Verbesserung der Energieeffizienz im Wohnungsbestand

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1 Verbesserung der Energieeffizienz im Wohnungsbestand Michael Knoll Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Im Rahmen der Veranstaltung der IBB Alles im grünen Bereich!

2 IZT Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung 1981 gegründet Derzeit 30 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Forschungsschwerpunkte sind: Zukunftsforschung, Technologiebewertung, Nachhaltige Entwicklung Nachhaltiges Wirtschaften IuK-Technologien, Medien, Kommunikation Energie, Klimaschutz, Luftreinhaltung Regionalstudien, Wohnen, Mobilität

3 Inhalt Klimaschutz und Herausforderungen Warum Verbraucherverhalten adressiert werden muss Beispiele für Interventionen

4 Klimaschutz und Herausforderungen Wir können den Klimawandel begrenzen, aber nicht mehr vermeiden; wie stark er ausfallen wird,bestimmen wir durch unser Verhalten IPCC: Stabilisierung mittleren Temperaturanstieg bei etwa 2 C in % Minderung der CO 2 -Emissionen bis 2050 Erhebliche Anstrengungen erforderlich Nichtstun kommt zukünftigen Generationen teuer zu stehen (Stern- Bericht) Wir müssen alle Energieeffizienzpotentiale nutzen technische Maßnahmen alleine genügen nicht, um vorhandene Effizienzpotentiale voll auszuschöpfen

5 CO 2 Kontingent Deutschland Emissionsbudget 973,6 Mio. t CO2 eq. andere Sektoren (Verkehr, Haushalt, Gewerbe) 520,5 Mio. t CO2 Emissionshandelsektor Energiewirtschaft + emissionsintensive Industrie 453,1 t CO2 Sektor Verkehr, Haushalt, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen 334 Mio. t CO2 Nicht im Emissionshandel vertretende Teile der Sektoren Energie + Industrie 186,5 Mio. t CO2 eq. Sektor Haushalt 1990 = 129,44 Mio. t CO = 113,03 Mio. t CO 2 KfW (2007): 1,875 Mrd., WE, 7,77 Mio. m t CO 2 Minderung pro Jahr

6 Endenergieverbrauch von Haushalten 2007 Verkehr 27% Handel 16% Warmwasser Haushalte 30% Heizung Mit Beratungsdienstleistung: -10% in der Praxis, weitere -10% in wiss. Projekten -10% -10% 75% Einsparung! Potential? Strom 13% 12% Industrie 26% In 2007 belaufen sich die Energiekosten auf ca. 190 (9%) bei einem HH mit einem Einkommen von ca (Quellen: BMWi 2008; dena 2008)

7 Energieverbräuche in Neubauten 1993 Schwankungsbreiten beim Heizenergieverbrauch können verschiedene Ursachen haben (Lage im Gebäude: EG (1,3), OG (1), DG (1,5), Teildämmung), aber auch das Nutzerverhalten stellt eine wesentliche Einflussgröße dar.

8 Faktoren für energieeffizientes Verhalten Wissen Problemwahrnehmung Wahrnehmung von Handlungskonsequenzen Motive Persönliche ökologische Norm Soziale Norm Kosten-und Nutzenerwartungen Barrieren Wahrgenommener Verhaltensspielraum Verhaltensgewohnheiten

9 Beispiel Volkswohnung Karlsruhe Sanierung von zwei Gebäuden auf Niedrigenergiestandard Alle Mieter bekommen Infos und persönliche Beratung Ein Gebäude mit elektronischen Thermostaten, Sensoren und Energieverbrauchsanzeigen (Displays) ausgestattet Anzeige des täglichen Energieverbrauchs (Feedback) Nutzer mit den Displays verbrauchen ca. 7% weniger Energie als Nutzer in den gleichgut sanierten anderen Wohnungen

10 Ausbildung von Mietern zu Energieexperten Motiva schult Mieter für Energieberatung die ausgebildeten Energieexperten beraten die Mieter in den Gebäuden/Siedlungen, in denen sie wohnen die Energieexperten kontrollieren den allgemeinen Energie- und Wasserverbrauch in den Gebäuden Wirkung: Einsparung Wasser 20%, Strom 10% und Wärme 5%

11 Zusammenfassung Richtiges Verhalten hilft die technischen Energieeinsparpotenziale voll auszuschöpfen Nicht rechnerische sondern tatsächliche Energie- und CO 2 -Einsparungen werden darüber entscheiden, ob wir die erforderlichen Klimaschutzziele erreichen Durch Nutzerberatung lassen sich Endenergieeinsparungen von >10% erzielen Erfolgreiche Interventionen zur Verhaltensänderung adressieren Wissen, Motivation und Hemmnisse von Nutzern Aufgabe und im Interesse Vieler

12 Vielen Dank für Ihr Interesse! Michael Knoll The project is co-funded by eaci Executive Agency for Competitiveness and Innovation EIE/07/242/SI BewareE Runtime: December 2007 to June 2010 Disclaimer: The sole responsibility for the content of this lecture lies with the authors. It does not necessarily reflect the opinion of the European Communities. The European Commission is not responsible for any use that may be made of the information contained therein.

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