IT Market Briefing Ausgabe: 03/2008

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1 IT Market Briefing Ausgabe: 03/2008 Lesen Sie in dieser Ausgabe TC-Meinung: Erheblicher Nachholbedarf bei Speicher-Virtualisierung In Punkto effiziente Auslastung des Unternehmensspeichers haben die deutschen Betriebe noch Potential. TC-Thema des Monats: eanalyzer Update 2008: 400 Millionen weniger in den Kassen der ITK-Anbieter TC-Branchenmonitor: Kundenmanagement ist gefragt IT-Trends bei Energie- und Wasserversorgern TC-IT Mittelstandsindex: Gute Aussichten Nun steht für unsere Branche wieder die schönste Jahreszeit an: It s CeBIT time, werden viele ITK-Hersteller, Handelspartner, Dienstleister und auch ITK- Anwender mit freudiger Erwartung ausrufen. Dass die CeBIT weltweit die größte Fachmesse für die Informations- und Telekommunikationsbranche ist, ist seit Jahren unbestritten. Dass auch die Messeverantwortlichen in Hannover stets auf Branchenveränderungen und auf Veränderungen des Informationsverhaltens potenzieller Messebesucher reagieren, muss man positiv anerkennen. Doch nutzten im Jahr 2007 knapp nationale und internationale Aussteller diese Form der Produktdarstellung und Kundenanbahnung zu registrierten Messebesuchern, sind es im Jahr 2008 nach aktuellen Veranstalter-Vorabinformationen nun nur noch Aussteller. Und erinnert man sich an das Jahr 2001, mit Ausstellern und Messebesuchern, wird einem der Aderlass erschreckend bewusst. Wir, als Analysten im ITK-Markt, stehen mit Kopfschütteln vor diesem rückläufigen Trend. Denn die Informationstechnologie hat sich immer komplexer entwickelt. Liegt es im Internet-Zeitalter an dem Überangebot von Informationsmöglichkeiten für ITK-Anwender? Aber wie erhält der Anbieter Informationen, was sein Kunde wünscht und für den Einsatz von ITK im Unternehmen benötigt? Und bezieht der Anwender seine entscheidungsrelevanten Informationen nur noch im Internet bzw. über Fachzeitschriften? Impressum Wir haben im Rahmen unserer Entscheiderstudie Deutschland 225 IT- Entscheider in Anwenderunternehmen befragt, wo sie Informationen einholen und welchen Einfluss die jeweiligen Kanäle im Rahmen der Investitionsentscheidung haben: 60% der Entscheider nutzen danach Messen und Ausstellungen, für jeden Dritten haben diese sogar großen bzw. sehr großen Einfluss auf die (System-)Entscheidung! Wir haben seit vielen Jahren Instrumente entwickelt, um Ihren Kunden auf den Zahn zu fühlen. Lassen Sie uns doch einmal darüber sprechen, welche von diesen Instrumenten für Sie in Frage kommen können. Aber dennoch, auch Ihnen heute schon einmal eine erfolgreiche CeBIT 2008! Herzlichst Ihr Andreas W. Klein - Managing Director - TechConsult GmbH

2 Das Urheberrecht für alle Texte und Grafiken liegt bei der TechConsult GmbH, Kassel. Die Verwendung der Inhalte ist bei schriftlicher Nennung des Urhebers kostenfrei möglich.

3 TC-Meinung Erheblicher Nachholbedarf bei Speicher-Virtualisierung In Punkto effiziente Auslastung des Unternehmensspeichers haben die deutschen Betriebe noch Potential. (TechConsult, Kassel Denis Mrksa) Derzeit haben mehr als 60 Prozent der deutschen Firmen ihre Speicherressourcen nur maximal zur Hälfte ausgelastet. Der Auslastungsgrad steigt dabei mit zunehmender Mitarbeiterzahl. Vor diesem Hintergrund ergibt sich neben dem steigenden Datenaufkommen, der höheren Verfügbarkeit und niedrigeren Kosten ein weiterer Beweggrund für Storage- Virtualisierung. Innerhalb der Unternehmensgrößenklassen differenziert sich jedoch die Bewertung der Gründe. Während für kleine Unternehmen mit i.d.r. kleinen Speicherressourcen das steigende Datenaufkommen an erster Stelle steht, ist bei großem Unternehmen die höhere Verfügbarkeit ganz oben zu finden. (mehr...) TC-Thema des Monats eanalyzer Update 2008: 400 Millionen weniger in den Kassen der ITK-Anbieter (TechConsult, Kassel Verena Bunk) Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich langsamer wachsen als noch Infolge der weltweiten Finanzmarktkrise befürchtet die Europäische Zentralbank (EZB) eine Konjunkturabschwächung. Laut Statistischem Bundesamt hatte bereits zum Jahresende 2007 die Konjunktur durch geringe Kaufneigung der Verbraucher an Fahrt verloren. Die Krise an den Finanzmärkten lässt die Refinanzierungskosten der Banken steigen, das schlägt sich in höheren Preisen für Investitions- und Konsumentenkredite nieder. Konsumflaute und Finanzmarktkrise dämpfen auch die Wachstumserwartungen in der Informationstechnologie. (mehr...) TC-Branchenmonitor Kundenmanagement ist gefragt IT-Trends bei Energie- und Wasserversorgern (TechConsult, Kassel Frank Heuer) Obwohl der Anteil der Unternehmen aus dem Energie- und Versorgungsbereich in Deutschland nur bei 0,4 Prozent liegt, steuern diese ca. zwei Prozent der gesamten IT-/TK-Umsätze bei. Der Versorgungssektor ist seit jeher eine IT-affine Branche (z.b. hinsichtlich Billing). (mehr...) TC-IT Mittelstandsindex Gute Aussichten (TechConsult, Kassel Frank Heuer) Saisonüblich gingen im Januar sowohl die wirtschaftliche Dynamik als auch die Ausgabenneigung hinsichtlich Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) zurück. Mit Blick auf das kommende Frühjahr haben sich die wirtschaftlichen Erwartungen und die

4 Investitionsplanungen deutlich aufgehellt und sind von Optimismus geprägt. (mehr...)

5 TC-Meinung Erheblicher Nachholbedarf bei Speicher-Virtualisierung In Punkto effiziente Auslastung des Unternehmensspeichers haben die deutschen Betriebe noch Potential. (TechConsult, Kassel Denis Mrksa) Derzeit haben mehr als 60 Prozent der deutschen Firmen ihre Speicherressourcen nur maximal zur Hälfte ausgelastet. Der Auslastungsgrad steigt dabei mit zunehmender Mitarbeiterzahl. Vor diesem Hintergrund ergibt sich neben dem steigenden Datenaufkommen, der höheren Verfügbarkeit und niedrigeren Kosten ein weiterer Beweggrund für Storage-Virtualisierung. Innerhalb der Unternehmensgrößenklassen differenziert sich jedoch die Bewertung der Gründe. Während für kleine Unternehmen mit i.d.r. kleinen Speicherressourcen das steigende Datenaufkommen an erster Stelle steht, ist bei großem Unternehmen die höhere Verfügbarkeit ganz oben zu finden. Storage-Virtualisierung in der Praxis In der praktischen Umsetzung steckt Storage-Virtualisierung allerdings noch in den Kinderschuhen. Derzeit liegt der Einsatzgrad in Deutschland unter zehn Prozent, steigt aber proportional mit der Unternehmensgröße an. Abbildung 1: Einsatzgrad virtueller Speicherlösungen Die relativ geringe Vertrautheit mit diesem Thema zeigt sich auch bei der sehr unterschiedlichen Auffassungsgabe des Begriffs Speichervirtualisierung. Selbst in großen Unternehmen ist das Know-how in diesem Bereich meist nur auf Basisniveau vorhanden, was im Umkehrschluss die Anbieter in die Pflicht nimmt, den Nutzern die relevanten Lösungen näher zu bringen und bei der Umsetzung von Storage-Virtualisierungskonzepten zu unterstützen. Unternehmen, die eine solche Virtualisierungstechnologie im Einsatz haben, decken damit im Durchschnitt 50 Prozent des gesamten Datenvolumens ab. In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass kleine Unternehmen bezüglich ihres

6 vorgehaltenen Datenvolumens derzeit voll auf Virtualisierung setzten, während Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 100 und 499 Mitarbeitern nur 35 Prozent ihrer Daten virtuell speichern. Allerdings planen genau diese mittelständischen Unternehmen in Zukunft einen größeren Teil ihres Datenvolumens virtuell zu sichern, während kleine und große Unternehmen diesen Anteil in Zukunft zurückfahren wollen. Für geschäftskritische Daten wird Virtual Storage überwiegend noch nicht eingesetzt. Vorreiter sind hier die großen Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern, in denen knapp die Hälfte dieser Daten virtuell gespeichert werden. Da der Markt aufgrund des fehlenden Fachwissens für die meisten Anwender keine Transparenz aufweist, werden vor allem Lösungen von großen und namhaften Anbietern wie Hewlett-Packard oder IBM favorisiert. Kleinere Anbieter mit Nischenprodukten kommen äußerst selten zum Zug. Abwägung von Vor- und Nachteilen Die genannten realisierten Vorteile von Speichervirtualisierung orientieren sich weitestgehend an den Beweggründen, die für einen Einsatz sprechen. An erster Stelle steht hier die größere Ausfallsicherheit gefolgt von einer optimalen Auslastung. Der Vorteil der geringeren Kosten folgt an dritter Stelle und hat bei kleinen Unternehmen einen deutlich höheren Stellenwert als in den beiden Größenklassen ab 100 Mitarbeitern. Unternehmen, die bisher eine Kostenreduzierung erfahren haben, gaben an, dass die Hardwarekosten um 16 Prozent gesunken sind, die sonstigen Kosten (vor allem Administrations- und Personalkosten) sanken um 18 Prozent. Als häufigste Begründung zur Ablehnung von Virtual Storage wurde von den Befragten angeführt, dass daran kein Bedarf bestehe, da das Datenaufkommen nicht groß genug sei. Über die Hälfte der Unternehmen gaben an, sich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt zu haben, was noch einmal den informellen Nachholbedarf in diesem Bereich verdeutlicht. Disaster Recovery Wenn der Fall der Fälle eintritt und ein virtuelles Speichersystem ausfallen sollte, sind die Anforderungen an das Disaster Recovery sehr unterschiedlich. Nach Ansicht der kleinen Unternehmen müssen die Daten innerhalb einer Stunde zurückgespielt werden, um kritische Auswirkungen zu vermeiden. Mittlere und große Unternehmen sehen diesen Zusammenhang bedeutend zeitunkritischer und erwarten eine Recovery Time von etwa vier bzw. drei Stunden, wobei der Zeithorizont immer im Verhältnis zur Menge der Daten zu sehen ist. Ein Online-Service zur Datenrettung wird dagegen von gut 96 Prozent der Befragten vor allem aufgrund von Sicherheitsbedenken abgelehnt. Solche Bedenken gegenüber Managed Recovery Services sind bei großen Unternehmen erheblich höher, da diese häufig davon ausgehen, in puncto Sicherheit dem externen Dienstleister gegenüber gleichwertig oder überlegen zu sein. (Seitenanfang)

7 TC-Thema des Monats eanalyzer Update 2008: 400 Millionen weniger in den Kassen der ITK-Anbieter (TechConsult, Kassel Verena Bunk) Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich langsamer wachsen als noch Infolge der weltweiten Finanzmarktkrise befürchtet die Europäische Zentralbank (EZB) eine Konjunkturabschwächung. Laut Statistischem Bundesamt hatte bereits zum Jahresende 2007 die Konjunktur durch geringe Kaufneigung der Verbraucher an Fahrt verloren. Die Krise an den Finanzmärkten lässt die Refinanzierungskosten der Banken steigen, das schlägt sich in höheren Preisen für Investitions- und Konsumentenkredite nieder. Konsumflaute und Finanzmarktkrise dämpfen auch die Wachstumserwartungen in der Informationstechnologie. Immer mehr deutsche Firmen bekommen die restriktivere Kreditvergabe vieler Banken als Folge der Finanzkrise zu spüren. Die Schwierigkeiten, die Kreditkonditionen zu halten bzw. an neue Kredite heranzukommen, zwingen insbesondere mittelständische Unternehmen dazu, ihre Investitionspläne neu zu überdenken. Davon sind auch die Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologie betroffen, die von den Unternehmen knapper bemessen werden. Diese wirtschaftliche Entwicklung hat TechConsult veranlasst, die Prognosen des IT-Investitionsverhaltens für 2008 und die folgenden Jahre zu senken. Für Hardware, Software, Kommunikation und ITK-Services werden im Jahr 2008 in Deutschland voraussichtlich 400 Mio. Euro weniger in die Kassen der Hersteller und Dienstleister fließen. Insgesamt werden sich die Ausgaben in 2008 auf 75,1 Mrd. Euro belaufen. Die bisherige Wachstumsprognose von plus 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr fällt auf 3,2 Prozent ab. Abbildung 2: ITK-Investitionen Deutschland 2008 nach Branchen

8 Es besteht keine Gefahr, dass die Gesamtausgaben der investitionsstärksten Branchen Industrie und Dienstleistungen gegenüber 2007 abnehmen, jedoch fällt die Wachstumsprognose für das laufende Jahr geringer aus. Die ITK- Ausgaben werden hier voraussichtlich nur um ca. 3 Prozent steigen. Das Wachstum der ITK-Ausgaben verlangsamt sich insbesondere auch in den Banken selbst. Entgegen 2007 sehen wir die Banken und Versicherungen nicht mehr als eine der investitionsfreudigsten Branchen, die Wachstumserwartungen in diesem Sektor mussten am stärksten nach unten korrigiert werden. analysiert Verena Bunk, die Projektleiterin des eanalyzers. Vorerst stabil bleiben die Telekommunikationsbranche und die Energie- und Wasserversorger mit einem prognostizierten Zuwachs um 4,4 Prozent in Wohin die Reise genau geht, wie sich die die ITK-Investitionen einzelner Produktbereiche, Größenklassen, Branchen und Unterbranchen im laufenden Jahr entwickeln werden, wird sich in unserem eanalyzer update 2008 zeigen. Derzeit läuft die umfangreichste Anwenderbefragung von 3000 Unternehmen in Deutschland, ab Juni wird das Update online zur Verfügung stehen. (Seitenanfang)

9 TC-Branchenmonitor Kundenmanagement ist gefragt IT-Trends bei Energie- und Wasserversorgern (TechConsult, Kassel Frank Heuer) Obwohl der Anteil der Unternehmen aus dem Energie- und Versorgungsbereich in Deutschland nur bei 0,4 Prozent liegt, steuern diese ca. zwei Prozent der gesamten IT-/TK-Umsätze bei. Der Versorgungssektor ist seit jeher eine IT-affine Branche (z.b. hinsichtlich Billing). Wenngleich die Marktliberalisierung im Energiemarkt noch nicht so weit ist wie in der Telekommunikationsbranche, so haben sich doch im Zuge der Marktregulierung neue Herausforderungen für die Anbieter ergeben, die sich auch auf die Struktur der IT-/TK-Nachfrage auswirken. Im Strommarkt, dessen Liberalisierung bereits 1998 begann, ist der Wettbewerb weiter entwickelt als im Gasmarkt, dessen Liberalisierung erst vor wenigen Jahren startete und der demzufolge erst wenige alternative Angebote aufweist (wenn man von den externen Alternativen wie Heizöl absieht). Im Zusammenspiel mit den in jüngster Vergangenheit deutlich gestiegenen Energiepreisen wird der Wettbewerb im Vertrieb dieser Branche stimuliert. Nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) haben bis Mitte 2007 bereits 47 Prozent der Haushalte in Deutschland den Stromtarif gewechselt. Immerhin 10% entschieden sich für einen anderen Anbieter. Der Strommarkt ist damit nun auch mit einer Herausforderung konfrontiert, wie sie der übrigen Wirtschaft von jeher immanent ist: dem Kampf um den Kunden. So verwundert es nicht, dass die Versorgungsunternehmen als generelle Herausforderung der nächsten Jahre überdurchschnittlich häufig Marketing und Kundenorientierung nennen*. Folgerichtig bezeichnen die IT- Verantwortlichen des Versorgungssektor deutlich häufiger als ihre Kollegen in den übrigen Wirtschaftszweigen CRM-Lösungen als einen wichtigen Software- Trend *. Das Interesse bzw. der Nachholbedarf lässt sich auch an den Ausgaben der Versorgungsunternehmen für CRM-Lösungen erkennen. Während die CRM- Investitionen 2008 im deutschen Durchschnitt um 2,7 Prozent steigen werden, liegt diese Rate im Energie- und Wasserversorgungsbereich bei fast fünf Prozent *.

10 Abbildung 3: Entwicklung der CRM-Investitionen 2008 Die neuentdeckte Kundenorientierung macht aber nicht bei der Kommunikation halt, sondern wertet zukünftig auch die Produkte selbst um Zusatzdienste auf. Im Zuge der steigenden Anforderungen an die Energieeinsparung werden zukünftig vor allem neue Sensornetzwerke und optimierte Regelsysteme benötigt. Denn es kommt der sogenannte intelligente Stromzähler, der mittels einer DSL-Verbindung an das Internet angeschlossen wird und alle 15 Minuten Durchschnittswerte an den Stromanbieter übermittelt. Für den Kunden ergibt sich hieraus die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt seine Leistungs- und Verbrauchsdaten abrufen zu können. Eine Stufe weiter geht sogar das Regelsystem digitalstrom, das über einen speziellen Chip in der Lage ist, die Stand-by-Funktion von angeschlossenen Geräten zu übernehmen und Stromabnehmer eigenständig zu steuern. * Quelle der Marktdaten: TechConsult _eanalyzer: (Seitenanfang)

11 TC-IT Mittelstandsindex: Gute Aussichten (TechConsult, Kassel Frank Heuer) Saisonüblich gingen im Januar sowohl die wirtschaftliche Dynamik als auch die Ausgabenneigung hinsichtlich Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) zurück. Mit Blick auf das kommende Frühjahr haben sich die wirtschaftlichen Erwartungen und die Investitionsplanungen deutlich aufgehellt und sind von Optimismus geprägt. Der Winter wirkt sich weiterhin bremsend auf die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Mittelstandes aus. Der Index der realisierten Umsätze ging gegenüber dem Vormonat um zehn auf 103 Punkte zurück. Das Verhältnis der Unternehmen mit positivem Geschäftsverlauf zu den Firmen mit rückläufigen Einnahmen hat sich demzufolge zwar erkennbar verschlechtert, aber die Firmen mit guter Entwicklung konnten sich trotzdem noch eben durchsetzen. Zum Ausgleich haben sich die Geschäftserwartungen - mit Blick auf das Frühjahr - deutlich verbessert. Der Indikator der wirtschaftlichen Erwartungen an die kommenden drei Monate legte um 14 auf gute 133 Zähler zu. Die Optimisten sind demnach stärker in der Mehrheit als noch im Vormonat. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass der Rückgang der ökonomischen Dynamik der saisonalen Entwicklung geschuldet ist. Der Indikator der wirtschaftlichen Lage befindet sich mit plus einem Punkt aktuell auf annähernd dem gleichen Niveau wie im Januar Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich gegenüber dem Vorjahr erkennbar verbessert sie sind um zehn Punkte höher als noch vor Jahresfrist. Ähnlich wie die wirtschaftliche Situation ließ im Januar auch die Investitionsneigung im IT-/TK-Markt nach. Der Index der realisierten Ausgaben sank um acht auf 100 Punkte. Das heißt, die Unternehmen mit gestiegenen Ausgaben können die Firmen mit gesunkenen Investitionen nur noch ausgleichen, während sie sie im Vormonat noch übertreffen konnten. Die Ausgabenplanungen lassen allerdings wieder auf eine verstärkte Ausgabendynamik hoffen. Der Planungs-Index der zukünftigen Investitionen stieg um 15 auf 126 Zähler, womit sich erkennbar die Firmen mit expansiven Ausgabenabsichten durchsetzen können. Die gegenwärtige Entwicklung der IT-/TK-Ausgaben bewegt sich im üblichen saisonalen Rahmen. Der Index der realisierten Ausgaben liegt bei exakt dem gleichen Wert wie vor Jahresfrist. Ähnlich verhält es sich auch mit den Investitionsplanungen, die leicht (zwei Punkte) über den Ausgabenabsichten vom Januar 2007 liegen.

12 Abbildung 4: IT-Mittelstandsindex Januar 2008 Der IT-Mittelstandsindex ist ein Projekt von TechConsult. Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des ifo Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT- Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT- Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der ifo Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein. (Seitenanfang)

13 Impressum TechConsult GmbH European IT Market Analysts Am Platz der Deutschen Einheit Leipziger Strasse Kassel Tel.: +49-(0) Fax: +49-(0) WWW: Handelsregister: HRB 7123 Amtsgericht Kassel Ust. ID Nr.: DE Sitz der Gesellschaft: Kassel Geschäftsführende Gesellschafter: Dipl. Oec. Andreas W. Klein, Dipl. Oec. Peter Burghardt Copyright: TechConsult GmbH Die Herausgeber distanzieren sich von Inhalten, die im Rahmen dieses Newsletter von anderen Informationsanbietern veröffentlicht werden und schliessen jede Haftung oder Gewährleistung für dort angebotene Produkte oder Dienstleistungen aus. Die Herausgeber distanzieren sich auch ausdrücklich von den Inhalten auf den von diesem Newsletter zur Verfügung gestellten Links. Die Herausgeber haben keinerlei Einfluss auf deren Inhalte oder die Gestaltung und machen sich den Inhalt dieser Seiten nicht zu Eigen. Alle Angaben nach 6 Teledienstegesetz (TDG). Sie erhalten diesen kostenlosen Newsdienst, weil Sie Kunde der TechConsult GmbH sind. Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, senden Sie bitte eine mit dem Betreff "unsubscribe" an: Wir werden Sie dann aus dem Verteiler entfernen.

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