Diskussionsabend Sozialhilfe Veranstaltung vom AvenirSocial Dienstag, 20. Mai 2014 Palace St.Gallen

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1 Diskussionsabend Sozialhilfe Veranstaltung vom AvenirSocial Dienstag, 20. Mai 2014 Palace St.Gallen Verschriftlichtes Einstiegsreferat von Thomas Knill Das Thema Sozialhilfe erhält seit längerer Zeit medial wie politisch viel Aufmerksamkeit und wird kontrovers, teilweise emotional diskutiert. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht jedoch weniger der Umstand, dass Sozialhilfe das letzte Netz im schweizerischen System der sozialen Sicherheit ist und dabei Menschen vor dem sozialen Risiko der Armut, Obdachlosigkeit und vor Hunger schützt. Die Aufmerksamkeit gilt vielmehr Themen wie Sozialhilfebetrug, ungünstigen Schwelleneffekten und der damit verbunden Frage, wieviel respektive wie wenig eine Sozialhilfebezügerin oder ein Sozialhilfebezüger monatlich erhalten soll. Im Zentrum des Interesses stehen zudem steigende Sozialhilfequoten und Sozialhilfelasten in meist städtischen Gemeinden. In diesem spannungsgeladenen Umfeld zu arbeiten ist für Fachkräfte auf Sozialämtern eine zusätzliche Herausforderung. Eine zusätzliche Herausforderung deshalb, weil die Anforderungen an diese Fachkräfte alleine aufgrund ihres Auftrages hoch anspruchsvoll und vielgestaltig sind. Deshalb möchte ich in diesem Referat meine Aufmerksamkeit auf die Funktion der Fachkräfte auf Sozialämtern richten und dabei auf zwei sich anschliessende Fragen eingehen, ohne dabei die Perspektive der Klientinnen und Klienten, wie auch die der Gesellschaft ausser Acht zu lassen. Im Zentrum steht die Frage, wie es Fachkräften auf Sozialämtern aus einer Professionsperspektive Sozialer Arbeit gelingen kann, gute Arbeit zu leisten. Um diese Frage zu beantworten, soll jedoch die Frage voran gestellt werden, welche konkreten Anforderungen und Erwartungen an diese Fachpersonen gerichtet werden. Gute Arbeit zu leisten, was heisst das im Kontext der Sozialhilfe? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir klären, warum und welche Arbeiten überhaupt zu leisten sind. Wir werden fündig, wenn wir wie das in einem Rechtstaat notwendig und sinnvoll ist einen Blick in die Gesetze werfen. Dabei stellen wir fest, dass wir ganz im Sinne unserer föderalen Tradition 26 kantonale Sozialhilfegesetze vorfinden. Wenn wir nun das Sozialhilfegesetz des Kantons St.Gallen SHG konsultieren, finden wir unter Abschnitt II den Titel Persönliche Sozialhilfe. Unter Art. 2 (SHG) heisst es weiter, dass persönliche Sozialhilfe bezweckt, der Hilfsbedürftigkeit vorzubeugen, deren Folgen nach Möglichkeit zu beseitigen oder zu mildern und die Selbsthilfe der Hilfsbedürftigen zu fördern. Diesen Grundsatz delegiert der Kanton gemäss Art. 3 (SHG) an die politischen Gemeinden und diese sollen hierfür fachlich geeignetes Personal (SHG) einsetzen. Als konkrete Aufgaben an diese fachlich geeigneten Personen sieht der Gesetzgeber hierbei unter Art. 8 (SHG) nachzulesen zum einen Beratung und persönliche Betreuung, zum zweiten Mithilfe bei der Suche nach Arbeit und Wohnraum und zum dritten die Vermittlung von Dienstleistungen an andere Stellen vor. Die Fachkräfte auf den kommunalen Sozialämtern müssen also dafür Sorge tragen, dass in der Gemeinde wohnhafte Personen im Idealfall gar nicht hilfsbedürftig werden und falls doch Hilfe notwendig wird, diese Menschen mit dem Ziel gefördert, sprich beraten und unterstützt werden, die 1

2 Folgen eingetretener Hilfsbedürftigkeit nach Möglichkeit zu beseitigen oder zu mildern. Wobei neben dem Auftrag, was zu tun ist, im Gesetz auch etwas darüber zu finden ist, wie es zu tun ist; diese persönliche Hilfe soll nämlich so angelegt sein, dass betroffene Menschen in ihrer Selbsthilfe gestärkt werden, und sie so wieder Selbstständigkeit erlangen. Eine, wie ich meine, anspruchsvolle Aufgabe und gleichzeitig eine Arbeit, die mit Geld noch nicht allzu viel zu tun haben muss. Und ich finde es von gesetzgebender Seite geradezu klug, die persönliche Hilfe an den Anfang des Gesetzes zu stellen. Selbstverständlich melden sich Menschen auf dem Sozialamt, wenn sie sich in einer finanziellen Notlage befinden. Häufig ist diese finanzielle Notlage akut und verlangt im Hinblick auf wirtschaftliche Hilfe ein rasches Handeln. Doch muss gerade dieser Erstkontakt, in welcher sich die Klientel häufig in einer Krise befindet, professionell gestaltet werden, damit die Fachkraft den gesetzlichen Anforderungen der persönlichen Hilfe gerecht wird. Es geht doch in erster Linie darum, die jeweilige individuelle Notlage des einzelnen Menschen zu erkennen und zu verstehen. Beratungskompetenzen sind dabei genauso wichtig wie vielfältiges Fachwissen über Gesetze, Richtlinien oder auch Wissen über regionale Anlaufstellen und Angebote zur beruflichen und sozialen Integration. Im Zentrum steht aber die Anforderung an die Fachkraft, ein auf Vertrauen beruhendes Arbeitsbündnis mit der Klientin oder dem Klienten zu schaffen. Hierbei geht es weder um besondere Freundlichkeit noch um eine im Voraus kritische Haltung gegenüber der Klientin. Vielmehr ist eine neutrale, interessierte, vielleicht sogar neugierige Sachlichkeit gefordert. Neben dem Einverlangen notwendiger Unterlagen gilt es, der Klientin die Gelegenheit zu geben, ihre persönliche Situation zu schildern, darüber zu berichten, in welchen familiären und sozialen Verhältnissen sie lebt, welche individuelle Ausstattung im Sinne von Ausbildung, beruflichem Werdegang, familiärer Verpflichtungen und gesundheitlicher Situation sie mitbringt. Die Fachkraft muss im Bild sein, worum es sich bei der Notlage handelt, wie es dazu gekommen ist, was der diesbezügliche Auslöser war, welche Schritte bereits unternommen wurden und welche Fachstellen bereits involviert wurden. Wichtig an dieser Stelle ist auch zu erfahren, wann und unter welchen Bedingungen die vom Gesetzgeber thematisierte Selbstständigkeit noch funktionierte. All diese Fragen ergeben ein Bild einer Situation, welche zwingend über die Sichtung von Unterlagen und allfälliger Akten hinausgehen muss. Nur in einer wertfreien, sachlich-interessierten Atmosphäre kann ein Vertrauensverhältnis geschaffen werden, welches die Grundlagen bildet, aus professioneller Perspektive die vom Gesetzgeber verlange Beratung im Sinne persönlicher Hilfe bewerkstelligen zu können. Um die Klientin in ihrer Selbstständigkeit zu fördern, muss ihr die Gelegenheit gegeben werden, ihre Motive, ihre Bewältigungsstrategien und ihre persönliche Lebenswelt zu erläutern. Die Fachkraft muss demgegenüber in der Lage sein, die individuelle Situation zu verstehen und einzuschätzen um im Rahmen weiterer Beratung die Klientin im Hinblick auf ihre Selbstständigkeit unterstützen zu können. Wenn wir persönliche Hilfe wie im Gesetz vorgesehen ernst nehmen, verlang dies von den Fachkräften auf den Sozialämtern die professionelle Kompetenz, die jeweils individuelle Situation der Klientinnen und Klienten zu erfassen, diese im Kontext gesellschaftlicher Rahmenbedingungen einzuordnen und in Orientierung am gesetzlichen Auftrag konkrete Schritte anzugehen. Erst dieses Verstehen der Fallsituation schafft die Grundlage, zusammen mit dem Klienten die Kernprobleme auszumachen und daraus Lösungswege mit ihm zusammen 2

3 zu erarbeiten. Wenn die Fachkraft das mit diesen Anforderungen einhergehende Rüstzeug mitbringt, ist sie in der Lage gute Arbeit zu leisten. Darin steckt die Chance, auf der Grundlage gesetzlicher Rahmenbedingungen gemeinsam mit dem Klienten Lösungswege festzulegen und daraus klare Ziele zu formulieren, welche mit den Interessen aller Beteiligten vereinbar sind. Wenn über gemeinsames Verstehen und gemeinsames Handeln Ziele im Hinblick auf Selbstständigkeit erarbeitet werden, so steigt die Bereitschaft des Klienten diese auch anzugehen, da sie für ihn nachvollziehbar, erreichbar und in seine Lebenswelt integrierbar sind. Nicht zuletzt sind auf dieser Basis professioneller persönlicher Hilfe diese Ziele überprüfbar und im Falle des Nichterfüllens weitere Schritte vertretbar. Dabei können bei Pflichtverletzungen Massnahmen wie Auflagen bis hin zu Verfügungen im Sinne von Kürzungen und weiterführenden Massnahmen möglich, vertretbar und in Orientierung am Zweck der Sozialhilfe zielführend sein. Möglich und vertretbar deshalb, weil die Ziele gemeinsam mit dem Klienten erarbeitet wurden und er frühzeitig und in adäquater Weise über seine Rechte und Pflichten in der Sozialhilfe informiert wurde, wie zum Beispiel die Pflicht einer arbeitsfähigen Person, eine seinen Fähigkeiten entsprechende Arbeit anzunehmen, wie das unter Art. 12 (SHG) verbrieft ist. Vertretbar auch deshalb, weil unter diesen Voraussetzungen diese Ziele mit Blick auf individuelle Ausstattung (z.b. Berufsbiografie, Ausbildung, Gesundheit), soziale Eingebundenheit (z.b. familiäre Verpflichtungen) und gesellschaftliche Rahmenbedingungen (z.b. Arbeitsmarktsituation, regionale Gegebenheiten) für den Klienten auch erfüllund zumutbar sind. Es ist auf dieser Grundlage auch möglich, Widerstände zu bearbeiten, nach alternativen Strategien hin zur Selbstständigkeit zu suchen und dabei positive Anreize im Sinne von Integrationszulagen oder negativen Anreizen im Sinne von Auflagen oder Kürzungen (oder deren Androhung) zielführend und zweckorientiert zur Anwendung zu bringen. Eine Fachkraft auf einem Sozialamt muss aus professioneller Perspektive entsprechendes Fachwissen und Methodenkompetenzen mitbringen, um diesen Anforderungen und Erwartungen insbesondere der persönlichen Hilfe gerecht zu werden. Auf diese Weise ist es ihr möglich, das zu tun, was vom Gesetzgeber verlangt wird und es auch so zu tun, wie es verlangt wird, nämlich durch Beratung und persönliche Betreuung die Klientinnen und Klienten auf den Sozialamt in ihrer Selbsthilfe zu stärken und sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen. Persönliche Hilfe aus einer professionellen Perspektive fragt nicht nach guten und schlechten Klienten, die Fachkraft ist in ihrer konkreten Tätigkeit mit Klientinnen und Klienten weder politisch links noch politisch rechts. Vielmehr verbrieft sie sich dem Zweck der Sozialhilfe, nämlich Menschen in Not ein menschenwürdiges Dasein zu gewähren und sie dabei zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit wieder zu erlangen und soziale und berufliche Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen (vgl. BV, Art. 12). Dies erfordert vielfältiges Wissen, eine hohe Leistungsbereitschaft und eine professionelle Haltung, welche die Menschen ernst nimmt, ihnen Wertschätzung entgegen bringt und die Fähigkeit zur Selbstständigkeit zugesteht. Damit Fachkräfte auf Sozialämtern gute Arbeit leisten können, bedarf es aber auch entsprechender Rahmenbedingungen. Wenn wir von Fachkräften erwarten, dass sie sich gegenüber der Klientel klar und wertschätzend, fördernd und fordernd verhalten müssen und dabei das Ziel der beruflichen und sozialen Integration nie aus dem Auge verlieren, dann benö- 3

4 tigen diese Fachkräfte für die Ausführung ihrer Arbeit auf organisationaler Ebene ausreichende zeitliche Ressourcen, die Möglichkeit der institutionalisierten, professionellen Fallbesprechung und nicht zuletzt eine Diskussion um Möglichkeiten einer Fallsteuerung. Darüber hinaus gibt es jedoch auch strukturelle Bedingungen, welche die Aufgabe der persönlichen Hilfe erschweren. Zwei Aspekte sollen hier im Anschluss genauer beleuchtet werden. 1. Grosse Unterschiede der Sozialhilfekosten und -quoten zwischen Gemeinden Obschon alle Ostschweizer Kantone eine im schweizerischen Vergleich 1 tiefe Sozialhilfequote verzeichnen, welche im Jahr 2012 zwischen 1.1 % im Kanton Appenzell Innerrhoden und 2.2% im Kanton St.Gallen lagen (BFS, 2013), ist in den letzten Monaten in den ostschweizerischen Medien immer wieder von steigenden Sozialhilfeausgaben die Rede. Dabei sind die Sozialhilfequoten in diesen Kantonen nicht nur vergleichsweise tief. Vielmehr sind sie im Vergleich zum Jahr 2005 mit Ausnahme des Kantons Appenzell Ausserrhoden leicht gesunken (ebd.). Die Medien berichten denn auch nicht von generell steigenden Sozialhilfekosten. Vielmehr sind es einzelne Gemeinden, welche sich mit hohen Sozialhilfekosten und zunehmenden Fallzahlen konfrontiert sehen. Bei genauerem Hinschauen sieht man beispielsweise in der Gemeinde Arbon einen Zuwachs der Sozialhilfequote gegenüber dem Vorjahr von 0.2% auf 3.8% und eine noch stärkere Zunahme der Sozialhilfekosten um rund eine Million Franken auf 3.4 Millionen Franken, also guten 40% (vgl. Eichenberger, 2013). Dieser hohen Last, welche die Gemeinde Arbon tragen muss und die pro Kopf jährlich 209 Franken ausmacht, stehen Gemeinden gegenüber welche deutlich tiefere Sozialhilfelasten tragen und bei denen der Pro-Kopf-Aufwand beispielsweise in Weinfelden 16 Franken oder in Romanshorn 52 Franken ausmachen (vgl. Egloff, 2013, 5). Wir stellen hier Unterschiede zwischen den Gemeinden von teilweise dem 10fachen und mehr fest. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Kanton St.Gallen. In den städtischen Gemeinden Rorschach und St.Gallen liegt die Sozialhilfequote bei über 4% und somit fast doppelt so hoch wie das kantonale Mittel. Demgegenüber finden sich acht Gemeinden, in denen die 0.5% Marke nicht überschritten wird (vgl. Gerber, 2014). Also auch hier finden wir Beispiele von einer Verzehnfachung der Sozialhilfelast zwischen Gemeinden. Gemeinden mit hohen Lasten stellen sich nachvollziehbarerweise die Frage, wie diese Kosten gesenkt werden können. Es ist auch legitim, wenn sich Bürgerinnen und Bürger fragen, wieviel Soziallasten sie tragen sollen und ob irgendwann eine Grenze erreicht ist. Bei solch grossen Unterschieden der Sozialhilfelasten zwischen den Gemeinden muss aber die Frage nach der Gerechtigkeit der Lastenverteilung zwischen den Gemeinden gestellt werden. Also ganz konkret die Frage, ob eine Form des Lastenausgleichs zwischen den Gemeinden und/oder zwischen Gemeinden und Staat (Kanton) einen Ausgleich bringen könnten und sich so die Fachkräfte in den Gemeinden stärker auf ihren Auftrag der persönlichen Hilfe konzentrieren könnten. Es besteht also die Gefahr, dass bei solch grossen Unterschieden die Gemeinden ihre Attraktivität auf der Ebene der wirtschaftlichen wie auch der persönlichen Hilfe reduzieren, um nicht weitere Personen nahe der Armutsgrenze anzuziehen. Ein Wettbewerb mit dem Ziel die Attraktivität einer Gemeinde für Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger zu % im schweizerischen Durschnitt im Jahr

5 reduzieren, ist dabei nicht nur ethisch und rechtlich problematisch, vielmehr stellt er das Instrument der persönlichen Hilfe in Frage. Persönliche Hilfe darf nicht darauf abzielen, volkswirtschaftliche Interessen der jeweiligen Gemeinden über die Interessen der Klientinnen und Klienten zu stellen. Diese Gefahr besteht jedoch, wenn die Sozialhilfelasten in einzelnen Gemeinden überdurchschnittlich hoch sind und die Intention der Abschiebung an Attraktivität gewinnt, wobei dabei das Ziel der Stärkung der Selbsthilfe auf der Strecke bleibt. Unter diesen Bedingungen als Fachkraft den Anforderungen und Erwartungen gerecht zu werden, wird dadurch massiv erschwert, allenfalls sogar verunmöglicht. 2. Infragestellung der SKOS-Richtlinien Stimmen werden immer lauter, welche das Existenzminimum in der Sozialhilfe, sowie die Befugnis der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS diese Richtlinien vorzugeben, in Frage stellen. Kritikerinnen und Kritiker betonten Schwelleneffekte, welche dazu führen, dass für Sozialhilfebezüger und -bezügerinnen kaum ein Anreiz bestehe, sich von der Sozialhilfe abzulösen. Demgegenüber seien Personen und insbesondere Familien, welche in bescheidenen Verhältnissen leben gegenüber Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern schlechter gestellt. Ganz grundsätzlich wird die Frage aufgeworfen, ob mit der Höhe der Richtlinien nicht der Verbleib in der Sozialhilfe begünstigt werde und so dem Charakter der kurzfristigen Überbrückungshilfe widerspreche. In der Zwischenzeit sind einige Gemeinden aus der SKOS ausgetreten, wobei sie sich aufgrund gesetzlicher Vorgaben und dem Fehlen eines alternativen Bemessungskataloges nach wie vor an deren Richtlinien orientieren. Auf Kantons- und Gemeindeebene ist insgesamt festzustellen, dass der von der SKOS festgelegte Grundbedarf in unterschiedlicher Höhe angewendet wird, teilweise prozentual gekürzt wurde oder eine dahingehende politische Debatte angestossen ist. Festzuhalten bleibt, dass ein Rechtsstaat auf einem Bemessungskatalog angewiesen ist um ihren Bürgerinnen und Bürgern Rechtssicherheit zu gewähren. Diese Rechtssicherheit ist zudem mit Blick auf die persönliche Hilfe zentral, wenn wir davon ausgehen, dass eine Klientin oder ein Klient faire Bedingungen vorfinden soll, wenn im Gegenzug klare Erwartungen an Leistungsbeziehende gestellt werden. Festzuhalten bleibt weiter, dass bei aller Kritik konkrete Vorschläge über die Ausgestaltung und Bemessung des Existenzminimums fehlen. Deshalb möchte ich hier einen Aspekt aus den Richtlinien der SKOS, namentlich den Grundbedarf, herausnehmen und diskutieren. Für die Bemessung des Existenzminimums der SKOS werden die effektiven Gesundheitskosten, die effektiven Wohnkosten (sofern sie den von der Gemeinde festgelegten Maximalbetrag nicht überschreiten) und der Grundbedarf für den Lebensunterhalt berücksichtigt. Dieser Grundbedarf beträgt je nach Empfehlung zwischen und für eine Person in einem Einpersonenhaushalt (SKOS, 2005). Die Schwankungen sind auf zwei Teuerungsanpassungen in den letzten Jahren zurück zu führen, welche die Ostschweizer Kantone teilweise umgesetzt haben. Inwiefern jedoch und dies ist die Kernfrage dieser Grundbedarf angemessen ist, ist eine schwierig zu beantwortende Frage. Die einen finden den Betrag zu hoch, die anderen finden ihn zu tief. Interessant an dieser Stelle ist sicher ein Vergleich. Denn in der Schweiz kennen wir insgesamt drei Existenzminima. Neben demjenigen der SKOS gibt es 5

6 den betreibungsamtlichen Grundbetrag, welcher alleinstehenden Schuldnern und Schuldnerinnen Fr zugesteht. Demgegenüber beträgt der Grundbedarf bei den Ergänzungsleistungen zu AHV und IV Fr Ebenfalls beachtenswert ist der Umstand, dass der Grundbedarf vor der Revision der SKOS-Richtlinien im Jahre 2005 höher als heute war. Damals betrug er Fr , wobei dieser Betrag in einigen Ostschweizer Kantonen schon damals unterschritten wurde. Es zeigt sich etwas ganz deutlich, nämlich dass der Grundbedarf der SKOS der mit Abstand tiefste in der Schweiz ist und dass dieser Betrag im Längsschnitt der vergangenen Jahre eher reduziert wurde. Hier nun den Hebel anzusetzen um Kosten in der Sozialhilfe zu sparen, ist alleine aufgrund der Kosten-Nutzen Frage der dargelegten Sachverhalte in Frage zu stellen. Es ist auch vorsichtig abzuwägen, ob dieser Grundbedarf gesenkt werden soll, um unschöne Schwelleneffekte zu bekämpfen. Solche Schwelleneffekte haben vielgestaltige Ursachen und es ist ihnen nicht alleine durch eine Reduktion des Grundbedarfs beizukommen. Hier ist die Politik gefordert, solche Schwelleneffekte aus unterschiedlichen Perspektiven anzuschauen und entsprechende Massnahmen zu beschliessen. Eine Reduktion des Grundbedarfs ist für die einzelnen Klientinnen und Klienten unmittelbar spürbar, in der volkswirtschaftlichen Rechnung wird jedoch eine Reduktion kaum sichtbar. Vielmehr soll ein gewisser Spielraum für eine soziale Teilhabe als Ressource der Klientinnen und Klienten zugestanden werden und so im Rahmen der persönlichen Hilfe genutzt werden. Dieser Spielraum kann die Autonomie gerade im Verständnis der Eigenverantwortung stärken und soziale und berufliche Integration und Teilhabe erhöhen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Klientinnen und Klienten in der Sozialhilfe isoliert werden und eine soziale Teilhabe erschwert oder ganz verunmöglicht wird. Selbsthilfe der Hilfsbedürftigen zu fördern, wie das im St.Galler Sozialhilfegesetz festgehalten ist, heisst auch, einen finanziellen Spielraum in einer Notlage zu schaffen und so Autonomie und Eigenverantwortung zu ermöglichen und zu begünstigen. Gute Arbeit können Fachkräfte in der Sozialen Arbeit leisten, wenn sie entsprechende Rahmenbedingungen und Werkzeuge vorfinden, welche ihre Aufgabe, persönliche Hilfe zu leisten, unterstützt. Die Sozialhilfe als letztes Netz im System der sozialen Sicherheit hat jedoch keinen direkten Einfluss auf verfügbare Arbeitsstellen im Arbeitsmarkt, keinen Einfluss auf eine beobachtbare Prekarisierung von Arbeitsstellen im tiefen Lohnsegment, die Sozialhilfe hat auch keinen direkten Einfluss auf die Bildungspolitik, welche Rahmenbedingungen schafft, damit möglichst alle Menschen, welche in der Schweiz wohnhaft sind, eine Ausbildung machen können, welche ihre Existenz später sichern soll. Auch ein unmittelbarer Einfluss auf die Steuerpolitik fehlt, welche durch die Steuerbefreiung von Sozialhilfeleistungen einerseits deren Bezügerinnen und Bezüger begünstigt, andererseits Einkommen nahe der Armutsgrenze besteuert. Sozialhilfe hat auch keinen Einfluss auf die Familienpolitik, welche Rahmenbedingungen für Kinderbetreuung, Kinderzulagen und beispielsweise Ganztagesschulen forcieren kann, damit insbesondere alleinerziehende Eltern einer Erwerbstätigkeit nachgehen können. Neben mangelnder Ausbildung ist der Umstand, Kinder zu haben, eines der grössten Armutsrisiken in der Schweiz und entsprechend ist es auch die Altersgruppe der Kinder, welche mit dem höchsten Risiko leben müssen, in die Sozialhilfeabhängigkeit zu rutschen. Wenn wir die Zahl der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger senken wollen, bedarf es 6

7 einer umfassenden Sozial- und Gesellschaftspolitik, welche Menschen ermöglicht, selbstständig ihr Leben zu bestreiten. Wichtig erscheint mir, dass Fachkräfte Klientinnen und Klienten in der Sozialhilfe mit Respekt begegnen und ihnen zutrauen, dass sie Selbstverantwortung übernehmen können. Zugleich muss Sozialhilfe so ausgestaltet sein, dass Menschen darauf vertrauen, in einer Notlage auf persönliche und wirtschaftliche Hilfe zurückgreifen zu können. Dies ist Bedingung, dass die Fachkräfte mit den hierfür notwenigen Kompetenzen, ihrem Auftrag und den damit zusammenhängenden Anforderungen und Erwartungen gerecht werden können und einen Beitrag leisten, Klientinnen und Klienten in ihrer Selbsthilfe zu fördern und so die Sozialhilfekosten zu senken. Thomas Knill, Sozialarbeiter Msc, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, FHS St.Gallen Fachbereich Soziale Arbeit 7

8 Zugrundeliegende und verwendete Literatur und Quellen: Bundesamt für Statistik [BFS] (2013). Sozialhilfestatistik Sozialhilfefälle und Sozialhilfeempfänger/innen und Sozialhilfequote nach Kantonen ( ). Tabelle: je-d Bundesverfassung [BV] vom 18. April 1999 (Stand ) (SR 101) Eichenberger, Max (2013). Sozialhilfe unter der Lupe. Ostschweiz am Sonntag Egloff, Nicola (2013). Sozialhilfequote bleibt stabil, Ausgaben steigen weiter Öffentliche Sozialhilfe der Gemeinde Statistische Mitteilung Nr. 9/2013. Kanton Thurgau: Staatskanzlei, Dienststelle für Statistik Gerber, Esther (2014). Sozialhilfe, Alimentenbevorschussung und Mutterschaftsbeiträge, Kennzahlen Statistik aktuell 44. Kanton St.Gallen: Fachstelle für Statistik Müller, Burkhard (2012). Sozialpädagogisches Können Ein Lehrbuch zur multiperspektivischen Fallarbeit (7. Aufl.). Freiburg im Breisgau: Lambertus Ritscher, Wolf (2007). Soziale Arbeit: systemisch Ein Konzept und seine Anwendung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht Rosch, Daniel (2011). Zwangskontext und «Zwangsbeglückung» in der gesetzlichen Sozialen Arbeit Phänomen und rechtliche Aspekte. In: Schweizerische Zeitschrift für Soziale Arbeit (10/11), Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe [SKOS] (2005). Richtlinien für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (4. überarbeitete Ausgabe mit Ergänzungen bis ). Bern: SKOS Sozialhilfegesetz Kanton St.Gallen [SHG] vom 27. September 1998 (Stand ) (sgs 381.1) Zobrist, Patrick (2012). Zehn methodische Basisstrategien ein Integrationsversuch. In Werkstattheft FH Zentralschweiz (Hrsg.). Soziale Arbeit mit Pflichtklientinnen und Pflichtklienten Theoretische Positionen methodische Beiträge neue Perspektiven (68-72). Luzern: Hoschule Luzern Soziale Arbeit 8

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