Zusammenfassung des Abschlussberichts

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1 Zusammenfassung des Abschlussberichts der Technischen Fachhochschule Berlin zum BLK-Modellversuchsprogramm Entwicklung eines LeistungsPunktSystems an einer Hochschule in allen Fachbereichen im Rahmen des BLK-Modellversuchsprogramms Entwicklung eines Leistungspunktsystems an Hochschulen Berlin, im September 2004

2 Zusammenfassung des Abschlussberichts der Technischen Fachhochschule Berlin BLK-Projekt: Entwicklung eines Leistungspunktsystems an einer Hochschule in allen Fachbereichen (FH) Zuwendungsempfänger: Technische Fachhochschule Berlin Förderkennziffer: M Vorhabenbezeichnung: BLK-Projekt Entwicklung eines Leistungspunktesystems an einer Hochschule in allen Fachbereichen (FH) mit FHTW (Federführung), ASFH Berlin, FHW Berlin, TFH Berlin, FH Fulda, HS Harz, FH Osnabrück, HS Zittau-Görlitz (Verbund 1) Laufzeit: bis Berichtszeitraum: bis Die zentrale Aufgabe des Verbundprojektes für die TFH Berlin war, auf der Basis regionaler und überregionaler Hochschulkooperation bzw. Abstimmung im Verbund die Modularisierung und die Einführung eines Leistungspunktsystems in allen Studiengängen einheitlich einzuführen und dadurch einen effektiven Beitrag zur Implementierung des Bologna-Prozesses in der TFH zu leisten (Qualität von Studium und Lehre, Förderung der Mobilität, lebenslanges Lernen, Bezug zur BA-/MA-Einführung und Harmonisierung des europäischen Hochschulraumes etc.). Der Verbund orientiert sich dabei national an den Zielsetzungen der HRK und der KMK, international an den Erkenntnissen der neueren europäischen Leitprojekte wie Tuning Educational Structures in Europe, Dublin Descriptors, LLL-Initiativen und der ECTS-Weiterentwicklung. Über die bisherige Praxis des ECTS hinausgehend lag die neue Qualität des Projektansatzes vor allem in dem Paradigmenwechsel (primäre Ausrichtung der Studienorganisation auf den student workload, Definition von Modulen hinsichtlich der dadurch erzielten Kompetenzen sowie der neuen Qualität der Modulbeschreibungen). Kurzgefasst hat das Verbundprojekt die folgenden Aufgaben zielbezogen bearbeitet: Einführung von Leistungspunkten in Anlehnung an das ECTS-System in allen Fachbereichen der Hochschule Weiterentwicklung von ECTS zu einem Akkumulationssystem unter Berücksichtigung der Ergebnisse des ECTS Extension Feasibility Project (EU Kommission, Februar 2000) Übereinkommen mit den Verbundhochschulen hinsichtlich der Begriffsbestimmungen und Einigung bezüglich der Vorgehensweise anhand des Memorandums (Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, November 2000) Gleichzeitige Modularisierung von Studiengängen in allen Fachbereichen und Allokation der entsprechenden Leistungspunkte Prinzipielle Einigung über die Arbeitsbelastung von Studierenden, der Größe von Modulen und der Möglichkeit der Anwendung auf alle Studienformen (Voll- und Teilzeit, Fern-, Ergänzungs- und Weiterbildungsstudien), einschließlich der Überprüfung auf mögliche Schnittstellen zu dem Studium vorgelagerten Lernleistungen und durch berufliche Tätigkeiten erworbenen Kenntnisse (sog. APEL-System, Accreditation of Prior and Experimental Learning) Gemeinsame Weiterentwicklung der Werkzeuge : Informationspaket, Lernvereinbarung 2

3 und Leistungsabschrift. Darüber hinaus Erarbeitung eines Systems zur besseren Vergleichund Übertragbarkeit von Noten im internationalen Kontext Anpassung der rechtlichen Rahmenregelungen unter Berücksichtigung des HRG und der KMK-Beschlüsse Vertiefung der Zusammenarbeit mit den ausländischen Partnerhochschulen der Verbundhochschulen, insbesondere im Rahmen der Doppeldiplomprojekte Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Akkreditierung der Bachelor- und Masterstudiengänge Abklärung der Möglichkeit einer gemeinsamen Software zur Administration Einbindung in das Netzwerk der EU-Counsellors und -Helpline sowie des EU-Projekts Tuning educational structures in Europe Das Projekt wurde an der Technischen Fachhochschule Berlin bis zum entsprechend den Zielsetzungen und dem vereinbarten Arbeitsplan erfolgreich abgeschlossen. Die Grundsätze des Projektes wurden anhand so genannter Testlauf- oder Pilotstudiengänge seit dem Wintersemester 2003/2004 eingehend überprüft und evaluiert. Die Evaluationsberichte haben dabei gezeigt, dass mit keinen nennenswerten Problemen bei der Einrichtung zu rechnen ist, wenngleich einzelne Aspekte erst nach einer gewissen Realisierungsphase abschließend zu bewerten sind. Für die erfolgreiche Umsetzung dieser Projektziele wurden in der TFH Berlin alle wichtigen mit Studium und Lehre befassten Bereiche einbezogen und darüber hinaus institutionelle Vorkehrungen, effektives Projektmanagement und Partizipation in Form neuer Projektgremien (Fachkommissionen, Lenkungsgruppe, Jour Fixe) getroffen. Diese Strukturen haben für die Durchführung des Projekts eine hohe Multiplikatorwirkung und Öffentlichkeit entfaltet, bestmöglich die Akzeptanz und aktive Mitarbeit in allen Bereichen garantiert, die Umstellungsprozesse reibungslos koordiniert sowie alle Beteiligten laufend informiert und für die neuen Aufgaben hinreichend qualifiziert. Die wesentlichen im Meilensteinplan und den vorherigen Zwischenberichten zusammengefassten Aufgaben und Ziele wurden dabei erreicht; die im Projekt erarbeiteten und abgestimmten Leitlinien für Modularisierung und die Anwendung des Leistungspunktsystems liegen allen modifizierten und/oder neu konzipierten Studiengängen zugrunde. Als wichtiges Steuerungsinstrument - neben den Hochschulverträgen und Zielvereinbarungen - hat die TFH Berlin im Sommersemester 2004 eine neue Rahmenstudien- und prüfungsordnung verabschiedet, die die Grundsätze des BLK-Projekts aufnimmt und damit eine verlässliche Rechtsgrundlage für die praktische Umsetzung der Projektergebnisse schafft. In diesen Ordnungen werden die wesentlichen Eckpunkte für die Anwendung der ECTS-Tools (Notenkonvertierung, Workload-Berechnungen etc.) ebenso geregelt wie die zukünftige Ausstellung des Diploma Supplement. Zusammen mit den verhandelten Zielvereinbarungen und der vertraglichen Zusage, den Bologna-Prozess ab 2005 verbindlich in der Hochschule umzusetzen, wird es zukünftig keinen neuen oder veränderten Studiengang in der TFH Berlin mehr geben, der nicht modularisiert ist, nicht die Grundsätze von Bologna umsetzt, nicht die Anforderungen eines effizienten Leistungspunktsystems berücksichtigt und nicht akkreditiert wird. Alle neuen Studiengänge müssen zukünftig bereits bei der Beratung in den Gremien eine de- 3

4 taillierte Modulbeschreibung nach den im BLK-Verbund entwickelten Qualitätskriterien vorlegen. Überhaupt werden die Verbund-Grundsätze für Modularisierung und Leistungspunktsystem sowohl durch die institutionellen Verfahren der Evaluation wie durch die Vorschrift zur externen Akkreditierung garantiert. Um die flächendeckende Einführung der modularisierten Bachelor- und Master-Studiengänge mit Anwendung des Leistungspunktsystems auch verwaltungstechnisch zu ermöglichen, wurde im Verbund den Fragen der effizienten und leistungsfähigen Studienverwaltung die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt und die notwendige Anpassung/Erweiterung der Studienverwaltungs-Software sorgfältig definiert und in Auftrag gegeben. Die TFH Berlin sieht schließlich in der neuen Qualität der kompetenzbezogenen Konzeption und Beschreibung der Module eine gute Chance, ein System des lebensbegleitenden Lernens anzustoßen sowie die Durchlässigkeit von Erst-, Aufbau-, Fernstudium und Weiterbildung zu erhöhen (durch die Akkumulation von Credits, polyvalente Nutzung der Module etc.). Auch die Überlegungen zur möglichen Anerkennung von beruflichen Leistungen vor dem Studium (APEL) wurden durch das Projekt vertieft und können die Initiative der TFH Berlin zur Stärkung der Weiterbildungsaktivitäten und des Fernstudiums konzeptionell anleiten. Der Projektauftrag zur internationalen Zusammenarbeit und Evaluation im internationalen Kontext wurde eingelöst durch Hochschulpartnerschaften mit langjähriger Praxis des Austausches und Curriculumentwicklung mit Anwendung von ECTS, integrierte Auslandsstudiengänge sowie ausländische Hochschulen mit praktischen Erfahrungen mit Modularisierung. Der Verbund hat die internationale Zusammenarbeit vor allem hinsichtlich der Förderung/Hemmnisse für Mobilität, Erleichterung/Erschwerung fachlicher Anerkennung, Qualität und Aussagekraft der Modulbeschreibungen sowie Organisation und Verwaltung ausgewertet. Der BLK-Verbund hat zu deutlichen Verbesserungen in der Anwendung und der Akzeptanz des ECTS geführt. Es ist davon auszugehen, dass dadurch ein wirksamer Beitrag zur europäischen Mobilität erfolgt und der internationale Studentenaustausch in Zukunft deutlich gesteigert wird. Die wichtigsten Arbeitsergebnisse im Überblick: Entwicklung eines gemeinsamen Modulbegriffs (TFH-intern, BLK-projektweit, mit Partnerhochschulen im In- und Ausland...) Einführung von ECTS/Leistungspunkten Erarbeitung der Kompetenzfelder und Zuordnung der Module zu den Kompetenzfeldern. Dabei wurden bildungspolitische Vorgaben mit einbezogen, damit eine Übertragung zwischen den Hochschulen der einzelnen Länder gewährleistet wird. Gemeinsamer Entwurf und Test eines Moduldokumentationsformulars zur systematischen Erfassung von Informationen zu einzelnen Modulen im Verbund Entwicklung eines prototypischen Informationssystems zur Erfassung und Bereitstellung modularisierter Studien- und Prüfungsangebote sowie Studien- und Prüfungsleistungen Exemplarische Studien- und Prüfungsordnungen für modularisierte Studiengänge mit ECTS und den Abschlüssen Bachelor und Master Verfahrensweisen für die gegenseitige Anerkennung ausgewählter Module (auch mit ausländischen Partnerhochschulen) Erarbeitung der Grundlagen international vergleichbarer Abschlüsse und schrittweise Einführung der zugehörigen Studiengänge 4

5 Konzepte und Rahmenbedingungen für Studienmodelle mit ausländischen Hochschulen Grundlagen zur Organisation und Umsetzung virtueller Hochschulen Anforderungskriterien für die Studierendenbetreuung in der sich verändernden Hochschullandschaft Auswertung von Umfragen zur Akzeptanz der Modularisierung aus der Sicht der Lehrenden und Studierenden sowie der Studienverwaltung Entwicklung eines Anwender-Leitfadens zur Einführung von modularisierten Studiengängen unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien * * * * * 5

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