Geschäftsbericht 2011

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1 Geschäftsbericht 2011

2 Organe der Genossenschaft 2 Vorwort 3 Wir bauen Wir vermieten Wir erhalten Werte Lagebericht 10 Inhalt Eigene Hausbewirtschaftung 10 Wohnungsund Hausverwaltung 11 Neubau und Verkauf Wirtschaftliche Lage 14 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 15 Jubiläen, Dank 16 Verstorbene Mitglieder 17 Bericht des Aufsichtsrats 18 Jahresabschluss Kontakt 26 Rechtsgrundlagen 27 Organe der Genossenschaft Mitgliederversammlung 89. Ordentliche Mitgliederversammlung, Donnerstag, den 03. Mai 2012, Beginn 19:00 Uhr, Stadthalle Sindelfingen Aufsichtsrat Andreas Kurz WP/StB Dipl. oec. Vorsitzender Monika Müller Kaufmännische Angestellte Stellvertretende Vorsitzende Madlen Kastner Kaufmännische Angestellte Helmut Pirschke Württ. Notariatsassessor Karlheinz Sanwald Stellv. Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank AG Vorstand Christian Zeisler Geschäftsführender Vorstand Peter Röhm Diplomingenieur 2

3 Vorwort Christian Zeisler Peter Röhm Sehr geehrte Leserinnen und Leser, als Vorstände der Baugenossenschaft Sindelfingen eg freuen wir uns, Ihnen unsere neue Broschüre vorlegen zu können. Im Rahmen der neu ausgerichteten Marketingstrategie haben wir uns entschlossen, in ihr zwei Themenblöcke miteinander zu verknüpfen. Im ersten Teil finden Sie Informationen über die Baugenossenschaft Sindelfingen eg, deren Geschäftsfelder und Dienstleistungsangebote. Der zweite Teil beinhaltet den Geschäftsbericht Hier werden alle relevanten Daten und Zahlen über den Geschäftsverlauf des Unternehmens im Jahr 2011 übersichtlich dargestellt. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg blickt auf über 90 Jahre gesellschaftlich verantwortlichen Handelns in enger Verbundenheit mit der Stadt Sindelfingen zurück. Grundlage ihres Handelns sind bis heute ihre demokratischen Strukturen und der genossenschaftliche Gedanke Hilfe zur Selbsthilfe. Als Bauträger hat sie in diesem Zeitraum mehr als Bauherren und Käufer auf dem Weg in die eigenen vier Wände begleitet. Der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses stellt an private Haushalte bis heute große Herausforderungen, die mit einem erfahrenen Partner an ihrer Seite leichter zu bewältigen sind. Gemeinsam werden die technischen und wirtschaftlichen Fragen eines Immobilienerwerbs beantwortet und individuelle Lösungen erarbeitet. Dieses genossenschaftliche Prinzip ist heute genauso modern wie bei der Gründung der Baugenossenschaft Sindelfingen eg im Jahr Als Vermieterin betreut sie heute 429 Wohnungen, mit einer Wohnfläche von ,19 m 2, sowie 39 Gewerbeeinheiten mit einer Fläche von 7.076,19 m 2. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg sorgt heute durch deren professionelle, technische und wirtschaftliche Verwaltung für ihren Werterhalt. Genossenschaftliches Wohnen gewährleistet Ihnen stabile Mieten und lebenslanges Mietrecht. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg hat sich im Laufe ihres Bestehens zu einem modernen Vermietungs-, Bauträger- und Dienstleistungsunternehmen entwickelt, dessen Handeln sich immer an den genossenschaftlichen Grundgedanken ausrichtet. Wir wollen, dass die Marke Baugenossenschaft Sindelfingen eg in ihrer Heimatstadt noch besser wahrgenommen wird. Der Umzug Ende 2011 in die neuen Geschäftsräume am Marktplatz mit einem separaten Verkaufs- und Informationsbüro im EG des Gebäudes setzt ein deutliches Signal: Durch die zentrale Lage rückt das Unternehmen näher an den stark frequentierten Sindelfinger Markplatz. Es ist näher am Menschen. Ein komplett überarbeiteter Auftritt mit einem neuen Messestand auf der Immo-Messe 2012, die im März in der Böblinger Kongresshalle stattfand, neue Schulungsangebote für Verwaltungsbeiräte von Wohnungseigentümergemeinschaften sowie die vorliegende Broschüre sind weitere Schritte, die Aktivitäten der Baugenossenschaft Sindelfingen eg für Mieter, Bauherren, Kaufinteressenten und Eigentümer transparenter zu präsentieren. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf Ihre Anmerkungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge. Sindelfingen, Februar 2012 Christian Zeisler Peter Röhm 3

4 Wir bauen Die Baugenossenschaft ist ein Teil des Wirtschaftsstandorts Sindelfingen 4 Als Bauträger ist die Baugenossenschaft Sindelfingen eg seit ihrer Gründung ein bedeutendes Unternehmen für die lokale Wohnwirtschaft. Die starke Verankerung mit dem Standort Sindelfingen manifestiert sich in zahlreichen Wohnbauprojekten quer durch die neuere Geschichte bzw. Wohnquartiere der Stadt. Der Spannungsbogen reicht von der Gartensiedlung Schnödeneck in Sindelfingen bis zur Neuen Mitte in Grafenau. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg wurde den gesellschaftlichen Wohnansprüchen zu jeder Zeit gerecht. Hatte sie in der Vergangenheit Antworten auf die Wohnungsnot, zeigt sie heute durch ihr differenziertes Wohnungsangebot Lösungen auf, die dem demographischen Wandel der Gesellschaft gerecht werden. Die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Sindelfingen ist rückläufig. Am lebten Einwohner in der Stadt, acht Jahre später waren es Eine weitere Tendenz ist die Überalterung der Bevölkerung: der Anteil der 65-jährigen und ältere stieg im gleichen Zeitraum von 16,4 Prozent auf 20,9 Prozent. Zudem hält der Trend zu kleineren Haushalten an hatte Sindelfingen Haushalte, in denen im Schnitt 2,3 Personen lebten war die Zahl der Haushalte auf mit 2,2 Personen pro Haushalt gestiegen. Die Überalterung und Singularisierung der Sindelfinger Bevölkerung nehmen großen Einfluss auf die Nachfrage nach bestimmten Wohnungstypen und Wohnformen. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg hat früh erkannt, dass die zentral gelegene Stadtwohnung wieder an Bedeutung gewinnt. Ihre infrastrukturellen Vorteile machen sie nicht nur für ältere Menschen zum beliebten Kaufobjekt. Auch Singles und junge Paare haben die Innenstadt als Wohn- und Lebensraum wieder entdeckt. Seit der Jahrtausendwende hat die Baugenossenschaft Sindelfingen eg teilweise spektakuläre Projekte in der Sindelfinger Innenstadt und an deren Peripherie realisiert. Als herausragendes Beispiel sei der City-Cube an der Ecke Untere Vorstadt/Mercedesstraße genannt, der mit seiner preisgekrönten Architektur heute einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in der Sindelfinger Innenstadt beiträgt. Doch es sind nicht nur die Paradebeispiele, die die Arbeit der Baugenossenschaft Sindelfingen eg auszeichnen. Seit Frühjahr 2012 erstellt sie z. B. eine kleine Wohneinheit mit sieben Wohnungen in der Liebenzeller Straße im Sindelfinger Wohnquartier Schleicher. Auch dieses Projekt steht für eine moderne Architektur und hohe Bauqualität in einer citynahen Lage. Konzeptionen für eine neue Stadtentwicklung Trotz der Verbundenheit zu ihrem Kernmarkt ist die Baugenossenschaft Sindelfingen eg auch in anderen Kommunen als Projektentwickler tätig. Mit der Neustrukturierung ihres Ortskerns stellt sich die Gemeinde Grafenau den zentralen Herausforderungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels. Mit der Neuen Mitte Grafenau wird nach den Plänen des Böblinger Architekturbüros Hinrichsmeyer & Bertsch ein neuer Marktplatz mit Wohn- und Geschäftshäusern entstehen. Die hier geplanten, barrierefreien Wohnungstypen sprechen mit Wohnflächen zwischen 65 und 178 m 2 ein differenziertes Publikum an. Ziel ist es, ein Kleinquartier mit heterogener Nachbarschaft zu schaffen, das durch die Gewerbe- und Dienstleistungsflächen Marktcharakter erhält.

5 Hohe Nachfrage nach Auf dem Markt für neuen Wohnformen Wohnimmobilien hat sich aufgrund der demographischen Entwicklung die Nachfragestruktur geändert, die neue Wohnformen fordert. Ältere Menschen, die bis ins hohe Alter selbstbestimmt leben wollen, suchen generationenübergreifenden Wohnraum. In Herrenberg hat die Baugenossenschaft Sindelfingen eg durch die Sanierung des Wengertwegs 18, den Neubau im Wengertweg 20 sowie den Bau von Miet- und Eigentumswohnungen in der Wilhelmstraße 15/1 ein viel beachtetes generationenübergreifendes Ensemble geschaffen. Es schließt am Rand der Herrenberger Innenstadt die bestehende Versorgungslücke an barrierefreiem Wohnraum. Der große Bedarf ist aber nicht nur auf die Überalterung der Gesellschaft zurückzuführen. Denn immer mehr jüngere Menschen wollen ebenfalls den Komfort des barrierearmen Wohnens genießen. Gezielt wirkt die Baugenossenschaft Sindelfingen eg mit derartigen Projekten dem Remanenzeffekt entgegen. Dieser umschreibt das städtebauliche Phänomen der Beharrungstendenz : Familien verbleiben trotz veränderter Lebenssituation in der einmal bezogenen Wohnung. Vor allem ältere Menschen empfinden ihre Wohnung häufig als zu groß oder fühlen sich durch deren Größe überfordert. Auch die Lage wirkt der selbstständigen Lebensführung von Senioren entgegen. Das gilt vor allem für ältere Ein- und Zweifamilienhäuser, die sich oft in ungünstigen Randlagen der Ortschaften befinden. Die Menschen leiden hier unter einem defizitären Angebot an Einkaufsmöglichkeiten oder der ärztlichen Versorgung. Dieses Problem wurde im Wengertweg und der Wilhelmstraße durch die Kooperation der Baugenossenschaft Sindelfingen eg mit der evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg gelöst. Die Bewohner können bei Bedarf die hauswirtschaftlichen und pflegerischen Leistungen der in der Nachbarschaft ansässigen Diakoniestation in Anspruch nehmen. Wohnimmobilien und Energieeffizienz Rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland gehen zu Lasten der Raumwärme- und Warmwasserversorgung der bestehenden Gebäude. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg setzt daher bei ihren Neubauprojekten konsequent auf deren umweltschonende Versorgung mit regenerativen Energien und eine hochisolierende Dämmung. Je nach Standort und technischen Vorgaben werden Energiekonzepte mit Erdwärme, Holz-Pellets, Blockheizkraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung, Solaranlagen oder Fernwärme eingeplant. Auch für ihre Bestandsimmobilien verfolgt die Baugenossenschaft Sindelfingen eg eine nachhaltige Instandhaltungsstrategie. Jährlich investiert sie in die Modernisierung, wovon der Löwenanteil in die energetische Sanierung fließt. Die Ziele dieser Bemühungen sind vielfältig. Sie dienen der Substanzerhaltung des Bestands, sparen Energiekosten ein, schonen die Umwelt und sichern die langfristige Vermietbarkeit des Wohnungsbestandes der Baugenossenschaft Sindelfingen eg. 5

6 Vermietung als soziale Verantwortung Wir vermieten Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2012 zum Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Damit will sie auf die Bedeutung der Genossenschaften und ihre Rolle bei der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung der Länder hinweisen. Die Genossenschaften in Deutschland haben dieses Jahr unter das Motto Ein Gewinn für alle gestellt. Es drückt aus, dass die Genossenschaften nicht nur wirtschaftlich ein Erfolgsmodell sind, sondern auch die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht bereichern. Alleine in Deutschland bewirtschaften Genossenschaften einen Bestand von über 2 Mio. Wohnungen und sind somit ein wichtiges Element für einen stabilen und konstanten Wohnungsmarkt. Sie beweisen damit, dass es möglich ist, sowohl unternehmerisch zu handeln, gleichzeitig aber soziale Verantwortung zu tragen. Genossenschaftliche Wohnungen sorgen für einen stabilen Wohnungsmarkt In dieser genossenschaftlichen Tradition steht auch die Baugenossenschaft Sindelfingen eg. Als eine der größten Vermietungsgesellschaften in Sindelfingen leistet sie mit ihrem Wohnungsangebot einen wichtigen Beitrag zu einem sozialverträglichen lokalen Wohnungsmarkt. Sie versteht es als ihre genossenschaftliche Verpflichtung, breite Schichten der Bevölkerung langfristig mit bezahlbaren Mietwohnungen zu versorgen. Mit diesem Angebot erfüllt sie die Ansprüche von Kunden, die bezahlbaren Wohnraum suchen und die Vorteile eines großen Vermieters nutzen wollen. Das Wohnungsportfolio der Baugenossenschaft Sindelfingen eg verteilt sich auf die Stadtgebiete Sindelfingen Kernstadt, Rotbühl, Pfarrwiesen, Spitzholz, Eschenried, Eichholz, Goldberg und Viehweide. Der größte Teil der hier vorhandenen Mietshäuser wurden in den 60er und 70er Jahren erbaut. Energetische Als verantwortungsvolle Vermieterin hat die Bauge- Sanierung steht nossenschaft Sindelfingen im Vordergrund eg ihren Bestand jedoch nicht in die Jahre kommen lassen. Innerhalb ihrer konsequenten und nachhaltigen Instandhaltungsstrategie investierte sie in den vergangenen 10 Jahren im Schnitt 1,5 Mio. EURO jährlich in Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen. Wichtigstes Ziel dieser Bemühungen ist die Verbesserung des energetischen Zustands der Häuser. Rund 90 % des Bestands der Baugenossenschaft Sindelfingen eg erfüllen oder übertreffen nach ihrer energetischen Sanierung die gesetzlichen Vorgaben der EnEV Dies wird durch den Einsatz von Wärmedämmverbundsystemen inklusive Dach- und Kellerdämmung, den Einbau neuer Fenster und moderner Heizanlagen erreicht. Die Motive für diese großen Investitionen nicht nur in die energetische Sanierung sind vielfältig. Mit dem Umfang und dem Niveau der energetischen Sanierungsmaßnahmen leistet die Baugenossenschaft Sindelfingen eg einen wichtigen Beitrag zum lokalen Klima- und Umweltschutz. Durch den geringeren Energieverbrauch konnte die CO 2 -Bilanz ihres Gebäudebestandes deutlich verbessert werden. Die Rechnung geht aber auch für die Mieter der Baugenossenschaft Sindelfingen eg auf. Sie müssen nach der erfolgten energetischen Aufwertung ihrer Wohnung deutlich weniger Nebenkosten tragen als bisher. Zudem bleibt ihre Höhe langfristig kalkulierbar. 6

7 Steigerung des Wohnkomforts durch aufwändige Modernisierungen Doch die Baugenossenschaft Sindelfingen eg investiert nicht nur in energetische Maßnahmen, sondern auch in die nachhaltige Tragfähigkeit ihres Bestands. Sie möchte, dass sich die Mieter auch in Zukunft in ihren Wohnungen wohl fühlen. Dies geht nur, wenn die Wohnqualität der Gebäude und der Wohnungen zeitgemäßen Anforderungen entspricht. Ein freundlich und hell gestalteter Eingangsbereich, moderne Briefkästen mit Gegensprechanlage, Treppenhaussanierungen, Stellplätze für Waschmaschinen oder Trockner, Balkonerneuerungen oder die Neugestaltung der Außenanlagen sorgen für einen hohen Wohnkomfort. Die kontinuierlich durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen haben aber auch wirtschaftliche Gründe. Mit ihnen sorgt die Baugenossenschaft Sindelfingen eg für den Werterhalt ihres Bestandes. Zudem sichern sie die langfristige Vermietbarkeit des Wohnungsportfolios und vermeiden das Risiko von teuren Leerständen. Mieter wohnen überdurchschnittlich lange bei der Baugenossenschaft Sindelfingen eg Die Betrachtung der Mietvertragsdauer zeigt, dass sich die Mieter bei der Baugenossenschaft Sindelfingen eg wohl fühlen. Denn sie bleiben überdurchschnittlich lange Mieter. Ein Mietverhältnis besteht im Durchschnitt 15 Jahre, und liegt somit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von rund neun Jahren. Über 60 % der Mieter bleiben länger als fünf Jahre in ihren Wohnungen. Und knapp ein Drittel der Kunden der Baugenossenschaft Sindelfingen eg verweilt sogar länger als 20 Jahre in ihren Wohnungen. Die hohe Stabilität der Mietverhältnisse macht sich auch wirtschaftlich bezahlt. Sie bedeutet tendenziell geringere Leerstandszeiten und geringere Transaktionskosten für die Wiedervermietung. Barrierefreiheit, wo es technisch machbar ist Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können ihren Alltag nur dann selbstständig gestalten, wenn ihr Lebensumfeld möglichst barrierereduziert ist. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg sorgt im Rahmen ihrer Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen dafür, dass überflüssige Hürden beseitigt werden. So versucht sie, die Hauseingangsbereiche und Außenanlage möglichst barrierefrei zu gestalten. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg leistet mit ihrem Wohnungsangebot einen wichtigen Beitrag zu einem sozialverträglichen lokalen Wohnungsmarkt. 7

8 Wir erhalten Werte Kostentransparenz und Werterhaltung Die Baugenossenschaft Sindelfingen ist jederzeit liquide gewesen. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg bietet Wohnungseigentümergemeinschaften einen professionellen und umfassenden Verwaltungsservice. Diese können sich dabei auf die langjährige Erfahrung verlassen, die das Unternehmen mit der Verwaltung seines eigenen Bestandes und für zahlreiche Wohneigentümergemeinschaften erworben hat. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden durch das Wohnungseigentumsgesetz, das zuletzt im Juli 2007 geändert worden ist, geregelt. Demnach bilden die Eigentümer eine unauflösliche Gemeinschaft. Für ein harmonisches Miteinander bedeutet dies, dass jeder Eigentümer zum Wohl seines und des gemeinschaftlichen Eigentums kompromissbereit sein muss. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg versteht ihre Arbeit für Wohnungseigentümergemeinschaften daher als Moderatorin, innerhalb der Hausgemeinschaft die partnerschaftlich beratet und bei allen Entscheidungen begleiten wird. Die beiden zentralen Themen sind die Leistungen der kaufmännischen und technischen WEG-Verwaltung. Das Dienstleistungsangebot der Baugenossenschaft Sindelfingen eg deckt beide Themenfelder umfassend ab. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter führen gewissenhaft und effizient die jährlich anstehenden kaufmännischen Verwaltungsarbeiten durch. Dazu gehören: Das Erstellen eines jährlichen Wirtschaftsplans Eine übersichtliche Hausgeldabrechnung mit einer transparenten und gesonderten Ausweisung aller umlagefähigen Kosten gemäß der Betriebskostenverordnung und der Dienst- und Handwerkerleistungen gemäß 35 a EStG Eine korrekte Abrechnung der Betriebsund Heizkosten Die Kontoführung der Hausgemeinschaft und die verzinste Anlage der Rücklagen Eine laufende Überwachung der Hausgeldzahlungen und ein straffes Mahnwesen bei ausstehenden Zahlungen Die Verhandlung und der Abschluss aller notwendigen Verträge mit Versicherungen, Reinigungs- und Hausmeisterservice, Wartungsdiensten und Lieferanten. Die rechnerische und sachliche Prüfung aller eingehenden Dienstleistungs-, Lieferanten- und Handwerkerrechnungen sowie eine Skontoüberwachung Kaufmännisches Denken und umsichtiges Wirtschaften sind die Basis, auf der die technische Verwaltung der Gebäude aufbaut. Schließlich können notwendige Instandhaltungs- oder Sanierungsarbeiten nur dann ausgeführt werden, wenn die Eigentümergemeinschaft über die dafür notwendigen finanziellen Mittel verfügt. Den technischen Bereich decken folgende Serviceleistungen der Baugenossenschaft Sindelfingen eg ab: Die regelmäßige Begehung und Besichtigung des Objekts durch den technischen Außendienst und eine kontinuierliche Kommunikation mit den im Objekt tätigen Hausmeistern und Wartungsfirmen. Empfehlungen für notwendige Instandhaltungsund Sanierungsarbeiten. 8

9 Planung, Angebotseinholung und Durchführung der Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten Schneller und zuverlässiger Hausmeisterservice durch die lokale Nähe der Baugenossenschaft Sindelfingen eg zu Eigentümergemeinschaften in Sindelfingen und Umgebung. Im Mittelpunkt aller Verwaltungsarbeiten, die die Baugenossenschaft Sindelfingen eg für die von ihr derzeit 56 betreuten Eigentümergemeinschaften erbringt, stehen die Kostentransparenz und die nachhaltige Werterhaltung des Wohngebäudes. Die Resultate dieser Arbeit werden in verständlicher Form auf der jährlich durchgeführten Eigentümerversammlung präsentiert. Die Baugenossenschaft Sindelfingen Schulungsangebote für Verwaltungsbeiräte eg ist sich bewusst, dass den Verwaltungsbeiräten einer Wohneigentümergemeinschaft eine besondere Rolle zukommt. Gemäß 29 Abs. 3 WEG soll der Verwaltungsbeirat den Verwalter bei der Durchführung seiner Aufgaben unterstützen. Der Wirtschaftsplan, die Abrechnung, Rechnungslegungen und Kostenvoranschläge sollen, bevor die Eigentümerversammlung über sie beschließt, vom Verwaltungsbeirat geprüft und mit dessen Stellungnahme versehen werden. Verwaltungsbeiräte übernehmen also mit dieser Aufgabe freiwillig eine große Verantwortung. Sie müssen als Mittler zwischen dem Verwalter und der Wohneigentümergemeinschaft juristische, kaufmännische und technische Entscheidungen treffen, die sowohl die Vorgaben des Wohneigentumsgesetzes als auch die Anforderungen ihrer Eigentümergemeinschaft erfüllen. Das ist eine nicht immer ganz einfache Aufgabe, bei der sie aber von der Baugenossenschaft Sindelfingen eg durch Schulungen mit Fachbeiträgen durch ausgewiesene Experten unterstützt werden. Bei der letzten Schulung im November 2011 waren über 100 Verwaltungsbeiräte anwesend. Diese starke Nachfrage bestätigt, dass bei den Verwaltungsbeiräten ein großer Informationsbedarf zu den unterschiedlichsten Fragen rund um die Verwaltung des Wohneigentums besteht. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg wird daher in Zukunft regelmäßige Schulungen für diesen Personenkreis anbieten. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Verwaltungsbeiräten werden diese von der Baugenossenschaft Sindelfingen eg noch besser in die laufenden Prozesse der Verwaltungsarbeit eingebunden. 9

10 Lagebericht Die Wirtschaft in Baden-Württemberg zeigte sich im vergangenen Jahr in einer glänzenden Verfassung. Nach dem aktuellen Berechnungsstand stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 um 4 %. Dies nachdem auch schon im Jahr 2010 der BIP um 5,5 % zugelegt hatte. Damit befindet sich die Wirtschaftsleistung bereits wieder über dem Niveau des Jahres 2008, dem Stand vor der Wirtschaftskrise. Für das Jahr 2012 wird sich die gesamtwirtschaftliche Dynamik etwas abschwächen. Die zurückliegende Phase der Hochkonjunktur hat die Nachfrage nach Arbeitskräften einmal mehr deutlich ansteigen lassen. Die Erwerbstätigenzahl ist 2011 schätzungsweise um etwa 1,5 % gestiegen, was einem Plus von Erwerbstätigen entspricht. Der größte Teil der Beschäftigungszunahme des Jahres 2011 ist dem Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zuzuschreiben, der in Baden-Württemberg knapp 5,6 Millionen der Erwerbstätigen umfasst. Parallel zum Beschäftigungsaufbau geht die Arbeitslosigkeit im Land zurück. Die Zahl der Arbeitslosen lag zwischen Januar und November 2011 bei durchschnittlich Personen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von Personen. Parallel zu den günstigen Arbeitsmarktlagen lassen sich dadurch deutlich positive Impulse für die Einkommensentwicklung erwarten. In allen Wirtschaftsbereichen lassen sich Verbesserungen des Verdienstniveaus beobachten. Dem gegenüber sind die Verbraucherpreise in 2011 in Baden-Württemberg so stark gestiegen, wie seit Aus heutiger Sicht dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt in Baden-Württemberg im Jahr 2012 um etwa 1,5 % steigen. 3 Jahren nicht mehr. Im Durchschnitt der Monate Januar bis November lag der Index der Verbraucherpreise um 2,4 % über dem Vorjahresniveau. Dies ist in erster Linie auf die Verteuerung von Energie zurückzuführen. Insbesondere Mineralölprodukte stiegen überproportional an. Für die Verbraucher hat sich dies ums so schmerzlicher gezeigt, da die Ausgaben für Haushaltsenergie und Kraftstoffe knapp 10 % der Konsumausgaben ausmachen. Die gute Konjunkturlage zeigt sich auch im Wohnungsbau. Legt man die Zahlen des statistischen Landesamtes zugrunde, erhöhte sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 die Zahl der genehmigten Wohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt fast 24 %. Insbesondere der Geschosswohnungsbau zeigte im 3. Quartal 2011 eine deutliche Steigerung von über 22 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Eigene Hausbewirtschaftung Im Geschäftsjahr 2011 wurden 57 Nutzungsverhältnisse beendet. Das entspricht 12 % des eigenen Bestandes. Aus unserer internen Statistik ergibt sich, dass ein Großteil der Mieterwechsel eine Ursache in einem Arbeitsplatzwechsel hatte. Die Fluktuationsquote ist als nicht kritisch zu bewerten, zumal die Genossenschaft keine Leerstände, die nicht modernisierungsbzw. sanierungsbedingt entstehen, zu verzeichnen hat. Im Gesamtdurchschnitt lag das Nutzungsentgelt/ Miete der Genossenschaftswohnungen zum Ende des Geschäftsjahres bei 6,42 EURO/m² netto, kalt und damit weiterhin unter den Werten des Sindelfinger-/ Böblinger Mietspiegels. Die Sollmieten sind auf ,79 EURO angestiegen. Hier macht sich die Neuvermietung Mühlgasse in Dagersheim sowie die Mieterhöhungen des letzten Jahres bemerkbar. Die Aufwendungen für die Instandhaltung liegen mit ,87 EURO wieder auf einem hohen Niveau. Hier zeigt sich deutlich, dass die Genossenschaft für die Instandhaltung der eigenen Wohnungen hohe Ressourcen einsetzt, um auch in der Zukunft respektable Wohnungen halten zu können. Die Mühlgasse, zwei Mehrfamilienhäuser in Dagersheim mit insgesamt 8 Wohnungen, wurde Anfang 2011 fertiggestellt. Die 8 Mietwohnungen fanden sehr schnell ihre neuen Bewohner. Die m²-flächen der Wohnungen staffeln sich von m² und sind damit für Singles, Senioren und Familien gleichermaßen interessant. Durch die Fertigstellung der Mühlgasse erhöhte sich die m²-zahl der vermietbaren Fläche der Baugenossenschaft um 614,08 m². 10

11 Wohnungs- und Hausverwaltung Auch im Jahre 2011 konnte die Baugenossenschaft Sindelfingen eg ihre Stellung im Bereich Wohnungseigentum und Hausverwaltung am Markt behaupten. Durch die Qualifizierung, Fachkompetenz und Erfahrung der Mitarbeiter der Baugenossenschaft können sich die Wohnungseigentümergemeinschaften auf die Baugenossenschaft Sindelfingen eg verlassen und folgende Serviceleistungen in Anspruch nehmen: Unsere, in diesem Bereich angesiedelten Mitarbeiter, Herr Andreas Frank als Abteilungsleiter und Herr Oliver Grimm als Wohnungsverwalter, haben aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung eine hohe Fachkompetenz. Ergänzt wird die Abteilung im Bereich Buchhaltung durch Herrn Cedric Moulin, der auf eine abgeschlossene Bilanzbuchhalterprüfung verweisen kann. Verwaltung und Vermietung Korrekte Abrechnung der Betriebs- und Heizkosten Miet- und Kautionsinkasso Überwachung des baulichen Zustandes und Durchführung erforderlicher Instandhaltungsmaßnahmen Unser Service für Sie: Wohnungseigentumsverwaltung (WEG) Immobilienvermittlung Vermietung für Dritte Mietfremdverwaltung 11

12 Glücksklee 4 Doppelhaushälften Neubau und Verkauf In Maichingen im Siedlenweg konnten drei Häuser an ihre Besitzer übergeben werden. Eine Doppelhaushälfte bleibt im Bestand der Baugenossenschaft und verbreitert damit das Vermietungsportfolio um eine Doppelhaushälfte. Damit ist das Bauvorhaben Glücksklee 4 Doppelhaushälften für die Baugenossenschaft abgeschlossen. Investoren gesucht! Die Konzeption und Planung für die Sanierung bzw. Restauration des Digelhofes in der Darmsheimer Straße in Maichingen sind bis Ende 2011 so gut wie abgeschlossen. Es stehen noch grundsätzliche Überlegungen an, ob durch eine sinnvolle Integrierung eines Neubaus, die Attraktivität des aus dem 18 Jahrhundert stammenden Gebäudes erhöht werden kann. Die Nachfrage nach diesem denkmalgeschützten Anwesen zeigt uns deutlich, dass der Markt für solch individuelle Wohnungen offen ist. Mit dem endgültigen Baubeginn ist im Jahre 2012 im Sommer zu rechnen. 12

13 Neue Mitte Grafenau Das Jahr 2011 war geprägt durch Vorbereitungsarbeiten für unser Bauvorhaben Grafenau-Döffingen, mit 19 Wohnungen und 9 Gewerbeeinheiten. Hier entstehen 4 attraktive Wohn- und Geschäftshäuser, gruppiert um den Marktplatz von Döffingen. Die Marktplatzgestaltung erfolgt durch die Gemeinde Grafenau in enger Abstimmung mit der Baugenossenschaft Sindelfingen eg. Die derzeitigen Verkaufszahlen zeigen uns deutlich, dass das Baugebiet von der Bevölkerung angenommen wird und der Markt die Objekte nachfragt. Mehrgenerationshaus in Herrenberg Neubau und Verkauf Unser drittes Objekt im Wohnpark am Wengert in Herrenberg, im Wengertweg 20, wurde im Mai 2011 begonnen. Das Richtfest konnte im November mit den Bewohnern gefeiert werden. Alle 8 Wohnungen des dritten Bauabschnittes Mehrgenerationenhäuser in Herrenberg konnten im Jahr 2011 verkauft werden. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2012 geplant. Stadtvilla Erfolgreich wurde das Bauprojekt Wilhelm-Hörmann- Straße 18 in Sindelfingen im Jahre 2011 abgeschlossen. Damit wurde die Stadtvilla mit 4 Wohnungen auf dem m² großen Grundstück komplett verkauft und an die Eigentümer übergeben. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg genießt als ältester Bauträger der Region einen sehr guten Ruf. Seit über 90 Jahren setzt sie auf höchste Bauqualität, familienfreundliche Planungen und ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis. Jedes Jahr investiert sie rund 1 Mio. EURO in den Neubau von Wohnimmobilien in attraktiven Lagen. Im Jahr 2011 wurden diese Projekte geplant und gebaut. 13

14 Wirtschaftliche Lage, Jahresergebnis Gewinnverwendung Die wirtschaftliche Situation der Baugenossenschaft Sindelfingen eg ist ausgeglichen. Im Geschäftsjahr 2011 konnte der Vorstand Die Genossenschaft Sindelfingen steht finanziell auf einem soliden Fundament keine Beeinträchtigungen in einem der Geschäftsfelder feststellen. Im Kerngeschäft Haubewirtschaftung konnte der Umsatz um ,28 EURO auf ,14 EURO gesteigert werden. Durch die Bautätigkeit im Anlage- sowie im Umlaufvermögen erhöhte sich die Bilanzsumme um ,77 EURO auf nunmehr ,35 EURO. Die daraus resultierende Eigenkapitalquote beläuft sich auf 30,42 %. Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit zeitnah nachgekommen werden. Notwendige Investitionen können im festgelegten Zeitplan ausgeführt werden. Durch das bestehende Risikomanagement können bestandgefährdende und/oder entwicklungsbeein- trächtigende Risiken rechtzeitig erkannt werden. Die Ausprägungen der Risikofaktoren werden regelmäßig beobachtet. Als wesentliche Finanzinstrumente sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu nennen. Möglichen Zinsänderungsrisiken wird durch die Streuung der Darlehenslaufzeiten begegnet. Inzwischen setzt die Genossenschaft zur Sicherung des derzeit niedrigen Zinsniveaus auch in geringem Umfang derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps in Verbindung mit variablen Darlehen ein. Vorgänge von besonderer Bedeutung, nach Schluss des Geschäftsjahres, haben sich nicht ergeben. Die Baugenossenschaft Sindelfingen eg erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen Jahresüberschuss in Höhe von ,78 EURO. Der Vorstand schlägt der Mitgliederversammlung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 4 % mit ,41 EURO vor. 278,50 EURO werden auf neue Rechnung vorgetragen. 14

15 Die Konjunktur verläuft zu Jahresbeginn in ruhigen Bahnen. Nach aktuellem Berechnungsstand dürfte das reelle Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal um 1 % gestiegen sein. Die Inlands- und Auslandsnachfrage wiesen in den Herbstmonaten September bis November in Richtung zyklische Abschwächung. Die reellen Inlandsumsätze des verarbeitenden Gewerbes lagen in diesem Zeitraum rund 4 % über ihrem Vorjahreswert. Im Sommer lag die Steigerung noch bei 9 %. Rückläufige Wachstumsraten auch bei den Auslandsumsätzen. 6 % Wachstum im Herbst gegenüber 10 % im Sommer. Die differenzierte Betrachtung zeigt, dass die konjunkturelle Abkühlung zunächst noch anhalten dürfte. Damit läge die Wirtschaftsleistung immer noch über dem langfristigen Trend, nähert sich diesem allerdings an. Abschwächung ja / Krise nein. So kann man die Lage des Landes zum Jahreswechsel zusammenfassen. Die Baugenossenschaft präsentiert sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr als gesundes und stabiles Unternehmen. Die Vorbereitungen zum Bauvorhaben Grafenau- Döffingen Neue Mitte liegen im Zeitrahmen. Ebenso werden die Bauvorhaben Wengertweg 20 in Herrenberg zum prognostizierten Bauzeitende fertig. Die Baugenossenschaft profitiert von der derzeitigen starken Nachfrage nach Wohnungen, sowohl im Eigentumsbereich als auch bei der Vermietung. Für die Projekte der kommenden Jahre sehen wir sehr gute Marktchancen, da Starke Nachfrage nach Wohnungen das Leistungsverhältnis bei der Baugenossenschaft nach wie vor ausgewogen ist. Eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft stellt sich uns als Baugenossenschaft mit der Auswirkung des demographischen Wandels. Baden-Württemberg hat eine dynamische Bevölkerungsentwicklung hinter sich, wie kein anderes Bundesland und es blickt in eine spannende demographische Zukunft. Die Einwohnerzahl des Landes wird voraussichtlich nur noch einige wenige Jahre wachsen, aber die Bevölkerung wird gleichzeitig in einem Maße altern, wie wir es bisher noch nicht erlebt haben. Die daraus resultierenden Herausforderungen, die sich insbesondere aus der Verschiebung in der Altersstruktur für unsere Gesellschaft ergibt, berühren praktisch alle Lebensbereiche. Im Prinzip von der Kinderbetreuung bis hin zur sozialen, materiellen Sicherung im Alter. Für uns als Genossenschaft wird sich die Frage stellen, wie in Zukunft unsere Bestandswohnungen ausgerichtet und ausgestatten sein müssen, um diesen demographischen Wandel mit zu begleiten. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 15

16 Jubiläen, Dank Auf der Abbildung fehlt unsere Frau Zaki. Am Ende des Berichts bedanken wir uns bei allen Verbänden Geldinstituten und Ämtern, die uns bei der Aufgaben-Bewältigung und Förderung unterstützten. Ebenso bedanken wir uns bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates, die uns eine unverzichtbare Grundlage zur Lösung der anstehenden Aufgaben und Probleme geschaffen haben. Nicht zuletzt richtet sich unser Dank auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Genossenschaft, für die engagierte und vorbildliche Arbeit. Unseren Mitgliedern, Kunden und Geschäftsfreunden danken wir für das Vertrauen, das sie uns entgegen gebracht haben und bitten um eine weitere gute Zusammenarbeit. Für 50jährige Zugehörigkeit als Mitglied bei der Baugenossenschaft dürfen wir folgende Mitglieder ehren: Dieter Blaich Erich Kiesslich Anna Kleindienst Ute Kuom Rudolf Lindner Uwe Röthig Immanuel Rühle Für 25 Jahre Treue danken wir 31 Mitgliedern. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind Garant für den Unternehmenserfolg. Teamorientierung und offene Kommunikation tragen zu einer Verbesserung der internen Arbeitsprozesse bei. 16

17 Mit großem Bedauern mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die nachstehend genannten langjährigen Mitglieder verstorben sind. Elefterios Babatzianis Inge-Luise Beilharz Franziska Braun Hedwig Hofmann Gert Kocher Edith Lampersberger Eva Lehrer Hörst Löll Kurt Meier Wolfgang Milz Horst Orth Margarethe Retter Margot Richter Hans Säum Wolfgang Schleh Hans-Werner Schlick Gottlob Schmid Stefan Schneider Gertrud Volz Verstorbene Mitglieder In stiller Trauer werden wir allen verstorbenen Mitgliedern ein ehrendes Andenken bewahren. 17

18 Sehr geehrte Mitglieder der Baugenossenschaft Sindelfingen eg, Bericht des Aufsichtsrats 18 Als Vorsitzender des Aufsichtsrates obliegt mir die Aufgabe Ihnen an dieser Stelle einen Überblick über die Aktivitäten des Aufsichtsrates im Rahmen seiner nach dem Genossenschaftsgesetz und Satzung sowie Geschäftsordnung durchzuführenden Überwachungs- und Beratungsaufgaben im Jahr 2011 bzw. im 1. Quartal 2012 zu geben. Aufsichtsratstätigkeiten 2011 Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstandes im Geschäftsjahr 2011 auf Grundlage der ausführlichen Vorstandsberichte regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat erhielt immer zeitnahe und umfassende Informationen bezüglich der strategischen Unternehmensplanung, des Geschäftsverlaufes in allen Geschäftsfeldern und allen internen und externen Sachverhalten, die von wesentlicher Bedeutung waren. Regelmäßig wurden dem Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und deren Abweichungen zu den für das Geschäftsjahr geplanten Daten erläutert. Der Kommunikationsaustausch mit den beiden Vorständen beschränkt sich dabei nicht nur auf die ordentlichen Sitzungen. Bei Bedarf fand bzw. findet ein kurzfristiger persönlicher Austausch zwischen Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates und den anderen Aufsichtsratsmitgliedern selbst statt. Alle Entscheidungen des Vorstands die für die Baugenossenschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurden im Vorfeld mit dem Aufsichtsrat besprochen und mit dessen Zustimmung getroffen. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands gab der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum ab, soweit die Zustimmung nach gesetzlichen oder satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war. Zu Beanstandungen der Vorstandstätigkeit gab es keinen Anlass. Im Geschäftsjahr 2011 ist der Aufsichtsrat zu 5 Sitzungen zusammengetreten. Im ersten Quartal 2012 erfolgte am eine Sitzung des Aufsichtsrates und des Vorstandes deren zentraler Inhalt der Bericht des Wirtschaftsprüfers zum Jahresabschluss 2011 war. In den Sitzungen waren die beide Vorstände und die Mitglieder des Aufsichtsrates anwesend. Alle Sitzungen fanden am Geschäftssitz statt. Seit Februar 2012 finden die Sitzungen in den neuen Geschäftsräumen am Rathausplatz 5 in Sindelfingens Mitte statt. Die Präsenzquote der Aufsichtsratsmitglieder war immer ausreichend gegeben. Vor den Aufsichtsratssitzungen wurden umfassende Berichte des Vorstandes, Auszüge aus Schriften der Gesellschaft, insbesondere Controllingunterlagen sowie weitere von Mitarbeitern der Gesellschaft erstellte Unterlagen versandt. Ferner wurden dem Aufsichtsrat die Protokolle der Vorstandssitzungen übermittelt. Im Zentrum der Beratungen stand die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Genossenschaft. Hierzu wurde die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Entwicklung der Bereiche Eigene Hausbewirtschaftung, Bauträgertätigkeit, Wohnungseigentums-, Hausverwaltung- sowie die jeweils anstehenden Investitionsprogramme regelmäßig beraten. Der Aufsichtsrat informiert sich in jeder Sitzung über die in allen Geschäftsbereichen wesentlichen Entwicklungen und Vorfälle. In der Sitzung am wurde schwerpunktmäßig, erstmals anhand einer neu eingerichteten Spartenrechnung, die wirtschaftliche Entwicklungen der einzelnen Tätigkeitsbereiche analysiert. In der Sitzung am wurden als zentrale Tätigkeiten neben der Ist-Planabweichungsanalyse des Wirtschaftsplanes die Bauvorhaben in Sindelfingen, Grafenau, Herrenberg und Maichingen analysiert und diskutiert. Die Sitzung am hatte im wesentlichen die Überprüfung der Erreichung der in den drei Tätigkeitsgebieten gesetzten qualitativen und quantitativen Ziele zum Inhalt. Im Mai 2011 fand unsere 88. Ordentliche Mitgliederversammlung statt, an dem Aufsichtsrat und Vorstand über die Geschäftstätigkeit des Jahres 2010 berichten durften. Die Sitzungen am und am befassten sich mit den Beratungen zum Jahresabschluss, zu aktuellen Bauvorhaben und dem Wirtschaftsplan Beratungen zum Jahresabschluss Die gesetzliche Prüfung des Jahresabschlusses 2011 erfolgte durch den Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.v. Stuttgart. Der Aufsichtsrat analysierte in der Sitzung am in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend den Entwurf des nach den Vorschriften des HGB aufzustellenden Jahresabschlusses der Baugenossenschaft zum sowie Entwürfe des Lageberichts der Baugenossenschaft für das Geschäftsjahr Der persönliche Bericht des Wirtschaftsprüfers wurde zur Kenntnis genommen und mit diesem eingehend diskutiert. Der gem. der Satzung notwendige Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat zur Einstellung von EUR in die Bauerneuerungsrücklage wurde gefasst. Nach eigener Prüfung und ausführlicher Erörterung und nach Durchsicht des gebundenen Prüfungsbericht vom des Verbandes baden-württembergischer Wohnungsund Immobilienunternehmen e.v., hat der Aufsichtsrat in der abgehaltenen Bilanzsitzung am den Jahresabschluss 2011, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, der Baugenossenschaft gebilligt, dem Lagebericht 2011 zugestimmt sowie sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes angeschlossen. Der Aufsichtsrat empfiehlt daher der Mitgliederversammlung den Jahresabschluss 2011 festzustellen, die Gewinnverwendung zu beschließen sowie Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung zu erteilen. Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat Für den Berichtszeitraum sind folgende personelle Veränderungen im Aufsichtsrat zu berichten: Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus 5 Personen. Mit Ende der Mitgliederversammlung am scheiden nach Ablauf einer dreijährigen Amtszeit folgende Aufsichtsratsmitglieder turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus: Frau Monika Müller, stellvertretenden Vorsitzende des Aufsichtsrates Herr Andreas Kurz, Vorsitzender des Aufsichtsrates Frau Müller und ich stehen gerne für eine Wiederwahl zur Verfügung. Wir würden uns sehr über ein positives Votum seitens der Mitglieder freuen. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich für das Vertrauen, welches Sie in uns gesetzt haben. Entwicklung der Baugenossenschaft Sindelfingen eg Eine positive wirtschaftliche Entwicklung ist das Fundament für eine Sicherung des Bestandes und der satzungsgemäßen Aktivitäten der Baugenossenschaft. Diese wurde, wie Sie aus dem Geschäftsbericht erkennen, im Jahr 2011 erreicht. Unser Geschäftsmodell erfordert einen hohen Einsatz an finanziellen Mitteln und eine realistische Einschätzung zukünftiger Marktbedingungen- und -entwicklungen. Chancen müssen frühzeitig erkannt werden, Risiken müssen identifiziert und minimiert werden. Der Aufsichtstrat der Baugenossenschaft, mit seinen derzeit 5 Mitgliedern, begleitet dabei stellvertretend für die vielen Mitglieder, den Vorstand und die Mitarbeiter bei deren Arbeit. Stellvertretend für den Aufsichtsrat spreche ich hiermit dem Vorstand für die umsichtige und verantwortungsvolle Leitung der Baugenossenschaft Sindelfingen eg Dank und Anerkennung aus. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Bedanken möchte ich mich bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates Frau Monika Müller, Frau Madlen Kastner, Herrn Karlheinz Sanwald, Herrn Helmut Pirschke für die fachlich fundierte und effiziente Zusammenarbeit. Nicht zuletzt möchte ich mich bei allen Mitgliedern für ihr genossenschaftliches Engagement und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Mit freundlichen Grüßen Sindelfingen, im März 2012 Andreas Kurz WP/StB Dipl. oec. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

19 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 EURO Geschäftsjahr EURO Vorjahr EURO ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände 3.019, ,00 Sachanlagen Grundstücke mit Wohnbauten , ,14 Grundstücke mit Geschäfts- und anderen Bauten , ,10 Grundstücke ohne Bauten , ,15 Betriebs- und Geschäftsausstattung , ,00 Bauvorbereitungskosten , , , , ,27 Finanzanlagen Wertpapiere des Anlagevermögens 514,79 514,79 514,79 Aktiva ANLAGEVERMÖGEN insgesamt , ,06 UMLAUFVERMÖGEN Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Grundstücke ohne Bauten , ,39 Bauvorbereitungskosten , ,35 Grundstücke mit unfertigen Bauten , ,34 Unfertige Leistungen , ,84 Andere Vorräte 3.026, ,62 Geleistete Anzahlungen 3.419,54 0, , , ,54 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Vermietung , ,88 Forderungen aus Verkauf von Grundstücken , ,12 Forderungen aus Betreuungstätigkeit , ,85 Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen , ,40 Sonstige Vermögensgegenstände , , , , ,37 Flüssige Mittel und Bausparguthaben Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten , , ,61 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Geldbeschaffungskosten 0,00 0,00 248,00 BILANZSUMME , ,58 19

20 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 EIGENKAPITAL EURO Geschäftsjahr EURO Vorjahr EURO Passiva Geschäftsguthaben der mit Ablauf des Geschäftsjahres ausgeschiedenen Mitglieder , ,56 der verbleibenden Mitglieder , ,14 aus gekündigten Geschäftsanteilen 0, ,00 Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile betragen EURO ,76 (VJ EURO ,40) , , ,70 Kapitalrücklage 2.447, , ,38 Ergebnisrücklagen Gesetzliche Rücklage , ,66 - davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt EURO ,38 (VJ EURO ,28) Bauerneuerungsrücklage , ,67 - davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt EURO ,00 (VJ EURO ,00) Andere Ergebnisrücklagen , , , , ,73 Bilanzgewinn Gewinnvortrag 806,51 560,21 Jahresüberschuss , ,77 Einstellungen in Ergebnisrücklagen , , , , ,70 EIGENKAPITAL insgesamt , ,51 RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen , ,00 Rückstellungen für Bauinstandhaltung , ,01 Sonstige Rückstellungen , , , , ,10 VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten , ,37 Erhaltene Anzahlungen , ,34 Verbindlichkeiten aus Vermietung , ,06 Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 994,46 532,53 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen , ,02 Sonstige Verbindlichkeiten , ,06 - davon aus Steuern EURO ,70 (VJ EURO ,78) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EURO 1.269,96 (VJ EURO 513,71) , , ,38 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.215, ,59 BILANZSUMME , ,58 20

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