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1 NEWS FÜR DEN MITTELSTAND Ausgabe 1 / 2008 Vertrauen ist gut Vertrauen und Kontrolle ist besser! Das Highlight dieser Ausgabe: Hightech-Engineering verlangt nach zuverlässiger Basistechnologie

2 WAS TUT SICH BEI ORACLE? Das neue Jahr hat, aus Sicht von Oracle, weltweit fulminant begonnen. Die Erlöse aus Neulizenzen für Applikationen stiegen im zweiten Geschäftsquartal (September bis November) um 63 %, für Datenbanken und Middleware um 28 %. Der Umsatz mit Services wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22 %. Im ersten Geschäftsquartal 2008 verzeichneten wir mit einem Plus von 35 % bei den Erlösen aus Software-Neulizenzen das höchste Quartalswachstum seit zehn Jahren. Im zweiten Quartal konnten wir die Erlöse aus Software-Neulizenzen mit einem Plus von 38 % sogar noch verbessern. Auch in Österreich sind wir mehr als zufrieden. Im letzten Quartal konnten wir 54 % der Umsätze im Mittelstand mit Neukunden verzeichnen. Monat für Monat steigen über 50 Unternehmen auf Oracle um. Der Schwerpunkt liegt zwar noch im Bereich Datenbank, wir konnten aber auch bereits erste Erfolge mit der Oracle BI Standard Edition und den anderen neuen Produkten verzeichnen. Für 2008 haben wir uns das Thema Compliance auf die Fahne geschrieben. Die Einhaltung der ab diesem Jahr gültigen Rechtsvorschriften z. B. bei Nachweispflichten ist auch für den Mittelstand ohne IT kaum bzw. nicht mit vernünftigem Aufwand realisierbar. Hier sehen wir großen Bedarf bei mittelständischen Unternehmen und können diesen dank unseres umfangreichen Portfolios optimal für die Firmen abdecken. Mag. Pascha Soufi-Siavoch TGB Director SEE & AT Liebe Leserinnen und Leser, nicht nur die neue EU-Richtlinie war für uns Anlass, einen Schwerpunkt dieser Ausgabe dem Thema Identity Management zu widmen. Die aktuellen Ereignisse in Großbritannien zeigen erschreckend auf, wie wenig ausgereift die Kontroll- und Sicherheitssysteme mancher Organisationen auf der Insel sind. Und wenn wir ehrlich sind auch in manchen österreichischen Unternehmen und Organisationen ist das Bewusstsein für notwendige Kontrollmechanismen noch zu wenig ausgeprägt. Das ist zwar ein herausragendes Zeichen für das positive gesellschaftliche Klima in unserem Land, das Zusammenleben und -arbeiten ist nicht von Angst und Misstrauen geprägt, es birgt aber gleichzeitig auch große Risiken, vor denen man nicht die Augen verschließen darf. Die Praxisberichte unserer Partner, deren Angebote sowie aktuelle Informationen zu den kommenden Veranstaltungen sind hoffentlich aber auch für Sie von Interesse. Wir haben uns auf jeden Fall Mühe gegeben, dass auch die dritte Ausgabe für Sie lesenwert ist ob wir das Ziel erreicht haben, entscheiden Sie! Ihr Mag. Alexander Swoboda INHALT Hightech-Engineering verlangt nach zuverlässiger Basistechnologie 3 Identity Management: Anforderungen und Umsetzung in der IT 5 Never change a running System Why not? 7 Immer einen Schritt voraus mit der passenden ERP-Lösung 8 Vereinheitlichung und Optimierung der Personalzeiterfassung 10 Im Gespräch: Die 8. EU-Richtlinie und andere was kommt auf die Unternehmen zu? 11 Aktuelle Webseminare 12 Aktuelle Termine 12 IMPRESSUM: Medieninhaber, Herausgeber u. Eigentümer: Oracle Austria GmbH, 1223 Wien, IZD-Tower, Wagramer Straße 17 19, FN 38835k Handelsgericht Wien, UID ATU Redaktion, Layout, Satz: creapower OG, Druck: OHA Druck GesmbH, Traun, Fotos: H. Beilschmidt, Fotograf Wilke, Multidata, Photocase.de, STIWA Oracle. Oracle (NASDAQ: ORCL) is the world s largest enterprise software company. For more information about Oracle, visit our Web site at Trademarks Oracle is a registered trademark of Oracle Corporation and/or its affiliates. Other names may be trademarks of their respective owners. Oracle haftet nicht für Angebote, Produkte und Dienstleistungen von Partnern. 2

3 Hightech-Engineering verlangt nach zuverlässiger Basistechnologie Performance und Stabilität machen Oracle zur strategischen Plattform für die STIWA-Entwicklung Ich brauche ein System, das für unsere Arbeitsprozesse geeignet ist. Wie das technisch umgesetzt wird, ist mir egal. So oder so ähnlich lautet nicht selten das Feedback mancher Entscheidungsträger in mittelständischen Unternehmen, wenn man sie zur Technologie-Strategie beim Einsatz neuer IT-Lösungen befragt. Das kann unangenehme Folgen haben, wobei die Vorgehensweise verständlich ist. Funktionalität und Problemabdeckung stehen im Vordergrund, IT zählt nicht zu den Kernkompetenzen, man verlässt sich bei Technologie-Entscheidungen auf den Implementierungspartner. Auch bei STIWA Fertigungstechnik spielte die zugrundeliegende Datenbank-Technologie nur eine nachrangige Rolle, als sich das Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Oracle Partner TECHSOFT für eine Engineering- Umgebung entschied, die auf der Oracle Datenbank aufsetzt. Heute weiß man in Konstruktion und Fertigung, wie richtig die Entscheidung war. Wir sehen das intern bei Systemen, denen eine andere Technologie zugrunde liegt, sagt Thomas Mayer, CAD- Verantwortlicher der STIWA Fertigungstechnik. Ob Stabilität, Performance oder Funktionsumfang die Oracle Datenbank hat in allen Bereichen die Nase vorn. Für uns ist Oracle definitiv die strategische Plattform, da wir in unseren zeitkritischen Entwicklungsprojekten keinerlei Risiken eingehen können. Internationale Erfolge dank schlagkräftiger Anlagenentwicklung STIWA Fertigungstechnik mit Zentrale in Attnang-Puchheim ist ein in Europa führendes Unternehmen im Bereich Produktund Montageautomation. Das Unternehmen, das 1972 gründet wurde, erzielte in 6 Werken in Österreich und Deutschland einen Umsatz von ca. 92,5 Millionen Euro. STIWA plant, erzeugt und liefert komplette Automationslösungen inklusive automationsgerechter Produktgestaltung und verfolgt dabei eine ausgeprägte Stammkundenstrategie, die auf enge Zusammenarbeit mit Kunden über den ganzen Lebenszyklus der Anlage ausgelegt ist. Die Automationslösungen kommen auch an zwei STIWA-Standorten zum Einsatz, an denen im Kundenauftrag Produkte und Baugruppen gefertigt werden. Die von STIWA entwickelten Fertigungsanlagen werden laufend erweitert bzw. umgebaut, da Änderungen an den zu fertigenden Endprodukten Veränderungen an den Anlagen bzw. Neuentwick lungen nach sich ziehen. Mehr als 30 komplexe Anlagen und zahlreiche klei nere Systeme und Umbauten werden jährlich realisiert. Die Anlagen haben im Durchschnitt 20 Arbeitsstationen, die aus bis zu 3000 Teilen (ohne Normteile) bestehen. Kritischer Erfolgsfaktor: Zentrale Verfügbarkeit der Informationen Die zentrale Komponente der STIWA-Umgebung bildet das Technische Informationssystem (TIS), das auf dem Produktdatenmanagement-System (PDM) CoCreate Model Manager und damit der Oracle Datenbank basiert. Alle Datenflüsse zwischen Planung, Konstruktion, Fertigung und Einkauf werden darüber konsolidiert. Rund % unserer Anlagen basieren auf Standard-Bausteinen, der Rest wird auftragsbezogen neu entwickelt, sagt Thomas Mayer. Um diesen Standardisierungsgrad möglichst effizient einzuhalten, ist der automatisierte Abgleich zwischen ERP, CAD, PDM und CAM von enorm großer Bedeutung. Auftrags- und Produktplanung werden bei STIWA im ERP- System abgewickelt. Im Zuge der Planung wird der Auftrag in Anlagenmodule, Funktionseinheiten und Baugruppen strukturiert. Verfügbare Standard-Bausteine, die mit ihrer zugehörigen Stückliste im ERP-System gewartet werden, werden identifiziert und der Auftragsstruktur zugeordnet. Die Auftragsstruktur wird automatisch im PDM-System abgebildet. Neben AUS DER PRAXIS 3

4 Unternehmensprofil AUS DER PRAXIS Auftragsdaten werden auch die Stücklisten der im Auftrag verwendeten Standard-Bausteine sowie zugehörige Artikeldaten automatisch ins PDM-System übernommen. Änderungen der Auftragsstruktur oder der Stammstücklisten sind nicht möglich, Inkonsistenzen können keine entstehen. Performance auch bei dezentraler Auftragsentwicklung sichergestellt Da sowohl das PDM-System als auch das ERP-System an allen Standorten zentral zur Verfügung stehen, kann die Bearbeitung des Auftrags an die Konstrukteure je nach Auslastung standortübergreifend verteilt werden. Jeder Konstrukteur bearbeitet in CoCreate OneSpace Modeling ein Modul mit Funktionseinheiten, für die jeweils einzelne Stücklisten generiert werden, da eine Gesamtstückliste aufgrund der großen Anzahl an Bauteilen nicht handhabbar ist. Durch die enge Integration stehen dem Konstrukteur während der Entwicklung mit Designer Modeling sämtliche Artikel- und Materialinformationen aus dem ERP-System zur Verfügung. Er kann jederzeit aktuell prüfen, ob notwendige Komponenten auf Lager sind oder beschafft werden müssen, kennt Preise und Lieferzeiten verschiedener Lieferanten und kann die Zukaufteile entsprechend auswählen. Man kann sich leicht vorstellen, dass wir hier je nach Projekt bis zu 3 Tage Zeit einsparen. Die Größenordnung der reduzierten Kosten haben wir nicht gemessen, sie müsste aber irgendwo zwischen 5 und 15 % liegen. Verfügbare Teile, die nicht zum STIWA-Standard gehören und daher nicht im ERP-System als Standardteile gehalten werden, können dank komfortabler Suchfunktionen des PDM- Systems ebenfalls wieder und weiter verwendet werden. Für die Konstruktion brauchbare Teile werden unter einem neuen, auftragsspezifischen Namen, der generiert wird, einfach kopiert, sagt Thomas Mayer. Sobald eine auftragsbezogene Funktionseinheit in Modeling fertiggestellt ist, übergibt der Konstrukteur die zugehörige Auftrags-Stückliste und auftragsbezogenen Artikel per Knopfdruck an das ERP-System. Allein hier ersparen wir uns je Modul einige Stunden unnötige Arbeit von Fehleingaben ganz abgesehen, meint Thomas Mayer. Der Einkauf beschafft die Zukaufteile bei den ausgewählten Lieferanten. Im ERP-System werden auch Zeichnungsinformationen abgelegt, so dass Einkauf, Fertigung und Montage Zugriff auf alle Zeichnungen haben. Die 3D-Modelle werden, gemeinsam mit evt. bereits vorhandenen NC-Programmen aus Model Manager, an das CAM-System übergeben. Dort wird das 3D-Modell noch an die Fertigungsanforderungen angepasst, das überarbeitete CAM-Modell STIWA Fertigungstechnik Attnang-Puchheim Mitarbeiter: 1000 Umsatz: ca. 92,5 Mio. Branche: Anlagenbau wird dann gemeinsam mit dem generierten NC-Programm in Model Manager abgespeichert. Zuverlässigkeit von Anfang an Nahezu alle Mitarbeiter aus Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Fertigung greifen auf die Oracle basierte Engineering-Umgebung von STIWA zu. Probleme mit der Datenbank hat es seit Anfang an aufgrund der hohen Stabilität und Performance nie gegeben und auch für kritische Situationen wie flächendeckende Stromausfälle aufgrund von Naturereignissen sieht man sich bei STIWA bestens gewappnet. Mehr als 2 Millionen verschiedene Bauteile, Baugruppen oder Programme werden heute im PDM-System verwaltet, das entspricht ungefähr 12 Gigabyte an Daten. Das ist im Vergleich zu dem Datenvolumen bei Banken sicher kein nennenswertes Volumen, meint Thomas Mayer abschließend. Der performante Zugriff und die Sicherheit aufgrund der Stabilität der Oracle Technologie sind für unsere wirklich unternehmenskritische Engineering-Umgebung aber von entscheidender Bedeutung. 4

5 Identity Management: Anforderungen und Umsetzung in der IT Herbert Beilschmidt, Principal Sales Consultant von Oracle Austria, geht in seinem Beitrag auf die technischen Anforderungen und den Leistungsumfang der Oracle Identity&Access Management Suite ein. Einer der Eckpfeiler der 8. EU- Richtlinie, die in Österreich im Unternehmensrecht-Änderungsgesetz mit Ende Juni 2008 umgesetzt wird, ist der Aufbau eines internen Kontrollsystems für alle finanzkritischen Prozesse, z. B. Rechnungslegung. Für die betroffenen Unternehmen bedeutet dies ab Juli 2008, dass einerseits das Management die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems bescheinigen und andererseits der Wirtschaftsprüfer diese Angaben überprüfen und bestätigen muss. Als Ausgangspunkt dient oft eine sogenannte Who has what - Liste eine Aufstellung aller Berechtigungen von Mitarbeitern in kritischen Systemen. In dieser Situation bietet sich die Einführung einer zentralen Sicherheitsinfrastruktur an, die obige Aufgaben automatisiert und die jährlich wiederkehrenden Berichte für den Wirtschaftsprüfer auf Knopfdruck ausgibt. Die Oracle Identity & Access Management Suite stellt als Compliance- Werkzeug eine enterprisefähige Lösung für die Provisionierung von Accounts und Berechtigungen sowie eine Single-Sign-On-Infrastruktur für Web und Client dar. Benutzer- und Rollenverwaltung Das Kernstück Oracle Identity Manager als Provisionierungslösung bietet Funktionalitäten für Rollenmanagement, Antragsund Genehmigungsverwaltung, richtlinienbasierte Berechtigungsvergabe, flexible Integration in vorhandene Infrastruktur sowie zur Automatisierung von Auditund Compliance-Aufgaben. Benutzerdaten können entweder zentral, dezentral oder im Self-Service-Verfahren verwaltet werden. Das flexible Security- Framework erlaubt die Delegation von Administrationsfunktionen an beliebige Gruppen oder Benutzer. Zur weiteren Entlastung der Administratoren bzw. des Helpdesks können die Benutzer ihr Passwort mittels der Self-Service-Fähigkeiten des Oracle Identity Managers selbst zurücksetzen. Diese Änderungen werden auf Wunsch auch an die Zielsysteme weitersynchronisiert. Genehmigungs- und Anfrageverwaltung Der Oracle Identity Manager besitzt eine integrierte Workflow- Engine zur Automatisierung von Genehmigungsläufen und zur Erfassung von Anträgen für Systemzugriffe. Nach erfolgter Konfiguration können Mitarbeiter aus einer Liste der für sie vorgesehenen Ressourcen wählen und einen Antrag auf Systemzugriff stellen. Genehmigen Administratoren und/ oder Vorgesetzte diesen Antrag, übernimmt der Oracle Identity Manager die automatisierte Erstellung des Accounts bzw. die Vergabe der Berechtigung mit einem Provisionierungsworkflow. Alle Läufe der Workflow-Engine werden protokolliert und stehen damit für spätere Auswertungen zur Verfügung. Falls ein Provisionierungsprozess aus technischen Gründen fehlschlägt, können dynamische Fehlerbehandlungsroutinen eingreifen. Vergabe von Berechtigungen gemäß Richtlinien Die Policy-Engine des Oracle Identity Managers sorgt für feingranulare Rechtezuteilungen innerhalb der Zielsysteme. Basierend auf Attributen des Benutzers (z. B. Abteilung) kann per Regel eine Gruppenzugehörigkeit vergeben werden. Nach Abarbeitung aller Regeln gemäß ihrer Priorität ergibt sich ein endgültiges Berechtigungsset des Benutzers, welches dann vom Provisionierungsworkflow in den Zielsystemen umgesetzt wird. Mit diesen Funktionalitäten lässt sich sowohl das Modell der role-based Access Control (RBAC) als auch das weiterentwickelte Modell der attribute-based Access Control (ABAC) realisieren. LÖSUNGEN 5

6 Durch protokollierte Rechtevergabe über das Identity Management System lassen sich Berechtigungen des Mitarbeiters jederzeit widerrufen. Integration in die bestehende Systemlandschaft LÖSUNGEN Als wichtigster Integrationspunkt ist die Ankopplung an ein Personalsystem zu sehen. Der Oracle Identity Manager bezieht Bewegungsdaten (Neueinstellung, Austritt, Jobwechsel) direkt aus dem HR-System und kann automatisiert darauf reagieren. Die Ankopplung an ein führendes System erhöht ebenfalls die Effektivität des Kontrollsystems. Zur Integration von HR-Systemen bzw. zur Anbindung von Zielsystemen verwendet der Oracle Identity Manager Java-basierte Connectoren, die ohne Installation am Zielsystem auskommen. Sollte für eine Applikation kein passender Adapter verfügbar sein, lässt sich mit der mitgelieferten Adapter Factory leicht das Grundgerüst eines Connectors erstellen, in dem dann nur noch der spezifische Java- Code ergänzt werden muss. Audit und Compliance Der Oracle Identity Manager zeichnet alle Berechtigungsvergaben sowie den Genehmiger in einer Datenbank auf und hält sie historisch zur Abfrage via SQL mit Standard-Reporting-Werkzeugen fest. Weiters werden die Daten aller Genehmigungsläufe (z. B. Attribute, Genehmiger, Kommentare) erfasst und stehen ebenfalls für die 20 Standard-Reports oder eigene Berichte zur Verfügung. Zur wirksamen Kontrolle müssen die Zielsysteme vor nicht richtlinienkonformen Veränderungen geschützt werden. Der Oracle Identity Manager inventarisiert daher die Zielsysteme auf regelmäßiger Basis und ordnet die gefundenen Accounts und Berechtigungen Mitarbeitern zu. Misslingt die Zuordnung, wird eine Exception ausgelöst. Deren Ablauf kann von der bloßen Dokumentation in einer Exception-Liste über eine Benachrichtigung des Sicherheitsverantwortlichen bis hin zur sofortigen Löschung des betreffenden Accounts reichen. Single-Sign-On Im Rahmen der Identity & Access Management Suite bietet Oracle eine Single-Sign-On-Infrastruktur für Web-Applikationen, den Oracle Access Manager. Dieser besteht aus einem zentralen Policy-Server, der die Berechtigungen aus einem Benutzerverzeichnis abbildet, und aus sog. Enforcement-Points, die als Plug-ins die einzelnen Webserver des Verbunds absichern. Diese Plug-ins gibt es für alle gängigen Produkte. Verfügt man über entsprechende Kenntnisse der Login-Technologie, lässt sich die Integration einer Applikation in diesen Verbund leicht bewerkstelligen. Fehlen sie bei einer zugekauften Applikation, gibt es die Möglichkeit der Single-Sign-On-Integration auf dem Client. Mit dieser Option zur Identity & Access Management Suite, genannt Enterprise Single Sign On (ESSO), werden Passwortdialoge direkt am Client-PC abgefangen und mit Zugangsdaten aus einem zentralen Repository aufgefüllt. Was nun? Die vielfältigen Möglichkeiten bedeuten allerdings nicht, dass Sie als Betroffener der 8. EU- Richtlinie alle diese Funktionen sofort in einem Monsterprojekt umsetzen müssen. Bei der Definition der nächsten Schritte sind vielmehr Augenmaß und der Blick auf das Wesentliche gefragt. Steht nicht ein bereits fertig erarbeitetes Richtlinienkonzept zur Verfügung, hat es sich als gute Praxis erwiesen, das Identity Management System zuerst nur für die dokumentierte Rechtevergabe und die Inventarisierung der vorhandenen Systeme zu nutzen. Zur Komplettierung des Kontrollsystems können in einem weiteren Projektschritt die gewonnenen Erfahrungen zur Aktivierung eines Rollen- und Regelkonzepts sowie zur Implementation von Genehmigungsläufen eingesetzt werden so lässt sich die volle Power eines Identity Management Systems nutzen. 6

7 Never change a running System Why not? Ein Server ist kein Museum Die Oracle Datenbank hat mit jeder neuen Version wichtige Erweiterungen erfahren, die Performance und Sicherheit der darauf basierenden Applikation erhöhen. Die meisten Branchen softwarehersteller, die auf eine Oracle Datenbank aufsetzen, zertifizieren ihre Software auch für die neuesten Oracle Versionen, sodass dem Umstieg auf eine neuere Oracle Version eigentlich nichts im Wege steht. Mit 9i kamen Features wie Real Application Cluster und XML dazu, mit 10g war der Real Application Cluster für die Standard Edition inkludiert, sowie zahlreiche Features zur Selbstverwaltung der Datenbank. In der neuesten Version 11g wurden Features integriert, die die Hochverfügbarkeit erhöhen. Die Performance wurde bei jeder neuen Version gesteigert. Leider gilt in vielen EDV-Abteilungen noch immer die Regel Never change a running system, und so arbeiten viele Betriebe mit alten Oracle Versionen, die nur mehr teilweise oder gar nicht supported sind. Damit Server nicht zu Museen werden, unterstützt DBConcepts seine Kunden, die Oracle Datenbank in Abstimmung mit der Branchensoftware oder der individuellen Anwendung auf die optimale Version zu heben, sodass die Kunden von den vielfältigen Vorteilen auch profitieren. Einige Kunden von DBConcepts haben die Migration auf eine neue Version genutzt, für das Produktionssystem neue Hardware anzuschaffen. Die alte Hardware wird vielfach weiterverwendet, sei es um die Verfügbarkeit zu erhöhen oder um zu einem von der Produktion getrennten Test- oder Auswertungssystem zu kommen. Lizenzen prüfen Durch die Änderung der Oracle Lizenzierungsregeln für Standard Edition und Standard Edition One gibt es trotz Hardware, die auf Quadcore-Prozessoren basiert, erstaunlich günstige Möglichkeiten der Lizenzierung. Dieses Potenzial wird aber häufig nicht ausgeschöpft Grund genug für DBConcepts, die Kunden durch Prüfung der Lizenzen und die Beratung hinsichtlich der Kosten für Neuanschaffung und Support zu unterstützen. Sicherheit sicherstellen Zwei Drittel der Oracle-DBAs spielen keine Sicherheitsupdates ein. Quelle: Computerworld Liegt einmal eine aktuelle Datenbankversion vor, ist es Verantwortung des Administrators, die quartalsweise erscheinenden Critical Patch Updates (CPUs) von Oracle einzuspielen, um im Bereich Fehlerbehebung und Sicherheit auf dem neuesten Stand zu sein. Viele DBAs im Mittelstand sind jedoch neben der Datenbank auch für die Fileserver, das Mailsystem und das Netzwerk verantwortlich, sodass für das Patchen der unternehmenskritischen Oracle Datenbank keine Zeit bleibt oder das Know-how fehlt. Die Experten von DBConcepts patchen nahezu täglich Oracle Datenbanken auf verschiedensten Betriebssystemen, mit verschiedensten Versionen (ab 8i) und in verschiedensten Editionen (Standard und Enterprise Edition). Ab einem Preis von ca. 10 % eines DBA-Gehalts übernimmt DBConcepts die Wartung einer Oracle Datenbank. Alle notwendigen Patches sind vorhanden und mögliche evt. kritische Probleme werden proaktiv erkannt und behoben. Die Zahlung der jährlichen Wartungskosten ermöglicht den professionellen Betrieb, neue Releases und Patches sind ja bereits inkludiert. Die Vorteile daraus werden von den Kunden im Mittelstand leider viel zu wenig ausgeschöpft, so Ing. Klaus-Michael Hatzinger, verantwortlich für die Abteilung Administrative Services von DBConcepts. Weitere Informationen DBConcepts Daten- und Informationsverarbeitungsges.m.b.H. Simmeringer Hauptstraße Wien Tel LÖSUNGEN 7

8 Immer einen Schritt voraus mit der passenden ERP-Lösung Optimierte Geschäftsprozesse in den Bereichen Warenwirtschaft, Vertrieb, Statistikwesen, CRM, Finanzwesen sowie Managementinformation auf Basis der Oracle Datenbank 10g Standard Edition hängige Standardsoftware mit wenig Aufwand von Multidata Software oder gar vom Anwender selbst adaptiert werden kann. PARTNER Der Trend am Markt bewegt sich immer weiter in Richtung umfassender, stark standardisierter Software und weg von Speziallösungen. Der Bedarf der Unternehmen ist dabei branchenübergreifend häufig ähnlich unabhängig von der Firmengröße. Multidata Software hat diesen Trend frühzeitig erkannt und eine ERP-Software entwickelt, die einerseits im Standard alle gängigen betriebswirtschaftlichen Anforderungen der Kunden verschiedenster Branchen abdeckt und andererseits schnell und einfach an spezielle Kundenbedürfnisse anpassbar ist. Mit diesem Erfolgsrezept hat das Unternehmen bereits Eingang in viele verschiedene Unternehmen und Branchen in Österreich und Osteuropa gefunden und ist einer der führenden Softwareanbieter flexibler Warenwirtschaft. Als Entwickler, Hersteller und Verkäufer der Software bietet Multidata beste Unterstützung, angefangen von der Implementierung über die Datenübernahme bis hin zur laufenden Betreuung. Nun haben wir ein funktionales ERP- und Finanz-System, das genau unsere Anforderungen abdeckt, und können auf ein kompetentes Support- und Dienstleistungsangebot zurückgreifen, das darüber hinaus zukunftssicher ist, so das Feedback von Ing. Zibuschka, Managing Director von HORIBA GmbH / Umwelt- und Systemtechnik. Anpassbare Standard-Software Individuelle Anforderungen und auch Branchenspezifika lassen sich meist mit einfachen Adaptierungen des Standards lösen. Die Vorteile liegen daher bei universeller ERP-Standard- Software, die technologisch auf dem neuesten Stand ist und mehr Funktionen bietet. Dies wurde bei der ERP-Software MD Premium optimal umgesetzt, da diese branchenunab- Effiziente Werkzeuge wie der MD Administrator oder MD Designer erleichtern Programmänderungen immens und machen sie kosteneffizient. Weiters profitiert der Anwender vom Prototyping der Entwicklung des Maskendesigns während der Organisationsphase. Die Ergebnisse sind sofort sichtbar, wodurch die Programmierzeit reduziert und kostengünstiger gearbeitet werden kann. Gefragt sind All-In-One - Pakete Die Kunden verlangen nach immer mehr zusätzlichen Funktionen selbst wenn sie Aktivitäten wie CRM oder Projektmanagement noch gar nicht durchführen, so wollen sie dennoch, dass ihre Software sie beherrscht, denn früher oder später sollen die Prozesse im Unternehmen eingeführt werden. Daher hat sich Multidata Software entschieden, derartige Funktionen und Tools in die Standardsoftware zu integrieren. Der Kunde erhält mit dem All-In-One -Paket MD Premium Zusatzfeatures wie CRM, Projektmanagement, Ressourcenerfassung mittels Kalender, Statistikwesen oder direkt an die Software angebundene mobile Lösungen, Finanzsoftware, Kassalösungen usw. 8

9 Innovative Technologiebasis Technologisch up-to-date und dennoch leistbar: Das fordern KMUs von ihrer ERP-Software. Dank der auf den Mittelstand zugeschnittenen speziellen Datenbank-Lizenzierungsmodelle wie z. B. Oracle 10g Standard Edition One ist es möglich, die weltweit führenden Oracle 10g Lösungen kostengünstig in Unternehmen einzuführen. hardwareunabhängig zur Verfügung. Somit können die Benutzer ohne zusätzliche Schulungs- oder Einarbeitungskosten aktuellen Hardwaretrends folgen und sind immer mit einem modernen Softwareinstrumentarium ausgestattet. Merkmale wie.net basierte Entwicklung, XML- Unterstützung, C# und objektorientierte und intelligente Systemarchitektur zeichnen heutzutage innovative Technologie aus und begonnen und hat Tochtergesellschaften sowie Vertriebspartner in vielen CEE-Ländern, um die Kunden vor Ort und in Landessprache zu betreuen wurde Multidata Software sogar mit dem EU Erweiterungsaward durch die Wirtschaftskammer Niederösterreich ausgezeichnet. Durch hohe Innovationsfreudigkeit gelingt es immer, mit neuen Entwicklungen am inländischen und ausländischen Markt zu punkten! Marktchancen Gemeinsam sind wir stark Da internationale Konzerne zunehmend in den Mittelstand drängen und deren Marketingkraft von einzelnen heimischen Unternehmen nicht überboten werden kann, hat Multidata Software 2005 gemeinsam mit weiteren fünf Unternehmen die IT- Unternehmensgruppe Premium Data Group gegründet, der inzwischen neun Mitglieder angehören. PARTNER Der Einsatz der marktführenden Datenbank garantiert die zukunftssichere Verfügbarkeit unternehmenskritischer Daten. Die Verfügbarkeit wichtiger Informationen im Unternehmen erfordert allerdings mehr als nur leistungsstarke Technologien, Netzwerklösungen und offene Systeme. Wichtig sind leicht bedienbare Anwendungen, denn viele Anwender müssen auf unterschiedliche Art und Weise auf die Daten zugreifen. Daher wurden die Frontendtools der MD-Software auf die speziellen Bedürfnissen der Anwender hin entwickelt. Dank Oracle Datenbank stehen die ERP-Lösungen von Multidata sind bei Multidata Software längst Pflichtprogramm(ierung). Erfolgskurs: go East! Seit über 23 Jahren ist die Multidata Software nun am IT-Markt in Österreich und Osteuropa erfolgreich. Der Fokus liegt auf intelligenten, betriebswirtschaftlichen Gesamtlösungen sowie individueller Kundenbetreuung. Die Entwicklung der Software erfolgt ausschließlich in Österreich, der Vertrieb findet aber auch im Ausland (hauptsächlich Osteuropa) statt. Multidata hat mit der Expansion in osteuropäische Länder sehr früh Der vermeintliche Wettbewerbsnachteil des mittelständischen Unternehmens gegenüber dem Konzern entfällt, da man gemeinsam auf viele Ressourcen zurückgreifen kann, gleichzeitig aber die Flexibilität des Mittelstands erhalten bleibt. Weitere Informationen Multidata Software International VertriebsgmbH & Co KG Georg Sigl-Straße Breitenfurt Tel.:

10 Vereinheitlichung und Optimierung der Personalzeiterfassung PARTNER Die Wolf Systembau GmbH ist mit 18 Niederlassungen und rund Mitarbeitern in den Bereichen Fertighaus und Keller, Agrarbau, Hallenbau für Industrie und Gewerbe, Betonbehälter, Forsttechnik sowie Nagelplatten in Mittel- und Osteuropa tätig. Flexible Arbeitszeiten und Schichtbetrieb auf verschiedenen Arbeitsstandorten, oft ohne Büroinfrastruktur mit solch schwierigen Bedingungen war nicht nur die Personalzeiterfassung bei Wolf Systembau konfrontiert sie sind typisch für die Unternehmen in der Baubranche. Die technologische Ausgangssituation war ebenso typisch: Für die beiden Niederlassungen in Österreich mit insgesamt 700 Mitarbeitern erforderte die Personalzeiterfassung, die aus drei verschiedenen, voneinander unabhängigen Systemen bestand, einen hohen Aufwand durch manuelle Eingabe und bot keine Plausibilitätsprüfung. Es bestand Handlungsbedarf. Ziel war die Vereinheitlichung, Automatisierung und Optimierung des gesamten Personalzeiterfassungssystems in der Administration, im Werk und auf der Baustelle. Wolf Systembau entschied sich für SIS-ePZE von der SIS Evosoft EDV GmbH, einem Unternehmen der SIS Gruppe. Das große Plus: Das automatisierte Arbeitszeitmanagementsystem für die Erfassung, Auswertung und Verrechnung von An- und Abwesenheitszeiten kann auch mobil eingesetzt werden. Serverseitig basiert SIS-ePZE auf Windows 2003, der Oracle Datenbank und Java. Clientseitig sind nur der Windows Explorer und Adobe Acrobat Reader erforderlich. Zum Leistungsspektrum gehören u. a.: Führung und Wartung der Personalstammdaten Urlaubs- und Zeitausgleichssalden Bereitstellung der erforderlichen Daten gemäß den Kollektivverträgen Automatische Berechnung der Reisekosten und diverser Zuschläge Zeitsaldenanzeige am Zeiterfassungsterminal Einfache Datenauswertung Automatische Umbuchung der Mehrstunden gemäß Saldenübernahmevorschriften der Zeitmodelle am Monatsende. Innerhalb von nur vier Monaten wurde das SIS-ePZE Personalzeiterfassungssystem mit Schichtmodell eingeführt. Dies umfasste neben der automatischen Schichterkennung sowie Gleitzeit-, Teilzeit-, Fixzeit und Pauschallistenmodell auch die Inbetriebnahme von SIS-AZE für technische Mitarbeiter und des SIS-ePZE OfflineClients zur Zeiterfassung auf der Baustelle. Der wesentliche Nutzen für Wolf Systembau: Transparente Zeiterfassung für Mitarbeiter, Geschäftsführung und Kunden Tagesaktuelle Daten als Grundlage für Planung und Controlling Mobile Offline-Zeiterfassung für Baustellen mit Datenübertragung via Internet oder Handy Glättung der monatlichen Arbeitsspitzen für die Lohnverrechnung Leichte Integration des SIS-Zeiterfassungssystems in die bereits bestehende Infrastruktur des Kunden Automatische Schnittstellen zu anderen Systemen, wie zum Beispiel der Lohnverrechnung SIS gehört zu den größten Systemhäusern Österreichs und bietet ein umfassendes Angebot in den Bereichen Materialwirtschaft, Rechnungswesen, Personalzeiterfassung, CRM, Individualsoftware, Business Intelligence, Unternehmensplanung und Systemintegration. Im Vordergrund stehen Kundenorientierung und die Schaffung und der Ausbau von Wettbewerbsvorteilen durch moderne Informationstechnologie. Oberstes Ziel ist die laufende Optimierung der Geschäftsprozesse der Kunden nach dem Motto straffer, schneller, effizienter. Branchenkenntnis, Know-how aus mehr als 30 Jahren Projekterfahrung und die Bereitschaft, gemeinsam mit den Kunden optimale, anpassungsfähige Softwarelösungen zu entwickeln, machen SIS zu einem starken Partner. Weitere Informationen SIS Gruppe Hofzeile Wien Tel LÖSUNGEN 10

11 Im Gespräch: Die 8. EU-Richtlinie und andere was kommt auf die Unternehmen zu? Mit der 8. EU-Richtlinie wurden 2006 erstmals Grundprinzipien, ähnlich dem Sarbanes Oxley Act aus den USA für die Prüfung in Europa, festgelegt. Damit legt die EU-Kommission einen rechtlichen Regelungsrahmen für die in der EU durchgeführte gesetzliche Abschlussprüfung vor. Diese und andere Vorgaben aus Brüssel sind auch für den Mittelstand in Österreich von Bedeutung. Mag. Günther Göschl, Finzanzdirektor der Oracle Austria GmbH, geht darauf ein, was auf die Unternehmen zukommt. Frage: Welche Bedeutung haben die neuen EU-Richtlinien für den Mittelstand? G. G.: Eine größere als zuerst angenommen. Jedes Unternehmen des öffentlichen Interesses ist davon betroffen. Diesen muss der Wirtschaftsprüfer die Einhaltung testieren. Die Richtlinie enthält u. a. Grundsätze zu allen qualitätsrelevanten Bereichen der Abschlussprüfung, einschließlich der EDV, stellt die Neutralität und Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfer sicher, regelt die Bestellung und Abberufung der Abschlussprüfer und bringt internationale Prüfungsstandards zur Anwendung. Zusätzlich ist die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, Revisionssystems und Riskmanagements zu überwachen. Frage: Glauben Sie, dass die Unternehmen schon ausreichend darauf vorbereitet sind? G. G.: Nein, noch nicht. Es ist zwar bekannt, was der Steuerberater vorschreibt, man weiß aber nicht, welche sonstigen Maßnahmen notwendig sind. Manchem IT-Leiter ist sicher auch nicht bewusst, dass es Bestandteil eines Audits durch den Wirtschaftsprüfer sein kann, dass er nachweisen muss, wer wann und warum auf welche geschäftskritischen Daten zugegriffen hat bzw. Daten verändern durfte. So sollte dokumentiert sein, wer im Unternehmen Zahlungen über E-Banking veranlassen darf. Frage: Bedeutet das nicht, dass ein Regelwerk und umfassende Dokumentation notwendig sind? G. G.: Ja und zwar auf allen Ebenen. So müssen nicht nur Zugriffsberechtigungen nachvollziehbar dokumentiert werden. Es muss für sämtliche abrechnungsrelevanten Prozesse der Ablauf transparent dargestellt sein. Jedes Unternehmen muss für die eigene Organisation Regeln aufstellen und deren Einhaltung sicherstellen. Das kann durchaus sehr ins Detail gehen. Und man muss auch gewährleisten bzw. nachweisen, dass die betroffenen Mitarbeiter diese Regeln auch kennen und anwenden. Es nützt nichts, Regeln einzuführen, an die sich keiner halten kann, weil man sie nicht kennt. Frage: Was heißt das? G. G.: Das lässt sich das am besten anhand der Vorgehensweise bei Oracle erklären. Sämtliche Policies also das gesamte Regelwerk finden sich im Intranet. Ob Finanzen, Reisekosten, Einkauf oder Rechtsabteilung, alle wichtigen Prozesse sind beschrieben. Ein zentrales Service-Center ist dafür verantwortlich, dass diese auf dem neuesten Stand sind. Die Regeln gelten dann in Österreich, Australien oder Kalifornien. Die Mitarbeiter werden per Internet bzgl. der Kenntnis der für ihren Arbeitsbereich relevanten Prozessbeschreibungen überprüft. Das erfolgt bei uns automatisch. Ich musste erst letzte Woche meine Ethik-Prüfung ablegen. Da ging es z. B. um Fragestellungen: Wen darf man bis zu welchen Kosten in ein Restaurant einladen? Der Test hatte es wirklich in sich. Führt ein Mitarbeiter seinen Test nicht fristgerecht durch, wird er und sein Manager auch automatisch daran erinnert. Das ist meiner Ansicht nach wesentlich: Alles, was automatisierbar ist, sollte auch automatisiert umgesetzt werden, weil der bürokratische Aufwand sonst unnötig hoch ist und die Gefahr besteht, dass man jene Regeln, die man als Unternehmen selbst definiert hat, gar nicht einhalten kann. Und das kann unangenehm werden. Frage: Bis wann sollten die Unternehmen denn reagieren? G. G.: Eigentlich bis gestern. Die 8. EU-Richtlinie ist bis zum 29. Juni 2008 umzusetzen, das bedeutet: Viele dieser Maßnahmen müssen im darauf folgenden Geschäftsjahr bereits in Kraft sein. IM GESPRÄCH 11

12 Aktuelle Webseminare *, 10:00 11:00 Uhr Oracle 11g Weltrekord bei Preis/Performance *, 11:00 12:00 Uhr Umstieg von der Oracle Database Standard Edition auf die Enterprise Edition Registrieren Sie sich einfach unter der angegebenen Webseite oder telefonisch unter Die Teilnahme ist kostenlos! *, 09:30 10:30 Uhr Umstieg von der Oracle Database Standard Edition One auf die Standard Edition *, 10:00 11:00 Uhr Wie SOA-ready sind Sie? SOA-Readiness-Check zum Fixpreis * Sollten Sie zum jeweiligen Termin keine Zeit haben, stehen wir Ihnen natürlich auch gerne für eine persönliche Webkonferenz zur Verfügung. Aktuelle Termine AKTUELLES Oracle Technology Roadshow Auch dieses Jahr präsentiert das Oracle Austria Team wieder zahlreiche interessante Technologie-Themen on the road. Schwerpunkte sind diesmal: Database Security Manageability Performance & High Availability Datenintegration Termine & Orte: : Graz, Kunsthaus : Wien, Urania : Linz, Hotel Schillerpark : Dornbirn, Hotel Martinspark Anmeldung: Enterprise Performance Management Summit Erstmals nach der Hyperion- Übernahme findet in Österreich das Oracle Enterprise Performance Management Summit statt. Es erwarten Sie spannende Beiträge von namhaften Kunden, wie OMV, Rettig und Hutchison 3G, 10 renommierten Oracle Partnern wie der Skytec AG, einem Analysten des BARC Instituts samt lokalen und EMEA Oracle Experten. Neben Erfahrungsberichten und Lösungen zu den Themen Data Governance, Financial Management und Business Intelligence inklusive einiger Produktneuheiten wollen wir Ihnen Oracles Roadmap und Strategie im Bereich Enterprise Performance Management vorstellen. Einer der Höhepunkte bildet der CFO- Roundtable mit hochkarätigen CFOs geleitet von Günther Göschl, CFO Oracle Austria. Termin & Ort: , Wien, Floridotower Anmeldung per an Weitere Informationen zu den Dienstleistungen und Lösungen von Oracle für kleine und mittelständische Unternehmen erhalten Sie unter der Telefonnummer und der -Adresse Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen auch gerne, den richtigen Oracle Partner zu finden. THE INFORMATION COMPANY Oracle Austria GmbH, IZD-Tower, Wagramer Straße A 1223 Wien, FN 38835k; Handelsgericht Wien

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