Interkulturelle Kompetenz in der Flüchtlingshilfe

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1 Interkulturelle Kompetenz in der Flüchtlingshilfe Die Anderen sind wir! Sandra de Vries

2 Inhalt- Ablauf : 1. Einstieg: Die Welt im Wandel Das Eigene und das Fremde! 2. Die Anderen sind wir: was kann irritieren? Kulturelle Aspekte 3. Fragen und Austausch

3 1. Die Welt im Wandel Menschen wandern (lat. migrare) In Deutschland leben zur Zeit ca. 8 Mio. Ausländerinnen und Ausländer inkl. Migrationshintergrund ca. 15 Mio. Bis 2030 werden es ca. 13 Mio. Ausländer sein Doppelte Zahl mit Migrationshintergrund 2013 : 1, 2 Mio. zugewandert (Migrationsbericht 2015 ) Deutschland ist ein Einwanderungsland

4 Migration Push Faktoren = Menschen werden gezwungen ihr Land zu verlassen. z.b. Kriege, Katastrophen, Verfolgung Pull Faktoren = Menschen werden angezogen ihr Land zu verlassen z.b. Familie, Wirtschaft, Studien, Abenteuer Geplant /Ungeplant?

5 Ein Gesicht der globalen Welt: Flüchtlinge Binnenflüchtling Elend- Umweltflüchtling Kriegsflüchtling Kontingentflüchtling Konventionsflüchtling Klimaflüchtling Wirtschaftsflüchtling De-facto-Flüchtling Asylsuchende Asylberechtigt = Status???

6 Inhalt- Ablauf : Absolut betrachtet nimmt Deutschland in Europa die meisten Flüchtlinge auf. Relativ gesehen, verglichen mit der Einwohnerzahl, liegen Schweden, Malta, die Niederlande und Zypern vorn.

7 Quelle: Maris

8 Interkulturelle Begegnungen fangen immer bei der eigenen Person an! Wer bin ich? Wer bin ich in meiner Gesellschaft? Um sich mit Anderen zu beschäftigen, muss man wissen, wer man selbst ist!

9 Das Eigene.. Zu wem gehöre ich? Wo bin ich aufgewachsen? Wie wurde/werde ich erzogen? Welche Werte lebe ich? ist geprägt durch eine kulturelle Brille Kulturelle Identität

10 1. Einstieg: Die Welt im Wandel KULTUREN sind wie Orientierungspläne: KULTUREN sind Nicht statisch, sondern veränderbar = Kulturwandel Nicht einheitlich, sondern zusammengesetzt Nicht eindeutig, sondern mehrdeutig und widersprüchlich

11 Es macht Sinn sich vorzubereiten - auf die Welt von Heute und Morgen INTERKULTURELLE KOMPETENZ ist. die Fähigkeit, erfolgreich mit Menschen zu leben und zu arbeiten, die eine andere kulturelle Prägung oder andere kulturelle Vorstellungen haben. => Lebenslanger Prozess => baut auf sozialer Kompetenz auf eine Frage der Haltung!

12 Interkulturelle Begegnungen bedeuten. Sich persönlich mit etwas Neuem auseinandersetzen zu müssen/dürfen (Perspektiven Reflexion - Widersprüche) Andere Werte erleben und alternative Lebens- und Sichtweisen kennen zu lernen versus Ethnozentrismus Chancen = Wissen und Erneuerung (Person/Institution) Persönliche Grenzen erleben

13 2. Die Anderen sind wir was kann irritieren?? Aussehen Kulturelle Wahrnehmung Kommunikation, Umgangsformen Werte : Religion, Familie, Geschlecht, Arbeit, Zeit, Gesundheit..

14 Kulturelle Bilder/Stereotype/Vorurteile Bilder sind notwendig zur Ordnung der Welt. Sie werden aber oft gewertet/abgewertet = Vorurteile (positive wie negative) Vorsichtig bei der Wertung: - Indirekt (durch Medien und Erzählungen) - Direkt (Begegnungen) Oft ist das was man sieht/hört missverständlich

15 2. Die Anderen sind wir was kann irritieren? Kommunikation - Umgangsformen Man kann nicht nicht kommunizieren! (Paul Watzlawick) = Körpersprache Auch wenn man eine Sprache spricht, muss man nicht alles versteht! Sprachstrukturen können anders sein

16 Interkulturelle Kommunikation Beispiele : Small-talk.. Soziale Beziehung Nicht jeder darf über alles Reden Ja nein Jemand anderes redet! Alle reden gleichzeitig! Sandra de Vries

17 Kulturspezifische Unterschiede in der Kommunikation Tempo, Lautstärke etc. Mimik und Blickverhalten Gestik und Körperhaltung Körperkontakt/Kommunikationsdistanz Kleidung u.a. Sandra de Vries

18 Skills Welche Bedeutung hat Religion? Lebenseinstellung Lebensphiliosophie Lebensziele und Erwartungen Alltagsabläufe Planung vs. Kismet/Karma etc. Erziehung der Kinder Haltung der Geschlechter Haltung zur Arbeit Ernährung Krankheit/Gesundheit u.a.

19 2. Die Anderen sind wir was kann irritieren? Werte: Gesellschaft Individuelle ich und kollektivistische wir Gesellschaften

20 Familien Mannigfaltig und dem Kulturwandel unterworfen Def. = Mindestens zwei Generationen Großfamilie = soweit ich Mitglieder aufzählen kann Kernfamilie, alleinerziehende Polygame Familien (mehr Ehemänner- oder Frauen) Frauen heiraten Frauen (soz./wirt. Absicherung) Ahnen

21 Skills z.b. Familien: Funktionen/ Ziele Informationen: Weitergabe von Wissen Vorsorge im Alter /Pflege Status und Ehre Religion und Spiritualität: Leben über den Tod hinaus

22 2. Die Anderen sind wir was kann irritieren? Geschlecht Was macht einen Mann/ eine Frau aus? Welche Rolle übernimmt er/sie? Was darf ein Mann/eine Frau?(Sitte/Moral)? Welche Räume besetzt er/sie? Welche Statussymbole nutzt sie/er?

23 Was kann irritieren: Zeit Lineare Zeitvorstellung bei und versus Zeitphasen Freizeit/Arbeitszeit Lebenszeit

24 Was sonst noch: Was kann irritieren? Status und Hierarchie Umgang mit Behörden /Statusträgern Form - Papier

25 Ausblick In der Regel geht es bei Konflikten auch interkulturell um: Zugehörigkeit, (Sicherheit) Anerkennung (Respekt) Einflussmöglichkeit (Macht)

26 de vries.de Interkulturelle Kompetenz Die Anderen sind wir! Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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