HERZJOURNAL. Die Informationszeitschrift des Herzverbandes für Tirol. Ausgabe Nr. 84 / 1. Quartal herzverband Landesverband tirol

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1 Österreichischer herzverband Landesverband tirol Die Informationszeitschrift des Herzverbandes für Tirol HERZJOURNAL Ausgabe Nr. 84 / 1. Quartal 2012

2 Wir stehen vor großen Herau sforderungen Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger ist der Direktor des Departements Innere Medizin der Universitätsklinik Innsbruck und hat die Entwicklung der Kardiologie hautnah miterlebt. Mit Gesund in Tirol spricht er über übergewichtige Jugendliche, neue Operationsmethoden und seinen einprägsamsten Fall. INHALT Wir stehen vor großen Herausforderungen Seite 2 Bei Kälte ist das Herz in Gefahr Seite 5 Zur Behandlung des Vorhofflimmerns Seite 12 Gutes HDL-Cholesterin kann auch böse sein Seite 23 In Österreich sind immer mehr Jugendliche von Schlaganfällen betroffen Seite 25 Mit autogenem Training Stress und Angst überwinden Seite 34 Sie sind seit fast 40 Jahren auf dem Gebiet der Kardiologie tätig. Was hat sich in dieser Zeit verändert? Sehr viel! Die Kardiologie hat in Österreich in den 60er- und 70er-Jahren begonnen. Damals war der Herzinfarkt die häufigste Todesursache und man hat erkannt, dass man dort ansetzen muss. Die Parole lautete: Kampf dem Herztod! Das war natürlich sehr spannend gründete mein damaliger Lehrer, Univ.-Prof. Dr. Fritz Kaindl, die Disziplin Kardiologie und war der Initiator der österreichweiten Aktion Schach dem Herztod, eine der ersten und erfolgreichsten Gesundheitskampagnen des Landes! Diese neue Disziplin Kardiologie hat in den letzten 40 Jahren enorm zur Zunahme der Lebenserwartung in unserer Gesellschaft beigetragen. Zwischen 1980 und 2002 erhöhte sich die Lebenserwartung bei Männern um 6 Jahre; den entscheidenden Anteil dazu leistete die sinkende Sterblichkeit bei Herz- Kreislauferkrankungen. Während noch vor 30 Jahren mehr als 30% aller Herzinfarktpatienten starben, sind es heute 4-6 %! Was passierte im Laufe Ihrer Karriere im Bereich der Herzinfarkt-Prävention? Die Bekämpfung eines akuten Infarktes war eine Erfolgsstory der ersten Zeit. In der weiteren Entwicklung erkannte man viele Faktoren, welche zur Entstehung des Herzinfarktes führen. Die neue Herausforderung lautete: Prävention! Die hat in vielen Bereichen auch gegriffen, aber natürlich gibt es noch einiges zu tun. Betreffend jugendlicher Raucher waren wir Mitte der Neunziger Jahre deutlich besser als jetzt. Inzwischen rauchen wieder mehr Teenager als damals. Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Inaktivität, Fehlernährung, Lebensstil per se wurden die markantesten Ziele der Prävention! Was hat Sie dazu bewogen, Kardiologe zu werden? Die Kardiologie war eine neue Disziplin im Aufbruch das war sehr spannend für einen jungen Arzt. Wenn ich heute wieder vor der Berufswahl stünde, würde ich wieder Kardiologe werden. Das Fach ist faszinierend, weil es junge und alte Menschen gleichermaßen betrifft und es viele Möglichkeiten gibt, aktiv in Krankheitsprozesse einzugreifen. Kardiologen verlängern Leben um Jahre und Jahrzehnte! Chirurgische und interventionelle Eingriffe am Herzen haben die Lebenserwartung entscheidend beeinflusst, aber auch die Lebensqualität. Wo stehen wir heute? Die Grenzen der kardiovaskulären Disziplinen sind fließender geworden: Kardiologe und Herzchirurg arbeiten sehr eng zusammen und miteinander; weitere Partner wie Gefäßchirurgen, interventionelle Radiologen, Bildgebung etc. sind zu einem Team zusammengewachsen, welche in engster Kooperation zum Wohle der Patienten agieren. Wo sehen Sie die neuen Herausforderungen? Die neue Pandemie in Europa und der Welt ist das jugendliche Übergewicht. 30 Prozent der europäischen Kinder sind übergewichtig. Adipositas im Kindesalter ist die häufigste gesundheitliche Störung in der EU! Wir müssen in den Schulen und Kindergärten ansetzen. Die Prävalenz hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten verdreifacht und bei anhaltendem Trend wird es Millionen adipöse Erwachsene und 15 Millionen Kinder und Jugendliche geben. Was war technisch gesehen die wichtigste Entwicklung? Da gab es zahlreiche: Die Möglichkeit am offenen Herzen operieren zu können, war sicherlich ein entscheidender Schritt. Aber auch die Entwicklung von Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Alle diese Entwicklungen haben nicht nur die Lebensqualität der Menschen verbessert, sondern vor allem auch Leben verlängert. Im Bereich der kardialen Bildgebung (MR und CT) ist die feinste Darstellung der Strukturen im Herzen möglich, welche auch die operativen Möglichkeiten enorm erweitert hat. Die Eingriffe werden immer weniger invasiv. Wir können Herzklappen minimal invasiv operieren und müssen Herzkranzgefäße nicht mehr mit einem Bypass versehen, sondern können sie erweitern, dehnen und stenten das sind Eingriffe, die für den Patienten wenig aufwändig sind und ohne Narkose durchgeführt werden können. Welche Rolle spielt die Forschung für Sie? Forschung hat natürlich einen hohen Stellenwert. Man kann keine relevante Forschung betreiben, wenn man nicht klinisch tätig ist. Die großen Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte betrafen die Therapie des Herzinfarktes, die Diagnostik und Therapie der Herzrhythmusstörungen, die neuen Ansätze bei der Therapie der Herzschwäche, Stammzell-Therapie, neue antithrombotische Verfahren und moderne Device- Therapie. Worum geht es in Ihren aktuellen Forschungsarbeiten? Wir arbeiten auf mehreren Gebieten: Zum einen geht es um die Rhythmusstörungen, aber auch Arteriosklerose und Herzinsuffizienz sind große Themen. Wir haben auch gerade eine Kooperation mit der Humangenetik aufgebaut: Viele Erkrankungen in der Kardiologie werden genetisch verstehbar. Das bedeutet, dass sich aufgrund von genetischen Untersuchungen Risikostratifizierungen durchführen lassen. Auch auf dem Gebiet der Herzklappenimplantationen tut sich einiges. Hier in Innsbruck haben wir eine sehr gute Kooperation mit der Herzchirurgie, aber auch mit der Humangenetik, Infektiologie und Immunologie, sowie Hypertensiologie und anderen Disziplinen. Gibt es mehr Herzerkrankungen als früher? In der Akutphase sind wir besser geworden und weniger Patienten sterben jetzt an einem Herzinfarkt. Aber wir haben auch neue Epidemien kreiert: Das Krankheitsbild der Herzschwäche ist sehr im Zunehmen. Die altersentsprechende Mortalität wurde gesenkt, aber nicht Gesamtzahl der Todesfälle auch nehmen Risikofaktoren bei Teenagern wieder zu und vorhandene Informationen werden nicht richtig angewendet. Die gegenwärtigen Therapieformen sind gut, aber nicht sehr gut. In der Akutmedizin sind wir sehr viel besser, aber wir haben neue Langzeitprobleme. Ist der Herzinfarkt immer noch ein männliches Phänomen? Der Herzinfarkt gilt immer noch als Männersache aber nur in den jüngeren Jahren. Bei Männern ab 40 ist ein Herzinfarkt nichts Seltenes. Bei Frauen kommt er zehn Jahre später. Frauen haben zwar die gleichen Risikofaktoren wie Männer, aber gewisse Konstellationen sind unterschiedlich. Dadurch, dass Frauen aber älter werden, holen sie die Männer was die Zahl der Infarkte betrifft mit 75 ein. Herzjournal Nr. 84 Seite 2 Seite 3 Herzjournal Nr. 84

3 Zur Person Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger ist seit 1975 Facharzt für die Innere Medizin und wurde 1985 zum Universitätsprofessor an der medizinischen Universität Wien ernannt. Seit 1997 ist er Vorsitzender und Leiter der kardiologischen Abteilung an der Universität Innsbruck. Er ist unter anderem Mitglied in der renommierten Austrian Society of Cardiology, Internal Medicine, Intensive Medicine and Nuclear Medicine. Steigt die Zahl der Herzoperationen an? Nein, das hat ein Plateau erreicht. In den letzten Jahren ist die Zahl der Herzoperationen nicht mehr gestiegen. Die Zahl der anderen Interventionen bei Erkrankungen des Herzens hat allerdings zugenommen. In der Kardiologie gibt es jetzt häufig andere Methoden, einem Patienten zu helfen als eine Operation. Welcher Fall Ihrer Karriere ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Es gibt mehrere, aber einer ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Der Patient hat in seinem Schlafzimmer einen Herzstillstand erlitten. Nach der Reanimation konnten wir ihn nur mit Hilfe der Feuerwehr über die Stiege in den Rettungswagen bringen. Auf der Fahrt in die Klinik organisierte ich alle nötigen Maßnahmen telefonisch und der Infarkt wurde in weiterer Folge innerhalb einer Stunde erfolgreich behandelt durch Wiedereröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes. Der Patient ist heute wohlauf und hat nur einen minimalen Schaden erlitten. Er ist im beruflichen und gesellschaftlichen Leben voll integriert. Dieser Fall hat mich bezüglich des Ablaufes und der Effizienz der Rettungskette an der Innsbrucker Klinik stark geprägt. Kann man als Kardiologe noch das gesamte Fachgebiet erfassen? Meine Aufgabe als Chef der Kardiologie ist es, eine Dirigentenrolle auszuüben. Eine Abteilung, die sich mit Herz- Kreislauferkrankungen beschäftigt, braucht nicht nur einige Virtuosen in den Spezialgebieten, sondern jemanden, der koordiniert, alle Kräfte synergistisch bündelt, eine Kontrollfunktion über diagnostische und therapeutische Maßnahmen ausübt, klinisch absolut kompetent ist und die Lehre des Faches optimal vertritt. Ich mache kein Hehl daraus, dass es fast unmöglich ist, alle Feinheiten einer Spezial-Disziplin zu beherrschen; dies wird durch den Team-Approach kompensiert! Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Für Innsbruck habe ich einen einzigen Wunsch: Die Realisierung des geplanten Herzzentrums, das jetzt im Bau ist. Das war immer mein Traum: Dass man die wichtigsten Partner dieser Sparte, Kardiologen, Herzchirurgen, Gefäßchirurgen, Radiologen, zusammenbringt auch geographisch. Auf diese Weise sind mit Sicherheit viele Synergieeffekte zu realisieren! Ich wünsche mir, dass dieses erste universitäre Herzzentrum Österreichs in Innsbruck Wirklichkeit wird. Danke für das Gespräch Text: Sylvia Ainetter, Fotos: Gerhard Berger, erschienen in Gesund in Tirol, Ausgabe 4, Winter Bei Kälte ist das Herz in Gefahr Herzkranke sollten bei eisigen Temperaturen große Anstrengungen vermeiden. Denn durch die Kälte ziehen sich die Arterien zusammen, der Blutdruck steigt - und mit ihm das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall. Verengte Arterien strengen das Herz an Bei kalten Temperaturen ziehen sich die Arterien zusammen. Durch ihre Verengung muss das Herz gegen einen größeren Widerstand anpumpen. Mit dem Blutdruck steigt dann auch das Risiko für einen Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen des Herzens, aber auch für Schlaganfall. Die Deutsche Hochdruckliga e.v. weist darauf hin, dass im Winter Herz-Kreislauf bedingte Todesfälle etwa 20 bis 50 Mal häufiger vorkommen als in der warmen Jahreszeit. Im Winter sei der Blutdruck deutlich höher und damit steige auch das Risiko für schwere Komplikationen, sagt Professor Dr. Björn Lemmer, Direktor des Instituts für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität Heidelberg. Morgens Medikamente nehmen Wenn Herzkranke auf ein paar Dinge achten, dürfen auch sie die kalte Winterluft genießen. Starke Anstrengung, wie beispielsweise Schneeschippen oder Tütenschleppen, sollten sie besser vermeiden. Zudem sollten Betroffene, bevor sie morgens das Haus verlassen, ihre Medikamente einnehmen, da der Körper bereits durch die Nacht-Tag-Umstellung belastet ist. Wer auf Sport nicht verzichten möchte, kann auf Hallensport ausweichen oder auf dem Hometrainer Sporteinheiten einlegen. Regelmäßig Blutdruck messen Im Winter sollten Herzkranke zudem regelmäßig ihren Blutdruck überprüfen. Die Blutdruckwerte sollten unter 140/90 mmhg (Millimeter Quecksilbersäule ist die Maßangabe für den Blutdruck) liegen, sagt Joachim Leiblein von der Deutschen Hochdruckliga. Wer über diesem Wert liegt, solle auf jeden Fall mit einem Arzt sprechen. Viele Betroffene können ihr Risiko bereits senken, indem sie auf gesunde Ernährung und Bewegung achten. Salz sollte vom Speiseplan möglichst gestrichen oder stark reduziert werden. Herzjournal Nr. 84 Seite 4 Seite 5 Herzjournal Nr. 84

4 Krippenschauen Herzsportgruppe Innsbruck: Traditionsgemäß besucht der Herzverband Tirol Gruppe Innsbruck und Umgebung - in der Nachweihnachtszeit ein Krippendorf. Diesmal waren wir am im Zusammenhang mit einer Veranstaltung des dortigen Vereins in Rum, wo die Krippentradition einen hohen Stellenwert hat. Man traf sich vor der Pfarrkirche und sah sich die stattliche Kirchenkrippe an. Danach spazierte man in kleinen Gruppen, begleitet von je einem Führer des gastfreundlichen Krippenvereins, von Haus zu Haus, um die liebevoll aufgestellten Hauskrippen zu betrachten und mit deren Besitzern einen kurzen Krippelehoangart zu halten. Am Ende des erlebnisreichen Nachmittages setzten wir uns im Huberhof gemütlich zusammen. Eine Krippe ist eine kleine Welt, in der es viel zu sehen gibt, und man spürte: Weihnachten findet nicht nur im Kopf, sondern vor allem im Herzen statt. Dass man auch mit kranken Herzen schön feiern kann, hat einmal mehr die Coronargruppe Schwaz bewiesen. Nach der Begrüßung durch unseren Obmann wurden Dank und Anerkennung an unser mit viel Einsatz arbeitendes Ärzteteam ausgesprochen. Die finanziellen Zuwendungen vom Tiroler Herzverband, wurden ebenfalls dankend erwähnt. Dr. Nemec, die treibende Kraft der Ärzte, hat noch mit einigen Worten die Vorteile einer Mitgliedschaft in der Coronargruppe hervorgehoben. Wie jedes Jahr haben die Gedichte unserer Vorturnerin Hannelore für weihnachtliche Stimmung gesorgt. Heuer, mangels Stimme von Hannelore, stimmungsvoll vorgetragen von Frau Waltraud Mühlböck. Musikalisch umrahmt wurde dies von der Lahnbach Musik. Nach dem ausgezeichneten Essen im Goldenen Löwen war die Stimmung entsprechend gut und so manche angeregte Unterhaltung war zu hören. Dank dieser guten Stimmung hatte es niemand eilig, nach Hause zu kommen und der Verhocker-Tisch war mehr als stark besetzt.allen, die nicht Weihnachtsfeier 2011 der Herzsportgruppe Wörgl: Auch dieses Jahr ist es unserem Gruppenleiter, Herrn Helmut Rieder, wieder bestens gelungen am 16. Dezember eine vorweihnachtliche Feier für unsere Gruppe zu organisieren. Nach einem kurzen Überblick über die Aktivitäten des Jahres 2011, die nicht nur die wöchentlichen Turnstunden mit autogenem Training betreffen, sondern auch Radtouren, Ausflüge, Wanderungen, Skifahren und einen Qigong-Kurs, konnte Helmut zu unserer Freude auch die Herren Dr. Gerald Bode und Dr. Florian Stöckl mit ihren Frauen herzlich begrüßen. Er bedankte sich bei den Ärzten, der Therapeutin und den Mitarbeitern für die Zeit und Arbeit, die alle für unsere Gruppe aufwenden. Die Anklöpfler aus Wörgl, unter der Leitung von Frau Gerlinde Schernthanner, sorgten mit schönen Liedern und Gedichten ganz besonders für eine besinnliche Stimmung an diesem Abend. Der Erlös aus der Sammlung für die Klöpfler soll für die Straßenkinder in Bolivien verwendet und Herrn Prim. Dr. Bernhard Spechtenhauser vom Krankenhaus Kufstein, der diese Aktion leitet, zur Verfügung gestellt werden. Damit haben auch wir einen Beitrag für arme Mitmenschen geleistet. Weihnachtsfeier 2011 Coronargruppe Schwaz dabei sein konnten, wünschen wir auf diesem Weg: Schöne Weihnachten und ein Gesundes Gerold Jindra Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurde Herrn Ludwig Messner das silberne Ehrenzeichen des Tiroler Herzverbandes überreicht. Obmann Stellvertreter Sepp Hager dankte unserem Gruppenleiter im Namen aller Mitglieder mit einem Geschenkskorb für die Arbeit und Mühe, die im Laufe des Jahres anfällt und immer bestens gelöst wird. Allen Mitgliedern und denen die es noch werden wollen ein frohes Fest und viel Gesundheit für die Zukunft. Helmut und seine Helfer Weihnachtsfeier 2011 der Herzsportgruppe Imst: Wir beendeten unser Turnjahr am 19. Dezember 2011 mit unserer Weihnachtsfeier. Diese fand ab 18:00 Uhr im Hotel Hirschen in Imst statt und fast alle Mitglieder waren anwesend. Wie immer wurde der Abend von unserer Obfrau Rosmarie Frischmann und ihrem Stellvertreter Egon Horst mit einer kurzen Begrüßungsrede eröffnet. Als Vertreter der Ärzte war dieses Jahr Herr Dr. Thomas Stecher anwesend, der ebenso wie die übrigen Funktionäre und die Vorturnerin, Frau Margit Fröhlich, als Dankeschön eine kleine Aufmerksamkeit erhielt. Zur Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest unterhielt uns die Imster Obermarkter Stubenmusik mit besinnlichen Weisen, was uns alle erfreute. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz und so vergingen die Stunden schnell und wir verabschiedeten uns mit vielen guten Wünschen für das kommende Jahr Text: Egon Horst, Foto: Walter Gabl Auszeichnung vom Tiroler Herzverband Anlässlich der Adventfeier der Herzsportgruppe St. Johann wurde unserem scheidenden Obmann, Herrn Georg Mitterer, vom Präsidenten des Tiroler Herzverbandes, Herrn Roland Weißsteiner, die Ehrenurkunde des Tiroler Herzverbandes feierlich überreicht. Zur Herzsportgruppe St. Johann muss erwähnt werden, dass sie in unserem Bezirk schon seit dem Jahre 1984 besteht. Der Bezirk Kitzbühel war auf diesem Gebiet mit ein Vorreiter in ganz Tirol, also ca. drei Jahre vor der Gründung des Tiroler Herzverbandes. Zu verdanken ist diese Idee Herrn Dr. Gunter Hengl aus Kitzbühel. (Nur im Februar 1981 gründete Herr Dr. Wolfgang Schwab, Facharzt für Innere Medizin, in seiner Heimatstadt Innsbruck die erste ambulante Herzgruppe Tirols - damit die zweite in Österreich. In Österreich gab es zu dieser Zeit nur eine Herzgruppe und zwar in Wien, den Österreichischen Herzverband). Georg Mitterer ist seit der Gründung dabei und seit ca. 27 Jahren leitete er als Obmann in ehrenamtlicher und vorbildlicher Weise die Gruppe. In Anwesenheit fast aller Mitglieder mit Partner und des Präsidenten übergab Georg bei dieser Vorweihnachtsfeier dieses Amt an den bisherigen Finanzreferenten, Herrn Sepp Rothmüller, der nun eine Doppelfunktion innehat. Die Mitglieder der Herzsportgruppe möchten sich auf diesem Wege bei Georg auf das herzlichste für die Arbeit bedanken, die er in all den Jahren im Sinne unserer Gruppe geleistet hat und hoffen auch noch auf viele gemeinsame Turnstunden. Dem neuen Obmann Sepp Rothmüller wünschen wir in seinen Funktionen alles Gute und freuen uns auf weitere gemeinsame und kameradschaftliche Zusammenarbeit. Leider hat alles im Leben auch seine Schattenseiten und so will ich in meinem Bericht auch erwähnen, dass wir uns im letzten Jahr von Frau Barbara Schmidl, Herrn Ernst Maier und Herrn Manfred Radler für immer verabschieden mussten. Alle drei waren aktive Mitglieder unserer Gruppe und haben plötzlich und unerwartet die Reise in die ewige Heimat angetreten. Wir wünschen Ihnen den ewigen Frieden. Georg Dagn, Herzsportgruppe St. Johann Unserem Ehrenobmann Georg Mitterer Am Anfang von de 80er Jahr hun i amoi gles n i moan går, es ist 1983 oder 84 gwes`n, då håt der Mitterer Georg sich ugfång zu interessieren wia könnt ma denn die Herzpatienten schneller kuriern? De Ärzte homb scho bei denen ihr Bestes gebn, wos ku ma nu toa fürs fit sei im Leben? Umaliegn, denkt da Örg des brings ois ned - gezielte Bewegung wars so wias in de schlauchn Bücha steht. Der Dr. Hengl und der Sojer Walter worn damåls über dies begeistert und håmb si glei eigsetzt dafür und de Frau Felsch håt vorturnt mit ihrn temperamentvollen Gpür. Ugfång hods a der Seinehansa Voiksschui an kloan Kellerkammel unt, des wår so nieder, das beim Volleybåll de Båll`n öfter an Plavon obn gwes`n is wia herunt! Zeascht håt da Georg a mitturnt, wia si si keascht dabei håt er sich denkt, der Haufn brauchat a Führungskraft, des war schon daweascht. Kråd a derer Zeit håt fürn Örg scho de Sternstund gschlogn, und auf oamoi is er Obmann gwes`n und draus is die Herzsportgruppn worn. Dia send åft umigwandert vo da Volksschui a d`hauptschui, jeder mit a großer Freud. Und oi håmb sie denkt, da guate Draht vom Obmann zu da Seinehansa Regierung des is fei scho gscheit. So nebenbei hu i dafrågg, du Georg, da Müller Willi und der Wanker Herbert seid`s scho von Ufong u dabei, und heit tats nu fest mit, in unserer Reih. Mei liaba, des is a Leistung, weil jå es sind woi Jåhr vergånga nebenbei håts fürn Obmann oiwei g`hoaßn, de richtig`n Leit z`såmmfånga. A neddla Ärzte und Therapeuten håst kenna glernt a da Turnhalle inna und gottseidånk håm mia an Markus ois Vertrauensårzt und zwoa gschtiaschte Vorturnerina. Du host di eingsetzt, viel gårbeit, die um uns grat und bist a de Berg umanåndakraxlt, beim Volleyball ållerdings håst uns mit deiner Mannschåft a diam an Schneiderer aufigwaxlt. Mit deiner liab`n Wettl die goldene Hochzeit gfeiert in derer Zeit, jå då muass ois z`sammpass`n, d`liab, s`gsundsei und die Gemeinsamkeit. Meingott es gab nu so fü zum song aber i fürcht meine Zeil`n weand jetzt schö langsam z`lang. Hoit! Eppas muss i nu unterbringa, bald hiat i`s verschwitzt und versetzt, Du Georg und da Rothmüller Sepp, es zwoa habs enk oiwä geg`nseitig bärig ersetzt. Aber jetzt lieber Georg, dånk i dir im Nåmen aller Leut und wünsch dir und deiner lieben Wettl viel Glück und Zufriedenheit. Wir hoffen, dass du nu oft mitturnstjeden Montag in deiner ångenehmen Manier, so das der gute Draht zwischen dir, der Seinehånsa Gmoå und uns oi jå ned abreißt, des Georg, des wünschen uns wir! von Georg Dagn Herzjournal Nr. 84 Seite 6 Seite 7 Herzjournal Nr. 84

5 dass es auch einen Zusammenhang zwischen Hypertonie und Nierenerkrankungen sowie Demenz gibt. Wenig bekannt ist auch, dass zu hoher Salzkonsum ein Hypertonierisiko darstellen kann. Die Ergebnisse der Studie, bei der das Blutdruck-Bewusstsein der ÖsterericherInnen in den vergangenen 30 Jahren untersucht wurde, sind ein Plädoyer für mehr Eigenverantwortung: Wir appellieren an jeden einzelnen, sich über den eigenen Blutdruck zu informieren, so Rieder. Bereits im Jugendalter sei die Blutdruckmessung ratsam, auch, weil Hypertonie eine genetische Komponente haben kann. Und der Hypertonie-Risikofaktor Adipositas wird bei Jugendlichen auch häufiger, sagt Steiner. TIROL INNSBRUCK-SCHWAZ Bluthochdruck: Österreicher unterschätzen ihr persönliches Risiko Der generelle Informationsstand zu Bluthochdruck und dessen Gefahren ist in Österreich zwar sehr hoch, das persönliche Risikobewusstsein aber extrem gering. Nur jeder Dritte der Befragten gab an, in den vergangenen drei Monaten eine Blutdruckmessung durchgeführt zu haben. Acht Prozent hatten überhaupt noch nie ihren Blutdruck überprüft. Alarmierend ist vor allem, dass 61 Prozent glauben, Bluthochdruck sofort oder nach einiger Zeit selbst bemerken zu können. Dabei geht Hypertonie häufig ohne oder mit ganz wenigen Symptomen einher. Bluthochdruck ist ein silent killer, sagt Sabine Steiner von der Universitätsklinik für Innere Medizin II der MedUni Wien (Abteilung für Angiologie). Bluthochdruck (Hypertonie) ist mit hoher Sterblichkeit in Folge von Herz- Kreislauferkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall, verbunden. Jährlich werden der Hypertonie rund 7,6 Millionen Tote weltweit zugeschrieben. Bluthochdruck steht somit neben dem Zigarettenrauchen ganz oben auf der Liste der Risikofaktoren, die für ein frühzeitiges Auftreten von Herz- Kreislauferkrankungen und erhöhtes Sterberisiko verantwortlich sind. 15 Prozent der Österreicher gaben in der repräsentativen Befragung an, Bluthochdruck zu haben, signifikant mehr als in einer vor 10 Jahren gleichermaßen durchgeführten Untersuchung. Im Alter steigt die Rate deutlich: bis zu 70 Prozent der über 70-Jährigen haben hohen Blutdruck. Eigene Blutdruckwerte wissen Ältere Menschen sind auch mehr sensibilisiert und messen ihren Blutdruck häufiger als die Jungen, sagt Anita Rieder vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien. Dabei ist das Interesse am eigenen Risiko die Grundvoraussetzung für präventive Maßnahmen. Das ist in Österreich mangelhaft. Insbesondere Menschen unter 30 wissen nicht, was normale Blutdruckwerte sind geschweige denn, wie ihre eigenen Blutdruckwerte aussehen. Dabei sind die Risikofaktoren für Bluthochdruck wie Übergewicht und Bewegungsmangel in der Bevölkerung sehr gut bekannt und auch Herzinfarkt oder Schlaganfall wurden in der Befragung in eine starke Beziehung zur Hypertonie gesetzt. Dagegen war nur jedem Dritten bekannt, Ernährungs-Empfehlungen für Bluthochdruck-PatientInnen Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung hat mit dem Institut für Sozialmedizin, Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien, und der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie ein Positionspapier zur richtigen Ernährung bei Hypertonie ausgearbeitet. Die wichtigsten Punkte, um das kardio-vaskuläre Risiko zu senken: Einschränkung des Kochsalzkonsums auf fünf Gramm pro Tag. Alle Personen mit Hypertonie sollten Normalgewicht anstreben. Ratsam ist nur mäßiger Alkoholgenuss: Für Männer maximal 20 Gramm (rund ein Viertel Wein bzw. 0,5 Liter Bier), für Frauen 10 Gramm pro Tag. Empfohlen wird eine obst-, gemüse- und getreidereiche Ernährung mit einem Schwerpunkt auf Milchprodukte mit niedrigem Fettgehalt sowie magerem Fleisch, Geflügel und Fisch sowie Nüsse und Samen. Verzehr kaliumreicher Lebensmittel wie Obst oder Hülsenfrüchte. Kommentar: Wie MedAustria in den letzten Jahren wiederholt anhand aktueller Studien aufgezeigt hat, ist es in Fachkreisen keineswegs unumstritten, inwiefern die Salzaufnahme eine Hypertonie mitbedingt. Auch die klassische, überaus kohlehydratbetonte Ernährungspyramide gilt mittlerweile zumindest als zu hinterfragen, gerade Zerealien werden zunehmend als ein Faktor der Adipositas- Epidemie angesehen. Ähnliches gilt für die Empfehlung von Milchprodukten Zur richtigen Zeit das Richtige tun. Vertrauen Sie bei Ihrer Geldanlage auf eine starke, unabhängige und erfolgreiche Tiroler Regionalbank mit 140jähriger Tradition. Das zahlt sich aus gerade in Zeiten wie diesen. Kostenfreie Volksbank-Hotline: 0800 / Die Anlage-Bank für Tirol. Herzjournal Nr. 84 Seite 8

6 Ayur veda-diät: Eine Method e zum Abnehmen? Frühlingszeit ist Abnehmzeit. Auf der Suche nach einer Diät stoßen immer mehr Menschen auf die Grundsätze der ayurvedischen Ernährungslehre Wenn Frauenzeitschriften oder Ratgeber die Wörter Ayurveda und Diät in einem Atemzug nennen, gerät bei Anhängern der alten indischen Ernährungslehre schon mal die Harmonie- Balance ins Wanken. Hat doch die ursprüngliche Speisenaufnahme nach dem Ayurveda-Prinzip so gar nichts mit dem Trend bewussten Wellness- und Diätgedanken des Westens zu tun. Die Gewichtsreduzierung als Resultat der ayurvedischen Ernährung ist eine immer beliebter werdende Erfindung des Westens. Ayurvedische Ernährung Die altindische Lehre vom Leben findet immer mehr Fans in den westlichen Breiten. Doch nicht nur Stirnölgüsse, entspannende Massagen oder die medizinische Anwendung machen aus der traditionellen Heilkunst ein philosophisch-spirituelles Ganzheits-Konzept. Auch die ayurvedische Ernährungslehre ist Teil dieser alten angewandten Lebenswissenschaft. Den besonderen Reiz für den modernen Menschen macht mit Sicherheit der individuelle Aspekt der ayurvedischen Ernährung aus, meint Kerstin Rosenberg, Leiterin der Europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein. Das Ayurveda- Motto: Jeder is(s)t anders und benötigt entsprechend seiner Konstitution, Lebensweise und Belastungsfaktoren unterschiedliche Nahrungsmittel und Zubereitungsformen, um sein körperliches und emotionales Gleichgewicht zu erhalten oder wieder zu finden. Damit verbindet die tägliche Ernährung eine gesundheitsbewusste Selbsterfahrung und -verantwortung mit praktischen Alltagstipps und kreativen Kochrezepten, so Rosenberg. Als Teil der Heilkunde aus dem fernen Indien spielen auch in der Ernährungslehre die so genannten Doshas eine entscheidende Rolle. Doshas sind die drei Temperament-Typen, die man in der indischen Lehre unterscheidet. Das heißt: Die Ernährung richtet sich nach der individuellen Dosha-Verteilung im Körper. Vata steht für die Naturelemente Luft und Äther, Kapha für Erde und Wasser und Pitta für Feuer. Ein Ayurveda-Arzt kann den Konstitutions-Typen feststellen. Er findet durch verschiedene Untersuchungen (unter anderem Pulsund Urinuntersuchung) heraus, welche Kräfte den Körper durchfließen und vor allem, in welchem Verhältnis die entsprechenden Doshas zueinander stehen. Diese Doshas oder Bioenergien gilt es so besagt es die ayurvedische Ernährungslehre in Balance und Harmonie zu halten. Die Doshas Vata: Grundsätzlich sagt man, dass die eher hektischen und nervösen Vata- Menschen Verdauungsprobleme haben und deshalb beruhigend auf ihr Dosha wirken müssen. Empfohlen werden ihnen daher leicht verdauliche und warme Speisen, die geschmacklich salzig, sauer oder süß sein sollen. Blähendes sollte vermieden werden. Bevorzugte Gewürze: Zimt, Nelke, Ingwer und Safran. Pitta: Die Pitta-Typen hingegen können Schlankmacher aus Indien: Funktioniert die Ayurveda-Diät? Fotos: Fotolia.de etwas schwerer essen. Ihre Verdauung erlaubt ihnen sowohl kalte auch warme Speisen. Sie haben einen guten Stoffwechsel. Übersäuernde oder scharfe Lebensmittel sollten die Pittas jedoch meiden, wenn sie ihr Dosha im Gleichgewicht halten möchten. Auf Alkohol, Kaffee oder Produkte mit Weißmehl und Zucker sollten diese Typen möglichst verzichten. Die empfohlenen Geschmacksrichtungen sind bitter, süß und herb. Bevorzugte Gewürze: Kurkuma, Koriander und Kardamon. Kapha: Bei den Kapha-Menschen, die sich durch eine gewisse Trägheit auszeichnen, sollte viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Und auch Kaphas sollten warmes und gegartes Essen bevorzugen, fette und schwere Sachen (vor allem abends) tunlich umgehen. Am besten sind scharfe, bittere und herbe Geschmäcker. Bevorzugte Gewürze: Chilli und Ingwer. Außerdem gibt es noch weitere generelle Empfehlungen, die man bei der ayurvedischen Ernährung berücksichtigen sollte. Wichtig ist eine ruhige Atmosphäre, die jedes Essen begleiten soll. Unruhe, Hektik oder Stress gelten als Gift für die Essens-Zeremonie. Zwischen den Mahlzeiten gilt eine minimale Pause von drei Stunden, wobei die Hauptmahlzeit immer zu Mittag gegessen werden sollte. Wichtig nach der ayurvedischen Philosophie ist auch, dass man nur essen sollte, wenn man wirklich Hunger hat. Aber auch dann sich nicht komplett satt essen. Als Getränke werden warmes Wasser und Kräutertees empfohlen. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb) sollten in jeder Mahlzeit verarbeitet worden sein. Essen und Lebensfreude Eine gesunde Ernährung sollte Körper und Geist gleichermaßen nähren und mit neuer Lebensenergie erfüllen, ist Rosenberg überzeugt. Ein wichtiges Instrument: gute Qualität und harmo- nischer Geschmack der Speisen. Mit der kunstvollen Ausbalancierung der verschiedenen Geschmacksrichtungen wie süß, sauer, salzig, scharf, bitter und zusammenziehend, so Rosenberg weiter, nehmen wir direkten Einfluss auf unsere gesunden Körperfunktionen und positiven Gefühle. Ziel der ayurvedischen Ernährung ist es also, durch ausgewogene Geschmackskomponenten alle Sinne auf wohlschmeckende und genussvolle Weise zu befriedigen. Umgekehrt soll es auch funktionieren: Laut der ayurvedischen Lehre gibt es Lebensmittel oder Zubereitungsarten, die sich gegen unsere Lebensfreude richten können und uns Energie entziehen. Nehmen wir Speisen zu uns, welche unsere Sinne abstumpfen oder überreizen, wie zum Beispiel Fast food, Geschmacksverstärker oder zu viele Süßigkeiten, so reagiert der Organismus häufig mit Maßlosigkeit und Suchtverhalten, weiß die Ayurveda-Expertin. Ayurveda-Diät Diese Ernährungs-Grundsätze klingen tatsächlich bisweilen nach einem der üblichen Diätfahrpläne. So ist es auch kein Wunder, dass die eigentlich als ganzheitlich anzusehende und Heilung unterstützende Ernährungslehre im BMI-fokussierten Westen als Erfolg versprechende Methode zur Gewichtsreduzierung verkauft wird. Dosha-Harmonisierung als Schlankmacher? Die ayurvedische Ernährung funktioniert deswegen auch als Diät, da viele Empfehlungen aus der ayurvedischen Lehre ja ganz simpel den Grundsätzen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung entsprechen. Viel Gemüse und Obst, schonende Garmethoden, die Verwendung von Kräutern, das weitestgehende Verzichten auf Fleisch und Wurst sind gute Voraussetzungen für gesundes Abnehmen. Einige Menschen befürchten allerdings, sagt Rosenberg, dass die ayurvedische Ernährung eine Art indische, vegetarische Diät sei. Die Vielfalt der Ayurveda-Küche und die undogmatische wie ganzheitliche Herangehensweise unterscheidet sie allerdings von den üblichen Diäten. Es gibt viele gute Tipps, welche die Verwertung und Energiegewinnung des Stoffwechsels verbessern und damit auf einfache und natürliche Weise unsere kleinen Beschwerden wie Verstopfung, Müdigkeit oder Übergewicht ausgleichen. Die leichten und schmackhaften Rezepte sind besonders gut. Die Krux: Die Ernährung nach dem ayurvedischen Prinzip wurde nicht zur dogmatischen oder gar kurzfristigen Gewichtsregulierung angelegt. All zu oft wird der ursprüngliche Heil- und innere Gleichgewichtsgedanke durch für westliche Ansprüche anwendbare Diät-Anweisungen verfälscht. So wird aus einem spirituellen Akt ein strikter Schlankmacher-Plan gebastelt.ein weiteres Problem ist, dass man in den diversen Ratgebern wie in einem Multiple-Choice-Test selbst eruieren soll, welcher Dosha-Typ man ist. Nun ist die objektive Selbsteinschätzung bei Diät-Willigen nicht immer gegeben. Ein Gang zum Ayurveda-Arzt oder der Aufenthalt in einer ayurvedischen Klinik mit medizinischem Hintergrund zur exakten Bestimmung der Dosha-Verteilung wäre eigentlich sinnvoller. Die Zubereitung mancher ayurvedischer Speisen scheint außerdem für Ungeübte auf den ersten Blick schwierig. Rosenberg gibt Entwarnung: Die ayurvedische Küche ist ganz einfach! Ich selbst bin ja auch Mutter von drei Kindern und beruflich sehr stark eingespannt, da gab es noch nie ein Problem. Meistens bemerke die Familie gar nicht, dass es sich um exotische Kost handelt. Etwas Ingwer oder Kurkuma sowie viele frische Kräuter lassen sich einfach in die mediterrane oder hiesige Küche integrieren. Und eine warme Suppe am Abend, eine wichtige Empfehlung im ayurvedischen Speiseplan, geht schnell und schmeckt allen gut, sagt die Expertin. Sandra Schmid / Herzjournal Nr. 84 Seite 10 Seite 11 Herzjournal Nr. 84

7 Viele Menschen mit Vorhofflimmern haben gar keine Beschwerden, lediglich bei der Puls- oder der Blutdruckmessung fällt vielleicht diese Herzrhythmusstörung auf. Beweisend für das Vorhofflimmern ist jedoch das beim Arzt aufgezeichnete Elektrokardiogramm (EKG). Einige Patienten leiden jedoch unter Atemnot, Leistungsknick und Erschöpfungszuständen beziehungsweise unter Herzklopfen und Druckgefühl hinter dem Brustbein. Vorhofflimmern zwingt auf jeden Fall zu einer genauen ärztlichen Untersuchung mit entsprechender Behandlung. Rhythmus- oder Pulskontrolle? Am Beginn, aber durchaus auch im Verlauf stellt sich beim einzelnen Patienten die Frage, ob das Vorhofflimmern wieder in einen normalen Rhythmus (= Sinusrhythmus) überführt werden soll (das nennt man dann Kardioversion) oder nicht (dann darf der Ruhepuls nicht zu hoch sein). Für die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen gibt es entsprechende Erfahrungswerte (einige Parameter entnehmen Sie der Tabelle 1). In der Tabelle 2 finden Sie die therapeutischen Möglichkeiten zur Rhythmusund Frequenzkontrolle aufgelistet. Auf die Behandlung mit dem Elektroschock möchte ich kurz eingehen. Man sollte den normalen Herzrhythmus verste- Effekte auf Herz und Gefäße, z.b. bei Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen, insbesondere bei zu hohen Triglyzerid-Werten. Aber auch auf die Entwicklung des Nervensystems, auf Gehirn oder Sehvorgang, beim»trockenen Auge«, Zur Behandlung bei der altersabhängigen Makuladegeneration, bei Rheuma oder depressiven Störungen zeigen Omega-3-Fettsäuren erstaunliche Effekte. Ölwechsel fürs Herz. Die Qual der Wahl. Internationale kardiologische Fachgesellschaften empfehlen in Das Wissen um den ausgezeichneten Schutzeffekt auf Herz und ihren Leitlinien hochdosierte Omega-3-Fettsäuren zur Sekundärprävention nach Herzinfarkt und zur Behandlung der Hypertriglyzerid- Gefäße machte die Omega-3-Fettsäuren in den letzten Jahren zum Senkrechtstarter unter den essenziellen Nährstoffen. Fischöl wird ämie, zusätzlich zur Standardtherapie. Um positive Effekte bei koronaren Herzkrankheiten zu erzielen sind rund 1000 mg EPA/DHA heute zur Anreicherung von Milchprodukten, Babynahrung, Brot, des Vorhofflimmerns Eiern und sogar Fischprodukten verwendet und steckt in einer täglich notwendig, zur Senkung erhöhter Triglyzerid-Werte sogar unüberschaubaren Zahl an Nahrungsergänzungsmitteln (Fischöl mg täglich. Wichtiges Qualitätskriterium bei der Auswahl des Produktes ist daher der Omega-3-Gehalt des Fischölkon- Kapseln). Meist allerdings in Dosierungen, die bestenfalls einen kleinen Versorgungbeitrag leisten, aber keinen therapeutischen Effekt zentrates, v. a. ein hoher deklarierter Anteil an EPA und DHA. Herkömmliche Fischöl-Produkte enthalten meist nur 30 % Omega-3- hen als Orchester, das unter der Leitung schlimmen Folge - akuter Schlaganfall. auf Abschließend die Herzgesundheit möchte erwarten ich noch lassen. wichtige allgemeine Bemerkungen auf dem Prüfstand. zum Fettsäuren, hochwertige Produkte pharmazeutischer Qualität sind eines Dirigenten steht (= Sinusknoten). Aus diesem Grund ist bei einem Großteil der Personen eine Blutverdünnung Omega-3-Fettsäuren Sind nun Musiker im Vorhof vorhanden, die Störungen bewirken, kann das notwendig. Jede Form des Aspirins (z.b. Leitsätzen erwähnen: Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernd Eber In Vorhofflimmern der Flut von Produkten in Form wird von es für kurzen Konsumenten immer schwieriger die Qualität oder das Preis-Leistungs-Verhältnis zu beurteilen. Premium-Qualität aus der Apotheke: arteriomed dagegen aufwändig gereinigt und auf über 60 % konzentriert. ganze Orchester im Vorhof nicht mehr ThomboASSR) oder moderener Blutplättchen-Aggregationshemmer (z.b. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr Abteilung für Innere Medizin II mit koordiniert spielen. Durch den Elektroschock wird unter einer Kurzzeitnarko- PlavixR, EfientR, BriliqueR) sind gegen lichen Liter/Tag Präparate Ausnahme: deutlich in Herzschwäche!) Reinheit, Konzentration, Klinikum Dosierung Wels-Grieskirchen und disierter Form mit einem besonders hohen Anteil an EPA und DHA. Bei genauer ist zu achten Analyse (Trinkmenge unterscheiden circa sich die 1,5 auf dem Kardiologie Markt befind- und Intensivmedizin arteriomed enthält Omega-3-Fettsäuren in konzentrierter, standarse das Herz wieder gleichgerichtet und dieses Phänomen praktisch wirkungslos Preis. Kalium Auch sollte die Einnahmeempfehlungen stärker mit Nahrungsmitteln diezugeführt erzielten Dosierungen werden (Banane, liegen dun- oft weit unter der Wirksam- den schützenden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA einfach der Hersteller 4600 Wels, variieren Grieskirchner Mit nur Strasse einer 42 Kapsel arteriomed pro Tag kann der Normalbedarf an dem Dirigenten, dem Sinusknoten, die (bei erhöhter Blutungsneigung). Daher stark, Möglichkeit gegeben, wieder mit dem hat sich seit vielen Jahrzehnten die Blutverdünnung mit MarcoumarR oder Sin- Beratung Nüsse (Ausnahme: in der Apotheke Nierenschwäche!) lohnen sich. Kapselüberzug verhindert das für Omega-3-Fettsäuren typische keitsgrenze. kle Schokolade Ein genauer (1 Rippe Blick von auf 300g/Tag), das Etikett und die kompetente gedeckt werden. Das große Plus: Der spezielle magensaftresistente Dirigieren zu beginnen. Dies nimmt der Sinusknoten stets dankend an. Zur Vermeidung von Embolien, die sich beim maschige Kontrolle der Blutgerinnung ist ment direkt Nr. 1 von (z.b. der MagnosolvR Dosis abhängig«. 1 Beutel in Vorsicht mit alternativen Fisch-Nachgeschmack. Heilmitteln arteriomed zeichnet sich zudem durch sein tromr durchgesetzt. Dafür ist eine eng-»die Magnesium Wirksamkeit ist das der Rhythmusmedika- Omega-3-Fettsäuren (Verhältnis EPA und 3:1; DHAkein Leistungssport)»fischige«Aufstoßen, es entsteht absolut kein unangenehmer Vorhofflimmern möglicherweise ausgebildet haben, muss jedoch eine Blutver- 2 und 3 sein), damit einerseits nicht zu notwendig (INR-Wert muss zwischen Nur Wasser durch pro die Tag, tägliche Achtung: Einnahme bei der Überdosierung Omega-3-Fettsäuren (Gespräch EPA mit und Hausarzt hervorragendes suchen!) Preis-Leistungs-Profil aus und ist exklusiv in der DHA in ausreichend Durchfall) hoher Dosierung kann der gewünschte Keine eigenmächtige positive Effekt auf die Herzgesundheit erreicht werden. Mag. pharm. Ilse Lepperdinger Apotheke medikamentöse erhältlich. dünnung 4 Wochen vor und 4 Wochen wenig Schutz aber auch kein stärkeres Ausdauerbewegung mit Krafttraining Therapie nach Kardioversion erfolgen (außer: das Blutungsrisiko (eine gefürchtete Komplikation ist vor allem die Hirnblutung) Vorhofflimmern besteht erst maximal 48 Stunden dann kann auf eine Blutverdünnung verzichtet werden). medikamente bei zu hoher Dosis oder besteht. Glücklicherweise gibt es Gegen- Blutung, sodass innerhalb kurzer Zeit Wie bereits erwähnt, besteht beim Vorhofflimmern, auch wenn es nur gele- Kleinere Hautblutungen, leichtes Na- die Wirkung aufgehoben werden kann. gentlich besteht, ein stark erhöhtes Risiko für Embolien in das Gehirn mit der gend als harmlos zu senbluten oder ähnliches sind überwie- bewerten. Tabelle 1: Rhythmuskontrolle Symptome vorhanden Vorhofflimmern kurze Dauer Junge, aktive Menschen Immer wiederkehrendes Vorhofflimmern (= paroxysmal) Kleiner linker Vorhof (festgestellt im Herzultraschall) Tabelle 2: Rhythmuskontrolle Kardioversion durch Elektroschock oder durch Medikamente (z.b. BrinavessR als Kurzinfusion) Prophylaxe von Rückfällen Antiarrhythmika (z.b. Propafenon, SedacoronR) Verödung von Vorhofflimmern (= Ablation) Operative Therapie (sogenannte Maze-Prozedur) Spezielle Schrittmachertechniken Frequenzkontrolle Keine / wenig Symptome vorhanden Lange Dauer Betagte, inaktive Menschen Permanentes Vorhofflimmern, mehrere Konversionsversuche schlugen fehl Vergrößerter linker Vorhof Frequenzkontrolle Antiarrhythmika (z.b. Digitalis, ß-Blocker, SedacoronR) Ablation des AV-Knotens mit Herzschrittmacher AV-Knoten-Modifikation Seit kurzem gibt es nun ein neues Medikament (PradaxaR) als Alternative zu MarcoumarR oder SintromR, welches für das Vorhofflimmern auch in Österreich zugelassen ist (weitere Medikamente stehen ebenfalls kurz vor der Zulassung). Dieses Medikament wirkt ebenso verhütend auf den Schlaganfall und die gefürchtete Hirnblutung als Nebenwirkung trat in einer großen internationalen Studie sogar wesentlich seltener auf. Ein Kontrolltest ist nicht erforderlich, es gibt auch kaum Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und keine Abhängigkeit von Lebensmitteln. Die Nachteile liegen in der 2x1 Dosierung pro Tag, im wesentlich höheren Preis und in der Tatsache, dass zurzeit kein Gegenmittel auf dem Markt ist. Welches Medikament nun optimal für Sie ist, sollte in einem ausführlichen Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt herausgearbeitet werden. Ein selbstständiges Umstellen würde möglicherweise eine große Gefährdung bewirken! Herzjournal Nr. 84 Seite 12 Seite 13 Herzjournal Nr. 84

8 Entwicklung und Fo rtschritte der mechanischen Kreislaufun terstützung OA. Dr. Martin Schweiger, Fellow European Borad of Surgery, Medizinische Universität Graz, Viele Herzerkrankungen können in Ihrer Spätphase zum Herzversagen führen. Dieses bezeichnet ein so starkes Nachlassen der Pumpkraft der linken, und in einigen Fällen auch der rechten Herzkammer, dass das Herz nicht mehr genügend Blut für die Versorgung der Organe des Menschen pumpen kann. Kunstherzsystemen, oder ventricular assist device (VAD), können den linken Ventrikel (left ventricualr assist device, LVAD), den rechten Ventrikel (right ventricular assist device, RVAD) oder beide Ventrikel des Herzens (biventricular assist device, BVAD) unterstützen. Das eigene Herz wird belassen, außer es handelt sich um ein totales Kunstherz (total artificial heart, TAH). Die heutigen LVAD Systeme arbeiten mit einem kontinuierlichen Blutfluss, welcher keinen Pulsschlag spüren lässt, außer das eigene Herz hat noch einen eigenen Auswurf. Die Systeme sind klein und chirurgisch leicht zu implantieren. Sie haben eine deutlich geringere Komplikationsrate und eine höhere Zuverlässigkeit wie auch eine deutlich längere Haltbarkeit als die LVAD-Systeme, welche noch in den 90ern verwendet wurden. Initiale Bedenken bezüglich des nicht physiologischen kontinuierlichen Blutflusses konnten in vielen Studien widerlegt werden [1-3]. Mit der neuesten Generation an VAD Systemen (siehe Figur 1) werden 91% 6-Monatsüberleben und 86% Ein-Jahresüberleben erreicht [4]. Für die Stromversorgung des VAD Systems ist ein Kabel (perkutane Driveline), welches im Bauchbereich ausgeleitet wird, nötig; dieses limitiert die Freizeitgestaltung dahingehend, dass Baden und Schwimmen nicht erlaubt sind. Die Austrittsstelle der perkutanen Driveline ist eine immerwährende Eintrittspforte und macht regelmäßige Verbandswechsel, einen fachgerechten Umgang bei diesem und bei den ersten Zeichen einer Infektion, fachmännische Inspektion nötig [5, 6]. Als weitere Einschränkung der Lebensqualität gilt noch die beschränkte Akkulaufzeit (6-16h). Solange der Patient am VAD System therapiert wird, ist eine orale Anticoagulation, da es sich um eine Fremdoberfläche handelt, lebensnotwendig. Um eine gute Balance zwischen einem erhöhtem Blutungsriskio und thromembloischem Risiko zu finden sind Kontrollen der international normalized ratio (INR Messung), der Thromozytenaggregation (TEG Messung) und der Thrombozytenfunktion (TAT Messung) nötig. Technische Malfunktionen sind in den letzten Jahren in den Hintergrund getreten. Moderne Kunstherzpumpen mit welchen ein Ein-Jahres-Überleben von über 85% erzielt werden kann. Eine Entlassung des Patienten mit VAD, zuerst in ein Rehabilitationszentrum und danach in häusliche Pflege, wird immer angestrebt. Schulungen bezüglich Blutgerinnungsmessung und einstellung, technische Schulungen (Handhabung des Systems, Batteriewechsel, Komplikationsmanagment) und Verbandsschulungen werden vor Entlassung mit dem Patienten durchgeführt. Neben der Überbrückung bis zur HTx (bridge to transplantation, BTT) können VAD-Systeme auch bei Vorhandensein von Kontraindikation für eine HTx eingesetzt werden (z.b. pulmonaler Hypertonus, behandelte bösartige Tumore ohne der geforderten Nachsorgeperiode). Einige Kontraindikationen für eine HTx wie z.b. die pulmonale Hypertonie (PHT), sind unter Einsatz eines LVADs reversibel. Auffallend war in der letzten Zeit ein deutlicher Trend hin zur permanenten Kreislaufunterstützung (bridge to destination, BTD), nicht zuletzt weil es kein oberes oder unteres Alterslimit gibt. Technische Analysen haben ergeben, dass die einzelnen Komponenten der derzeitigen Systeme weit über zehn Jahre halten können [7]. Ziel der VAD-Therapie ist nicht mehr alleinig das Überleben des Patienten zu sichern, sondern auch die Integrierung des Patienten in den Arbeitsprozess und die Möglichkeit der aktiven Freizeitgestaltung (siehe Figur 2). Wichtig für den Erfolg ist eine möglichst frühe Vorstellung des betroffenen Patienten an einem Herzchirurgischen Zentrum mit Erfahrung mit Kunstherztherapieformen (in Österreich die Medizinische Universitäten: Wien, Graz, Innsbruck), sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit all derer, die für die Versorgung von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz verantwortlich sind. Ein intaktes familiäres sowie soziales Netwerk ist ebenso unerlässlich für den Erfolg. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass auf Grund des Organspendermangels, bestehenden Kontraindikationen zur HTx und Patienten im therapierefraktärem kardiogenem Schock die Kunstherztherapie für viele Patienten die einzige Chance zum Überleben ist. Der Trend zu immer kleineren Unterstützungspumpen wird anhalten (siehe Figur 3). Einige Hersteller beforschen die transcutane Energieübertragung sehr intensiv, welches dann ein vermeiden von Driveline-Infektionen ermöglichen könnte. Durch Weiterentwicklung und intensive Betreuung können die Patienten mehrere Jahre ein nahezu normales Leben führen. Ausblick in die Zukunft; die VAD Pumpen werden noch kleiner und handlicher werden. Ziel der mechanischen Kreislaufunterstützung ist das Patienten in das aktive Leben wie auch den Arbeitsprozess zurückkehren können. Herzjournal Nr. 84 Seite 14 Seite 15 Herzjournal Nr. 84

9 Angina pector is richtig behandeln Unser Experte: Professor Friedhelm Beyersdorf von der Uniklinik Freiburg vor einer Röntgenkontrastaufnahme der Herzkranzgefäße. Medikamente, Kathetereingriff oder Bypass? Ärzte müssen je nach Fall über die passende Therapie entscheiden Es war einer jener Routinetermine, die Rosemarie Banholzer ein- bis zweimal jährlich in die Freiburger Universitätsklinik führen. Eine Standarduntersuchung wegen ihres Diabetes, an dem sie seit mehr als 20 Jahren leidet. Alles schien in Ordnung, sie hatte schon ihre Sachen gepackt und wollte gehen, doch Professor Hubert Blum, ihr Arzt, zögerte: Irgendwas gefällt mir nicht. Sie sollten noch ein Belastungs-EKG machen. Also ließ sich Banholzer Elektroden anlegen und setzte sich auf das Fahrrad-Ergometer. Da habe ich ziemlich schnaufen müssen, erinnert sich die heute 81-Jährige an die Untersuchung im Jahr Die Ärzte erkannten gleich, dass sie die Frau aus Rottweil nicht mehr nach Hause lassen konnten. Mit dem Herzkatheter fanden sie die Ursache der Atemnot: Engstellen in allen drei Hauptästen der Herzkranzgefäße. Nur wenige Tage später lag Rosemarie Banholzer auf dem Operationstisch von Professor Friedhelm Beyersdorf, Chef der Freiburger Herz- und Gefäßchirurgie. Dieser legte ihr zwei Bypässe, die seither das Blut um die beiden schwerwiegendsten Engstellen herumleiten. Ich hatte keine Angst vor der Operation, berichtet Banholzer. Nur eine Sorge plagte sie: ob sie die vier Wochen später anstehende Reise nach Namibia antreten könne. Sie konnte. Die letzten neun Jahre waren die schönsten meines Lebens, sagt die Hobby-Reiseleiterin. Zweimal jährlich erkundet sie Länder in Asien, Afrika und Europa. Ihr Herzleiden steht ihr dabei nicht im Weg. In diesem November geht es nach Uganda, auf bis zu 3000 Meter über Meereshöhe. Sicher eine Bilderbuch-Patientin. Nicht jeder Herzkranke ist so schnell wieder fit, und für die meisten führt der Weg aus dem Krankenhaus erst einmal in die Rehaklinik. Aber jeder hat die Chance, die anfallsweise auftretenden Schmerzen und die beklemmende Atemnot loszuwerden. Drei Wege stehen dafür offen: Medikamente, das Aufdehnen der Engpässe mittels Herzkatheter oder eine Bypass- Operation. Erst in der Klinik konnte Rosemarie Banholzer die frühen Anzeichen ihrer koronaren Herzkrankheit deuten, wie Ärzte den gestörten Blutfluss nennen. Bei einem wenige Monate zurückliegenden Besuch im italienischen L Aquila, Partnerstadt ihres Heimatorts, hatte sie die Treppen in das Zentrum kaum geschafft. Dann kam die Atemnot immer öfter, doch nie hatte sie dabei Schmerzen. Eine Alterserscheinung, dachte sie. Mit dieser Missdeutung ist sie nicht allein. Oft fällt der Verdacht auf die Lunge, den Magen, das Übergewicht oder mangelnde Fitness. Bei Frauen sind die Beschwerden oft untypisch, berichtet Friedhelm Beyersdorf. Männer verspüren eher die klassischen Symptome der sogenannten Angina Pectoris: ein Engegefühl oder Schmerzen hinter der Brust, die in die Arme, den Kiefer oder den Bauch ausstrahlen können, meistens verbunden mit Luftnot. Körperliche Anstrengung oder psychischer Stress, Kälte oder manchmal auch schon eine üppige Mahlzeit können solche Angina-Anfälle hervorrufen. Diese fallen oft derart quälend aus, dass den Betroffenen erst Nitroglyzerin Erleichterung verschafft als Spray, Zerbeißkapsel oder Lutschtablette. Unmittelbar lebensbedrohlich sind die Anfälle nur, wenn sie zum ersten Mal auftreten, häufiger werden, länger dauern oder stärker ausfallen. Dann sprechen Ärzte von einer instabilen Angina, die neben dem Herzinfarkt unter den Überbegriff akutes Koronarsyndrom fällt. Die Symptome sind dieselben, der Übergang zwischen einem stark verengten und einem verschlossenen Herzkranzgefäß fließend. In einem solchen Fall ist eine sofortige Untersuchung und gegebenenfalls ein unmittelbares Eingreifen nötig, betont Dr. Benny Levenson, Kardiologe in einer Gemeinschaftspraxis und am Berliner Gertrauden-Krankenhaus. Bei einer stabilen Angina erfolgt die primäre Behandlung mit Medikamenten. Drei Substanzgruppen gelten in den Leitlinien der Fachgesellschaften als Standard, auf die nur in medizinisch begründeten Fällen verzichtet werden sollte: niedrig dosierte Acetylsalicylsäure oder Alternativen, ein Betablocker und ein Statin. Daneben ist die Behandlung der Risikofaktoren das A und O, betont Friedhelm Beyersdorf. Das heißt, je nachdem den Blutdruck senken, nicht rauchen, die Ernährung ändern, Zuckerwerte einstellen, abnehmen, Sport treiben. Die medikamentöse Therapie ist so wirksam, dass viele Patienten lebenslang damit zurechtkommen. Dennoch gibt es unter den Ärzten schwarze Schafe, die vorschnell zu Katheter oder Skalpell greifen. Man darf die Risiken dieser Eingriffe nicht verharmlosen, sagt der Kardiologe Benny Levenson, unter meinen Kollegen gibt es leider auch Cowboys, die sich einbilden, dass sie stets ins Schwarze der Zielscheibe treffen. Angezeigt ist ein Kathetereingriff oder eine Bypass-Operation immer dann, wenn sich die Angina nicht mehr mit Medikamenten allein beherrschen lässt. Dasselbe gilt, darin besteht Einigkeit unter Experten, wenn es dem Herzmuskel massiv an Sauerstoff fehlt oder mangelnde Durchblutung die Pumpkraft stark einschränkt. Weniger eindeutig beantworten Studien die Frage, ob das Risiko für einen Herzinfarkt sinkt und die Lebenserwartung steigt, wenn Ärzte aktiv gegen die Ablagerungen vorgehen. Eine große Studie hatte diese Hoffnung im Jahr 2007 in Bezug auf den Kathetereingriff empfindlich gedämpft. Kritiker bemängeln allerdings, dass von den teilnehmenden Patienten nur knapp jeder dritte an einer schweren Form von Angina litt. Andere Studien gelten als zu klein oder zu alt, um die Frage zu klären. Die Erfahrung und gesammelte Behandlungsdaten legen nahe, dass bei Patienten mit stabiler Angina das Risiko von der Lage und dem Ausmaß der Ablagerungen abhängt. So gilt eine starke Einengung im Hauptstamm oder dem vorderen Teil des RIVA ebenso als bedrohlich wie Ablagerungen in allen drei Hauptästen der Koronargefäße eine sogenannte Dreigefäßerkrankung. Bei Marianne Bartz steckte die Gefahr in der rechten Herzkranzarterie. Denn die Berlinerin ist ein sogenannter Rechtsversorger-Typ: Anders als bei den meisten Patienten ernährt bei ihr die rechte Ader den größten Teil des Pumpmuskels. Ich hatte schon jahrelang immer wieder Schmerzen im Herzbereich, berichtet Bartz, doch als auch noch Luftnot dazu kam, konnte es so nicht weitergehen. Das folgende Belastungs-EKG zeigte Auffälliges, sodass sich die Ärzte im Berliner Gertrauden-Krankenhaus zu einem Kathetereingriff entschlossen. Die 70-Jährige hofft nun, dass ihr das Schicksal ihrer Mutter erspart bleibt, die mit ihrem Herzleiden nur zwei Jahre älter wurde. Rosemarie Banholzer und Marianne Bartz stehen für die beiden unterschiedlichen Methoden, mit denen Ärzte verstopften Herzkranzarterien begegnen. Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile. So wächst die Arterie bei einem Teil der Katheter-Versorgten wieder zu, auch drohen Blutgerinnsel im Stent, die in etwa jedem dritten Fall tödlich enden. Um dem vorzubeugen, müssen die Patienten zusätzliche Medikamente nehmen. Bypässe entlasten die Kranken dauerhafter, doch sie erfordern eine große Operation. Etwa jeder hundertste Patient erleidet dabei einen Schlaganfall. Aber nicht nur die medizinische Abwägung macht die Entscheidung schwierig, sondern auch der Konflikt zweier Professionen. Kardiologen und Herzchirurgen taten sich deshalb zusammen, um die beiden Verfahren bei 1800 Patienten mit schweren Formen der koronaren Herzkrankheit zu vergleichen. Sie erhoben die Zahl der Todesfälle, Herzinfarkte, Schlaganfälle und nötigen Nacheingriffe. Inzwischen liegen die Ergebnisse für drei Jahre vor. Demnach profitieren Patienten, bei denen alle drei großen Gefäße betroffen sind, eindeutig mehr von der Bypass- Operation durch einen Chirurgen. Lediglich in Ausnahmefällen kommt auch ein Kathetereingriff durch einen Kardiologen infrage. Weisen dagegen nur ein oder zwei Hauptäste Engstellen auf, ist die Behandlung weiterhin eine Domäne der Kardiologen. Strittig ist vor allem das Vorgehen bei Verengungen des Hauptstamms. Wenn sie nicht direkt an dessen Verzweigungsstelle liegen, könnten sie auch mit dem Katheter behandelt werden, meint Professor Christian Hamm, Ärztlicher Direktor des Herzzentrums Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. Um dies zu folgern, ist aber eine statistisch fragwürdige Intepreation der Studie nötig. Das schränkt die Aussagekraft natürlich ein, räumt Hamm ein. Aber es ist besser als nichts, leider haben wir keine anderen brauchbaren Daten. Bei den Auswertungen zeigt sich außerdem, dass die Ergebnisse nur bei komplizierteren Durchblutungsstörungen des Hauptstamms eindeutig zugunsten der Operation ausfallen. Deshalb muss man auch den einzelnen Patienten anschauen, sagt Hamm. Zudem müssten andere Faktoren wie ein erhöhtes Operationsrisiko berücksichtigt werden. Bei nicht eindeutigen Fällen ist es wichtig, dass der Patient mit dem Herzchirurgen und dem Kardiologen redet, betont Beyersdorf. Ohne nähere Information wird er sich immer für den scheinbar schonenderen Kathetereingriff entscheiden, obwohl das vielleicht die schlechtere Wahl ist. Um dies zu vermeiden, haben viele Kliniken Herzteams eingeführt, in denen Kardiologen und Herzchirurgen das beste Vorgehen in schwierigen Fällen beraten. Dann kann es auch einmal passieren, dass der Kardiologe eine Operation empfiehlt oder umgekehrt der Gefäßchirurg einen Kathetereingriff, erklärt Hamm. Doch leider sind Herzteams noch nicht überall selbstverständlich. Das widerspricht dem Grundsatz, den der Berliner Kardiologe Benny Levenson formuliert: Wir sollten das gemeinsame Ziel haben, dass der Patient gesünder wieder rausgeht, als er zu uns gekommen ist. Bypass und Herzkatheter eine kurze Erklärung Bypass-Operation Drei Engstellen verursachten bei Rosemarie Banholzer zunehmend häufiger Atemnot. Zwei davon sahen die Ärzte als behandlungsbedürftig an. - Um die Engstelle im vorderen abstei- genden Ast zu umgehen, löste Professor Friedhelm Beyersdorf eine Arterie von der Brustwand und nähte sie an das RIVA genannte Gefäß an. - Für die andere Engstelle entnahm Beyersdorf eine Beinvene und verknüpfte damit die Aorta mit der rechten Herzkranzarterie hinter der Ablagerung. Kathetereingriff - Wegen einer Engstelle in der rechten Herzkranzarterie litt Marianne Bartz unter Schmerzen und Luftnot. - Die Berlinerin ist ein Rechtsversorger- Typ : Ihre rechte Herzkranzarterie versorgt auch den größten Teil der Herzvorderwand. Deren gute Durchblutung ist daher besonders wichtig. - Bei einem Kathetereingriff weitete der Kardiologe Dr. Benny Levenson die Engstelle mit einem Ballon und stabilisierte sie mit einem Drahtröhrchen (Stent). Dr. Reinhard Door / Apotheken Umschau Herzjournal Nr. 84 Seite 16 Seite 17 Herzjournal Nr. 84

10 Auch Langeweile im Büro kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Weniger prominent als Burnout ist das Kontrast-Phänomen: das Boreout-Syndrom. Boreout kommt von boredom, zu Deutsch Langeweile. Mit Faulheit hat das nichts zu tun ganz im Gegenteil Foto: Fotolia.de Boreout: Wenn Langeweile krank macht s sortieren, Aktenstapel von rechts nach links räumen, wahllos in Dokumenten herumtippen Geschäftigkeit vorzutäuschen, ist harte Arbeit. So hart, dass sie auslaugen kann. Im schlimmsten Fall bis zum Boreout, dem Syndrom der Unterforderten. Unsere Gesellschaft ist gewissermaßen geteilt: Burnout haben die Erfolgreichen. Die bekommen das ganze Interesse, sagt der Psychotherapeut Wolfgang Merkle aus Frankfurt. Menschen mit Boreout werden weniger beachtet, obwohl sie fast die gleichen Symptome haben. Boreout kann sich laut Merkle durch Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder die Unfähigkeit, das Leben zu genießen, bemerkbar machen. Das ist oft zuerst so ein dumpfes Empfinden im Hintergrund, dass irgendetwas falsch läuft, erläutert er. Auch unter körperlichen Symptomen könnten Betroffene leiden, zum Beispiel Magenbeschwerden, Schwindel, Tinnitus oder Kopfschmerzen. Der Unterschied zum Burnout sei, dass die Erschöpfung durch den Stress der Unterforderung, nicht der Überforderung verursacht wird. Unterstress entstehe durch zu wenige und falsche Aufgaben. Diese Fehlbelastung veranschaulicht Merkle so: Das ist, als müsste ein sehr guter Schachspieler immer nur Mühle und Dame spielen. Die Diskrepanz zwischen dem, was man kann, und dem, was abgefragt wird, löst in Kombination mit fehlender Anerkennung Stress aus. Mit anderen Worten: Stress durch Unterstress. Als Beispiel für einen Boreout-Fall schildert der Schweizer Unternehmensberater Peter Werder eine typische Erlebniskette: Ein Bewerber erwartet von seinem neuen Job aufgrund der Ausschreibung und des Bewerbungsgesprächs eine Position als Projektleiter mit internationaler Erfahrung. Am Schreibtisch stellt sich aber heraus, dass er nicht die Projektleitung hat, sondern nur eine Unterabteilung leitet, und dass er auch nur manchmal ein bisschen Englisch sprechen muss eine quantitative und qualitative Unterforderung. Am Anfang ist das nicht schlecht, die freie Zeit bei der Arbeit genießt der Arbeiter sogar und gewöhnt sich daran. Aber man ist eben unterfordert. Und die eigentliche Schwierigkeit ist, zu realisieren, dass das der Grund ist, warum man am Abend müde ist, so Werder. Auch ein Arbeitnehmer, der immer nur Teilaufgaben erledigen muss, könne an Boreout erkranken, ergänzt Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Denn aus psychologischer Sicht sei es langfristig wichtig, auch mal Erfolgserlebnisse zu haben und Dinge abzuschließen. Qualitative und quantitative Unterforderung sind laut Werder miteinander verbunden. Ohne eine quantitative Unterforderung müsse man schließlich keine Verhaltensstrategien anwenden. Und die gehören zum Boreout dazu. Mit Verhaltensstrategien ist Aktionismus der Betroffenen gemeint, der das Nichtstun kaschieren soll. Eine davon sei paradoxerweise die Burnout-Strategie, bei der Boreout- Geplagte ihr Problem gewissermaßen ins Gegenteil umkehren und von früh bis spät im Büro sind, um Überlastung zu simulieren. Es stimmt daher nicht, dass Betroffene einfach nur faul sind. Wer Boreout hat, will ja arbeiten und leidet darunter, dass er es nicht kann, so Werder. Laut Merkle trifft es daher in der Regel eher die Leistungsbereiten. Bemerken Arbeitnehmer, dass ihr Büroalltag in diese Richtung driftet, sollten sie möglichst früh das Zepter in die Hand nehmen, rät Merkle. Eine Lösung könne Teilzeitarbeit sein. Wer sich unterfordert fühlt, sollte den Chef darauf ansprechen, dass die eigene Stelle eigentlich keine volle, sondern nur eine 80-Prozent-Stelle ist. Zwar gibt es dann mitunter weniger Geld, aber im Büro ist man ausgelastet, und die freie Zeit kann man woanders sinnvoller gestalten. Ist die Erschöpfungsdepression schon eingetreten, sollte man sich seinem Hausarzt anvertrauen und ihm die Symptome schildern. Der überweist den Betroffenen wahrscheinlich zu einem Facharzt für psychosomatische Medizin. Das kann mit ein bis zwei Gesprächen pro Woche schon geklärt werden, erklärt Merkle. In einigen Fällen könne aber auch der beste Therapeut nichts mehr retten. Manchmal hilft dann nur die Kündigung. dpa / Für die Zeit nach den Feiertagen haben Ernährungsexperten eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Erfahrungsgemäß ist es schwerer, Gewicht abzunehmen als zuzunehmen. Die gute: Niemand, der abnehmen will, muss hungern. Entscheidend ist das Essverhalten ab Uhr. Ein bis zwei Kilo nehmen wir Österreicher zu Weihnachten durchschnittlich zu. Zu verlockend sind Weihnachtsbraten, Kekse und Punsch während der Feiertage. Zwei Kilo mehr auf der Waage bedeuten, dass man in etwa Kilokalorien über Bedarf konsumiert hat, heißt es vom Institut für Sozialmedizin in Wien. In Gesellschaft hat man mehr Appetit, sagt Ibrahim Elmadfa vom Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien im Gespräch mit ORF.at. Das Essen sei zu Weihnachten verführerisch, und man gönne sich größere Portionen, so der Ernährungsexperte. Auf körpereigene Hormone vertrauen Um die Kilos wieder purzeln zu lassen, schwört der Lifestyle-Mediziner Matthai auf die Kraft der körpereigenen Hormone. Diese können positiv beeinflusst werden, damit sie beim Abnehmen helfen. Vor allem Insulin und das Wachstumshormon würden in unserem Essverhalten eine große Rolle spielen. Drei Mahlzeiten am Tag sind ausreichend: Man muss darauf achten, keine Zwischenmahlzeiten einzunehmen. Drei Mahlzeiten am Tag reichen, sagt Matthai. Jede Zwischenmahlzeit, und sei es nur Obst zwischendurch, würde mit dem Blutzuckerspiegel das Insulin steigen lassen. Und das blockiere wiederum Hormone, die helfen, das Gewicht zu reduzieren. Deshalb der Tipp des Experten: kein Obst zwischendurch essen, auch keine Fruchtsäfte oder Kaffee mit Milch trinken. Tee, Wasser oder schwarzer Tee sind Alternativen dazu. Fünf Schlankmachertipps: Drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen und auf Zwischenmahlzeiten verzichten Keine Kohlenhydrate nach Uhr - stattdessen auf Gemüse setzen Fettreiche Lebensmittel weglassen oder auf eine gesunde Zubereitung (weniger Fett) achten Viel Wasser trinken und Alkohol oder Säfte vermeiden Eine halbe Stunde Sport pro Tag - Bewegung in den Alltag einbauen. Entscheidend sei das Essverhalten nach Uhr, Ernährung am Abend ausschlaggebend so Matthai. Auch hier spiele ein Hormon eine wichtige Rolle: das Wachstumshormon. Dieses Hormon ist unser stärkster Verbündeter, sagt Matthai. Es baut in der Nacht unsere Muskeln auf und Fett ab. Die maximale Ausschüttung findet allerdings nur dann statt, wenn der Blutzuckerspiegel niedrig ist. Deshalb sei es besser, auf Kohlenhydrate nach Uhr zu verzichten und stattdessen Fleisch, Gemüse, Tofu, Salate und mageren Fisch zu essen, so der Ernährungsexperte. Energiearme Lebensmittel verwenden Wenn man konsequent und diszipliniert ist und sich mit der Nahrung mäßigt, schafft man es, zu seinem Ursprungsgewicht zurückzukehren, sagt Ernährungsexperte Elmadfa. Man müsse energiereiche, fettreiche Lebensmittel gegen energieärmere austauschen. So kann man etwa Vollmilch weglassen, weniger Fett beim Braten und Frittieren verwenden oder den Salat mit einer kleineren Menge Olivenöl marinieren. Die gesündeste Lebensmittelgruppe sei Gemüse, sagen die beiden Ernährungsexperten. Brokkoli und Co. müsse man außerdem nicht mehr nur als Beilage betrachten, sondern als Hauptkomponente in die Mahlzeit einfließen lassen. So erhält man eine energiearme, aber trotzdem vollwertige Mahlzeit. Und das Schöne sei, egal wie viel Gemüse man isst, man muss nicht auf die Menge schauen. Wasser ist das beste Getränk Bis zu 20 Prozent der Energieaufnahme kommt über Getränke, so Elmadfa. Vermeiden Sie alkoholische Getränke und Limonaden, aber auch 100-prozentige Fruchtsäfte. Diese seien zwar gesund, man sollte sie aber trotzdem 1:1 mit Wasser verdünnen. Über die Getränke könne man viel erreichen, so Elmadfa. Trinkt man zum Beispiel zwei bis drei Bier zu einer Pizza, nimmt man über die Getränke so viel Energie auf wie die Nahrung hat. Wasser sei das beste Getränk. Das A und O für die Gesundheit: Bewegung Jeder kann Alltagsbewegung einbauen, sagt Matthai, indem man Lifte meidet und stattdessen die Stiege nimmt, einfach viel zu Fuß geht. Wenn US-Präsident Barack Obama es schafft, täglich Sport zu machen, schaffen wir es wohl auch. Jeden Tag eine halbe Stunde Bewegung oder jeden zweiten Tag eine Stunde sei ausreichend. Man müsse Prioritäten setzen, denn Sport sei ganz essenziell. Mit Bewegung und simplen Ernährungstipps schaffe man es, die angefutterten Kilos wieder abzunehmen. Wichtig sei, alles mit Maß und Ziel anzugehen und sich regelmäßig zu ernähren. Man muss auf nichts verzichten, sondern nur umdenken, so Matthai. Tanja Geleckyj, ORF.at Herzjournal Nr. 84 Seite 18 Seite 19 Herzjournal Nr. 84

11 HUMANOCARE

12 Der regelmäßige Check beim Arzt für Ältere oft besonders sinnvoll Gesundheitsvorsorge für Senioren: Lohnt sich das? Muss ich in meinem Alter wirklich noch gesundheitlich vorsorgen? Keiner muss. Aber Gesundheitsvorsorge lohnt sich weil sie zur Lebensqualität beiträgt. Vor allem in höherem Alter. Für Susanne B. aus Wolfenbüttel fing die gefühlte Endzeit mit Anfang 50 an. Ich esse jetzt, was ich will, und so viel ich will, konterte sie beim Klassentreffen die vorsichtige Anspielung auf ihre unübersehbare Gewichtszunahme. Die Figur spiele für sie keine Rolle mehr, mit dem Thema Männer habe sie ohnehin abgeschlossen. Auch zum Sport zwinge sie sich nicht mehr. Schluss mit der jahrelangen Selbstkasteiung, bemerkte sie beinahe trotzig und schob sich zum Beweis einen Schokotrüffel in den Mund. Ein Einzelfall scheint Susanne B. nicht zu sein. Viele Menschen werden mit den Jahren bequem. Sie bewegen sich zu wenig, essen ungesund oder viel zu viel, lassen sich gehen und vernachlässigen ihre Gesundheitsvorsorge. Warum gehen beispielsweise nur rund 30 Prozent der über 65-jährigen Frauen regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung? Bis zum Alter von 50 Jahren sind es hingegen 50 Prozent. Ein Paradox. Denn gerade in höherem Alter steigt das Krebsrisiko rasant. Das Durchschnittsalter, in dem Frauen an Brustkrebs erkranken, liegt bei 63 Jahren, das für Eierstockkrebs bei 66 Jahren. Angesichts dieser Tatsache Foto: Fotolia.de sei es gerade auch für Frauen nach den Wechseljahren besonders wichtig, regelmäßig zum Arzt zu gehen, betont Professor Ludwig Kiesel, Leiter der Universitäts-Frauenklinik Münster. Doch da nur ein Drittel der älteren Frauen akute Probleme mit dem Klimakterium haben, bleibt die große Mehrheit den Praxen der Frauenärzte fern. Das Thema Vorsorge allein zieht offenbar nicht. Einer Studie zufolge ist die geringe Teilnahme von Seniorinnen an der Krebsvorsorge zu 80 Prozent auf Vergesslichkeit und Bequemlichkeit zurückzuführen. Männer oft Verdrängungskünstler Bei den Männern sieht es nicht besser aus. Sie sind echte Vorsorgemuffel. In keiner Altersklasse bringen sie es auf mehr als 20 Prozent Teilnahme an der Krebsfrüherkennung. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa fragte nach den Gründen: Sechs von zehn befragten Männern gaben an, dass sie nur zum Arzt gehen, wenn sie wirklich krank sind. Knapp 40 Prozent meiden die Untersuchung, weil sie ihnen unangenehm ist. Fast jeder Dritte sagte, dass er sich nicht mit schlimmen Erkrankungen auseinandersetzen möchte. Forscher der britischen University of Birmingham stellten in einer Studie einen weiteren Hinderungsgrund fest: Angst. Die Männer würden gar nicht sorgloser als Frauen mit ihrer Gesundheit umgehen, betont Studienleiterin Susan Hale. Aber sie meiden Arztbesuche, weil sie sehr ängstlich in Bezug auf die Diagnose, mögliche Auswirkungen einer Erkrankung und deren Behandlung seien. Bei gesundheitlichen Beschwerden warten sie deshalb sehr lange, ehe sie zum Arzt zu gehen. Sie halten ihren Informationsstand so gering wie möglich oder spielen die Ernsthaftigkeit der Symptome herunter. 60 Prozent aller Krebspatienten sind älter als 65 Jahre. Je früher ein Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten und das auch in höherem Alter. Neue Forschung zeigt, dass ältere Menschen eine Krebserkrankung im Schnitt genauso lange überleben wie jüngere. Einer Studie spanischer Mediziner zufolge ist nicht so sehr das kalendarische Alter der Patienten für den Erfolg einer Krebstherapie ausschlaggebend, sondern Faktoren wie die körperliche und psychische Verfassung, die Anzahl und Verbreitung von Tochtergeschwüren (Metastasen) oder die Einschränkung von Organfunktionen durch den Krebs. Impfen kann vor Krankheiten schützen Gesundheitsvorsorge lohnt sich. In jedem Alter. Wie wichtig zum Beispiel auch die Schutzimpfungen sind, scheint aber vielen älteren Menschen gar nicht klar zu sein. Nach Beobachtung von Dr. Elke Bruns- Philipps vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt sind insbesondere die altersbedingte Abnahme der Funktionsfähigkeit des Immunsystems, die Schwere möglicher Erkrankungsverläufe und Komplikationen nicht bekannt. Auch wüssten viele nicht, dass sie zu einer Gefahr für Babys in ihrem eigenen Umfeld werden können, weil sie Krankheitserreger übertragen können, ohne selbst die Symptome der Krankheit zu entwickeln. Das Thema Impfen sollte also nicht erst bei der Planung einer Fernreise auf die Tagesordnung kommen. Mit Grippeschutz- und Pneumokokken-Impfung sowie den empfohlenen Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus, Diphterie und Keuchhusten wappnen sich die Senioren gegen sehr gefährliche Krankheiten. Und sie tragen dazu bei, durch eine hohe Impfquote in der Bevölkerung auch jene Personen zu schützen, die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden können. Wer den Ruhestand mit allen Sinnen genießen möchte, sollte außerdem regelmäßig überprüfen lassen, ob seine Augen und Ohren auch richtig mitspielen. Zunehmender Hörverlust ist eine typische Begleiterscheinung des Alters. Der Ausgleich durch ein Hörgerät ist wichtig, um uneingeschränkt am sozialen Leben teilzuhaben. Das kann sogar das Risiko für eine Demenz senken, wie Forscher des US-National Institute on Aging feststellten. Auch eine gute Sehhilfe scheint die geistige Fitness zu fördern und den Blick auf das Leben zu verschönern. Das belegt eine Studie der University of Alabama: Bewohner von Altenheimen, die eine bis dahin nicht behandelte Sehschwäche hatten, wurden mit den passenden Brillen versorgt. Drei Monate später waren sie deutlich aktiver als zuvor, sie lasen mehr, nahmen Hobbies wieder auf und zeigten deutlich weniger depressive Symptome als die Personen der Vergleichsgruppe. In Bewegung bleiben Eine tragende Säule der individuellen Gesundheitsvorsorge ist Sport. Seine hervorragende Wirkung ist hinlänglich belegt. Sportliche Aktivität schafft Befriedigung, ein gutes Körpergefühl, schützt vor diversen Krankheiten und wirkt antidepressiv. Es gibt viele gute Gründe, auch in fortgeschrittenem Alter damit zu starten. Wer länger pausiert hat oder chronisch krank ist, sollte zuvor allerdings seinen Arzt fragen, welche Sportarten infrage kommen und welches Pensum verträglich erscheint. Die Wolfenbüttelerin Susanne B. hat mit Mitte 50 doch wieder den Weg zur Bewegung gefunden als sie den Hund einer Nachbarin in Dauerpflege nahm. Die Spaziergänge an der frischen Luft brachten ihr Spaß und den Zugang zum Nordic Walking. Jetzt läuft sie mit Stöcken, Hund und wachsender Begeisterung. Und freut sich, dass ihre Rückenschmerzen zurückgegangen sind. Viktor von Weizsäcker, Arzt und Begründer der psychosomatischen Medizin, hat es so formuliert: Die Gesundheit des Menschen ist eben nicht ein Kapital, das man aufzehren kann, sondern sie ist überhaupt nur dort vorhanden, wo sie in jedem Augenblick des Lebens erzeugt wird. Ingrid Kupczik / Gutes HDL-Cholesterin kann auch böse sein Das vermeintlich gute HDL-Cholesterin kann auch böse sein. Eine Studie der MedUni Wien zeigt, dass es entzündliche Reaktionen sogar verstärken kann. Diese Ergebnisse könnten die Bewertung von HDL-Cholesterin revolutionieren. Bisher wurde zwischen gutem HDL- Cholesterin und bösem LDL-Cholesterin unterschieden. LDL trägt zu Herz- Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Hirnblutungen bei, das gute HDL schützt davor. Jetzt stellten Thomas Weichhart und Marcus Säemann von der Abteilung für Nephrologie fest, dass bei Dialyse-Patienten die antientzündliche Wirkung von HDL nicht gegeben ist. Vielmehr verstärke das HDL mehrfach die Entzündungsreaktionen und könnte damit die latente chronische Entzündung, die mit einem hohen kardiovaskulären Risiko verbunden ist, erklären, sagte Säemann. Qualität wichtiger als Menge Bei einer genaueren Untersuchung des HDL bei Dialyse-Patienten, also Personen mit Niereninsuffizienz, wurde festgestellt, dass ein bestimmtes Molekül, das sogenannte Serum Amyloid A (SAA), bei diesen Personen deutlich erhöht war. SAA könnte eine sehr wahrscheinliche Ursache für den Defekt des HDL sein. Wenn man SAA in gesundes HDL einbaut, wird es auch funktionsuntüchtig, erklärte Weichhart. Die Wiener Forscher sind sich sicher, dass diese Entdeckung die Bewertung von HDL-Cholesterin verändern könnte. Bisher wird ein hoher HDL-Wert als optimal angesehen. Viel wichtiger als die Menge ist aber offensichtlich die Qualität des HDL. Nicht funktionsfähiges HDL-Cholesterin ist wertlos - selbst hohe HDL-Spiegel wären damit nicht mehr gesund, sagte Weichhart. Das Senken des LDL-Wertes ist deshalb noch immer wichtiger als das Anheben des HDL-Wertes, so Säemann. Keine einfachen Tests Derzeit ist es allerdings nicht möglich, mit einfachen Tests böses HDL rasch zu identifizieren. An der Entwicklung eines derartigen Tests arbeiten Weichhart und Säemann derzeit. Sie haben gemeinsam mit der Medizinischen Universität Wien ein Patent erhalten, um die Veränderungen im HDL mit Hilfe eines einfachen Labortests zu bestimmen und so das Risiko für künftige Herz-Kreislauferkrankungen besser abschätzen zu können - und früher therapeutisch eingreifen zu können. science.orf.at/apa Herzjournal Nr. 84 Seite 22 Seite 23 Herzjournal Nr. 84

13 Herzerkrankungen vermeiden auch eine Frage des Glücks. Wir sollten viel mehr Glück an unser Herz lassen. Es liegt an jedem einzelnen, was für ihn Glück bedeutet. Glück befreit und hebt uns aus manchen Niederungen heraus. Es kommt immer auf die Betrachtungsweise einer Situation an. Diesen Beitrag hat Jutta Schumacher geschrieben, die sich in den vergangenen Jahren immer mehr zur Expertin für Gesundheit und Ernährung entwickelt hat. In diesem Beitrag beschreibt Jutta Schumacher, wie Glück unser Herz unterstützen kann. Mir wurde so leicht ums Herz Ist das nicht ein schöner Satz? Oder: Ihr hüpfte das Herz in der Brust vor Freude. Aber es gibt auch andere: Da wurde mir das Herz so schwer. Sein Herz zitterte vor Furcht. Oder jemandem wird ganz warm ums Herz. Wer kennt sie nicht, diese Redensarten über den Zusammenhang zwischen unseren Gefühlen und unserem Herzen. Denn alle diese bildhaften Sätze haben eines gemeinsam, nämlich die Vorstellung, dass sich unsere Emotionen direkt auf das Herz auswirken. Egal ob Glück oder Unglück, Freude oder Furcht. Unser Herz und der Stress Aber unser Herz ist doch lediglich ein Muskel, eine Pumpe, die dafür zu sorgen hat, dass das Blut ständig durch unseren Körper transportiert wird. Sitz der Seele und so, ist doch alles Quatsch, gefühlsüberfrachteter Irrglaube. Wirklich ein Irrglaube? Fangen wir doch mal ganz von vorne an: Wenn einem frühzeitlichen Menschen Gefahr drohte von einem Säbelzahntiger oder einem Höhlenbären, dann signalisierte sein Gehirn Gefahr und es wurde Adrenalin ausgeschüttet. Die körperliche Leistungsbereitschaft für Flucht oder Angriff wurde erhöht. Die Pulsfrequenz wurde erhöht, der Blutdruck stieg an. Gleichzeitig wurden die Organe gedämpft, die unnötig Energie benötigen würden, die besser den Muskeln für Flucht oder Angriff zur Verfügung gestellt werden sollten. Wir müssen zwar heute nicht mehr vor Säbelzahntigern wegrennen, aber wenn wir erschrecken oder Angst bekommen, reagiert unser Körper immer noch wie in der Steinzeit. Nur wir rennen dann eben nicht mehr. Deshalb wird dieser Stress auch nicht mehr durch Muskelarbeit abgebaut. Dabei wird aber eines deutlich: Gefühle haben körperliche Reaktionen zur Folge. Unser Gehirn sorgt dafür, dass bestimmte Stoffe freigesetzt werden und der Körper kann dann sehen, wie er damit fertig wird. Und bei Langzeitstress wird ein Teil unseres Organsystems langfristig gehemmt die Verdauungsorgane, die Immunorgane und die Fortpflanzungsorgane. Ein anderer Teil wird aktiviert, wie zum Beispiel ganz besonders das Herz- Kreislauf-System. Und wie früher kommt es zu dauerhaft erhöhtem Puls, höherem Blutdruck und höherem Blutzuckerspiegel. Kreislauf und Herz leiden unter dieser Dauerbelastung. Jetzt aber die gute Nachricht: Das Ganze funktioniert glücklicherweise auch umgekehrt, nämlich wenn wir glücklich sind. Glücksgefühl bei einer Gipfelb esteigung Positive Emotionen als Herzschutz Die European Society of Cardiology brachte am 18. Februar 2010 einen Artikel zu diesem Thema unter der Überschrift: Mach dir keine Sorgen, sei glücklich! Positive Emotionen schützen vor Herzkrankheiten. Darin geht es um eine Studie, die im European Heart Journal, dem führenden europäischen Fachjournal für Kardiologie, veröffentlicht wurde. Diese zeigt nach Ansicht der Autoren zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen positiven Emotionen und koronarer Herzkrankheit, der unabhängig von anderen Risikofaktoren ist. Vielleicht werden Kardiologen demnächst ihren Patienten bessere Laune verordnen. Denn ein Team um Dr. Karina Davidson von der Columbia Universität in New York hat Anfang 2010 festgestellt, dass Menschen, die meistens optimistisch, glücklich und zufrieden sind, seltener an Herzerkrankungen leiden als Nörgler und Pessimisten. Das Herz und die Glückshormone Also bitte jeden Tag zumindest für eine kleine Weile 15 Minuten mindestens etwas Schönes machen, etwas, das gut tut. Egal was, ob mit einer Freundin telefonieren (da reichen bei mir allerdings 15 Minuten gar nicht), lesen, joggen, Musik hören oder die Katze streicheln. Und vor allem jeden Tag mal herzhaft lachen. Sie haben nichts zu Lachen? Dann stellen Sie sich einfach vor den Spiegel und lächeln Sie sich selbst mal ein paar Minuten an. Das meine ich ernst. Es tut Ihrem Herzen nämlich wirklich gut. Wenn wir lachen oder lächeln oder auch nur so tun als ob und die am Lächeln beteiligten Muskeln entsprechend bewegen, dann ist das für unseren Körper ein Signal, so genannte Glückshormone auszuschütten. Glückshormone werden einige Neurotransmitter genannt, die unter anderem Wohlbefinden und Glücksgefühle hervorrufen. Von den wichtigsten haben Sie sicher schon gehört: Dopamin, Endorphine, Noradrenalin, Oxytocin und als vermutlich bekanntestes das Serotonin. Diese Neurotransmitter oder Glückshormone, egal wie Sie diese nennen wollen, beeinflussen unter anderem das Herz- Kreislaufsystem. Ein Serotoninmangel macht sich beispielsweise als Depression bemerkbar. Und zwischen Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt es einen direkten Zusammenhang. Dr. Davidson untersuchte über 10 Jahre mehr als 1700 gesunde, erwachsene Personen, um die Beziehung zwischen positiven Emotionen und koronaren Herzerkrankungen herauszufinden. Das Fehlen oder die Stärke der positiven Emotionen wurden für jeden Studienteilnehmer bei Studienbeginn auf einer 5-teiligen Skala festgehalten. Null bedeutete keine positiven Emotionen und 5 dagegen extrem starke positive Emotionen. Das Ergebnis der Studie zeigte, dass das Risiko für eine Herzerkrankung bei jedem Punkt nach oben auf dieser Skala um rund 22 % sank. Positive Emotionen für ein gesundes Herz Zurzeit werden groß angelegte, kontrollierte klinische Studien durchgeführt, um Methoden zur Verstärkung des positiven Affekts bei Patienten mit Herz-Kreislauf- Erkrankungen zu entwickeln. Der Teufelskreis aus Herz-Kreislauf-Erkrankungen und klinischen Depressionen verdient mehr Beachtung, sowohl in der Herz- Kreislauf- als auch in der psychiatrischen Forschung, schreiben die Autoren. Diese neuen Behandlungsmethoden (zur Verstärkung des positiven Affekts) könnten ein viel versprechender Ansatz für eine Therapie von Herz-Kreislauf-Patienten werden, die an Depressionen erkranken. Die Beobachtungen und Hypothesen von Dr. Davidson und ihrem Team könnten einen Anreiz für weitere Studien über die Wirkung eines verstärkten positiven Affekts auf physiologische Anomalien und das damit verbundene Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen bieten. Vielleicht wird es Zeit für uns alle zu lächeln. Es ist jedoch nicht nur das Risiko einer Herzerkrankung, das Sie dadurch mindern können, dass Sie mehr Glück in Ihr Leben holen. Es ist noch viel mehr, denn ganz allgemein wurde festgestellt: Glückliche Menschen leben länger. Immer mehr Jugendliche von Schlaganfällen betroffen In der Gruppe der 18- bis 50-Jährigen stieg die Zahl der Schlaganfälle in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent an. Innsbruck: In Österreich sind immer mehr Jugendliche von Schlaganfällen betroffen. Laut Experten nahm die Anzahl bei den jugendlichen Patienten, zu der in diesem Fachbereich der Medizin die 18- bis 50-Jährigen zählen, in den vergangenen zehn Jahren um rund 20 Prozent zu, hieß es bei einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft in Innsbruck. Nach Angaben der Mediziner würden knapp Menschen pro Jahr einen Schlaganfall erleiden, rund Personen haben mit den Folgen dieser akuten Erkrankung zu tun. Kindliche Schlaganfälle bei unter 18-Jährigen treten hingegen selten auf. Rund 100 Menschen würden österreichweit im Jahr davon betroffen sein, meinte Stefan Kiechl von der Universitätsklinik für Neurologie. Patienten im Alter zwischen 18 und 35 Jahren werden zu über 80 Prozent wieder völlig gesund, berichtete sein Kollege Johann Willeit. Unterschiedliche Ursachen Während bei Menschen über 50 Jahren meistens eine Gefäßverkalkung zu Schlaganfällen führe, gebe es bei jüngeren Personen mehrere Ursachen. So könnten etwa unter anderem eine Verengung der Halsschlagader sowie ein Vorhofflimmern diesen Gehirnschlag zur Folge haben. Bei Auftreten derartiger Symptome sei es immens wichtig, sich sofort in ärztliche Behandlung zu begeben und einem möglichen Schlaganfall vorzubeugen. Ein Viertel aller Schlaganfälle haben Vorhofflimmern als Ursache, fügte Willeit hinzu, neue Behandlungsstrategien und neue Medikamente, die uns seit kurzem zur Verfügung stehen, können mit Fug und Recht als entscheidender Fortschritt in der Schlaganfallprävention bezeichnet werden. Dank neuer Medikamente könne zudem die nötige Blutverdünnung im Falle eines Vorhofflimmerns einfacher durchgeführt werden und die Gefahr für Hirnblutungen verringern. Die Blutverdünnung reduziert das Schlaganfall- Risiko um 80 Prozent, erläuterte der Mediziner. Eine rechtzeitige Operation an der Halsschlagader lasse die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall von 50 auf rund drei Prozent sinken. Tiroler Tageszeitung Herzjournal Nr. 84 Seite 24 Seite 25 Herzjournal Nr. 84

14 Interview mit Professor Dr. med. Thomas Meinertz Herzklappenfehler: Was müssen Patienten wissen? Herzklappenerkrankungen machen oft über lange Zeit keine Beschwerden und werden nur zufällig entdeckt. Dennoch sind sie immer ernst zu nehmen. Denn in aller Regel schreiten sie langsam fort und können unbehandelt nicht nur die Lebensqualität vermindern, sondern auch das Leben verkürzen. Im Interview erläutert Prof. Dr. med. Thomas Meinertz aus Hamburg, worauf es bei Herzklappenerkrankungen ankommt und was Patienten beachten sollten. Wie entdeckt man einen Herzklappenfehler? Prof. Meinertz: Oft durch Zufall, zum Beispiel bei Untersuchungen vor der Schulaufnahme, beim Eintritt in den Beruf oder bei einer Untersuchung beim Arzt. Klappenfehler führen zu typischen Herzgeräuschen. Allerdings ist die Kunst des Abhörens durch die Diagnoseverfahren mit Apparaten etwas in Vergessenheit geraten. Heute beherrscht diese Kunst meist nur noch der Fachmann, der Kardiologe oder der kardiologisch ausgebildete Internist. So wird der Herzfehler oft erst entdeckt, wenn der Patient wegen Beschwerden wie Einschränkung der Leistungsfähigkeit, Atemnot, Brustschmerz, schnellem Herzschlag bei Belastung, kurzen Bewusstlosigkeiten, Ödemen, den Arzt aufsucht. Was kann man tun, um den Herzfehler früh genug aufzuspüren? Prof. Meinertz: Es kommt darauf an, die eigene körperliche Leistungsfähigkeit kritisch im Auge zu behalten. Wenn die Leistungsfähigkeit deutlich abnimmt, sollte man das nicht, wie das üblicherweise geschieht, auf das Alter oder die Bronchien schieben, sondern zum Arzt gehen, damit die Ursache der Leistungsminderung gefunden wird. Wie entstehen Herzklappenfehler? Prof. Meinertz: Die Entstehung der Herzklappenfehler ist ganz unterschiedlich. Zum einen gibt es angeborene Herzklappenfehler, die schon im Säuglingsalter behandelt werden müssen (selten). Andere Herzklappenfehler haben in den Kinder- und Jugendjahren noch keine große Bedeutung, führen aber auf Dauer zu einer schweren Veränderung der Herzklappe. Wieder andere Herzklappenfehler entstehen durch akutes, rheumatisches Fieber, durch eine bakterielle Herzklappenentzündung oder als Folge einer Herzkrankheit, z. B. als Folge eines Infarkts. Im Vordergrund stehen heute bei der hohen Lebenserwartung Klappenfehler, die auf Verschleiß zurückzuführen sind. Die Klappen nutzen sich im Laufe eines langen Lebens ab. Dadurch können sie sich verengen oder schlussunfähig werden. Was sind die häufigsten Herzklappenfehler? Prof. Meinertz: Am häufigsten sind heutzutage in der westlichen Welt die Aortenklappenstenose im hohen Lebensalter und unabhängig vom Alter die Undichtigkeit der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz). Kann man, wenn der Klappenfehler entdeckt ist, die weitere Entwicklung voraussehen? Prof. Meinertz: Der Prozess schreitet in der Regel langsam fort. Allerdings: In manchen Fällen geht es viel schneller, in anderen bleibt der Defekt über viele Jahre stabil. Verlassen kann man sich darauf nicht. Deswegen sind ist der Herzklappenfehler entdeckt regelmäßige Kontrollen beim Kardiologen oder Internisten nötig, in der Regel jedes Jahr. Wenn Beschwerden neu oder heftiger auftreten, sollte man nicht bis zum Kontrolltermin warten, sondern gleich den Arzt aufsuchen. Was erreichen Medikamente? Prof. Meinertz: Da darf man sich keinen Illusionen hingeben. Sie bessern die Beschwerden und die Druck- und Flussverhältnisse des Bluts (Hämodynamik) im Herzen und im Blutkreislauf. Das kann indirekt das Fortschreiten des Defekts bremsen, aber Medikamente beseitigen nicht das eigentliche Problem, den Klappenfehler. Den Klappenfehler beseitigen kann nur der operative Eingriff. Was für Möglichkeiten des Eingriffs gibt es? Prof. Meinertz: Man kann die kranke Klappe wiederherstellen oder sie durch eine künstliche Klappe ersetzen. Die Wiederherstellung (Rekonstruktion) der Klappe ist ein entscheidender Fortschritt. Sie ist je nach Ursache bei der Mitralklappe in bis zu 80 % der Fälle möglich. Für den Patienten bringt das große Vorteile, weil er mit der rekonstruierten Klappe fast so gut wie mit einer natürlichen Klappe leben kann. Auch eine Trikuspidalklappe, die undicht ist, kann meistens wiederhergestellt werden. Bei der Undichtigkeit der Aortenklappe (Aortenklappeninsuffizienz) ist man noch nicht so weit. Hier kommt die Wiederherstellung der Klappe vor allem in Betracht, wenn die Undichtigkeit zusammen mit einem Aortenaneurysma, einer Ausweitung der Aorta, auftritt. Eine weitere Möglichkeit ist die Sprengung (Valvuloplastie) der Mitralklappenstenose. In den meisten anderen Fällen muss die Klappe ersetzt werden. Wann sollte man sich für eine Operation entscheiden? Prof. Meinertz: Heute sollte man den Zeitpunkt so wählen, dass eine dauerhafte Schädigung des Herzens und die damit verbundene Einschränkung der Lebenserwartung vermieden wird. Deshalb operiert man heute sehr viel früher, als das vor Jahren der Fall war im Einzelfall auch dann, wenn der Patient seine Beschwerden als wenig oder gar nicht belastend empfindet oder sogar, wenn keine Beschwerden vorliegen. Inwieweit kann die Klappenoperation die Leistungsfähigkeit wieder herstellen? Prof. Meinertz: Wenn eine Mitralklappenrekonstruktion gelungen ist und das ist heute in der Regel der Fall ist man voll belastbar, selbst für sportliche Aktivitäten im Leistungssportbereich. Dagegen sind nach einem Klappenersatz die Strömungsverhältnisse im Herzen nicht so, dass man sich wieder maximal belasten kann. Jede Kunstklappe biologisch oder mechanisch ist weniger perfekt als die natürliche Klappe. Deshalb gilt: Sport, besonders Ausdauersport ist gut und führt zu einer besseren körperlichen Leistungsfähigkeit. Aber maximale sportliche Aktivität oder Leistungssport sind nach Klappenersatz nicht zu empfehlen. Wie stark kann man sich nach einer Klappenoperation wieder belasten? Prof. Meinertz: Nach einer gelungenen Klappenoperation kann sich der Patient erheblich belasten. Ausdauersport ist am besten: Laufen, Joggen, Radfahren, Wandern auch Schwimmen. Die meisten Patienten sind zu wenig sportlich aktiv. Meist unterfordern sich die Patienten nach der Klappenoperation. Sie unterschätzen, wie sehr regelmäßige Bewegung und Sport ihre Leistungsfähigkeit und ihr Wohlbefinden erhöhen können. Auf was ist nach der Operation zu achten? Prof. Meinertz: Regelmäßige Kontrollen sind nötig: unmittelbar nach dem Eingriff häufiger, dann nach drei bzw. sechs Monaten, nach einem Jahr und dann in jährlichen Abständen. Die Patienten mit einer mechanischen Herzklappe müssen dauerhaft Medikamente zur Gerinnungshemmung einnehmen (z. B. Marcumar/Falithrom). Ebenso benötigen sie bei fieberhaften bakteriellen Infekten oder bei bestimmten Eingriffen eine Endokarditis-Prophylaxe, um eine Entzündung der Klappe zu vermeiden. Die Endokarditis-Prophylaxe ist auch notwendig, wenn eine biologische Klappe eingesetzt wurde. Diese Patienten dürfen nie vergessen, dass sie eine Klappenoperation hinter sich haben. Und der Lebensstil? Prof. Meinertz: Ein gesunder Lebensstil ist für jeden wichtig: Nicht rauchen, gesunde Ernährung, kein Übergewicht, regelmäßige Bewegung, d. h. Ausdauerbelastung. Das gilt immer, aber besonders für jemanden, der eine Klappenerkrankung oder einen Klappenersatz hat. Was ist von der Forschung in Zukunft zu erwarten? Prof. Meinertz: Den medizinischen Fortschritt kann man nicht voraussagen. Verfahren, Herzklappen statt mit einer Operation mit Kathetertechnik ins Herz einzubringen, sind bei Patienten mit sehr hohem Operationsrisiko bereits erfolgreich praktiziert worden. Ob dieser Weg nicht nur für die Aortenklappe, sondern auch für andere Herzklappen erfolgversprechend ist, wird zur Zeit wissenschaftlich untersucht. Außerdem gibt es neue Verfahren, Bioprothesen haltbarer zu machen. Ob diese Verfahren oder ob die Züchtung von Herzklappen aus körpereigenen Zellen oder die Entwicklung neuer gerinnungshemmender Medikamente einen Durchbruch bringen, wissen wir nicht. Neue Wege können auch Holzwege sein. Eines ist sicher: Die intensive Forschung auf diesen Gebieten wird zur Folge haben, dass Klappenpatienten in Zukunft noch besser behandelt werden können, als es heute schon möglich ist. Professor Dr. med. Thomas Meinertz Herzjournal Nr. 84 Seite 26 Seite 27 Herzjournal Nr. 84

15 Macht ständiges Grübeln krank? Jeder Mensch grübelt einmal, macht sich Gedanken über seine Gesundheit oder den Partner. Wer jedoch ewig über sich und die Welt nachdenkt, schadet seiner Psyche. Wie Sie dagegen ankommen Grübeln belastet, es raubt Menschen den Schlaf, nimmt ihnen die gute Laune. Vor allem Frauen sind davon betroffen Weihnachten steht vor der Tür. Sie machen sich Gedanken über Geschenke, den Christbaumschmuck, das Festessen, Plätzchen backen, Verwandte einladen. Plötzlich fragen Sie sich, warum Sie wieder einmal alles auf den letzten Drücker erledigen. Warum Sie genauso chaotisch sind wie letztes Jahr. Und überhaupt: Warum hat sich die Nachbarin noch nicht für die Plätzchen bedankt? Schmecken sie ihr nicht? Hätten Sie die Nachbarin lieber in Ruhe lassen sollen? Die hat sowieso so komisch geschaut Denken oder grübeln? Dass Ihnen vor Weihnachten viele Gedanken durch den Kopf schießen, ist ganz normal. Ebenso, wenn ein Gespräch mit dem Chef ansteht, Sie mit ihrem Partner über einen Konflikt sprechen müssen oder ein gesundheitliches Problem auftaucht. Die Frage ist nur, wie Sie sich mit diesem Thema gedanklich beschäftigen. Überlegen Sie, wie Sie bei dem Ereignis vorgehen möchten, kommen Sie zu einem Ergebnis? Dann hilft das Sinnieren sicher weiter. Oder verlieren Sie sich in zahllosen Gedanken, kommen zu keinem Ergebnis und fühlen sich von dem Karussell in Ihrem Kopf überrannt? In so einem Fall spreche ich von Grübeln, sagt Svenja Lüthge, niedergelassene Psychologin aus Kiel. Dr. Tobias Teismann, Psychologe am Zentrum für Psychotherapie an der Ruhr-Universität Bochum, beschreibt Grübler ähnlich: Sie setzen sich unstrukturiert und ziellos mit Themen auseinander, die immer wiederkehren. Und Grübelnde beziehen das Thema auf sich. So löst die Nachbarin, die sich noch nicht für die Plätzchen bedankt hat, Fragen wie Warum habe ich die Kekse überhaupt vorbeigebracht?, Warum mache ich immer alles falsch? aus. Frauen grübeln deutlich öfter als Männer. Sie gehen mit einem Thema emotionaler um und beleuchten es von vielen Seiten, erklärt Lüthge. Männer würden sich einfach weniger Gedanken machen und ein Thema pragmatischer angehen. Ein typischer Auslöser für eine Grübelattacke ist laut der Psychotherapeutin Unsicherheit: Ein Problem belastet Sie, aber Sie wissen nicht, wie Sie damit umgehen sollen. Oder Sie können sich nicht zu einer Entscheidung durchringen, haben Ziele gar nicht erreicht oder später, als Sie gehofft haben, ergänzt Teismann. Schlechte Stimmung begünstigt eine Attacke. Schadet ständiges Grübeln? Psychotherapeut Teismann sagt: Wenn Sie mal grübeln, ist das völlig normal und unproblematisch. Kauen Sie jedoch ständig die selben Themen im Kopf durch, dann leidet auf Dauer die Psyche. Sie sind oft schlecht drauf, Sie können Angstzustände bekommen. Sie ziehen sich zurück, bewerten Ereignisse zunehmend negativ, sehen wenig Positives. Ständiges Grübeln kann Ausdruck einer Depression sein, warnt Lüthge. Teismann meint, dass Grübler zugleich ein höheres Risiko haben, eine Depression zu entwickeln. Das Zu-viel-Denken kann also Symptom, aber auch Vorbote einer psychischen Störung sein. Der Experte betont jedoch, dass sich eine Depression nicht nur durch Grübeln äußere, sondern mit weiteren typischen Beschwerden einhergehe etwa Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, mangelnder Appetit und innere Leere. Schlafprobleme können sich auch unabhängig von einer Depression durch ständiges Grübeln entwickeln. Das Grübeln stoppen Verfallen Sie ins Grübeln, können Ablenkungsstrategien helfen. Welche sich bei Ihnen am besten eignet, müssen Sie selbst herausfinden. Aktiv werden ist in vielen Fällen eine gute Strategie, gibt Lüthge als Tipp. Gehen Sie joggen, bügeln Sie, beschäftigen Sie sich mit etwas. Auch das Konzentrieren auf gegenwärtige Sinneseindrücke kann den Gedankenfluss unterbrechen, sagt Teismann. Konzentrieren Sie sich zum Beispiel voll auf Ihre Atemgeräusche wie Sie einatmen und wieder ausatmen. Von einem imaginären Stopp- Schild, das die Gedanken unterdrücken soll, raten die Experten eher ab. Ohnehin wirken all diese Methoden nur kurzfristig, sie lösen das Problem nicht. Das heißt, Betroffene geraten schnell wieder in den inneren Gedankenstrudel. Langfristig müssen Sie sich mit dem Grübelthema auseinandersetzen. Schreiben Sie die Gedanken auf. Machen Sie einen strukturierten Plan, wie Sie das Problem in den Griff bekommen möchten. Notieren Sie zum Beispiel: Morgen frage ich die Nachbarin ganz ungeniert nach den Plätzchen. Um zu einer Lösung zu kommen, helfen laut Teismann Wie-Fragen besser als Warum-Fragen. So gehen Sie handlungsorientierter vor, erklärt er. Vermeiden Sie, während der Arbeit, im Auto oder nachts zu grübeln. Machen Sie stattdessen einen Grübeltermin mit sich aus. Nehmen Sie sich abends eine halbe Stunde Zeit, in der Sie sich mit dem Thema intensiv beschäftigen. Um auf Dauer dem sinnlosen Sinnieren zu entkommen, rät Teismann, es kritisch zu hinterfragen: Fragen Sie sich, ob Sie sich etwas vom Grübeln versprechen, zum Beispiel die Lösung eines Problems, und überlegen Sie, ob das Grübeln dieses Versprechen tatsächlich einlöst. Merken Sie, dass Sie das ständige Denken belastet, Sie davor regelrecht Angst bekommen und deswegen schlechter schlafen, dann sollten Sie Hilfe in Anspruch nehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber und lassen Sie sich von einem Psychotherapeuten helfen. Denn für jedes Problem gibt es eine Lösung, beruhigt Svenja Lüthge. Dr. Martina Melzer / Zu viel Sport auf einmal ist nicht gesund für niemanden Regelmäßig bewegen ist besser als totale Verausgabung. Experten empfehlen fünfmal pro Woche 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Auch Radfahren, Treppensteigen und Spazierengehen zählen dazu Sport ist gesund aber nur in gewissen Maßen. Besser als ein gelegentlicher, exzessiver Work-out ist regelmäßige körperliche Aktivität. Es gibt das geflügelte Wort Sport ist Mord und Breitensport ist Massenmord. Da ist sicher etwas dran, weil es viele Menschen beim Sport deutlich übertreiben, sagt Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. In unserer Gesellschaft gebe es viele Grenzgänger, die den Sport nutzen und missbrauchen, um Grenzen zu testen oder sogar zu überschreiten. Wenn man sich die Evolution der Aktivitätsempfehlungen anschaut, waren wir vor 10, 15 Jahren auf dem Trip: Es muss dreimal pro Woche intensiv Sport getrieben werden, erläutert Froböse. Heute entferne man sich davon. Man wisse, dass 75 Prozent der Menschen sich nicht zum Sport bewegen liessen: Sie haben keine Lust darauf, für sie ist körperliche Aktivität eine Anstrengung, die sie nicht haben wollen.dementsprechend gelte inzwischen die Empfehlung, mindestens fünfmal pro Woche 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Dabei dürfe diese körperliche Aktivität nicht nur als Sport verstanden werden, sondern beinhalte auch, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, mittags einen Runde spazieren zu gehen, im Garten tätig zu werden, Gelegenheiten zur Bewegung im Büro zu nutzen. Alles das ist auch körperliche Aktivität. Und eine Körperzelle weiß wirklich nicht, ob ich nun mit den Nordic-Walking-Stöcken im Wald unterwegs bin oder ob ich einfach nur auf dem Rad zur Arbeit fahre. Sie weiß nur: Mein Besitzer ist unterwegs, und dementsprechend produziert sie Energie. Es ist wie bei allen Dingen: Die Dosis macht das Gift. Hören Sie also auf Ihren Körper und vergessen Sie nie, mal eine Pause einzulegen, rät Wissenschaftler Froböse. Herzjournal Nr. 84 Seite 28 Seite 29 Herzjournal Nr. 84

16 Rückenschmerz gilt als Volkskrankheit, oftmals überdiagnostiziert und übertherapiert, nicht selten aber auch bagatellisiert und unterbehandelt. Als erste und häufig einzige Therapiemaßnahme kommen Schmerzmittel zum Einsatz, berichten Teilnehmer der 11. Österreichischen Schmerzwochen, die auch heuer wieder von der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) organisiert wurden. Sinnvolle Ergänzungen und Alternativen zum Medikamenteneinsatz kämen demnach oftmals zu kurz. Wenig Bewegung, Verschleiß oder auch Stress: Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig. Fast jeder leidet zeitweilig an Rückenproblemen. Meist sind die Beschwerden zwar schmerzhaft, aber harmlos und verschwinden nach einigen Tagen oder Wochen wieder. Und doch müssen Rückenschmerzen eine der häufigsten Schmerzursachen, weshalb Patienten ihren Arzt aufsuchen ernst genommen werden: Sie müssen frühzeitig und kompetent behandelt werden, um nicht chronisch zu werden. Schmerzmittel per Infusionen, Tabletten und/oder Infiltrationen, so Univ.-Prof. Dr. Andreas Schlager (Leiter der Schmerzambulanz an der Innsbrucker Univ.-Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin sowie Vorstandsmitglied der ÖSG), sollten zunächst nur in der Anfangsphase gegeben werden, aber keine Dauertherapie darstellen. Rückenschmerzen ernst nehmen, um ihrer Chronifizierung vorzubeugen Treten Rückenschmerzen auf, so sollte in Rücksprache mit einem Arzt nach einer genauen Diagnose ein entsprechender Therapieplan erstellt werden, so Prof. Schlager. Rückenschmerzen, die plötzlich vor allem nach Verletzungen auftreten, sowie Rückenschmerzen mit neurologischen Ausfällen bzw. deutlichen Begleitsymptomen sollten unverzüglich abgeklärt werden. Bei vielen Rückenschmerzen kann nach ärztlicher Untersuchung zunächst auf eine radiologische Abklärung verzichtet werden. Viel wichtiger sind in diesem Fall eine gute Erhebung des Krankheitsverlaufs, der Krankheitsursache sowie eine umfassende klinische Untersuchung. Radiologische Untersuchungen (CT oder MRT) sollten primär nur zur Ausschlussdiagnose bei Verdacht auf sehr schwerwiegende Ursachen für den Rückenschmerz durchgeführt werden, denn in diesen Fällen kann auch eine sofortige Operation oder spezifische Behandlung notwendig sein. Eine gewissenhafte Diagnose ist jedenfalls unbedingt erforderlich, denn Rückenschmerzen können verschiedenste Ursachen haben, zum Beispiel Abnutzungserscheinungen im Bereich der Wirbelsäulengelenke oder der Bandscheibe, Osteoporose, in seltenen Fällen aber auch Entzündungen oder gar Tumorerkrankungen. Konsequente physikalische Therapie plus Heilgymnastik ausreichende Schmerzbehandlung: Sollten keine Hinweise auf eine Verletzung, Tumorerkrankung sowie auf neurologische Ausfälle oder eine Entzündung bestehen, sollte zunächst eine konsequente physikalische Therapie durchgeführt werden: spezielle Behandlungen bei Physiotherapeuten plus einer regelmäßigen Heilgymnastik. Prof. Schlager: Vor allem die Kräftigung der stabilisierenden Rückenmuskeln, sowie der queren und schrägen Bauchmuskulatur Rückenschme rzen führen oft zu unkontrolliertem Schme rzmittel-einsatz sind wichtig, um eine gute Stabilität und so eine Entlastung der Wirbelsäule und der Bandscheiben durch eine trainierte Muskulatur zu erlangen. Außerdem ist eine ausreichende systemische medikamentöse Schmerztherapie notwendig. Diese sollte jedoch keine Dauertherapie darstellen. In den wenigsten Fällen wird bei Rückenschmerzen ein operativer Eingriff notwendig sein. Schmerzmittel nicht längere Zeit unkontrolliert einnehmen Wurden Patienten medikamentös mit Schmerzmitteln eingestellt, so sollten diese nach Möglichkeit nicht über mehrere Monate ohne Kontrolle eingenommen werden. Es ist anzuraten, regelmäßig die weitere Notwendigkeit dieser Schmerzmittel zu kontrollieren, empfiehlt der Schmerzspezialist. Abzuraten ist auf alle Fälle von einer Selbstmedikation durch Patienten über einen längeren Zeitraum. Zahlreiche Schmerzmittel dazu zählen auch viele Produkte, die nicht rezeptpflichtig sind können zu starken Nebenwirkungen und auch bleibenden Schäden führen. Die Einnahme von Schmerzmitteln sollte daher immer von einem Arzt entsprechend abgeklärt, verordnet und in weiterer Folge kontrolliert werden. Sind die Schmerzen jedoch behandlungsresistent oder liegen spezielle Begleiterkrankungen oder Ausfallerscheinungen vor, ist eine sofortige radiologische sowie fachärztliche Untersuchung durchzuführen. Prof. Schlager: In vielen Fällen ist hier eine MRT sinnvoll. Bestätigt sich diese Diagnose, wird in einigen Fällen eine Operation notwendig sein. In anderen Fällen könne durch spezielle Verfahren wie Infiltrationen im Bereich der Nervenwurzel sowie der Wirbelgelenke oder auch durch konsequente physikalische therapeutische Maßnahmen und eine gute und ausreichende medikamentöse Schmerztherapie eine Beschwerdelinderung herbeigeführt werden. Selbsthilfe im Akutfall Wenn plötzlich heftige Rückenschmerzen auftreten, haben sich folgende Sofortmaßnahmen gut bewährt: Stufenlagerung: Bei Kreuzschmerzen ist dies die erträglichste Körperposition. Legen Sie sich flach auf den Rücken (am besten auf eine warme Decke) und lagern Sie die Beine hoch. Die Unterschenkel müssen dabei in einem 90-Grad-Winkel zu den Oberschenkeln auf einer Unterlage liegen. Diese muss so hoch sein, wie die Oberschenkel lang sind. In Sanitätshäusern gibt es dafür spezielle Schaumstoffwürfel. Sonst sind aber auch Hocker, Stühle oder Sessel geeignet. Den Kopf sollte ein kleines Kissen oder eine Nackenrolle stützen. Sie sollten aber nicht zu lange unbeweglich so liegen bleiben, sondern zwischendurch aufstehen und ein wenig herumgehen. Wärme: Schmerzhafte Muskelverspannungen sind fast immer eine Begleiterscheinung von Rückenproblemen. Wärmeanwendungen beruhigen und entkrampfen die Muskelfasern, steigern die Durchblutung und lindern Schmerzen. Zu Wärmeanwendungen zählen etwa Wannenbäder (nicht heißer als 39 C und nicht länger als 20 Minuten), Wärmeflaschen, Heizkissen, Infrarotlampen, warme Leibwickel oder Fangopackungen. Außerdem sollten die schmerzenden Körperstellen auch im Alltag warmgehalten werden, wobei auch Wärmepflaster, durchblutungsfördernde Salben und Cremes helfen können. Kälte: Bei Nervenreizungen wie Ischias oder Entzündungen hilft Kälte hingegen besser. Sie hemmt Durchblutung und Stoffwechsel des betroffenen Bereichs und wirkt leicht betäubend. Zur Anwendung können gestoßenes Eis im Plastikbeutel, gelhaltige Kältepacks oder kühle Wickel kommen. Dabei ist darauf zu achten, dass diese immer in ein Handtuch eingeschlagen werden, um Erfrierungen der Haut zu vermeiden. Wer unter akuten Rückenschmerzen leidet, kann kurzfristig zu schmerzstillenden Medikamenten greifen, denn sie helfen, den Teufelskreis aus Schmerz, Verspannung und dadurch stärkeren Schmerz zu durchbrechen. Zu beachten ist dabei, dass ausschließlich Mittel mit ein und demselben Wirkstoff eingenommen werden, um mögliche Neben- und Wechselwirkungen zu vermeiden. Allerdings sollten sich Betroffene nicht länger als drei Tage selbst behandeln. Wenn die Beschwerden danach nicht abklingen, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, der die weitere Vorgangsweise abklären kann. Regelmäßiges Training kann Rückenschmerzen vorbeugen Um Beschwerden und Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule vorzubeugen, ist regelmäßiges Training sinnvoll, in dem vor allem die kleine Rückenmuskulatur als auch die quere und schräge Bauchmuskulatur und der Beckenboden trainiert werden. Diese Übungen sollten bereits in jungen Jahren und nicht erst bei Auftreten der ersten Beschwerden regelmäßig durchgeführt werden. Weiters sind Haltungstrainings sowie entsprechende Anpassungen im Bereich des Arbeitsplatzes und eine Vermeidung von Fehl- und Überbelastungen wichtige Bausteine zum Erhalt einer gesunden Wirbelsäule. Österr. Schmerzgesellschaft (ÖSG) Herzjournal Nr. 84 Seite 30 Seite 31 Herzjournal Nr. 84

17 Vier Operations-Methoden bei starkem Übergewicht Bei krankhaftem Übergewicht auch Fettleibigkeit oder Adipositas genannt hilft oft nur eine Operation. Professor Rudolf Weiner stellt die vier wichtigsten Methoden vor. Viele Menschen kämpfen erfolglos gegen ihr Übergewicht: Hört sich doch eigentlich ganz einfach an: Eine kleine Magenoperation, und schon ist ein für alle Mal Schluss mit den lästigen Fettpolstern. Warum das nicht die Lösung für jeden Übergewichtigen sein kann, erklärt Professor Rudolf Weiner vom Krankenhaus Sachsenhausen in Frankfurt am Main: Eine der Grundvoraussetzungen für einen solchen chirurgischen Eingriff ist ein Body-Mass- Index von 35 und mehr. Während bei der Entscheidung für eine Operation Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck oder ein Typ-2-Diabetes zu einer Adipositas zweiten Grades hinzukommen müssen, sind weitere Krankheiten ab Grad III keine Voraussetzung mehr. Ob der Eingriff und der damit verbundene Klinikaufenthalt von der gesetzlichen Krankenkasse genehmigt oder abgelehnt werden, hängt von der Empfehlung des Medizinischen Dienstes ab. In Deutschland ist das ein Riesenverfahren, berichtet Weiner, Chefarzt der Chirurgischen Klinik, Kompetenzzentrum für Adipositaschirurgie und metabolische Chirurgie, in Frankfurt.Wenn der Patient mithilfe des Mediziners alle bürokratischen Hürden genommen hat, stellt sich die Frage: Nach welchem Verfahren soll operiert werden? Hier gilt es, aus der Vielzahl unterschiedlicher Operationsmethoden die für den Betroffenen optimale auszuwählen. Wir stellen Ihnen die vier gängisten vor: Magenband Eine Sil i k o n - s c h l i n g e (blau) unterhalb des Mageneingangs soll v e r h i n - dern, dass Unser Experte: Professor Rudolf Weiner, vom Krankenhaus Sachsenhausen in Frankfurt am Main zu große Mengen an fester Nahrung aufgenommen werden. Die Öffnung lässt sich mithilfe des Ports vergrößern und verkleinern. Die Operation erfolgt minimalinvasiv und kann bei Bedarf rückgängig gemacht werden. Magenbypass Bei einer Schlüsselloch- O p e r a t i o n wird der Magen geteilt. Die Nahrung gelangt nur in den oberen Teil, den Vormagen, der rasch Sättigung signalisiert, und wird dann durch eine Dünndarmschlinge am restlichen Magen vorbei geleitet. Da der Restmagen nicht entfernt wird, lässt sich der ursprüngliche Zustand wiederherstellen. Schlauchmagen M i n i m a l i n - Biliopankreatische Diversion Der Magen vasiv wird ein großer Teil des Magens entfernt. Der Rest wird zu einem bananenförmigen Schlauch geformt und kann deshalb nur noch wenig Nahrung aufnehmen. Diese Verkleinerung des Magens ist nicht umkehrbar. wird geteilt und der Nahrungsbrei aus dem R e s t m a - gen (ehem. Vormagen) durch einen Bypass erst 50 cm vor dem Dickdarm in den Dünndarm geleitet. Der Körper nimmt so aus der Nahrung nur wenig Fett auf. Wird der Magenausgang belassen, kann die Operation rückgängig gemacht werden. Ullrich Jackus / Apotheken Umschau Autogenes Training ist die Bezeichnung für ein ganzheitliches Heilverfahren, das in den 30er Jahren entwickelt wurde. Der Nervenarzt und Psychotherapeut J. H. Schultz gilt als Vater dieses Verfahrens, welches aus der Hypnose entwickelt wurde und vor allem der Selbstentspannung mit Hilfe von Autosuggestivformeln dient. Dabei werden normalerweise physiologisch selbstständig ablaufende Vorgänge durch Konzentration beeinflusst. Autogenes Training funktioniert als konzentrative Selbsthypnose und führt zu einer ausgleichenden Regulierung des vegetativen Nervensystems, also zum Wohlbefinden im körperlich-seelischen Entspannungszustand. Es basiert auf der Erkenntnis des Zusammenhangs zwischen Körper, Geist und Seele und ihrer gegenseitigen Wechselwirkung. Autogenes Training ist eine Form der Selbstprogrammierung und Autosuggestion und geht davon aus, dass Entspannung angstlösend wirkt, innere Blockaden und Störungen löst, Ausgeglichenheit und Selbstbewusstsein fördert und sogar neue Fähigkeiten entdecken lässt. Es umfasst Entspannen, Atmen, bewusste Selbstbeeinflussung durch Vorsagen bestimmter Formeln und trainiert positives Denken. Die einzelnen Übungen können im Liegen, vorn übergebeugt oder zurückgelehnt gemacht werden. Das Autogene Training ist die bekannteste und weit verbreitete und leicht zu erlernende Entspannungsmethode. Sie ermöglicht jedem, innerhalb von kurzer Zeit zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit zu gelangen oder eine wirkungsvolle Kurzerholung einzuschalten. Gerade in der heutigen Zeit gibt es viele Menschen, denen es nicht mehr gelingt, abzuschalten oder den Alltag ohne Streß zu erleben. Mit dem AT ist es möglich, innerhalb von kurzer Zeit eine Umstimmung des vegetativen Nervensystems zu erreichen. Die Regenerationsfähigkeit des Körpers wird gestärkt, ein Erholungseffekt und die Empfindung körperlichseelischer Ausgeglichenheit sind deutlich spürbar. Nicht nur die Fähigkeit, Streß abzubauen und Belastungen besser gewachsen zu sein, verbessert sich, sondern auch die bewußte Entspannungs- und Genußfähigkeit. Die Erfahrung, Berufsleben und Freizeit angenehmer und gesünder zu gestalten, trägt üblicherweise erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Überblick Autogenes Training/Autogene Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes, Autogenes Training psychotherapeutisches Verfahren. Der Begriff autogen wörtlich aus sich heraus entstehend beschreibt, daß es sich dabei um die Förderung der inneren Entwicklung durch die Stärkung der seelischen und körperlichen Selbstheilungskräfte geht. Autogenes Training/Autogene Psychotherapie wird mittels Übungen gelernt und angewandt. Man unterscheidet bei den Übungen zwischen Grund-, Mittelund Oberstufe. In der Grundstufe wird der Informationsfluß zum Zentralnervensystem beeinflußt und durch Ruhigstellung und Herabsetzung des Muskeltonus und das ruhige Beobachten des Atemflusses ein Entspannungszustand erreicht, der eine basale psychische Lockerung und Lösung von Hemmungen und Verdrängungen bewirkt. Ziel ist, das Vertrauen in die eigenen geistigen und körperlichen Fähigkeiten zu steigern und zu festigen. Die Grundstufe beugt Krankheiten und Störungen vor. Sie fördert Kreativität, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude und hilft beim Abbau von Streß. Die Überwindung von Schlafstörungen, Ängsten, psychosomatischen wie körperlichen Beschwerden und Störungen wird erleichtert: Entspannung ersetzt Spannung und Angst. Die Mittelstufe nützt die autogene erreichte Ruhe, um problembesetzte Gedanken, Gefühle und Bilder aus einem inneren Zusand der Gelassenheit zu beobachten und damit Angst und Spannungsreduzierungen gegenüber spezifischen Problemthemen zu erreichen. Durch persönliche Vorsatzformeln kann eine präzise und entwicklungsförderliche Selbstdefinition und Persönlichkeitsentwicklung angestrebt werden. Die Oberstufe arbeitet auf der Basis der Grundstufe mit tagtraumartigen Bildern. Dabei können unbewußte Konflikte und Gefühle erlebt und bearbeitet werden. Für immer wiederkehrende Probleme können neue Lösungen gefunden, schwierige Situationen (z.b. Krankheiten, Verluste) besser bewältigt werden. Durch die Selbsterfahrung können bisher unbekannte, verborgene Anteile der Persönlichkeit entdeckt und entfaltet werden. Anwendungsgebiete Autogenes Training ist besonders geeignet bei innerer Unruhe, Schlaflosigkeit, Konzentrationsmängel, Kopfschmerzen, Migräne, Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen, Verdauungsbeschwerden, Suchtverhalten. Indikationsliste: Allergien (von Heuschnupfen bis Katze) und Hauterkrankungen Asthma, Herz- und Atmungsbeschwerden, Hyperventilation Erschöpfung und psychosomatische Symptome Hoher Blutdruck Kalte Hände/Füße, und andere Durchblutungsstörungen Konzentrationsstörungen, innere Unruhe, Nervosität Kopfschmerzen und Migräne Magenund Darmbeschwerden Muskelverspannungen, Spannungskopfschmerz Ohrgeräusche (Tinnitus) Lampenfieber, Panikattacken, Prüfungsängste Schwierigkeiten beim Abschalten Rekonvaleszenz und Rehabilitation Schlafstörungen Schweißausbrüche, Hitzewallungen. Autogenes Training im Alltag/Beruf: Gelassenheit, besser abschalten können, Focussierung von persönlichen Zielen (Gesundheit, Beruf, Partnerschaft), Kurzerholung und bewußter Freizeitgenuß, Stärkung von Gedächtnis, Körperbewußtsein und Selbstwertgefühl, sicheres Auftreten bei Vorträgen und Konferenzen, Situationsbeherrschung, Streßbewältigung, Überwindung von Lampenfieber. Herzjournal Nr. 84 Seite 32 Seite 33 Herzjournal Nr. 84

18 Niedriger Testosteronspiegel Hervorragende Ergebnisse - Kardiologen setzen auf CCM. Eine wachsende Zahl von Kardiologen erweitert ihr therapeutisches Angebot für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz durch die kardiale Kontraktilitätsmodulation (Cardiac Contractility Modulation, CCM), durch die die Pumpkraft des Herzens dauerhaft erhöht wird. Drei Gründe für diese Entwicklung wurden auf einer Tagung in Berlin aus berufenem Munde erläutert: Die CCM-Therapie ist für große Patientengruppen die derzeit einzige technologische Alternative zur medikamentösen Therapie, die bisherigen Erfahrungen aus der Praxis zeigen durchwegs positive Ergebnisse, und Ergebnisse vorliegender klinischen Studien werden offenbar durch weitere, in Arbeit befindliche Studien eindrucksvoll bestätigt. Niedriger Testosteronspiegel beim Mann liegt oft in den Genen und erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Höhe des Testosteronspiegels beim Mann ist zum Teil erblich bedingt, dies belegen aktuelle Studien von Forschern der Universität Greifswald. Weitere Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie die Konzentration des männlichen Sexualhormons im Blut mit Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Typ-2- Diabetes verknüpft ist. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) liefern die Forschungsergebnisse wichtige Informationen für die Behandlung von Männern mit Testosteronmangel. Eine medikamentöse Therapie sei jedoch nur nach eingehender fachärztlicher Diagnose und endokrinologischer Beratung zu empfehlen, so die DGE. Testosteron bewirkt beim Mann die Ausprägung der Geschlechtsmerkmale, Bartwuchs, Muskelaufbau und beeinflusst den Knochen-, Zucker- und Fettstoffwechsel. Testosteronspiegel gleichaltriger Männer weisen jedoch erhebliche Unterschiede auf. Die Ursache hierfür war bislang unklar. Um die Rolle der Erbsubstanz für die Steuerung des Testosteronspiegels zu untersuchen, hat eine internationale Forschergruppe die Gene von weltweit mehr als Männern analysiert. Die beteiligten Greifswalder Forscher steuerten Untersuchungsdaten und Blutproben von mehr als 2000 männlichen Probanden aus der Region bei. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ein niedriger Testosteronspiegel bei Männern mit genetischen Variationen unter anderem auf dem X-Chromosom einhergeht. Bei Studienteilnehmern mit drei oder mehr Genvarianten bestand ein vielfach höheres Risiko für einen niedrigen Testosteronspiegel als für Männer, deren Gene nicht abwichen. Wissenschaftler des Greifswalder Metabolic Center zeigten in begleitenden Analysen, dass niedrige Testosteronspiegel im Blut häufig mit Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und der Entwicklung eines Typ- 2-Diabetes verknüpft sind. Die identifizierten Genorte könnten helfen, den funktionellen Hintergrund des gezeigten Zusammenhangs zwischen niedrigen Testosteronspiegeln und kardiovaskulären Risikofaktoren besser zu verstehen, sagt Professor Jörg Gromoll, Präsident der DGE aus Münster. Der Einfluss der Gene auf den Testosteronspiegel ist vom Aspekt der Prävention und natürlich auch für die Therapie bedeutsam, ist Gromoll überzeugt. Die genetische Komponente für den Zusammenhang von Testosteronmangel und bestimmten Erkrankungen muss weiter erforscht werden, sagt Professor Dr. med. Helmut Schatz, Pressesprecher der DGE aus Bochum. Denn auch Übergewicht und Testosteronmangel beeinflussen sich gegenseitig. Demnach kann übergewichtigen Männern mit Testosteronmangel eine dauerhafte Gewichtsabnahme helfen. Dies gelinge in der Praxis aber nur wenigen betroffenen Männern. Andererseits purzeln bei Männern mit einem Typ-2-Diabetes unter Testosterontherapie die Pfunde. Testosteron ist zwar als Medikament verfügbar, sagt Professor Schatz, ein niedriger Testosteronspiegel allein rechtfertigt jedoch keine Hormontherapie. Die Entscheidung für eine Behandlung müsse deshalb vom Endokrinologen auf jeden Patienten genau abgestimmt sein. Die Greifswalder Forscher vom Metabolic Center am Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin und des Interfakultären Instituts für Genetik und Funktionelle Genomforschung haben das internationale Forscherkonsortium angeführt. Die Proben stammen aus der seit 1997 laufenden Bevölkerungsstudie»Gesundheit in Vorpommern«SHIP (Study of Health in Pomerania). Die Ergebnisse der Untersuchung sind im Fachmagazin PLoS Genetics erschienen. Quelle: DGE Rund 35 operierende Kardiologen aus ganz Deutschland waren am 13. und 14. Januar der Einladung zum ersten Zertifizierungstraining in 2012 zu CCM mit dem Optimizer III System gefolgt. Wie ihre Kollegen aus derzeit rund 60 Herzkliniken in Deutschland sehen sie den therapeutischen Fortschritt, den CCM der wachsenden Zahl von Patienten mit fortgeschrittenen Symptomen einer Herzinsuffizienz bei normaler QRS- Dauer bietet. Diesen Patienten, denen mit der gängigen kardialen Resynchronisationstherapie, CRT, nicht geholfen werden kann, eröffnet CCM allen bisherigen Erfahrungen zufolge eine auch im Vergleich zur medikamentösen Therapie deutlich verbesserte Lebensqualität sowie erhöhte körperliche Belastbarkeit. PD Dr. Christian Butter, Pionier und ausgewiesener Experte auf dem Feld der CCM-Therapie sowie Gastgeber der Veranstaltung, in seinem Einführungsvortrag zum Wirkmechanismus der CCM: Die Stimulation des Herzmuskels erfolgt in einer bestimmten Phase seiner elektrischen Erregung, der Refraktärzeit. Dieser Reiz führt zu einer sofortigen Verbesserung des Kalzium-Haushalts der Herzmuskelzellen. Konsequenz: Die Pumpkraft des Herzmuskels erhöht sich deutlich, ohne dass sein Sauerstoffverbrauch zunimmt. Im Verlauf kommt es dann zu einer Umkehr des fetalen Genprogramms der Herzmuskelzellen, schädliche Umbauvorgänge der linken Herzkammer werden so aufgehalten oder sogar umgekehrt (Reverse Remodeling). Innovative Therapie gegen Herzinfsuffizienz Für die Patienten hat die Therapie neben dem therapeutischen Nutzen noch weitere Vorteile: Weil der Einsatz des Impulsgenerators Optimizer III minimal invasiv geschieht, ist das Operationsrisiko vergleichsweise gering. Zudem ist der bei anderen Schrittmacher-, ICD-, oder CRT-Systemen notwendige und mit einem Eingriff verbundene Batteriewechsel bei der CCM-Therapie über viele Jahre unnötig: Patienten können den im Impulsgenerator integrierten Akku zu Hause denkbar einfach selbst aufladen. Während sich die Zahl der allein in Deutschland eingesetzten Optimizer 1000 nähert, unterstreicht auch die sich stetig verbessernde Studienlage Nutzen und Sicherheit von CCM. In Berlin erläuterte der international anerkannte Experte und Leiter verschiedener Herzinsuffizienzstudien Prof. Dr. W. T. Abraham vom Herz- und Gefäßzentrum der Ohio State University: Die kardiale Kontraktilitätsmodulation wurde in drei randomisierten Studien untersucht. CCM ist sicher und zeigt bei Patienten mit kurzer QRS-Dauer ähnliche Ergebnisse wie die CRT bei Patienten mit verlängerter QRS-Dauer, d.h. sie erhöht bei diesen Patienten Lebensqualität und körperliche Belastbarkeit signifikant. Herausragende Ergebnisse wurden sowohl bei Patienten mit einer initialen linksventrikulären Ejektionsfraktion von über 35% beobachtet, als auch bei Patienten mit niedrigeren Ejektionsfraktionen. Diese Outcomes werden durch Patientenberichte bestätigt, selbst Patienten mit einer EF deutlich unter 30 berichten von einer signifikanten und dauerhaften Verbesserung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit, die durch andere Therapien nicht erreicht werden konnte. Einer der in Berlin anwesenden Patienten, dem im Laufe der Jahre sieben Herzschrittmacher und ein Defibrillator zu Stabilisierung eingesetzt wurden, sprach vom Unterschied zwischen Überleben und Leben, erst nach der Implantation des Optimizer ging es mir wirklich und spürbar besser, erzählte er. Die Verbesserung der Lebensqualität hob auch ein weiterer Patient heraus, dessen Beweglichkeit aufgrund seiner Herzschwäche erheblich eingeschränkt war und der dank CCM nun endlich wieder Walzer tanzen kann. Herzjournal Nr. 84 Seite 34 Seite 35 Herzjournal Nr. 84

19 Implantierbarer Stromerzeuger für Herzschrittmacher Muskeldurchtrennung heilt Morbus Menière Der Einsatz von Magnetresonanztomografie und einem speziellen Katheter soll helfen, Schwächen der Verödungsbehandlung zu überwinden. Noch ist aber unklar, ob diese Methode bisherigen Behandlungsverfahren überlegen ist Elektronische Implantate verhelfen inzwischen vielen Patienten zu einem längeren Leben und einer verbesserten Lebensqualität. Neben Herzschrittmacher gibt es inzwischen auch Schmerzschrittmacher zur Linderung schwerer chronischer Schmerzen. Sie senden elektrische Impulse direkt an das Rückenmark und blockieren so den Weg des Schmerzsignals zum Gehirn. Ein weiteres Beispiel sind implantierbare Medikamentenpumpen, die Schmerzmittel direkt in die Nähe des Rückenmarks leiten oder Diabetiker automatisch mit Insulin versorgen. Diese elektronischen Implantate werden meist durch Lithiumbatterien angetrieben, die allerdings nur maximal zehn Jahre halten. Dann muss die Batterie in einer erneuten Operation gewechselt werden. Jetzt hat ein japanisches Team laut Angewandte Chemie, Weinheim, eine interessante Alternative entwickelt: Einen implantierbaren Stromerzeuger für diese in den menschlichen Körper eingesetzten Geräte. Er liefert bei Bestrahlung mit einem Laser Strom. Herzstück des Systems sind in eine Silikon-Matrix eingebettete Kohlenstoffnanoröhrchen. Sie absorbieren Laserlicht und wandeln die Lichtenergie in Wärme um. Diese Wärmeenergie wird dann von dem winzigen Gerät wiederum in elektrischen Strom umgewandelt. Da die Kohlenstoffnanoröhrchen sehr gut in einem Wellenlängenbereich absorbieren, der durch Gewebe dringt, könnte das Gerät, das nicht größer als ein Würfel mit circa einem halben Zentimeter Kantenlänge ist, unter die Haut implantiert werden. Durch einfache Bestrahlung soll es später einmal genug Spannung erzeugen, um den Akku beispielsweise eines Herzschrittmachers wieder aufzuladen. Die Forscher arbeiten nun daran, die Energieumwandlung des Stromerzeugers noch effizienter zu machen und seine Sicherheit für den medizinischen Einsatz zu erhöhen. Quelle: Medical Press Experten der HNO-Universitätsklinik der MedUni Wien haben nun belegt, dass eine Durchtrennung von Mittelohrmuskeln die Beschwerden bei Morbus Menière-Patienten drastisch reduziert. Die nach dem Pariser Arzt Prosper Menière benannte Erkrankung gab den Medizinern lange Zeit Rätsel auf. Patienten begannen Schwindelanfälle zu entwickeln, es stellte sich auf einem Ohr zunehmend Schwerhörigkeit ein und zudem trat ein Tinnitus ( Ohrensausen, Ohrgeräusch) auf. Mittlerweile dürfte die Ursache weitgehend geklärt sein: Es handelt sich um eine Erhöhung des Drucks der Innenohrflüssigkeit, welche die Symptome auslöst. Zwar gibt es verschiedene Medikamente, mit denen man die Erkrankung behandeln kann; doch bei manchen Patienten wirken diese nicht. In Wien wurde schon vor einigen Jahren eine neue Behandlungs-Methode entwickelt: die Durchtrennung von zwei Muskeln im Innenohr. Nun hat ein Forscherteam die Effekte dieser Tenotomie des Mittelohrmuskels bei 30 Patienten im Alter von durchschnittlich 57 Jahren über bis zu neun Jahre beobachtet. Die Ergebnisse waren ausgesprochen positiv: 26 der 30 Erkrankten blieben von weiteren Schwindelanfällen verschont. Sowohl Hörvermögen als auch Tinnitus besserten sich deutlich. Nun sollte eine Vergleichsstudie erfolgen, um einen möglichst aussagekräftigen Nachweis des Effekts zu erhalten, heißt es in der wissenschaftlichen Publikation. Quelle: APA Med Störungen des Herzrhythmus können Betroffene nicht nur quälen, sondern ihnen auch gefährlich werden. Bestimmte Formen bergen die Gefahr eines plötzlichen Herztods, andere können einen Schlaganfall verursachen. Wenn Medikamente versagen, setzen Ärzte deshalb zunehmend auf die Behandlung mit einem Elektrodenkatheter, um die Fehlströme im Pumporgan abzustellen. Dazu veröden sie die aus der Reihe tanzenden Zellen oder isolieren die gesamte Störregion vom restlichen Herzmuskel. Nicht immer hat diese Ablation genannte Therapie bleibenden Erfolg, zum Beispiel bei der häufigsten Form einer Herzrhythmusstörung, dem sogenannten Vorhofflimmern. Fast jeder zweite Patient braucht nach der ersten Sitzung wieder Medikamente oder eine erneute Ablation, erklärt Professor Thorsten Lewalter, Direktor der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin am Isar-Herz-Zentrum in München. Viele Forscher versuchen dieses Dilemma zu beheben, um den Patienten einen zweiten oder dritten Eingriff zu ersparen. Das Konzept einer Würzburger Gruppe beruht zum Beispiel darauf, die Bildqualität eines Magnetresonanz-Tomografen (MRT) zu nutzen, um die Ablationselektrode präziser zu platzieren. Bei den Narben, die wir setzen, muss man wissen, wie weit sie sich ausdehnen und wie tief sie eindringen, erklärt Professor Oliver Ritter, Oberarzt an der Medizinischen Klinik I, wovon der Erfolg einer Verödung abhängt. Auf dem Röntgenbild, das sonst bei Katheterbehandlungen eingesetzt wird, ist der Herzmuskel deutlich schlechter zu erkennen als bei der MRT. Mit dieser ist außerdem keine Strahlenbelastung verbunden, nennt Professor Meinrad Beer, leitender Oberarzt des Instituts für Röntgendiagnostik, einen positiven Nebeneffekt. Das MRT-Konzept hat allerdings einen entscheidenden Haken: Weil das früher auch Kernspintomograf genannte Gerät ein starkes Magnetfeld erzeugt, können Ablationskatheter aus den üblichen Materialien nicht eingesetzt werden. Die Forscher haben daher zusammen mit Kernspin-Aufnahme: Professor Oliver Ritter bei einer Katheterbehandlung. Herzrhythmus- Störungen: Hilfe durch einen neuen Katheter? Wissenschaftlern aus Erlangen und Essen sowie einer auf diesem Sektor tätigen deutschen Firma einen Katheter aus nicht magnetischen Substanzen entwickelt. Diesen setzten sie inzwischen bei zwei Patienten ein, bei denen die vorherigen Behandlungen erfolglos waren. Nun stehen die Vorarbeiten für eine Zulassungsstudie an, in der die Würzburger Kardiologen den Erfolg und die Komplikationsraten bei Kranken, die in der MRT-Röhre therapiert wurden, mit den Ergebnissen bei herkömmlich behandelten Patienten vergleichen. Unabhängig vom Ausgang der Studie dämpft Ritter schon einmal die Euphorie: Diese Methode wird sicher nicht so rasch eine Sache für die Alltagsroutine und kann allenfalls von einigen spezialisierten Zentren angeboten werden. Auch Professor Gerhard Hindricks, Leiter der Abteilung Elektrophysiologie am Herzzentrum Leipzig, hat mit einem Unternehmen aus den USA einen neuen Katheter entwickelt und inzwischen fünf Patienten damit behandelt. Dennoch Foto: W&B/Angie Wolf bleibt er skeptisch: In den nächsten fünf Jahren wird das sicher keine Rolle spielen, langfristig vielleicht schon. Einen großen Nachteil des Verfahrens sieht er darin, dass im MRT-Bild die Herzwände zwar besser zu sehen sind, das Arbeitsinstrument aber schlechter. Es ist im Moment noch nicht erkennbar, ob dieses Vorgehen für den Patienten und den Arzt vorteilhafter ist als der Standard, urteilt Hindricks, von den Kosten einmal ganz abgesehen. Es ist ein interessanter Ansatz, bei dem aber auch viele Klippen zu überwinden sind, meint Thorsten Lewalter. Man müsse jetzt erst einmal abwarten, wie das Verfahren im direkten Vergleich abschneide ob die Erfolgsrate höher sei und wie häufig Komplikationen aufträten. Es gebe viele verschiedene Versuche, die Erfolgsquote von Ablationsbehandlungen zu steigern, berichtet er. Aber die Erfahrung zeigt, dass man viele Frösche küssen muss, bis sich einer in einen Prinzen verwandelt. Dr. Reinhard Door: Herzjournal Nr. 84 Seite 36 Seite 37 Herzjournal Nr. 84

20 Ambulante Herzsportg ruppen in Tirol Gymnastik-Gruppengespräche-Autogenes Training. Ärztlicher Beirat-Landesgruppe Tirol: Univ. Prof. Dr. Otmar PACHINGER, Leiter der klinischen Abteilung für Kardiologie an der Univ.-Klinik für Innere Medizin, Innsbruck Innsbruck Land jeden Dienstag in der Zeit von 19:00-20:00 Uhr im Turnsaal der Volks-Hauptschule am Unteren Stadtplatz in 6060 Hall i. Tirol Dr. Michael HAFFNER Rudolfstraße Hall in Tirol Tel.: 05223/52326 Elmar KÖHLE Fichtenweg Mils Tel.: 05223/57726 Landeskrankenhaus HALL Landeskrankenhaus Hall in Tirol Milserstraße 10, jeden Donnerstag von 18:00 19:00 Uhr Turnsaal und Fitness Raum im Haus 5 (LKH Hall) Medizinische Leitung OA. Dr. Wilhelm Grander Trainer u. Ansprechpartner: Mag. Susanne KRESTAN Mobil: 0699/ Trainer: Sr. Martina Teufel Mag. Tobias Dünwald Innsbruck Mitte Jeden Dienstag therapeutische Gymnastik von 17:00 bis 18:00 Uhr im Pfarrsaal der Schutzengelkirche, Gumppstraße 67 Robert EGGER Weingartnerstraße Innsbruck Tel.:0676/ Innsbruck Klinik Jeden Donnerstag therapeutische Gymnastik von 17:00 bis 18:00 Uhr in der Univ. Klinik in Innsbruck, Therapieraum Frauen- Kopfklinik Wanderungen für Herzschwache, beschauliche Spaziergänge ca. 10 Teilnehmer, nach telefonischer Vereinbarung: 0664/ oder 0512/ Transplantationsgruppe Tirol Kontaktperson Ing. Walter Plörer Föhrenweg Rum Bezirk Schwaz jeden Montag 17:00-19:00 Uhr im Turnsaal der Schwesternschule des BKH-Schwaz OA. Dr. Stephan NEMEC (BKH Schwaz) Tel.: 05242/ OA. Dr. Ursula KÖLLENSBERGER (BKH Schwaz) Tel.: 05242/600-0 Ass. Dr. Gernot TOMASELLI (BKH Schwaz) Tel.: 05242/600-0 Ass. Dr. Alexandra Rauter (BKH Schwaz) Tel.: 05242/600-0 Herwig Waroschitz Kirchfeld Stans Tel.: 05242/63781 Bezirk Kitzbühel jeden Montag 18:00-20:00 Uhr im Turnsaal der Hauptschule St. Johann OA Dr. Markus ARNOLD SKA/RZ Saalfelden Tel.: 06582/790 OA Dr. Inge REIGER-BAUER Neubauweg St. Johann in Tirol Tel.: 05352/64176 Josef Rothmüller Dorfstraße Brixen im Thale Tel: 05334/8154 Bezirk Kufstein jeden Montag 18:30-20:00 Uhr im Turnsaal des Rehazentrums in Bad Häring Dr. Gerald BODE Fritz-Atzl-Straße Wörgl Tel.: 05332/76793 Dr. Florian STÖCKL Ladestraße Wörgl Tel.: 05332/70253 Helmut Rieder Mayrhofen 12 B 6300 Wörgl Tel.: 05332/76854 Bezirk Reutte jeden Dienstag ab 16:30 Uhr im Krankenhaus Reutte Prim. Dr. Gertrud BECK BKH Reutte 6600 Reutte Tel.: 05672/601 Bezirk Landeck jeden Dienstag ab 20:00 Uhr im Turnsaal der Handelsschule Landeck Prim.Univ.Doz. Dr. Ewald WÖLL Krankenhaus Zams Tel.: 05442/ OA. Dr. ERHART Krankenhaus Zams Tel.: 05442/ HOL Elvira PICHLER Römerstraße 12c 6500 Landeck Tel.: 05442/62738 Bezirk Imst jeden Montag 17:30-18:30 Uhr in der alten Hauptschule Oberstadt Dr. Günther LADNER Am Grettert Imst Tel.: 05412/66794 Dr. Manfred MÜLLER Luterottistraße Imst Tel.: 05412/61043 Dr. Josef WALSER und Dr. Thomas STECHER Med.Alp Imst Tel.: 05412/66655 Rosemarie FRISCHMANN Au Nr Mils bei Imst Tel.: 05418/5428 Egon HORST Hermann-Gmeiner-Straße Imst Tel.: 05412/64723 Osttirol Bezirk Lienz jeden Mittwoch 19:00-20:30 Uhr im Turnsaal der Hauptschule Nord, Eingang Polytechnischer Lehrgang, Lienz Prim.Univ.Prof.Dr. Peter LECHLEITNER BKH Lienz Tel.: 04852/ Franz GÜTTERSBERGER Maximilianstraße Lienz Tel.: 0676/ Sportgruppenleiter Mitgliedschaft Vorname Herzlich Willkommen! Anmeldeformular zum Österreichischen Herzverband Landesgruppe Tirol Maria-Theresien-Straße 21/ Innsbruck Tel. 0512/ Fax 0512/ nachname Straße Plz. ort Geb. am Österreichischer herzverband Landesverband tirol Telefon Handy Beruf Ich trete dem Tiroler Herzverband als Mitglied bei. Der Jahresbeitrag beträgt 21.. Volksbank Tirol Innsbruck Schwaz Konto-Nr Blz.: Bitte senden Sie mir Informationsmaterial über Ihre Selbsthilfegruppe! Herzjournal Nr. 84 Seite 38 Datum unterschrift

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