COMPLIANCE -Zeitarbeit

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1 Vorbemerkung Korrekte in der Zeitarbeit bei Urlaub und Arbeitsunfähigkeit Die Berechnung der Urlaubsbezahlung ist gesetzlich geregelt. Es muss der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen während des Urlaubs vergütet werden. Im Verhandlungsergebnis der Verbandstarifverträge des BAP und des IGZ mit den DGB-Gewerkschaften wurde vereinbart, dass die Lohnfortzahlung für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit und des Urlaub nach den Regelungen des Bundesurlaubsgesetz geleistet werden muss. Wird nicht korrekt abgerechnet, so wir nicht nur den Mitarbeiter/innen Einkommen vorenthalten, sondern auch Beiträge bei den Sozialversicherungsträgern. Grund: Es gilt bei den Sozialversicherungen nicht das Zuflussprinzip (was an Mitarbeiter/innen gezahlt worden ist), Grundlage ist vielmehr das Entstehungsprinzip (worauf Mitarbeiter/innen gesetzlichen bzw. tariflichen Anspruch hätten). Dies ist eine Straftat gemäß 266a StDB. Leistet eine Software dabei Hilfestellung, könnte dies als Beihilfe gewertet werden. Die Kontrolle der korrekten Zahlung nach dem Entstehungsprinzip obliegt dem Zoll Finanzkontrolle Schwarzarbeit. A. Gesetzlichen Grundlagen 1. Der Grundsatz 11 BurlG: Das Urlaubsentgelt bemisst sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes. Das heißt: a) Um eine vereinfachte Berechnung durch zuführen wird, als Referenzzeitraum, auf die Arbeitsverdienste der letzten 3 Monate zurückgegriffen. Bestand die Beschäftigung noch keine 3 Monate, so wird der kürzere Zeitraum zugrunde gelegt. b) Überstundenzuschläge, Spesen, Reisekosten, Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Einmalzahlungen sind aus der ausgeschlossen. Alle anderen an Zulagen, Zuschlägen, Stunden und Zeitkonten, die im Rahmen des Referenzzeitraums erarbeitet wurden, sind Basis für die Berechnung des Durchschnitts. 2. Die Unabdingbarkeit 13 BurlG: Im übrigen kann, abgesehen von 7 Abs. 2 Satz 2, von den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden. Das heißt: 3. Die Besonderheit Hier wird festgelegt, dass weder in Tarifverträgen noch in Einzelverträgen von den Regeln des 11 zuungunsten des Arbeitnehmers abweichen darf. Es besteht ein klarer Anspruch auf die in 11 festgelegte Art der. 11 Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, die während des Berechnungszeitraums oder des Urlaubs eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Urlaubsentgelts außer Betracht.

2 B. Die Korrekt Umsetzung Die sollte mit Softwareunterstützung korrekt erfolgen, da sonst sowohl die Mitarbeiter betrogen werden als auch der strafrechtlich relevante Tatbestand der Hinterziehung von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen erfüllt ist. Die richtige Zuordnung der Lohnarten für die ist entscheidend. Seriöse Softwarelösungen für Zeitarbeit stellen diese Zuordnung den Anwendern zur Verfügung. Wenn die Zuordnung der in den Durchschnitt fließenden Lohnarten korrekt erfolgt, darf es nur zwei Algorithmen (Berechnungsmethoden) als Varianten für die geben (Variante 1: Zeitkontenstunden werden als gezahlt in die einbezogen Variante 2: Zeitkonten werden separat im Durchschnitt berechnet). Leider bieten einige Softwareanbieter mehr als zwei Algorithmen an, die dann bei Anwendung durch das Zeitarbeitsunternehmen zu geringeren Durchschnittswerten im Krankheits- und Urlaubsfall führen. Die korrekten Möglichkeiten sind hier dargestellt: 1. Variante Alle gearbeiteten Stunden (auch die ins Zeitkonto fließen) fließen mit ihren Werten für die verwendet Der Gesamtverdienst ohne Spesen etc.(siehe A.1,b) aber inkl. des Werts der Zeitkontenzuflüsse der letzten 13 Wochen (3 Monate) = Lohnanspruch je Tag in Sind Mitarbeiter/innen weniger als 3 Vormonate beschäftigt, wird der Gesamtverdienst durch die Anzahl der seit dem Eintritt ermittelten Arbeitstage geteilt. 2. Variante Die zweistufige Berechnung des Durchschnitts erfasst zum Einem eine die Auszahlungs- und eine Zeitkontenkomponente (was in den vorangegangenen 3 Monaten als Bruttolohn bezahlt wurde und was auf Zeitkonten geflossen ist): Schritt 1: Gesamtverdienst ohne Spesen etc.(siehe A.1,b und ohne Wert der Zeitkontenzuflüsse) der letzten 13 Wochen (3 Monate) = Lohnanspruch je Tag in Schritt 2: Nettozuwachs der Zeitkonten der letzten 13 Wochen (3 Monate) = Zufluss ZK-Stunden je Tag Sind Mitarbeiter/innen weniger als 3 Vormonate beschäftigt, wird der Gesamtverdienst durch die Anzahl der seit dem Eintritt ermittelten Arbeitstage geteilt.

3 Beide Methoden kommen übrigens zum gleichen Ergebnis. Die Exceltabelle zur Eigenkontrolle der richtigen können Sie unter Stichwort - anfordern. Beispiel 1: Überstunden werden ausbezahlt bzw. fließen in den Durchschnitt ein Beispiel Muster der (Urlaub und Krankheit) Anzahl Urlaubstage Anzahl Kranktage 3 aktueller Monat 4 aktueller Monat Die Überstunden werden ausbezahlt X (zutreffendes mit X ankreuzten) Die Überstunden auf das Zeitkonto 1. Vormonat 147 Soll- Stunden Stunden , ,00 ÜSTD-Zuschlag 10 10,00 25,00% 25,00 BZ-Zuschlag ,00 30,00% 534,00 SA-Zuschlag 5 10,00 25,00% 12,50 SO-Zuschlag 8 10,00 50,00% 40,00 Fahrgeld 54,00 Verpflegung 80,00 2. Vormonat 161 Sollstunden Bruttowert 2.525,50 Stunden , ,00 ÜSTD-Zuschlag 7 10,00 25,00% 17,50 BZ-Zuschlag ,00 30,00% 552,00 Krank 7 13,32 93,24 Fahrgeld 72,00 VMA 84,00 Urlaubsgeld 150,00 Bruttowert 2.808,74 Gesamtbrutto Spesen Üstd- Prozente 1.Vormonat 2.525,50 134,00 25, ,50 2.Vormonat 2.808,74 156,00 17,50 150, ,24 3. Vormonat 2.221,21 100, ,21 Summe 6.972,95 Tagessatz in für Urlaub und Eintrag in die Lohnabrechnung pro Tag TU und K Krankheit/Tag 107,28 Tagessatz geteilt durch 7 Stunden Urlaub 21 15,33 321,83 Krank 28 15,33 429,10 Betrag für Durch- schnitts- berechnung Einmalzahlung 3. Vormonat 154 Soll stunden Stunden , ,00 BZ-Zuschlag ,00 20,00% 308,00 Krank 14 13,01 182,14 Urlaub 7 13,01 91,07 Fahrgeld 44,00 VMA 56,00 Bruttowert 2.221,21 Wenn Sie zwar die Überstunden auf das Zeitkonto des Beschäftigten buchen, jedoch bei der keine Extrabuchung von Zeitkonten durchführen wollen, müssen Sie die Werte der Zeitkontenstunden aus den Vormonaten den Bruttowerten der Monate hinzufügen. Entscheidend ist, dass der Durchschnittswert je Tag mit dem vom Lohnprogramm berechneten Wert übereinstimmt.

4 Beispiel 2 mit separater Zeitkontenberechnung Beispiel 2 Muster der (Urlaub und Krankheit) Anzahl Urlaubstage Anzahl Kranktage 3 aktueller Monat 4 aktueller Monat Die Überstunden werden ausbezahlt (zutreffendes mit X ankreuzten) Die Überstunden auf das Zeitkonto X 1. Vormonat 147 Sollstunden Stunden , ,00 ÜSTD-Zuschlag 10 10,00 25,00% 25,00 BZ-Zuschlag ,00 30,00% 534,00 SA-Zuschlag 5 10,00 25,00% 12,50 SO-Zuschlag 8 10,00 50,00% 40,00 Fahrgeld 54,00 VMA 80,00 Zeitkonto-Std ,00-310,00 2. Vormonat 161 Sollstunden Bruttowert 2.215,50 Stunden , ,00 ÜSTD-Zuschlag 7 10,00 25,00% 17,50 BZ-Zuschlag ,00 30,00% 552,00 Krank 7 13,32 93,24 Fahrgeld 72,00 VMA 84,00 Urlaubsgeld 150,00 Zeitkonto-Std ,00-300,00 Gesamtbrutto Spesen Üstd- Prozente 1.Vormonat 2.215,50 134,00 25, ,50 2.Vormonat 2.508,74 156,00 17,50 150, ,24 3. Vormonat 2.221,21 100, ,21 Summe 6.362,95 Tagessatz Eintrag in die Lohnabrechnung pro Tag TU und K in 97,89 Tagessatz geteilt durch 7 Stunden Urlaub 21 13,98 293,67 Krank 28 13,98 391,57 Einmalzahlung Betrag für Zeitkonten für die (nur wenn Überstunden auf das Zeitkonto gebucht werden) 3. Vormonat 154 Soll Bruttowert 2.508,74 Zufluss zum Zeitkonto Abfluss vom Zeitkonto Nettowert für Durchschnitt Stunden , ,00 BZ-Zuschlag ,00 20,00% 308,00 Krank 14 13,01 182,14 Urlaub 7 13,01 91,07 Fahrgeld 44,00 VMA 56,00 Bruttowert 2.221,21 1.Vormonat Vormonat Vormonat Summe 61 Zu- oder Abfluss Zeitkonto 0,94 ZK Stunden je Durchschnittstag Zufluss ZK 6,57 10,00 65,70

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