Newsletter Ausgabe 03 / 2014

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1 Newsletter zur AZAV Wir informieren zu folgenden Themen 1. Neue Empfehlungen des Beirates 2. Zusammenarbeit zwischen Bildungsträger und der Bundesagentur für Arbeit 3. Informationen zu Maßnahmen nach Veranstaltungen 1. Neue Empfehlungen des Beirates Der Beirat (zuvor Anerkennungsbeirat) hat zum für die AZAV neue Empfehlungen veröffentlicht. Diese sind ab verbindlich anzuwenden. Im Anhang senden wir Ihnen die neuen Empfehlungen zu (Neuerungen sind gelb markiert), werden diese hier jedoch noch ein wenig erläutern. Die AZAV beschreibt ihre Anforderungen ebenso wie zuvor die AZWV nur sehr knapp. Es handelt sich um Vorgaben zu einer Anzahl von Aspekten, die Sie im Rahmen einer Trägerzulassung bzw. deren Aufrechterhaltung regeln und in einer Dokumentation niederschreiben müssen (AZAV 2(4)4). Die Empfehlungen des Beirates untersetzen diese Vorgaben ein wenig. Wir weisen im Folgenden insbesondere auf die Inhalte hin, die neu hinzugekommen sind bzw. die sich etwas verändert haben. Die Reihenfolge der Anforderungen wurde im Übergang von der AZWV auf die AZAV bereits in der Verordnung geändert. Ganz neu wurden die Inhalte der Nummern 3 und 9 aufgenommen. Neu: Nach der übergeordneten Formulierung Der Zulassungsantrag des Trägers muss insbesondere eine Dokumentation enthalten wurde als Punkt 3 neu in die AZAV aufgenommen: zu einem zielorientierten Konzept zur Qualifizierung und Fortbildung der Leitung und der Lehr- und Fachkräfte. Der Beirat hat diesen Punkt nun folgendermaßen untersetzt: Konzeption zur Personalentwicklung mit Aussagen zur Fort- und Weiterbildung und zur Personalpolitik Bedarfsermittlung an Schulungen des Personals Beurteilung der Wirksamkeit der durchgeführten Qualifizierung.

2 Das bedeutet, dass der Mitarbeiterqualifikation und -fortbildung ein weit höherer Stellenwert zugemessen wird als zuvor. In Folge müssen in Ihrem QMH bzw. Selbstreport Aussagen zu einem Personalentwicklungskonzept enthalten sein. Um die Vorgabe realistisch an einen (auch kleinen) Träger der Arbeitsförderung anzupassen, wäre es ratsam, ausgehend vom Leitbild und den Unternehmenszielen bezogen auf den jeweiligen Fachbereich Personalprofile zu definieren. Aus den Anforderungen der Maßnahmen der jeweiligen Fachbereiche müsste regelmäßig der Bildungsbedarf ermittelt werden. (Beispiel: Sie beabsichtigen, eine neue Zielgruppe, z.b. Teilnehmer mit multiplen Vermittlungshemmnissen in Ihr Programm aufzunehmen. Um diese Aufgabe angemessen bewältigen zu können, müssen Sie die Personalanforderungen überprüfen bzw. neu definieren und ggf. Schulungen für das Personal anbieten. Oder: Sie haben im Rahmen Ihres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ermittelt, dass Schwierigkeiten immer bei Akademikermaßnahmen auftreten. Auch hier kann eine Schulung ein probates Mittel zur Verbesserung sein.) Die Wirksamkeit der jeweiligen Schulungsmaßnahmen muss dann von Ihnen überprüft werden. Für den Punkt 8 wurde die Formulierung verändert: zur Art und Weise der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Dritten und der ständigen Weiterentwicklung dieser Zusammenarbeit Der Beirat hat diese Anforderung nun untersetzt: Analyse des Bedarfs der Zusammenarbeit mit Dritten Benennung der Dritten Erfassung der durchgeführten Aktivitäten unter Einhaltung des Datenschutzes Bedarfsabhängige Entwicklung der Zusammenarbeit. Während in der AZWV nur verlangt wurde, dass eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit dokumentiert wird, sind die Vorgaben nun wesentlich konkretisiert worden. Nicht nur muss nunmehr der Bedarf zur Zusammenarbeit mit Dritten analysiert werden (Fragestellungen für Ihre Organisation: Mit welchen Partnern muss ich in welcher Form zusammenarbeiten, um meine Dienstleistung angemessen und auf entsprechendem Niveau durchführen zu können?). Diese Aktivitäten müssen auch aufgeschrieben werden (unter Einhaltung von Datenschutzbestimmungen). Wie muss die Zusammenarbeit weiterentwickelt werden? Die Fragen sind immer vor dem Hintergrund Ihres Unternehmensleitbildes, Ihres Portfolios und im Sinne der Verbesserung der Qualität Ihrer Dienstleistung zu stellen. Von welcher Seite ist eine Unterstützung, ein Kontakt sinnvoll, wo ergeben sich Synergien?

3 Außerdem wurde als Punkt 9 neu in die AZAV aufgenommen: zu einem systematischen Beschwerdemanagement, einschließlich der Berücksichtigung regelmäßiger Befragungen der Teilnehmenden. Das Thema Beschwerdemanagement war in der AZWV nicht explizit genannt. Als eigener Punkt erhält es somit eine hohe Wertigkeit. Untersetzung des Beirates: - Befragung der Teilnehmenden zur Art der Durchführung der Maßnahme, zum Personal, zur räumlich-technischen Ausstattung sowie zum Ergebnis der Maßnahme - Befragung des mit der Maßnahmeorganisation sowie der Maßnahmedurchführung betrauten Personals zur Art der Durchführung der Maßnahme, zur räumlichtechnischen Ausstattung sowie zum Ergebnis der Maßnahme - System der quantitativen und qualitativen Auswertung von Beschwerden - System zur Einleitung und Verfolgung von erforderlichen Vorbeugungs- und Korrekturmaßnahmen. Aus den Empfehlungen wird deutlich, dass es nicht genügt, Teilnehmerbefragungen durchzuführen. Vielmehr müssen diese auch nachweislich ausgewertet und ggf. daraus Konsequenzen gezogen werden. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung zu unterscheiden, ob es sich um eine Korrekturmaßnahme und/oder um eine Vorbeugungsmaßnahme handelt. Bei einer Vorbeugungsmaßnahme müssen Sie dafür sorgen, dass z.b. ein Fehler sich nicht wiederholt, indem Sie eine geeignete Maßnahme einleiten. Das kann eine Veränderung an einem Verfahren, einem Formular, einer Information an Teilnehmer oder anderes sein. Dies ist in jedem Einzelfall anhand der konkreten Beschwerde bzw. Meinungsäußerung des Teilnehmers zu überprüfen. Neu ist hier auch, dass verbindlich festgelegt ist, dass das Personal zur Maßnahme befragt werden muss. In diesem Zusammenhang weisen wir auch darauf hin, dass bereits in der AZAV ( 2(2)4) geregelt ist, dass auch die Betriebe zum Träger befragt werden müssen, dies wird häufig übersehen (Zitat Bewertungen des Trägers durch Teilnehmende und Betriebe ). Was müssen Sie tun, um die neuen Anforderungen zu erfüllen? Die Empfehlungen müssen ab umgesetzt werden, d.h. Sie müssen Ihr QM- System bzw. Ihre Dokumentation auf die entsprechenden Punkte umstellen. Dies gilt natürlich insbesondere für Neuzertifizierungen und Rezertifizierungen, aber auch Träger mit laufenden Zertifikaten sollten die Punkte schon jetzt bearbeiten und aufnehmen.

4 2. Zusammenarbeit zwischen Bildungsträger und der Bundesagentur für Arbeit In diesem Newsletter möchten wir Sie weiterhin auf einen Punkt aufmerksam machen, der von Trägern gelegentlich übersehen wird. In den Maßnahmebögen zu Fort- und Weiterbildung erfolgt in der Regel der Hinweis auf die Beachtung der Regelungen zur Zusammenarbeit mit den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern. Hier ist unter anderem auch angegeben, dass Sie für jeden FbW- Teilnehmer einen Profilbogen erstellen müssen (Förderung der beruflichen Weiterbildung - Ergebnisbogen/Bewerberprofil). Falls Sie diese Punkte nicht beachten, kann Ihnen in einer BA-Prüfung auferlegt werden, die Profilbögen für einen gewissen Zeitraum nachzuliefern. Es lohnt sich deshalb, die Regelungen genauestens zu beachten und gelegentlich zu überprüfen, ob sich eine Änderung ergeben hat. dk1/~edisp/l dstbai pdf iterbildung/detail/index.htm?dfcontentid=l dstbai Informationen zu Maßnahmen nach 45 Im Bereich der Zertifizierung von Maßnahmen nach 45 gab es in der Vergangenheit bisweilen Abgrenzungsprobleme zwischen den Maßnahmezielen Nr. 1 und Nr. 2. Bei dem letzten Erfahrungsaustausch der Fachkundigen Stellen wurde hier Klarheit geschaffen. Die Zuordnung erfolgt folgendermaßen: 45 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 SGB III Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Inhalte können sein: - Unterstützung bei der Orientierung hinsichtlich des in Frage kommenden Arbeitsmarktes und Aktivierung bzgl. des Bewerberverhaltens - Unterstützung durch Aktualisierung und Professionalisierung von Bewerbungsunterlagen, Reflexion fehlgeschlagener Bewerbungen, Training von adäquatem Bewerberverhalten, Bewerbercoaching, Selbstvermarktungsstrategien, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche oder Assessment-Center Inhalte können beispielsweise nicht sein: - Maßnahmen am Übergang von der Schule in die Berufsausbildung (z. B. Berufsorientierungsmaßnahmen, berufsvorbereitende Maßnahmen) - Feststellung oder Vermittlung von beruflichen Kenntnissen

5 45 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 SGB III Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen Inhalte können sein: - Feststellung von beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vorfeld der gezielten Arbeitssuche - Vermittlung von beruflichen Kenntnissen, die für die berufliche Eingliederung notwendig sind; auch Anpassung vorhandener beruflicher Kenntnisse, z.b. wenn diese nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen - in diesem Zusammenhang durchgeführte Maßnahmeteile bei einem Arbeitgeber Inhalte können beispielsweise nicht sein: - Berufliche Kenntnisvermittlung mit einer Dauer von mehr als 8 Wochen; dabei ist es unerheblich, ob die Maßnahme in Voll- oder Teilzeit stattfindet - ausschließlich allgemeinbildende Inhalte, wie z.b. Deutsch, Mathematik - Mobilitätstraining, PKW-Führerschein, Auffrischungstraining Führerschein - Schuldnerberatung, Suchtberatung, psychologische Betreuung - Eignungsuntersuchungen, Anamnese, Erstellung von ärztlichen oder psychologischen Gutachten Somit muss bereits im Konzept eine Zuordnung getroffen werden. Sollten Sie Maßnahmen beantragen, in denen Anteile aus beiden Bereichen vorkommen, so muss eindeutig aus den Konzeptteilen hervorgehen, was welcher Nr. zugeordnet werden muss, da die Überprüfung von unserer Seite anhand der Kostensätze getrennt nach den Anteilen erfolgen muss. Alle Maßnahmen, die Anteile beider Nummern enthalten, können nicht Grundlage für eine Referenzauswahl sein, sie müssen einzeln geprüft werden. 4. Veranstaltungen Auf folgende Veranstaltungen möchten wir Sie aufmerksam machen: Im Rahmen der didacta 2014 wird unsere Geschäftsführerin, Frau Inge Appel, einen Vortrag zu folgendem Thema halten: Tipps zur Maßnahmezulassung nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung - AZAV 45 und 81 SGB III Termin: Donnerstag, , bis Uhr, im DVWO Forum der Messe Stuttgart, Raum C 8.1 im ICS14

6 ZERTPUNKT Schulungen Hamburg Update zur DIN EN ISO 9001: Update zur Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung - Arbeitsförderung (AZAV) bis Qualitätsbeauftragte/r in Bildungseinrichtungen - AZAV Mainz bis Qualitätsbeauftragte/r in Bildungseinrichtungen - AZAV Mit freundlichen Grüßen ZERTPUNKT GmbH Inge Appel *************************************************** Kurparkallee Bad Oldesloe Fon: Fax: **************************************************** Geschäftsführerin: I. Appel Handelsregister: Amtsgericht Lübeck HRB 2036 OD **************************************************** Selbstverständlich können Sie den Newsletter auch jederzeit abbestellen. Gehen Sie dazu einfach auf

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