schriftliche Aufnahmeprüfung Sozialpädagogik HF / Kindererziehung HF Nullserie

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1 schriftliche Aufnahmeprüfung Sozialpädagogik HF / Kindererziehung HF Nullserie Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die effektiv zur Anwendung gelangenden Prüfungen in Form, Inhalt und Umfang von der Nullserie abweichen können. Zudem bietet die Schule keine weitere Unterstützung und erteilt keine Auskünfte über die richtigen/falschen Antworten. Allgemeine, aktuelle Themen Name: Studiengang: Wichtige Merkpunkte: o Sie haben für die Beantwortung der Fragen maximal 30 Minuten Zeit. o Beantworten Sie bitte die Fragen direkt auf dem Aufgabenblatt. o Bitte schreiben Sie gut leserlich mit Kugelschreiber oder Tinte. Nicht leserliche Antworten werden mit null Punkten bewertet. o Bei jeder Aufgabe ist die erreichbare Punktezahl (P.) vermerkt. o Auswahlsendungen (mehr als die verlangte Anzahl Antworten pro Frage) sind nicht erlaubt. Rechtschreibefehler werden nicht bewertet, solange die Aussage weiterhin klar ersichtlich bleibt. Maximale Punktezahl: 40 Viel Erfolg!

2 1. Eurostat ist das Statistische Amt der Europäischen Union (EU) mit Sitz in Luxemburg. Eurostat veröffentlicht amtliche Statistiken über die Europäische Union, den Euroraum und deren Mitgliedstaaten. Kreuzen Sie die fünf EU Mitgliedstaaten mit den höchsten Arbeitslosenquoten der EU gemäss Eurostat per Oktober 2014 an. 5 Punkte Litauen Griechenland Zypern Lettland Frankreich Slowakei Slowenien Polen Portugal Kroatien Finnland Belgien Rumänien Spanien Grossbritannien Irland Tschechien Italien Quelle: 2. Welche 4 Länder sind keine Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU)? 2 Punkte Litauen Malta Zypern Lettland Island Slowakei Slowenien Polen Liechtenstein Kroatien Finnland Belgien Rumänien Estland Norwegen Irland Tschechien Türkei Quelle: 3. Sie sehen drei Seiten eines Würfels. Der Würfel wurde konsequent ein Schritt in die gleiche Richtung gedreht. Damit wird jeweils eine neue Seite angezeigt, während eine andere Seite verdeckt wird. Wie sieht der Würfel (?) nach der folgenden Drehung aus? Kreuzen Sie den entsprechenden Würfel auf der unteren Reihe an. 1 Punkt

3 4. Am stimmen die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Volksinitiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder und Ausbildungszulagen» ab. Lesen Sie untenstehenden Text aus dem Abstimmungsbüchlein der Bundeskanzlei und kreuzen Sie aufgrund der Aussagen im Text und aufgrund Ihres Vorwissens sechs zutreffende Behauptungen an. 6 Punkte Ausgangslage Mit Kinder und Ausbildungszulagen werden Familien mit Kindern finanziell unterstützt. Die Zulagen gleichen einen Teil der Kosten aus, die Eltern durch den Unterhalt ihrer Kinder entstehen. Diese Zulagen müssen in der ganzen Schweiz pro Monat mindestens 200 Franken (Kinderzulage) beziehungsweise mindestens 250 Franken (Ausbildungszulage) betragen. Die Kantone können höhere Zulagen festlegen. Wer Kinder oder Ausbildungszulagen bezieht, erhöht sein Einkommen und damit seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Die Zulagen unterliegen daher wie andere Einkünfte den Einkommenssteuern. Was will die Initiative? Die Initiative will Kinder und Ausbildungszulagen von den Einkommenssteuern befreien. Dadurch würden die Zulagen Familien mit Kindern in vollem Umfang zur Verfügung stehen. ( ) Die Argumente des Initiativkomitees Familien sind grossen finanziellen Belastungen ausgesetzt. Kinder und Ausbildungszulagen sollen diese Mehrbelastung mildern. Heute kommt diese Unterstützung den Familien aber nur teilweise zugut: Weil die Zulagen als Einkommen voll besteuert werden, fliesst rund ein Fünftel des Geldes sogleich wieder in die Staatskasse zurück. Das ist widersinnig. Die Initiative will diese ungerechtfertigte Erhöhung des steuerbaren Einkommens abschaffen. Sie entlastet die Familien sofort, unabhängig vom gewählten Lebens oder Erwerbsmodell. Die Kinder und Ausbildungszulagen stehen den Familien vollständig zur Verfügung. Dadurch wird ihre Kaufkraft gestärkt. Familien, die wenig Steuern bezahlen, profitieren ebenfalls, weil sie ein tieferes steuerbares Einkommen ausweisen können. Damit erhalten sie erleichterten Zugang zu Vergünstigungen für tiefe Einkommen (Prämienverbilligung, Stipendien usw.). Je tiefer das steuerbare Einkommen ist, desto mehr profitiert eine Familie und das schenkt ein. ( ) Die Argumente des Bundesrates Die Familienförderung ist ein wichtiges Anliegen des Bundesrates. Von der vorliegenden Initiative würden aber in erster Linie einkommensstarke Familien mit Kindern profitieren, einkommensschwache hingegen kaum oder gar nicht. Zudem würden sich für Bund, Kantone und Gemeinden hohe Steuerausfälle ergeben. Der Bundesrat lehnt die Vorlage insbesondere aus folgenden Gründen ab: Familienförderung lässt sich am wirksamsten mit direkter Unterstützung umsetzen, beispielsweise mit der Verbilligung der Krankenkassenprämien für Kinder oder mit den finanziellen Beiträgen zur familienergänzenden Kinderbetreuung. Hinzu kommen vielfältige steuerliche Massnahmen, die Wirkung entfalten. So bezahlt rund die Hälfte der Haushalte mit Kindern mittlerweile keine direkte Bundessteuer mehr. Bei Annahme der Initiative würden einkommensstarke Familien mit Kindern am meisten entlastet. Hingegen würden Familien, die heute wenig oder gar keine Einkommenssteuern bezahlen, nach Annahme der Initiative kaum oder gar nicht entlastet. Keine Entlastung gäbe es auch für alle Einpersonenhaushalte, die heute mehr als ein Drittel aller Privathaushalte in der Schweiz ausmachen. Ebenfalls das Nachsehen hätten alle Paarhaushalte ohne Kinder. ( ) Quelle:

4 Diese Volksinitiative wird dem Volk zur Abstimmung vorgelegt, weil über gültige Unterschriften gesammelt wurden. Für diese Abstimmung sind nur mindestens 18 Jahre alte Schweizer Bürgerinnen und Bürger stimmberechtigt. Je höher der Bruttolohn, desto weniger Einkommenssteuer könnte bei Annahme der Initiative gespart werden. Paarhaushalte ohne Kinder könnten ebenfalls von dieser Initiative profitieren. Eine Annahme der Initiative hätte für Bund und Kantone keine Steuerausfälle zur Folge, weil die Kaufkraft der Familien gleichermassen gestärkt wird. Familien können die Kosten für Drittbetreuung auch bei einer Ablehnung der Initiative vom steuerbaren Einkommen abziehen. Kinder und Ausbildungszulagen gelten nicht als Einkommen und werden daher auch nicht voll besteuert. Die Erhöhung des steuerbaren Einkommens aufgrund der Familienzulagen ist ungerechtfertigt. Leer gelassene Stimmzettel werden nicht gezählt und sind darum nicht nützlich. Über die Auswirkungen für die einkommensschwachen Familien sind sich Befürworter und Gegner der Initiative nicht einig. Auslandschweizer sind nicht berechtigt, abzustimmen. Einkommensschwache Familien werden heute schon mit verschiedenen steuerlichen Massnahmen finanziell entlastet. Familienzulagen sind in der Schweiz obligatorisch und werden zum grössten Teil über Arbeitgeberbeiträge finanziert. 5. Ordnen Sie untenstehende Zitate ihren Autoren / Autorinnen zu 6 Punkte 1. Bedingungslose positive Zuwendung: Die seelische Hilfe gelingt dann am ehesten, wenn der Helfer diese Haltung bringt. 2. "Eine einzige offenkundige Lüge des Lehrers gegen seinen Zögling kann den ganzen Ertrag der Erziehung zunichte machen." Jean Jacques Rousseau Simone de Beauvoir Albert Einstein Carl R. Rogers Martin Buber Johann Heinrich Pestalozzi 3. Alles wirkliche Leben ist Begegnung. 4. Das Leben bildet 5. Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr. 6. "Der Frau bleibt kein anderer Ausweg, als an ihrer Befreiung zu arbeiten. Diese Befreiung kann nur eine kollektive sein." Quellen:

5 6. Ordnen Sie jede Altersangabe einer Fähigkeit zu, die Sie für Kinder als durchschnittlich entwicklungsangemessen einschätzen. 6 Punkte Fähigkeit Alter Baut einen Turm aus Altersangaben 4 6 Klötzen 1 Jahr Erkennt die Zahlenbilder von 1 bis 10 3 Jahre 2 Jahre Erkennt sich selbst auf 4 Jahre Babyphotos 5 Jahre Macht Knöpfe, Reissverschlüsse selber auf 6 Jahre und zu Spricht zwei bis drei sinnvolle Worte Kann einfache Regelspiele mitmachen Quelle: 7. Sie befinden sich in der Station Riedli und müssen ein Kind am Flughafen abholen, bevor Sie gemeinsam mit dem Kind zur Station Siloah fahren. a) Wie oft müssen Sie auf der ganzen Reise mindestens umsteigen? b) Wie viele unterschiedliche Verkehrslinien benützen Sie mindestens? 2 Punkte a) 1x 2x 3x 4x b)

6 8. Das Bundesamt für Statistik erhebt im Rahmen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) seit 1997 alle drei bis vier Jahre Daten zur unbezahlten Arbeit (Haus, Familien und Freiwilligenarbeit). Studieren Sie untenstehende Statistik und bewerten Sie die nachfolgenden Aussagen. 7 Punkte Männer mit Partnerin und jüngstem Kind unter 15 jährig investieren am meisten Zeit für bezahlte und unbezahlte Arbeit Das Engagement für Haus und Familienarbeit von Männern mit Partnerin und jüngstem Kind 0 14 jährig ist praktisch gleich gross wie jenes der Frauen mit gleicher Familiensituation. Alleinerziehende Mütter haben eine ähnliche Gesamtbelastung wie Mütter in Paarhaushalten Die Gesamtbelastung für Rentnerinnen und Rentner ist deutlich geringer als für Erwerbstätige. Männer weisen insgesamt eine etwas höhere Gesamtbelastung als Frauen auf. Männer in Paarhaushalten mit Kindern haben eine höhere Erwerbsarbeitszeit als jene ohne Kinder, weil ihre Partnerinnen weniger Erwerbsarbeit leisten. Alleinlebende Frauen >=64 Jahre wenden am wenigsten Zeit für bezahlte und unbezahlte Arbeit auf.

7 9. Kreuzen Sie diejenigen Aussagen über die unbezahlte Arbeit in der Schweiz an, die Sie als zutreffend einschätzen. 5 Punkte In der Kinderbetreuung wenden die Eltern am meisten Zeit fürs Spielen und Hausaufgaben machen auf. Für das Waschen und Bügeln wenden Frauen zehn Mal mehr Zeit auf als Männer. Jede dritte Person ab 15 Jahren führt unbezahlte Freiwilligenarbeit aus. Bei den Eltern lebende Söhne investieren mehr Zeit für die Haus und Familienarbeit als bei den Eltern lebende Töchter. Für das Kochen wenden Männer etwas mehr Zeit auf als Frauen. Für die meisten Tätigkeiten der Haus und Familienarbeit investieren Frauen mehr Zeit als Männer Alleinlebende Frauen im Rentenalter investieren am meisten Zeit für die Freiwilligenarbeit Für administrative und handwerkliche Arbeiten investieren Männer mehr Zeit als Frauen. Um Kleinkinder Essen zu geben, und sie zu waschen verwenden Eltern bis zu 10 Stunden pro Woche. Kinderbetreuungsaufgaben sind in Familienhaushalten die zeitaufwändigsten Tätigkeiten der Haus und Familienarbeit. Quelle:

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