Privater Gestaltungsplan Klinik Lindberg, Winterthur

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1 Kanton Zürich Privater Gestaltungsplan Klinik Lindberg, Winterthur Festsetzung durch die Grundeigentümerin am Swiss Healthcare Properties AG Zugerstrasse 74 CH-6340 Baar Unterschrift: Zustimmung des Stadtrates am Stadtpräsident: Stadtschreiber: Zustimmung des Grossen Gemeinderates am Präsident(in): Ratssekretär(in): Von der Baudirektion genehmigt am Unterschrift: BDV Nr.

2 2 Gestaltungsplan Klinik Lindberg, Winterthur Bauvorschriften Art. 1: Geltungsbereich Für das in der Zone für öffentliche Bauten liegende Grundstück Kat.Nr. 1/9137 der Klinik Lindberg (Eigentümerin: Swiss Healthcare Properties AG) zwischen Schickstrasse und Tachlisbrunnenstrasse (gemäss Situationsbereichsplan Mst. 1:500 vom ) wird ein privater Gestaltungsplan gemäss 83, 85 und 86 PBG festgesetzt. Art. 2: Inhalt des Gestaltungsplanes Der private Gestaltungsplan Klinik Lindberg besteht aus diesen Bauvorschriften sowie aus den folgenden Plänen - Situationsbereichsplan 1:500 vom Gebäudeschnittplan mit Mantellinien 1:500 vom Plan Parkierung und Erschliessung 1:500 vom Grünflächenplan 1:500 vom Art. 3: Ergänzendes Recht Soweit die nachfolgenden Vorschriften nichts Abweichendes bestimmen, gelten im Gestaltungsplanbereich die jeweils gültigen Vorschriften des kantonalen PGB und der kommunalen BZO.

3 3 Art. 4: Zweck 4.1. Der Gestaltungsplan Klinik Lindberg bezweckt, den Baubestand und die Landreserve der bestehenden, im öffentlichen Interesse befindlichen Privatklinik in der Zone für öffentliche Bauten so vorzubereiten, dass der Entwicklung in Medizin und Pflege namentlich durch Klinikerweiterung, medizinisches Zentrum, Ärztehaus, Patientenhotel, Altersresidenzen mit Pflegeabteilung und ähnlichen Nutzungen zweckmässig und unter Beachtung der betrieblichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprochen werden kann Mittels Festlegung von Baumasse und Volumetrie künftiger Erweiterungen soll eine gute städtebauliche Qualität mit hochstehender Umgebungsgestaltung sichergestellt werden, wobei die verkehrsmässige Erschliessung unter Rücksichtnahme auf das umliegende Quartier erfolgt. Art. 5: Neubauten 5.1. Neubauten dürfen nur innerhalb der im Situationsplan, Zone A und B eingetragenen Mantel-, Waldabstands- und Strassenabstandslinien realisiert werden. Die Zone B soll weiterhin als Grünfläche in Erscheinung treten. Deshalb dürfen in der Zone B nur einzelne, örtlich begrenzte Neubauten in Erscheinung treten (z.b. Gartenpavillon, etc.). Unterirdische Neubauten sind in der Zone B möglich. Weiter dürfen in der Zone B Bauten für die Zu- und Wegfahrt zur Tiefgarage, sowie für Anlieferung und Entsorgung in Erscheinung treten.

4 4 Bestehende Bauten und Anlagen geniessen bis zu deren Ersatz die Bestandesgarantie gemäss 357 PBG Gebäudetypologie Bei einer baulichen Erweiterung in der Zone A soll ein gut zusammengefügtes Erscheinungsbild von bestehenden und neuen Bauten entstehen. Der Komplex als Ganzes verlangt eine besonders gute architektonische Gestaltung. Bei einer Etappierung der Bauten muss auch die einzelne Etappe eine ansprechende Form ausweisen. Der Gesamtumbau oder separate Bauten sollen als ruhige, langgezogene Baukörper parallel zum Hang erscheinen Gebäudehöhe Die Gebäudehöhen werden durch die Mantellinien (siehe Gebäudeschnittpläne Zonen A und B) definiert. Dachaufbauten für Personenund Bettenlifte, für gebäudetechnische Anlagen und für eine Helikopterplattform dürfen die Mantellinien durchstossen. Ebenso dürfen die unter Art erwähnten örtlichen begrenzten Neubauten in Zone B die dargestellten Mantellinien durchstossen Abstände zu Drittparzellen Gegenüber Grundstücken in der angrenzenden Wohnzone W2/1.2 sind die ordentlichen Abstände gemäss den Vorschriften der BZO Winterthur einzuhalten. Art. 6: Ausnützung Die maximal zulässige Ausnützung ergibt sich aus der neu mit 4.0 festgesetzten Baumassenziffer.

5 5 Art. 7: Freiflächen 7.1. Die Zone B dient der Sicherung der Grünflächen/Freiflächen. In der Zone B dürfen gemäss Art einzelne, örtlich begrenzte Neubauten im Rahmen der Freiflächengestaltung sowie die zur Belichtung und Belüftung unterirdischer Bauten notwendigen Baukörper in Erscheinung treten. Unterirdische Neubauten müssen über eine ausreichende Erdüberdeckung verfügen, um eine parkähnliche Gestaltung, an geeigneten Orten auch mit hochstämmigen Bäumen zu ermöglichen Im Grünflächenplan sind die heute bestehenden Bäume und Sträucher dargestellt. Die rot markierten Bäume in der Zone B sind soweit möglich zu erhalten, andernfalls zu ersetzen. Art. 8: Gestaltung Der Park (Zone B) soll weiterhin als Grünfläche in Erscheinung treten. Ein mögliches Sockelgeschoss soll konsequent ins Terrain integriert werden. Oberirdische Bauten sollen in der Grünfläche so integriert werden, dass sie als Pavillons oder kleinere Bauten in Erscheinung treten und den Gesamtzusammenhang des Parks nicht stören. Zur Sicherung der architektonischen und städtebaulichen Qualität erheblicher Erweiterungen/Änderungen von Bauten und Umgebungsgestaltung werden Konkurrenzverfahren durchgeführt. Art. 9: Erschliessung 9.1. Die Hauptzugänge liegen an der Schickstrasse. Die Schickstrasse bildet die Adresse der Klinik. Das Verkehrsaufkommen wird gemäss Plan Parkierung und Erschliessung auf die Schick- und die Tachlisbrunnenstrasse aufgeteilt. Für den Zeitpunkt einer erheblichen Erwei-

6 6 terung der Klinik wird im Einvernehmen mit Stadtbus Winterthur eine Verdichtung der bestehenden öv-erschliessung vorbereitet. Entsprechend dem eigenen Nutzungsanteil (neben der Sammlung Oskar Reinhart und dem Quartierbedarf) wird sich die Klinik (bis zur Übernahme der Linie durch den ZVV) an den Kosten beteiligen Patienten und Besucher werden über die Haldenstrasse/Schickstrasse zu den Haupteingängen und zu allfälligen Tiefgaragenzufahrten geführt. Mitarbeitende mit Motofahrzeugen werden im baulichen Endzustand zu einem erheblichen Teil über die Tachlisbrunnenstrasse zur Tiefgaragen zu- und wegfahrt in der Zone B geführt. Die Anlieferung und Entsorgung erfolgt je nach Bedarf über einen der beiden Zufahrtswege Die Fussgängererschliessung erfolgt primär über die Schickstrasse. Die bestehenden Wegrechte ost- und westseitig der Klinik bleiben gewahrt. Die Wegführung über das Grundstück kann projektabhängige Änderungen erfahren. Art. 10: Parkierung Für den bestehenden Klinikbetrieb sind heute 127 Autoabstellplätze (davon 36 unterirdisch) vorhanden. Zusätzliche Parkplätze können nach Massgabe eines im Rahmen der Baubewilligungsverfahren für Neu- und erhebliche Umbauten einzureichenden Mobilitätskonzeptes mit Lenkungswirkung bewilligt werden. Alle (auch die bestehenden) Parkplätze werden mit Ausnahme von Kurzzeitparkplätzen (Ein- und Aussteigen) sowie unter Ausschluss von Parkplätzen, welche

7 7 medizinischen Notwendigkeiten folgen (beispielsweise Notfallstation), bewirtschaftet Für die Bemessung der minimalen Anzahl Veloabstellplätze gelten die zum Zeitpunkte von Baugesuchen gemäss Art anwendbaren gesetzlichen Grundlagen Der Zeitpunkt der Errichtung von unterirdischen Parkierungsanlagen im Zusammenhange mit Bau- oder Umgebungsarbeiten ist freigestellt. Die Inbetriebnahme solcher zusätzlicher Parkplätze richtet sich jedoch nach dem Mobilitätskonzept. Die jeweils zulässige Anzahl darf im Rahmen der etappierten Realisierung des Gestaltungsplanes um höchstens 50 Ab-/Einstellplätze überschritten werden. Art. 11: Energie und Umwelt Neubauten und neubauähnliche Umbauten haben den jeweiligen, von Stadtrat und Stadtparlament definierten Umweltzielen und den energetischen Vorschriften zu entsprechen. Für die Energieversorgung ist der Energieplan der Stadt Winterthur massgebend. In jedem Falle ist eine absolut zuverlässige Versorgung der Klinik unabdingbar Die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der Empfindlichkeitsstufe II der Umweltschutzverordnung ist auch gegenüber benachbarten Wohnzonen im jeweiligen Baubewilligungsverfahren nachzuweisen.

8 8 Art. 12: Etappierung Bauten und Anlagen nach diesem Gestaltungsplan können in Etappen realisiert werden, welche grundsätzlich gestaltungsplankonform sein müssen. Indessen können namentlich die Verkehrsführung, Erschliessung und Parkierung sowie die energetischen Vorschriften mit Zustimmung des Stadtrates im Sinne von Übergangslösungen den jeweiligen Verhältnissen angepasst werden. Art. 13: Änderungen des Gestaltungsplanes Der Stadtrat Winterthur wird ermächtigt, untergeordnete Änderungen, welche sich im Rahmen der BZO halten, insbesondere solche welche sich aus Genehmigungs- oder Rekursverfahren ergeben, in eigener Kompetenz festzusetzen. Art. 14: Inkrafttreten Der Gestaltungsplan Klinik Lindberg tritt mit der öffentlichen Bekanntmachung der kantonalen Genehmigung in Kraft. Winterthur, den... Swiss Healthcare Properties AG Unterschrift

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