1. Administrativer Zugriff von außen mit PuTTY und Xming. Autor: Uwe Labs Stand:

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1 . Administrativer Zugriff von außen mit PuTTY und Xming Autor: Uwe Labs Stand: Inhaltsverzeichnis.Administrativer Zugriff von außen mit PuTTY und Xming..... Überblick....2.SSH-Zugriff mit PuTTY....3.Xming (Installation) Xming (Benutzung) Schlussbemerkung Überblick In einer Reihe von Fällen muss man Arbeiten auf der Server-Console durchführen. Dazu gehören Einstellungen im Linuxsystem, Kopieren von Dateien auf das Linux-Filesystem oder auf die NSS-Volumes, Prüfen von Dateien und Einstellungen und vieles mehr. Dabei ist es oft bequem, wenn man dies aus der Ferne und von zu Hause aus mit verschiedenen, dem Zweck angepassten Mitteln per Remote-Zugriff tun kann. Die Novell bietet viele Möglichkeiten, administrativ auf den Gserver03 zuzugreifen. (Siehe hierzu auch das Dokument ML3_AdminZugriffVonAussen.odt.) Im Folgenden wird hier der SSH-Zugriff per PuTTY und dem graphischen Xming von einer Windows- XP-Arbeitsstation oder dem heimischen Windows-XP-PC beschrieben..2. SSH-Zugriff mit PuTTY Im einfachen Fall sehen SSH-Zugriffe wie mit einem Terminal-Programm aus. Die Verbindung ist jedoch stark verschlüsselt. Für eine solche Verbindung verwenden wir hier PuTTY. PuTTY erhält man zum Download unter Dort nehmen wir den ersten Downloadlink putty.exe. Dies ist bereits das ausführbare Programm und keine Installationsdatei. Putty.exe legen wir in ein geeignetes Programmverzeichnis und erzeugen ggf. einen Link im Startmenü, auf dem Desktop oder im NAL. Beim ersten Start muss PuTTY für den gewünschten Zugriff konfiguriert werden. -

2 Der Hostname oder die IP ist einzugeben, die Portnummer 22 (ssh) und der Username. Es gibt eine Fülle von Einstellmöglichkeiten, z.b. die Schriftdarstellung betreffend, mit der die Verbindung optimiert werden kann. Für den Zugriff von außen ist die öffentliche IP bzw. Domain und (bei Verwendung der Astaro-Firewall) der Port 5222 einzugeben. Ggf. muss man diese Portnummer vom Belwü freischalten lassen. Da wir außerdem Xming verwenden wollen, muss für diese Verbindung noch unter SSH/X ein Häkchen bei Enable X forwarding gesetzt werden. Danach klicken wir wieder links oben auf Session und dann rechts auf den Button Save, um unsere Einstellungen für diese Verbindung abzuspeichern -2

3 Ein Klick auf den Open-Button startet das Terminal -Fenster, in dem man sich im Textmodus am Server anmelden und wie an der Server-Console selbst arbeiten kann. Geschlossen wird die Verbindung mit der Eingabe von exit: (Siehe hierzu auch das Dokument ML3_AdminZugriffVonAussen.odt.).3. Xming (Installation) Xming ist eine freie Implementierung eines X-Servers für Windows, die stand-alone arbeitet. Damit lassen sich graphische Fenster mit Anwendungen vom Linux-Desktop holen, z.b. xterm oder ConsoleOne, etc. Auch der komplette graphische Desktop des Linux-Servers ist möglich. Für die jeweils neueste Version muss man eine Spende geben; für uns genügt aber das sogenannte public release, das kostenlos ist und lediglich einen Versionsrückstand hat. Einen Download findet man unter: bzw. Dort sind es die Dateien Xming Xming-fonts (bzw. die jeweils neuesten frei erhältlichen Versionen). Je nach Version starten wir die Installationsdatei, also etwa Xming setup.exe, bestätigen das Installationsverzeichnis und wählen die Komponenten. Wer keinen automatischen Start möchte, nimmt das Häkchen bei Run utility- start programs with hidden console window weg. -3

4 Außerdem wählt man noch nach Geschmack die Startmenü-Einträge und Desktop-Icons und lässt dann die Installation ablaufen. Über das Programm XLaunch lässt sich die Anzeigeart einstellen, also, ob einzelne Fenster (Multiple windows) oder der volle Linux-Desktop (One window) usw. angezeigt werden sollen. Weiter lassen sich die Startart und weitere Parameter einstellen. Wir können die Standardeinstellungen belassen und im letzten Bildschirm auf Fertig stellen klicken. Vor dem Klick auf Fertig stellen kann man auch mit dem Button Save Configuration diese Konfiguration unter einem aussagekräftigen Namen als.xlaunch-datei auf dem Desktop abspeichern, z.b. als xming-multiwindow.xlaunch. Wer den kompletten Linux-Desktop in einem Fenster haben möchte, sollte das Programm XLaunch noch einmal starten und im Fenster Select display settings den Punkt One Window wählen. Diese Konfiguration sollte im letzten Fenster mit dem Button Save Configuration als z.b. xming-onewindow.xlaunch auf dem Desktop abgespeichert werden. Die.xlaunch-Dateien sind mit dem XLaunch-Wizard, der Xming startet, verknüpft. Ein Doppelklick auf das entsprechende Desktop-X-Icon startet dann Xming im jeweiligen Modus. -4

5 Damit in der OneWindow-Darstellung die Fenstergröße stimmt, muss mit einen Texteditor (z.b. Notepad) die Datei xming-onewindow.xlaunch nachgearbeitet werden. Und zwar ist die Zeile ClientMode="NoClient" Display="0" Clipboard="true"/> zu ändern in ClientMode="NoClient" Display="0" Clipboard="true" ExtraParams="-screen 0 024x768"/> Zweckmäßigerweise sollte auch noch das Font-Paket installiert werden, also z.b. Xming-fonts setup.exe. (Einfach starten und alles bestätigen.).4. Xming (Benutzung) Um Xming benutzen zu können, muss Xming gestartet sein, automatisch oder von Hand über das Startmenü oder besser über eines unserer Desktop-Icons. Ein Symbol erscheint rechts unten in der Taskleiste von Windows. Über die rechte Maustaste auf dieses Icon kann Xming auch wieder beendet werden. Nun starten wir PuTTY, loggen uns als root auf unserem Gserver03 ein und starten z.b. ein graphisches Terminalfenster durch die Eingabe von xterm & (das & startet den Prozess im Hintergrund, so dass die Server-Console (PuTTY) nicht blockiert wird). Nach mehr oder weniger kurzer Wartezeit erscheint das graphische Fenster: -5

6 Hier lässt sich nun so arbeiten, als hätten wir an der echten Server-Console mit startx in den graphischen Modus gewechselt und ein Terminalfenster geöffnet. Z.B. könnten wir mal z.b. den Status des DHCP-Servers überprüfen oder den Midnight-Commander aufrufen: Aber natürlich lassen sich auch graphische Programme aufrufen, z.b. den Editor Kate, indem wir im Terminalfenster kate & eingeben und eine Textdatei bearbeiten oder die ConsoleOne mit der Terminaleingabe /usr/consoleone/bin/consoleone starten. Nach dem Loginfenster erscheint dann die ConsoleOne in einem eigenen Fenster: -6

7 Startet man Xming über die OneWindow-Konfiguration und gibt in PuTTY das Kommando startkde & ein, so erscheint der komplette GServer03-Desktop: auf dem man nun -wie direkt am Server- verschiedene Programme starten kann, z.b.: -7

8 .5. Schlussbemerkung PuTTY und Xming stellen ein angenehmes und leicht zu bedienendes Arbeitsmittel dar, um aus der Ferne auf die Server-Console zuzugreifen. Findet dies wirklich aus der Ferne, also z.b. von zu Hause aus statt, hängt die Arbeitsgeschwindigkeit natürlich stark von der Anbindung des heimischen Computers und des Schulservers ans Internet ab. Bei DSL ist dies leider immer der langsame Kanal, d.h. von zu Hause aus geht s per Upstream (also langsam) zum Server und die Antwort vom Server verlässt die Schule per Upstream ebenfalls auf dem langsamen Kanal. Bei komplexen Programmen, wie z.b. ConsoleOne, und einer schwachen Internetanbindung treten schon längere Wartezeiten auf, bei einfachen Arbeiten ist aber die Geschwindigkeit selbst dann noch ausreichend. Besonders interessant ist diese Arbeitsweise aber auch innerhalb der Schule, wenn Sie von Ihrer Arbeitsstation auf dem Server arbeiten wollen, ohne wirklich zum Server gehen zu müssen. -8

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