Qualitätssicherung. Einführungen Stadt Landschaft Planung. I Qualitätssicherung im Wiener Wohnbau - Konzept

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1 Qualitätssicherung Die detaillierte Überprüfung der Projekte in der Umsetzungsphase insbesondere hinsichtlich allfälliger Abweichungen erfolgt durch die entsprechende Magistratsabteilung der Stadt Wien im Rahmen der üblichen, begleitenden Kontrollen im Förderungsverfahren. Vor Förderungszusicherung und nach Baufertigstellung ist der Geschäftsstelle des Grundstücksbeirates eine Erklärung bzw. ein Bericht des Projektteams (Bauträger u. Architekt) über die Umsetzung der vom Grundstücksbeirat beurteilten Projektqualitäten in schriftlicher Form vorzulegen. Einführungen Stadt Landschaft Planung I Qualitätssicherung im Wiener Wohnbau - Konzept

2 Bauvorhaben: Wien Wiedner Hauptstrasse Architektur: Rüdiger Lainer Einführungen Stadt Landschaft Planung I Qualitätssicherung im Wiener Wohnbau - Konzept

3 Bauvorhaben: Wien Wiedner Hauptstrasse Architektur: Rüdiger Lainer Einführungen Stadt Landschaft Planung I Qualitätssicherung im Wiener Wohnbau - Konzept

4 Bauvorhaben: Wien Favoritenstrasse Architektur: Albert Wimmer Einführungen Stadt Landschaft Planung I Qualitätssicherung im Wiener Wohnbau - Konzept

5 Bauvorhaben: Wien Favoritenstrasse Architektur: Albert Wimmer Einführungen Stadt Landschaft Planung I Qualitätssicherung im Wiener Wohnbau - Konzept

6 Leistungsbilanz Durch die Tätigkeit des wohnfonds_wien im Bereich Grundstücksakquisition und Projektentwicklung konnten bisher Grundflächen für rund geförderte Neubauwohnungen bereitgestellt werden. Im Rahmen der Qualitätssicherung im geförderten Wohnbau wurden bisher 29 öffentliche Bauträgerwettbewerbsverfahren mit einem Volumen von rund Wohneinheiten durchgeführt. Vom Grundstücksbeirat wurden insgesamt mehr als Projekte beurteilt, wovon rund 670 Projekte mit ca Wohneinheiten zur Förderung empfohlen wurden. Einführungen Stadt Landschaft Planung I Leistungsbilanz der Qualitätsoffensive im Wiener Wohnbau

7 3. Die sozialpsychologische Bedeutung der Räume in der Stadt

8 Soziologie des Wohnens: Grundfragen 1. Was tut man, wenn man wohnt? Das ist die Frage nach der funktionalen Bedeutung des Wohnens 2. Wer wohnt (mit wem zusammen)? Das ist die Frage nach der sozialen Einheit des Wohnens 3. Wie wird Wohnen erlebt? Das ist die Frage nach der sozialpsychologischen Bedeutung des Wohnens 4. Wie kommt man zur Wohnung? Das ist die Frage nach der rechtlichen und ökonomischen Verfügung Einführungen Stadt Landschaft Planung Soziologie des Wohnens: Die Grundfragen

9 3. Wie wird Wohnen erlebt? Das ist die Frage nach der sozialpsychologischen Bedeutung des Wohnens Die sozialpsychologische Bedeutung der Räume am Beispiel des Wohnungsumfeldes Einführungen Stadt Landschaft Planung Soziologie des Wohnens: Ein Aspekt

10 »Soziologie muss zur Kenntnis nehmen, dass menschliche Wesen zugleich biologische Individuen und soziale Akteure sind, die durch ihre Beziehung zu einem sozialen Raum konstituiert werden.«pierre Bourdieu (1991): Physischer, sozialer und angeeigneter physischer Raum. In: Martin Wentz (Hg.) Stadt-Räume. Frankfurt/New York S Einführungen Stadt Landschaft Planung Physischer und sozialer Raum Bourdieu zur Erinnerung

11 »Wir formen unsere Häuser und unsere Häuser formen uns«einführungen Stadt Landschaft Planung unerwartete Kommentare: Churchill + Brad Pitt zur Architektur

12 Physischer und sozialer Raum Menschen als biologische Wesen und soziale Akteure Einführungen Stadt Landschaft Planung Raum und Verhalten

13 Verhalten schafft Raum schafft Verhalten Einführungen Stadt Landschaft Planung Raum - Verhalten - Raum

14 Verhalten schafft Raum schafft Verhalten Einführungen Stadt Landschaft Planung Raum - Verhalten - Raum

15 Verhalten schafft Raum schafft Verhalten Einführungen Stadt Landschaft Planung Raum - Verhalten - Raum

16 Tischrücken. Eine Alltagsgeschichte Einführungen Stadt Landschaft Planung Tischrücken

17 Einführungen Stadt Landschaft Planung Tischrücken: Vorher

18 Einführungen Stadt Landschaft Planung Tischrücken: Nachher

19 Einführungen Stadt Landschaft Planung Tischrücken: Vorher - nachher

20 1. Am Anfang: Unzufriedenheit mit Sitzposition 2. Tisch um 90 gedreht 3. Sitzposition variabler 4. aber auch Orientierung und Verhalten (von Besuchern) im Raum neu definiert:»der Raum hat seinen Charakter verändert«einführungen Stadt Landschaft Planung Tischrücken: Was ist geschehen?

21 Hat der Raum einen sozialen Charakter? Einführungen Stadt Landschaft Planung Hat der Raum

22 Einführungen Stadt Landschaft Planung Zur Erinnerung: Die Geschichte vom Mäuerchen

23 Grenze zwischen zwei Räumen mit unterschiedlichem sozialen Charakter Einführungen Stadt Landschaft Planung Zur Erinnerung: Die Geschichte vom Mäuerchen

24 »Eine Stadt ist eine Ansiedlung, in der das gesamte, also auch das alltägliche Leben die Tendenz zeigt, sich zu polarisieren, d.h. entweder im Aggregatzustand der Öffentlichkeit oder in dem der Privatheit stattzufinden«hans Paul Barhrdt Einführungen Stadt Landschaft Planung Die grundlegende Polarisierung (H.P.Bahrdt)

25 Privat Öffentlich Einführungen Stadt Landschaft Planung Die grundlegende Polarisierung (H.P.Bahrdt)

26 Einführungen Stadt Landschaft Planung Das»Öffentliche«& das»private«in der Stadt

27 Drei»positive soziale Raumcharaktere«: Öffentlich Gemeinschaftlich Privat nutzbare Räume Sowie: halböffentliche + Übergangsbereiche Einführungen Stadt Landschaft Planung Drei»positive«Raumcharaktere (Fester/Kraft/Metzner)

28 Privat Öffentlich Einführungen Stadt Landschaft Planung Differenzierungen: Übergänge

29 Übergangsbereiche privat kollektiv gemeinschaftlich halb öffentlich öffentlich Einführungen Stadt Landschaft Planung Differenzierungen: Übergänge

30 »Konstituierende Merkmale: 1. Zugangsregelungen 2. Nähe- und Distanzbeziehungen durch Zuordnungen, Grenzen sowie Vermittlungsglieder (Übergänge), 3. die jeweils geltenden, faktischen Regelungen der Verfügung und Kontrolle über die Freiflächen«Einführungen Stadt Landschaft Planung Konstitutive Merkmale (Fester/Kraft/Metzner)

31 Unterschiedliche Bauweisen erzeugen oder ermöglichen unterschiedliche Raumcharakteristika. Freiraum - und Gebäudeplanung müssen dieses Wechselverhältnis erkennen und gestalten Einführungen Stadt Landschaft Planung Zur Erinnerung: Typologien

32 Unterschiedliche Bauformen und - typen erzeugen oder ermöglichen unterschiedliche Raumcharakteristika. Freiraum - und Gebäudeplanung müssen dieses Wechselverhältnis erkennen und gestalten Einführungen Stadt Landschaft Planung Verschiedene Bauformen (Fester/Kraft/Metzner)

33 Einführungen Stadt Landschaft Planung Ein Beispiel

34 Einführungen Stadt Landschaft Planung Viele weitere Beispiele beim Gang durch die Städte

35 Einführungen Stadt Landschaft Planung z.b. München Ackermannbogen öffentlich, privat, gemeinschaft.

36 Einführungen Stadt Landschaft Planung z.b. München Ackermannbogen Übergänge

37 Übergang Privat_Öffentlich Noch ein Mäuerchen, dessen Wert erkannt wird Einführungen Stadt Landschaft Planung Viele weitere Beispiele - München Ackermannbogen z.b.

38 Unterschiedliche Bauformen und - typen erzeugen oder ermöglichen unterschiedliche Raumcharakteristika und die mit ihnen verbundenen Verhaltensweisen. Freiraum - und Gebäudeplanung müssen dieses Wechselverhältnis erkennen und gestalten Ob und wie das gelingt, kann man bei jedem Spaziergang durch (neue) Wohngebiete studieren Mehr Literatur zu den»räumen für soziales Leben«bei Fester u.a. Welche Folgerungen ergeben sich daraus für die Gestaltung der Freiräume im Wohnungsumfeld? Dazu mehr in der nächsten Vorlesung as freiraumplanerischer Sicht Einführungen Stadt Landschaft Planung Mehr davon, mehr dazu

39 Bis zum nächsten Mal

40 Anhang

41 Der Block (beim mehrgeschossigen Mietwohnungsbau: Außen öffentlich, im Inneren gemeinschaftliche Hofnutzung???? Wie verändert sich die Sozialcharakteristik der Räume, wenn der Block nach zwei Seiten hin geöffnet wird? Hier entstehen diffuse (halb öffentliche) Bereiche Einführungen Stadt Landschaft Planung Bautypen und Raumcharaktere: Block

42 Quer zur Straße: Bei der Reihenhaus-Zeile entsteht hier das Problem der offenen Flanken (wo Privates an Öffentliches grenzt)?? Beim mehrgeschossigen Mietwohnungsbau (typisch etwa 60er Jahre) entsteht am Übergang von der offenen Freifläche zum Straßenraum ein diffuser»halböffentlicher«bereich?? Einführungen Stadt Landschaft Planung Bautypen und Raumcharaktere: Zeile

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