Fit for Finance Advanced: Asset Management

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1 (Bitte in Blockschrift) Name und Vorname... Firma und Abteilung... Zertifikatsprüfung Fit for Finance Advanced: Asset Management Prüfungsdatum: Zeit: Uhr Maximale Punktzahl: Bearbeitungszeit: 80 Punkte 90 Minuten Hinweise: 1. Es sind alle Hilfsmittel zulässig (ausser die Arbeit in Gruppen und kommunikationsfähige, elektronische Geräte). 2. Prüfen Sie bitte vor Beginn der Bearbeitung, ob alle Blätter der Prüfung vollständig vorliegen (11 Seiten inklusive Deckblatt). 3. Geben Sie Acht auf eine, den Aufgaben entsprechende, Verwendung Ihrer Zeit.

2 2 1. Einführung und Refresher a) Worin liegt der Unterschied im Konsumglättungsverhalten eines Studenten und eines Rentners in Abhängigkeit von Vermögen und Einkommen. (4 Punkte) b) Ist die folgende Aussage richtig oder falsch? Richtig Falsch (6 Punkte) Das Aktienprämien Rätsel besagt, dass für eine normale, unter Investoren zu beobachtende Risikoaversion die Aktienrenditen in der Vergangenheit zu niedrig waren. In der Praxis wird jede zusätzliche Assetklasse in einem Portfolio einen effizienteren Rand generieren. Betrachtet man einen sehr langfristigen Anlagezeitraum, so werden Aktienrenditen hauptsächlich von der Dividendenrendite getrieben.

3 3 2. Asset Pricing a) Nennen Sie vier mögliche Faktoren in Mehrfaktormodellen. b) Beschreiben Sie drei dieser Faktoren genauer, indem Sie auf empirische Ergebnisse oder deren theoretische Fundierung eingehen. (8 Punkte)

4 4 3. Performance Messung (4 Punkte) a) Ein Bekannter erzählt Ihnen begeistert von einem erfolgreichen Investment: In den letzten zwei Jahren hätte seine Investition in einen Fund, welcher in Immobilien in Südostasien investiert, eine um 2% höhere Rendite als gemäss CAPM erfordert erzielt. Bitte erläutern Sie kurz Unzulänglichkeiten des CAPMs bei der Performancemessung dieses Investments. (3 Punkte) b) Sie vergeben ein Mandat zur Performancemessung eines internationalen, breitgestreuten Anleihenportfolios. Der Asset Manager schlägt Ihnen vor, den Citigroup World Government Bond Index als Benchmarkt zu verwenden. Kommentieren Sie die Wahl des Benchmarks. (3 Punkte) c) Gegeben seien zwei Anlagen (A und B) mit identischer Rendite von 15%. Der risikolose Zinssatz sei 2%. Welche der beiden Anlagen wird die bessere Performance gemessen an der Sharpe Ratio haben, wenn die Volatilität von Anlage A 21% und die Volatilität von Anlage B 25% ist.

5 5 4. Asset Allocation a) Nennen Sie zwei Einflussfaktoren auf die Strategische Asset Allokation. b) Beschreiben Sie kurz den Zusammenhang von Strategischer Asset Allokation und Taktischer Asset Allokation.

6 6 c) Beschreiben Sie kurz den Core-Satellite-Ansatz. (4 Punkte) d) Ihre optimale Strategische Asset Allokation ist 50% Aktien und 50% Rohstoffe. Ihr Aktieninvestment erzielt positive, das Rohstoffinvestment negative Renditen. Erklären Sie kurz, was Sie bei (a) Buy & Hold oder (b) Constant Mix (Rebalancing) in der Dynamischen Asset Allokation für Trades durchführen.

7 7 5. Index Investing a) Erklären Sie den Unterschied zwischen einem Kurs- und einem Performanceindex. b) Erklären Sie warum ein preisgewichteter Index, wie zum Beispiel der Dow Jones Industrial Average, nicht einen Markt repräsentieren kann. c) Nennen Sie zwei Gründe, warum Bondindices schwierig zu replizieren sind. d) Welche der folgenden Aussagen sind richtig, welche falsch? (4 Punkte) Richtig Falsch Leveraged ETFs bieten ein gutes Langzeitinvestment. Es gibt kaum empirische Evidenz für Aktienfonds mit einer überdurchschnittlichen und persistenten Leistung.

8 8 6. International Investments Kreuzen Sie die richtige Lösung (1P) an und begründen Sie kurz Ihre Lösung. a) Eine Fremdwährungsabsicherung verbessert auf jeden Fall die Performance eines Portfolios. Richtig Falsch b) Der Zins in den USA beträgt 3% während der Zins in der Schweiz 1% pro Jahr beträgt. Deshalb liegt die erwartete Abwertung des CHF gegenüber dem USD bei 2%. Richtig Falsch

9 9 (3 Punkte) c) Das Risiko von ausländischen Aktieninvestments ist viel höher als von ausländischen Anleiheninvestments. Deshalb besagt eine Faustregel, dass ausländische Aktienportfolios vollständig abgesichert werden sollen, während die Position in Anleihen ungehedgt bleibt. Richtig Falsch d) Da bei Carry Trading Strategien die Zinsdifferenz zwischen zwei Währungen verdient wird, ist das Risiko von solchen Strategien gering. (3 Punkte) Richtig Falsch

10 10 7. Assetklasse Immobilien Diskutieren Sie die Ursachen für ein Abweichen im Risiko-Rendite-Spektrum zwischen verbrieften (REITs bzw. REOCs) und direkten Immobilienanlagen (bzw. dem NAV von REITs). Gehen Sie zusätzlich auf die Relevanz des Anlagehorizonts ein.

11 11 8. Assetklasse Rohstoffe a) Warum ist der Convenience Yield für Öl tendenziell höher als der für Gold? b) Welche der folgenden Aussagen sind richtig, welche falsch? (je 2 Punkte) (8 Punkte) Richtig Falsch Korrelationen von Rohstoff Futures zu traditionellen Aktienindizes schwanken stark und sind insbesondere durch die Finanzkrise in den letzten Jahren sehr hoch. Dadurch lassen sich potentiell hohe Diversifikationseffekte erzielen lassen. Zwei Rohstoffindices auf das gleiche Gut können sich durch Wiederanlage der Besicherung (Margin) und unterschiedliche Rollierungsarten unterscheiden. Zudem kann die Marktsituation (Contango oder Backwardation) die Rollierungskosten beeinflussen. Ein hohes Angebot eines Rohstoffes führt tendenziell zu einem tiefen Convenience Yield und einem Markt in Backwardation. Ein Portfolio aus einer Rohstoffaktie long und einem Aktienindex short bietet eine effektive Investition in einen reinen Rohstoff.

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