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1 Tool s Bezeichnung/Titel: Psychosoziale Belastungen und Suchtprävention Kategorie: Präsentation Zielgruppe: Führungskräfte Verwendung: Kurzvortrag Stand: Autor: DHfPG Hinweise: Kurzvortrag für Führungskräfte. Eignet sich als Einstieg in diese Thematik bzw. für weitere Seminare, Maßnahmen und Workshops.

2 Psychosoziale Belastungen und Suchtprävention Einführungsvortrag für Führungskräfte

3 ZAHLEN UND FAKTEN Psychische Stressreaktionen verursachen in den USA 61% der Fehlzeiten, 65 85% der Kündigungen und 80 90% der Industrieunfälle Psychische und Verhaltensstörungen sind häufigste Diagnose bei Rente aufgrund verm. Erwerbsfähigkeit Psychologische Faktoren (Stress, Stimmung, Angst) verursachen signifikant nicht nur akute sondern auch chronische Rückenschmerzen Rückenschmerzen erhöhen Risiko für Depressionen 20% aller Deutschen erkranken im Verlauf ihres Lebens an einer psychischen Störung, i.d.r. an Depressionen, Ängsten und Süchten Mitarbeiter mit geringer und keiner emotionalen Bindung (=mangelndes Engagement) fehlen laut Gallup doppelt so oft

4 PSYCHOSOZIALE BELASTUNGEN Stressoren und Belastungen aus dem privaten Umfeld Stressoren und Belastungen aus dem betrieblichen Umfeld Probleme in der Partnerschaft Probleme mit den Kindern, Stress in der Schule Zu pflegende Angehörige Finanzielle Sorgen Zukunftsängste Keine sozialen Kontakte Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen Leistungsdruck Mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf Zukunftsängste Physische und psychische Gesundheitsbeeinträchtigungen Psychische Störungen Sucht Gewalt Selbstmord

5 EINFLUSS VON UNTERSTÜTZUNG Führungskräfte haben im besonderen Maße Einfluss auf die Gesundheit der Beschäftigten sowohl positiv als auch negativ 0,45 0,40 0,35 0,30 Unterstützung/ Vorgesetzte Unterstützung/ Kollegen gestreifte Balken: negative Zusammenhänge 0,25 0,20 0,15 0,10 0,05 0,00 Psychosomat. Beschwerden Emotionale Erschöpfung Arbeitszufriedenheit Verbundenheit mit Organisation (Quelle: Dr. Leidig,

6 FÜHRUNGSVERHALTEN UND PSYCHOSOMATIK Klarstellen, Unterstützen und Problemlösen sollten zu den primären Aufgaben einer Führungskraft gehören, da sie einen besonders positiven Einfluss haben. Loben = negativer Zusammenhang zu psychosomatischen Beschwerden Teambuilding Problemlösen Beraten Klarstellen Unterstützen Informieren 0,00 0,05 0,10 0,15 0,20 0,25 0,30 0,35 0,40 (Quelle: Dr. Leidig,

7 BEDEUTUNG SUCHT IM BETRIEB Fehlzeiten Alkoholabhängige Mitarbeiter fehlen ca. 16mal häufiger als andere Beschäftigte Sicherheit Alkoholabhängige Mitarbeiter sind 3 bis 4 mal häufiger in Arbeitsunfälle verwickelt 10 bis 30 % der Arbeitsunfälle ereignen sich unter Alkoholeinwirkung % aller Arbeitnehmer gelten als alkoholkrank Leistung Alkoholabhängige Mitarbeiter erbringen nur 75% einer normalen Arbeitsleistung Produktivitätsverlust Basisannahme: Ertrag pro MA 5% der Arbeitnehmer sind alkoholkrank und erbringen nur 75% einer normalen Arbeitsleistung Langzeiterkrankung Alkoholabhängige Mitarbeiter fehlen bis zu 50% ihrer Arbeitszeit 1 Jahr vor Beginn ihrer Behandlung MA 250 MA 500 MA MA

8 ANZEICHEN BEI SUCHT Arbeitsverhalten sinkende Arbeitsqualität durch vermehrte Fehler Nichteinhaltung von Terminen mangelnder Arbeitseinsatz starke, oft unerklärliche Schwankungen des Arbeitsnehmers häufig und nicht arbeitsbedingt, z.b. Kurzerkrankungen, Kurzurlaub, Überziehung von Pausen Aussehen/körperliche Auffälligkeiten ungepflegtes Erscheinungsbild, Zittern, auffälliges Schwitzen, glasige oder rote Augen allgemeines Verhalten extreme Stimmungsschwankungen bis Depressivität Überreaktionen auf vermeintliche oder tatsächliche Kritik starke Verletzlichkeit, oft überspielt durch forsches, überhebliches Verhalten übersteigertes Harmoniebedürfnis übersteigerte Aggressionsbereitschaft

9 CO ALKOHOLISMUS Personalabteilung wandelt Fehlzeiten in Urlaubstage um droht mit unrealistischen arbeitsrechtlichen Konsequenzen macht die angedrohten Konsequenzen nicht wahr Direkte Vorgesetzte deckt Mitarbeiter gegenüber der Personalstelle toleriert Fehlzeiten Glaube vom guten Mitarbeiter unter Alkohol Betriebs-/Personalrat falsch verstandene Solidarität einseitige Sichtweise der Problemlage Ergebnis: Alkoholkranker trinkt weiter Kollegen decken Fehler übernehmen Arbeiten verheimlichen Probleme (Ehe-) Partner entschuldigt Fehlzeiten leugnet Probleme hält die Fassade der heilen Welt aufrecht Betriebsarzt inkonsequente Interpretation von Untersuchungsergebnissen zu kurze Untersuchungen

10 UMGANG MIT SUCHTKRANKEN MITARBEITERN 5-Stufen-Plan Vertrauliches Gespräch zwischen Vorgesetzten und betroffenen Mitarbeiter Ziel: Besprechung Problemverhalten (Anhaltspunkte) und Hilfsangebot Konsequenzen: keine personellen Konsequenzen, jedoch Dokumentation des Gespräches Personalgespräch mit Vorgesetzten, betroffenen Mitarbeiter und Betriebsrat, ggf. auch Betriebsarzt Ziel: Besprechung Problemverhalten, Hilfsangebot und Aufforderung Beratungsstelle aufzusuchen Konsequenzen: keine personellen, Dokumentation Gespräch, Hinweis 5-Stufen-Plan und Konsequenzen Personalgespräch mit Vorgesetzten, betroffenen Mitarbeiter und Betriebsrat, ggf. auch Betriebsarzt Ziel: Besprechung Problemverhalten, Hilfsangebot und Aufforderung Beratungsstelle aufzusuchen Konsequenzen: Dokumentation Gespräch, mündliche Verwarnung (ggf. 1 Abmahnung) Personalgespräch mit Vorgesetzten, betroffenen Mitarbeiter, Betriebsrat, Personalabteilung Ziel: Besprechung Problemverhalten, Hilfsangebot und Aufforderung Aufsuche Beratungsstelle Konsequenzen: Dokumentation Gespräch, 1. Abmahnung Personalgespräch mit Vorgesetzten, betroffenen Mitarbeiter, Betriebsrat, Personalabteilung Ziel: Besprechung Problemverhalten, Möglichkeit zur Stellungnahme durch den Betroffenen Konsequenzen: Dokumentation Gespräch, 2. Abmahnung, ggf. Einleitung der Kündigung

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