Is the Incidence of Cancer in HIV Patients Rally Increasing?

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1 Is the Incidence of Cancer in HIV Patients Rally Increasing? K.Mayr A. Potthoff, K. Jansen, C. Michalik, A. Moll, H. Jaeger, S. Esser, A. Plettenberg, S. Köppe, N.H. Brockmeyer and the Competence Network for HIV/AIDS, Dermatology, Ruhr-University Bochum, Germany

2 Hintergrund Zu Beginn der AIDS-Pandemie in den 80er Jahren wurde bei den betroffenen Personen eine erhöhte Inzidenz von Kaposi-Sarkomen, invasiven Zervixkarzinomen und NHL beobachtet Dies wurde bei der Definition der AIDS-Stadien berücksichtigt Das Vorliegen einer dieser Krebsdiagnosen wird als AIDSdefinierend bezeichnet und führt zur Einordnung in die klinische Kategorie C der CDC-Klassifikation Es ist davon auszugehen, dass HIV-Patienten einem erhöhten Tumorrisiko im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung unterliegen

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5 Competence Network HIV/AIDS 25 HIV-centres 10 outpatient clinics 15 specialised private practices children module: 7 sites pregnancy module: 10 sites neurology module: 1 site Centre for Clinical Trials Cologne Central Office CompNet

6 Kompetenznetz HIV/AIDS Maligne Tumorerkrankungen, die nach der HIV- Infektion diagnostiziert wurden 1/1987 bis 6/ % männlich 15 % weiblich

7 Kompetenznetz HIV/AIDS Prävalenz von Tumoren, die nach der HIV- Infektion diagnostiziert wurden 8,9% (n=838/9393) 91.4 % männlich Durchschnittalter zum Zeitpunkt der Diagnose: / Jahre 68.1 % der Tumorpatienten waren oder sind Raucher

8 Jahr der Tumordiagnose *

9 AIDS definierende Tumore Tumorart Anzahl Prozent der Tumorfälle Kaposi Sarkom ,6% 3,7% Lymphome außer M. Hodgkin ,7% 2,0% Zervixkarzinom 2 0,3% <0,01% gesamt ,6% 5,7% Prozent der dokumentierten Patienten

10 Nicht AIDS-definierende Tumore Tumorart Anzahl Prozent der Tumorfälle Analkarzinom % 1,1% Bronchialkarzinom 21 2,5% 0,2% Kolonkarzinom 6 0,7% <0,01% Hepatozelluläres Karzinom 3 0,4% <0,01% Hodentumore 10 1,2% 0,1% Leukämie 4 0,5% <0,01% Mammakarzinom 10 1,19% 0,1% Rektumkarzinom 4 0,5% <0,01% sonstige 53 6,3% 0,5% Prozent der dokumentierten Patienten

11 Rohe Tumor-Inzidenzen nach HIV-Diagnose (/100 PJ) Geschlecht Alter N Fälle Personenjahre Inzidenz 95%-U 95%-O m , , ,81644 m , , ,11173 m , , ,25989 m , , ,37357 m ,5538 1, ,86625 m , , ,46585 m , , ,13705 w ,1417-0, ,41941 w , , ,91434 w , , ,71539 w , , ,16126 w , ,0137 1,35497 w , , ,38862 w

12 Empirische kumulative Hazard-Kurve im Zeitraum 0-20 Jahre nach HIV-Beginn (mit 95%-Konfidenzintervallen, Steigung entspricht Tumorrisiko)

13 Empirische kumulative Hazard-Kurve im Zeitraum 1. Jahr nach HIV-Beginn (mit 95%-Konfidenzintervallen, Steigung entspricht Tumorrisiko) HIV-Diagnose gleichzeitig mit einer Tumorerkrankung

14 Zusammenfassung der Ergebnisse Die Zahl klassischer AIDS-definierender Malignome ist regredient Die Inzidenzrate von Tumorerkrankungen ist in den Jahren 2005 bis 2008 in etwa gleich geblieben Nicht-AIDS-definierende Krebserkrankungen scheinen eine zunehmende Rolle bei HIV-positiven Individuen zu spielen Möglicherweise ist in dieser Kohorte die Zahl der Malignome unterrepräsentiert, da Tumore die vor HIV- Diagnose dokumentiert waren und gegebenenfalls zur HIV-Diagnose führten, nicht erfasst wurden

15 Grulich et al.; MOPEB080; 4th IAS Conference 2007, Sydney Juli 2007

16 Anal carcinoma in HIV positive men Kreuter A, Potthoff A, Brockmeyer NH, Gambichler T, Swoboda J, Stücker M, Schmitt M, Pfister H, Wieland U; German Competence Network HIV/AIDS. Br J Dermatol. 2010; 162: Dysplasia grade Number of patients (%) High-risk HPV (%) HPV 16 (%) normal 116/446 (26) 85/116 (73) 42/116 (36) Low-grade anal dysplasia High-grade anal dysplasia 163/446 (36) 134/163 (82) 59/163 (36) 156/446 (35) 148/156 (95) 106/156 (68) Anal carcinoma 11/446 (2,5) 11/11 (100) 6/11 (55)

17 Bedeutung von Humanen Papillomaviren HPV 16 und 18 sind verantwortlich für ~70 % der Zervixkarzinome, 40 % bis 70 % der vulvären und vaginalen Karzinome, ~50 % der penilen Karzinome und 85 % -96 % der Analkarzinome sind HPV positiv HIV-positive Patienten haben einen höheren Anteil multipler HPV-Typen als HIV-negative Patienten mit Analkarzinom und eine geringfügig unterschiedliche Verteilung der HPV-Typen mit einer Minderrepräsentation von HPV16 und einer Überrepräsentation anderer HPV- Typen Grulich AE et al. Cancers attributable to human papillomavirus infection. Sex Health. 2010Sep;7(3): Abramovitz L et al. Human papillomavirus genotype distribution in anal cancer in France: The EDiTH V study. Int J Cancer Sep 13.

18 J Infect Dis Oct 15;202(8): Männer erhielten mindestens eine Impfdosis Serokonversionsrate: HPV 6 (98%), HPV 11 (99%), HPV 16 (100%), HPV 18 (95%) Keine negativen Effekte auf CD4 oder Plasma HIV-1 RNA Effektivitätsstudien bei HIV Patienten folgen

19 Take-home-Message Die Bedeutung Nicht-AIDS definierender Tumore bei HIV Patienten nimmt zu Tumor-Screening Programme sollten implementiert werden HPV Impfungen könnten in Zukunft viele Tumore verhindern Unter Berücksichtigung von (HIV-)Medikation, Komorbiditäten und Alter sind weitere Analysen des Themas notwendig

20 Fragen Wie können Kohorten wie die des Kompetenznetzes HIV/AIDS mit Tumorregistern zusammenarbeiten? Gibt es Möglichkeiten des Datenmatchings? Welche Variablen werden in den Tumorregistern standartmäßig abgebildet?

21 Recommendation for AIN and anal cancer screening in HIV pos. patients All HIV-positiv patients Screening no AIN AIN 1 AIN 2 / 3 annual control topical therapy invasive therapy topical after - treatment Follow up every 6 months Follow up every 3 months

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