alle Menschen viel lernen können. Das nennt man in schwerer Sprache Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Diskriminierungssensibilität Alle Menschen sind verschieden. Zum Beispiel: - Menschen aus aller Welt - Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben - Menschen, die an einen anderen Gott glauben - Männer, die Männer lieben - Frauen, die Frauen lieben Manche Menschen finden das nicht normal. Sie behandeln diese Menschen schlecht. In schwerer Sprache nennt man das Diskriminierung. Das kann uns schnell passieren. Darum müssen wir gut aufpassen. Das nennt man in schwerer Sprache Diskriminierungs-Sensibilität.

8 6. Wie soll es weitergehen? - Beratung und Unterstützung vor Ort - Newsletter - Thema besser platzieren - Eventuelle Fortsetzung des Seminars (Weiterbildung, Weiterentwicklung) - Kontakte halten/ weitere Kontakte herstellen (Netzwerk zum Austausch, zur Diskussion) - Umgestaltung der Webseite - Hilfe bei möglicher Antragsstellung für Unterstützung, um Webseiten, Texte, Flyer etc. umzugestalten/ zu übersetzen - Welche Fördergeber würden dieses Thema unterstützen/fördern? - Unterstützung und Motivation, um den Weg zu erleichtern - Nachhaltigkeit 7. Fotos

9 8. Symbol für Leichte Sprache 9. Anhang - Power Point Präsentation von Andrea Tischner (leicht ist klar) - Liste mit Informationsseiten zum Thema Leichte bzw. Einfache Sprache

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