1. August- Feierlichkeiten in Dulliken

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1 Einwohnergemeinde Bundes- und Jungbürgerfeierkomitee 4657 Dulliken 4657 Dulliken 1. August- Feierlichkeiten in Dulliken 2012 Traditionsgemäss würdigte Dulliken den Geburtstag unserer Eidgenossenschaft auch dieses Jahr wieder mit einem feierlichen Dorfanlass. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen erwartete die Dulliker Einwohnerinnen und Einwohner ab Uhr morgens einmal mehr ein feiner und reichhaltiger Frühstücksbrunch vor dem Alten Schulhaus in Dulliken. Das aus Radio und Fernsehen bekannte AlpPan Duo begrüsste die Dorfbewohner mit folkloristischen Klängen ganz besonderer Art. Mit Panflöte und Alphorn sorgte das fröhliche Musikerpaar mit traditionellen Stücken aber auch mit rhythmischem Blues, stilvoller Klassik und beliebter Unterhaltsmusik ab der ersten Minute für heimatliche Gefühle und gute Laune. Das AlpPan Duo: Alphorn und Panflöte - ein ganz besonderes Klangerlebnis

2 Um Uhr begrüsste Gemeindepräsident Dr. Theophil Frey die rund 211 anwesenden Einwohner/-innen und Gäste offiziell und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass auch in diesem Jahr wiederum viele Feierfreudige und Interessierte den Weg zu den Dulliker 1. August-Festlichkeiten gefunden haben. Im Anschluss an seine Begrüssungsworte übergab Gemeindepräsident Dr. Frey das Wort dem Jungbürger David Schenker, welcher die diesjährige Festansprache hielt zum Thema "Der Nationalfeiertag aus Sicht eines Jungbürgers" Auszug aus der Festrede des Jungbürgers David Schenker, Jg. 1993: Unsere politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse - Wie steht die Schweiz wirtschaftlich und politisch da? Die Schweiz liegt wie eine Insel im Sturm der Eurokrise. Viele der umliegenden Länder der EU greifen nach jedem Strohhalm, den sie kriegen können, um aus dem finanziellen Schlamassel herauszukommen. Aber muss die Schweiz, die ihre Arbeit gut macht und immer gut gemacht hat, für die Fehler von andern büssen und den Kopf hinhalten? Ich mein Nein! Es kann nicht sein, dass wir als Milchkuh und Goldesel herhalten müssen für Länder, die ihre Hausaufgaben erst noch machen müssen. Die Schweiz muss ihren Standpunkt vertreten und standhaft bleiben. Dies gilt auch für Dulliken, wenn es darum geht, Missstände auf Gemeinde- oder Kantonsebene auszumerzen. Werden wir nicht manchmal belächelt, wenn wir erzählen, dass wir in Dulliken wohnen? Der hohe Anteil an ausländischen Einwohnerinnen und Einwohnern und die im Vergleich zu einigen direkten Nachbargemeinden etwas höheren Steuern werden sofort zum Thema. Übernehmen

3 wir damit aber nicht auch eine wesentliche Rolle für die Region, wenn es darum geht, Arbeitnehmer/-innen mit kleinerem Budget eine Wohnung oder ein Eigenheim zu ermöglichen, da es in Dulliken noch günstigen Wohnraum und Bauland zu erwerben gibt? Eine Studie der Credit Suisse belegt übrigens, dass in Dulliken den Einwohner/-innen Ende Monat mehr Geld zur freien Verfügung steht als in sogenannt "reichen" Gemeinden Wie kommt es, dass gewisse Gemeinden so tiefe Steuern erheben müssen? In solchen Gemeinden findet man oft viele Eigenheime aber wenige Mehrfamilienhaus-Überbauungen, womit sofort Einwohner/-innen mit höheren Einkommen "an Bord" geholt werden können. Oder aber die Gemeinde verfügt über eine grosse Industrie und über zahlungskräftige Dienstleistungsbetriebe. Beides beeinflusst die Steuerkraft einer Gemeinde massgeblich positiv. Die Steuerkraft einzelner Gemeinden beruht manchmal aber auch auf einzelnen Betrieben. Betrieben, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Dominanz auf die ganze Region teilweise auch Image schädigende Auswirkungen haben, jedoch nur der direkten Standortgemeinde Steuern entrichten. Die vom Imageverlust ebenfalls mit betroffenen Nachbargemeinden erhalten keinerlei oder nur minimale Entschädigungen. Ist das gerecht? Entspricht das unserer so hoch gehaltenen Schweizer Solidarität? Es kann doch nicht sein, dass wir Dulliker höhere Steuern entrichten und die Gemeindeausgaben möglichst tief halten müssen, währenddem andere Gemeinden nur absahnen. Diese Ungerechtigkeit gilt es mit aller Macht zu bekämpfen. Unlängst wurden von der Fachhochschule Luzern Abklärungen getätigt in Richtung Fusion mit anderen Gemeinden und mit der Stadt Olten. Die Fachhochschule kam dabei zum Schluss, dass Dulliken auf eigenen Füssen stehen bleiben sollte. Dulliken weist sehr viele Vorzüge auf, die andere Gemeinden nicht bieten können. Nicht nur die sehr gute Infrastruktur mit Schulen und Läden überzeugt, sondern wir können auch ansprechendes Wohneigentum anbieten und sind zudem mit dem ÖV in etwas mehr als einer halben Stunde in Zürich, Basel, Bern oder Luzern. Was will man mehr? Wir müssen aufhören, uns nur nach dem Steuerfuss zu orientieren. Vielmehr muss man die Qualität der Gemeinde ins Auge fassen. Trotzdem sollten innerhalb der Regionen und auf Kantonsebene gerechtere finanzielle Ausgleiche geschaffen werden, von denen finanzschwache Gemeinden auch effektiv profitieren können. Es kann beispielsweise nicht angehen, dass Dulliken im Rahmen des Lastenausgleichs und der damit verbundenen Pro-Kopf-Abgaben im Sozialbereich finanzstärkeren Gemeinden helfen muss und effektiv keine Projekte im eigenen Dorf damit fördern kann. Der kantonale Finanzausgleich sollte alldem Rechnung tragen und Gemeinden mit strukturellen Problemen wirklich und gerecht helfen. Dulliken hätte aber sicher auch die Möglichkeit, sich selber zu stärken, indem wir uns im Innern vereinen. Eine Fusion zwischen Bürger- und Einwohnergemeinde würde beispielsweise die Finanzkraft und somit auch die Eigenständig-

4 keit unseres Dorfes sicher nachdrücklich stärken. Eine Option, die es meiner Meinung nach zu prüfen gilt. Ich wünsche mir für Dulliken, ja für unser ganzes Land eine grössere Solidarität. Man sollte sich wieder auf die alten ehrbaren Werte besinnen, an das Allgemeinwohl denken und langfristig denken. Denn nur wer langfristig zu denken vermag, handelt nicht nur für sich alleine, sondern vor allem auch für die Allgemeinheit. Für die Zukunft wünsche ich mir ein weiterhin gutes Zusammenleben und Offenheit für Neues. Man sollte am nationalen Feiertag für die Unabhängigkeit eintreten, aber auch den Dialog für eine gute Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden suchen. Denkt nicht an das rasche Geld; Weitsicht und der Gedanke, nachhaltig zu wirtschaften sollte im Vordergrund stehen. Wir alle können mit einer positiven Einstellung zum guten Image unserer Gemeinde beitragen, wir tragen Mitverantwortung. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen Nationalfeiertag, der Kräfte freisetzt, und Zuversicht verbreitet. Danke! Ende des Auszugs aus der Rede des Jungbürgers David Schenker Ansprache durch den Pfarrer Im Anschluss an die interessante Rede des Jungbürgers David Schenker rundete der reformierte Pfarrer Paul Jäggi die Festlichkeiten ab mit ökumenischen Gedanken zum Schweizer Nationalfeiertag und dem traditionellen Singen der Nationalhymne, instrumental durch das AlpPan Duo und stimmstark begleitet durch die anwesenden Dullikerinnen und Dulliker. Nach den offiziellen Worten zum Geburtstag unserer Eidgenossenschaft erfreute das AlpPan Duo die Festgemeinde mit weiteren mitreissenden musikalischen Statements. Einmal mehr stand die diesjährige 1. August-Feier in Dulliken unter dem Motto "Gemütliches Beisammensein und starke Worte" und darf als voller Erfolg gewertet werden.

5 Die Einwohnergemeinde sowie das Bundes- und Jungbürgerfeierkomitee Dulliken danken allen Helferinnen und Helfern, insbesondere dem tatkräftigen Team der Musikgesellschaft Dulliken unter der Leitung des Präsidenten René Stäbler, ganz herzlich für deren grosses Engagement zum Wohle unseres Dorfes. - Ein besonderer Dank geht auch an das AlpPan Duo, das mit ihrem aussergewöhnlichen Auftritt und Ihren wunderbaren musikalischen Einlagen wesentlich zum erfolgreichen Gelingen des Anlasses beigetragen hat. Nachfolgend ein paar Impressionen vom Anlass: Der feine Brunch lockte auch dieses Jahr wieder viele Dullikerinnen und Dulliker aus den Betten

6 Überall zufriedene Gesichter: was will man mehr? Gute Laune auch bei den Verantwortlichen und der Behörde

7 Kleine "Eidgenossen" ganz gross! Auch die schon etwas älteren Kinder und Jugendlichen haben den Tag genossen Schattige VIP-Lounge

8 Die Ansprachen des Jungbürgers David Schenker und des reformierten Pfarrers Paul Jäggi wurden interessiert verfolgt "Trittst im Morgenrot daher " - stimmstarke Dullikerinnen und Dulliker

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