Kompetenz und Know-how

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1 Kompetenz und Know-how Bauwesen Arbeitsschutz Umweltschutz Brandschutz

2 Entwicklung der Geschäftsanteile Bauwesen Umweltschutz Arbeitssicherheit / SiGeKo Brandschutz

3 Spezielle Informationen, Gesetze, Verordnungen und Regeln bei Abbrucharbeiten (kein Anspruch auf Vollständigkeit) Arbeitsschutzgesetz Gefahrstoffverordnung Biostoffverordnung Bundes-Immissionsschutzgesetz (Geräusche, Erschütterungen) Unfallverhütungsvorschriften und BG-Informationen, z.b. Umgang mit Gefahrstoffen VBG 91 Abbrucharbeiten BGI 665 Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbrucharbeiten BGI 664 Technische Regeln für Gefahrstoffe, z.b. Sanierung und Arbeiten in kontaminierten Bereichen TRGS 524 Asbest - Abbruch TRGS 519 BG-Regeln oder Merkblätter, z.b. Kontaminierte Bereiche BGR 128 Benutzung von Atemschutzgeräten BGR 190 Austauschbare Kipp- und Absetzbehälter BGR 186 Regeln für den Einsatz von Schutzkleidung ZH 1 / 700 Umgang mit gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen ZH 1 / 118 Asbestzementprodukte GM D 37

4 Rechtliche Grundlagen für den Bauherrn, bzw. Abfallbeseitiger hinsichtlich Ausbau, Getrennthaltung und Separierung von Bauabfällen ergeben sich unmittelbar aus bundes- und landesrechtlichen Vorschriften sowie der kommunalen Abfallsatzung. Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) 3 Abfälle zur Verwertung Abfälle zur Beseitigung Landesabfallgesetz NRW (LAbfG NW) 5 Abs. 4 legt für alle Baumaßnahmen (Bodenaushub, Bauschutt, Baustellenabfall) ausdrücklich fest, dass diese vom Zeitpunkt ihrer Entstehung an voneinander getrennt zu halten sind, soweit dies für ihre ordnungsgemäße Verwertung erforderlich ist. Verordnung zur Einführung des Europäischen Abfallartenkatalogs Verordnung zur Bestimmung von besonders überwachungsbedürftigen Abfällen zur Verwertung Verordnung zur Bestimmung von Überwachungsbedürftigen Abfällen zur Verwertung (EAKV) Die separierten Abfälle sind einem Abfallschlüssel zuzuordnen (BestbüAbfV oder (BestüVAbfV) Die separierten Abfälle sind zu deklarieren Verordnung über die Verwertungs- (NachwV) und Beseitigungsnachweise Nachweis- und Anzeigepflichten für den Entsorger sowie die dazugehörigen Verfahren und zu verwendende Vordrucke Verordnung zur Transportgenehmigung (TgV) Besondere Anforderungen an den Transport von Abfällen

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8 Erfahrungen aus der SiGeKo-Praxis Abbrucharbeiten werden von Bauherren und Planern oft stiefmütterlich behandelt. Werden nicht als genehmigungsbedürftige Baumaßnahme angesehen Sind oft von kurzer Dauer (2-3 Tage) - es erfolgen keine Meldungen - keine Abbruchanweisungen - keine Schadstoffuntersuchungen - kein SiGeKo Gehen den eigentlichen Bauarbeiten voraus, d.h. werden nebenbei mit ausgeführt (als Vorbereitung für einen Umbau oder Sanierung) - nicht richtig geplant - Baustelle wird vorher nicht richtig untersucht - Geeignetes Abbruchverfahren Abbrucharbeiten werden oft aus Kostengründen von kleineren Firmen (Subunternehmer) ausgeführt - es fehlt die Erfahrung - keine Absperrungen - Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften Abbrucharbeiten finden häufig statt beim Bauen im Bestand - Es sind bei Teil- Abbrucharbeiten weitere Firmen tätig - Innenstadtbereich - enge Transportwege - Fußgängerzonen - Schaulustige Von Abbrucharbeiten können vielfältige Gefährdungen ausgehen, deshalb: Alle Abbrucharbeiten richtig Planen!!

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12 Abbrucharbeiten richtig planen weil: Abbrucharbeiten zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Baugewerbe gehören. Das Risiko, bei Abbrucharbeiten einen tödlichen Arbeitsunfall zu erleiden, ca. 15 x höher ist als im übrigen Baugewerbe. auch Anwohner oder zufällige Passanten davon betroffen sein können. Nach der MBO der Länder sind Abbrucharbeiten genehmigungspflichtig (z.b. BauO NRW 63, Genehmigungsbedürftige Anlagen): Die Errichtung, die Änderung, die Nutzungsänderung und der Abbruch bauliche Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen im Sinne des 1 Abs. 1 Satz 2 bedürfen der Baugenehmigung Deshalb sind Bauherr, Entwurfsverfasser, Unternehmer und SiGeKo dafür verantwortlich, dass bei den Abbrucharbeiten die öffentlich rechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Die Verwaltungsvorschrift zur BauO NRW erläutert diesen Paragraphen im Abschnitt Abbrucharbeiten können ihrer Natur nach unerwartete, mit der vorbereitenden Planung allein nicht zu bewältigende Schwierigkeiten bewirken und können in Folge dessen mit außergewöhnlichen Gefahren verbunden sein. Insofern wird auf die erforderliche Kenntnis und die Verantwortlichkeit des Abbruchunternehmens gerade in Fragen der Standsicherheit und der Arbeitsschutzbestimmungen hingewiesen. Der Abbruch von Stahl- und Stahlbetonkonstruktionen erfordern spezielle Sachkenntnisse.

13 Einige spezielle Angaben zu Abbrucharbeiten findet man in der Gelben Mappe der Bau BG, z.b. GM D 71 D 71 Abbrechen von Türmen und Schornsteinen

14 GM D 76 D 76 Abbruch mit Großgeräten

15 GM D 78 D 78 Abbruch durch Sprengen

16 GM D 123 D 123 Gebäudesicherung

17 Eine weitere Besonderheit ergibt sich aus dem Anhang II zur Baustellenverordnung, danach ist ein SiGeKo für besonders gefährliche Arbeiten erforderlich Anhang II, Punkt 10: Aufbau oder Abbruch von Massivbauelementen mit mehr als 10 t Einzelgewicht z. B. Fertigteilbinder b = 0,50 m, h = 1,00 m, L = 8,00 m Besonderheiten ergeben sich auch aus der Abbruchabweisung:

18 Besonderheiten zur Konstruktion und Statik können sein: Bauwerke im Grundwasserbereich Auftrieb / Auflast Behälter Gwsp. 1.00m 1m Grundwasser entspricht 10 kn/m 2 das entspricht einer 40cm dicken Betonplatte Gwsp. Betonskelettbau Einspannung in den obereb Bauteilen (Stützen) Bewehrungsführung beachten

19 Fertigteilbau Aussteifungen Seilkonstruktionen Unterspannte Träger, Pylone Aufgehängte Konstruktionen Verbleibende Gebäudeteile (statischer Nachweis) Fassaden im Denkmalschutz Straße

20 Rasche und häufige Veränderungen statischer Gegebenheiten erfordern: Statik und Tragfähigkeit während des Abbruchs begleitend analysieren und kontrollieren. (Statischer Nachweis von Zwischenzuständen, ggf. auch der Nachbarbebauung) Berücksichtigung von sich durch den Abbruch verändernden Lastzuständen (Statischer Nachweis für vorgeschlagenen Maschineneinsatz) Kontinuierlichen Abtransport des Bauschutts gewährleisten, um Überlastung von Decken zu vermeiden und Verkehrswege und Fluchtwege freizuhalten Vorgabe von Abbruchgrenzen Vermeidung von übereinander liegenden Abbruchzonen Anschlageinrichtungen für persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz nur an standsicheren Bauteilen anbringen. Deshalb ist es sinnvoll Bei Neubauten die Besonderheiten in der UNTERLAGE aufführen

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