Datenreport Bundesrepublik Deutschland WZB. Statistisches Bundesamt

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Datenreport 2013. Bundesrepublik Deutschland WZB. Statistisches Bundesamt"

Transkript

1 Datenreport 2013 Ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland Statistisches Bundesamt WZB

2

3 7 / Sozialstruktur und soziale Lagen 7.5 / Lebenssituationen älterer Menschen 7.5 Lebenssituationen älterer Menschen Elke Hoffmann DZA Berlin, DEAS-Projektgruppe* *Texte und Analysen der DEAS-Daten basieren auf der Arbeit der DEAS-Projektgruppe unter Leitung von Andreas Motel- Klingebiel und Susanne Wurm (siehe Seite 226) Nach den Ergebnissen des Zensus sind im Jahr 2011 circa 9 Millionen der in Deutschland lebenden Personen (das sind 11 % der Bevölkerung) 65 bis 74 Jahre alt, weitere 7,5 Millionen Personen (9 %) haben das 75. Lebensjahr erreicht oder überschritten. Damit ist jeder fünfte Mensch in Deutschland 65 Jahre alt oder älter, in Sachsen und Sachsen-Anhalt ist es bereits jede vierte Person. Nicht nur der Anteil sondern auch die Zahl der Älteren steigt seit einigen Jahrzehnten kontinuierlich an. In den letzten 20 Jahren nahm die Zahl der über 65-Jährigen um rund 40 % zu. Die Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen sogar Anstiege um mehr als 70 %, während in Hamburg und Bremen Zunahmen von etwas weniger als 20 % gemessen werden. WZB / SOEP Info 1 Deutscher Alterssurvey (DEAS) Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) ist eine langfristig angelegte bundesweite repräsentative Quer- und Längsschnittbefragung der über 40-jährigen Bevölkerung in Deutschland. Der DEAS wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Die wissenschaftliche Leitung und Durchführung der Studie liegt beim Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA). Die umfassende Untersuchung von Personen im mittleren und höheren Erwachsenenalter dient dazu, Mikrodaten bereitzustellen, die sowohl für die sozial- und verhaltenswissenschaftliche Forschung als auch für die Sozialberichterstattung genutzt werden können. Die erste Befragung wurde im Jahr 1996 durchgeführt. Weitere Befragungen folgten in den Jahren 2002, 2008 und 2011, die nächste Erhebung findet im Jahr 2014 statt. Insgesamt werden Informationen zu folgenden Themenbereichen erhoben: Arbeit und Ruhestand Generationen, Familie und soziale Netzwerke Außerberufliche Tätigkeiten und ehrenamtliches Engagement Wohnen und Mobilität Wirtschaftliche Lage und wirtschaftliches Verhalten Lebensqualität und Wohlbefinden Gesundheit und Gesundheitsverhalten Hilfe-und Pflegebedürftigkeit Einstellungen, Normen und Werte Für Analysen sind derzeit die Querschnittsdaten der Basisstichproben bis zum Erhebungsjahr 2008 verfügbar. Info Abb 1 Stichprobendesign des Deutschen Alterssurveys Alter 100 Basis Panel + Basis Panel + Basis Panel Panel + Basis Stichproben des DEAS nach Erhebungswellen und Altersgruppen. Weitere Informationen und Daten: Anonymisierte DEAS-Datensätze im Forschungsdatenzentrum des DZA: DEAS-Indikatoren online im Statistischen Informationssystem GeroStat: 212

4 Lebenssituationen älterer Menschen / 7.5 Sozialstruktur und soziale Lagen / 7 Die Gruppe der 65-Jährigen und Älteren umfasst 16,5 Millionen Menschen. Davon sind 57 % Frauen und 43 % Männer. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren ohne deutsche Staatsbürgerschaft ist dabei mit 3 % relativ gering, jedoch verfügen bereits 8 % der über 65-Jährigen über einen Migrationshintergrund. Alle Daten dieses einleitenden Abschnittes sind vorläufige Ergebnisse des Zensus 2011 (Stand: ). Die folgenden vier Abschnitte beschreiben anhand von Daten der amtlichen Statistik sowie des Deutschen Alterssurveys (DEAS, Basisstichproben bis zum Erhebungsjahr 2008) ausgewählte Lebens situationen älterer Menschen in Deutschland. Info 1 Abb 1 Familienstand der Bevölkerung ab 65 Jahren 2011 in Prozent Frauen Männer Familiale Lebensformen, soziale Netzwerke ledig verheiratet geschieden verwitwet Familienstand und Lebensformen Das paarweise Zusammenleben ist auch im Alter die dominierende Lebensform, wobei der Trauschein nach wie vor von großer Bedeutung ist: 46 % der Frauen ab 65 Jahren sind verheiratet und von den gleichaltrigen Männern sind es 74 %. Dieser Unterschied erklärt sich vor allem aus der kürzeren Lebenserwartung für Männer. Sie versterben früher als Frauen und sind deshalb seltener verwitwet (nur 13 % der Männer ab 65 Jahren) als Frauen (40 % dieser Altersgruppe). Erfreulicherweise verschiebt sich der Verlust der Lebenspartnerin beziehungsweise des Lebenspartners durch Verwitwung in ein immer höheres Lebensalter. So war der Anteil verwitweter Frauen ab 65 Jahren 1991 mit 55 % noch deutlich größer. Hier sind vor allem die Verbesserungen der Überlebenschancen älterer Männer sichtbar. Abb 1 Neben dem amtlich dokumentierten Familienstand beobachtet die amtliche Statistik auch Formen des Zusammenlebens der Bevölkerung. Diese spiegeln das familiale Beziehungsgefüge im privaten Haushalt. Danach lebt die Mehrzahl der älteren Menschen (94 % der Bevölkerung ab 65 Jahren) ohne Kinder im eigenen Haushalt. Nur selten sind mehrere Datenbasis: GeroStat, Deutsches Zentrum für Altersfragen, Berlin. DOI /GEROSTAT. Statistisches Bundesamt. Bevölkerungsfortschreibung. Abb 2 Lebensformen der Bevölkerung ab 65 Jahren 2011 in Prozent Frauen Männer mit Ehemann/-frau mit Lebenspartner/-in alleinstehend im Einpersonenhaushalt übrige Frauen/Männer ohne Partner/-in Datenbasis: GeroStat, Deutsches Zentrum für Altersfragen, Berlin. DOI /GEROSTAT. Statistisches Bundesamt. Mikrozensus. Bevölkerung am Familienhauptwohnsitz. 213

5 Lebenssituationen älterer Menschen / 7.5 Sozialstruktur und soziale Lagen / 7 men bezeichnet. Er kann durch weitere kleinere Einnahmebeträge (zum Beispiel durch den Verkauf von Waren) aufgebessert werden und steht schließlich als ausgabefähiges Einkommen zur Verfügung. Gemessen am Ausgangswert, dem Bruttoeinkommen, verbleiben den Haushalten in Ost- und Westdeutschland jeweils 93 % als ausgabefähiger Betrag. Das sind im Westen Deutschlands Euro monatlich, im Osten Euro, was 71 % des westdeutschen Einkommensniveaus entspricht. (siehe Kapitel 6.1, Info 1»Haushaltsbruttoeinkommen, Haushaltsnettoeinkommen«). Tab 1 Die Heterogenität von Alterseinkommen wird ganz wesentlich durch die im Erwerbsleben erreichte soziale Position geprägt. Sie bestimmt Quelle und Höhe der Alterseinkünfte und des vorhandenen Vermögens. Sehr markante Differenzierungen bestehen zum Beispiel zwischen Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis standen (Beziehende von Pensionen) und jenen, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren (Beziehende von Renten der Gesetzlichen Rentenversicherung, GRV). Pensionsbeziehende leben fast ausschließlich in Westdeutschland, da es in der DDR keinen vergleichbaren Beamtenstatus gab und nach der Wende nur sehr restriktiv verbeamtet wurde. Im Folgenden sollen Einkommen von Pensionsbeziehenden im Westen Deutschlands, von Rentenbeziehenden im Westen Deutschlands und von Rentenbeziehenden im Osten Deutschlands verglichen werden. Bei den gemäß der»neuen«oecd- Skala bedarfsgewichteten Nettoäquivalenzeinkommen erreichen Rentnerinnen und Rentner in Westdeutschland 60 % vom Niveau der in Westdeutschland lebenden pensionierten Personen. Für die Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland sind es sogar nur 48 %: Während den pensionierten Personen monatlich Euro zur Verfügung stehen, müssen Rentenbeziehende im Osten Deutschlands mit Euro auskommen (siehe Kapitel 6.2, Info 3»Nettoäquivalenzeinkommen«). Tab 2 Abb 3 Erhalt und Gabe von Leistungen in der Altersgruppe der 70- bis 85-Jährigen 2008 in Prozent Geld- und Sachtranfers 18,0 0,4 Eltern 6,5 9,7 12,9 0,0 17,4 1,9 70- bis 85-Jährige Kinder Enkel Instrumentelle Hilfen 11,9 4,6 3,0 Datenbasis: DEAS 2008 (n = 2.044), gewichtet, gerundete Angaben. Mahne, K.; Motel-Klingebiel, A. (2010). Familiale Generationenbeziehungen. In: A. Motel-Klingebiel; S. Wurm; C. Tesch-Römer (He r aus ge ber). Altern im Wandel. Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS), S Stuttgart: Kohlhammer. Tab 1 Einkommen privater Haushalte mit überwiegendem Lebens unterhalt aus Renten und Pensionen je Haushalt und Monat 2008 in Euro West Haushaltsbruttoeinkommen abzüglich Steuern 76 7 Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung Haushaltsnettoeinkommen Ausgabefähiges Einkommen Datenbasis: Statistisches Bundesamt. EVS Tab 2 Einkommen von Personen mit Renten- und Pensionsbezügen je Haushalt und Monat 2008 in Euro West 0,6 Personen mit Bezügen aus Ost Ost Pensionen Renten Renten Nettoäquivalenzeinkommen¹ Median² des Nettoäquivalenzeinkommens Relative Einkommensposition³ (in Prozent) 163,3 95,0 81,8 1džGewichtet nach modifizierter OECD-Skala. 2džMittlerer Wert, der die Haushalte in genau zwei Hälften teilt: die eine hat mehr, die andere weniger zur Verfügung. 3džAnteil der jeweiligen Mediane in Zeile 2 am Median des Nettoäquivalenzeinkommens für Deutschland (= Euro). Datenbasis: Statistisches Bundesamt. EVS

6 7 / Sozialstruktur und soziale Lagen 7.5 / Lebenssituationen älterer Menschen Tab 3 Geld- und Immobilienvermögen sowie Schulden privater Haushalte mit überwiegendem Lebensunterhalt aus Renten und Pensionen 2008 in Euro West Ost Haushalte mit überwiegendem Lebensunterhalt aus Pensionen Renten Renten Durchschnittswert je Haushalt¹ Nettogeldvermögen Gesamtschulden Nettogesamtvermögen Median¹ errechnet an allen Haushalten² Nettogeldvermögen Info 2 S80/S20-Rate Die S80/S20-Rate beschreibt den relativen Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Rand der Einkommen in der jeweiligen Gruppe. Hierfür werden jeweils für Pensionierte sowie für Empfangende von Renten in Ost- und in Westdeutschland die höchsten Einkommen (im obersten Quintil) ins Verhältnis gesetzt zu den niedrigsten (im untersten Quintil). Je höher die Rate, desto größer ist dieser Abstand und damit die Ungleichheit innerhalb der jeweiligen Gruppe. Nettogesamtvermögen Tab 4 Einkommen privater Haushalte nach Renten- und Pensionsbezug je Haushalt und Monat 2008 in Euro West Ost Haushalte mit überwiegendem Lebensunterhalt aus Pensionen Renten Renten Bruttoeinkommen aus Erwerbsarbeit Einnahmen aus Vermögen Einkommen aus öffentlichen Transferzahlungen darunter: (Brutto) Renten der GRV (Brutto) Pensionen / (Brutto) Renten der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes Renten der Gesetzlichen Unfallversicherung Einkommen aus nichtöffentlichen Transferzahlungen darunter: (Brutto) Werks- und Betriebsrenten Leistungen aus privaten Versicherungen Unterstützung von privaten Haushalten Haushaltsbruttoeinkommen abzüglich Steuern Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung Haushaltsnettoeinkommen Median des Haushaltsnettoeinkommens Ausgabefähige Einkommen und Einnahmen Noch sichtbarer sind die Unterschiede bei der Betrachtung von Vermögenswerten. Auch hier gilt: Am schlechtesten gestellt sind die Haushalte ostdeutscher Rentnerinnen und Rentner. Der Abstand zu den westdeutschen Rentenbeziehenden ist allerdings geringer als die Differenz zwischen Haushalten westdeutscher Rentenbeziehender und westdeutscher Pensionierter. Tab 3 Aber auch innerhalb der einzelnen sozialen Gruppen sind Differenzierungen messbar, die sich mit der sogenannten S80/ S20-Rate bestimmen lassen (siehe Kapitel 6.2, Info 4»Wie groß ist die Ungleichheit in der Einkommensverteilung?«). Info 2 Für Pensionierte wurde eine Rate von 3,1 gemessen. Am größten ist die Varianz der Einkommen bei Rentenempfangenden im Westen Deutschlands mit einer Rate von 4,0. Die Alterseinkommen von Rentnerinnen und Rentnern im Osten Deutschlands sind deutlich homoge ner (2,7), da sie noch überwiegend auf relativ einheitlichen Erwerbsbiografien mit langjähriger sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigung, auf einer hohen Erwerbsbeteiligung der Frauen sowie auf dem staatlichen Prinzip der Altersrente als Hauptform der Altersversorgung basieren. Zunehmende Vielfalt und Diskontinuitäten in den Erwerbsverläufen, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und 216

7 Lebenssituationen älterer Menschen / 7.5 Sozialstruktur und soziale Lagen / 7 Effekte der Rentenreformen werden bei den zukünftigen ostdeutschen Rentnergenerationen jedoch zu einer Ausdifferenzierung des Rentenniveaus führen. Einkommensquellen Die Bevölkerung im Ruhestand bezieht ihr Einkommen hauptsächlich aus öffentlichen Transferzahlungen: Im Jahr 2008 sind das in Westdeutschland 68 % und in Ostdeutschland 85 % der Bruttoeinkommen. Den größten Teil der öffentlichen Transfers und somit vom Haushaltseinkommen insgesamt machen Renten der GRV und Pensionszahlungen aus. Hinzu kommen Sozialtransfers wie Wohngeld, Grundsicherung im Alter, Pflegegeld, Renten der Gesetzlichen Unfallversicherung, Renten der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes. Die zweitwichtigste Quelle für die Alterseinkommen sind Einnahmen aus Vermögen, gefolgt von nichtöffentlichen Transferzahlungen wie zum Beispiel Betriebsrenten und privaten Versicherungsleistungen. Einkommen aus eigener Erwerbsarbeit spielen im Seniorenalter Abb 4, Tab 4 kaum eine Rolle. Einkommensverwendung Das ausgabefähige Einkommen ist jener Betrag, der den Haushalten für ihre Lebensführung zur Verfügung steht. Er fließt in recht unterschiedlichen Anteilen in drei Bereiche: 84 % davon werden für den privaten Konsum verbraucht. 13 % benötigen die Haushalte für übrige, nichtkonsumtive Ausgaben wie KFZ- und sonstige Steuern, Geldspenden, Versicherungs- und Mitgliedsbeiträge oder Zinsen für Baudarlehen und Konsumentenkredite. 3 % werden für die Bildung von Sachund Geldvermögen gespart. Tab 5 Die Ausgaben für den privaten Konsum werden zu einem reichlichen Drittel für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung getätigt, gefolgt von Ausgaben für Ernährung und für Freizeit. Kosten für den Kauf und die Nutzung von Fahrzeugen sowie für Verkehrsdienstleistungen stehen bei älteren Menschen an vierter Stelle. Insgesamt entfällt etwas Abb 4 Quellen des Bruttoeinkommens privater Haushalte nach Renten- und Pensionsbezug 2008 in Prozent Pensionbeziehende Westdeutschland Rentenbeziehende Westdeutschland Rentenbeziehende Ostdeutschland 15,0 (709 Euro) 6,1 (291 Euro) 4,7 (222 Euro) 18,9 (455 Euro) 11,2 (269 Euro) 4,3 (104 Euro) 9,4 (183 Euro) 3,1 (61 Euro) 2,7 (52 Euro) Einnahmen aus Vermögen mehr als die Hälfte aller Konsumausgaben auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse Wohnen, Ernährung und Bekleidung. Die mit der EVS erfassten Verbrauchsstrukturen spiegeln das Konsumverhalten der Bevölkerung. Sie geben Auskunft darüber, wohin das Geld fließt. Inwieweit dieses Verhalten tatsächlich die Bedürfnisse der Menschen befriedigt, können sie Einkommen aus öffentlichen Transferzahlungen Einkommen aus nichtöffentlichen Transfers Bruttoeinkommen aus Erwerbsarbeit Geklammerte Werte: Einkommen/Einnahmen je Haushalt und Monat in Euro. Datenbasis: Statistisches Bundesamt. EVS ,2 (3 518 Euro) 65,4 (1 572 Euro) 84,7 (1 654 Euro) Tab 5 Ausgaben privater Haushalte nach Renten- und Pensionsbezug 2008 West Ost Haushalte mit überwiegendem Lebensunterhalt aus Pensionen Renten Renten je Haushalt und Monat in Euro Private Konsumausgaben Übrige Ausgaben darunter: Versicherungsbeiträge Zinsen für Kredite Ersparnis Anteil an allen Ausgaben in % Private Konsumausgaben 74,6 86,9 88,1 Übrige Ausgaben 19,0 12,0 9,2 Sparquote 6,4 1,1 2,7 Datenbasis: Statistisches Bundesamt. EVS nicht messen. Darüber kann der Deutsche Alterssurvey informieren. Er befragt ältere Menschen, ob sie genug Geld haben, um ihre Konsumbedürfnisse befriedigen zu können. Die Antworten bestätigen, dass hohe Einkommen überwiegend und fast völlig die Deckung eigener Bedarfe ermöglichen: Nahezu 80 % der Personen aus 217

8 7 / Sozialstruktur und soziale Lagen 7.5 / Lebenssituationen älterer Menschen Abb 8 Mobilitätseinschränkungen nach Altersgruppen 2008 in Prozent Aktivitäten: Anstrengende Tätigkeiten Jahre Jahre Jahre Einkaufstaschen heben/tragen Jahre Jahre Jahre Einen Treppenabsatz steigen Jahre Jahre Jahre 20 8 Sich beugen, knien, bücken Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre 13 Mehrere Straßenkreuzungen zu Fuß Sich baden oder anziehen Etwas 5 Stark Ausgewählte Mobilitätsaspekte der SF-36 Subskala zur körperlichen Funktionsfähigkeit. Datenbasis: DEAS 2008 (n = ), gewichtet, gerundete Angaben. Abb 9 Körperliche Funktionsfähigkeit nach Altersgruppen und Bildung 2008 in Prozent (Mittelwerte) Jahre Jahre Jahre Niedrige Bildung Mittlere Bildung Hohe Bildung Transformierter Summenscore der Subskala»Körperliche Funktionsfähigkeit«des SF-36-Fragebogens. Datenbasis: DEAS 2008 (n = 5.995), gewichtet, gerundete Angaben, Mittelwerte häufigsten das Beugen, Knien oder Bücken verbunden (18 %) und damit Bewegungsformen, die im Alltag relativ häufig vorkommen. Einschränkungen in basalen Aktivitäten des täglichen Lebens wie dem Sich-Baden oder Anziehen erleben insgesamt 18 % der 70- bis 85-Jährigen, jedoch nur 5 % berichten über starke Einschränkungen. Die Ergebnisse weisen somit insgesamt auf relativ gute Mobilitätsmöglichkeiten im höheren Erwachsenenalter hin auch unter Berücksichtigung dessen, dass die hier dargestellten Prävalenzdaten die tatsächlichen Mobilitätseinschränkungen eher unter- als überschätzen. Ein weiterer wichtiger Befund ist schließlich die Feststellung, dass einige Mobilitätseinschränkungen nicht erst im höheren Lebensalter, sondern bereits im mittleren Erwachsenenalter und somit im Erwerbsalter verbreitet sind. Anstrengende Tätigkeiten wie schnelles Laufen oder Heben schwerer Gegenstände sind für rund die Hälfte dieser Personen nur eingeschränkt möglich. Je nach Art der Erwerbstätigkeit kann das eine Minderung der Erwerbsfähigkeit bedeuten. Neben der differenzierten Betrachtung einzelner Mobilitätsaspekte kann auf der Grundlage der eingesetzten Skala ein Gesamtmaß zur Mobilität gebildet werden. Der Wert 0 bedeutet hierbei, dass eine Person hinsichtlich aller erfragten Mobilitätsaspekte sehr eingeschränkt ist, der Wert 100 gibt an, dass eine Person über keinerlei Einschränkungen berichtet. Erwartungsgemäß zeigen sich auch für dieses Maß erhebliche Unterschiede zwischen den drei Altersgruppen. Darüber hinaus unterscheiden sich Frauen und Männer voneinander, mit einer insgesamt besseren Mobilität bei Männern. Personen mit niedriger Bildung haben eine geringere körperliche Funktionsfähigkeit und damit höhere Mobilitätseinschränkungen als höher gebildete Personen. Dies gilt für alle untersuchten Altersgruppen, allerdings wird der Unterschied zwischen den Bildungsgruppen in den älteren Altersgruppen zunehmend 220

9 Lebenssituationen älterer Menschen / 7.5 Sozialstruktur und soziale Lagen / 7 größer. Dies bedeutet zugleich, dass die durchschnittliche körperliche Funktionsfähigkeit von 70- bis 85-Jährigen mit hoher Bildung etwa genauso gut ist wie jene der 55- bis 69-Jährigen mit geringer Bildung. Abb 9 Wie hat sich die körperliche Funktionsfähigkeit gewandelt? Im Rahmen des DEAS wurde die körperliche Funktionsfähigkeit erstmals im Jahr 2002 mit in die Befragung einbezogen. Dadurch ist ein Vergleich der Verteilungen zwischen 2002 und 2008 möglich. Es ist zu erkennen, dass sich in den drei jüngeren Altersgruppen (das heißt im Alter zwischen 40 und 57 Jahren) die Mobilität über die Geburtskohorten hinweg nicht verbessert, sondern für die Altersgruppe der 46- bis 51-Jährigen sogar etwas verschlechtert hat. Für die Personen ab 58 Jahren zeigen sich hingegen leichte Verbesserungen ihrer körperlichen Funktionsfähigkeit. Diese sind jedoch nur für die Gruppen der 58- bis 63-Jährigen und der 70- bis 75-Jährigen statistisch signifikant (alle Analysen erfolgten unter Berücksichtigung von Erhebungsjahr, Altersgruppe, Geschlecht Abb 10 und Region). Die körperliche Funktionsfähigkeit für Personen aus unteren Bildungsschichten hat sich zwischen den Jahren 2002 und 2008 verschlechtert, für Personen mit höherer Bildung hat sie sich hingegen verbessert. Erst auf der Grundlage einer erneuten Befragung kann verlässlich eingeschätzt werden, ob sich diese Entwicklung tatsächlich als längerfristiger Trend einer Differenzierung beschreiben lässt. Zusammenfassung Mit steigendem Lebensalter nehmen Mobilitätseinschränkungen zu und sind ein Risiko für eine selbstständige Lebensführung. Ältere Frauen sind stärker eingeschränkt als ältere Männer. Es besteht ein deutlicher Bildungsschichteffekt: Die funktionale Gesundheit älterer Menschen ist in höheren Bildungsschichten besser. Abb 10 Körperliche Funktionsfähigkeit im Kohortenvergleich nach Altersgruppen 2002 und 2008 in Prozent (Mittelwerte) Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Summenscore der Subskala»Körperliche Funktionsfähigkeit«des SF-36-Fragebogens. Datenbasis: DEAS 2002 (n = 2.936) und 2008 (n = 5.773); Basisstichproben, gewichtet, gerundete Angaben, Mittelwerte. Abb 11 Erwerbstätigenquote¹ der Bevölkerung im Alter von 55 bis unter 65 Jahre, in Prozent Frauen Männer Frauen Männer Bis 2004 Erwerbstätige am Ort der Haupt- und Nebenwohnung, ab 2005 am Ort der Hauptwohnung. Datenbasis: Statistisches Bundesamt. Mikrozensus GeroStat, Deutsches Zentrum für Altersfragen, Berlin. DOI /GEROSTAT

10 7 / Sozialstruktur und soziale Lagen 7.5 / Lebenssituationen älterer Menschen Erwerbsaustritts- und Renteneintrittsalter ergeben sich aus Erinnerungseffekten der retrospektiven Befragung. Auch unter denjenigen, die als Nichterwerbstätige in den Ruhestand wechseln, Abb 15 Entwicklung des durchschnittlichen Renteneintritts- und Erwerbsaustrittsalters zwischen 1996 und 2008 in Jahren Austritt aus Erwerbstätigkeit Eintritt in Altersrente Austritt aus Erwerbstätigkeit Eintritt in Altersrente Erwerbstätig vor Übergang in den Ruhestand¹ Nicht erwerbstätig vor Übergang in den Ruhestand² steigt das Renteneintrittsalter signifikant von 61,9 auf 63,0 Jahre. Allerdings hat sich für diese Gruppe die Dauer der Erwerbstätigkeit kaum erhöht. Diesen Personen, die im Durchschnitt kurz nach Abb 16 Übergang in den Ruhestand aus der Nichterwerbstätigkeit zwischen 1990 und 2008 in Prozent Sonstige Nichterwerbstätigkeit Berufsunfähigkeit/Längere Krankheit Freistellungsphase der Altersteilzeit Vorruhestand, Frührente Arbeitslosigkeit, Umschulung/Weiterbildung Erreichen ihres 50. Lebensjahres erwerbslos werden, gelingt es nicht, noch einmal eine neue Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Da auch sie später in den Altersruhestand gehen, wächst die Zeitspanne bis zum Renteneintritt, die sie in einer prekären Situation erleben. Diese Befunde stimmen weitgehend mit den Statistiken der Deutschen Rentenversicherung überein. Abb 15 Wie gestaltet sich für diese Personen, die bereits außerhalb des Erwerbslebens stehen, der Übergang in den Ruhestand? Zwischen 1990 und 2008 verändert sich einiges: Mit dem Auslaufen gesetzlich fixierter Vorruhestandsregelungen schrumpft der Anteil von Personen im Vorruhestand erwartungsgemäß drastisch. Auch der Anteil der Personen mit Berufsunfähigkeitsrente oder Langzeiterkrankungen sinkt. Dafür verdreifacht sich der Anteil der Personen in der Freistellungsphase von Altersteilzeit nahezu. Der Anteil von Arbeitslosigkeit vor dem Ruhestand wächst ebenso. Markant ist auch der Anstieg des Anteils der unter der Kategorie»Sonstiges«zusammengefassten Personen. Das könnte ein Hinweis sein, dass beim Übergang in den Ruhestand zunehmend alternative und vielfältigere Wege jenseits der staatlichen Abb 16 Regelungen gesucht werden. Der Mikrozensus erfragt von Nichterwerbspersonen, die in den letzten drei Jahren ihre frühere Erwerbstätigkeit beendet haben, die Gründe dafür. Mit zunehmender Nähe zur Regelaltersgrenze stehen alters- und gesundheitsbezogene Gründe deutlich im Vordergrund. Tab 7 Zusammenfassung Die Erwerbsdauer und die Ruhestandsübergänge wandeln sich. Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen erhöht und verlängert sich. Der Trend zur Frühverrentung konnte gestoppt werden. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter steigt. Die gesetzliche Regelaltersgrenze wird im Durchschnitt jedoch nicht erreicht. Auch das Erwerbsaustrittsalter steigt, jedoch nur für Personen, die bis zum Renteneintritt erwerbstätig sind. 224

11 Einstellungen zur Rolle der Frau / 14.2 Werte und Einstellungen / Einstellungen zur Rolle der Frau Michael Blohm, Jessica G. Walter GESIS Mannheim WZB / SOEP Die Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit für Frauen hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert: Die Zahl der Ehescheidungen war im Jahr 2012 höher als zu Beginn der 1990er-Jahre, die Erwerbsquote der Frauen nahm, insbesondere im Westen Deutschlands, zu. Zugleich erhöhte sich die Kinderbetreuungsquote seit 2002, nachdem sie in Ostdeutschland in den 1990er-Jahren stark zurückgegangen war. Im Folgenden wird untersucht, wie sich verschiedene Einstellungen zur Rolle der Frau in Familie und Beruf verändert haben, die wichtige Indikatoren für das gesellschaftliche Klima bezüglich der Gleichstellung von Mann und Frau darstellen. Während die Daten für Westdeutschland bis 1982 zurückreichen, kann die Entwicklung für Ostdeutschland seit 1991 nachgezeichnet werden. In einem ersten Schritt werden zunächst einige Einstellungen zur Rolle der Frau im Zeitvergleich zusammenfassend dar gestellt, in einem zweiten Schritt schließlich Ergebnisse zu einzelnen zentralen Fragen präsentiert Traditionelle und egalitäre Einstellungen Hinsichtlich der Einstellungen zur Rolle der Frau können mit den Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) zwei theoretisch bedeutsame Dimensionen unterschieden werden: die Vorstellungen zur Rollenverteilung zwischen Mann und Frau und die Einstellungen zu den Konsequenzen der Frauenerwerbstätigkeit. Erstere bezieht sich auf Vorstellungen über die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung hinsichtlich der Erwerbsarbeit sowie auf Vorstellungen über den Stellenwert der Berufstätigkeit der Frau. Letztere betrifft die Einstellungen zu den Konsequenzen der Berufstätigkeit von Frauen insbesondere für die Erziehung und die Entwicklung der Kinder. Info 1 Info 1 Traditionelle und egalitäre Einstellungen zur Rolle der Frau Die Fragen können anhand einer 4-stufigen verbalisierten Skala beantwortet werden. Als Zustimmung gewertet werden:»stimme voll und ganz zu«beziehungsweise»stimme eher zu«. Eine Ablehnung kann mit»stimme eher nicht zu«beziehungsweise»stimme überhaupt nicht zu«zum Ausdruck gebracht werden. Frageformulierung Vorstellungen zur Rollenverteilung zwischen Mann und Frau 1»Es ist für alle Beteiligten viel besser, wenn der Mann voll im Berufsleben steht und die Frau zu Hause bleibt und sich um den Haushalt und die Kinder kümmert.«2»für eine Frau ist es wichtiger, ihrem Mann bei seiner Karriere zu helfen, als selbst Karriere zu machen.«zuordnung der Antworten zu einem traditionellen oder modernen Rollenverhältnis Zustimmung traditionell traditionell Ablehnung egalitär egalitär 3»Eine verheiratete Frau sollte auf eine Berufstätigkeit verzichten, wenn es nur eine begrenzte Anzahl von Arbeitsplätzen gibt und wenn ihr Mann in der Lage ist, für den Unterhalt der Familie zu sorgen.«konsequenzen der Erwerbstätigkeit der Frau 4»Ein Kleinkind wird sicherlich darunter leiden, wenn seine Mutter berufstätig ist.«5»eine berufstätige Mutter kann ein genauso herzliches eine Mutter, die nicht berufstätig ist.«6»es ist für ein Kind sogar gut, wenn seine Mutter berufstätig ist und sich nicht nur auf den Haushalt konzentriert.«traditionell traditionell egalitär egalitär egalitär egalitär traditionell traditionell 385

12

13 Datenreport 2013 Datengrundlagen sowie Autorinnen und Autoren Autorinnen und Autoren Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB): Dr. Roland Habich Leiter des Zentralen Datenmanagements Dr. Weert Canzler Senior Fellow in der Projektgruppe»Wissenschaftspolitik«Dr. Eckhard Priller Leitung der Projektgruppe»Zivilengagement«Mareike Alscher wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Projektgruppe»Zivilengagement«Dr. Reinhard Pollak Leiter der Projektgruppe»Nationales Bildungspanel: Berufsbildung und lebenslanges Lernen«PD Dr. Bernhard Weßels wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung»Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen«Ansprechpartner: Robert Koch-Institut Berlin: Dr. Thomas Ziese Leiter der Abteilung 2 Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring PD Dr. Thomas Lampert Leiter der FG27 Gesundheitsberichterstattung Dr. Lars Eric Kroll Benjamin Kuntz wissenschaftlicher Mitarbeiter in dieser Gruppe Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): Dr. Jan Goebel stellvertr. Leiter des SOEP Dr. Markus M. Grabka Dr. Peter Krause Dr. Ingrid Tucci wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen im SOEP GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim: Dr. Angelika Scheuer wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung»Survey Design and Methodology«Michael Blohm Jessica G. Walter Martina Wasmer Dr. Stefan Weick wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen in der Abteilung»Dauerbeobachtung der Gesellschaft«418

Ausgabe 31 Januar 2004. Folgen einer Trennung für Männer und Frauen unterschiedlich?

Ausgabe 31 Januar 2004. Folgen einer Trennung für Männer und Frauen unterschiedlich? ISI31 Informationsdienst Soziale Indikatoren Ausgabe 31 Januar 24 Sozialberichterstattung Gesellschaftliche Trends Aktuelle Informationen Eine Inhalt Publikation Wenn aus Liebe rote Zahlen werden 1 Patient

Mehr

Zur Vereinbarkeitssituation von Eltern mit Schulkindern

Zur Vereinbarkeitssituation von Eltern mit Schulkindern Monitor Zur Vereinbarkeitssituation Engagement von Eltern mit Schulkindern Monitor Familienforschung Beiträge aus Forschung, Statistik und Familienpolitik Ausgabe 25 Seite 2 Vorwort Vorwort Mehr Menschen

Mehr

ARMUT UND ARMUTSRISIKEN VON FRAUEN UND MÄNNERN

ARMUT UND ARMUTSRISIKEN VON FRAUEN UND MÄNNERN ARMUT UND ARMUTSRISIKEN VON FRAUEN UND MÄNNERN Berlin 2012 Irene Pimminger 1 INHALT Verzeichnis der Abbildungen...1 Einleitung...2 1 Daten und Fakten...4 1.1 Armut und soziale Ausgrenzung EU2020-Leitindikatoren...4

Mehr

Wie leben Kinder in Deutschland?

Wie leben Kinder in Deutschland? Wie leben Kinder in Deutschland? Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 3. August 2011 in Berlin Statistisches Bundesamt Verdienste und Arbeitskosten 2008 Seite 4 Statistisches Bundesamt 2009 Wie leben

Mehr

ISI45. Schichtzugehörigkeit nicht nur vom Einkommen bestimmt. Informationsdienst Soziale Indikatoren. Ausgabe 45 Februar 2011

ISI45. Schichtzugehörigkeit nicht nur vom Einkommen bestimmt. Informationsdienst Soziale Indikatoren. Ausgabe 45 Februar 2011 ISI45 Informationsdienst Soziale Indikatoren Ausgabe 45 Februar 2011 Sozialberichterstattung Gesellschaftliche Trends Aktuelle Informationen Eine Inhalt Publikation Schichtzugehörigkeit nicht nur vom Einkommen

Mehr

Wo bleibt die Zeit? Die Zeitverwendung der Bevölkerung in Deutschland 2001/02. Statistisches Bundesamt

Wo bleibt die Zeit? Die Zeitverwendung der Bevölkerung in Deutschland 2001/02. Statistisches Bundesamt Wo bleibt die Zeit? Die Zeitverwendung der Bevölkerung in Deutschland 2001/02 Statistisches Bundesamt WO BLEIBT DIE ZEIT? Die Zeitverwendung der Bevölkerung in Deutschland 2001/02 Herausgeber: Bundesministerium

Mehr

bevölkerung deutschlands bis 2060

bevölkerung deutschlands bis 2060 bevölkerung deutschlands bis 2060 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 18. November 2009 in Berlin Statistisches Bundesamt bevölkerung Deutschlands bis 2060

Mehr

ist mehr als Rentenfinanzierung

ist mehr als Rentenfinanzierung Z Gerontol Geriat 35:129 138 (2002) ORIGINALARBEIT M. Kohli Generationengerechtigkeit ist mehr als Rentenfinanzierung Dieser Aufsatz beruht auf meinem Beitrag zum Symposion Reiche Alte arme Junge?, geleitet

Mehr

(KEINE) LUST AUF KINDER? GEBURTENENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND. Hrsg.: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)

(KEINE) LUST AUF KINDER? GEBURTENENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND. Hrsg.: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) (KEINE) LUST AUF KINDER? GEBURTENENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND Hrsg.: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) (Keine) Lust auf Kinder? Geburtenentwicklung in Deutschland Herausgeber Bundesinstitut

Mehr

Qualität der Arbeit. Geld verdienen und was sonst noch zählt 2012. Statistisches Bundesamt

Qualität der Arbeit. Geld verdienen und was sonst noch zählt 2012. Statistisches Bundesamt Qualität der Arbeit Geld verdienen und was sonst noch zählt 2012 Statistisches Bundesamt Herausgeber Statistisches Bundesamt, Wiesbaden Autorin und Autoren Thomas Körner, Katharina Puch, Christian Wingerter

Mehr

Integration mit Zukunft: Erwerbsperspektiven für Mütter mit Migrationshintergrund

Integration mit Zukunft: Erwerbsperspektiven für Mütter mit Migrationshintergrund Integration mit Zukunft: Erwerbsperspektiven für Mütter mit Migrationshintergrund Analysen und Praxisberichte im Kontext der Fachkräftesicherung Inhalt Teil I... 5 Einleitung... 5 1.1 Im Fokus: Familien

Mehr

Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen

Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen Aktuelle Berichte Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 7/2015 Inhalt 1 Standortbestimmung: Herausforderungen am Arbeitsmarkt... 3 2 Struktur der Beschäftigung... 7 3 Fachkräftesicherung...11

Mehr

WIE VIEL FAMILIE VERTRÄGT DIE MODERNE GESELLSCHAFT?

WIE VIEL FAMILIE VERTRÄGT DIE MODERNE GESELLSCHAFT? WIE VIEL FAMILIE VERTRÄGT DIE MODERNE GESELLSCHAFT? Jörg Althammer / Michael Böhmer / Dieter Frey / Stefan Hradil / Ursula Nothelle-Wildfeuer / Notburga Ott / Berta van Schoor / Susanne Seyda www.romanherzoginstitut.de

Mehr

Rentenratgeber für Frauen.

Rentenratgeber für Frauen. Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung kostenlos herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von Wahlbewerbern oder Wahlhelfern

Mehr

Wie Großeltern ihre Kinder und Enkelkinder unterstützen

Wie Großeltern ihre Kinder und Enkelkinder unterstützen Österreichisches Institut für Familienforschung Austrian Institute for Family Studies Working Paper Markus Kaindl t Georg Wernhart Wie Großeltern ihre Kinder und Enkelkinder unterstützen Persönliche und

Mehr

weil für mich hat es sowieso nie Angebote gegeben

weil für mich hat es sowieso nie Angebote gegeben weil für mich hat es sowieso nie Angebote gegeben Bildungswünsche und -bedarfe von nicht erwerbstätigen bildungsbenachteiligten Frauen mit Pflichtschule als höchstem Bildungsabschluss Eine Studie im Rahmen

Mehr

auf dem weg zur gleichstellung?

auf dem weg zur gleichstellung? auf dem weg zur gleichstellung? Bildung, Arbeit und Soziales Unterschiede zwischen Frauen und Männern Statistisches Bundesamt auf dem weg zur gleichstellung? Bildung, Arbeit und Soziales Unterschiede zwischen

Mehr

Diskussionspapiere. Wenn Frauen das Geld verdienen eine empirische Annäherung an das Phänomen der Familienernährerin

Diskussionspapiere. Wenn Frauen das Geld verdienen eine empirische Annäherung an das Phänomen der Familienernährerin Diskussionspapiere Wenn Frauen das Geld verdienen eine empirische Annäherung an das Phänomen der Familienernährerin Wolfram Brehmer/Dr. Christina Klenner/Prof. Dr. Ute Klammer WSI-Diskussionspapier Nr.

Mehr

Studieren mit Kind. Ergebnisse der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System

Studieren mit Kind. Ergebnisse der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System Studieren mit Kind Ergebnisse der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System Der vorliegende Bericht wurde im Auftrag des Deutschen Studentenwerks

Mehr

Wer sind die ausschließlich geringfügig Beschäftigten? Eine Analyse nach sozialer Lebenslage

Wer sind die ausschließlich geringfügig Beschäftigten? Eine Analyse nach sozialer Lebenslage Thomas Körner, M. A. (Statistisches Besamt), Dipl.-Soziologe Holger Meinken (Statistik der Besagentur für Arbeit), Dipl.-Geografin Katharina Puch (Statistisches Besamt) Wer sind die ausschließlich geringfügig

Mehr

Einstellungen zum Altern der Gesellschaft und zur Alterspolitik. Ergebnisse des Population Policy Acceptance Survey (PPA) zum Modul Altern

Einstellungen zum Altern der Gesellschaft und zur Alterspolitik. Ergebnisse des Population Policy Acceptance Survey (PPA) zum Modul Altern Einstellungen zum Altern der Gesellschaft und zur Alterspolitik Ergebnisse des Population Policy Acceptance Survey (PPA) zum Modul Altern Bericht zum Vergleich PPA 1 und PPA 2 und Tabellenband PPA 2 Forschungsbericht

Mehr

Kai-Uwe Müller, Michael Neumann Katharina Wrohlich DIW Berlin. Familienarbeitszeit

Kai-Uwe Müller, Michael Neumann Katharina Wrohlich DIW Berlin. Familienarbeitszeit Kai-Uwe Müller, Michael Neumann Katharina Wrohlich DIW Berlin Familienarbeitszeit Wirkungen und Kosten einer Lohnersatzleistung bei reduzierter Vollzeitbeschäftigung Kai-Uwe Müller, Michael Neumann Katharina

Mehr

Anhaltend hohe Vermögensungleichheit in Deutschland

Anhaltend hohe Vermögensungleichheit in Deutschland VERMÖGENSUNGLEICHHEIT Anhaltend hohe Vermögensungleichheit in Deutschland Von Markus M. Grabka und Christian Westermeier Nach aktuellen Analysen auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) belief

Mehr

Migranten am Arbeitsmarkt in Deutschland

Migranten am Arbeitsmarkt in Deutschland Migranten am Arbeitsmarkt in Deutschland Katharina Seebaß Manuel Siegert WorkingPaper WorkingPaper WWorking o r k i npaper g P a p36e r der Forschungsgruppe des Bundesamtes W o r k i n g P a p e r W o

Mehr

Betrieb. Erwartungen an einen. familienfreundlichen

Betrieb. Erwartungen an einen. familienfreundlichen Information Erwartungen an einen familienfreundlichen Betrieb. Erste Auswertung einer repräsentativen Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Kindern oder Pflegeaufgaben Erwartungen an einen

Mehr

Betrieb. Erwartungen an einen. familienfreundlichen

Betrieb. Erwartungen an einen. familienfreundlichen Erwartungen an einen familienfreundlichen Betrieb. Erste Auswertung einer repräsentativen Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Kindern oder Pflegeaufgaben Erwartungen an einen familienfreundlichen

Mehr

Zur Zukunftsfestigkeit der Europäischen Sozialstaaten

Zur Zukunftsfestigkeit der Europäischen Sozialstaaten Analyse Zur Zukunftsfestigkeit der Europäischen Sozialstaaten Von Michael Bräuninger und Christina Benita Wilke, Hamburgisches WeltWirtschafts- Institut 2 Inhaltsverzeichnis Kurzzusammenfassung 4 1 Einleitung

Mehr

Ausgabe 35 Januar 2006. Untersucht werden diese und weitere Fragen anhand von Daten aus zwei verschiedenen europäischen

Ausgabe 35 Januar 2006. Untersucht werden diese und weitere Fragen anhand von Daten aus zwei verschiedenen europäischen ISI Informationsdienst Soziale Indikatoren Ausgabe Januar 2006 Sozialberichterstattung Gesellschaftliche Trends Aktuelle Informationen Eine Inhalt Publikation Kein Herz für Europa? Monitoring Social Europe

Mehr