Selbstständig mit einem Schreibbüro interna

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1 Selbstständig mit einem Schreibbüro interna Ihr persönlicher Experte

2 Inhalt Vorwort... 7 Voraussetzungen für die Tätigkeit... 8 Ausbildung... 9 Die Tätigkeit Der Markt Die Selbstständigkeit Fördermöglichkeiten für Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit...14 Vorsorge Der Start Startkapital Finanzierung Buchhaltung Steuern Die Technik Internet Was gibt es zu verdienen? So gewinnen Sie Kunden Potenzielle Kunden Arbeitserleichterung Perspektiven Checklisten Adressen

3 Die Selbstständigkeit Der Betreiber eines Schreibbüros arbeitet auf eigene Rechnung und eigenes Risiko, das bedeutet für Aufträge und ein entsprechendes Auskommen ist er oder sie selbst verantwortlich. Dies erfordert ein gewisses Selbstbewusstsein sowie die Fähigkeit, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu können. Die Darstellung der möglichen Resultate bei potenziellen Kunden spielt eine große Rolle, denn eine gelungene Präsentation führt oft zu weiteren Aufträgen. Als Betreiber eines Schreibbüros sind Sie gewerblich tätig. Dies ist mit gewissen Erfordernissen und Regeln verbunden, die nachfolgend kurz beschrieben werden. Was ist eine selbstständige Tätigkeit? Ein beruflich Selbstständiger ist entweder als Gewerbetreibender, als Freiberufler oder in der Land- und Forstwirtschaft tätig. Der Begriff des Gewerbetreibenden wird nicht von der Gewerbeordnung definiert. Eine nähere Beschreibung findet sich aber in 15 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG): Es handelt sich um eine selbstständige, nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt (Handel, Handwerk, Industrie, Vermittlungen etc.). Wenn Sie ein Schreibbüro betreiben, ist dies keine freiberufliche Tätigkeit. Sie führen damit einen Gewerbebetrieb und müssen diesen beim zuständigen Gewerbeamt (Bürgermeisteramt, Gemeinde) anmelden. Gewerbebetriebe unterliegen der Gewerbe- 12

4 steuer. Zusätzlich ist eine Mitgliedschaft bei der zuständigen IHK Pflicht, die dann Gebühren erheben darf. Sollte der Betrieb dem so genannten Kleingewerbe entwachsen, dass heißt einen Jahresgewinn von über Euro oder einen Umsatz über Euro ausweisen, müssen Bücher geführt werden (doppelte Buchhaltung). Im Unterschied hierzu sind Freiberufler nicht gewerblich aktiv. Freiberuflich tätig ist, wer selbstständig sowie unabhängig ist und einer wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen Tätigkeit nachgeht oder eine Dienstleistung erbringt, die eine höhere Bildung erfordert. Freiberufler unterliegen nicht der Pflicht zur Anmeldung beim Gewerbeamt. Sie beantragen die Vergabe einer Steuernummer direkt beim Finanzamt und unterliegen nicht der Gewerbesteuer. Der Gewinn bzw. Verlust wird über eine Einnahme-Überschuss-Rechnung ermittelt. Hier werden nur die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt. Das Schreibbüro wird oft als Kleingewerbe mit eingeschränkten Pflichten bezüglich der notwendigen Buchhaltung betrieben. Auf jeden Fall müssen Sie Ihre Tätigkeit beim Finanzamt anmelden und eine Steuernummer beantragen. Bei gewerblichen Aktivitäten ist auch eine Anmeldung beim zuständigen Ordnungsamt nötig. Dort erhalten Sie dann Ihren Gewerbeschein. Ein Durchschlag dieses Formulars geht automatisch ans Finanzamt. Es ist jedoch zu empfehlen, diese Behörde selbst über die geplante Tätigkeit zu informieren. Die Gewinnermittlung wird über eine Einnahme-Überschuss-Rechnung erledigt. Dabei gilt das Zufluss- und Abfluss-Prinzip, dass heißt die Einnahmen müssen in dem Kalenderjahr erfasst werden, in dem die Zahlung erfolgt ist. Man hat bei der Einnahme-Überschuss-Rechnung gegenüber der doppelten Buchhaltung einen gewissen Spielraum, was Zahlungen anbelangt. 13

5 Rechtsform Sie arbeiten als Einzelunternehmer, dass bedeutet Sie haften mit Ihrem gesamten Privatvermögen. Ein gewisses Stammkapital ist nicht vorgeschrieben. Fördermöglichkeiten für Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit Für arbeitslose Gründungswillige war bis Mitte 2006 die so genannte Ich-AG eine gute Möglichkeit, eine Existenzgründung in den Anfangsjahren finanziell abzusichern. Ab Juli 2006 wird die Ich-AG durch andere Fördermöglichkeiten abgelöst. Statt drei Jahre werden Gründer maximal 15 Monate lang gefördert. Die neue Förderung besteht aus zwei Phasen: In den ersten neun Monaten nach der Gründung soll Gründern ein Zuschuss in Höhe ihres Arbeitslosengeldes gezahlt werden. Sie erhalten in dieser ersten Gründungsphase (Grundförderung) zusätzlich eine Pauschale von 300 Euro monatlich, damit sie sich in den gesetzlichen Sozialversicherungen (z. B. Krankenversicherung) absichern können. Die zweite Förderphase dauert sechs Monate. Damit sich die jungen Unternehmer weiterhin sozialversichern können, können sie in diesem Zeitraum weiterhin die Pauschale von 300 Euro erhalten. Ob diese Anschlussförderung bewilligt wird, entscheidet allerdings der zuständige Sachbearbeiter der Arbeitsagentur nach eigenem Ermessen. Die Förderung wird nur Gründern gewährt, die folgenden Krite- 14

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