RESULTATE DER BEVÖLKERUNGSUMFRAGE ZUR WAHRNEHMUNG DER PSYCHIATRIE MEDIENKONFERENZ VOM 30. SEPTEMBER 2014

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1 RESULTATE DER BEVÖLKERUNGSUMFRAGE ZUR WAHRNEHMUNG DER PSYCHIATRIE MEDIENKONFERENZ VOM 30. SEPTEMBER 2014 Dr. med. Konrad Widmer, Verwaltungsratspräsident

2 MEDIENKONFERENZ 30. SEPTEMBER 2014 AGENDA Begrüssung und Einführung Dr. med. Konrad Widmer, Verwaltungsratspräsident 2

3 Einbettung in UPK-Strategie Einbettung in Strategie UPK Basel : - Qualitätsführerschaft in Versorgung und universitäre Exzellenz in Forschung und Lehre - Unverzichtbarer Partner der Universität Basel - Positives Unternehmensergebnis wegen gesunder Weiterentwicklung - Entstigmatisierung der psychischen Störungen in der Gesellschaft 3

4 Umfrageziele Wie ist die persönliche Vorerfahrung der Bevölkerung mit psychiatrischen Patienten und Versorgungseinrichtungen? In welchem Ausmass sind der Bevölkerung die psychiatrischen Versorgungseinrichtungen bekannt und wie gut werden diese akzeptiert? Welchen Einfluss haben die Art der psychiatrischen Versorgungseinrichtung und die Gefährlichkeit der dort behandelten Patienten auf das Bedürfnis nach sozialer Distanz? Welchen Einfluss haben die Diagnose der psychiatrischen Patienten und ihre Gefährlichkeit auf das Bedürfnis nach sozialer Distanz? Basis für weitere Anti-Stigma-Bemühungen und für Konzeptionierung weiterer Entstigmatisierungsmassnahmen der UPK 4

5 16-seitiger Fragebogen, davon 12 Seiten auszufüllen Versand von Exemplaren Rücklauf : N = 2230 (22%) Qualitätskontrolle: Fehlerrate 1,0% 5

6 Stichprobenbeschreibung: Gesundheit und Kontakt mit Psychiatrie Anzahl/Gesamt (%) Aktuelle psychische Probleme (ja/nein) 224/2177 (10.3%) Aktueller Gesundheitszustand (VAS) 75.6 (SD = 37.3) Im Gesundheitswesen tätig (ja/nein) 574/2127 (27%) Jemals ambulante psychiatrische Behandlung (ja/nein) 725/2183 (33.4%) Jemals stationär-psychiatrische Behandlung (ja/nein) 176/2184 (8.0%) Jemals Behandlung in den UPK (ja/nein) 147/2188 (6.7%) Psychiatrische Behandlung in Familie (ja/nein) 1216/2184 (58.3%) Psychiatrische Behandlung im Freundeskreis (ja/nein) 1794/2185 (82.1%) 6

7 Bekanntheit psychiatrischer Einrichtungen Niedergelassener Psychologe Niedergelassener Psychiater Ita-Wegmann Klinik Psychiatrie Baselland Klinik Schützen Klinik Sonnenhalde PUK UPK Ambulanz Kornhausgasse KIS FPK Privatklinik EPK Persönlich bekannt Davon gehört N =

8 Akzeptanz psychiatrischer Hilfsangebote Niedergelassener Psychologe Niedergelassener Psychiater Ita-Wegmann Klinik Psychiatrie Baselland Klinik Schützen Klinik Sonnenhalde PUK UPK Ambulanz Kornhausgasse KIS FPK Privatklinik EPK Eigene Person Fallbeispiel Ja Weiss nicht 8

9 Repräsentativität der Stichprobe, Bekanntheit und Akzeptanz der UPK Die untersuchte Stichprobe ist repräsentativ (z.b. bezüglich des Anteils an Schweizer Bürgern, bezüglich der Grundpersönlichkeit), allerdings sind Frauen überrepräsentiert. Möglicher Bias zugunsten verheirateter und zu Ungunsten lediger Personen. Die Bezeichnung UPK hat die gleiche Bekanntheit wie die Bezeichnung PUK erreicht. Die UPK sind ca. 40% der Befragten persönlich bekannt und haben mit ca. 90% insgesamt eine hohe Bekanntheit. Bekanntheit und Akzeptanz der UPK durchgehend höher als die der anderen Anbieter. 9

10 Wahrnehmung der Psychiatrie Das Bild der Basler Bevölkerung von psychiatrischen Kliniken ist generell positiv. Sie werden als hilfreicher therapeutischer Ort und nicht als Verwahranstalt gesehen. Während die Stigmatisierung der Psychiatrie gering ist, bewegen sich der Wunsch nach sozialer Distanz und die empfundene Gefährdung durch die Patienten auf hohem Niveau. Das Bedürfnis nach sozialer Distanz gegenüber Patienten, die in einer Einrichtung mit forensischer Klinik behandelt wurden, ist in etwa so hoch wie bei Patienten aus einer allgemeinpsychiatrischen Klinik. 10

11 Fazit Stigma haftet am Betroffenen. Stigma folgt den Betroffenen in ihr privates / berufliches Umfeld. Reduktion dieser Stigmatisierung kann von den UPK alleine nicht geleistet werden! Es braucht Partner insbesondere in der Politik die sich dieses Anliegens ausdrücklich und nachhaltig annehmen! 11

12 Eigene Entstigmatisierungsarbeit Die UPK Basel führen ihre Entstigmatisierungsprojekte weiter. Beispiele dafür sind: Niederschwellige Angebote wie Walk-in-Ambulanz an der Kornhausgasse Besuche von Schulklassen und Lehrpersonen (Workshops, Weiterbildung, Projekt «Irre normal» mit dem GD BS) Besuche von Quartiervereinen Kunstausstellungen auf dem UPK-Areal Populärmedizinische Vortragsreihe WIESO Behandlungsbeirat Jährliches UPK-Fest Breite Präsenz in Printmedien, Radio und Fernsehen 12

13 Das können die UPK leisten UPK-Intern: Ausweitung der UPK-Kommunikationsstrategie auf VOR der Erkrankung und NACH der Erkrankung/Behandlung in den UPK Basel: Wohnen, Arbeiten, Soziale Integration 13

14 Weiteres Vorgehen Akzeptanzförderung und Positionierung als gesellschaftliches Thema Thema Akzeptanzförderung psychisch Erkrankter in der Gesellschaft muss politisch aufgenommen und damit konsequent und nachhaltig thematisiert werden. Im Gespräch mit dem Gesundheitsdepartement Basel-Stadt, Kantonsarzt Dr. med. Thomas Steffen Verstärkte Zusammenarbeit mit der bereits bestehenden Kampagne Psychische Gesundheit Basel-Stadt Dazu engere Zusammenarbeit mit der Abteilung Prävention des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt ab

15 DANKE FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT 15

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