Betrieb der myshn ManagementConsole 1.1 über eine Freigabe (Windows Server und Linux Server)

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1 Betrieb der myshn ManagementConsole 1.1 über eine Freigabe (Windows Server und Linux Server) 11. Juli 2007 Inhaltsverzeichnis 1 Voraussetzungen Notwendige Voraussetzungen Empfohlene Voraussetzungen Sonstiges Einrichten der Freigabe unter Windows Server Einrichten der Freigabe unter Linux Server mit Samba Nutzung der Freigabe unter Windows XP Professional 9 1

2 1 Voraussetzungen 1.1 Notwendige Voraussetzungen 1.2 Empfohlene Voraussetzungen 1.3 Sonstiges Für die myshn ManagementConsole ist nur die Freigabe des my- SHN Stammverzeichnis notwendig. Dieses ist im Installationsverzeichnis von Rembo in der Ordnerstruktur files/global/myshn zu finden. Beispiel: Sie haben Rembo/mySHN unter Windows auf Laufwerk D: im Verzeichnis D:\Rembo installiert. Das Stammverzeichnis von myshn ist in diesem Fall der Ordner D:\Rembo\files\global\myshn. Unter Linux kann der Pfad des myshn Stammverzeichnis beispielsweise /rembo/server/files/global/myshn oder /usr/local/rembo/files/global/myshn sein. Wie eine Freigabe einzurichten und zu nutzen ist, hängt stark von den verwendeten Server- und Client-Betriebssystemen ab. Für Windows Server 2003, Linux Server sowie Windows XP Professional Clients wird der Vorgang weiter unten beschrieben. Jeder Benutzer, der mit der myshn ManagementConsole auf der Freigabe arbeiten soll, braucht vollständige Schreib- und Leserechte auf dem freigegebenen myshn Stammverzeichnis. Dies ist unabhängig von dem in der myshn ManagementConsole verwendeten Modus (Administrator-Modus oder Nicht-Administrator-Modus). Der Nicht-Administrator-Modus dient lediglich dazu, einige Funktionen auf der grafischen Benutzungsoberfläche zu verbergen, um weniger versierten Benutzern die Arbeit mit der myshn ManagementConsole zu erleichtern. Der Modus beinhaltet keine Einschränkung von Rechten. Zusätzlich empfehlen wir, auf dem freigegebenen Verzeichnis die Benutzerbegrenzung für einen einzelnen Benutzer einzurichten (dies sollte kein Sammelbenutzer wie Administrator sein, der oft von mehreren Personen benutzt wird). Da die myshn Management- Console keine Client-Server-Anwendung im eigentlichen Sinne ist, wird durch diese einfache Maßnahme der konkurrierende Zugriff von mehreren Instanzen der myshn ManagementConsole auf die Konfiguration von myshn verhindert. Durch überlagertes Speichern der Konfiguration aus verschiedenen Instanzen der myshn ManagementConsole heraus, kann die Konfiguration vollständig zerstört und nur durch das Einspielen einer Datensicherung wieder hergestellt werden. Die myshn ManagementConsole hat zwar einen integrierten Schutz gegen die parallele Bearbeitung der Konfiguration, dieser kann von einem Benutzer jedoch ohne weiteres übergangen werden. Für Anwender im Bildungsbereich, welche die Linux Musterlösung oder die Windows Musterlösung des Landes Baden-Württemberg einsetzen, ist folgendes von Bedeutung: Wenn die myshn ManagementConsole über eine Freigabe betrieben wird, dann ist es nicht möglich, die Updateskripte (wimport_update.pl bei der Linux Musterlösung und myadmin.exe bei der Windows Musterlösung) nach dem Abspeichern der myshn Konfiguration auto- 2

3 2 Einrichten der Freigabe unter Windows Server 2003 matisch auszuführen. Denn diese sind nicht nur plattformabhängig, sondern müssen auch direkt auf dem Server ausgeführt werden. Sie müssen nach dem Speichern die Skripte am Server immer dann manuell aufrufen, wenn Sie etwas an der Gruppenverwaltung geändert haben (z.b. Rechnergruppe erstellen oder löschen, Zuordnung von Rechnern zu einer Rechnergruppe, usw.). Was Sie beim manuellen Aufrufen der Skripte beachten müssen, können Sie den entsprechenden Anleitungen der jeweiligen Musterlösung entnehmen. Um die myshn ManagementConsole für den Betrieb über eine Freigabe auf einem Windows-Client zu konfigurieren, muss das freigegebene myshn Stammverzeichnis clientseitig nicht unbedingt auf ein Laufwerk gemappt werden (wie in Abschnitt 4 gezeigt). Durch den Einstellungsdialog der myshn Management- Console (Menü Datei Einstellungen) können Sie den Server wie auch das freigegebene Verzeichnis direkt auswählen. Dies kann zum Beispiel der Pfad \\server\myshn sein, wenn Sie das my- SHN Stammverzeichnis auf dem Server server mit dem Namen myshn freigegeben haben. Auf Linux-Clients muss das freigegebene myshn Stammverzeichnis in das Dateisystem eingebunden werden, um auf dieses zugreifen zu können. Auf eine weitergehende Beschreibung von Linux- Clients wird an dieser Stelle und in den folgenden Abschnitten verzichtet. Eine Arbeit über Freigaben kann eine deutliche Minderung der Performanz beim Speichern mit sich bringen, da die vollständige Konfiguration von myshn über das Netzwerk zum Server übertragen werden muss. Dieser Abschnitt beinhaltet eine Anleitung, die Schritt für Schritt erklärt, wie Sie eine Freigabe unter Windows Server 2003 für die Arbeit mit der myshn ManagementConsole einrichten können. Im ersten Schritt muss das myshn Stammverzeichnis ausgewählt werden. Dieses befindet sich in aller Regel im Installationsverzeichnis von Rembo im Unterordnern files/global. Nachdem der Ordner gefunden wurde, kann durch einen Rechtsklick auf den Ordner ein Kontextmenü geöffnet werden, in dem dann der Befehl Freigabe und Sicherheit... ausgeführt werden muss. In der Abbildung 1 auf der nächsten Seite sehen Sie ein mögliches Beispiel für diese Vorgehensweise. Danach öffnet sich ein Dialog mit den Ordnereigenschaften (Abbildung 2 auf Seite 5), in dem die notwendigen Einstellungen vorgenommen werden: 1. In der Registerkarte Freigabe muss zunächst die Freigabe des ausgewählten Ordners aktiviert werden. 2. Unter Freigabename können Sie eine Bezeichnung eintragen, die später auf der Clientseite angezeigt wird. Das Hinzufügen eines Kommentars ist optional und dient später auf der Clientseite nur der besseren Zuordnung einer Freigabe zu ihrem Inhalt. 3. Die Anzahl der Benutzer, die gleichzeitig diese Freigabe nutzen können, sollte auf einen einzigen Benutzer beschränkt werden (vgl. hierzu Abschnitt 1.2). 3

4 Abbildung 1: Auswahl des myshn Stammverzeichnis 4. Über den Button Berechtigungen werden die Rechte für den Zugriff auf die Freigabe konfiguriert. Dabei muss beachtet werden, dass die Benutzer den vollen Zugriff erhalten (Abbildung 3 auf der nächsten Seite). 5. Durch den Button Zwischenspeichern muss der Offline-Modus ausgeschaltet werden (Abbildung 4 auf Seite 6). 6. Über die Registerkarte Sicherheit muss zusätzlich auch der Zugriff auf das eigentliche myshn Stammverzeichnis für die Benutzer, die für die Freigabe konfiguriert wurden, freigeschaltet werden. Dabei muss sichergestellt werden, dass die Benutzer den vollen Zugriff auf den Ordner erhalten (Abbildung 5 auf Seite 6). Nachdem diese Einstellungen vorgenommen wurden, ist die Einrichtung der Freigabe auf dem Server abgeschlossen. Nun müssen noch die Clients für die Arbeit mit der Freigabe eingerichtet werden. Lesen Sie dazu Abschnitt 4 auf Seite 9 oder die allgemeinen Anmerkungen in Abschnitt

5 Abbildung 2: Ordnereigenschaften Abbildung 3: Berechtigungen für die Freigabe 5

6 Abbildung 4: Offlineeinstellungen Abbildung 5: Berechtigungen für das myshn Stammverzeichnis 6

7 3 Einrichten der Freigabe unter Linux Server mit Samba 3.0 Der Samba-Server wird in der Regel über die Datei smb.conf konfiguriert, die sich üblicherweise im Verzeichnis /etc oder /etc/samba befindet. Durch den Benutzer root kann diese Datei bearbeitet werden. Die Datei ist nach dem Format Option = Wert aufgebaut, wobei in jeder Zeile nur eine Option mit dem zugehörigen Wert stehen darf. Kommentare können mit den Zeichen # oder ; eingeleitet werden. Um eine besonders lange Zeile auf mehrere Zeilen aufteilen zu können, wird am Ende einer Zeile das Zeichen \ eingefügt, um diese mit der darauf folgenden Zeile zu verbinden. Die Datei kann aus mehreren sogenannten Sektionen bestehen, wobei eine Sektion jeweils durch einen in eckige Klammern eingefassten Sektionsnamen (z.b. [global]) eingeleitet wird. Der folgende Quelltext 1 zeigt alle notwendigen Optionen, um eine Freigabe unter Samba für die Arbeit mit der myshn ManagementConsole einrichten zu können. Falls Sie bereits einen Samba-Server betreiben, dann sollten Sie Ihre Konfiguration nur um die Werte aus dem Quelltext erweitern und nicht komplett ersetzen, denn sonst würden alle anderen konfigurierten Freigaben nicht mehr funktionieren. Nach dem Quelltext finden Sie eine kurze Beschreibung der wichtigsten Optionen. Quelltext 1 Beispiel der smb.conf Datei [global] netbios name = Rembo-mySHN-Server server string = Rembo-mySHN-Server workgroup = Domaene security = user encrypt passwords = yes [myshn] path = /usr/local/rembo/files/global/myshn comment = myshn-konfiguration browseable = yes writeable = yes valid users = myshnadmin force user = root guest ok = no max connections = 1 1. Abschnitt [global]: Allgemeine Einstellungen für den Samba- Server (a) netbios name legt den Rechnernamen in der Windows Netzwerkumgebung fest. (b) server string ist die Beschreibung des Rechners in der Windows Netzwerkungebung. (c) workgroup ist die Arbeitsgruppe in der Windows Netzwerkumgebung. (d) encrypt passwords fordert Samba auf, verschlüsselte Kennworte für die Authentifizierung zu verwenden. Dies ist seit Windows 98 bzw. Windows NT 4.0, Service Pack 3 möglich. 2. Abschnitt [myshn]: Einstellungen für die Freigabe myshn (a) path legt den Pfad zum myshn Stammverzeichnis auf dem Linux Server fest. Dieser ist abhängig davon, in welchem Pfad Sie Rembo/mySHN auf Ihrem Server installiert haben. (b) comment ist der Kommentar für diese Netzwerkfreigabe. 7

8 (c) browseable legt fest, ob die Freigabe in der Netzwerkumgebung sichtbar oder versteckt ist. (d) writeable legt fest, ob auf die Freigabe geschrieben werden darf. (e) valid users steuert, wer die Freigabe benutzen darf. Benutzer werden durch Kommas getrennt angegeben. Über das können auch Benutzergruppen in die Definition mit aufgenommen werden. Der im Beispiel angegebene Wert würde bedeuten, dass nur der Benutzer myshnadmin auf die Freigabe zugreifen darf. Am besten und einfachsten ist es, hier die Windows-Benutzernamen derjenigen Anwender einzutragen, die die myshn ManagementConsole verwenden werden. An dieser Stelle müssen Sie darauf achten, dass diese Benutzer auf Ihrem Linux Server existieren 1 und auch tatsächlich über Zugriffsrechte (volle Lese- und Schreibrechte) für das freigegebene Verzeichnis verfügen. Ein Benutzer, der auf der Konsole nicht in ein freigegebenes Verzeichnis schreiben darf, dem ist es auch über die Freigabe nicht gestattet. Die Webseite SelfLinux bietet eine gute Einführung in die Verwaltung von Berechtigungen unter Linux. Die einfachste - aber zugleich unsicherste - Lösung ist, das betroffene Verzeichniss mit dem Befehl chmod 777 (gefolgt vom absoluten oder relativen Pfad zum myshn Stammverzeichnis) für alle Benutzer freizugeben. Davon ist jedoch abzuraten. (f) force user legt fest, dass alle Benutzer in dieser Freigabe mit den Berechtigungen des hier angegebenen Benutzer arbeiten. Beim Erstellen neuer Dateien und neuer Verzeichnisse ist dieser Benutzer der Besitzer des neu erstellten Objekts. Da Rembo/mySHN in der Regel mit den Rechten des Benutzers root installiert wird, ist es sinvoll, dass alle neuen Dateien auch diesem Benutzer gehören. (g) max connections definiert die maximale Anzahl der Verbindungen, wobei der Wert 0 keine Beschränkung bedeutet. Der Wert sollte auf 1 gesetzt werden (also maximal eine Verbindung gleichzeitig zulässig, vgl. hierzu Abschnitt 1.2). Samba pflegt seine eigene Benutzer- und Kennwortdatenbank. In dieser Datenbank sollte jeder Benutzer aufgeführt sein, der von einem Windows Client aus auf Freigaben von Samba zugreifen will. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Benutzer bereits auf dem Linux Server definiert sind. Für einen bestehenden Benutzer auf Ihrem Linux Server wird mit dem Befehl smbpasswd -a Benutzername ein Eintrag in der Datenbank von Samba angelegt. Das nach Eingabe des Befehls abgefragte Kennwort muss mit dem Kennwort des jeweiligen Benutzers unter Windows übereinstimmen, damit bei Herstellung einer Verbindung zu der Freigabe keine zusätzlichen Kennwortabfragen notwendig werden. Das Kennwort lässt sich jederzeit mit dem Befehl smbpasswd Benutzername wieder ändern. Anschließend muss Samba neu gestartet werden, damit die geänderten Einstellungen wirksam werden. In der Regel kann dies der Benutzer 1 Falls dem nicht so ist, dann müssen diese Benutzer nachträglich auf Ihrem Linux Server angelegt werden. Dabei sind verschiedene Tools sehr hilfreich, die mit den jeweiligen Distributionen ausgeliefert werden. 8

9 root mit dem Befehl /etc/init.d/samba restart erreichen. Jetzt müssen Sie nur noch den Client für die Arbeit mit der Freigabe einrichten. Lesen Sie dazu Abschnitt 4 oder die allgemeinen Anmerkungen in Abschnitt Nutzung der Freigabe unter Windows XP Professional Um mit der myshn ManagementConsole über Freigaben arbeiten zu können ist es am einfachsten, wenn der freigegebene Ordner als Netzlaufwerk ins Dateisystem eingebunden wird. Zuerst sollten Sie sich am System als derjenige Benutzer anmelden, der später auf den freigegebenen Ordner zugreifen soll. Dies ist zwar für die eigentliche Einrichtung nicht notwendig, erleichert diese aber deutlich. Um die Freigabe über ein Netzlaufwerk nutzen zu können, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie im Windows Explorer den Menüpunkt Extras Netzlaufwerk verbinden... aus (Abbildung 6). 2. Daraufhin erscheint ein Konfigurationsdialog. Wählen Sie zunächst den Buchstaben aus, den Sie dem Netzlaufwerk zuordnen möchten. Über den Button Durchsuchen... können Sie dann den freigegebenen Ordner komfortabel anwählen (Abbildung 7 auf der nächsten Seite). Falls Sie sich vorher nicht als ein Benutzer angemeldet haben, der Zugriffsrechte für den freigegebenen Ordner hat, so werden Sie spätestenz nach der Auswahl des Ordners dazu aufgefordert, sich zu authentifizieren. 3. Nachdem Sie Ihre Auswahl bestätigt haben, wird der entsprechende UNC-Netzwerkpfad im Textfeld Ordner angezeigt (Abbildung 8 auf der nächsten Seite). Abschließend sollten Sie die Option Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen aktivieren, damit jedes Mal, nachdem Sie sich am Client angemeldet haben, die Freigabe automatisch als Netzlaufwerk verbunden wird. Sie können nun im Dialog Einstellungen der myshn ManagementConsole den lokalen Pfad des Netzlaufwerks angeben, in dem hier gezeigten Beispiel wäre das M:\. Abbildung 6: Konfigurationsdialog aufrufen 9

10 Abbildung 7: Ordner suchen Abbildung 8: Netzlaufwerk verbinden 10

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