MASTER FERNSTUDIENGANG WIRTSCHAFTSINFORMATIK

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1 MASTER FERNSTUDIENGANG WIRTSCHAFTSINFORMATIK STUDIENBRIEF: MODUL: Semester IV Spezialisierung Wissensmanagement: Wissensbasierte Systeme AUTOR: Prof. Dr.-Ing. Uwe Lämmel

2 2 IMPRESSUM IMPRESSUM WINGS Wismar International Graduation Services GmbH Ein Unternehmen der Hochschule Wismar Philipp-Müller-Straße Wismar Auflage: 1/2010 Autor: Prof. Dr.-Ing. Uwe Lämmel Fakultät: Wirtschaftswissenschaften ID-Nr.: M/WI/3510/-/1/2010 Copyright: Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Vereinbarung sowie der Übersetzung und des Nachdrucks, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

3 INHALTSVERZEICHNIS 3 INHALTSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 5 VERZEICHNIS DER RANDSYMBOLE 6 1. HINWEISE ZUM STUDIUM Motivation und Ziel Teilaufgaben 8 2. WISSEN WISSENBASIERTE SYSTEME ENTSCHEIDUNG Daten Information Wissen Wissensdarstellung und Wissensverarbeitung Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement Entscheidung und Entscheidungsprozess ENTSCHEIDUNGSUNTERSTÜTZUNG Entscheidungen und Modelle Heuristische Entscheidungsunterstützung Nutzwert-Analyse Analytischer Hierarchie-Prozess Regelbasierte Entscheidungsunterstützung Regeln Geschäftsregeln Business Rules Management Systeme 35

4 4 INHALTSVERZEICHNIS 4. DIGITALES WISSENSMANAGEMENT Wissensnetze und Topic Maps Ontologie Wiki und Semantisches Wiki Kollektive Intelligenz ZUSAMMENFASSUNG FRAGEN UND AUFGABEN LITERATUR 49

5 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 5 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS AHP BR BRMS CF DSS ECDL EUS IT IuK OWL RDF Analytischer Hierarchieprozess Business Rule Business Rules Management System Certainty Factor Sicherheitsfaktor Decision Support System Entscheidungsunterstützungssystem European Computer Driving Licence Entscheidungsunterstützungssystem Informationstechnologie Information und Kommunikation Ontology Web Language Resource Description Framework

6 6 VERZEICHNIS DER RANDSYMBOLE VERZEICHNIS DER RANDSYMBOLE

7 HINWEISE ZUM STUDIUM 7 1. HINWEISE ZUM STUDIUM 1.1 Motivation und Ziel Es erscheint weitgehend überflüssig, Studierenden im Master-Studium Hinweise zum Studium zu geben. Sie haben bereits ein Studium erfolgreich abgeschlossen, Sie wissen, wie Sie sich Wissen aneignen können, Sie sind in der Lage, Ihre Aufgaben zu organisieren. Beginnen wir stattdessen mit einem Werbeblock für dieses Modul, um damit eine Motivation für die Inhalte zu liefern. Bei der Konzeption des Moduls wurden mehrere Überschriften diskutiert: Wissensbasierte System sowie Entscheidungsunterstützungssysteme. Auch Wissensmanagement wäre denkbar, nur wird dieser Begriff bereits für die moderne Form des Informationsmanagements im betriebswirtschaftlichen Umfeld benutzt. Das Management von Wissen unter Nutzung der Informationstechnologie (IT) insbesondere auch für die Vorbereitung und Unterstützung von Entscheidungen steht im Fokus dieses Moduls. Anstatt von Informationsgesellschaft sprechen wir heute von der Wissensgesellschaft. Ausgehend von Definitionen der Begriffe wird der Bogen von der Künstlichen Intelligenz, deren Kern die Verarbeitung von Wissen ist, bis zur IT- Unterstützung für das betriebswirtschaftliche Wissensmanagement gespannt: Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß, ist zu einem geflügelten Wort geworden, welches sowohl die Begründung als auch das Ziel eines modernen Wissensmanagements in einem Unternehmen charakterisiert. Die Bearbeitung der Themen wird Sie in die Lage versetzen Antworten auf folgende Fragen zu geben: Was ist Wissen? Wie kann Wissen formal dargestellt und zur Lösung betriebswirtschaftlicher Aufgaben eingesetzt werden? Wie kann eine Entscheidung auf der Basis von Wissen unterstützt werden? Wie können Geschäftsregeln zur Flexibilisierung und Effizienzsteigerung eingesetzt werden?

8 8 HINWEISE ZUM STUDIUM Was sind Wissensnetze und welche Vorteile bieten diese für das Unternehmen? Welche Möglichkeiten bieten Web 2.0-Techniken für das Wissensmanagement? Wie kann kollektive Intelligenz erzielt werden? Die Themen sind sehr stark in der Entwicklung, eine zusammenhängende Darstellung in einem Lehrbuch existiert derzeit nicht. Ihre Mitarbeit ist gefragt und gefordert: Wie sieht es in ihrem Umfeld mit dem IT basierten Wissensmanagement aus? Welche Entscheidungssituationen hat es gegeben, in denen die hier vorgestellten Vorgehensweisen anwendbar wären? Konkrete Aufgabenstellungen am Ende eines jeden Abschnitts fordern Sie zum Mitmachen auf. Es wird erwartet, dass Sie Lösungen erarbeiten und termingerecht einreichen. Näheres hierzu wird im Stud.IP bekannt gegeben. Nutzen Sie intensiv das Lernmanagement-System Stud.IP. Hier finden Sie weitere Informationen und Materialien und können mit ihren Kommilitonen oder mit mir über Aufgaben und Lösungen diskutieren. 1.2 Teilaufgaben Die folgende Aufteilung der Inhalte auf die Semesterwochen trägt empfehlenden Charakter. Die in der Liste ausgewiesenen Aufgaben sind in den jeweiligen Abschnitt ausführlich formuliert. Stellen Sie Ihre Ergebnisse der Aufgaben in einem Dokument zusammen. Das Dokument senden Sie bitte bis spätestens 14 Tage vor der Präsenzveranstaltung dem Modul-Verantwortlichen in maschinenlesbarer Form (PDF) zu. 1. Grundlegende Begriffe 2. Entscheidung und Entscheidungssituationen: Aufgabe 2-4: Entscheidungssituationen 3. Entscheidungsunterstützung und Modelle 4. Heuristische Entscheidungsunterstützung AHP 5. Heuristische Entscheidungsunterstützung AHP/NWA: Aufgabe 3-8: Ein AHP für eine betriebliche Entscheidungssituation 6. Regelbasierte Entscheidungsunterstützung Prolog Aufgabe 3-14: Ein Diagnosesystem 7. Geschäftsregeln: Aufgabe 3-15: Regeln für betriebliche Entscheidungen Aufgabe 3-17: Arbeitsweise von Business Rules Management Systemen 8. Wissensnetze, Topic Maps, Ontologie: Aufgabe 4-1: Ein Wissensnetz

9 HINWEISE ZUM STUDIUM 9 9. Wissensnetz mit Ontopia: Aufgabe 4-2: Implementation eines Wissensnetzes 10. Wiki-Systeme im Wissensmanagement 11. Semantische Wiki-Systeme: Aufgabe 4-8: Begriff und Beziehungen im Wiki-System 12. Trends in der IT-Unterstützung für das Wissensmanagement Aufgabe 4-9: Trends für Wiki-Systeme: Aufgabe 4-10: Kollektive Intellligenz Es sind somit 10 Aufgaben zu bearbeiten. Grob geschätzt ergibt sich je Aufgabe ein Umfang von etwa einer A4-Seite.

10 10 WISSEN WISSENBASIERTE SYSTEME ENTSCHEIDUNG 2. WISSEN WISSENBASIERTE SYSTEME ENTSCHEIDUNG Wir leben in der Informationsgesellschaft oder doch schon in der Wissensgesellschaft? Information und Wissen sind Produktionsfaktoren. Wissen wird immer entscheidender für die effektive und effiziente Gestaltung betriebswirtschaftlicher Prozesse. Grund genug also sich mit dem Begriffen Wissen sowie Wissensmanagement insbesondere aus Sicht der zu befassen. Aktuell fallen folgende Entwicklungen besonders ins Auge: 1. Wissensnetze (Topic Maps) werden eingesetzt, um unternehmensweit Wissen zu verwalten. Siehe hierzu Abschnitt 4.1 Wissensnetze und Topic Maps 2. Geschäftsregeln (Business Rules) beschreiben sich schnell verändernde Software-Komponenten im Marketing, in der Preis- oder Tarifgestaltung, werden aber auch zur Beschreibung von Wissen über das Verhalten in Entscheidungssituationen genutzt, siehe Abschnitt 3.3 Regelbasierte Entscheidungsunterstützung. 3. Wiki-Systeme werden in Unternehmen eingesetzt, um Wissen zu verwalten und den Mitarbeitern das notwendige Wissen jederzeit und überall aktuell zur Verfügung stellen zu können, siehe Abschnitt 4.3 Wiki und Semantisches Wiki. Beginnen wir mit dem Informationsmanagement und gehen dann zum Wissensmanagement über: Informationsmanagement umfasst die Aufgaben der Planung, Überwachung und Steuerung der Informationsinfrastruktur in einem Unternehmen als Ganzes (strategische Ebene) und der einzelnen Komponenten dieser Infrastruktur (administrative Ebene) sowie der Nutzung dieser Infrastruktur (operative Ebene). 1 Das Informationsmanagement steuert somit die Informationsflüsse in einem Unternehmen. Der Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen, oder IT-Systemen ist dabei nur ein, wenn auch ein wesentlicher Aspekt. 1 vgl. [Alpar2003] Seite 56

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