Thema 2: Wer sind Migranten?

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1 Thema 2: Wer sind Migranten? AUFGABEN 5. Wer sind Migranten? Thema 2: Arbeitsblätter vertrieben 27

2 Tätigkeit 5: Wer ist ein Migrant? Zielsetzungen (PowerPoint 1) > Zum Verständnis der Begriffe Flüchtling, Asylwerber und Arbeitsmigrant. > Mehr darüber zu erfahren, wer Migranten sind. Dauer: Eine Stunde und zehn Minuten oder eine Stunde und 30 Minuten mit Zusatzaufgabe Zeitvorgabe Aktivität Materialien Begriffe zum Thema Migrant verstehen 10 minuten Hinweis für den Pädagogen: Sie könnten mit der Einstiegsaufgabe aus Aktivität 1 beginnen, wenn die Schüler nicht mit den Begriffen Migration und Migranten vertraut sind. Geben Sie jedem Schüler eine Kopie des Arbeitsblatts 11. Fordern Sie den Schüler auf, die Begriffe den Definitionen zuzuordnen. Gehen Sie in der Gruppe die richtigen Begriffsdefinitionen durch. Zutreffend sind: 1b, 2c und 3a (PowerPoint 2). Besprechen Sie in der Gruppe Folgendes (PowerPoint 3): > Hast du diese Begriffe schon einmal gehört? > Was weißt du darüber? > In welchem Zusammenhang wurden diese Begriffe verwendet? Erläutern Sie, dass Menschen, die auswandern, im Ausland mit weniger Sicherheit rechnen können, weshalb Migranten durch besondere internationale Rechte geschützt sind. Flüchtling und Arbeitsmigrant beschreiben die Rechtslage von Menschen, wenn diese nicht in ihrem Heimatland leben. Arbeitsblatt 11: Definitionen des Begriffs Migrant (eine Kopie pro Schüler) PowerPoint 2: Thema Migrant verstehen PowerPoint 3: Fragen 10 minuten Film 1 - Warum wandern Menschen aus? Teilen Sie den Schülern mit, dass sie einen Kurzfilm sehen werden, in dem Migranten darlegen, weshalb sie ausgewandert sind. Geben Sie jedem Schüler eine Kopie des Arbeitsblatts 12. Fordern Sie die Schüler auf, während der Filmvorführung für jede Person den Teil des Arbeitsblatts zu vervollständigen, der sich mit den Migrationsgründen und der Rechtslage beschäftigt. Vorführung Film 1. Alternativ dazu, können Sie einen der Schüler dazu auffordern, die Erzählungen aus Film 1 vorzulesen, Arbeitsblatt 2. Hinweis für den Pädagogen: Sollten Sie Film 1 mit den Schülern schon gesehen haben, fordern Sie sie auf, ihr Antwortformular aus Arbeitsblatt 1 zu benutzen. Sie können dann im Zusammenhang mit der Aktivität nur den Teil Rechtslage abschließen. Arbeitsblatts 12: Filmübung, eine Kopie pro Schüler Film 1: Warum wandern Menschen aus? oder Arbeitsblatts 2: Erzählungen von Migranten 28

3 Tätigkeit 5: Wer ist ein Migrant? Zeitvorgabe Aktivität Materialien 10 minuten Film 2 Jetzt teilen Sie den Schülern mit, dass sie noch einen Film sehen werden. In diesem Film beschreiben die Menschen ihre Rechtslage. Fordern Sie die Schüler während der Filmvorführung auf, nachzuprüfen, ob die Rechtslage, die sie im Rahmen der vorhergehenden Aktivität nieder geschrieben haben, richtig ist. Vorführung Film 2. Alternativ dazu, können Sie einen Schüler auffordern, die Erzählungen aus Film 2 vorzulesen, Arbeitsblatt 13. Besprechen Sie die Antworten in der Gruppe. Die richtigen Antworten lauten: Sajwaa ist ein Flüchtling, Shakeeb ist ein Arbeitsmigrant, Ines ist eine Arbeitsmigrantin, Priyanga ist ein Flüchtling, Glenda ist eine Arbeitsmigrantin und Ebrahim ist ein Asylwerber. Film 2: Wer sind Migranten oder Arbeitsblatt 13: Transkription Film 2 Profilerstellung 30 minuten Teilen Sie die Schüler in Gruppen ein und fordern Sie sie dazu auf, ein Profil über einen der im Film gezeigten Personen zu erstellen. Ein großes Stück Papier pro Gruppe, damit die Schüler einen Entwurf für eine Person zeichnen können. Fordern Sie die Schüler auf, Folgendes zu tun (PowerPoint 4): > Von der gewählten Person auf einem großen Blatt Papier einen Entwurf zeichnen. > Veranschaulichen, wer diese Person ist. > Auf der Profilinnenseite aufschreiben oder aufzeichnen, was die Person über seine/ihre Lage denken bzw. wie er/sie sie empfinden könnte. > Auf der Profilaußenseite aufschreiben oder aufzeichnen, wie sich für diese Person die Situation in der Außenwelt darstellt, in ihrem Heimatland und ihrem neuen Land. Denke beispielsweise über die Dinge nach, die diesen Mensch dazu brachten, sein eigenes Heimatland zu verlassen sowie überseine derzeitige Rechtslage. Fordern Sie die Schüler auf sowohl positive als auch negative Dinge festzuhalten. Der Schüler kann sich dabei auf Niederschriften des Films beziehen (Arbeitsblätter 2 und 13). Als Inspiration können sie auch die Formulierungen aus dem Film von PowerPoint 5 benutzen. Zu guter Letzt fordern Sie die Schüler auf, ihre Profile an die Wand ihrer Klasse zu kleben und diese mit anderen Schülern zu besprechen. Bleistifte und Füllfedern PowerPoint 4: Erstellung eines Profils mit Handlung -sanweisung Arbeitsblätter 2 und 13, eines pro Gruppe PowerPoint 5: Begriffe 29

4 Tätigkeit 5: Wer ist ein Migrant? Zeitvorgabe Aktivität Materialien 5 minuten Besprechung der Fragen (PowerPoint 6): > Wie können wir Armut definieren? > Wie können wir Entwicklung definieren? > Welche Querverbindungen gibt es zwischen Armut und Entwicklung? PowerPoint 6: Besprechung der Fragen 20 minuten Zusatzaufgabe: Ein Gedicht Lesen Sie das Gedicht von Wondimu Mekonnen mit der Gruppe (Arbeitsblatt 14): Fordern Sie die Schüler auf, die folgenden Fragen zu erörtern (Power Point 7): > Was glaubt der Autor, wer er ist? Wie glaubt er, dass ihn andere sehen? > Sein Leben als Asylwerber beeinflusst seine Identität wie fühlt er sich dabei? > Welche Gedanken und Gefühle bringt der Autor zum Ausdruck? Hast du dich jemals so gefühlt? Wann hast Du dich so gefühlt? > Inwieweit kann das Gedicht dazu beitragen, zu verstehen, wie es sich anfühlen könnte, Migrant zu sein? Arbeitsblatt 14: Ein Gedicht von Wondimu Mekonnen PowerPoint 7: Fragen Hausarbeit: Hausarbeit: Migrantengesetze Arbeitsblatt 15 bezieht sich auf eine Arbeit im Zusammenhang mit internationalen Gesetzen zum Schutz von Migranten. Arbeitsblatt 15: Migrantengesetze Setze eine Maßnahme zur Migration! Teilen Sie die Schüler in Gruppen ein und geben ihnen Arbeitsblatt 16. Fordern Sie die Schüler zur Gruppenarbeit auf, damit diese ihr Wissen durch Ergreifen von Maßnahmen ausbauen. 30

5 Arbeitsblatt 11: Definitionen des Begriffs Migrant Tätigkeit 5: Wer ist ein Migrant? Ordne jeden Begriff der richtigen definition zu: Begriff Definition Flüchtling a. Eine Person, die in einem Land, deren Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen, einer bezahlten Beschäftigung nachgeht. Asylwerber b. Eine Person, die ihr Heimatland verlassen hat, da sie Verfolgung oder schlechte Behandlung aufgrund ihrer Rasse, Religionszugehörigkeit, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer besonderen gesellschaftlichen Gruppierung oder auf Grund ihrer politischen Ausrichtung befürchten musste. Als Folge davon können in ihrem Heimatland keinen Schutz erwarten. Arbeitsmigrant c. Eine Person, die ihr Land verlassen und in einem anderen Land Flüchtlingsstatus beantragt hat und noch auf einen Bescheid wartet. 31 Achtung: Diese Definition richtet sich an ein jugendliches Publikum, ist daher verkürzt und nimmt nicht in Anspruch, die genauen Rechtsansprüche wiederzugeben.

6 Arbeitsblatt 12: Filmübung Tätigkeit 5: Wer ist ein Migrant? Während der Filmvorführung benutze das Arbeitsblatt, um: > Die im Film angegebenen Migrationsgründe jeder Person festzuhalten. > Notiere alle neuen Begriffe Name Grund der Migration Name Grund der Migration Sajwaa Ines Shakeeb Priyanga Alain Glenda Um eine bessere Arbeit zu finden und ihre Familie zu unterstützen Ebrahim Verließen ihr Zuhause aufgrund von Verfolgung Unbekannte Begriffe 32

7 Arbeitsblatt 13: Erzählungen Film 2 Tätigkeit 5: Wer ist ein Migrant? Wer sind Migranten? [Glenda] Ich bin kein Asylwerber, ich bin ein Arbeitsmigrant und habe eine Arbeitsgenehmigung. [Shakeeb] Ich bin ein Arbeitsmigrant. Asylwerber beschreibt nur einen Zustand, aber hinter jedem Asylwerber steht ein Mensch. [Sajwaa] Ich bin kein Wirtschaftsmigrant, ich bin ein Flüchtling. Die Regierung hat entschieden, dass ich mich legal im Land aufhalten kann, da ich in meiner Heimat verfolgt wurde. [Glenda] Ich bin Krankenschwester und komme von den Philippinen. Ich arbeite hart, bin sehr gut und ausnehmend zuvorkommend. [Ebrahim] Ich bin kein Flüchtling, sondern ein Asylwerber und das bedeutet, dass die Regierung noch nicht entschieden hat, ob ich als Flüchtling anerkannt werde oder nicht. [Sajwaa] Ich bin Lehrerin und Mutter von drei Kindern. Alle drei Kinder studieren und ich bin Ihr Nachbar. [Priyanga] Ich bin ein Flüchtling. [Ines] Ich bin eine Frau. Wie jede Frau dieser Welt bin ich eine Tochter, eine Schwester, eine Mutter, Arbeiterin. Ich bin belastbar, leidenschaftlich und lächle unter Stress. 33

8 Arbeitsblatt 14: Ein Gedicht von Wondimu Mekonnen Tätigkeit 5: Wer ist ein Migrant? Entflohen, um dem Zwang zu entrinnen Asyl suchend Ein Unruhestifter, unerwünschtes Pack Zu Hause ein Aufbegehrer, im Gastland ein Ärgernis Angekommen im Vergessen Leben in einem Spannungszustand Ich bin ein rechtswidriges Ding, Niemand interessiert sich dafür Ohne Freiheit, völlig nackt Nur weg mit ihm, unantastbar Vergeudete Begabung, verlorene Weisheit Ausgeschlossen durch eine unsichtbare Wand Eingeschränkte Freiheit mit einer entmenschlichten Seele In einem Getto für Asylwerber der Wirklichkeit ins Gesicht sehend Überlebe, aber unerkannt und verberge meine Identität. Traum 34

9 Arbeitsblatt 15: Migrantengesetze Tätigkeit 5: Wer ist ein Migrant? Wähle eines der beiden unten angeführten Gesetze aus, von dem du glaubst, dass es Migranten schützt. Recherchiere über dieses Gesetz und beantworte die unten angeführten Fragen. Präsentiere deine Erkenntnisse dem Rest der Gruppe Genfer Flüchtlingskonvention Internationales Übereinkommen zum Schutz der Arbeitsmigranten und ihrer Familienangehörigen Fragen > Was sagt dieses Gesetz über den Schutz der Migranten? > Wie wird dieses Gesetz in der Praxis angewendet? > Welche Auswirkungen haben diese Gesetze auf Menschen, die auswandern und auf deren Gemeinschaft? > Was könnte darüber hinaus zum Schutz von Menschen, die auswandern, unternommen werden. 35

10 Arbeitsblatt 16: Setze eine Maßnahme zur Migration! Setze Maßnahmen! > Feiere den Tag des Flüchtlings und den internationalen Tag der Migranten. Die Vereinten Nationen haben besondere Tage des Jahres zur Veranschaulichung und Stärkung des Problembewusstseins für globale Themen bestimmt. Der UN Weltflüchtlingstag ist der 20. Juni und der internationale Tag der Migranten der 18. Dezember. Engagiere dich an Gemeinschaftsveranstaltungen, die die einzigartigen Erfahrungen und Beiträge von Flüchtlingen zu deiner Gemeinschaft versinnbildlichen und das Bewusstsein dafür stärken. Nützliche Links: > Veranstalte für einen Migranten oder eine gemeinnützige Wohlfahrtsorganisation zur Förderung von Migranten einen Vortrag in deiner Schule oder Jugendgruppe. Wende dich an eine örtliche Wohlfahrtsorganisation, die Menschen, die ausgewandert sind, unterstützt und frage, ob sie an einer Diskussionsrunde oder Erzählungen von Migranten interessiert sind, die das Bewusstsein zum Thema Migration stärkt. Beflügle mich! Kreative Drucke Was haben sie gemacht? > Eine Jugendgruppe lud einen jungen Menschen und Asylsuchenden ein, ihre Geschichte der Suche nach Zuflucht und die Wahrheit über die Härten, mit denen sie konfrontiert wurde, mitzuteilen. > Anschließend, und unterstützt von einem lokalen Künstler, benutzten die jungen Menschen Drucktechniken, um ihre Erfahrungen aus der Geschichte zu veranschaulichen. Die jungen Leute bauten ihre Bilder auf ein Schlagwort zu ihrem neuen Verständnis vom Thema Asylsuche auf. > Die Bilder wurden im Rahmen einer Wanderausstellung in örtlichen Bibliotheken der Umgebung gezeigt. Was sagten die Künstler dazu? Dieses Projekt gab den jungen Leuten die wertvolle Gelegenheit, ihr Wissen über die Tatsache wie es wirklich als Asylsuchender ist, und warum einige Menschen Asyl brauchen, zu vertiefen. Diese Arbeit ermöglichte es den jungen Menschen, ihre Standpunkte zu einem vielschichtigen Thema vor dem Hintergrund exakter Kenntnisse zu formulieren und auszudrücken. (Künstler Tim Smith) 36

11 Arbeitsblatt 16: Setze eine Maßnahme zur Migration! Beflügle mich! Beflügle mich! Modeschau Was haben sie gemacht? > Eine Jugendgruppe kreierte Kostüme im Stil der 1950er Jahre und wies dadurch auf die Genfer Flüchtlingskonvention aus dem Jahre 1951 hin. > Die Bekleidung bestand aus Stoffen aus verschiedenen Ländern und spiegelte dadurch Schlüsselbotschaften der Flüchtlingskonvention wider. > Sie feierten den Weltflüchtlingstag durch Ausrichtung einer Modeschau in der Londoner Innenstadt. Eine lokale Maßnahme, ein globales Anliegen Was haben sie gemacht? > Eine Gruppe junger Leute erarbeitete gemeinsam eine Kurznachricht und eine bildlich Darstellung zur Förderung der Akzeptanz und des Verständnisses gegenüber Migranten. > Sie luden die Botschaft und die Darstellung auf ihr Facebook-Profil und sandten es am internationalen Tag der Migranten, den 18. Dezember, an ihre Freunde. Sie erreichten damit Menschen! Was haben sie gesagt? Über Facebook haben wir eine Botschaft der Toleranz gegenüber Migranten verbreitet, damit junge Menschen von unserer Kampagne Bescheid erfuhren. (ein junger Freiwilliger) 37

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