QIS 3 für Lebensversicherer

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1 QIS 3 für Lebensversicherer Ausblick auf QIS Seite 1 QIS 3 für Lebensversicherer Übersicht Zeitplan und Zielsetzung Aufgabenstellung Einzelaufgaben - vt. Rückstellungen - SCR (Einzelunternehmen) - MCR (Einzelunternehmen) - Eigenmittel Ausblick auf QIS Seite 2

2 Zeitplan des CEIOPS Anfang November 2006 November 2006 Mitte Januar 2007 Februar 2007 Mitte März 2007 April Juni 2007 Mitte Juli 2007 CEIOPS legt Konsultationsdokument nach QIS 2 vor (u.a. zu vt. Rückstellungen, SCR, MCR, Eigenmittel) Konsultationsperiode Konsultation der Technical Specification der QIS 3 Übergabe des überarbeiteten Konsultationsdokumentes an EU-Kommission Durchführung QIS 3 EU-Kommission legt Entwurf für Rahmenrichtlinie vor Ausblick auf QIS Seite 3 Zielsetzung der QIS 3 Information der politischen Entscheidungsträger und Stakeholder über - quantitative Auswirkungen - Praktikabilität der Bewertungen - methodische Angemessenheit der Bewertungen Entwicklung einheitlicher Bewertungsmethoden Information der teilnehmenden Versicherer über - geplante Vorgaben von Solvabilität II - unternehmensindividuelle Auswirkungen Ausblick auf QIS Seite 4

3 Aufgabenstellung der QIS 3 Solvenzbilanz - Neubewertung der Kapitalanlagen - Neubewertung der vt. Verpflichtungen - Berechnung der Eigenmittel - Berechnung des SCR mit der Standardformel - Berechnung des MCR Bewertungsprinzipien/Formeln gegenüber QIS 2 weiterentwickelt keine Mehrfachberechnungen gefestigte Kalibrierung des SCR zukünftige Definition der Eigenmittel wird getestet Ausblick auf QIS Seite 5 Aufgabenstellung der QIS 3 Aufstellung der Solvenzbilanz auf Ebene des Einzelunternehmens und der Versicherungsgruppe Berechnung des SCR mit internen Modellen Fragebogen zu den Berechnungen der QIS 3 Alle folgenden Ausführungen entsprechen einem Zwischenstand der Arbeiten des CEIOPS an der QIS 3. Es können sich noch Änderungen ergeben! Ausblick auf QIS Seite 6

4 Versicherungstechnische Rückstellungen Vt. Verpflichtungen sind mit ihrem Marktwert anzusetzen Zielsetzung: Bewertung soll - Übertragung der Verpflichtungen oder - Rekapitalisierung des Versicherers zur Abwicklung der Verpflichtungen sicherstellen. Rückstellung = Erwartungswert + Kapitalkostenmarge hedgebare Risiken sind direkt mit dem Marktwert anzusetzen Ausblick auf QIS Seite 7 Versicherungstechnische Rückstellungen Erwartungswertrückstellung Lebensversicherung Entweder stochastische Modellierung der zukünftigen Zahlungsströme oder: Deterministische Projektion der zukünftigen Zahlungsströme - Rechnungsgrundlagen ohne Sicherheiten - Berücksichtigung der Optionen des VN - Diskontierung mit risikofreien Zinsen Auffanglösung: Neudiskontierung der HGB-Zahlungsströme Ausblick auf QIS Seite 8

5 Versicherungstechnische Rückstellungen Kapitalkostenmarge CoCM = CoC 1 t t 1 (1 + rt ) SCR t Vorgaben für Berechnung von CoCM: - CoC = 6% - SCR 1 enthält Markt- und Kreditrisiken, SCR t für t>1 nicht - Marge ist auf Ebene der Risikogruppe zu berechnen; Diversifikation zwischen Risikogruppen wird nicht angerechnet. Ausblick auf QIS Seite 9 Versicherungstechnische Rückstellungen Segmentierung Verträge mit Überschußbeteiligung Verträge, bei denen der Versicherungsnehmer das Kapitalanlagerisiko trägt Rückversicherung sonstige Verträge Pro Gruppe weitere Untergliederung in: Todesfallrisiko Langlebigkeitsrisiko Invaliditätsrisiko Sparverträge Ausblick auf QIS Seite 10

6 Versicherungstechnische Rückstellungen Überschußbeteiligung I Wie in der QIS 2: schon erwirtschaftete, aber nicht garantierte Überschußbeteiligung (nicht festgelegte RfB) ist nicht Teil der Rückstellung, sondern Eigenmittel. Anders als in der QIS 2: zukünftig erwirtschaftete Überschußbeteiligung ist im Erwartungswert zu berücksichtigen. Pufferwirkung der in der Rückstellung berücksichtigten zukünftigen Überschußbeteiligung wird im SCR angerechnet. Erwartungswertrückstellung = garantierte Leistungen Prämien + zukünftige ÜB Ausblick auf QIS Seite 11 Versicherungstechnische Rückstellungen Überschußbeteiligung II Einfache Approximation zur Bestimmung des Werts der zukünftigen ÜB kann angewendet werden. Mögliche Vorgehensweise: ZÜ = HGB-Rst. + Ansammlungsguthaben ungeb. RfB Erwartungswertrückstellung für garantierte Leistung + min(stille Reserven/Lasten in KA; 0) ZÜB = max(beteiligungssatz ZÜ; 0) Ausblick auf QIS Seite 12

7 SCR: Modellierungsrahmen Vorgaben für die Modellierung des SCR Risiko: Veränderung des Eigenkapitals in ökonomischer Bilanz Zeithorizont: ein Jahr abzuwendendes Ereignis: Ruin Kapitalanlagen bedecken vt. Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten nicht mehr Risikomaß: Value at Risk zu Konfidenzniveau 99,5% Ausblick auf QIS Seite 13 SCR-Standardformel: Struktur SCR Basis-SCR Operational Markt Ausfall Leben Nichtleben Kranken Zins Aktien Währung Spread Biometrie Storno Prämien und Reserve Risiko Kosten Immobilien Konzentration Kosten CAT CAT CAT Ausblick auf QIS Seite 14

8 SCR-Standardformel: Operationales Risiko Strukturveränderung: Zuschlag zum Basis-SCR statt eigenständiges Untermodul pauschale faktorbasierte Modellierung verwendete Volumenmaße: - Prämien, Reserven (Größe des Geschäfts) - Basis-SCR (Risiko des Geschäfts) SCR 30% BasisSCR ( ) = min Op max 3% Prämien; 0,3 % Rückstellungen Ausblick auf QIS Seite 15 SCR-Standardformel: Überschußbeteiligung Berücksichtigung der Pufferwirkung der in der vt. Rückstellung enthaltenen Überschußbeteiligung 1. Berechnung pro Modul von zwei SCR: gscr i : ohne Pufferwirkung der ZÜB nscr i : mit Pufferwirkung der ZÜB KC i = gscr i nscr i 2. Aggregation der gscr i und KC i mit Korrelationsmatrix zu gscr und KC 3. BasisSCR = gscr min(kc, ZÜB) Ausblick auf QIS Seite 16

9 SCR-Standardformel: Zinsrisiko Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe eine Zinsanstiegs- und eines Zinsrückgangsszenarios quantifiziert: z.b. für eine Laufzeit von 10 Jahren: Zinsanstieg +43% (QIS 2: +40%) Zinsrückgang -34% (QIS 2: -30%) SCR int ist die Verringerung des Eigenkapitals unter dem ungünstigeren der beiden Szenarien. Bei einfacher Risikostruktur können Durationsformeln verwendet werden. Ausblick auf QIS Seite 17 SCR-Standardformel: Aktienrisiko Aktienrisiko wird mit Hilfe von zwei Szenarien quantifiziert: für Aktien aus entwickelten Märkten: Kursverfall von 35% für Aktien aus Schwellenländern, ungelistete Aktien und alternative Kapitalanlagen (Derivate etc.): Kursverfall von 45% Ergebnisse beider Szenarien werden mit Korrelation 75% aggregiert. Hedging kann berücksichtigt werden. Ausblick auf QIS Seite 18

10 SCR-Standardformel: Immobilien/Währung Immobilienrisiko szenariobasierter Ansatz SCR prop = Eigenkapitalverringerung bei Wertverlust der Immobilien von 20% Währungsrisiko szenariobasierter Ansatz SCR fx = Eigenkapitalverringerung bei Währungskursanstieg/- rückgang um 20% Fremdwährungsaktien sind einzubeziehen. Ausblick auf QIS Seite 19 SCR-Standardformel: Kreditspreadrisiko Modul berücksichtigt Marktwertverlust der Anleihen (und ähnlicher KA) durch Verschlechterung der Bonität des Schuldners SCR = Risikogewicht( Rating ) m( Duration ) Marktwert spread i i i i Risikogewichte: AAA 0,25%,, CCC 11,2% m schneidet Duration der schlechter als BBB gerateten Anleihen (bei 4 bis 8 Jahren) ab. Staatsanleihen werden nicht einbezogen. Ausblick auf QIS Seite 20

11 SCR-Standardformel: Konzentrationsrisiko Konzentrationen in Aktien- und Kreditspreadrisiko werden mit zusätzlichem Kapital unterlegt. faktorbasierter Ansatz SCR XS i conc = Kapitalanlagen i ( g0 XSi + g1 XSi ) Anteil der Aktien und Zinspapiere zu einem Namen an den gesamten Kapitalanlagen abzüglich einer vorgegebenen Schwelle (3%-5%) 2 2 Staatsanleihen werden nicht einbezogen. Ausblick auf QIS Seite 21 SCR-Standardformel: Ausfallrisiko Modul deckt das Ausfallrisiko von Rückversicherung und Finanzinstrumenten zur Risikominderung ab. faktorbasierte Modellierung SCR Fin, Def = i RC i N N 1 R R N 1 R ( PDi ) + (99,5%) RC i N R PD i Exposure des Emittenten i Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung = 0,5 + 0,5 RC i2 /( RC i ) 2 (Herfindahlindex) Ausfallwahrscheinlichkeit des Emittenten gemäß Rating (AAA 0,002%, AA 0,01%,, CCC 30,4%) Ausblick auf QIS Seite 22

12 SCR-Standardformel: vt. Risiko Leben Leben Sterblichkeit Langlebigkeit Invalidität Storno Kosten CAT Revision Sterblichkeit und Invalidität Storno Ausblick auf QIS Seite 23 SCR-Standardformel: biometrische Risiken Sterblichkeits-/Langlebigkeits-/Invaliditätsrisiko im wesentlichen wird das Änderungsrisiko betrachtet szenariobasierte Berechnung der Teil-SCR als Verringerung des Eigenkapitals bei adverser Veränderung der Sterbe- /Invaliditätswahrscheinlichkeiten der jeweils unter Risiko stehenden Verträge Sterblichkeit Langlebigkeit Invalidität +10% 25% +40% Auffanglösung für Teilnehmer, die Szenarien nicht berechnen können Ausblick auf QIS Seite 24

13 SCR-Standardformel: Stornorisiko Stornorisiko szenariobasierter Ansatz SCR lapse = Verringerung des Eigenkapitals bei dem ungünstigeren der folgenden Szenarien: - Zunahme der Stornoraten um 50% - Zunahme der Stornoraten um 3%-Punkte, falls Rst.<RKW; Abnahme der Stornoraten um 50%, falls Rst. RKW Auffanglösung für Teilnehmer, die Szenario nicht berechnen können Ausblick auf QIS Seite 25 SCR-Standardformel: Kostenrisiko Kostenrisiko szenariobasierter Ansatz SCR exp = Verringerung des Eigenkapitals unter folgenden Szenario: Zunahme der Kostensätze um 10% und Anstieg der Kosteninflation um 1%-Punkt. Auffanglösung für Teilnehmer, die Szenario nicht berechnen können Ausblick auf QIS Seite 26

14 SCR-Standardformel: CAT-Risiko Katastrophenrisiko faktorbasierter Ansatz SCR mort+dis,cat = 1,5 riskiertes Kapital SCR lapse,cat = 75% (RKW Rückstellung) 2 SCR SCR + SCR 2 life, CAT = mort + dis, CAT lapse, CAT Ausblick auf QIS Seite 27 MCR MCR genügt dem Modellierungsrahmen des SCR, aber mit einem niedrigerem Konfidenzniveau von 90%. Modellierung des MCR ist - modular - faktorbasiert - einfach und robust MCR Markt Leben Nichtleben Kranken Puffer ÜB Ausblick auf QIS Seite 28

15 MCR: Puffer ÜB/Marktrisiko Puffer Überschußbeteiligung RPS = min(max(rückstellung RKW; 0); ZÜB) RPS wird vom aggregierten Ergebnis der anderen Risiken abgezogen Marktrisiko MCR mkt = ( 12% Aktien + 8% Immobilien) + (5,4% Zinstitel) 2 2 Parallel wird auch eine Variante getestet, die das Zinsänderungsrisiko über einen Durationsansatz und eine zusätzliche Kreditspreadkomponente quantifiziert. Ausblick auf QIS Seite 29 MCR: vt. Risiko Leben MCR life = (0,025% riskierteskapital) 2 + (0,15% TP long ) % Exp UL TP long Exp UL Rückstellung für Verträge unter Langlebigkeitsrisiko abzüglich sofortiger Todesleistungen Verwaltungsaufwendungen für fondsgebundene Verträge Ausblick auf QIS Seite 30

16 Eigenmittel Verfügbares Eigenkapital ist in drei Klassen unterteilt, sogenannte Tiers Tier 1 vollständig verlustabsorbierend z.b. eingezahltes Kapital, Bewertungsreserven Tier 2 eingeschränkt verlustabsorbierend z.b. bestimmte Nachrangdarlehen Tier 3 kontingentes Kapital z.b. bestimmte Nachschüsse MCR muß durch Tier 1 und Tier 2 bedeckt werden Ausblick auf QIS Seite 31 Teilnahme an der QIS 3 Ist Ihr Interesse an der QIS 3 geweckt? Weitere Informationen: telefonisch Lars Dieckhoff (0228) Kristina Ripp (0228) (Versicherer, die schon in unserem -Verteiler zur QIS 2 sind, brauchen sich nicht erneut zu melden.) Ausblick auf QIS Seite 32

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