Rathaus. Umschau. Inhaltsverzeichnis. Montag, 6. Juli 2015 Ausgabe 124 muenchen.de/ru

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1 Rathaus Umschau Montag, 6. Juli 2015 Ausgabe 124 muenchen.de/ru Inhaltsverzeichnis Terminhinweise 2 Meldungen 3 Medaille München leuchtet für Herbert Bayerl 3 Um Stiftungszweck zu erweitern: Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder erhält zum Jubiläum Euro 4 Klassik am Odeonsplatz 5 Sport für alle beim 6. M-net Münchner Sportfestival 6 Münchens Buchhandlungen machen mobil 7 Beteiligungsprozess Bildungscampus Freiham: Jetzt setzen wir um! 8 Große Retrospektive Orson Welles im Filmmuseum 8 Antworten auf Stadtratsanfragen 10 Anträge und Anfragen aus dem Stadtrat Pressemitteilungen städtischer Beteiligungsgesellschaften Herausgeber: Presse- und Informationsamt der Landeshauptstadt München Verantwortlich für den Inhalt: Stefan Hauf, Druck: Stadtkanzlei, Gemeinsame Anschrift: Rathaus, Marienplatz 8, München, Telefon , Telefax ,

2 Terminhinweise Wiederholung Heute, 6. Juli, Uhr, Kreisverwaltungsreferat, Ruppertstraße 11, Erdgeschoss Eröffnung der Wanderausstellung Deutscher Bundestag mit Dr. Hans- Peter Uhl, Mitglied des Bundestages, und Kreisverwaltungsreferent Dr. Wilfried Blume-Beyerle. Wiederholung Dienstag, 7. Juli, Uhr, Arabellastraße 30 Oberbürgermeister Dieter Reiter spricht zur Einweihung des Konferenzzentrums arabeska. Mit dem Bürogebäude entstand ein charakteristischer Solitär, in dem auch das gemeinsame Konferenzzentrum der Bayerischen Versorgungskammer und der SWISS RE liegt. Wiederholung Dienstag, 7. Juli, 18 Uhr, Festsaal des Alten Rathauses Bürgermeisterin Christine Strobl lädt zum Stehempfang für das Personal im Erziehungsdienst und Pflegekräfte ein. Stadtschulrat Rainer Schweppe wird von Dr. Susanne Herrmann, Leiterin des Geschäftsbereichs KITA im Referat für Bildung und Sport, vertreten. Wiederholung Dienstag, 7. Juli, Uhr, Hauptbahnhof München, Schalterhalle Bürgermeister Josef Schmid spricht Grußworte anlässlich der Ausstellungseröffnung zum 13. RischArt_Projekt: WARTE ZEIT. Bis zum 19. Juli werden im Hauptbahnhof Arbeiten von zehn Künstlerinnen und Künstlern zum Thema WARTE ZEIT unter Kuration von Katharina Keller gezeigt. Donnerstag, 9. Juli, Uhr, Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1 Zur Auftaktveranstaltung für das Projekt Migration bewegt die Stadt sprechen Stadtrat Marian Offman (CSU-Fraktion) in Vertretung des Oberbürgermeisters, Dr. Isabel Fehle, Leiterin des Münchner Stadtmuseums, und Dr. Michael Stephan, Leiter des Stadtarchivs, Grußworte. Donnerstag, 9. Juli, 11 Uhr, Buchhandlung Literatur Moths, Rumfordstraße 48 Pressegespräch und Fototermin zur Buchhandelsaktion bookuck! mit Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers, Michael Then, Vorsitzender des , Seite 2

3 Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Landesverband Bayern e.v., Axel Hacke, Autor und Kolumnist, Udo Wachtveitl, Schauspieler und Autor, Konstantin Wecker, Liedermacher und Autor, sowie Buchhändlerinnen und Buchhändlern, Verlegerinnen und Verlegern. Unter dem Titel bookuck! Münchens beste Seiten. In Ihrer Buchhandlung veranstalten das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Bayern e.v. und rund 50 Münchner Buchhandlungen vom 9. bis 18. Juli eine Aktion, die auf die Qualitäten der Buchläden und ihren Stellenwert als unverzichtbare Kulturorte aufmerksam machen soll. Höhepunkt der Aktion ist am Samstag, 18. Juli, der Tag der Münchner Buchhandlungen mit Aktionen rund ums Buch. Informationen unter Achtung Redaktionen: Anmeldung per (Siehe auch unter Meldungen) Meldungen Medaille München leuchtet für Herbert Bayerl ( ) In Anerkennung seiner außergewöhnlichen Verdienste um die bayerische Volkskultur und die Tracht in München wurde Herbert Bayerl mit der Medaille München leuchtet Den Freundinnen und Freunden Münchens ausgezeichnet. Stadtrat Otto Seidl (CSU-Fraktion) überreichte in Vertretung des Oberbürgermeisters jetzt Herbert Bayerl die Medaille im Rathaus. Der in Scheyarn gebürtige und seit seinem siebten Lebensjahr in München ansässige Herbert Bayerl gehört zu den maßgeblichen Initiatoren des Heimat- und Brauchtumsvereins Lechler München, dessen Zweck die Darstellung, Erhaltung und Verbreitung von Volkskultur und der Tracht der Stadt München ist. Die besondere Aufgabe des Vereins, der dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert, ist die Wiederbelebung der Münchner Tracht, dem so genannten Münchner Gwand, das seinen Ursprung in der Biedermeierzeit hat. Herbert Bayerl hat über mehrere Jahre an der Rekonstruktion der Münchner Tracht mitgewirkt und viele Bürgerinnen und Bürger dazu bewegt, sich das kostspielige Gwand anzuschaffen. Darüber hinaus war Herbert Bayerl wegweisend am Aufbau der Münchner Schule für bairische Musik beteiligt, der einzigen Musikschule mit dieser expliziten Ausrichtung. Er half bei der Ausgestaltung und Möblierung der Musikschulräume, die sich heute noch in der Mauerkircherstraße 52 befinden , Seite 3

4 Vor der Gründung des Heimat- und Brauchtumsvereins Lechler wirkte Herbert Bayerl in einer Arbeitsgruppe in der Pfarrei St. Anna im Lehel mit, aus deren Mitte sich der Verein der Lechler gründete. Neben der Organisation zahlreicher Veranstaltungen geht vor allem der Abbruch der alten, und damit verbunden der Ankauf einer neuen Orgel für die Pfarrkirche auf die Initiative des Arbeitskreises zurück. Um Stiftungszweck zu erweitern: Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder erhält zum Jubiläum Euro ( ) Seit ihrer Gründung vor 20 Jahren, am 26. Juli 1995, hat die Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder die Teilnahme von rund bedürftigen Kindern und Jugendlichen an Ferien- und Freizeitaktivitäten unterstützt. Oberbürgermeister Dieter Reiter: Dafür auch im Namen der Kinder ein ganz herzliches Dankeschön an die Stiftung und an die Schörghuber Unternehmensgruppe. Die Stiftung ermöglicht jedes Jahr vielen Münchner Kindern Ferienerlebnisse, denen dies sonst aus finanziellen Gründen verwehrt bliebe. Deshalb braucht sie aber auch viele Unterstützer, Spender und Zustifter, die dafür sorgen, dass sie weiter aktiv bleibt. Von einem ihrer größten Unterstützer, der Schörghuber Unternehmensgruppe, erhält sie zum Jubiläum nun ein besonders großzügiges Geschenk. Die derzeit historisch niedrigen Zinsen machen den Stiftungen das Leben schwer, erläutert Alexandra Schörghuber, die den Konzern in zweiter Generation führt und zugleich Schirmherrin der Stiftung ist. Daher sind sie verstärkt auf Spenden angewiesen. Also haben wir beschlossen, Euro in das Grundstockvermögen zu stiften und weitere Euro für die direkte Verwendung zu spenden. Mit gutem Gewissen Gutes tun In den Ferien sollten Kinder gemeinsam mit Gleichaltrigen die Welt entdecken: Raus aus dem Alltag, hinein ins Abenteuer. Für Kinder aus sozial benachteiligten Familien aber sieht der Ferienalltag oftmals trist aus. Viele bleiben zu Hause sich selbst überlassen, während die Eltern in der schulfreien Zeit weiter arbeiten müssen. Diese Eltern sind häufig Alleinerziehende oder Paare mit geringem Einkommen. Das Geld reicht gerade für das Allernötigste, nicht aber für Ferien oder Ausflüge. Hier hilft die Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder. Gefördert wird beispielsweise die Teilnahme an vom Stadtjugendamt angebotenen Ferienfahrten, Freizeiten, die die Bezirkssozialarbeit organisiert, oder Aufenthalte im Schullandheim. Mehr Mittel für Familienerholung Seit vielen Jahren unterstützt die Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder neben den genannten Maßnahmen den Rundum-Sorglos-Urlaub , Seite 4

5 des Stadtjugendamtes für besonders belastete Familien. Bislang konnte sie gemäß ihrer Satzung nur für den Anteil der Kinder aufkommen. Für die Teilnahme der Eltern musste stets eine andere Stiftung einspringen. Mit der Zustiftung ist daher eine Satzungsänderung verbunden, die es künftig ermöglicht, dass sich in begründeten Einzelfällen Kinder und Eltern in einer gemeinsamen Auszeit erholen können. Um diese Maßnahmen ausbauen zu können, werden jedoch dringend weitere Gelder benötigt. Ferienpatenschaft soll helfen Pro Jahr benötigt die Stiftung durchschnittlich Euro. Dass dieser Bedarf gedeckt werden kann, verdankt sie ihren vielen Spendern. Die meisten von ihnen spenden zu bestimmten Anlässen, wünschenswert wäre es jedoch, wenn mehr Personen regelmäßig spendeten. Mit der Ferienpatenschaft will die Stiftung die Münchner überzeugen. Das Prinzip ist simpel: wer dauerhaft sei es monatlich, quartalsweise oder jährlich einen gleichbleibenden Betrag ab 150 Euro spendet, wird Ferienpate der Stiftung und trägt dazu bei, ihre Arbeit langfristig zu unterstützen. Die 150 Euro sind dabei ein geschätzter Mittelwert der Beträge, die in der Regel durch die Stiftung an die Antragssteller ausgeschüttet werden. Über die Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder Die Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder ist Teil des sozialen Engagements der Schörghuber Unternehmensgruppe. Sie wurde am 26. Juli 1995 auf Initiative von Josef Schörghuber gegründet, der drei Millionen Mark Stiftungskapital zur Verfügung stellte. Der Unternehmer brachte damit seine Verbundenheit gegenüber München und den Münchner Kindern zum Ausdruck. Die Stiftung wird vom Sozialreferat der Landeshauptstadt München verwaltet. Im Vordergrund steht die Einzelförderung von bedürftigen Kindern und Familien. Die Vergabe der Mittel seit 1995 wurden über 3,4 Millionen Euro aus Spenden und Zinserträgen für Maßnahmen verwendet, von denen rund Kinder profitieren konnten erfolgt über die Stiftungsverwaltung des Sozialreferats. Klassik am Odeonsplatz ( ) Zum 15. Mal veranstalten die Landeshauptstadt München und der Bayerischen Rundfunk als partnerschaftliche Kooperation nun schon Klassik auf dem Odeonsplatz! Was als Millenniumsveranstaltung gedacht war, wurde mittlerweile zu einer jährlichen Tradition und einem Highlight im Münchner Konzertleben. Am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Juli, wird in diesem Jahr wieder einer der schönsten Plätze Europas zur Bühne für Münchens größtes, jährlich stattfindendes Klassik-Open-Air-Event. Nicht nur Klassik am Odeonsplatz selbst ist ein echtes Münchner Kindl, auch das Programm erstrahlt zum Jubiläum mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks , Seite 5

6 und den Münchner Philharmonikern in Münchner Klangfarben. Für beide Konzerte sind derzeit noch Karten in fast allen Kategorien verfügbar. Am Samstag, 11. Juli, 20 Uhr, gibt sich beim Konzert des Bayerischen Rundfunks die Geigenvirtuosin Julia Fischer in ihrer Geburts- und Heimatstadt die Ehre. Gemeinsam mit ihr eröffnen der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Pablo Heras-Casado das Jubiläum mit einem Programm im Zeichen spanischer Klänge. Zu hören sind Werke von Manuel De Falla, Claude Debussy und Maurice Ravel. Mit Sergei Prokofjews Violinkonzert Nr. 2 in g-moll, op. 63 spielt die Weltklasse-Geigerin ein hochanspruchsvolles Standardwerk des Violinrepertoires. Der Musikliebhaber und renommierte Moderator Roger Willemsen führt durch den Abend. BR-Klassik und das Bayerische Fernsehen übertragen das Konzert live bzw. zeitversetzt. Zur Begrüßung sprechen der Kulturreferent der Landeshauptstadt München Dr. Hans-Georg Küppers und der Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks Martin Wagner. Am Sonntag, 12. Juli, sind die Münchner Philharmoniker gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor München und dem Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz zu Gast. Die musikalische Leitung übernimmt der junge Dirigent Krzysztof Urbański. Zum diesjähren 120. Geburtstag des Münchner Komponisten Carl Orff erklingt dessen populäres Meisterwerk Carmina Burana. Solisten des Abends sind die Sopranistin Daniela Fally, der Tenor Benjamin Bruns und der Bariton Jochen Kupfer. Werke von Edvard Grieg und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky runden das Programm ab. Zur Begrüßung spricht Oberbürgermeister Dieter Reiter. Tickets von 19 Euro bis 78 Euro gibt es bei München Ticket, Telefon , und den bekannten Vorverkaufsstellen. Die Tageskasse am Odeonsplatz hat ab Donnerstag von 11 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag ab 11 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter Der Odeonsplatz ist für den Autoverkehr am Samstag, 11. Juli, ab Uhr bis einschließlich Montagmorgen, 13. Juli, bis 4.00 Uhr gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können das Gelände bis zur Vollsperrung passieren. Diese erfolgt am Samstag und am Sonntag jeweils gegen Uhr. Sport für alle beim 6. M-net Münchner Sportfestival ( ) Auch die sechste Auflage des M-net Münchner Sportfestivals am 5. Juli bei hochsommerlichen Temperaturen war ein voller Erfolg: Mehr als Besucherinnen und Besucher haben beim Sportevent am Königsplatz neue Sportarten ausprobiert, sich informiert und bei spannenden Shows und Wettkämpfen mitgefiebert. Premiere feierte in diesem Jahr die M-net Parkour Area, in der Trendsportler den ganzen Tag über ihr Können , Seite 6

7 vorführen konnten. Ein weiteres Highlight waren die Globetrotter World Slackline Masters, bei denen die Weltelite Spektakuläres auf der Slackline zeigte. Der Königsplatz verwandelte sich am Sonntag in eine riesige Sportarena. Die Sportpartner stellten mehr als 70 Sportarten vor, ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und viele Shows auf dem Festivalgelände sorgten für Unterhaltung bei Groß und Klein. Um 12 Uhr eröffnete Stadträtin Verena Dietl (SPD-Fraktion) in Vertretung des Oberbürgermeisters die beliebte Sportveranstaltung. Dietl erläuterte kurz die Wichtigkeit des M-net Münchner Sportfestivals für die Landeshauptstadt München und ermutigte die Zuschauer dazu, neue Sportangebote auszuprobieren und auch in Zukunft dabei zu bleiben: Im Rahmen dieser Veranstaltung stellen wir Interessierten nicht nur die Sportarten vor, sondern auch die Menschen, Vereine und Sportschulen, die hinter den Sportangeboten stehen. So möchten wir das Dabei-bleiben fördern und aufzeigen, wo man sich sportlich engagieren kann. Wir freuen uns, dass wir erneut Titelsponsor beim M-net Münchner Sportfestival sein konnten und dazu beigetragen haben, so viele Menschen nicht nur zusammen zu bringen, sondern gemeinsam zu Sport und Bewegung zu motivieren, sagte Dr. Wolfgang Wallauer, Leiter des Privatkundengeschäfts bei M-net. Als eines der Highlights des M-net Münchner Sportfestivals war die M-net Parkour Area den ganzen Tag lang bestens besucht. Parkour-Profis zeigten atemberaubende Sprünge und Bewegungsabläufe in den Disziplinen Parkour, Tricking und Freestyle Akrobatik, Freerunning und Wall Trampoline. Bei den Globetrotter World Slackline Masters war die Weltspitze auf dem Königsplatz vertreten, um sich auf der Slackline vor begeistertem Publikum zu messen. Zu den Teilnehmern zählten internationale Stars der Szene wie Lukas Huber (ITA), Andy Lewis (USA), Alex Mason (USA) und Jaan Roose (EST). Bei den Männern konnte sich im Finale das Team Estland (Jaan Roose und Tauri Vahesaar) gegen das Team Amerika durchsetzen. Bei den Frauen belegte Giovanna Petrucci aus Brasilien Platz eins. Achtung Redaktionen: Fotos für redaktionelle Zwecke stehen unter zum Download bereit. (Fotonachweis: Münchner Sportfestival/Tom Gonsior). Münchens Buchhandlungen machen mobil ( ) Unter dem Titel bookuck! Münchens beste Seiten. In Ihrer Buchhandlung veranstalten das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Bayern e.v. und Münchner Buchhandlungen eine Aktion, die auf die Qualitäten der Buchläden und ihren Stellenwert als unverzichtbare Kulturorte , Seite 7

8 aufmerksam machen soll: Vom 9. bis 18. Juli präsentieren sich rund 50 Buchhandlungen im gesamten Stadtgebiet mit großen orangefarbenen Plakaten im auffallenden Gewand. Höhepunkt der Aktion ist am Samstag, 18. Juli, der Tag der Münchner Buchhandlungen mit Lesungen, Aktionen rund ums Buch, musikalischen Darbietungen, kulinarischen Angeboten und Mitmach-Aktionen für Kinder. Das Programm und Informationen zu den beteiligte Buchhandlungen sind ab sofort über abrufbar. Achtung Redaktionen: Presseinformationen über de oder unter Telefon 01 71/ (Siehe auch unter Termhinweise) Beteiligungsprozess Bildungscampus Freiham: Jetzt setzen wir um! ( ) Was ist bislang geplant worden, und wie sollen diese Pläne nun realisiert werden? Unter dem Motto Jetzt setzen wir um! lädt das Referat für Bildung und Sport am Donnerstag, 9. Juli, zu einer Folgekonferenz im Beteiligungsprozess zum Bildungscampus Freiham ein. Von 16 bis Uhr werden in der Mittelschule an der Wiesentfelser Straße nicht nur die zurückliegenden Planungsschritte, sondern auch die nächsten Schritte zur Umsetzung vorgestellt. Auf die Interessierten warten die neuesten Informationen rund um den Bildungscampus Freiham. Seit der Zukunftskonferenz im Februar 2013 ist viel geschehen: Bei der Beteiligungskonferenz wurden viele Empfehlungen und Wünsche genannt, die in die weitere Planung eingeflossen sind. Am 6. Mai 2015 hat der Münchner Stadtrat den Architektenentwürfen von felix schürmann ellen dettinger architekten und Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten Stadtplaner (beide München) durch Beschluss den Zuschlag für den Bildungscampus erteilt. Dieser Architektenentwurf und die eingeflossenen Wünsche und Empfehlungen der Zukunftskonferenz werden vorgestellt. Daneben besteht die Möglichkeit, sich auszutauschen und Fragen, Anregungen und Hinweise in eine Diskussion einfließen zu lassen. Ausführliche Infos unter Große Retrospektive Orson Welles im Filmmuseum ( ) Vom 7. Juli bis 2. August ehrt das Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, den Schauspieler, Autor und Regisseur Orson Welles mit einer großen Retrospektive auch unbekannterer Werke. Stefan Drößler, der viele Filme von Orson Welles restauriert hat, da das filmische Werk von Orson Welles im Filmmuseum München aufbewahrt wird, hält bei mehreren Vorstellungen eine Einführung. Gewissermaßen nachträglich zu seinem 100. Geburtstag am 6. Mai und in Gedenken an seinen 30. Todestag am 10. Oktober bietet das Filmmuseum die Gelegenheit, die vielen Facetten von Orson Welles auf der Leinwand , Seite 8

9 (wieder)zuentdecken. Er gilt als einer der künstlerisch einflussreichsten Regisseure des Hollywood-Kinos; sein erster Kinofilm Citizen Kane (1941), den er mit 26 Jahren drehte, gilt bis heute als eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte. Welles schuf Hörspiele für das Radio ( War of the Worlds, 1938), spielte und inszenierte unter anderem für das Mercury Theater in New York und drehte für das Kino und für das Fernsehen Filme, wobei viele seiner späteren Projekte unvollendet blieben. Die Retrospektive ist in vier Themen gegliedert: Amerika (7. bis 12. Juli) umfasst seine frühen Arbeiten und die Kinoklassiker Citizen Kane und The Magnificent Ambersons (1942) sowie späte Kurzfilme und unvollendete Projekte. Der zweite Themenblock (14. bis 19. Juli) ist Shakespeare gewidmet, dessen Dramen Orson Welles sowohl auf der Bühne als auch im Film inszenierte und Helden wie Falstaff, Othello, Macbeth und King Lear meist in aufwändiger Maske selbst darstellte. Beim Thema Thriller (21. bis 26. Juli) finden sich viele bekannte Titel, vom berühmten The Third Man (1949) von Carol Reed, in dem Orson Welles nur eine Nebenrolle spielt, den Film aber dennoch wesentlich prägt, über seine Regiefilme The Lady from Shanghai (1948) mit Rita Hayworth in der Hauptrolle und dem in Mexiko spielenden Touch of Evil (1957) bis hin zum unvollendeten The Deep (1969) mit Jeanne Moreau, der ausschließlich auf zwei Segelbooten spielt und als unvollständige Arbeitskopie gezeigt wird. Der letzte Teil dreht sich um Europa (28. Juli bis 2. August), der sich auch mit Orson Welles Zeit in Deutschland und auch in München beschäftigt, worüber Stefan Drößler am Dienstag, 28. Juli, einen Vortrag mit seltenen Fotos und Filmausschnitten halten wird. The Trial (1962) nach dem Roman von Franz Kafka wurde in Jugoslawien, Italien und Frankreich gedreht, und viele Kurzfilme über Spanien, Italien und London zeigen Welles Interesse für die Landschaft, Kultur und Literatur Europas. Weitere Informationen sowie alle Filme und Termine der Reihe befinden sich im Programmheft des Filmmuseums oder im Internet unter Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Aufschlag bei Überlänge. Telefonische Kartenreservierungen sind unter möglich. Bitte beachten: Geänderte Anfangszeiten im Juli: dienstags bis donnerstags findet nur eine Vorstellung um 20 Uhr statt, freitags bis sonntags wie gewohnt um und 21 Uhr , Seite 9

10 Antworten auf Stadtratsanfragen Montag, 6. Juli 2015 Nutzerfreundliche Bezirkssportanlagen: Öffnung auch an Sonn- und Feiertagen Antrag Stadtrats-Mitglieder Kathrin Abele, Verena Dietl, Cumali Naz, Julia Schönfeld-Knor, Birgit Volk und Beatrix Zurek (SPD-Fraktion) vom Münchner Regionalerden künftig frei von Torf anbieten Antrag Stadtrats-Mitglieder Sonja Haider und Tobias Ruff (ÖDP) vom Reduzierung des Lieferverkehrs in der Stadt Anfrage Stadtrats-Mitglieder Dr. Wolfgang Heubisch, Dr. Michael Mattar, Gabriele Neff, Thomas Ranft und Wolfgang Zeilnhofer-Rath (Fraktion Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung (FDP HUT Piraten)) vom , Seite 10

11 Nutzerfreundliche Bezirkssportanlagen: Öffnung auch an Sonn- und Feiertagen Antrag Stadtrats-Mitglieder Kathrin Abele, Verena Dietl, Cumali Naz, Julia Schönfeld-Knor, Birgit Volk und Beatrix Zurek (SPD-Fraktion) vom Antwort Stadtschulrat Rainer Schweppe: Ihr Einverständnis vorausgesetzt, erlaube ich mir, Ihren Antrag als Brief zu beantworten. Im Referat für Bildung und Sport findet derzeit der Arbeitskreis Optimierung der Arbeitszeit, Aufstockung des Anlagenpersonals, Stellenhebung des Anlagenpersonals statt. An diesem sind die Geschäftsleitung (GL 4.2), der Dienststellenpersonalrat, Vertreterinnen und Vertreter des Sportamtes sowie des Personal- und Organisationsreferates beteiligt. Ziel des Arbeitskreises ist, für den Bereich des Betriebspersonals auf städtischen Bezirks- und Freisportanlagen, die wöchentliche Arbeitszeit von bisher im Jahresdurchschnitt 48 Wochenstunden auf 39 Wochenstunden zu senken um dadurch die Arbeitsbedingungen des Personals zu verbessern und die Arbeitsplatzattraktivität zu steigern. Mit zusätzlichem Personal könnten die Öffnungszeiten auf 7 Tage pro Woche ausgeweitet werden. Da die Anforderungen an das Betriebspersonal sowohl in technischer als auch in administrativer und sozial-kompetenter Hinsicht gestiegen sind, wird auch eine Stellenwertänderung und Hebung des Anforderungsprofils angestrebt. Das Ergebnis wird in einem Beschluss münden. Nach der Beschlussfassung durch den Stadtrat können, wie von Ihnen gewünscht, die Öffnungszeiten nutzerfreundlicher gestaltet werden. Um Kenntnisnahme der vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist , Seite 11

12 Münchner Regionalerden künftig frei von Torf anbieten Antrag Stadtrats-Mitglieder Sonja Haider und Tobias Ruff (ÖDP) vom Antwort Kommunalreferent Axel Markwardt: In Ihrem Antrag vom fordern Sie: Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) bietet unter dem Namen Münchner Erden nur noch torffreie Erden an und bewirbt diese offensiv. Sie begründen Ihren Antrag damit, dass der AWM damit wirbt, auf dem Entsorgungspark Freimann einen großen Teil des Bioabfalls aus der braunen Tonne zu kompostieren und das Endprodukt Münchner Erden energie- und CO 2 -effizient herzustellen. Darüber hinaus würde der regionale Wirtschafts- und Wertstoffkreislauf gestützt. Leider seien aber die als Sackwaren käuflichen Münchner Erdenprodukte derzeit nur torfreduziert, mit einer Beimischung von 45% Torf. Torffreie Erden aus München gibt es nur als lose Ware im Erdenwerk Freimann bei einer hohen Mindestabnahmemenge von 100 kg statt 40 Liter. Nach Ihrer Meinung würde die Beimengung von Torf die positiven Effekte der Erdenherstellung von Bioabfällen konterkarieren. Immer mehr Hersteller von Gartenerden ersetzen deshalb Torf durch Komposte, Rindenhumus oder Holzfasern. Der AWM sollte diesem Beispiel folgen. Nach 60 Abs. 9 Geschäftsordnung (GeschO) dürfen sich Anträge ehrenamtlicher Stadtratsmitglieder nur auf Gegenstände beziehen, für deren Erledigung der Stadtrat zuständig ist. Der Inhalt Ihres Antrags betrifft ein laufendes Geschäft des Eigenbetriebs, dessen Besorgung nach Art. 88 Abs. 3 Satz 1 Gemeindeordnung (GO) in Verbindung mit der Betriebssatzung des AWM der Werkleitung obliegt. Ihr Einverständnis vorausgesetzt, erfolgt eine Beantwortung in dieser Form. 1. Allgemeines zur Verwendung von Torf bei der Herstellung der Münchner Erden Torfabbau steht zu Recht schon seit vielen Jahren aufgrund der Trockenlegung von Mooren unter Kritik. Darum hat sich auch der AWM bei der Entwicklung des Konzeptes der Münchner Erden eingehend mit diesem Thema beschäftigt , Seite 12

13 Der AWM stellt die Münchner Erden in Kooperation mit der Humus- und Erdenkontor GmbH (HEKO) her. In deren Unternehmensphilosophie liegt der Schwerpunkt auf der ökologischen Produktion von stark torfreduzierten Produkten auf Basis RAL-gütegesicherter Komposte. Im Sinne der Leitidee Aus der Region für die Region ist es besonders wichtig, dass die Erdenprodukte Nachhaltigkeit sichern, regionale Wertschöpfung unterstützen und selbstverständlich in Premiumqualität realisiert werden. Dabei profitiert der AWM von umfassenden Kenntnissen, dem Know-how und der langjährigen Erfahrung von Experten und wird somit in die Lage versetzt, Erden professionell herzustellen. Die Erkenntnis, die aus der Zusammenarbeit gewonnen wurde, ist, dass ein vollständiger Torfersatz auf Gärrestekompost-Basis sehr aufwendig und die Herstellung von torffreien Erden in Premiumqualität nahezu unmöglich ist. Daher wird bei unseren Produkten der technisch größtmögliche Anteil ersetzt, ohne dass dabei die Qualität sinkt. Bei den Sackwaren ist es uns gelungen, den Torf bis zu 50 Prozent zu ersetzten. Im Bundesdurchschnitt liegt dieser Anteil gerade mal bei 23 Prozent bei Blumenerden für den Hobbygartenbau und weniger als sieben Prozent bei Substraten für den Produktionsgartenbau. So kann je handelsüblichem 45 Liter-Sack regionaler, kompostbasierter Münchner Premiumerde im Vergleich zu einer durchschnittlichen Blumenerde fünf Kilogramm CO 2 eingespart werden. Gerechnet auf die heutige Menge verkaufter Säcke Münchner Erde sind diese bereits rund 50 Tonnen CO 2 allein im Jahr Bei einem Kompostanteil von mindestens 50 Prozent muss ein nährstoffneutrales Streckmittel eingesetzt werden, um die Anwendungssicherheit für gärtnerische Zwecke zu gewährleisten. Da Kompost zudem eine hohe Dichte aufweist, ist die Zugabe eines luftig-lockeren Materials notwendig. Dadurch wird die von einer Premium Blumenerde erwartete ausreichende Wasserspeicher- und Luftführungskapazität erreicht. Dies ist vor allem bei dem sehr sensiblen Anwendungsbereich der Topfpflanzen, bei dem nur ein begrenzter Raum für das Wurzelwachstum zur Verfügung steht, von besonderer Bedeutung. Torf erfüllt diese Anforderungen in nahezu idealer Weise und ist zudem frei von Schädlingen, Krankheitserregern und Unkräutern. Dies ist der Grund warum er sich vor allem im Bereich der Gefäßkulturen so durchgesetzt hat. Torf als Grundlage in Blumenerden sichert dem Anwender aufgrund seiner besonderen biologischen, chemischen und physikalischen Eigenschaften einen sehr guten Wachstumserfolg , Seite 13

14 2. Faktoren, die die Verwendung von Torfersatz erschweren Torffreie gärtnerische Erden sind in der Herstellung sehr teuer. Dies liegt vor allem an den Ersatzstoffen wie Rindenhumus, Holz- und Kokosfasern, die in Herstellung und Transport sowie aufgrund ihrer begrenzten Verfügbarkeit auf dem Markt im Vergleich zu Torf erhebliche Mehrkosten mit sich bringen. Die Ersatzstoffe müssen zudem hochwertig sein, sonst kann z.b. durch die Zersetzung von Holzfasern Stickstoff verbraucht werden. Dieser fehlt dann als wichtiger Nährstoff den Pflanzen. Bei einem sehr hohen Anteil von Torfersatzstoffen wird die fertige Erde extrem teuer und daher für einen großen Teil der Kunden nicht mehr akzeptabel. So kostete eine gut funktionierende torffreie Erde 2014 im Handel bereits 10 Euro je 20 Liter. Der AWM ist bestrebt, den Preis für die Münchner Regionalerden auf einem für den Verbraucher akzeptablen und erschwinglichen Niveau zu halten (d.h. mittleres Preisniveau, aktuell 4,15 Euro je 20 Liter bzw. 7,90 Euro je 45 Liter). Nur so kann ein breiter Verkauf erreicht werden. Insgesamt betrachtet ist der Torfeinsparungseffekt größer, wenn viel torfreduzierte Erde verkauft wird (attraktive Qualität, attraktiver Preis), als wenn torffreie Erde in nur kleinen Mengen verkauft wird, denn nur ein kleiner Kundenkreis greift auf das teure Spezialprodukt zurück. 3. Torfersatzstoffe Die Verfügbarkeit von Torfersatzstoffen wie Grüngutkomposte, Rindenhumus und Holzfasern hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Bedingt durch die politische Zielsetzung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) ist eine bundesweite Verknappung dieser Materialien für die Erdenproduktion und damit als Torfersatz zu beobachten, was sich auch auf die Preise niederschlägt. 3.1 Holzfaser Holzfasern sind aufgrund ihres geringen Gewichts ein bevorzugter Torfersatzstoff. Jedoch haben diese Fasern den Nachteil, dass sie oft nicht stickstoffstabil sind und derzeit mit dem heutigen Stand der Technik lediglich bis zu maximal 20 Prozent in den Mischungen eingesetzt werden können. Häufig werden diese mit Ruß geschwärzt, damit ihre helle Farbe das vom Verbraucher gewünschte Produktbild für Blumenerde nicht beeinträchtigt. Dies bringt wiederum Schadstoffbelastungen mit sich. 3.2 Kokosfaser Kokosfasern sind in den meisten torffreien Erden in Baumärkten und Garten-Centern enthalten. Aufgrund der weiten Transportwege aus Sri Lanka, Philippinen, Indonesien, Malaysia oder Indien und des hohen Süßwasserverbrauchs bei der Aufbereitung ist die Verwendung von Kokosfasern aber ökologisch nicht sinnvoll , Seite 14

15 3.3 Komposte Mit den süddeutschen Komposten gestaltet sich der Torfersatz aufgrund des höheren Anteils an basisch wirksamen Stoffen schwieriger als im Norden: die ph-werte sind aufgrund der höheren Kalziumgehalte nicht stabil. Im Freiland kann man höhere ph-werte (max. bis 7) bei gärtnerischen Erden akzeptieren, aber nicht im Topf. Für die Produktion der Münchner Erden kommen Gärrestekomposte der Trockenfermentationsanlage des AWM zum Einsatz. Dabei steht beim AWM der Kreislaufgedanke im Vordergrund: Von der Biotonne zum Kompost, der zu hochwertigen Erden verarbeitet wird. Leider verhindert der bei Gärrestkomposten typisch erhöhte Salzgehalt, erhöhte ph- Wert und lösliche Stickstoff die alleinige Verwendung von Kompost als Pflanzsubstrat. Um ein pflanzenverträgliches und wachstumsförderndes Substrat zu erhalten, ist die Streckung mit einem Rohstoff notwendig, der selbst keine Nährstoffe mitbringt und den ph-wert gut abpuffert. Dies ist bei einem Einsatz von 50 Prozent Gärrestekompost leider nur mit Torf möglich. Alternativen müssen teuer zugekauft werden und bringen weitere Nachteile mit sich (siehe oben). 3.4 Rindenhumus Aufgrund der biologischen Aktivität ist eine stabile Einhaltung von ph- Wert und Nährstoffzusammensetzung nur begrenzt möglich. Außerdem ist Rindenhumus deutlich schwerer als Torf. Im Bezug auf den Transport ist daher die CO 2 -Bilanz für torfreduzierte Blumenerden sogar günstiger als bei torffreien Produkten. Deshalb ist der AWM der Ansicht, dass es seitens der Verbraucher sinnvoll ist, eine regional hergestellte Blumenerde einzukaufen, die zwar noch einen gewissen Torfanteil hat, bei der Herstellung und Vermarktung aber nur kurze Transportwege durchläuft. Außerdem verweist der AWM darauf, dass über mittelfristig vom AWM geplante Erdenproduktionen für das gesamte Sortiment Münchner Erden Torf weniger als lediglich 10 Prozent der insgesamt eingesetzten Rohstoffmengen ausmacht. Aus diesem Grund werden die Münchner Erden auch vom Landesbund für Vogelschutz unterstützt. 4. Ausblick Für die Zukunft ist eine torffreie Erde im AWM-Produktsortiment geplant. Diese muss jedoch eine Rezeptur aufweisen, die den hohen Qualitätsansprüchen und dem Leitbild Aus der Region für die Region entspricht. Derzeit stehen dem AWM leider keine eigenen Flächen , Seite 15

16 z.b. für die Herstellung von Rindenhumus und Grüngutkomposten zur Verfügung und es müssen zuverlässige Lieferanten, die Qualitäten und Konditionen einhalten können, gefunden werden. Daher wird ein torffreies Produkt noch eine Entwicklungszeit von etwa zwei Jahren in Anspruch nehmen. Dieses Produkt hat aufgrund der vorab genannten Ausführungen nur einen eingeschränkten Einsatzbereich für einfache Pflanzungen. Aus Gewährleistungsgründen kann ein Einsatz im Profigartenbau nicht empfohlen werden. Um einen wichtigen Kundenstamm zu behalten, müssen daher noch andere torfreduzierte Produkte im Angebot bleiben. Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist , Seite 16

17 Reduzierung des Lieferverkehrs in der Stadt Anfrage Stadtrats-Mitglieder Dr. Wolfgang Heubisch, Dr. Michael Mattar, Gabriele Neff, Thomas Ranft und Wolfgang Zeilnhofer-Rath (Fraktion Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung (FDP HUT Piraten)) vom Antwort Kreisverwaltungsreferent Dr. Wilfried Blume-Beyerle: Mit Ihrer schriftlichen Anfrage zeigen Sie sich verwundert über den Beitrag des Kreisverwaltungsreferates zur Antwort auf Ihre Frage 3 zur schriftlichen Anfrage vom hinsichtlich der Belastung des fließenden Verkehrs durch das Parken in zweiter Reihe. Sie bewerten die Antwort des Kreisverwaltungsreferates als scheinbare Resignation und verstehen diese so, dass das Kreisverwaltungsreferat das Parken in zweiter Reihe als gottgegeben hinnimmt und nicht in irgendeiner Weise ahnden will. Vor diesem Hintergrund stellen Sie zu dieser Thematik 3 Fragen. Im Auftrag des Herrn Oberbürgermeisters beantworte ich diese Fragen vom wie folgt: Frage 1: Hat sich in der Stadt bzw. im Kreisverwaltungsreferat eine neue rechtliche Beurteilung des Parkens in zweiter Reihe entwickelt? Antwort: Nein. Siehe hierzu aber auch die Antwort zu Frage 2. Frage 2: Sollte dies so sein; wie wird das Parken in zweiter Reihe durch Privatleute beurteilt, die natürlich auch gerne den kürzesten Fußweg bevorzugen, beim Abholen oder Bringen von Waren (z.b. Reinigung, Apotheke etc)? Antwort: Selbstverständlich wird das Parken in zweiter Reihe im Rahmen des möglichen überwacht. Die städtische Verkehrsüberwachung orientiert sich bei ihrer Tätigkeit an den zu beachtenden Bestimmungen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern. Sie beachtet hierbei insbesondere die auch für Kommunen gültigen Richtlinien über die polizeiliche Verkehrsüberwachung (Bek. vom / AllMBl S. 155) , Seite 17

18 Die Verfolgung von Verkehrsordnungswidrigkeiten ist hierbei, anders als bei der Verfolgung von Straftaten, gemäß dem Opportunitätsprinzip des 47 OWiG in das pflichtgemäße Ermessen der Überwachungskräfte gestellt. Dies bedeutet, dass nicht jeder festgestellte Verstoß verfolgt werden muss. Vielmehr kann von einer Verfolgung im Einzelfall oder allgemein für bestimmte Fälle ganz oder teilweise, auch für bestimmte Zeiträume, abgesehen werden. Pflichtgemäß ist das Ermessen, wenn es die zwingenden Rechtsgrundsätze (z.b. Grundsätze der Gleichbehandlung gleichgelagerter Fälle und der Verhältnismäßigkeit) beachtet und darüber hinaus nur von sachgerechten Erwägungen bestimmt wird. Das Opportunitätsprinzip gilt in gleicher Art und Weise für festgestellte Verkehrsordnungswidrigkeiten aller Verkehrsteilnehmer, d.h. unabhängig davon, ob z.b. ein festgestelltes Parken in zweiter Reihe vom Wirtschaftsverkehr oder aber von Privatpersonen ausgeht. In diesem Zusammenhang hat sich die von der städtischen Verkehrsüberwachung praktizierte Ausübung des individuellen Ermessens der jeweiligen Überwachungskraft vor Ort mit Augenmaß seit Einführung der städtischen Verkehrsüberwachung gut bewährt. Im Rahmen der Beurteilung einer festgestellten Verkehrsordnungswidrigkeit wird z.b. nicht jeder Verstoß auf Anhieb verfolgt, wenn sich die Situation vor Ort so darstellt, dass geeignete legale bzw. zumutbare Parkmöglichkeiten am Fahrbahnrand fehlen. Dies bedeutet aber nicht, dass unnötig behinderndes Parken des Wirtschaftsverkehrs unbeanstandet bleibt. Im Hinblick auf Parkverstöße von Privatpersonen werden diese im Einzelfall dann geduldet, wenn z.b. Ware mit einem erheblichem Gewicht in die Wohnung transportiert werden muss, eine zumutbare Parkmöglichkeit in unmittelbarer Nähe aber nicht gegeben ist und der Entladevorgang selbst möglichst zügig abgewickelt wird. Abgestellt wird bei der Beurteilung vor Ort also grundsätzlich auch hier darauf, ob echte Alternativen bestehen. Insofern ist auch die konkret gestellte Frage hinsichtlich Waren, die von Privatleuten in einer Apotheke erworben werden oder hinsichtlich des Bringens bzw. Abholens von Kleidung in bzw. von einer Reinigung wie folgt zu beantworten: In diesen Fällen basieren etwaige Parkverstöße vornehmlich auf der , Seite 18

19 Bequemlichkeit des Verkehrsteilnehmers, denn das legale Parken am Fahrbahnrand, ggf. unter notwendiger Inkaufnahme eines kurzen Fußweges, scheint in diesen Fällen durchaus zumutbar. Für die notwendige Abwicklung des Wirtschaftsverkehrs besteht bei der gegebenen Situation und den aktuellen Rahmenbedingungen bei Kontrollen vor Ort in der Regel, wie beschrieben, nur die Möglichkeit, bei unnötigen Behinderungen oder gar Gefährdungen der Verkehrssicherheit einzuschreiten. Frage 3: Sollte das Kreisverwaltungsreferat in seiner Antwort auf unsere Anfrage zum Lieferverkehr doch nicht so ganz ernsthaft die Sachlage des Parkens in zweiter Reihe geprüft haben: Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei das nervige Parken in zweiter Reihe zu bekämpfen? Antwort: Siehe Antwort zu Frage 2. Ich hoffe, Ihre Fragen damit ausreichend beantwortet zu haben , Seite 19

20 Anträge und Anfragen aus dem Stadtrat Inhaltsverzeichnis Montag, 6. Juli 2015 IT-Projekte vorausschauender planen anstehende Digitalisierungen ermitteln! Antrag Stadtrats-Mitglieder Sabine Pfeiler und Otto Seidl (CSU-Fraktion) Radl-Service-Station in München Antrag Stadtrats-Mitglieder Simone Burger, Verena Dietl, Bettina Messinger, Dr. Constanze Söllner-Schaar und Beatrix Zurek (SPD-Fraktion) Öffentliche und durchgehend nutzbare Radl-Luftpumpen ermöglichen! Antrag Stadtrats-Mitglieder Simone Burger, Verena Dietl, Bettina Messinger, Dr. Constanze Söllner-Schaar und Beatrix Zurek (SPD-Fraktion) Impressum: Die presserechtliche Verantwortung für die nachfolgenden Anträge und Anfragen liegt bei den jeweiligen Stadtratsmitgliedern. Alle: Rathaus, München; Druck: Stadtkanzlei

21 Herrn Oberbürgermeister Dieter Reiter Rathaus München Stadträtin Sabine Pfeiler Stadtrat Otto Seidl ANTRAG IT-Projekte vorausschauender planen anstehende Digitalisierungen ermitteln! Der Stadtrat möge beschließen: Immer wieder werden dem Stadtrat IT-Projekte vorgestellt, bei denen es um die Digitalisierung von Informationen geht, die bisher nur auf Dateikarten oder nicht in den heutigen Standards organisierter Form vorliegen. Projekte dieser Art kommen aus allen städtischen Bereichen wie der Museumsverwaltung, dem städtischen Arbeitsschutz aber auch aus dem Sozialreferat, welches sich IT-Unterstützung beim Kampf gegen Zweckentfremdung von Wohnraum wünscht. Der Oberbürgermeister wird gebeten, in den einzelnen Referaten ermitteln zu lassen, welche Bedürfnisse nach IT-Unterstützung aktuell bestehen. Begründung: Die Realisierung jedes einzelnen IT-Projekts kostet der Landeshauptstadt München Millionenbeträge und erzeugt stets hohe bis sehr hohe laufende Kosten (Lizenzgebühren, Infrastruktur). Die Realisierung der IT-Projekte geschieht in der Regel durch Zuschaltung von externem Personal, welches nicht selten in 6-stelliger Höhe bezahlt wird. Um IT-Projekte priorisieren, besser planen und gegebenenfalls Synergien heben zu können, ist es notwendig, eine Übersicht anstehender/gewünschter IT-Projekte zu erstellen. Sabine Pfeiler, Stadträtin Otto Seidl, Stadtrat CSU-Fraktion, Rathaus, Marienplatz 8, München Tel , Fax: ,

22 Herrn Oberbürgermeister Dieter Reiter Rathaus Verena Dietl Bettina Messinger Beatrix Zurek Dr. Constanze Söllner-Schaar Simone Burger Stadtratsmitglieder München, xx Radl-Service-Station in München Antrag Die Stadt München prüft im Rahmen der Sondernutzungsrichtlinien, ob Radl-Service-Stationen an stark frequentierten Radwegen aufgestellt werden können. Diese Station können das Angebot von Standluftpumpen, Informationen über Radwanderwege und Material zur Radlhauptstadt München, erwerbbare Fahrrad-Service-Koffer und Reifenflicksets sowie Information über Lage, Öffnungszeiten und Telefonnummern der nächsten Fahrradwerkstätten für größere Reparaturen beinhalten. Auch die Lademöglichkeit für Elektrofahrräder, meist sog. Pedelecs, soll geprüft werden. Die Angebote privater Anbieter, zum Beispiel von Bikeomat, dessen Automaten bereits auf privatem Grund in München stehen, ist in die Prüfung einzubeziehen. Begründung Eine solche Service-Station zum Beispiel ist ein sehr attraktives Angebot für Sport- und FreizeitradlerInnen und PendlerInnen, aber auch für Rikscha-FahrereInnen, die ihr Fahrrad auf die Schnelle wieder fahrtauglich bekommen können und dies unabhängig von der Tages- und Nachtzeit. Bei der Prüfung sind die rechtlichen Möglichkeiten, mögliche Standplätze sowie eine erste Einschätzung zur Betreiberform zu berücksichtigen. gez. Verena Dietl Bettina Messinger Beatrix Zurek Dr. Constanze Söllner-Schaar Simone Burger Stadtratsmitglieder

23 Herrn Oberbürgermeister Dieter Reiter Rathaus Verena Dietl Bettina Messinger Beatrix Zurek Dr. Constanze Söllner-Schaar Simone Burger Öffentliche und durchgehend nutzbare Radl-Luftpumpen ermöglichen! Stadtratsmitglieder München, xx Antrag Die Stadt München bietet den Radlerinnen und Radlern Zugang zu öffentlichen und durchgehend nutzbaren fest installierten Luftpumpen. Begründung Als Radlhauptstadt sollte München den Radlerinnen und Radlern gute Rahmenbedingungen bieten. Dazu gehören auch öffentliche Luftpumpstationen, die man Tag und Nacht nutzen kann. Mit fest installierten Stationen an zentralen und hoch frequentierten Orten, wie zum Beispiel an der Uni, an der Mobilitätsstation an der Münchner Freiheit, am Hauptbahnhof, an der Isar, am Englischen Garten u.a. verbessert man die Rad-Infrastruktur merklich, und dies auch noch kostengünstig und platzsparend. Zum Beispiel in Hamburg gibt es seit November Luftstationen für RadlerInnen, Radl- Luftpumpen in Kiel wurden mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mitfinanziert. Es wäre auch sinnvoll, dass die Angebote im Internet unter und/oder in einer Radl-App zu finden wären. gez. Verena Dietl Bettina Messinger Beatrix Zurek Dr. Constanze Söllner-Schaar Simone Burger Stadtratsmitglieder

24 Pressemitteilungen städtischer Beteiligungsgesellschaften Inhaltsverzeichnis Montag, 6. Juli 2015 Kunstwerke junger Flüchtlinge im GEWOFAG- Foyer ausgestellt Pressemitteilung GEWOFAG Die presserechtliche Verantwortung für die nachfolgenden Pressemitteilungen liegt jeweils bei der Beteiligungsgesellschaft, die sie herausgibt.

25 ALLE_LOGOPAPIER Pressemitteilung Kunstwerke junger Flüchtlinge im GEWOFAG-Foyer ausgestellt Ausstellungseröffnung Das Fremde ganz nah am 7. Juli 2015 in der GEWOFAG- Konzernzentrale München, 6. Juli In einem ihrer großen Quartiere Ramersdorf unterstützt die GEWOFAG das Kunstprojekt Willkommenskultur des Vereins little ART für junge Flüchtlinge. Die in einem GEWOFAG-Objekt untergebrachten Jugendlichen und treffen sich regelmäßig mit einem Künstlerteam. Die Werke der Schülerinnen und Schüler werden am 7. Juli 2015 im Foyer der GEWOFAG-Zentrale ausgestellt. Das Projekt Willkommenskultur wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt gefördert. Als größte Vermieterin in München unterstützt die GEWOFAG im Sinne einer ganzheitlichen Quartiersentwicklung das soziale Miteinander in ihren Wohnanlagen durch vielfältige Angebote. Das von dem Wohnungsbauunternehmen unterstützte Projekt Willkommenskultur des Vereins little ART gibt den jungen Flüchtlingen, die seit August 2014 in einem GEWOFAG- Objekt untergebracht sind, die Möglichkeit, sich unabhängig von Sprachkenntnissen auszudrücken und auszutauschen. Der GEWOFAG ist es wichtig, Gemeinschaften in ihren Quartieren zu fördern sowie Toleranz und Verständnis zu verankern. Das Projekt Willkommenskultur trägt in unserem Quartier in Ramersdorf maßgeblich dazu bei. Daher freuen wir uns über die Ausstellung der Werke der Jugendlichen in unseren Räumen, sagt GEWOFAG-Geschäftsführer Dr. Klaus-Michael Dengler. Little ART vermittelt den jungen Flüchtlingen, in ihrem neuen Umfeld willkommen zu sein. Durch die Zusammenarbeit mit Künstlern, Designern und ehrenamtlichen Helfern des Vereins haben die Schülerinnen und Schüler die Chance, traumatische Erlebnisse durch künstlerisches Gestalten zu verarbeiten. Die Gründerin von little ART, Elena Janker, sagt: little ART ist Miteinander, ist Herz, ist eine Brücke zu anderen Kulturen. Wir wollen zeigen, dass es besonders in der Welt der Kinder und Jugendlichen eine gemeinsame Basis gibt. Dadurch ist uns das Fremde ganz nah. Seite 1 von 3

26 ALLE_LOGOPAPIER Die Ausstellung Das Fremde ganz nah eröffnet am 7. Juli 2015 um 18 Uhr in der Zentrale der GEWOFAG, Kirchseeoner Straße 3, München und ist bis zum 24. Juli 2015 montags bis donnerstags von 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr und freitags von 08:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. GEWOFAG Die GEWOFAG ist mit rund Wohnungen Münchens größte Vermieterin. Sie stellt seit über 85 Jahren den Münchner Bürgerinnen und Bürgern Wohnraum zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung und bietet damit Alternativen im angespannten Münchner Wohnungsmarkt. Neben Neubau und Vermietung sind die Sanierung und Instandsetzung des Wohnungsbestands die wichtigsten Aufgaben der GEWOFAG. Der GEWOFAG-Konzern mit dem Tochterunternehmen Heimag München GmbH beschäftigt in München rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Pressekontakt Peter Scheifele Konzernsprecher GEWOFAG Holding GmbH Kirchseeoner Straße München Tel.: Seite 2 von 3

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