Ökosoziales Prozessmanagement

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1 Fachhochschule Burgenland GmbH Campus 1 A-7000 Eisenstadt Ökosoziales Prozessmanagement Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Science in Engineering (MSc) Betreuer: Dr. Maximilian Kobler Eingereicht von: Gerald Seidler Bakk.techn. Personenkennzeichen: Datum: 12. Juni 2015

2 Vorwort Die Vorliegende Masterarbeit ist im Zuge des berufsbegleitenden Studiums Business Process Engineering & Management an der FH Burgenland entstanden. An dieser Stelle möchte ich mich für die konstruktive Zusammenarbeit mit meinem Betreuer Dr. Maximilian Kobler bedanken. Ebenso gilt mein Dank Prof. Wolfgang Mathera, der den Einsatz der urheberrechtlich geschützten und lizenzpflichtigen Triple-M Methode in dieser Arbeit persönlich genehmigt und kostenfrei ermöglicht hat. Weiters möchte ich das Bibliotheks- Team der FH Burgenland am Standort Eisenstadt hervorheben, welches mir stets rasch und unbürokratisch bei der Beschaffung der notwendigen Literatur geholfen hat. Und schließlich möchte ich mich besonders bei meiner Frau Jasmin und bei meinen Kindern Viktoria und Vincent bedanken, die mich in dieser intensiven Phase meines gleichzeitigen Familien-, Berufsund Studierendenlebens unterstützt und am richtigen Weg gehalten haben. Gerald Seidler Eisenstadt, 12. Juni 2015 I

3 Kurzfassung Deutsch Ökologische und soziale Nachhaltigkeit ist heutzutage in Unternehmen und Non-Profit- Organisationen (NPOs) ein allgegenwärtiges Thema (z. B. Umwelt-Zertifizierungen, Energieeffizienz, Arbeitsplatzergonomie, Ökologischer Fußabdruck) - mit der Tendenz in Zukunft noch stärker nachgefragt zu werden. Die vorliegende Arbeit richtet sich an Unternehmen und NPOs und unterstützt diese durch die vorgestellte Methode des Ökosozialen Prozessmanagements bei der Implementierung ihrer Nachhaltigkeitsziele im Geschäftsprozessmanagement. Dafür wurden auf Basis des Design Science Research Ansatzes (nach Hevner) einerseits ein Klassifikationsmodell und ein Katalog entwickelt. Diese dienen der Identifikation von potentiellen ökologischen und sozialen Aspekten bzw. der Prüfung, ob bereits ermittelte Aspekte im Geschäftsprozessmanagement überhaupt Anwendung finden können. Andererseits wurde ein Vorgehensmodell konzipiert, das die Organisation ganzheitlich bei der Implementierung dieser Aspekte im Geschäftsprozessmanagement unterstützt von der Vision bis hin zur Abbildung im Prozessmodell. Im Zuge der Evaluation wird gezeigt, wie die vorgestellte Methode unter Einsatz von Business Process Model and Notation (BPMN) 2.0, Mathera-Matrix-Methode (Triple-M) und Aktivitätsdiagramm eingesetzt werden kann. Mit den Ergebnissen dieser Arbeit erhalten ökologisch und sozial nachhaltig agierende Organisationen einen Werkzeugkasten, um diese Nachhaltigkeit auch in ihren Geschäftsprozessen verankern zu können. II

4 Abstract Environmental and social sustainability is an omnipresent topic in companies and non-profit organisations (NPO) (e.g. environmental certification, energy efficiency, health & safety, Ecological Footprint) nowadays with the tendency to become even more important in the future. This study is aimed at those companies and NPOs to support them in the implementation of their sustainability targets in business process management through the proposed method of EcoSocial Process Management. For this reason a classification model and a catalogue were developed based on Hevner s Design Science Research approach. These artefacts provide a basis for the identification of potentially relevant environmental and social aspects, as well as for the testing of already identified aspects with regard to their applicability in business process management. Furthermore, a procedure model was designed which supports the organisation in the implementation of those aspects in business process management in a holistic way topdown from the vision to the process model. The evaluation of the method demonstrates how it can be applied by using Business Process Model and Notation (BPMN) 2.0, Mathera-Matrix- Methode (Triple-M) and Activity Diagram. With the results of this thesis, environmentally and socially oriented organisations obtain a toolbox to include this kind of sustainability into their business processes. III

5 Inhaltsverzeichnis Seite 1 Einleitung Problemstellung Zielsetzung Grundlagen Prozessverständnis Nachhaltigkeit, Ökosozial und Gemeinwohl Modelle, Artefakte und Methode Stand des Wissens Vorgangsweise und Methoden Vorgangsweise Methodik Artefakt- und Methodenbildung Klassifikationsmodell und Katalog Ziele Ablauf Modellbildung Klassifikationsmodell Katalog Handlungsleitfaden Prozessmodellierung Ziele Auswahl Modellierungssprachen Ablauf Modellbildung Handlungsleitfaden Prozessmodellierung Vorgehensmodell Ökosoziales Prozessmanagement Evaluation Ökosoziales Prozessmanagement Methodik und Ablauf Unternehmensziele ermitteln Analyse Prozessmodellierungssprache Ökologische und soziale Kennwerte definieren Kennwerte auf Anwendbarkeit prüfen Klärung der Aufgabenstellung Darstellungsform wählen IV

6 5.4.8 Prozessmodell Ergebnisse Ergebnisse und Schlussfolgerungen Ergebnisse Erkenntnisse Kritische Betrachtung, Limitierungen und Ausblick Beantwortung der Forschungsfragen Zusammenfassung Verzeichnisse Literaturverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abkürzungen Anhang Anhang A Analyse Sub-Indikatoren (Gemeinwohl-Matrix) Anhang B Beispiel PEF (Europäische Kommission, 2013, S ) Anhang C Gemeinwohl-Matrix Anhang D Fallbeschreibung Bikers Solution V

7 1 Einleitung In diesem Kapitel werden die Problemstellung und Relevanz des Themas beschrieben, sowie die Zielsetzung und die Forschungsfragen definiert. 1.1 Problemstellung Ökologische und soziale Aspekte werden in der ökonomisch getriebenen Geschäftswelt immer wichtiger. So sind bereits weit verbreitete Bestrebungen, um ökologische und soziale Themen in Firmenleitbildern zu verankern bzw. eigene darauf ausgelegte Unternehmensleitbilder (z. B. CSR-Leitbilder, Öko-Leitbilder, Nachhaltigkeitsleitbilder) zu implementieren, zu beobachten. Exemplarisch dafür zeigt Gaida (Gaida, 2013, S. 246) die Nachhaltigkeitsvision bzw. strategie der Unternehmen Procter & Gamble und Henkel. Ebenso ist zu beobachten, dass bereits viele Unternehmen Zertifizierungen nach einschlägigen Standards anstreben wie zum Beispiel - ISO 26000:2010: Guidance on social responsibility (ISO 26000: : Guidance on social responsibility, 2010) oder - ISO 14004:2010: Umweltmanagementsysteme (ÖNORM EN ISO 14004: : Umweltmanagmentsysteme - Allgemeiner Leitfaden über Grundsätze, Systeme und unterstützende Methoden, 2010). Diese Leitbilder und Zertifizierungen haben direkten Einfluss auf die strategische Ebene der Unternehmensführung. Lt. Gadatsch (Gadatsch, 2012, S. 1-4) leiten sich Prozesse aus der strategischen Ebene ab. Den Weg von der normativen Ebene (Leitbild/Vision/Mission) über die strategische Ebene, hin zum Prozessmanagement in der operativen Ebene zeigen Wagner & Patzak (2007, S. 3). Diesen Gedankengängen folgend, führt eine Verankerung von ökologischen und sozialen Aspekten in Organisationsleitbildern bzw. die Befolgung ökologischer und sozialer Zertifizierungsauflagen dazu, dass diese Aspekte auch in die Prozesse der jeweiligen Organisation einfließen müssen. Daraus lässt sich ableiten, dass es einer Methodik für die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte im Prozessmanagement bedarf, welche die Organisation ganzheitlich von der Vision bis hin zur Modellierung und Performance-Messung einzelner Prozessschritte unterstützt. 1

8 1.2 Zielsetzung Die Feststellung, dass ökologische und soziale Aspekte im Prozessmanagement von Relevanz sind (zumindest sofern diese aus der normativen bzw. strategischen Ebene einer Organisation abgeleitet werden), führt zur zentralen Fragestellung dieser Arbeit: FF: Wie können ökologische und soziale Aspekte im ökonomisch getriebenen Geschäftsprozessmanagement berücksichtigt werden? Es wird nach einer Methode zur Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte im Geschäftsprozessmanagement gesucht. Zur näheren Spezifikation werden folgende Unterfragen gestellt, wodurch auch die Richtung der Arbeit konkretisiert wird: UF1: Welche Kategorien von ökologischen und sozialen Aspekten sind im Prozessmanagement mess- und bewertbar? Voraussetzung für die Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten im Prozessmanagement ist die Möglichkeit, diese Aspekte messen bzw. bewerten zu können. Denn die Berücksichtigung solcher Aspekte ist nur dann sinnvoll, wenn - ein Status-quo ermittelt werden kann und auf diesen aufbauend - verglichen und - optimiert werden kann. Als Grundlage für die Ermittlung der ökologischen und sozialen Aspekte wird das Modell der Gemeinwohl-Bilanz (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013a) bzw. die dort definierte Gemeinwohl-Matrix (Verein zur Förderung der Gemeinwohl- Ökonomie, 2013b) in der aktuellen Version 4.1 herangezogen. Diese umfasst 17 Kategorien (Indikatoren genannt), die jeweils wiederum in weitere Sub-Indikatoren unterteilt werden und jeweils in vier Abstufungen (Reifegraden) bewertet werden können. Diese Indikatoren und Sub-Indikatoren werden einzeln auf ihre Anwendbarkeit auf das Prozessmanagement geprüft und somit ein Klassifikationsmodell für soziale und ökologische Aspekte erzeugt. Dieses wird anschließend um die negativen Fälle bereinigt zu einem Katalog zusammengefasst, welcher die für das Prozessmanagement potentiell relevanten Kategorien von ökologischen und sozialen Aspekte enthält. Nachdem geklärt ist, welche ökologischen und sozialen Aspekte berücksichtigt werden können, lässt sich die zweite Unterfrage adressieren: UF2: Wie können ökologische und soziale Aspekte in der Prozessmodellierung berücksichtigt werden? 2

9 Im ersten Schritt wird aufgrund der Analyse der Prozessmodellierungssprachen - BPMN 2.0 (Object Management Group (OMG), 2013) und - Triple-M (Roithmayr et al., 2015) ein Handlungsleitfaden zur Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte in der Prozessmodellierung erstellt. Die Ergebnisse der beiden Unterfragen werden anschließend zu einem Vorgehensmodell zusammengeführt. Zur Evaluation des Vorgehensmodells bzw. der gesamten Methode wird die Anwendbarkeit anhand eines Demonstrationsbeispiels gezeigt. Dabei erfolgt die Umsetzung exemplarisch anhand der Prozessmodellierungssprachen - BPMN 2.0, - Triple-M und - UML 2.0 Aktivitätsdiagramm (Object Management Group (OMG), 2011). Zielgruppe dieser Arbeit sind Organisationen, die ökologische und soziale Elemente in ihren Leitbildern, Visionen, Missionen und Strategien verankern. Die vorgestellte Methode Ökosoziales Prozessmanagement unterstützt diese Organisationen bei der Ableitung von ökologischen und sozialen Kennwerten und bei der Berücksichtigung dieser im Prozessmanagement. Der Einsatz dieser Methode macht eine Organisation nicht ökologischer oder sozialer, sondern soll bei der Verankerung der ökologischen und sozialen Aspekte im Prozessmanagement bzw. in der Prozessmodellierung helfen. 3

10 2 Grundlagen In diesem Kapitel erfolgt die Beschreibung bzw. die Definition zentraler Begriffe, die dieser Arbeit als Grundlage dienen. 2.1 Prozessverständnis Die Begriffe im Bereich des Geschäftsprozessmanagements sind nicht eindeutig definiert und werden in der Literatur unterschiedlich verwendet. Nachfolgend werden die in dieser Arbeit verwendeten Definitionen angeführt und präzisiert. Der Begriff Prozess wird in dieser Arbeit immer synonym mit dem Begriff Geschäftsprozess verwendet und verstanden. Dabei wird die nachfolgende Definition zur Anwendung gebracht. Ein Geschäftsprozess ist eine zielgerichtete, zeitlich-logische Abfolge von Aufgaben, die arbeitsteilig von mehreren Organisationen oder Organisationseinheiten unter Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien ausgeführt werden können. Er dient der Erstellung von Leistungen entsprechend den vorgegebenen, aus der Unternehmensstrategie abgeleiteten Prozesszielen. Ein Geschäftsprozess kann formal auf unterschiedlichen Detaillierungsebenen und aus mehreren Sichten beschrieben werden. Ein maximaler Detaillierungsgrad der Beschreibung ist dann erreicht, wenn die ausgewiesenen Aufgaben je in einem Zug von einem Mitarbeiter ohne Wechsel des Arbeitsplatzes ausgeführt werden können (vgl. Gehring 1998). (Gadatsch, 2012, S ) Für die in der o. a. Definition angeführte Aufteilung in Prozessebenen gibt es in Literatur und Praxis vielfältige Benennungen, was von Ringswirth (2014, S ) übersichtlich dargestellt wird. In dieser Arbeit werden die Prozessebenen analog zu Schmelzer & Sesselmann (2013, S ) verwendet: Tabelle 1: Prozessebenen Ebene Bezeichnung 1 Geschäftsprozesse 2 Teilprozesse 3 Prozessschritte 4 Arbeitsschritte 5 Aktivitäten Der benötigte Detaillierungsgrad ist dabei abhängig vom betrachteten Prozess. Erst bei Einsatz eines Workflow-Management-Systems wird eine Strukturierung bis auf Ebene der Aktivitäten 4

11 notwendig (Schmelzer & Sesselmann, 2013, S ). Dabei ist zu beachten, dass diese Aktivitäten-Ebene sich allerdings bereits unterhalb des maximalen Detaillierungsgrad lt. der o. a. Definition des Geschäftsprozesses befindet. Ob der maximale Detaillierungsgrad auf Ebene des Prozessschritts oder des Arbeitsschritts erreicht ist, ist vom jeweils betrachteten (Teil-) Prozess abhängig. Zur Vereinfachung der Lesbarkeit wird in dieser Arbeit insbesondere in Kapitel 5 Artefakt- und Methodenbildung - der Begriff Prozessschritt generisch für die jeweils detaillierteste betrachte Prozessebene verwendet. Der Begriff Prozessmanagement wird in dieser Arbeit synonym mit dem Begriff Geschäftsprozessmanagement verwendet und bedient sich folgender Definition: Geschäftsprozessmanagement ist ein integriertes System aus Führung, Organisation und Controlling zur zielgerichteten Steuerung und Optimierung von Geschäftsprozessen. Es ist auf die Erfüllung der Bedürfnisse der Kunden sowie anderer Interessensgruppen ausgerichtet und dient dazu, die strategischen und operativen Ziele der Organisation bzw. des Unternehmens zu erreichen. (Schmelzer & Sesselmann, 2013, S. 6) Im Zuge der Prozessmodellierung werden Realitätsausschnitte aus einem Geschäftsfeld unter einer fachlich-konzeptionellen Perspektive in einem Geschäftsprozess (Gadatsch, 2012, S. 2) abgebildet. Diese Abbildung kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen, was durch die Prozessmodellierungssprache festgelegt wird. In dieser Arbeit werden auch ganze Prozessmodellierungsmethoden (wie z. B. Triple-M) als Prozessmodellierungssprache bezeichnet, wenn im jeweiligen Kontext nur der Bestandteil der Prozessmodellierungssprache bzw. Notation gemeint ist. 2.2 Nachhaltigkeit, Ökosozial und Gemeinwohl Die Definition des Begriffs Nachhaltigkeit geht auf den sogenannten Brundtland Bericht aus dem Jahr 1987 zurück: Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs. (Brundtland, 1987, S. 54). Darauf aufbauend führte Elkington den Begriff der Triple Bottom Line ein (Elkington, 1997), welche sich aus folgenden drei Bestandteilen (Bottom Lines) zusammensetzt: - Soziales, - Ökonomie und - Umwelt (im Sinne von Ökologie). Zusammengefasst ergibt sich für die nachhaltige Entwicklung das nachfolgende Bild. 5

12 Abbildung 1: Konzept der Nachhaltigkeit (in Anlehnung an Cleven et al., 2011, S. 481) Wie im Kapitel 3 Stand des Wissens ausgeführt wird, wird der Begriff der Nachhaltigkeit im Umfeld des Prozessmanagements nicht eindeutig verwendet. Um deutlich zu machen, dass es in dieser Arbeit um die Berücksichtigung aller drei Bottom Lines geht, wird der Begriff Ökosozial verwendet, der die Wörter ökologisch und sozial zusammenführt. Das Begriffsverständnis leitet sich aus der Ökosozialen Marktwirtschaft ab. Die Ökosoziale Marktwirtschaft, Ende der 1980er Jahre entwickelt, beinhaltet neben einer funktionierenden Marktwirtschaft soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung als grundlegende Ziele. Als Weiterführung der Sozialen Marktwirtschaft wurde neben den beiden Eckpunkten Wirtschaftswachstum und soziale Sicherheit auch die Sicherung einer intakten Umwelt als wichtiges Standbein einer modernen Gesellschaft erkannt. Ziel ist ein dauerhaftes Gleichgewicht zwischen Ökologie, Sozialem und Ökonomie. (Buczko et al., 2010, S. 5-8) Im Umfeld der Nachhaltigkeit und des ökosozialen Ansatzes existiert der Begriff des Gemeinwohls, der bereits auf die Antike zurück geht und von Aristoteles in dessen Werk Politik (Bernays, 1872, S. 172) verwendet wurde. Ein verhältnismäßig neuer Ansatz ist die Gemeinwohl-Ökonomie, welche als Vision von Sikora & Hoffmann (Sikora & Hoffmann, 2001) entworfen wurde. Im Jahr 2010 wurde von Felber das Buch Die Gemeinwohl-Ökonomie (Felber, 2010) publiziert, welches die Grundlage für die Gemeinwohl-Bilanz (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013a) bzw. die Gemeinwohl-Matrix (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013b) liefert. Die Gemeinwohl-Ökonomie beruht auf denselben Grundwerten, die unsere Beziehungen gelingen lassen: Vertrauensbildung, Wertschätzung, Kooperation, Solidarität und Teilen. Der rechtliche Anreizrahmen für die 6

13 Wirtschaft wird umgepolt von Gewinnstreben und Konkurrenz auf Gemeinwohlstreben und Kooperation. (Felber, 2011) Die Gemeinwohlbilanz ist das Herzstück der Gemeinwohl- Ökonomie. Sie stellt den Menschen und alle Lebewesen sowie das Gelingen der Beziehungen zwischen ihnen in den Mittelpunkt des Wirtschaftens. Die Gemeinwohlbilanz misst unternehmerischen Erfolg in einer neuen Bedeutung. Die Wirtschaft soll dem Gemeinwohl dienen und auf der Unternehmensebene kann das durch die Bilanz (zusammen mit dem Gemeinwohlbericht) belegt werden. Die Gemeinwohlmatrix bietet eine einseitige Übersicht über die 17 Bilanzindikatoren sowie die Negativkriterien und dient der pädagogischen, politischen Arbeit sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist nicht Teil des eigentlichen Bilanzerstellungsprozesses von Unternehmen, Vereinen oder Institutionen. (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013a, S. 7-8). Nichtsdestotrotz wird der Begriff der Gemeinwohl-Matrix in dieser Arbeit verallgemeinert für den Inhalt der 17 Bilanzindikatoren samt ihrer Sub-Indikatoren verwendet. 2.3 Modelle, Artefakte und Methode Der Begriff Modell wird durch Delfmann wie folgt zusammengefasst: Ein Modell wird allgemein verstanden als abstrakte Repräsentation eines Sachverhalts für Zwecke eines Subjekts. (Delfmann, 2006, S. 38). Der Begriff Klassifikationsmodell ist vom Bereich des Data Mining abgeleitet und meint eine Abbildung, die die Zuordnung von Elementen zu vorgegebenen Klassen beschreibt. Hierbei ergibt sich die Klassenausprägung der diskreten Klassifikationsvariablen aus den Ausprägungen der Attribute der Datenobjekte. (Chamoni, 2013). Als Katalog wird die - auf den bestimmten Anwendungszweck hin - vereinfachte und gefilterte Darstellung des Klassifikationsmodells verstanden. Ein Handlungsleitfaden gibt eine Empfehlung über die Abarbeitung von definierten Arbeitsschritte in einer bestimmten Reihenfolge. Vorgehensmodelle [Herv. d. Verf.] werden meist zu den Referenzmodellen gezählt, die eine modellhafte, abstrahierende Beschreibung von Vorgehensweisen, Richtlinien, Empfehlungen oder Prozessen für abgegrenzte Problembereiche und auch für eine möglichst große Anzahl von Einzelfällen liefern. Insbesondere beschreibt ein Vorgehensmodell die Folge bzw. das Bündel aller Aktivitäten (in Phasen), die zur Durchführung eines Projekts erforderlich sind. (Breitner, 2012). Vorgehensmodelle abstrahieren Erfahrungen in Form von idealtypischen Abläufen. Dazu werden diese Abläufe in Phasen und Aktivitäten zerlegt, um vorgegebene Problemstellungen zu behandeln. Für ein neues, ähnlich gelagertes Problem bietet ein Vorgehensmodell die Möglichkeit, auf bereits vorhandenes Wissen zurückzugreifen. Die in dem Vorgehensmodell idealisierten Aktivitäten werden als Richtschnur, Standard oder Vorgabe benutzt, um ein Ergebnis vorhersehbarer Qualität zu erzielen. (Jacobs, 2015). Als Methode wird die 7

14 Gesamtheit der in dieser Arbeit konstruierten Bestandteile gesehen, die gemeinsam für die Zielerreichung benötigt werden (Klassifikationsmodell, Katalog, Handlungsleitfaden, Vorgehensmodell). Der Begriff Artefakt steht mit dem Design Science Research Paradigma in Zusammenhang. Hevner et al. schreiben in der ersten der sieben Design Science Guidelines:.. we include not only instantiations in our definition of the IT artifact but also the constructs, models, and methods applied in the development and use of information systems. However we do not include people or elements of organizations in our definition nor do we explicitly include the process by which such artifacts evolve over time. (Hevner et al., 2004, S ). 8

15 3 Stand des Wissens In diesem Kapitel wird der aktuelle Stand der Forschung im Umfeld des Nachhaltigen Prozessmanagement dargelegt. Das Thema Ökosoziales Prozessmanagement also die Verbindung von ökologischen und sozialen Aspekten und Prozessmanagement ist in der aktuellen Forschung unter verschiedenen Bezeichnungen zu finden. So gibt es einerseits den Begriff des Nachhaltigen Prozessmanagements (engl. sustainable (business) process management) ein Begriff der allerdings ambivalent verwendet wird. Einerseits im Sinne der Nachhaltigkeit, wie sie im Brundtland-Bericht (Brundtland, 1987) verwendet wird, und wie Nachhaltigkeit auch in dieser Arbeit verstanden wird. Andererseits wird der Begriff als die nachhaltige (im Sinne von langfristiger) Verankerung des Prozessmanagements im Unternehmen verstanden (z. B. Song & Choi (2011)). Dies ist der Grund, warum der Begriff nicht im Titel dieser Arbeit verwendet wurde. Meyer & Teuteberg (2012) geben einen Überblick über Stand der Forschung im Jahr 2012 in Form einer Literaturanalyse, wobei zu beobachten ist, dass entsprechende Literatur zurückgehend bis zum Jahr 2003 gefunden werden konnte, die meisten Publikationen aber erst in den Jahren 2010 und 2011 veröffentlicht wurden. Insgesamt wurden 21 Beiträge gefunden, wovon sechs aufgrund mangelnder Aussagekraft ausselektiert wurden. Daraus lässt sich ableiten, dass die Forschung in diesem Gebiet noch sehr jung ist. Ebenso wird gezeigt, dass lediglich Alemayehu & vom Brocke (2011) und Kundisch et al. (2010) auf alle drei Ebenen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial, ökonomisch) eingehen. Sonst wird hauptsächlich der ökologische Aspekt betrachtet (v. a. in Hinblick auf CO2-Ausstoß und Stromverbrauch), während die soziale Komponente nur selten in den Vordergrund gerückt (Meyer & Teuteberg, 2012, S. 6) wird. Aufbauend auf der Literaturanalyse werden die aus den betrachteten Publikationen hervorgehenden offenen Forschungsfragen nach den Bereichen Sozial, Technologisch, Ökonomisch, Ökologisch, Politisch/Rechtlich und Organisatorisch kategorisiert insgesamt ergeben sich 27 Fragen. Weiters werden ein Referenzmodell sowie ein übersichtliches konzeptionelles Modell für Nachhaltiges Geschäftsprozessmanagement vorgestellt. Den Abschluss macht eine grafisch aufbereitete Forschungsagenda für Nachhaltiges Geschäftsprozessmanagement aufgeteilt auf Forschungsbereiche, Forschungsmethoden und erwartete Zwischenergebnisse, welche über die Zeitachse auf die vier Ebenen Problemdefinition, Konstruktion, Evaluation und Validierung und Kontinuierliche Verbesserung verteilt werden. Gaida (2013) geht von Beispielen von Nachhaltigkeitsvisionen bzw. strategien aus und argumentiert darauf aufbauend die Notwendigkeit der Berücksichtigung dieser Vorgaben im 9

16 Prozessmanagement. Als Ansatz für die Identifikation von Prozess-Kennwerten nennt er hierbei die GRI-Richtlinie G3 (Global Reporting Initiative (GRI), 2011) der Global Reporting Initiative (GRI). (Anmerkung: Diese wurde mittlerweile durch die GRI-Richtlinie G4 (Global Reporting Initiative (GRI), 2013) ersetzt.) Im abschließenden Ausblick werden drei Themenkomplexe angeführt, die für den Einsatz von Nachhaltigem Prozessmanagement geklärt werden müssen. Diese werde an dieser Stelle in gekürzter Form aufgelistet: 1. Bedeutung von Nachhaltigkeit und Prozessmanagement in der Unternehmensstrategie, 2. Kriterien und Kennwerte für Nachhaltigkeit und 3. Verankerung des Nachhaltigkeitsgedankens bei Führungskräften. Einen weiteren Überblick zur aktuellen Literatur geben Stolze et al. (2012). Dabei wird ersichtlich, dass im Umfeld des Nachhaltigen Prozessmanagements auch das Thema Green IT in der Forschung viel Beachtung findet. In dem abschließenden Ausblick auf eine potentielle zukünftige Forschungsagenda werden u. a. die Themen Develop standardized means to integrate sustainability into BPM (Stolze et al., 2012, S. 8) und Agree on a common brand name (Stolze et al., 2012, S. 8) angeführt, wobei das zweite Thema darauf abzielt die einheitliche Verwendung von Begrifflichkeiten im Umfeld des nachhaltigen Prozessmanagements zu verankern. Cleven et al. (Cleven et al., 2011) beschäftigen sich mit dem Zusammenhang von Nachhaltigkeit, Geschäftsprozessmanagement und Process Performance Management und fassen abschließend eine Agenda für die weitere Forschung mit fünf Forschungsfragen zusammen. Zwei davon führen zur Thematik der vorliegenden Arbeit über: RQ 3 How are PPM approaches aligned with other strategic performance management and sustainability initiatives? RQ 5 How can social and ecological metrics be integrated into PPM? (Cleven et al., 2011, S. 486). Neben dem umfassenden Ansatz der Nachhaltigkeit gibt es Forschungszweige, die auf Teilbereiche abzielen also entweder Ökologie oder Soziales. Dem ökologischen Ansatz folgt Green Business Process Management (Green BPM) oder Grünes Geschäftsprozessmanagement. Wie schon zuvor angeführt ist dies das weitverbreitetste Forschungsgebiet im Umfeld des Nachhaltigen Prozessmanagements. Ein umfassendes Werk zu diesem Thema bieten vom Brocke et al. (2012). In dreizehn Artikeln, welche in die Bereiche Grundlagen & Richtungen, Tools & Methoden und Fälle & Beispiele aufgeteilt werden, wird eine breite Übersicht über den aktuellen Stand der Forschung gegeben. Insbesondere die Artikel aus dem Bereich Tools & Methoden liefern wichtigen Input: 10

17 Houy et al. (2012) verstehen Green BPM als Schnittmenge der Ansätze und Ideen von Geschäftsprozessmanagement und Green IS und zeigen zwei Anwendungs-Szenarios einerseits einen nachhaltigen IT Service Management Prozess und andererseits einen Geschäftsprozess (Verkaufsprozess), der mittels EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette) modelliert wird und dabei Stromverbrauch in kwh und CO2-Ausstoß berücksichtigt. Recker et al. (2012) zeigen wie der CO2-Fußabdruck (Carbon Footprint) in BPMN 2.0 unter Einführung eigener Artefakte modelliert werden kann. Des Weiteren wird die Methode Activity Based Costing (Prozesskostenrechnung) zur Methode Activity Based Emission (Prozess-Emissions- Rechnung) abgewandelt. Zeise et al. (2012) evaluieren ausgewählte Frameworks, Ansätze und Managementsysteme auf Ihre Anwendbarkeit auf Nachhaltigkeit und stellen die Ergebnisse der Evaluierung übersichtlich in einer Matrix dar. Zu den evaluierten Objekten zählen das GRI- Framework, EFQM und ISO Für die Tauglichkeit von Prozessmodellierungssprachen bezüglich der Unterstützung bzw. Implementierung von Green KPIs haben Opitz et al. (2012) die Prozessmodellierungssprachen EPK, BPMN, UML Aktivitätsdiagramm, IDEF0, Petri-Netze und RAD untersucht, wobei aufgrund des eigens entwickelten Scoring-Modells BPMN für die weitere Forschungsarbeit ausgewählt wurde. Auch Hoesch-Klohe et al. (2010) verwenden BPMN für ihre Arbeit, in der sie zeigen, dass sich diese Prozessmodellierungssprache um qualitative Anmerkungen (Emissionswerte) erweitern lässt. Für den Begriff des Ganzheitlichen Prozessmanagements sind unterschiedliche Ansätze zu finden. Während Lenz (2002) dabei auch das soziale Sub-System berücksichtigt, verstehen Brucker-Kley et al. (2014) darunter die Berücksichtigung von Prozessmanagement durch die gesamte Organisation hindurch, gehen aber nicht explizit auf ökologische oder soziale Aspekte ein. Schnetzer (2014) hat den Begriff des Achtsamen Prozessmanagements geprägt, der insbesondere die Work-Life-Balance im Sinne der Ausgewogenheit zwischen Berufs- und Privatleben unter bewusstem Einbeziehen von Gesundheit und Lebensvision (Schnetzer, 2014, S. 12) berücksichtigt. 11

18 4 Vorgangsweise und Methoden In diesem Kapitel werden zuerst die methodische Vorgangsweise bei der Erstellung dieser Arbeit, sowie die dabei entwickelten Artefakte überblicksweise erläutert. Anschließend wird der Design Science Ansatz erläutert und das Zusammenspiel der vorliegenden Arbeit mit den sieben Design Science Guidelines von Hevner dargelegt. 4.1 Vorgangsweise Ausgehend von den in Kapitel 1.2 Zielsetzung gestellten Forschungsfragen wird die Methode des Ökosozialen Prozessmanagements entwickelt. Diese setzt sich aus einzelnen Artefakten zusammen. Die ausführlichen Zielsetzungen, Beschreibungen sowie der Ablauf der Konstruktion und die Konstruktion der einzelnen Artefakte selbst werden in den jeweiligen Unterkapiteln des Hauptkapitels 5 Artefakt- und Methodenbildung beschrieben. An dieser Stelle soll eine Übersicht der Artefakte sowie deren Zusammenhang gezeigt werden. Die Methode Ökosoziales Prozessmanagement besteht aus folgenden Artefakten: Klassifikationsmodell Das Klassifikationsmodell dient der Klassifikation ökologischer und sozialer Aspekte im Hinblick auf die Verwendbarkeit im Prozessmanagement bzw. in der Prozessmodellierung. Ausgangsbasis ist die indikatorbasierte Gemeinwohl-Matrix (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013b), wobei jeder Sub-Indikator einzeln geprüft wird und die Ergebnisse im Klassifikationsmodell zusammengetragen werden. Im Klassifikationsmodell sind positiv und negativ klassifizierte Sub-Indikatoren enthalten. Katalog Die positiv geprüften Sub-Indikatoren werden in den Katalog übernommen und im Hinblick auf eine kurze und prägnante Schreibweise entsprechend umbenannt. Dies dient dem leichteren Verständnis und daraus folgend der besseren Anwendbarkeit in der Praxis. Der Katalog stellt demnach eine gefilterte und bereinigte Aufbereitung des Klassifikationsmodells dar. Handlungsleitfaden: Prozessmodellierung Nachdem über das Klassifikationsmodell und den Katalog geklärt wurde, welche ökologischen und sozialen Aspekte in der Prozessmodellierung von Bedeutung sein können, wird nun ein Handlungsleitfaden für die Berücksichtigung solcher Aspekte in Prozessmodellierungssprachen entwickelt. Basis dafür ist die Analyse von zwei unterschiedlichen Prozessmodellierungssprachen (BPMN 2.0 und Triple-M) auf die 12

19 Möglichkeiten um Kennwerte in den jeweiligen Notationselementen zu berücksichtigen, wobei die Unabhängigkeit von bestimmten Tools gewahrt bleiben soll. Vorgehensmodell: Ökosoziales Prozessmanagement Aus den Ergebnissen und Erkenntnissen der vorhergehenden Artefakte (Klassifikationsmodell, Katalog und Handlungsleitfaden) wird ein Vorgehensmodell für die Identifikation von (für das Prozessmanagement) relevanten ökologischen und sozialen Aspekten sowie deren Berücksichtigung in der Prozessmodellierung entwickelt. Dieses umfasst sowohl organisatorische als auch technische Arbeitspakete. Die nachfolgende Abbildung gibt einen Überblick über die entwickelten Artefakte. Abbildung 2: Überblick Artefakte Evaluation Anschließend wird die Anwendbarkeit der Methode im Zuge eines Demonstrationsbeispiels gezeigt und so eine Evaluation gegen die Forschungslücke durchgeführt. Die Prozessmodellierung erfolgt dabei in den beiden Prozessmodellierungssprachen, die bereits aus der Entwicklung des Handlungsleitfadens bekannt sind (BPMN 2.0, Triple-M) zusätzlich wird eine weitere Prozessmodellierungssprache (UML Aktivitätsdiagramm) eingesetzt, um auch die Anwendbarkeit auf weitere Prozessmodellierungssprachen zu zeigen. 13

20 Erkenntnisse, kritische Betrachtung Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und die Arbeit einer kritischen Betrachtung unterzogen. Dabei wird einerseits auf Limitierungen hingewiesen und andererseits werden Ansätze für die weitere Forschung auf diesem Gebiet aufgezeigt. 4.2 Methodik Die in der Wirtschaftsinformatik verbreitete Forschung durch Entwicklung ist weder den Forschungsmethoden, noch den Entwicklungsmethoden eindeutig zuordenbar (Heinrich et al., 2011, S. 97). Wie bereits das vorhergehende Kapitel gezeigt hat, hat die vorliegende Arbeit die Konstruktion innovativer Artefakte zum Ziel. Innovative Artefakte und korrespondierende Handlungssysteme zu entwickeln, zu erproben und der Praxis zur Verfügung zu stellen, kann Aufgabe der Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft sein, wenn der Zweck ihre Verwendung als Referenzobjekt ist (Heinrich et al., 2011, S. 111), was den Ausführungen in Kapitel 2.3 Modelle, Artefakte und Methode zufolge der Fall ist. Dieser konstruktionsorientierte Ansatz findet sich auch im angelsächsischen Forschungszweig Design Science Research (Simon, 1996) wieder, der ebenso auf die Schaffung innovativer (IT-) Artefakte ausgerichtet ist. Hevner et al. haben dazu im Jahr 2004 in ihrer vielbeachteten Publikation Design Science in Information Systems Research (Hevner et al., 2004) unter anderem sieben Guidelines für konstruktivistische Forschungsarbeiten aufgestellt. Angelehnt an Stein (2010) hält sich die vorliegende Arbeit an diese sieben Guidelines, um diese als Basis bzw. als Kontrollinstrument für die Wahrung wissenschaftlichen Anspruchs und Qualität zu verwenden. Nachfolgend werden die Guidelines und deren Bezug zur vorliegenden Arbeit angeführt. Tabelle 2: Design Science Guidelines in Bezug zur Arbeit (in Anlehnung an Stein, 2010) Guideline Bezug zur Arbeit 1. Design as an Artifact In dieser Arbeit werden (nutzbare) Artefakte entwickelt siehe Abbildung 2: Überblick Artefakte. 2. Problem Relevance Sowohl die einführende Darlegung der Problemstellung (Kapitel 1.1), sowie der Trend in der Forschung in den letzten Jahren (Kapitel 3) zeigen, dass das Thema dieser Arbeit von wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Relevanz ist. 3. Design Evaluation Die in dieser Arbeit entwickelte Methode mitsamt der dazugehörigen Artefakte wird durch die Umsetzung in einem Demonstrationsbeispiel gegen die Forschungslücke evaluiert, aber lediglich als erster Schritt der Evaluation gesehen. So sind weitere Formen der Evaluationen v. a. gegen die Realwelt (in Form von z. B. Case Studies) - 14

21 angestrebt und sind somit potentieller Bestandteil weiterer Forschungsarbeit. 4. Research Contributions Die vorliegende Arbeit bereichert den Forschungsbereich des Nachhaltigen Prozessmanagements um eine Methode inklusive Vorgehensmodell zur Identifikation und Abbildung von ökologischen und sozialen Aspekten im Prozessmanagement bzw. in der Prozessmodellierung. Des Weiteren wird gezeigt, welche Bestandteile der indikatorbasierten Gemeinwohl-Matrix direkt auf Prozesse angewendet werden können. 5. Research Rigor Die Problemrelevanz und daraus abgeleitet die Forschungsfragen wurden durch Beobachtungen der Realwelt, welche durch Literatur gestützt werden, abgeleitet. Bei der Entwicklung der Artefakte wurde auf ein methodisches Vorgehen erachtet. So wurde stets nach Darlegung der Zielsetzung der Ablauf zur Konstruktion des jeweiligen Artefakts dargelegt und anhand dieses Ablaufs das Artefakt konstruiert. Die Evaluation in dieser Arbeit erfolgt mittels Demonstrationsbeispiel - der Einsatz im Unternehmensumfeld wird angestrebt (ist aber nicht Bestandteil dieser Arbeit). 6. Design as a Search Process Die in dieser Arbeit entwickelten Artefakte wurden während der Entwicklung aufgrund der Erkenntnisse, die im Zuge der Entwicklung generiert wurden, angepasst und abgewandelt. Aufgrund dieses iterativen Prozesses hat sich insbesondere der Aufbau des Klassifikationsmodells geändert, sowie die Schaffung des Katalogs ergeben. Das Vorgehensmodell an sich steht am Ende der Gesamtentwicklung. Dabei ist zu beachten, dass die Schritte dieser iterativen Weiterentwicklung in dieser Arbeit nicht dokumentiert sind, sondern allein der Endstand der Artefakt-Entwicklung beschrieben ist. 7. Communication of Research Die vorliegende Arbeit wird als Masterarbeit in den Bestand der Bibliothek der FH Burgenland aufgenommen. Zusätzlich ist geplant zumindest die Ergebnisse auch auf weiteren Wegen zu veröffentlichen und zu präsentieren, wie auf einer eigens eingerichteten Homepage, auf XING (www.xing.com) in diversen Gruppen mit fachlichem Bezug, wie auch im GO EcoSocial! Masterarbeiten-Portal (http://www.go-ecosocial.at). Auf diesen Wegen kann sowohl technik- als auch managementorientiertes Publikum erreicht werden. 15

22 5 Artefakt- und Methodenbildung In diesem Kapitel erfolgt die Entwicklung der Artefakte Klassifikationsmodell, Katalog, Handlungsleitfaden Prozessmodellierung und die Zusammenführung in der Methode über das Vorgehensmodell Ökosoziales Prozessmanagement. Anschließend wird die Methode anhand eines Demonstrationsbeispiels evaluiert. 5.1 Klassifikationsmodell und Katalog Ziele Ziel dieses Kapitels ist die Erstellung eines Klassifikationsmodells sowie eines Katalogs für die Identifikation ökologischer und sozialer Aspekte, die im Prozessmanagement berücksichtigt werden können. Dafür wird zu Beginn betrachtet, welche Eigenschaften ein solcher Aspekt aufweisen kann bzw. muss (um für das Prozessmanagement relevant zu sein) und wie er gemessen bzw. bewertet werden kann. Als Grundlage wird exemplarisch die Gemeinwohl-Matrix (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013b) herangezogen, welche für die Erstellung der Gemeinwohl- Bilanz einer Organisation die Basis bildet. Die Analyse der Indikatoren und Sub-Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix liefert als Ergebnis ein Klassifikationsmodell, über welches auf Ebene des Sub-Indikators eingeordnet werden kann, ob ein ökologischer bzw. sozialer Aspekt für das Prozessmanagement relevant ist und, wenn ja, wie dieser Aspekt gemessen bzw. bewertet werden kann. Aus der Übertragung der positiv identifizierten Sub-Indikatoren des Klassifikationsmodells resultiert ein Katalog, in dem schlussendlich eine kompakte Übersicht von ökologischen und sozialen Aspekten für das Prozessmanagement gegeben wird Ablauf Modellbildung Auswahl Gemeinwohl-Matrix Am Anfang der Modellbildung steht die Auswahl einer geeigneten Ausgangsbasis für die Klassifikation. Dafür wird die indikatorbasierte Gemeinwohl-Matrix (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013b) gewählt. Sie entspringt dem - noch sehr jungen - Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie (Felber, 2010) und fasst die Indikatoren der Gemeinwohl-Bilanz (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013a) zusammen. Sie findet vor allem im deutschsprachigen Raum eine bereits verhältnismäßig große Verbreitung (im Zeitraum von 2011 bis August 2014 wurden im deutschsprachigen Raum 159 Unternehmen auditiert (Verein 16

23 zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2014)). Damit wird dem Klassifikationsmodell eine moderne Basis zur Verfügung gestellt. Eine Alternative stellt der G4-Leitfaden der Global Reporting Initiative (Global Reporting Initiative (GRI), 2013) dar, welcher ebenfalls indikatorbasiert ist und weltweit bereits eine hohe Verbreitung erkennen lässt (im Jahr 2014 bereits 4640 veröffentlichte Nachhaltigkeitsberichte (Global Reporting Initiative (GRI), 2015)). Die Entscheidung ist aufgrund des Neuigkeitswertes und der Tatsache, dass die Gemeinwohl-Matrix bisher kaum in wissenschaftlichen Arbeiten beleuchtet wurde (Verein zur Förderung der Gemeinwohl- Ökonomie, 2015a), gefallen. Weiters attestiert Behrens-Scholvin: Die Gemeinwohl-Bilanz zeichnet sich bezüglich ihrer Vergleichbarkeit besonders gegenüber den GRI-Leitlinien aus, da sie anhand ihrer normativen Kriterien die Messbarkeit des moralischen Verhaltens der Unternehmen ermöglicht. (Behrens-Scholvin, 2013, S. 14). Ein Vergleich bezüglich der Überdeckungen von GRI und Gemeinwohl-Bilanz wurde von den Gründern der Gemeinwohl- Matrix erstellt (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2015b). Ablauf Modellbildung Das Klassifikationsmodell wird in vier Schritten erzeugt: 1. Kriterien definieren 2. Ergebnisbestandteile des Modells festlegen 3. (Sub-)Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix prüfen 4. Zusammenführung zu einem Modell, das die in Schritt 2 festgelegten Ausprägungen in sich trägt (Klassifikationsmodell). In einem abschließenden weiteren Schritt werden die positiv geprüften Sub-Indikatoren aus dem Klassifikationsmodell in ein weiteres kompakteres Modell den Katalog übernommen Kriterien definieren Im ersten Schritt erfolgt die Definition bzw. Festlegung, aufgrund welcher Kriterien in den nachfolgenden Schritten ökologische und soziale Aspekte auf die Anwendbarkeit im Prozessmanagement überprüft bzw. kategorisiert werden sollen. Diese Festlegung ist von allgemeiner Art d. h. die konkreten, nachfolgend zu überprüfenden Indikatoren werden dabei zu diesem Zeitpunkt noch nicht berücksichtigt. Nachfolgend werden die Kriterien hergeleitet: Kriterium 1: Unternehmenszielen folgen Ebenso wie Prozesse nicht als Selbstzweck dienen, sondern den Unternehmenszielen zu folgen haben, gilt dies auch für die Messung bzw. Bewertung von Kennwerten auf allen Prozessebenen, da diese Messungen zusätzlichen Zeitaufwand und Kosten verursachen. 17

24 Folglich muss zuerst geprüft werden, ob ein (unternehmerischer) Grund vorhanden ist um den jeweiligen Aspekt zu messen. Beispiele für solche Gründe sind Unternehmensziele wie die Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks, Abfallverringerung oder die Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz. Diese Gründe können also vielfältiger Natur sein eine taxative Aufzählung ist nicht Ziel dieser Arbeit. Vielmehr ist der Anwender des Modells dazu angeregt bzw. verpflichtet sich selbst Gedanken über die Sinnhaftigkeit bzw. Notwendigkeit der Messung bzw. Bewertung des jeweiligen ökologischen oder sozialen Aspekts zu machen und dies entsprechend zu begründen. Kriterium 2: Zuordenbarkeit auf kleinster betrachteter Ebene Der zu prüfende ökologische oder soziale Aspekt muss auf Ebene der jeweils kleinsten zu betrachtenden hierarchischen Einheit genau zuordenbar sein, da dies auch die Ebene ist, auf der gemessen bzw. bewertet werden muss und in weiterer Folge eventuelle Prozess- Verbesserungen (Optimierung oder Reengineering) passieren. Wie im Kapitel 2.1 Prozessverständnis erläutert, lässt sich ein Geschäftsprozess auf unterschiedlichen Detaillierungsebenen betrachten. Daraus ergibt sich, dass zum Zeitpunkt der Anwendung des Klassifikationsmodells bereits der Betrachtungsgrad des Prozesses (also die zu betrachtende Prozessebene) bekannt sein muss. Kriterium 3: Mess- bzw. Bewertbarkeit Um Aussagekraft zu haben, muss ein im Prozessmanagement als Kennwert relevanter ökologischer bzw. sozialer Aspekt (wie auch andere Kennwerte, z. B. Kosten und Zeit) messbar oder zumindest bewertbar und damit vergleichbar sein. Diese Vergleichbarkeit ist im Hinblick auf das Sichtbarmachen von Verbesserungspotentialen im Soll-Ist-Vergleich von Prozessen wie auch für den Vergleich von Prozessvarianten elementar. Dabei kann grundsätzlich zwischen direkter Messbarkeit (z. B. Strom, der im Zuge des Prozessschrittes verbraucht wird), Berechenbarkeit (mehrere gemessene Faktoren ergeben einen Vergleichswert) und der Bewertbarkeit mittels Bewertungsschema unterschieden werden. Die direkte Messbarkeit kann dabei noch in variable (d. h. numerische) und attributive (z. B. ja/nein) Messung unterteilt werden. Ein Bewertungsschema wird verwendet, um einen einheitlichen Rahmen für die Bewertung von Kennwerten, die nicht direkt messbar oder berechenbar sind, zu schaffen. Dabei ist zu beachten, dass auch für direkt messbare oder berechenbare Werte ein Bewertungsschema vorhanden sein kann. 18

25 Ergebnisbestandteile des Modells festlegen Im Hinblick auf die im vorherigen Schritt definierten Kriterien, die zur Prüfung des Inputs des Klassifikationsmodells (= ökologische bzw. soziale Aspekte) herangezogen werden, wird ebenso vor dem Beginn der Modellbildung der Output des Modells festgelegt. Die zuvor angeführten Kriterien ermöglichen die Klassifikation bezüglich folgender Punkte: 1. Der Aspekt ist für das Prozessmanagement geeignet (ja/nein) 2. Art(en) der Messung, Berechnung, Bewertung Zusätzlich wird zu jedem positiv klassifizierten ökologischen bzw. sozialen Aspekt ein Beispiel konstruiert, um dem Leser bzw. dem Anwender ein besseres Verständnis vermitteln zu können: 3. Beispiel Sofern bei der Analyse des jeweiligen Aspekts besonders erwähnenswerte Auffälligkeiten oder Einschränkungen zu Tage treten, werden diese in einem weiteren Feld angeführt: 4. Anmerkungen Beispiel und Anmerkungen werden in ein gemeinsames Feld zusammengefasst dies dient der Übersichtlichkeit in der Darstellung des Modells. Das Klassifikationsmodell wird dementsprechend folgende Struktur haben: Tabelle 3: Struktur Klassifikationsmodell ökologisch Prozess- Messbar Berechen- Bewert- Beispiel / Anmerkungen sozial relevant? bar bar Bezeichnung Sub-Indikator 1 sozial x - x x Bezeichnung Sub-Indikator 2 Dabei wird folgende Legende zugrunde gelegt: Tabelle 4: Legende Klassifikationsmodell Symbol x Bedeutung ja / zutreffend - nein / nicht zutreffend o nicht untersucht 19

26 Es ist zu beachten, dass die Felder Messbar, Berechenbar, Bewertbar und Beispiel nur berücksichtigt werden, wenn die Analyse zuvor ergeben hat, dass der jeweils betrachtete Aspekt Prozess-relevant ist. Das Feld Anmerkungen ist stets optional, kann aber auch bei nicht Prozess-relevanten Aspekten zur näheren Erläuterung befüllt werden. Abschließend werden nur die Prozess-relevanten Sub-Indikatoren in einem Katalog von Kategorien ökologischer und sozialer Aspekte im Prozessmanagement zusammengeführt. Der Katalog weist folgende Struktur auf: Tabelle 5: Struktur Katalog ökologische & soziale Aspekte Bezeichnung ökologisch / Mess- Berechen- Bewert- Beispiel sozial bar bar bar Kurzbezeichnung sozial - x x 1) Anmerkungen werden zwecks Übersichtlich als Fußnote geführt (Sub-)Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix prüfen Ablauf der Analyse Nach den Festlegungen bezüglich der Kriterien und der Ergebnisbestandteile werden nun die einzelnen Sub-Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix (Verein zur Förderung der Gemeinwohl- Ökonomie, 2013b) analysiert. Für alle Sub-Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix erfolgt die Analyse jeweils nach den nachfolgenden Verfahrensschritten. Die Ergebnisse der Analyse werden begleitend in das Klassifikationsmodell eingetragen, wodurch dieses schrittweise erweitert wird: 1. Nummer und Name des Sub-Indikators wird eingetragen 2. Festlegung ob es sich um einen ökologischen oder sozialen Aspekt handelt da eine Trennung nicht immer eindeutig vollzogen werden kann, ist auch die gleichzeitige Einordung in beide Bereiche möglich. Ausprägungen: - ökologisch - sozial - beides 3. Prüfung auf die drei zuvor definierten Kriterien. Wenn alle zutreffen, wird die Spalte Prozess-relevant? mit x befüllt, sonst mit -. Dabei ist zu beachten, dass die Sub- Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix großteils auf gesamt-organisatorische Aspekte abzielen. Es wird also nicht geprüft ob vollinhaltlich alle Facetten des jeweiligen Sub- 20

27 Indikators (zumindest) auf Prozessschritt-Ebene anwendbar sind, sondern vielmehr ob zumindest Teile der Aspekte, die durch den jeweiligen Sub-Indikator angesprochen werden, auf Prozess-Ebene Anwendung finden können. Im Zuge der Analyse (siehe Anhang A Analyse Sub-Indikatoren (Gemeinwohl-Matrix)) wird für jeden positiv identifizierten Sub-Indikator beispielhaft ein entsprechendes Unternehmensziel in Kombination mit einem konkreten Prozessschritt angeführt. Für jeden negativ klassifizierten Sub-Indikator wird der Grund der negativen Identifikation angeführt und danach endet die Analyse für diesen Sub-Indikator. Insgesamt ist die Limitierung zu beachten, dass diese Analyse auf Erfahrung und Wissen des Autors beruht. 4. Sofern alle drei Kriterien erfüllt sind, wird analysiert auf welche Art und Weise ein Kennwert für den jeweiligen Aspekt ermittelt werden kann. Die Gemeinwohl-Bilanz gibt selbst ein Bewertungsmodell vor, in dem der Reifegrad des jeweiligen (Sub-)Indikators bewertet wird (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013a): - Erste Schritte (0-10 %) - Fortgeschritten (11-30 %) - Erfahren (31-60 %) - Vorbildlich ( %) Somit kann davon ausgegangen werden, dass jeder Aspekt, der der kleinsten zu betrachtenden Ebene zugeordnet werden kann, zumindest bewertbar ist. Werden auch Möglichkeiten zur direkten Messung oder Berechnung gefunden, so wird das im Klassifikationsmodell entsprechend erfasst. Ein Zutreffen wird in den Feldern Messbar, Berechenbar bzw. Bewertbar mit einem x markiert. 5. Bei Prozess-relevanten Sub-Indikatoren wird in das Feld Beispiel zumindest eine Ausprägung eingetragen, wie der Aspekt in der Praxis auftreten kann. Dies soll dem leichteren Verständnis des Lesers bzw. Anwenders dienen. 6. Besonders erwähnenswerte Auffälligkeiten werden im Feld Anmerkungen erfasst. 7. Prozess-relevante Sub-Indikatoren erhalten für die spätere Verwendung im Katalog eine Kurzbezeichnung. Hinweise & Anmerkungen Da bei der Prüfung auf die ersten beiden Kriterien bezüglich der Prozess-Relevanz (Unternehmensziel folgen, Zuordenbarkeit auf kleinster betrachteter Ebene) bei der 21

28 Anwendung des Modells die jeweiligen Unternehmensziele sowie der Detaillierungsgrad der Prozessbetrachtung bekannt sein müssen, können die im Klassifikationsmodell angeführten Beispiele nur als Denkanstoß bzw. Orientierungspunkt dienen und müssen in jeder Organisation individuell geprüft werden. Aufgrund der teils langen Benennungen der Sub-Indikatoren, wird eine Kurzbezeichnung eingeführt, die im Katalog verwendet wird. Die Benennung der Indikatoren, Sub-Indikatoren, der Berührungsgruppen und Werte sind dem Handbuch zur Gemeinwohl-Bilanz (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013a) entnommen. Zur Vereinfachung der Lesbarkeit werden in diversen Benennungen folgende Änderungen vorgenommen: - Binnen-I-Wörter (z. B. KundInnen) werden auf die eingeschlechtliche Form (z. B. Kunden) reduziert (gemeint sind aber selbstverständlich weiterhin Vertreter beider Geschlechter gleichermaßen) - Anmerkungen werden entfernt - Blockschrift wird entfernt Klassifikationsmodell Analyse Gemeinwohl-Matrix Die Untersuchung der einzelnen Indikatoren ist im Anhang A Analyse Sub-Indikatoren (Gemeinwohl-Matrix) zu finden. Nachfolgend werden die Ergebnisse dieser Analyse entsprechend Tabelle 3: Struktur Klassifikationsmodell zum Klassifikationsmodell zusammengefasst und in den nachfolgenden Tabellen (aufgeteilt nach Berührungsgruppe) dargestellt. 22

29 ökologisch sozial Tabelle 6: Klassifikationsmodell Lieferanten Beispiel / Anmerkung A1.1 Regionale, ökologische und soziale Aspekte/höherwertiger Alternativen werden berücksichtigt beides x - - x Bsp.: Prozessschritt Lieferantenauswahl A1.2 Aktive Auseinandersetzung mit den Auswirkungen zugekaufter P/D und Prozesse zur Sicherstellung sowie Ausmaß und Form der Nachweisführung beides - o o o A1.3 Strukturelle Rahmenbedingungen zur fairen Preisbildung beides x - - x Bsp.: Prozessschritt Lieferantenauswahl Anmerkung: Preis-/Kostenaspekte in den Hintergrund rücken - Ethisches Beschaffungswesen hat Vorrang! Betrachtung über die gesamte Supply Chain hinweg wie bezieht der Lieferant seine Rohstoffe? ökologisch sozial B1.1 Institutionalisierung Tabelle 7: Klassifikationsmodell Geldgeber Prozessrelevant? Messbar Berechenbar Bewertbar Prozessrelevant? Messbar Berechenbar Bewertbar beides - o o o B1.2 Ethisch-nachhaltige Qualität des Finanzdienstleisters Beispiel / Anmerkung beides x - - x Bsp.: Prozessschritt Zahlung an Lieferanten Arbeitsschritt Auswahl Zahlungsweg B1.3 Gemeinwohlorientierte Veranlagung beides - o o o B1.4 Gemeinwohlorientierte Unternehmensfinanzierung beides - o o o 23

30 ökologisch sozial Tabelle 8: Klassifikationsmodell Mitarbeiter inkl. Eigentümer Prozessrelevant? Messbar Berechenbar Bewertbar C1.1 Mitarbeiterorientierte Organisationskultur und -strukturen sozial - o o o C1.2 Faire Beschäftigungs- und Entgeltpolitik Beispiel / Anmerkung sozial x x - x Bsp.: Prozessschritt Montage Durchführung durch Leiharbeiter? Kinderarbeit? Anmerkung: siehe auch ILO-Kernarbeitsnormen C1.3 Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung einschließlich Work-Life-Balance/flexible Arbeitszeiten sozial x - - x Bsp.: Montagetisch: Ergonomie C1.4 Gleichstellung und Diversität Anmerkung: Ergonomie & Arbeitsschutz sozial x - - x Bsp.: Personalbeschaffung C2.1 Senkung der Normalarbeitszeit sozial - o o o Anmerkung: siehe auch ILO-Kernarbeitsnormen C2.2 Erhöhung den Anteils der Teilzeit-Arbeitsmodelle und Einsatz von Zeitarbeit (bei adäquater Bezahlung) sozial - o o o C2.3 Bewusster Umgang mit (Lebens-) Arbeitszeit sozial - o o o C3.1 Ernährung während der Arbeitszeit ökologisch - o o o C3.2 Mobilität am Arbeitsplatz ökologisch - o o o C3.3 Organisationskultur, Sensibilisierung und unternehmensinterne Prozesse ökologisch - o o o C4.1 Innerbetriebliche Bruttoeinkommensspreizung im Unternehmen sozial - o o o C4.2 Mindesteinkommen sozial - o o o C4.3 Transparenz und Institutionalisierung sozial - o o o C5.1 Grad der Transparenz sozial - o o o C5.2 Legitimierung der Führungskräfte sozial - o o o C5.3 Mitbestimmung bei Grundsatz- und Rahmen-Entscheidungen sozial - o o o C5.4 Mit-Eigentum der Mitarbeiter sozial - o o o 24

31 ökologisch sozial Tabelle 9: Klassifikationsmodell Kunden / Produkte / Dienstleistungen / Mitunternehmen Prozessrelevant? Messbar Berechenbar Bewertbar Beispiel / Anmerkung D1.1 Gesamtheit der Maßnahmen für eine ethische Kundenbeziehung (ethisches Marketing + Verkauf) sozial - o o o D1.2a Produkttransparenz sozial x x - x Bsp.: Prozessschritt Verpacken (Anbringen von Gefahren-, Schadstoffund Inhaltsstoff-Hinweisen); Attributive Messung (z. B. Inhaltsstoff- Hinweis angebracht ja/nein) möglich D1.2b Fairer Preis sozial x - - x Bsp.: Prozessschritt Angebotserstellung (Transparente Preiskalkulation) D1.2c Ethische Kundenwahl sozial x - - x Bsp.: Prozessschritt Anlage Kundenstamm (entspricht Firmenkunde Ethik-Kriterien?) D1.3 Umfang der Kunden-Mitbestimmung / gemeinsame Produktentwicklung / Marktforschung sozial - o o o D1.4 Service Management sozial - o o o D2.1 Offenlegung von Informationen + Weitergabe von Technologie sozial - o o o D2.2 Weitergabe von Arbeitskräften, Aufträgen und Finanzmitteln; kooperative Marktteilnahme sozial - o o o D2.3 Kooperatives Marketing sozial - o o o D3.1 Produkte / Dienstleistungen (P /D ) sind im ökologischen Vergleich zu Produkt / Dienstleistungen von Mitbewerbern bzw. Alternativen von gleichem Nutzen ökologisch - o o o D3.2 Suffizienz: Aktive Gestaltung für eine ökologische Nutzung und suffizienten Konsum ökologisch - o o o D3.3 Kommunikation: Aktive Kommunikation ökologischer Aspekte den Kunden gegenüber ökologisch - o o o D4.1 Erleichterter Zugang zu Informationen/Produkten/Dienstleistungen für benachteiligte Kundengruppen sozial - o o o D4.2 Förderungswürdige Strukturen werden durch Vertriebspolitik unterstützt sozial - o o o D5.1 Kooperation mit Mitbewerbern und Partnern der Wertschöpfungskette sozial - o o o D5.2 Aktiver Beitrag zur Erhöhung legislativer Standards sozial - o o o D5.3 Reichweite, inhaltliche Breite und Tiefe sozial - o o o 25

32 ökologisch sozial Tabelle 10: Klassifikationsmodell Gesellschaftliches Umfeld Prozessrelevant? Messbar Berechenbar Bewertbar Beispiel / Anmerkung E1.1 Produkte/Dienstleistungen decken den Grundbedarf oder dienen der Entwicklung der Menschen / der Gemeinschaft / der Erde und generieren positiven Nutzen beides - o o o E1.2 Ökologischer und sozialer Vergleich der Produkte/Dienstleistungen mit Alternativen mit ähnlichem Endnutzen beides - o o o E2.1 Leistungen sozial - o o o E2.2 Wirkungen sozial - o o o E2.3 Intensität sozial - o o o E3.1 Absolute Auswirkungen ökologisch x x x x Bsp.: Direkt messbar (z. B. Strom kwh, Luft-Emissionen CO2) Berechenbar (ökolog. Fußabdruck - gha) Anmerkung: Über den ökologischen Fußabdruck sind diverse Messwerte ableitbar! siehe Anhang A E3.1 siehe Anhang B E3.2 Relative Auswirkungen: Im Branchenvergleich liegt das Unternehmen bzgl. Stand der Technik und Gesetzesvorgaben ökologisch - o o o E3.3 Management und Strategie ökologisch - o o o E4.1 Außenausschüttung sozial - o o o E4.2 Gemeinwohlorientierte Gewinnverwendung: Ausschüttung an Arbeit-Gebende, Stärkung des Eigenkapitals sowie ökosoziale Reinvestitionen sozial - o o o E5.1 Umfang GWÖ-Bericht sozial - o o o E5.2 Art der Mitbestimmung + Dokumentation sozial - o o o E5.3 Umfang der Mitbestimmung + einbezogener Berührungsgruppen sozial - o o o 26

33 5.1.4 Katalog Wie in Kapitel Ergebnisbestandteile des Modells festlegen angeführt werden alle als Prozess-relevant identifizierten Sub-Indikatoren in den Katalog aufgenommen. Im Katalog werden die Sub-Indikator-Bezeichnungen durch die Kurzbezeichnungen ersetzt, welche im Zuge der Analyse (siehe Anhang A) vergeben wurden. An dieser Stelle geht demnach der direkte Konnex zum Sub-Indikator verloren. Dies ist allerdings ein beabsichtigter Effekt, da die Gemeinwohl-Matrix nur für die Identifikation potentieller ökologischer und sozialer Aspekte, die als Kennwert im Prozessmanagement relevant sein können, die Grundlage bildet. Tabelle 11: Katalog ökologische und soziale Aspekte (PzM) Bezeichnung ökolog. Mess- Berechen- Bewert Beispiel sozial bar bar -bar Beschaffung (regional, ökolog., sozial, hochwertig) beides - - x Lieferantenauswahl Freie Preisbildung beides - - x Lieferantenauswahl Ethik Finanz-DL beides - - x Zahlung an Lieferant Faire Beschäftigung sozial x 1 - x Montage: Leiharbeiter, Kinderarbeit? 2 Arbeitsschutz 3 sozial - - x Ergonomie am Arbeitsplatz Gleichstellung sozial - - x Personalbeschaffung 2 Produkttransparenz sozial x 4 - x Gefahrenhinweise Fairer Preis sozial - - x Angebot: Preiskalkulation Ethische Kunden sozial - - x Kundenstamm Ökologische Auswirkungen 5 ökolog. x x x Messbar: Strom (kwh), Luft- Emissionen (CO2) Berechenbar: ökolog. Fußabdruck (gha) 1 attributiv messbar: z. B. Kinderarbeit ja/nein 2 siehe auch ILO-Kernarbeitsnormen (Internationale Arbeitsorganisation (ILO), 2015) 3 Ergonomie & Arbeitsschutz 4 attributiv messbar: z. B. Inhaltsstoff-Hinweis vorhanden ja/nein 5 Über den ökologischen Fußabdruck sind viele Messwerte ableitbar. siehe auch Angang A: E3.1 und Anhang B 27

34 5.2 Handlungsleitfaden Prozessmodellierung Ziele Im Kapitel 5.1 Klassifikationsmodell und Katalog wurde gezeigt, welche ökologischen und sozialen Aspekte im Prozessmanagement als Kennwert relevant sein können. Dabei wird unterschieden, ob diese Aspekte direkt gemessen, berechnet oder bewertet werden können. Nachdem das bekannt ist, stellt sich die Frage, wie diese Kennwerte im Zuge der Prozessmodellierung berücksichtigt werden können. Zur Beantwortung dieser Frage wird ein Handlungsleitfaden zur Implementierung ökologischer und sozialer Aspekte in Prozessmodellierungssprachen erstellt. Ausgangsbasis bilden hierbei die Business Process Model and Notation (BPMN) 2.0 (Object Management Group (OMG), 2013), welche ein defacto Standard für Prozessmodellierung (Chinoisi & Trombetta, 2012) ist, sowie die die Mathera Matrix Methode (Triple-M) (vgl. Mathera (2006, S ) und Roithmayr et al. (2015)), eine urheberrechtlich geschützte und lizenzpflichtige Methode, die in Lehre und Praxis immer weitere Verbreitung findet Auswahl Modellierungssprachen Diese beiden eben genannten Methoden bzw. Prozessmodellierungssprachen stellen nur eine kleine Auswahl von verfügbaren Möglichkeiten dar. Ein vollumfassender Vergleich bzw. eine Analyse all dieser Alternativen würde den Rahmen dieser Masterarbeit sprengen und so werden zwei möglichst unterschiedliche Exemplare gewählt, um zu ermitteln, ob diese einen kleinsten gemeinsamen Nenner bzgl. der Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kennwerte aufweisen. BPMN 2.0 wurde gewählt, da es sich einerseits als de-facto Standard für die Prozessmodellierung etabliert hat und dabei alle Prozessebenen vom Geschäftsprozess bis zur Workflow-Ebene (Aktivitäten) abdeckt. Auf dieser untersten Ebene ist auch eine Überführung vom fachlichen BPMN 2.0-Modell auf technische BPEL-Prozesse angedacht, was allerdings mit Problemen und Limitierungen verbunden ist (Freund & Rücker, 2012, S ), auf die in dieser Arbeit aber nicht weiter eingegangen werden soll. Daneben ist die Überführung in BPEL auch umstritten, da BPMN 2.0 selbst schon ein ausführbares Modell bietet. Insgesamt zeigt sich hier der eher technische Fokus von BPMN. Andererseits haben bereits Opitz et al. (2012) BPMN 2.0 als (zumindest für ihre Zwecke) bestgeeignete Modellierungssprache für Geschäftsprozesse in Kombination mit der Berücksichtigung von Green KPIs (KPI = Key Performance Indicator; Leistungskennzahl) im Prozessmodell ermittelt. Verglichen wurden neben BPMN 2.0 folgende BPM-Modellierungssprachen: EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette), UML 2.0 Aktivitätsdiagramm, IDEF0 (Integrated DEFinition Method), Petri- Netze und RAD (Role Activity Diagram). 28

35 Um einen möglichst großen Kontrast zum technisch fokussierten BPMN 2.0 zu bieten, wurde als zweite Prozessmodellierungssprache die Mathera Matrix Methode (Triple-M) gewählt. Diese ist im Gegensatz zu BPMN 2.0 lizenzpflichtig, was den Nachteil mit sich bringt, dass nur eine beschränkte Anzahl an Literatur verfügbar ist. Da der Autor dieser Arbeit selbst Triple-Mzertifiziert ist, kann er direkt spezifisches Fachwissen beisteuern. Der größte Mehrwert der Methode ist der vergleichsweise einfache und intuitive Charakter, welcher eine abteilungs- und hierarchieübergreifende Diskussion fördert und dennoch alle notwendigen prozessbezogenen Parameter auf einen Blick visualisiert. (Roithmayr et al., 2015, S. 31) Der Fokus liegt hier auf der Erarbeitung von IST-Analysen und SOLL-Zuständen der zu betrachtenden Prozesse im Rahmen von moderierten Workshops. Im Zuge der Analyse von Triple-M werden die relevanten Bestandteile näher erläutert, damit trotz der geringen Anzahl an Publikationen ein ausreichendes Verständnis vermittelt wird, um die intersubjektive Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse zu ermöglichen Ablauf Modellbildung Der Aufbau des Handlungsleitfadens Prozessmodellierung erfolgt in den nachfolgenden Schritten: 1. Analyse BPMN 2.0 a. Standard-Möglichkeiten in der Modellierung zur Berücksichtigung von Kennwerten b. Erweiterbarkeit des Standard-Modells prüfen 2. Analyse Triple-M a. Standard-Möglichkeiten in der Modellierung zur Berücksichtigung von Kennwerten b. Erweiterbarkeit des Standard-Modells prüfen 3. Zusammenführen der Erkenntnisse zum Handlungsleitfaden für die Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten in der Prozessmodellierung Damit der Handlungsleitfaden in möglichst vielen Fällen anwendbar ist, erfolgt die Analyse unter der Voraussetzung, dass die Unabhängigkeit von Prozessmodellierungs-Tools gewahrt bleiben muss Analyse BPMN 2.0 Den Ausführungen von Freund & Rücker (2012) folgend bieten sich bei der Modellierung von Prozessmodellen anhand von BPMN 2.0 die nachfolgenden Möglichkeiten zur 29

36 Berücksichtigung von Kennzahlen an. Dabei ist zu beachten, dass in der BPMN-Spezifikation keine Attribute vorgesehen sind, die eine Aufnahme von Kennzahlen für die Prozessanalyse erlauben. (Freund & Rücker, 2012, S. 113): Anmerkung Für die Berücksichtigung von Bearbeitungs-, Liege- und Durchlaufzeiten wird, wie in der nachfolgenden Abbildung dargestellt, die Verwendung des Notationselements Anmerkung empfohlen. Abbildung 3: Kennzahlen als BPMN 2.0-Anmerkung (in Anlehnung an Freund & Rücker, 2012, S. 114) Da die Anmerkung in BPMN 2.0 jeden beliebigen Text aufnehmen kann, eignet sich dieses Element für die Aufnahme unterschiedlichster Kennwerte. Eigene Artefakte BPMN 2.0 ist von Grund auf daraus ausgelegt individuell erweiterbar zu sein. Dabei ist allerdings zu beachten, dass dies voraussetzt, dass das eingesetzte BPMN-Tool den Einsatz bzw. das Erstellen eigener Artefakte unterstützt. Das tun bislang leider nur relativ wenige Produkte. (Freund & Rücker, 2012, S. 107) Recker et al. (2012) zeigen wie der Carbon Footprint unter Verwendung eigener BPMN 2.0 Artefakte in der Prozessmodellierung dokumentiert werden kann. Die nachfolgende Tabelle zeigt dabei die fünf neu eingeführten Artefakte. 30

37 Tabelle 12: BPMN 2.0 Erweiterung für Carbon Footprint (in Anlehnung an Recker et al., 2012, S. 97) Artefakt Notation Spezifikation Treibstoff-konsumierende Aktivität Dieses Element wird an Aktivitäten geknüpft, die CO2 produzieren und dabei Treibstoff als Hauptquelle verwenden. Beispiele: Geschäftsreisen, Transport Papier-konsumierende Aktivität Dieses Element wird an Aktivitäten geknüpft, die durch die Verwendung von Papier CO2 produzieren. Beispiele: Erstellung Papier-Rechnung, Ausfüllen Papier-Bericht GHG Emissions-Indikator oder Diese Elemente können jedem Pool oder jeder Swim Lane zugeordnet werden, um das Ausmaß von Treibhausgas (GHG = Greenhouse gas; hptsl. CO2) Emissionen im jeweiligen Prozess(-teil) darzustellen. Die Farbcodierung kann für die Anzeige des Gesamt-GHG-Ausstoßes des Prozesses verwendet werden. Alternativ kann die genaue GHG-Menge angegeben werden. GHG-Fluss Das GHG-Fluss-Artefakt zeigt den Fluss von GHG im Prozess und verbindet die Emissions-produzierenden Aktivitäten mit den Emissions-Indikatoren. Recker et al. (2012, S ) zeigen die Einsatzmöglichkeit dieser Artefakte anhand eines allgemeines Beispiels, das in der nachfolgenden Abbildung zu finden ist. 31

38 Abbildung 4: Carbon Footprint Notation (in Anlehnung an Recker et al., 2012, S. 98) An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Notation bereits im Zuge einer Case Study erprobt wurde das zugehörige Prozessmodell findet sich ebenfalls in der Publikation von Recker et al. (2012, S. 100) wieder. Weitere Möglichkeiten Freund & Rücker schreiben: Die diversen BPMN-Werkzeuge definieren teilweise andere Kennzahlen und bieten andere Wege an, diese im Diagramm oder den Attributen zu hinterlegen bzw. ihre Auswertung zu visualisieren. Gerade die Simulation von Prozessen kann je nachdem, wie umfangreich sie betrieben wird, weitere Anforderungen an das Prozessmodell stellen. (Freund & Rücker, 2012, S ) Dies ist Tool-seitig individuell gelöst und nicht Teil von BPMN 2.0. This means that other types of modeling done by organizations for business purposes is out of scope for BPMN. Therefore, the following are aspects that are out of the scope of this International Standard: Definition of organizational models and resources, Modeling of functional breakdowns, Data and information models, Modeling of strategy, Business rules models. (Object Management Group (OMG), 2013, S. 20) 32

39 Zeise fasst dies im Hinblick auf Kennzahlen zusammen: Kennzahlen als Parameter der Prozessmessung werden damit innerhalb von BPMN nicht berücksichtigt. (Zeise, 2010, S. 69) Erkenntnisse BPMN 2.0 Die Möglichkeiten um in BPMN 2.0 Kennwerte in das Prozessmodell einfließen zu lassen, hängen vom eingesetzten Modellierungs-Tool ab. Das einzige im Standard definierte und damit in allen Tools verfügbare Notationselement für die Aufnahme von Kennwerten ist die Anmerkung, in der beliebige alphanumerische Werte und somit beliebige Kennwerte aufgenommen werden können. BPMN 2.0 bietet die Möglichkeit eigene Artefakte zu erstellen und so das Modell um weitere Notationselemente zu erweitern, was anhand des Vorgehens von Recker et al. zur Modellierung des CO2-Fußabdrucks gezeigt wurde. Dieses in Abbildung 4 dargestellte Beispiel zeigt gleichzeitig die Limitierungen bei der automatischen Auswertung von Werten einzelner Artefakte auf. Im konkreten Beispiel erfolgt die Aufsummierung der GHG-Emissionswerte ohne Berücksichtigung des XOR-Gateways über alle Elemente hinweg. Im Beispiel in Abbildung 3 werden bei diesen Gateways Wahrscheinlichkeitswerte im Anmerkungsfeld hinterlegt. Dieses Feld kann nicht automatisiert verarbeitet werden die Berechnung der Summenwerte wurde in diesem Beispiel manuell durchgeführt Analyse Triple-M Das Kernelement der Triple-M-Methode ist die sequentiell-aufsteigende Modellierung der einzelnen Prozessschritte. (Roithmayr et al., 2015, S. 31) Dies wird durch die Darstellung als Diagonalmatrix (Mathera, 2006, S. 174) realisiert. Diese Darstellungsform basiert auf RAMS (Requirements Analysis for Manufacturing Systems), welche von der Firma Digital Equipment Corporation (DEC) auf Basis der Wall Charting Technik entwickelt (Mathera, 1994, S. 86) wurde, wobei zu beachten ist, dass RAMS nicht nur eine Modellierungssprache ist, sondern eine Consulting-Methodik mit sich bringt, bei der das Geschäftsmodell unter Einbeziehung der Fachbereiche bzw. der Anwender in den folgenden Phasen entsteht: Überblick, detaillierte Prozess-Analyse, daraus resultierende ungelöste Probleme und gewünschte Ergebnisse. Der Hauptfokus liegt in der Erlangung eines tiefgehenden Verständnisses für die Probleme und Wünsche. (Monheit & Tsafrir, 1990, S. 572) Gegenüber der ursprünglichen RAMS-Darstellung als absteigende Diagonalmatrix (Mathera, 2002, S. 164) wurde das Triple-M-Modell mittlerweile in eine aufsteigende Diagonalmatrix übergeführt (Roithmayr et al., 2015, S. 31). 33

40 Abbildung 5: Triple-M - Prozessdiagonale - Flüsse Dimensionen (in Anlehnung an Roithmayr et al., 2015, S. 31) Wie schon einleitend erwähnt stehen in der Mitte die aufeinander aufbauenden Prozessschritte, welche über Informations- und Materialflüsse im Sinne von Input-Output- Beziehungen miteinander verbunden werden. Umrahmt wird die Darstellung durch problemrelevante Parameter. Je nach Aufgaben-/Fragestellung kann man auf vier Ebenen prozessschrittspezifische Parameter visualisieren. Gängige Beispiele dafür sind die Prozessdurchlaufzeiten, die Prozesskosten, Tätigkeitsanforderungen und der IT/IS- Unterstützungsgrad. (Roithmayr et al., 2015, S. 31) Sowohl auf der Prozessdiagonale, wie auch in den vier Dimensionen, können Probleme und Potentiale mit roten bzw. rosa Pfeilen markiert werden. Aufbauend auf diesen Grundlagen können die nachfolgenden Möglichkeiten zur Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten abgeleitet werden: Dimensionen Da der Inhalt der vier Dimensionen abhängig von der Aufgabenstellung gewählt werden kann, bieten die Dimensionen die erste Einsatzmöglichkeit zur Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten. Nachdem es naheliegend ist, die Prozesszeiten und kosten sowie die den Prozessschritten zugeordneten Rollen stets zu berücksichtigen, und die Erweiterung des Diagramms über die rechte Seite hinaus einfach möglich ist, empfiehlt es sich, die Dimension des IT-Unterstützungsgrades entweder zu ersetzen oder zusätzlich daneben die gewünschten ökologischen und sozialen Kennwerte zu berücksichtigen. Für die Visualisierung ergeben sich zwei Möglichkeiten (Mathera, 2011, S. 5-12): 1. Werte-Tabelle 2. Stärken-/Schwächen-Profil 34

41 Die Werte-Tabelle eignet sich insbesondere für jene Fälle, bei denen auf Ebene des Prozessschritts Messwerte oder Bewertungsergebnisse vorliegen, die über alle Prozessschritte hinweg aufsummiert das Gesamtergebnis für den beobachteten Prozess liefern. Das Stärken-/Schwächen-Profil erlaubt eine Einordnung auf einer Skala von -2 bis +2, wobei die Werte wie folgt zu interpretieren sind: Tabelle 13: Stärken-/Schwächen-Profil: Werte & Bedeutung Wert Bedeutung -2 keine Entsprechung/Unterstützung -1 nicht ausreichend 0 neutral entspricht den aktuellen Anforderungen +1 mehr als notwendig für zukünftige Anforderungen gerüstet +2 zu viel des Guten - unverhältnismäßig Pro Prozessschritt wird ein Wert vergeben und die Werte werden miteinander verbunden. In einer vorgelagerten Spalte kritische Bereiche erfolgt eine zusätzliche Visualisierung von kritischen Prozessschritten (bezüglich des jeweiligen Kennwertes). Der Einsatz beider Möglichkeiten wird in der nachfolgenden Abbildung demonstriert. Abbildung 6: Triple-M-Modell mit Werte-Tabelle und Stärken-/Schwächen-Profil Probleme Eine weitere Möglichkeit um ökologische und soziale Kennwerte in das Prozessmodell einfließen zu lassen bieten die Problem-Pfeile. Diese bieten sich dann an, wenn nur (bezüglich des jeweiligen Kennwerts) verbesserungswürdige Prozessschritte identifiziert werden sollen. 35

42 Das Beispiel in Abbildung 6 kann demnach auch wie in der nachfolgenden Abbildung visualisiert werden. Hierbei gehen die Kennwerte nicht-problematischer Prozessschritte wie auch die Gesamtsummen als Information verloren. Abbildung 7: Triple-M-Modell mit Problem-Pfeilen Erweiterung des Modells Die Triple-M-Methode ist an kein Tool gebunden, sondern vielmehr auf die Arbeit in der Gruppe in Form von Workshops unter Zuhilfenahme von Flip Chart und Moderationskarten ausgelegt. Daher ist es naheliegend abweichend von der in Triple-M festgelegten Farbgebung der Elemente bzw. Moderationskarten zusätzliche Pfeil-Elemente z. B. in grüner Farbe für Anmerkungen oder speziell für ökologische Aspekte einzuführen. Da diese zusätzlichen Pfeile die Übersichtlichkeit des Modells einschränken, sollten sie nur für wenige Kennwerte verwendet werden. Angewandt auf die Berücksichtigung der benötigten kwh pro Prozessschritt in Abbildung 6 ergibt sich folgende Visualisierung. 36

43 Abbildung 8: Triple-M-Modell mit grünen Pfeilen Erkenntnisse Triple-M Die Triple-M-Methode bietet in der Ausgestaltung der Berücksichtigung von Kennwerten viel Handlungsspielraum, da sie wenig restriktiv ist die vier Dimensionen können je nach Aufgabenstellung gewählt werden und die Problem-Pfeile können jeden beliebigen Text aufnehmen. Das Modell kann auf einfache Weise um weitere Elemente bzw. Moderationskarten erweitert werden (z. B. grüne Pfeile), wobei zu beachten ist, dass dies dann aber nicht mehr dem Standard von Triple-M entspricht Zusammenführung der Erkenntnisse Die Analysen von BPMN 2.0 und Triple-M haben gezeigt, dass schon alleine diese beiden Methoden bzw. Modelle so unterschiedlich sind, dass sie ohne Erweiterung der Standard- Möglichkeiten kein vergleichbares Element zur Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten aufweisen. Diese Einschränkung ergibt sich daraus, dass BPMN 2.0 nur das Element Anmerkung für diesen Zweck bietet zumindest wenn die Unabhängigkeit von Modellierungstools gewahrt bleiben soll. In Triple-M ist kein solches Element dezidiert vorgesehen, wenn auch es sehr einfach eingeführt werden könnte (siehe Erweiterung mit grünem Pfeil). Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese Option im Triple-M-Modell zu 6 Nutzungsrecht: An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass es sich bei Triple-M um eine urheberrechtlich geschützte Methode handelt. Prof. Wolfgang Mathera - Gründer und geistiger Eigentümer der Mathera-Matrix- Methode (Triple-M) - hat die Verwendung von Triple-M in dieser Arbeit persönlich lizenzfrei genehmigt. 37

44 Unübersichtlichkeit bzw. Überfrachtung führen kann und es besser geeignete Wege zur Visualisierung gibt (Werte-Tabelle, Stärken-/Schwächen-Profil). Daraus lässt sich ableiten, dass jede Prozessmodellierungssprache einzeln auf die bestgeeigneten Möglichkeiten zur Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Kennwerten untersucht werden muss und, sofern sich mehrere Möglichkeiten bieten, für jeden Kennwert einzeln geprüft werden muss, welche Darstellungsform die für die jeweilige Aufgabenstellung am besten geeignete ist. Dabei ist zu beachten, dass die Darstellungsform nicht nur das eingesetzte Notationselement umfasst, sondern auch die Möglichkeiten auf welche Art und Weise die Kennwert darin hinterlegt werden. Naheliegende Optionen sind die Darstellung von Minimal-, Maximal- und/oder Durchschnittswerten Handlungsleitfaden Prozessmodellierung Aus den Ergebnissen der Analyse der beiden Prozessmodellierungssprachen und den soeben angeführten Erkenntnissen lässt sich folgender Handlungsleitfaden zur Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Kennwerten in der Prozessmodellierung ableiten: 1. Analyse der Prozessmodellierungssprache bzgl. der Möglichkeiten zur Berücksichtigung von Kennwerten (Notationselemente) 2. Definition der zu berücksichtigenden ökologischen und sozialen Kennwerte 3. Klärung der Aufgabenstellung (z. B. für alle Prozessschritte berücksichtigen oder nur kritische Prozessschritte darstellen) 4. Pro ökologischem bzw. sozialem Kennwert aufgrund der Aufgabenstellung die geeignete Darstellungsform wählen 5.3 Vorgehensmodell Ökosoziales Prozessmanagement Basierend auf den Ergebnissen und Erkenntnissen aus der Entwicklung der bisherigen Artefakte (Klassifikationsmodell, Katalog, Vorgehensmodell Kennwerte) leiten sich folgende Schritte ab und bilden somit das Vorgehensmodell für Ökosoziales Prozessmanagement. Vorbedingung: Unternehmensziele ermitteln Wie in Kapitel Kriterien definieren erläutert wurde, hat die Berücksichtigung von Kennwerten in der Prozessmodellierung den Unternehmenszielen zu folgen. Dafür ist es Voraussetzung, dass die Unternehmensziele vorab bekannt sind. Ist das nicht der Fall, so müssen sie entsprechend ermittelt werden. 38

45 Analyse Prozessmodellierungssprache Die eingesetzte Prozessmodellierungssprache muss entsprechend Kapitel Zusammenführung der Erkenntnisse bezüglich möglicher Visualisierungsmöglichkeiten von ökologischen und sozialen Aspekten untersucht werden. Dieser Schritt ist nur einmalig beim ersten Einsatz einer Prozessmodellierungssprache (bzw. beim Umstieg auf eine neue Version davon) durchzuführen. Ökologische und soziale Kennwerte definieren Die zu berücksichtigenden ökologischen und sozialen Kennwerte müssen definiert werden. Grundlage dafür bietet das spezifische Fachwissen zum jeweiligen Anwendungsfall (z. B. Unternehmen, Fachabteilung) bzw. der in Kapitel erstellte Katalog, der einerseits für die Identifikation von entsprechenden Kennwerten herangezogen oder andererseits für eine erste Prüfung bereits definierter Kennwerte verwendet werden kann. Ökologische und soziale Kennwerte auf Anwendbarkeit prüfen Da der Katalog nur einen groben Rahmen für potentielle ökologische und soziale Kennwert- Kategorien vorgeben kann, ist lt. Kapitel Kriterien definieren jeder Kennwert auf folgende Parameter zu prüfen: - Kennwert folgt Unternehmenszielen? - Kennwert ist auf kleinster betrachteter Prozessebene zuordenbar? - Kennwert ist messbar, berechenbar oder zumindest bewertbar? Klärung der Aufgabenstellung Wie in Kapitel Zusammenführung der Erkenntnisse erläutert wurde, ist die Darstellungsform im Prozessmodell abhängig von der jeweiligen Aufgabenstellung (z. B. nur kritische Prozessschritte markieren, ökologische Auswirkungen über gesamten Prozess darstellen) diese muss daher vorab geklärt werden. Die Aufgabenstellung kann pro Kennwert variieren, daher muss dieser Schritt auf jeden positiv geprüften ökologischen bzw. sozialen Kennwert angewendet werden. Dieser Schritt ist auch dann durchzuführen, wenn die gewählte Prozessmodellierungssprache nur eine Darstellungsform für ökologische und soziale Kennwerte zulässt, da nicht nur die Form der Darstellung sondern auch z. B. die Häufigkeit (z. B. bei jedem Prozessschritt oder nur bei kritischen Prozessschritten) von der Aufgabenstellung abhängt. Darstellungsform wählen Sofern die gewählte Prozessmodellierungssprache mehrere Darstellungsformen (Notationselemente und/oder Möglichkeiten der Werthinterlegung im Notationselement) zulässt, ist abhängig von der jeweiligen Kombination aus Kennwert und Aufgabenstellung jene 39

46 Darstellungsform zu wählen, die dieser Kombination am besten entspricht (siehe Kapitel Zusammenführung der Erkenntnisse). Prozessmodell Abschließend kann aufgrund der zuvor durchgeführten Schritte die Prozessmodellierung in der gewählten Prozessmodellierungssprache durchgeführt werden. Zusammengefasst ergibt sich die nachfolgende Darstellung. Abbildung 9: Vorgehensmodell Ökosoziales Prozessmanagement 40

47 5.4 Evaluation Ökosoziales Prozessmanagement Methodik und Ablauf Um die Anwendbarkeit der Methode Ökosoziales Prozessmanagement zu zeigen war anfangs eine Evaluation gegen die Realwelt in Form einer Fallstudie intendiert. Im Hinblick auf den zeitlichen Umfang und die notwendigen unternehmensspezifischen Informationen, hätte diese Fallstudie in Form eines Action Research Ansatzes durchgeführt werden müssen. Die Objektivierung der aus diesem speziellen Kontext stammenden Ergebnisse stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Ebenfalls gilt zu beachten, dass die in dieser Arbeit vorgestellte Methode eine breite Palette an ökologischen und sozialen Aspekten berücksichtigt, und die individuelle Ableitbarkeit der Prozesse und Kennwerte aus dem jeweiligen Organisationsumfeld (Vision, Leitbild etc.) einen wesentlichen Grundpfeiler der Methode darstellt. Aus diesen Gründen wurde für das Aufzeigen der grundsätzlichen Anwendbarkeit der Methode Ökosoziales Prozessmanagement ein Demonstrationsbeispiel gewählt, und somit eine Evaluation gegen die Forschungslücke (Riege et al., 2009, S ) durchgeführt. Grundlage für das Demonstrationsbeispiel ist die Fallstudie zum ABWL-Kurs Integriertes Management mit Semiramis : BIKERS SOLUTION (Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement, Universität Innsbruck, 2009) in weiterer Folge kurz Fallbeschreibung Bikers Solution genannt. Darin wird das fiktive Unternehmen Bikers Solution vorgestellt und der Ist-Zustand der betrieblichen Abläufe beschrieben. Im Zuge der Evaluation wird nun exemplarisch ein Geschäftsprozess daraus ausgewählt und in drei Prozessmodellierungssprachen abgebildet: - BPMN 2.0, - Triple-M und - UML Aktivitätsdiagramm. Die ersten beiden sind jene Prozessmodellierungssprachen, aus denen bereits der Handlungsleitfaden Prozessmodellierung abgeleitet wurde. Um die Anwendbarkeit der Methode auch auf eine andere Prozessmodellierungssprache zu zeigen, wird als dritte Variante das UML Aktivitätsdiagramm (Object Management Group (OMG), 2011) hinzugenommen. Es ist nicht Ziel dieses Abschnitts das UML Aktivitätsdiagramm zu erklären, sondern die Anwendbarkeit des Vorgehensmodells auch für diese Modellierungssprache zu zeigen. Da in der Fallbeschreibung Bikers Solution wesentliche Informationen zu den Unternehmenszielen fehlen und auch keine Hinweise auf ökologische oder soziale Aspekte berücksichtigt wurden, werden für die weitere Arbeit folgende Annahmen getroffen. 41

48 Das Unternehmen möchte sich mittel- bis langfristig verstärkt im Bereich der Corporate Social Responsibility engagieren und hat für die nächsten zwei Jahre folgende konkrete Ziele ausgegeben: - Senkung des Stromverbrauchs in allen Unternehmens-Bereichen um mindestens 15 % im Vergleich zum aktuellen Stand - Hebung der Arbeitsplatz-Ergonomie auf höchstes Branchen-Niveau: Ziel = Branchenbester Exemplarisch wird die IST-Analyse des Produktionsprozesses betrachtet, da dieser als Herzstück eines Produktionsunternehmens gesehen werden kann. In Anhang D Fallbeschreibung Bikers Solution finden sich die wesentlichen Passagen der Fallbeschreibung Bikers Solution betreffend des Produktionsprozesses. Nachfolgend wird das Vorgehensmodell lt. Kapitel 5.3 Vorgehensmodell Ökosoziales Prozessmanagement anhand der drei o. a. Prozessmodellierungssprachen für den IST- Produktionsprozess durchlaufen. Dabei ist zu beachten, dass nur drei Schritte des Vorgehensmodells von der Prozessmodellierungssprache abhängig sind - in der nachfolgenden Grafik werden diese drei Schritte blau hervorgehoben. 42

49 Abbildung 10: Vorgehensmodell Ökosoziales PzM blaue Schritte abhängig von Prozessmodellierungssprache Da somit ein Großteil der Schritte des Vorgehensmodells von der Prozessmodellierungssprache unabhängig ist, wird im Zuge der Evaluation das gesamte Vorgehensmodell nicht pro ausgewählter Prozessmodellierungssprache einzeln durchlaufen, sondern nur jene Schritte, in denen die Prozessmodellierungssprache relevant ist bzw. eingesetzt wird, pro Prozessmodellierungssprache einzeln dargestellt Unternehmensziele ermitteln Mangels weiterer Angaben werden die Unternehmensziele aus den zuvor angeführten Annahmen abgeleitet: 43

50 Ziele für die nächsten zwei Jahre: - Senkung des Stromverbrauchs in allen Unternehmens-Bereichen um mindestens 15 % im Vergleich zum aktuellen Stand - Hebung der Arbeitsplatz-Ergonomie auf höchstes Branchen-Niveau: Ziel = Branchenbester Analyse Prozessmodellierungssprache In diesem Schritt wird die anzuwendende Prozessmodellierungssprache daraufhin untersucht, wie ökologische und soziale Kennwerte durch Standard-Notationselemente hinterlegt werden können. BPMN 2.0 Wie in Kapitel Analyse BPMN 2.0 ausgearbeitet, bietet sich für BPMN 2.0 nur das Standard-Notationselement Anmerkung an. Triple-M Wien in Kapitel Analyse Triple-M ausgearbeitet, bieten sich für Triple-M die folgenden Visualisierungsmöglichkeiten an: - Dimension mit Werte-Tabelle - Dimension mit Stärken-Schwächen-Profil - Problem-Pfeile UML Aktivitätsdiagramm Das UML Aktivitätsdiagramm sieht in seinen Elementen ähnlich wie BPMN keine speziellen Möglichkeiten vor, um Kennwerte zu Aktionen zu erfassen. Aktionen sind hier das Pendant zu den Aktivitäten in BPMN 2.0. Unter Berücksichtigung der UML-Grundelemente ist allerdings das Element Kommentar vorhanden: Der Kommentar darf an jedem beliebigen Modellelement angebracht werden. Der Inhalt eines Kommentars kann ein beliebig strukturierter Text in natürlicher Sprache sein oder auch ein semiformaler Ausdruck. (Rupp et al., 2012, S. 22) Ökologische und soziale Kennwerte definieren Im Hinblick auf die definierten Unternehmensziele lassen sich folgende Kennwerte ableiten. Stromverbrauch Da der Stromverbrauch reduziert werden soll, ist es naheliegend den Stromverbrauch für jeden einzelnen Prozessschritt zu messen. Der Stromverbrauch wird in kwh gemessen. Im 44

51 Hinblick auf den in Kapitel erarbeiteten Katalog ist der Stromverbrauch dem Bereich Ökologische Auswirkungen zuzuordnen. Arbeitsplatz-Ergonomie Vorerst wird der Fokus auf physische Belastungen während der Arbeitsschritte des Produktionsprozesses gelegt, mit dem Ziel nach und nach Verbesserungen zu erzielen. Unter Berücksichtigung des Kataloges (Kapitel 5.1.4) lässt sich das Thema Ergonomie dem Bereich Arbeitsschutz zuordnen. Als Bewertungsmethode wird die Leitmerkmalmethode Manuelle Arbeitsprozesse (Steinberg et al., 2012) eingesetzt, welche pro Prozessschritt das Ausfüllen des zugehörigen Formulars Leitmerkmalmethode zur Erfassung von Belastungen bei manuellen Arbeitsprozessen (Formblatt und Kurzanleitung) (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), 2012) vorsieht. Darin wird ein Punktewert ermittelt und anhand dessen die Einstufung in einen von vier Risikobereichen vorgenommen. Tabelle 14: Risikobereiche Leitmerkmalmethode Manuelle Arbeitsprozesse (in Anlehnung an Steinberg et al., 2012, S. 164) Risikobereich Punktewert Beschreibung 1 < 10 Geringe Belastung 2 10 bis < 25 Mittlere Belastung 3 25 bis < 50 Erhöhte Belastung 4 ab 50 Hohe Belastung Kennwerte auf Anwendbarkeit prüfen In diesem Schritt ist jeder Kennwert auf folgende Parameter zu prüfen: - Kennwert folgt Unternehmenszielen? - Kennwert ist auf kleinster betrachteter Prozessebene zuordenbar? - Kennwert ist messbar, berechenbar oder zumindest bewertbar? 45

52 Tabelle 15: Prüfung der Kennwerte auf Anwendbarkeit Stromverbrauch Ergonomie Unternehmensziel? Beide Kennwerte wurden direkt aus den zuvor festgelegten Zielen des Unternehmens abgeleitet. zuordenbar? messbar, berechenbar, bewertbar? Mittels Stromverbrauchs-Messgerät kann der Stromverbrauch in kwh für jeden Prozessschritt genau gemessen werden. direkt messbar mittels Stromverbrauchs- Zähler Pro Prozessschritt wird ein eigenes Formular ausgefüllt und so die Gesamtpunktzahl bzw. der Risikobereich ermittelt. Der jeweils ermittelte Punktwert ergibt sich aus dem Bewertungsformular die Bewertbarkeit ist somit gegeben Klärung der Aufgabenstellung Die IST-Analyse des Produktionsprozesses soll die Ausgangs- und Vergleichsbasis für zukünftige Weiterentwicklungen des Prozesses bilden. Aus diesem Grund sollen beide Kennwerte zu jedem Element des Prozesses erfasst werden Darstellungsform wählen Aufgrund des jeweiligen Kennwertes, der jeweiligen Aufgabenstellung und der eingesetzten Prozessmodellierungssprache wird nun die Darstellungsform gewählt. Entsprechen den Erkenntnissen in Schritt Analyse Prozessmodellierungssprache besteht nur bei Triple-M die Auswahl zwischen unterschiedlichen Notationselementen. Die Darstellungsform ist aber bei allen drei Prozessmodellierungssprachen zu betrachten so wird von der Aufgabenstellung die Anforderung abgeleitet Minimal-, Maximal- und Durchschnittswerte für den Stromverbrauch zu erfassen. Tabelle 16: Darstellungsform pro Prozessmodellierungssprache und Kennwert Stromverbrauch (min / max / Ø) Ergonomie BPMN 2.0 Anmerkung (min / max / Ø) Anmerkung Triple M Dimension mit Werte-Tabelle (min / max / Ø) Dimension mit angepasstem Stärken- Schwächen-Profil für den Risikobereich (Spalten 1-4) UML Aktivitätsdiagramm Kommentar (min / max / Ø) Kommentar 46

53 5.4.8 Prozessmodell Nachdem nun alle Fragen der möglichen Berücksichtigung der ökologischen und sozialen Kennwerte geklärt sind, kann das Prozessmodell in der jeweiligen Prozessmodellierungssprache erstellt werden. Aus der Aufgabenstellung (siehe Anhang D Fallbeschreibung Bikers Solution) lässt sich ableiten, dass die Schritte Entnahme fehlende Komponenten und Nachjustieren optional sind. Die Prozessmodelle werden im Hinblick auf einen späteren Soll-Ist-Vergleich unter Berücksichtigung aller möglicher Schritte erstellt die Messwerte werden auf Basis einer Palette (= 30 Stück Mindestproduktionsmenge) berechnet, wobei die optionalen Schritte durch das Setzen von Minimum- bzw. Maximum-Werten entsprechend dargestellt werden können. Diese Basis (eine Palette) entspricht nicht zwingend der ersten produzierten Palette des Produktionslaufes, sondern jeder x-beliebigen so kann es sich zum Beispiel auch um die dritte produzierte Palette handeln, welcher der Schritt Nachjustieren zugeordnet werden muss. Am Ende stehen als Vergleichswerte für zukünftige Vergleiche mit dem ermittelten Status-quo Minimum, Maximum und Durchschnitt des Messwertes für den Stromverbrauch in kwh sowie die Dauer in Minuten zur Verfügung. Für den Kennwert Ergonomie wird die Bewertung pro Prozessschritt wie auch die durchschnittliche Bewertung über den gesamten Prozess dargestellt. Da es sich um ein konstruiertes Demonstrationsbeispiel handelt, werden zum Einen Messwerte und Bewertungen zu den einzelnen Prozessschritten, und zum Anderen nicht aus der Aufgabenstellung direkt ableitbare Durchlaufzeiten pro Palette, wie folgt angenommen um die Abbildung im Prozessmodell zu ermöglichen: Tabelle 17: Demonstrationsbeispiel - angenommene Kennwerte Prozessschritt Dauer Stromverbrauch Ergonomie Entnahme Komponenten 10 Minuten 0,10 kwh 2 Transport in Produktionshalle 5 Minuten 0,15 kwh 2 Überprüfung Anlage 10 Minuten 0,20 kwh 3 Komponenten prüfen 10 Minuten 0,10 kwh 1 Entnahme fehlender Komponenten 20 Minuten 0,20 kwh 2 Montage 60 Minuten 2,75 kwh 3 Nachjustieren 5 Minuten 0,10 kwh 4 Auf Palette stapeln 10 Minuten 0,10 kwh 2 Transport in Warenlager 5 Minuten 0,15 kwh 2 Lagerung der Paletten 5 Minuten 0,10 kwh 2 Nachfolgend werden die Prozessmodelle anhand der drei Prozessmodellierungssprachen entsprechend der vorhergehenden sechs Schritte des Vorgehensmodells abgebildet. 47

54 10 Minuten 0,10 kwh R-Bereich: 2 Entnahme Komponenten 5 Minuten 0,15 kwh R-Bereich: 2 Transport in Produktionshalle 10 Minuten 0,20 kwh R-Bereich: 3 Überprüfung der Anlage 10 Minuten 0,10 kwh R-Bereich: 1 Komponente n prüfen nein Komponenten komplett? alle Stk. Stk ja 20 Minuten 0,20 kwh R-Bereich: 2 Entnahme fehlender Komponente n Montage Nachjustieren 60 Min./Palette 2,75 kwh R-Bereich: 3 5 Minuten 0,10 kwh R-Bereich: 4 Auf Palette stapeln 10 Minuten 0,10 kwh R-Bereich: 2 Transport in Warenlager Lagerung der Paletten 5 Minuten 0,15 kwh R-Bereich: 2 5 Minuten 0,15 kwh R-Bereich: 2 pro Palette: Minuten 3,65-3,96 kw h Risikobereich: Ø 2,3 Department Informationstechnologie und Informationsmanagement BPMN 2.0 Lagerzone "Teile" Produktion Lagerzone "Bikes" Bikers Solution Abbildung 11: Bikers Solution - Produktions-Prozess (BPMN 2.0) 48

55 HK = Hilfskraft FK = Fachkraft HK Logistik HK Logistik FK Maschine Produktion fertig Prod.-Laufkarte Durchlaufzeit (Min/Palette) Produktionsplanung / Start Produktion Entnahme Komponenten Ausfassliste Prod.-Laufkarte Transport in Produktionshalle Ausfassliste Prod.-Laufkarte Komponenten Überprüfung Anlage Start Produktion Start Produktion Komponenten prüfen Prod.-Laufkarte Komponenten Ausfassliste FK Montage HK Logistik 4x FK Montage FK Maschine 2x FK Montage HK Logistik Prod.-Laufkarte Komponenten Entnahme fehlender Komponenten Info: Justieren erledigt 0,10 0,10 0,15 0,15 Auf Palette stapeln 0,10 0,10 x Nachjustieren 0,00 0,10 x x Montage 2,75 2,75 x fehlende Kompon. Fehlende Komponenten Prod.-Laufkarte Komponenten Komponenten Prod.-Laufkarte Info: 2 Paletten montierte Räder 0,00 0,20 0,10 0,10 0,20 0,20 0,15 0,15 0,10 0,10 Summe (Min.) 3,65 3,95 Summe 23 Punkte min Ø 3,8 kwh Ø2,3 Punkte max Schnitt , ,5 Transport in Warenlager Prod.-Laufkarte Räder-Paletten HK Logistik Stromverbrauch Arbeitsplatz-Ergonomie Lagerung der Paletten Prod.-Laufkarte Räder-Paletten krit. x x x Prozesskosten x x x x Department Informationstechnologie und Informationsmanagement Triple-M min max Abbildung 12: Bikers Solution - Produktions-Prozess (TRIPLE-M) 49

56 UML Aktivitätsdiagramm Bikers Solution Lagerzone "Teile" Produktion Lagerzone "Bikes" Entnahme Komponenten 10 Minuten 0,10 kwh R-Bereich: 2 Transport in Produktionshalle 5 Minuten 0,15 kwh R-Bereich: 2 Überprüfung der Anlage 10 Minuten 0,20 kwh R-Bereich: 3 10 Minuten 0,10 kwh R-Bereich: 1 20 Minuten 0,20 kwh R-Bereich: 2 Komponenten prüfen Entnahme fehlender Komponenten [Komponenten fehlen] [Komponenten komplett] 60 Minuten 2,75 kwh R-Bereich:3 Montage 5 Minuten 0,10 kwh R-Bereich:4 [> 60 Stück] Nachjustieren [Montage abgeschlossen] Auf Palette stapeln 10 Minuten 0,10 kwh R-Bereich:2 Transport in Warenlager 5 Minuten 0,15 kwh R-Bereich:2 Lagerung der Paletten 5 Minuten 0,15 kwh R-Bereich:2 pro Palette: Minuten 3,65-3,96 kwh Risikobereich: Ø 2,3 Abbildung 13: Bikers Solution - Produktions-Prozess (UML Aktivitätsdiagramm) 50

57 5.4.9 Ergebnisse Im Zuge der Evaluation wurde anhand eines Demonstrationsbeispiels, welches um weitere Annahmen zu den ökologischen und sozialen Zielsetzungen erweitert wurde, gezeigt, dass die Methode Ökosoziales Prozessmanagement zumindest in der Theorie anwendbar ist und die Abbildung ökologischer und sozialer Kennwerte anhand der Prozessmodellierungssprachen BPMN 2.0, Triple-M und UML Aktivitätsdiagramm unter Zuhilfenahme des Vorgehensmodells Ökosoziales Prozessmanagement möglich ist. Die Evaluation ist gegen die Forschungslücke erfolgt. Eine Evaluation gegen die Realwelt wird angestrebt, ist aber nicht Teil dieser Arbeit. 51

58 6 Ergebnisse und Schlussfolgerungen In diesem Kapitel werden nach dem Überblick über die entwickelten Artefakte die Erkenntnisse, die während des Entwicklungsprozesses gewonnen wurden, präsentiert. Anschließend wird die Arbeit einer kritischen Betrachtung unterzogen, Limitierungen hervorgehoben und ein Ausblick auf mögliche weitere Forschungsarbeiten gegeben. Abschließend erfolgt die Überprüfung auf die Beantwortung der anfangs definierten Forschungsfragen. 6.1 Ergebnisse Im Zuge dieser Arbeit wurde die Methode Ökosoziales Prozessmanagement zur Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte im Prozessmanagement entwickelt. Die einzelnen Artefakte dieser Methode wurden im Kapitel 5 Artefakt- und Methodenbildung beschrieben und entwickelt und stellen (neben den gewonnenen Erkenntnissen) das Ergebnis dieser Arbeit dar. Anstatt einer wiederholten Wiedergabe der einzelnen Artefakte, gibt die nachfolgende Grafik einen Überblick über die entwickelten Artefakte, jeweils in Kombination mit dem Kapitel, in dem das jeweilige Artefakt beschrieben wird. Abbildung 14: Methode Ökosoziales Prozessmanagement: Artefakte mit Kapitel 52

59 6.2 Erkenntnisse Das Resultat dieser Arbeit beschränkt sich nicht nur auf die entwickelten Artefakte, sondern umfasst auch die Erkenntnisse, die im Zuge der Erstellung gewonnen wurden. Diese werden nachfolgend mit Bezugnahme auf den jeweiligen Ursprung angeführt. Aus der Kriterien-Definition für das Klassifikationsmodells (Kapitel ) sind organisatorische Vorbedingungen abgeleitet worden: - Die Unternehmensziele müssen bekannt sein das bedeutet auch, dass sie existent und hinreichend ausdefiniert sein müssen. Sie leiten sich aus dem Unternehmensleitbild bzw. Vision und Mission ab und sind die Grundlage für die Auswahl und Relevanz (nicht nur) der ökologischen und sozialen Aspekte im Prozessmanagement. - Die Detaillierungsebene der Prozessbetrachtung muss im Vorfeld geklärt sein, da sonst nicht geprüft werden kann, ob Kennwerte auf der kleinsten betrachteten Ebene zugeordnet werden können. - Die Auswahl der zu betrachtenden ökologischen und sozialen Aspekte ist von Fall zu Fall unterschiedlich (u. a. abhängig von Unternehmenszielen) und muss im Einzelfall geprüft und begründet werden. Für die Entwicklung des Klassifikationsmodells (Kapitel 5.1.3) wurden neunundsechzig Subund Negativ-Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix untersucht. Aus diesen neunundsechzig konnten zehn ökologische und soziale Aspekte abgeleitet werden, die im Prozessmanagement als Grundlage für Kennwerte dienen können. Diese verhältnismäßig geringe Anzahl begründet sich zu einem großen Teil darin, dass sich die Indikatoren auf gesamtorganisatorische Aspekte beziehen und sich aus diesem Grund nur zu einem geringen Anteil bis auf Prozessschritt-Ebene herunterbrechen lassen. In Weiterverfolgung dieses Gedankens bedeutet dies, dass die Gemeinwohl-Bilanz großteils Prozess-übergreifende Themen anspricht und damit die Grundhaltung und Kultur der jeweiligen Organisation adressiert. Die Sub-Indikatoren bieten über ihr zugrundeliegendes Reifegrad-Bewertungsmodell einen Anhaltspunkt dafür, wie Verbesserungen im jeweiligen Bereich angestrebt bzw. umgesetzt werden können. Diese sind aber eben wiederum großteils so global gehalten, dass sie sich nicht direkt auf die Prozessorganisation anwenden lassen. Dem Grundgedanken folgend, dass sich Prozesse aus den Visionen, Leitbildern und Strategien von Organisationen ableiten, bedeutet das, dass sich anhand der Gemeinwohl-Bilanz zuerst diese oberste normative Ebene verbessern muss um darauf aufbauend diese Verbesserungen operativ in Prozessen verankern zu können. 53

60 Bei Betrachtung des Katalogs fällt auf, dass nur für den Bereich der Ökologischen Auswirkungen direkt (variabel) messbare und berechenbare Kennwerte identifiziert werden konnten. Für die anderen Bereiche, die allesamt sozial oder sozial und ökologisch sind, konnten nur bewertete oder attributiv messbare (ja/nein) Kennwerte ermittelt werden. Die Entwicklung des Handlungsleitfadens (Kapitel 5.2) und die damit verbundene Analyse der Prozessmodellierungssprachen haben folgende Erkenntnisse generiert: - Die Verwendung eigener Artefakte in BPMN 2.0 bietet zwar weitreichende Möglichkeiten, ist aber durch das eingesetzte Modellierungs-Tool beschränkt und damit nicht allgemein anwendbar. - BPMN 2.0 bietet somit nur das Standard-Notationselement Anmerkung für die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte. Dieses kann jeden beliebigen Text aufnehmen. - Diese Einschränkung führt dazu, dass BPMN 2.0 und Triple-M kein gemeinsames und damit allgemein verwendbares Notationselement für die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte aufweisen. - Triple-M bietet vielfältige Möglichkeiten für die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte. - Als Konsequenz daraus wurde festgehalten, dass die anzuwendende Prozessmodellierungssprache (soweit dies nicht schon zuvor passiert ist) vor der Prozessmodellierung auf entsprechende Möglichkeiten zur Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte analysiert werden muss und anhand der konkreten Aufgabenstellung die Darstellungsform individuell ausgewählt werden muss. Die Darstellungsform kann sich für jeden betrachteten Aspekt unterscheiden. Im Zuge der Evaluation (Kapitel 5.4) wurde gezeigt, dass die eingesetzte Prozessmodellierungssprache nur bei drei Schritten des Vorgehensmodells individuell berücksichtig werden muss, die restlichen Schritte sing allgemein gültig. Ebenso wurde gezeigt, dass die vorgestellte Methode auch auf das UML Aktivitätsdiagramm anwendbar ist. Für die Ermittlung des Mess- bzw. Bewertungsverfahren für ökologische und soziale Aspekte muss auf Fachwissen des jeweiligen Gebiets (z. B. Arbeitsplatz-Ergonomie) zurückgegriffen werden. 6.3 Kritische Betrachtung, Limitierungen und Ausblick Diese Arbeit unterliegt als Masterarbeit zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Grenzen, die zu entsprechenden Limitierungen führen, die gleichzeitig Ausgangpunkt für weitere Forschungsarbeiten sein können. Die für das Prozessmanagement potentiell 54

61 relevanten ökologischen und sozialen Aspekte wurden alleine aus den Sub-Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix abgeleitet. Die Berücksichtigung weiterer (evtl. nicht nur indikatorbasierter) Methoden könnte das Klassifikationsmodell bzw. den Katalog entsprechend erweitern. Ausgangspukt dafür können die von Zeise et al. (2012) untersuchten Messsysteme sein: - Global Reporting Initiative (GRI) Framework - Composite Sustainable Development Index (CSDI) - European Foundation for Quality Management (EFQM) - ISO Erweiterung der Balanced Scorecard. Weiters ist zu beachten, dass die Analyse der Sub-Indikatoren und die damit verbundene Klassifikation bezüglich der Prozessrelevanz allein auf Erfahrungen und Wissen des Autors beruhen. Eine Validierung dieser Ergebnisse ist nicht erfolgt und stellt somit einen naheliegenden nächsten Schritt für weitere, auf diese Arbeit aufbauende, Forschungsaufgaben dar. Denkbar ist hier z. B. die Befragung von Experten aus Unternehmen, die bereits erfolgreich eine peer-evaluiert oder extern-auditierte Gemeinwohl-Bilanz erstellt haben, in Form einer Delphi-Studie. Diese bietet aufgrund ihres iterativen und rückkoppelnden Charakters den Vorteil die Qualität der Antworten zu steigern und gleichzeitig das Wissen der Experten zu bereichern (da es naheliegt, dass die jeweiligen Experten ihren Fokus hauptsächlich auf ihre jeweilige Organisation legen und durch die Sichtweise der anderen Experten neue Ansätze und Denkweisen kennen lernen können). Ebenso interessant ist die Ausdehnung der Analyse der Prozessmodellierungssprachen bezüglich der Möglichkeiten zur Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte auf weitere Prozessmodellierungssprachen, wie z. B. Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK), Petri Netz, Role Activity Diagram (RAD) oder Icam DEFinition for Function Modelling (IDEF0). Nachdem das ursprüngliche Vorhaben die Evaluation in Form einer Fallstudie (also gegen die Realwelt) durchzuführen nicht realisiert wurde, und anstatt dessen das Demonstrationsbeispiel gewählt wurde, ist es naheliegend den Einsatz der Methode in der Unternehmenspraxis in Form der Fall- oder Feld-Forschung zu untersuchen. Im Kontrast zur Empfehlung von Stolze et al. Agree on a common brand name (2012, S. 8) wurde mit dem Begriff Ökosoziales Prozessmanagement ein weiterer Name eingeführt. Dies ist allerdings aus dem Gedanken heraus passiert einen möglichst sprechenden Titel zu kreieren, welcher ein möglichst geringes Risiko der Falschinterpretation in sich trägt. Abschließend bleibt zu erwähnen, dass die hier vorgestellte Methode nicht nur Ökologie und Soziales, sondern auch den ökonomischen Gedanken in sich trägt. In welchem Ausmaß diese 55

62 drei Bereiche der Nachhaltigkeit jeweils berücksichtig werden, ist von der jeweiligen Unternehmensstrategie abhängig, nicht vom Einsatz der Methode. 6.4 Beantwortung der Forschungsfragen In Kapitel 1.2 Zielsetzung wurden die Forschungsfragen formuliert. An dieser Stelle wird der Zusammenhang zwischen diesen und den entwickelten Artefakten gezeigt. FF: Wie können ökologische und soziale Aspekte im ökonomisch getriebenen Geschäftsprozessmanagement berücksichtigt werden? Die Antwort auf die Hauptfrage gibt die Methode Ökosoziales Prozessmanagement in ihrer Gesamtheit, was anhand der nachfolgenden Ausführungen zu den beiden Unterfragen konkretisiert wird. UF1: Welche Kategorien von ökologischen und sozialen Aspekte sind im Prozessmanagement mess- und bewertbar? Anhand des Klassifikationsmodells werden (aufgrund der Gemeinwohl-Matrix) ökologische und soziale Aspekte auf Ihre Anwendbarkeit im Prozessmanagement geprüft und dementsprechend als dafür potentiell tauglich bzw. nicht tauglich kategorisiert. Der Katalog enthält zehn Kategorien von ökologischen und sozialen Aspekten, die im Prozessmanagement Anwendung finden können. Beide Artefakte können einerseits dafür verwendet werden, potentielle Aspekte zu identifizieren, andererseits aber auch um zu prüfen ob konkrete bereits ermittelte Aspekte für das Prozessmanagement relevant sein können. UF2: Wie können ökologische und soziale Aspekte in der Prozessmodellierung berücksichtigt werden? Hier gibt der Handlungsleitfaden Prozessmodellierung einen Weg vor, wie ökologische und soziale Aspekte in Prozessmodellierungssprachen berücksichtigt werden können. Ausgangsbasis dafür sind die Prozessmodellierungssprachen BPMN 2.0 und Triple-M. Im Zuge der Evaluation wird zusätzlich gezeigt, wie die Berücksichtigung im UML Aktivitätsdiagramm erfolgen kann. Der Bogen über beide Unterfragen hinweg wird durch das Vorgehensmodell Ökosoziales Prozessmanagement gespannt, welches das Unternehmen bzw. die Organisation ganzheitlich betrachtet und ökologische und soziale Aspekte aus Leitbild, Vision, Mission und Strategie ableitet. 56

63 7 Zusammenfassung In diesem Kapitel erfolgt die kapitelweise Zusammenfassung dieser Arbeit. Die Ausgangslage für diese Arbeit wird im Kapitel 1 Einleitung erklärt, wo zuerst die Relevanz des Themas Ökologie und Soziales im Prozessmanagement beschrieben wird und darauf aufbauend die Zielsetzungen und Forschungsfragen definiert werden. Anschließend wird im Kapitel 2 Grundlagen das grundlegende Verständnis des Prozessbegriffs und weiterer damit einhergehender Begriffe dargelegt. Danach werden Nachhaltigkeit und die Begriffe Ökosozial und Gemeinwohl erläutert. Weiters erfolgt die Definition der in dieser Arbeit entwickelten Artefakte Methode, Klassifikationsmodell, Katalog, Handlungsleitfaden und Vorgehensmodell. In Kapitel 3 Stand des Wissens wird der aktuelle Stand der Forschung im Umfeld des nachhaltigen Prozessmanagements dargelegt. Dabei werden die Ergebnisse anderer Publikationen vorgestellt, die sich entweder selbst mit einem Überblick über den aktuellen Stand der Forschung oder mit konkreten Teilbereichen beschäftigen. In Kapitel 4 Vorgangsweise und Methoden wird zuerst überblicksweise der Ablauf der Modellund Methodenbildung dargestellt und die einzelnen Artefakte erläutert. Die Entwicklung dieser Artefakte erfolgt im Sinne des Design Science Research Paradigmas. Die Einhaltung der sieben Design Science Guidelines wird ausführlich erläutert. Das Kapitel 5 Artefakt- und Methodenbildung behandelt die eigentliche Entwicklung der Artefakte. Hierbei wird methodisch vorgegangen für jedes Artefakt werden zuerst die Ziele definiert, danach der Ablauf der Modellbildung festgelegt und darauf aufbauend das jeweilige Artefakt konstruiert. Es werden die Artefakte Klassifikationsmodell, Katalog, Handlungsleitfaden Prozessmodellierung und Vorgehensmodell Ökosoziales Prozessmanagement entwickelt und zur Methode Ökosoziales Prozessmanagement zusammengefasst. Im Anschluss an die Entwicklung aller Artefakte erfolgt die Evaluation anhand eines Demonstrationsbeispiels. In Kapitel 6 Ergebnisse und Schlussfolgerungen erfolgt nach einem Überblick über die entwickelten Artefakte die Darlegung der gewonnenen Erkenntnisse. Den Anschluss macht eine kritische Betrachtung der Arbeit in Kombination mit daraus resultierenden Ansätzen für weitere Forschungsarbeiten. Abschließend wird gezeigt, ob und wie die Forschungsfragen beantwortet werden konnten. 57

64 8 Verzeichnisse 8.1 Literaturverzeichnis Alemayehu, W. & vom Brocke, J. (2011). Sustainability Performance Measurement The Case of Ethopian Airlines. BPM 2010 Lecture Notes in Business Information Processing. 66, S Heidelberg: Springer-Verlag. Behrens-Scholvin, K. (2013). Das Berichtssystem der Gemeinwohl-Ökonomie und Gobal Reporting Initiative - Ein kritischer Vergleich. Bayreuth: Universität Beyreuth. Bernays, J. (1872). Aristoteles' Politik - Erstes, zweites und drittes Buch. Mit erklärenden Zusätzen ins Deutsche übertragen (Bd. III). Berlin: Verlag von Wilhelm Hertz. Breitner, M. (2012). Vorgehensmodell. In K. Kurbel, J. Becker, N. Gronau, E. Sinz & L. Suhl (Hrsg.), Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik Online-Lexikon. Achte Auflage. München: Oldenburg. Abgerufen am 19. Mai 2015 von Brucker-Kley, E., Kykalová, D., Pedron, C., Luternauer, T., Keller, T. & ZHAW School of Management and Law (Hrsg.). (2014). Business Process Management 2014: Status quo und Perspektiven eines ganzheitlichen Geschäftsprozessmanagements. Zürich: vdf Hochschulverlag AG. Brundtland, G. H. (1987). Report of the World Commission on environment and development: our common future. United Nations. Buczko, C., Giljum, S., Hickersberger, M., Hinterberger, F., Picek, O., Pirgmaier, E.,... Thoman, J. (2010). Ökosoziale Marktwirtschaft: für eine zukunftsfähige Gesellschaftsordnung. Wissenschaftliches Hintergrundpapier. Wien. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). (2012). Leitmerkmalmethode zur Erfassung von Belastungen bei manuellen Arbeitsprozessen (Formblatt und Kurzanleitung). Abgerufen am 6. Mai 2015 von von-a-z/physische-belastung/pdf/lmm-manuelle- Arbeit.pdf? blob=publicationfile&v=9 Chamoni, P. (2013). Data Mining. In K. Kurbel, J. Becker, N. Gronau, E. Sinz & L. Suhl (Hrsg.), Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik Online-Lexikon. Achte Auflage. München: Oldenburg. Abgerufen am 19. Mai 2015 von 58

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66 Global Reporting Initiative (GRI). (2013). G4 Leitlinien zur Nachhaltigkeits-Berichtserstattung - Berichterstattungsgrundsätze und Standardangaben. Abgerufen am 17. Mai 2015 von Global Reporting Initiativie: https://www.globalreporting.org/resourcelibrary/german-g4-part-one.pdf Global Reporting Initiative (GRI). (2015). GRI-Reports-List Limited. Abgerufen am 23. Mai 2015 von GRI Reports List: https://www.globalreporting.org/resourcelibrary/gri- Reports-List-Limited.zip Heinrich, L. J., Heinzl, A. & Riedl, R. (2011). Wirtschaftsinformatik - Einführung und Grundlegung. Heidelberg: Springer-Verlag. Hevner, A. R., March, S. T., Park, J. & Ram, S. (März 2004). Design Science in Information Systems Research. MIS Quarterly, 28(1), S Hoesch-Klohe, K., Ghose, A. & Lê, L.-S. (2010). Towards green business process management IEEE International Conference on Services Computing (SCC) (S ). IEEE. Houy, C., Reiter, M., Fettke, P., Loos, P., Hoesch-Klohe, K. & Ghose, A. (2012). Advancing Business Process Technology for Humanity: Opportunities and Challenges of Green BPM for Sustainable Business Activities. In J. vom Brocke (Hrsg.), S. Seidel (Hrsg.) & J. Recker (Hrsg.), Green Business Process Management: Towards the Sustainable Enterprise (S ). Heidelberg: Springer-Verlag. Internationale Arbeitsorganisation (ILO). (2015). ILO Kernarbeitsnormen. Abgerufen am 25. März 2015 von ISO 26000: : Guidance on social responsibility. (2010). Jacobs, S. (2015). Vorgehensmodelle für das IT-Projektmanagement. In K. Kurbel, J. Becker, N. Gronau, E. Sinz & L. Suhl (Hrsg.), Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik Online- Lexikon. Achte Auflage. München: Oldenburg. Abgerufen am 19. Mai 2015 von Kundisch, D., Herrmann, P. & Meier, C. (2010). Sustainable Process Management - Status Quo and Perspectives. Advanced Manufacturing and Sustainable Logistics (S ). Heidelberg: Springer-Verlag. Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement, Universität Innsbruck. (2009). Fallstudie zum ABWL-Kurs "Integriertes Management mit Semiramis": BIKERS SOLUTION. Innsbruck, Österreich. 60

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68 Opitz, N., Erek, K., Langkau, T., Kolbe, L. & Zarnekow, R. (2012). Kick-starting Green Business Process Management Suitable Modeling Languages and Key Processes for Green Perfomance Mesaurement. Proceedings of the 18th Americas Conference on Information Systems (AMCIS). Paper 9. Seattle. Recker, J., Rosemann, M., Hjalmarsson, A. & Lind, M. (2012). Modeling and Analyzing the Carbon Footprint of Business Processes. In J. vom Brocke (Hrsg.), S. Seidel (Hrsg.) & J. Recker (Hrsg.), Green Business Process Management (S ). Heidelberg: Springer. Riege, C., Saat, J. & Bucher, T. (2009). Systematisierung von Evaluationsmethoden in der gestaltungsorientierten Wirtschaftsinformatik. In J. Becker, H. Krcmar & B. Niehaves, Wissenschaftstheorie und gestaltungsorientierte Wirtschaftsinformatik (S ). Physica-Verlag: Heidelberg. Ringswirth, F. (2014). Generisches Prozessebenenmodell (PrEMo) zwischen Strategie und technologiegestützten Maßnahmen: Systematische Darstellung für die praktische Anwendung. Hamburg: disserta Verlag. Roithmayr, F., Mathera, W. & Bauer, G. (2015). Reduktion der Komplexität. E-3, S Rupp, C., Qeins, S. & die SOPHISTen. (2012). UML 2 glasklar: Praxiswissen für die UML- Modellierung. München: Carl Hanser Verlag. Schmelzer, H. J. & Sesselmann, W. (2013). Geschäftsprozessmanagement in der Praxis: Kunden zufrieden stellen - Produktivität steigern - Wert erhöhen (8. Aufl. Ausg.). München: Carl Hanser Verlag. Schnetzer, R. (2014). Achtsames Prozessmanagement: Work-Life-Balance und Burnout- Prävention für Unternehmen und Mitarbeitende. Wiesbaden: Springer Gabler. Sikora, J. & Hoffmann, G. (2001). Vision einer Gemeinwohl - Ökonomie auf der Grundlage einer komplementären Zeit-Währung. Köln: Katholisch-Soziales Institut der Erzdiözese Köln. Simon, H. A. (1996). The Sciences of the Artificial. Third Edition. Cambridge, London: MIT Press. Song, Y. W. & Choi, Y. K. (2011). Sustainable business process management model for construction companies. Proceedings of the 28th International Symposium on Automation and Robotics in Construction (ISARC 2011), (S ). Stein, A. (2010). Erweiterung des Supply-Chain-Operations-Reference-Modells: Anforderungen, Konzepte und Werkzeuge. Dissertation, Münster. 62

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70 Zeise, N., Link, M. & Ortner, E. (2012). Measurement Systems for Sustainability: Evaluation and Extension of Common Measurement Systems with Regard to Sustainability. In J. vom Brocke (Hrsg.), S. Seidel (Hrsg.) & J. Recker (Hrsg.), Green Business Process Management: Towards the Sustainable Enterprise (S ). Heidelberg: Springer- Verlag. 64

71 8.2 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Konzept der Nachhaltigkeit (in Anlehnung an Cleven et al., 2011, S. 481)... 6 Abbildung 2: Überblick Artefakte Abbildung 3: Kennzahlen als BPMN 2.0-Anmerkung (in Anlehnung an Freund & Rücker, 2012, S. 114) Abbildung 4: Carbon Footprint Notation (in Anlehnung an Recker et al., 2012, S. 98) Abbildung 5: Triple-M - Prozessdiagonale - Flüsse Dimensionen (in Anlehnung an Roithmayr et al., 2015, S. 31) Abbildung 6: Triple-M-Modell mit Werte-Tabelle und Stärken-/Schwächen-Profil Abbildung 7: Triple-M-Modell mit Problem-Pfeilen Abbildung 8: Triple-M-Modell mit grünen Pfeilen Abbildung 9: Vorgehensmodell Ökosoziales Prozessmanagement Abbildung 10: Vorgehensmodell Ökosoziales PzM blaue Schritte abhängig von Prozessmodellierungssprache Abbildung 11: Bikers Solution - Produktions-Prozess (BPMN 2.0) Abbildung 12: Bikers Solution - Produktions-Prozess (TRIPLE-M) Abbildung 13: Bikers Solution - Produktions-Prozess (UML Aktivitätsdiagramm) Abbildung 14: Methode Ökosoziales Prozessmanagement: Artefakte mit Kapitel Abbildung 15: Gemeinwohl-Matrix (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013b)

72 8.3 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Prozessebenen... 4 Tabelle 2: Design Science Guidelines in Bezug zur Arbeit (in Anlehnung an Stein, 2010) Tabelle 3: Struktur Klassifikationsmodell Tabelle 4: Legende Klassifikationsmodell Tabelle 5: Struktur Katalog ökologische & soziale Aspekte Tabelle 6: Klassifikationsmodell Lieferanten Tabelle 7: Klassifikationsmodell Geldgeber Tabelle 8: Klassifikationsmodell Mitarbeiter inkl. Eigentümer Tabelle 9: Klassifikationsmodell Kunden / Produkte / Dienstleistungen / Mitunternehmen. 25 Tabelle 10: Klassifikationsmodell Gesellschaftliches Umfeld Tabelle 11: Katalog ökologische und soziale Aspekte (PzM) Tabelle 12: BPMN 2.0 Erweiterung für Carbon Footprint (in Anlehnung an Recker et al., 2012, S. 97) Tabelle 13: Stärken-/Schwächen-Profil: Werte & Bedeutung Tabelle 14: Risikobereiche Leitmerkmalmethode Manuelle Arbeitsprozesse (in Anlehnung an Steinberg et al., 2012, S. 164) Tabelle 15: Prüfung der Kennwerte auf Anwendbarkeit Tabelle 16: Darstellungsform pro Prozessmodellierungssprache und Kennwert Tabelle 17: Demonstrationsbeispiel - angenommene Kennwerte Tabelle 18: Sub-Indikator A Tabelle 19: Sub-Indikator A Tabelle 20: Sub-Indikator A Tabelle 21: Sub-Indikator B Tabelle 22: Sub-Indikator B Tabelle 23: Sub-Indikator B Tabelle 24: Sub-Indikator B Tabelle 25: Sub-Indikator C

73 Tabelle 26: Sub-Indikator C Tabelle 27: Sub-Indikator C Tabelle 28: Sub-Indikator C Tabelle 29: Sub-Indikator C Tabelle 30: Sub-Indikator C Tabelle 31: Sub-Indikator C Tabelle 32: Sub-Indikator C Tabelle 33: Sub-Indikator C Tabelle 34: Sub-Indikator C Tabelle 35: Sub-Indikator C Tabelle 36: Sub-Indikator C Tabelle 37: Sub-Indikator C Tabelle 38: Sub-Indikator C Tabelle 39: Sub-Indikator C Tabelle 40: Sub-Indikator C Tabelle 41: Sub-Indikator C Tabelle 42: Sub-Indikator D Tabelle 43: Sub-Indikator D1.2a Tabelle 44: Sub-Indikator D1.2b Tabelle 45: Sub-Indikator D1.2c Tabelle 46: Sub-Indikator D Tabelle 47: Sub-Indikator D Tabelle 48: Sub-Indikator D Tabelle 49: Sub-Indikator D Tabelle 50: Sub-Indikator D Tabelle 51: Sub-Indikator D Tabelle 52: Sub-Indikator D Tabelle 53: Sub-Indikator D

74 Tabelle 54: Sub-Indikator D Tabelle 55: Sub-Indikator D Tabelle 56: Sub-Indikator D Tabelle 57: Sub-Indikator D Tabelle 58: Sub-Indikator D Tabelle 59: Sub-Indikator E Tabelle 60: Sub-Indikator E Tabelle 61: Sub-Indikator E Tabelle 62: Sub-Indikator E Tabelle 63: Sub-Indikator E Tabelle 64: Sub-Indikator E Tabelle 65: Sub-Indikator E Tabelle 66: Sub-Indikator E Tabelle 67: Sub-Indikator E Tabelle 68: Sub-Indikator E Tabelle 69: Sub-Indikator E Tabelle 70: Sub-Indikator E Tabelle 71: Sub-Indikator E

75 8.4 Abkürzungen BPMN CO2 CSDI EFQM EPK Finanz-DL gha GHG GRI ICAM IDEF0 ILO KPI kwh OEF P/D PEF PzM RAD UML Business Process Model and Notation Kohlendioxid Composite Sustainable Development Index European Foundation for Quality Management Ereignisgesteuerte Prozesskette Finanzdienstleister globale Hektar Greenhouse Gas (Treibhausgas) Global Reporting Initiative Integrated Computer Aided Manufacturing Icam DEFinition for Function Modeling International Labour Organization bzw. Internationale Arbeitsorganisation Key Performance Indicator Kilowatt-Stunde(n) Organisational Environmental Footprint Produkte/Dienstleistungen Product Environmental Footprint Prozessmanagement Role Activity Diagram Unified Modeling Language 69

76 9 Anhang Anhang A Analyse Sub-Indikatoren (Gemeinwohl-Matrix) An dieser Stelle erfolgt die Analyse der Sub-Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix, wie es in Kapitel (Sub-)Indikatoren der Gemeinwohl-Matrix prüfen erklärt wird. A1: Ethisches Beschaffungsmanagement Berührungsgruppe: Lieferanten Wert(e): Menschenwürde, Solidarität, Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Demokratische Mitbestimmung und Transparenz A1.1 Regionale, ökologische und soziale Aspekte/höherwertiger Alternativen werden berücksichtigt Tabelle 18: Sub-Indikator A1.1 Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Ausprägung Beschaffung (regional, ökolog., sozial, hochwertig) ökologisch und sozial ja Förderung regionaler Partner-Betriebe Prozessschritt Lieferantenauswahl im Beschaffungsprozess Bewertungsschema Anmerkungen - 70

77 A1.2 Aktive Auseinandersetzung mit den Auswirkungen zugekaufter P/D und Prozesse zur Sicherstellung sowie Ausmaß und Form der Nachweisführung Tabelle 19: Sub-Indikator A1.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch und sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - A1.3 Strukturelle Rahmenbedingungen zur fairen Preisbildung Tabelle 20: Sub-Indikator A1.3 Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen Ausprägung Faire Preisbildung ökologisch und sozial ja Ethik bzw. Nachhaltigkeit der Supply Chain Prozessschritt Lieferantenauswahl im Beschaffungsprozess Bewertungsschema Preis-/Kostenaspekte in den Hintergrund rücken - Ethisches Beschaffungswesen hat Vorrang! Betrachtung über die gesamte Supply Chain hinweg wie bezieht der Lieferant seine Rohstoffe? 71

78 B1: Ethisches Finanzmanagement Berührungsgruppe: Geldgeber Wert(e): Menschenwürde, Solidarität, Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Demokratische Mitbestimmung und Transparenz B1.1 Institutionalisierung Tabelle 21: Sub-Indikator B1.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch und sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - B1.2 Ethisch-nachhaltige Qualität des Finanzdienstleisters Tabelle 22: Sub-Indikator B1.2 Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Ausprägung Ethik Finanzdienstleister ökologisch und sozial ja Ethisches Finanzmanagement Prozessschritt Zahlung an Lieferanten Arbeitsschritt Auswahl Zahlungsweg Bewertungsschema Anmerkungen - 72

79 B1.3 Gemeinwohlorientierte Veranlagung Tabelle 23: Sub-Indikator B1.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch und sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - B1.4 Gemeinwohlorientierte Unternehmensfinanzierung Tabelle 24: Sub-Indikator B1.4 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch und sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 73

80 C1: Arbeitsplatzqualität und Gleichstellung Berührungsgruppe: Mitarbeiter inkl. Eigentümer Wert(e): Menschenwürde C1.1 Mitarbeiterorientierte Organisationskultur und -strukturen Tabelle 25: Sub-Indikator C1.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - C1.2 Faire Beschäftigungs- und Entgeltpolitik Tabelle 26: Sub-Indikator C1.2 Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Ausprägung Faire Beschäftigung sozial ja Verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeitern Zuordenbarkeit Prozessschritt Montage Durchführung durch Leiharbeiter? Kinderarbeit? Prozessschritt Personalbeschaffung Mess- bzw. Bewertbarkeit attributiv messbar (z. B. Kinderarbeit ja/nein) Bewertungsschema Anmerkungen siehe auch ILO-Kernarbeitsnormen (Internationale Arbeitsorganisation (ILO), 2015) 74

81 C1.3 Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung einschließlich Work-Life-Balance/flexible Arbeitszeiten Tabelle 27: Sub-Indikator C1.3 Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen Ausprägung Arbeitsschutz sozial ja Verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeitern Prozessschritt Montage Erfüllt der Montagetisch Anforderungen an die Ergonomie bzw. an die Arbeitsplatzsicherheit Bewertungsschema Ergonomie & Arbeitsschutz C1.4 Gleichstellung und Diversität Tabelle 28: Sub-Indikator C1.4 Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Ausprägung Gleichstellung sozial ja Gleichstellung Integration multi-kulturell Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Prozessschritt Personalbeschaffung Bewertungsschema Anmerkungen siehe auch ILO-Kernarbeitsnormen (Internationale Arbeitsorganisation (ILO), 2015) 75

82 C2: Gerechte Verteilung der Erwerbsarbeit Berührungsgruppe: Mitarbeiter inkl. Eigentümer Wert(e): Solidarität C2.1 Senkung der Normalarbeitszeit Tabelle 29: Sub-Indikator C2.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - C2.2 Erhöhung den Anteils der Teilzeit-Arbeitsmodelle und Einsatz von Zeitarbeit (bei adäquater Bezahlung) Tabelle 30: Sub-Indikator C2.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 76

83 C2.3 Bewusster Umgang mit (Lebens-) Arbeitszeit Tabelle 31: Sub-Indikator C2.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 77

84 C3: Ökologisches Verhalten der Mitarbeiter Berührungsgruppe: Mitarbeiter inkl. Eigentümer Wert(e): Ökologische Nachhaltigkeit C3.1 Ernährung während der Arbeitszeit Tabelle 32: Sub-Indikator C3.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - C3.2 Mobilität am Arbeitsplatz Tabelle 33: Sub-Indikator C3.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 78

85 C3.3 Organisationskultur, Sensibilisierung und unternehmensinterne Prozesse Tabelle 34: Sub-Indikator C3.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 79

86 C4: Gerechte Einkommensverteilung Berührungsgruppe: Mitarbeiter inkl. Eigentümer Wert(e): Soziale Gerechtigkeit C4.1 Innerbetriebliche Bruttoeinkommensspreizung im Unternehmen Tabelle 35: Sub-Indikator C4.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - C4.2 Mindesteinkommen Tabelle 36: Sub-Indikator C4.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 80

87 C4.3 Transparenz und Institutionalisierung Tabelle 37: Sub-Indikator C4.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 81

88 C5: Innerbetriebliche Demokratie und Transparenz Berührungsgruppe: Mitarbeiter inkl. Eigentümer Wert(e): Demokratische Mitbestimmung und Transparenz C5.1 Grad der Transparenz Tabelle 38: Sub-Indikator C5.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - C5.2 Legitimierung der Führungskräfte Tabelle 39: Sub-Indikator C5.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 82

89 C5.3 Mitbestimmung bei Grundsatz- und Rahmen-Entscheidungen Tabelle 40: Sub-Indikator C5.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - C5.4 Mit-Eigentum der Mitarbeiter Tabelle 41: Sub-Indikator C5.4 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 83

90 D1: Ethische Kundenbeziehung Berührungsgruppe: Kunden, Produkte, Dienstleistungen, Mitunternehmen Wert(e): Menschenwürde D1.1 Gesamtheit der Maßnahmen für eine ethische Kundenbeziehung (ethisches Marketing + Verkauf) Tabelle 42: Sub-Indikator D1.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - D1.2 Produkttransparenz, fairer Preis & ethische Kundenauswahl Dieser Sub-Indikator beinhaltet drei Themen und wird daher für die Modellbildung entsprechend aufgeteilt. Tabelle 43: Sub-Indikator D1.2a Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Ausprägung Produkttransparenz sozial ja Ethische Kundenbeziehung Prozessschritt Verpacken (Anbringen von Gefahren-, Schadstoff- und Inhaltsstoff-Hinweisen) Bewertungsschema Anmerkungen - Attributive Messung (z. B. Inhaltsstoff-Hinweis angebracht? ja/nein) 84

91 Tabelle 44: Sub-Indikator D1.2b Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Ausprägung Fairer Preis sozial ja Ethische Kundenbeziehung Prozessschritt Angebotserstellung (Transparente Preiskalkulation) Bewertungsschema Anmerkungen - Tabelle 45: Sub-Indikator D1.2c Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Ausprägung Ethische Kundenauswahl sozial ja Ethische Kundenbeziehung Prozessschritt Anlage Kundenstamm (entspricht der Firmenkunde den Ethik-Kriterien?) Bewertungsschema Anmerkungen - 85

92 D1.3 Umfang der Kunden-Mitbestimmung / gemeinsame Produktentwicklung / Marktforschung Tabelle 46: Sub-Indikator D1.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - D1.4 Service Management Tabelle 47: Sub-Indikator D1.4 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 86

93 D2: Solidarität mit Mitunternehmen Berührungsgruppe: Kunden, Produkte, Dienstleistungen, Mitunternehmen Wert(e): Solidarität D2.1 Offenlegung von Informationen + Weitergabe von Technologie Tabelle 48: Sub-Indikator D2.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - D2.2 Weitergabe von Arbeitskräften, Aufträgen und Finanzmitteln; kooperative Marktteilnahme Tabelle 49: Sub-Indikator D2.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 87

94 D2.3 Kooperatives Marketing Tabelle 50: Sub-Indikator D2.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 88

95 D3: Ökologische Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen Berührungsgruppe: Kunden, Produkte, Dienstleistungen, Mitunternehmen Wert(e): Ökologische Nachhaltigkeit D3.1 Produkte / Dienstleistungen (P/D) sind im ökologischen Vergleich zu Produkt / Dienstleistungen von Mitbewerbern bzw. Alternativen von gleichem Nutzen Tabelle 51: Sub-Indikator D3.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen D3.2 Suffizienz: Aktive Gestaltung für eine ökologische Nutzung und suffizienten Konsum Tabelle 52: Sub-Indikator D3.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen - 89

96 D3.3 Kommunikation: Aktive Kommunikation ökologischer Aspekte den Kunden gegenüber Tabelle 53: Sub-Indikator D3.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 90

97 D4: Soziale Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen Berührungsgruppe: Kunden, Produkte, Dienstleistungen, Mitunternehmen Wert(e): Soziale Gerechtigkeit D4.1 Erleichterter Zugang zu Informationen/Produkten/Dienstleistungen für benachteiligte Kundengruppen Tabelle 54: Sub-Indikator D4.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen D4.2 Förderungswürdige Strukturen werden durch Vertriebspolitik unterstützt Tabelle 55: Sub-Indikator D4.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 91

98 D5: Erhöhung des sozialen und ökologischen Branchenstandards Berührungsgruppe: Kunden, Produkte, Dienstleistungen, Mitunternehmen Wert(e): Demokratische Mitbestimmung und Transparenz D5.1 Kooperation mit Mitbewerbern und Partnern der Wertschöpfungskette Tabelle 56: Sub-Indikator D5.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen D5.2 Aktiver Beitrag zur Erhöhung legislativer Standards Tabelle 57: Sub-Indikator D5.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 92

99 D5.3 Reichweite, inhaltliche Breite und Tiefe Tabelle 58: Sub-Indikator D5.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 93

100 E1: Sinn und gesellschaftliche Wirkung der Produkte und Dienstleitungen Berührungsgruppe: Gesellschaftliches Umfeld: Region, Souverän, zukünftige Generationen, Zivilgesellschaft, Mitmenschen und Natur Wert(e): Menschenwürde E1.1 Produkte/Dienstleistungen decken den Grundbedarf oder dienen der Entwicklung der Menschen / der Gemeinschaft / der Erde und generieren positiven Nutzen Tabelle 59: Sub-Indikator E1.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch und sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen E1.2 Ökologischer und sozialer Vergleich der Produkte/Dienstleistungen mit Alternativen mit ähnlichem Endnutzen Tabelle 60: Sub-Indikator E1.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch und sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 94

101 E2: Beitrag zum Gemeinwesen Berührungsgruppe: Gesellschaftliches Umfeld: Region, Souverän, zukünftige Generationen, Zivilgesellschaft, Mitmenschen und Natur Wert(e): Solidarität E2.1 Leistungen Tabelle 61: Sub-Indikator E2.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen E2.2 Wirkungen Tabelle 62: Sub-Indikator E2.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 95

102 E2.3 Intensität Tabelle 63: Sub-Indikator E2.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 96

103 E3: Reduktion ökologischer Auswirkungen Berührungsgruppe: Gesellschaftliches Umfeld: Region, Souverän, zukünftige Generationen, Zivilgesellschaft, Mitmenschen und Natur Wert(e): Ökologische Nachhaltigkeit E3.1 Absolute Auswirkungen Tabelle 64: Sub-Indikator E3.1 Merkmal Kurzbezeichnung Art Prozessrelevanz Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Mess- bzw. Bewertbarkeit Ausprägung Ökologische Auswirkungen ökologisch ja Ökologische Nachhaltigkeit, Ökologischen Fußabdruck minimieren z. B. Prozessschritt Montage (Stromverbrauch, Papierverbrauch) Direkt messbar (z. B. Stromverbrauch kwh, Luft-Emissionen CO2) Berechenbar (ökologischer Fußabdruck - gha) Bewertbar Anmerkungen Über den ökologischen Fußabdruck sind diverse Messwerte ableitbar. Grundsätzlich wird zwischen dem ökologischen Fußabdruck der gesamten Organisation (OEF Organisation Environmental Footprint) und dem ökologischen Fußabdruck des einzelnen Produkts (PEF Product Environmental Footprint) unterschieden (Europäische Kommission, 2013). Als Anwendungsgebiet für den PEF wird u. a. die Optimierung von Prozessen entlang des Lebenswegs eines Produkts (Europäische Kommission, 2013, S. 5) gesehen für den OEF die Optimierung von Prozessen entlang der gesamten Lieferkette des Produktportfolios einer Organisation (Europäische Kommission, 2013, S. 5). Daraus lässt sich ableiten, dass die Relevanz des OEF bzw. des PEF von der Betrachtungsebene des Prozesses abhängt. Bei einer Betrachtung auf hoher Ebene (Teilprozess) über die gesamte Supply Chain, liegt das Heranziehen des OEF nahe, bei Betrachtung auf z. B. Prozessschritt-Ebene des Veredelungs-Teilprozesses ist die Anwendung des PEF naheliegend. Da die Erstellung des ökologischen Fußabdrucks einer sehr umfangreichen und aufwändigen Methode folgt (Europäische Kommission, 2013), steht der Aufwand in vielen Fällen dem Nutzen 97

104 (d. h. der Erfüllung von Unternehmenszielen) überproportional gegenüber. Dennoch lassen sich aus PEF und OEF sinnvolle Kennwerte ableiten, wie z. B. der Wasserverbrauch oder CO2-Emmissionen in die Luft. Anhang B zeigt in einem Auszug aus Europäische Kommission (2013) exemplarische Kennwerte für die PEF-Erstellung für die Produktion eines T-Shirts. E3.2 Relative Auswirkungen: Im Branchenvergleich liegt das Unternehmen bzgl. Stand der Technik und Gesetzesvorgaben Tabelle 65: Sub-Indikator E3.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen E3.3 Management und Strategie Tabelle 66: Sub-Indikator E3.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz ökologisch nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Die Strategie ist ein dem Prozessmanagement vorgelagertes Thema Prozess-Kennwerte leiten sich daraus ab. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 98

105 E4: Gemeinwohlorientierte Gewinnverteilung Berührungsgruppe: Gesellschaftliches Umfeld: Region, Souverän, zukünftige Generationen, Zivilgesellschaft, Mitmenschen und Natur Wert(e): Soziale Gerechtigkeit E4.1 Außenausschüttung Tabelle 67: Sub-Indikator E4.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen E4.2 Gemeinwohlorientierte Gewinnverwendung: Ausschüttung an Arbeit-Gebende, Stärkung des Eigenkapitals sowie ökosoziale Reinvestitionen Tabelle 68: Sub-Indikator E4.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 99

106 E5: Gesellschaftliche Transparenz Berührungsgruppe: Gesellschaftliches Umfeld: Region, Souverän, zukünftige Generationen, Zivilgesellschaft, Mitmenschen und Natur Wert(e): Demokratische Mitbestimmung & Transparenz E5.1 Umfang GWÖ-Bericht Tabelle 69: Sub-Indikator E5.1 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen E5.2 Art der Mitbestimmung + Dokumentation Tabelle 70: Sub-Indikator E5.2 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 100

107 E5.3 Umfang der Mitbestimmung + einbezogener Berührungsgruppen Tabelle 71: Sub-Indikator E5.3 Merkmal Ausprägung Kurzbezeichnung - Art Prozessrelevanz sozial nein Unternehmensziel/Strategie Zuordenbarkeit Nein: Es handelt sich um ein übergreifendes Thema und es konnte keine Zuordenbarkeit auf Prozessschritt-Ebene identifiziert werden. Mess- bzw. Bewertbarkeit Anmerkungen 101

108 Nx: NEGATIV-KRITERIEN Die Negativ-Kriterien stellen besondere Verletzungen jener Werte dar, welchen durch die jeweiligen Indikatoren Folge geleistet werden sollte sie stellen besondere Abweichungen in die negative Richtung dar. Da die (Sub-)Indikatoren zuvor bereits untersucht wurden, ist somit eine nochmalige Behandlung der Negativ-Kriterien zur Ableitung von Prozess-Kennwerten nicht sinnvoll und wird deshalb nicht durchgeführt. 102

109 Anhang B Beispiel PEF (Europäische Kommission, 2013, S ) 103

110 104

111 105

112 Anhang C Gemeinwohl-Matrix Abbildung 15: Gemeinwohl-Matrix (Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, 2013b) 106

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