Unser gemeinsames Ziel.

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1 Unser gemeinsames Ziel. 1

2 Vier Vereinigungen ein Ziel: LEBEN Um die Mitbürger noch gezielter anzusprechen und besser auf unsere Tätigkeit aufmerksam machen zu können, haben wir, die 4 Freiwilligen-Vereinigungen: AVIS (Blutspender); ADMO (Knochenmarkspender); AIDO (Organspender); ADISCO (Nabelschnurblutspender) beschlossen, in Zukunft vereint aufzutreten und verschiedene Initiativen gemeinsam zu organisieren. Damit erhoffen wir uns, so noch besser unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger ansprechen zu können und für unsere Vereinigungen der Blut-, Knochenmark-, Organ- und NabelschnurblutspenderInnen zu gewinnen. Viele Menschen besitzen gute Voraussetzungen, um bei einer oder auch mehreren dieser vier Vereinigungen Mitglied zu werden und damit jenen, die unsere Hilfe dringend benötigen, zu helfen. Auf den folgenden Seiten möchten wird uns kurz vorstellen und Informationen über unsere Vereinigungen und Tätigkeit geben. Nehmen Sie sich bitte einige Minuten Zeit für diese Informationsbroschüre. Könnten Sie als Spender in Frage kommen? Haben wir Ihre Neugierde geweckt? Dann zögern Sie nicht! Melden sich bei uns oder besuchen Sie unsere Internetseiten. Wir geben Ihnen gerne Antwort auf alle Fragen. Wir würden uns sehr freuen, Sie bald zu unserem Mitgliedern zählen zu dürfen. Die Präsidenten: Erich Hanni Gregorio Tranquillini Annamaria Saviolo Marisa Cantisani AVIS ADMO AIDO ADISCO 2

3 Meine Damen und Herren! Jedes Jahr sind für Tausende Menschen die Blutspende, die Knochenmarkspende, die Nabelschnurblutspende und die Organspende der Beginn für eine Art zweites Leben. Das betrifft das sollten wir uns vor Augen führen jede Altersgruppe, selbst Kleinkinder. Menschen, die eine Spenderniere bekommen, feiern diesen Tag als Erlösung von der Dialysebehandlung. Es ist ganz gut, wenn man sich so etwas einmal ansieht, wenn man erfährt, welche Torturen diese Menschen ertragen, um zu leben. Andere wiederum können durch die Organ- und Gewebetransplantation an Lebensqualität gewinnen. Hier möchte ich zum Beispiel das Spenden der Augenhornhaut nennen, mit dem Menschen die Sehkraft wiedererlangen. All diese Menschen sind voller Dankbarkeit. Sie wissen, dass sie ihr eigenes Glück der Spenderbereitschaft von anderen Menschen zu verdanken haben, deren Identität sie oftmals gar nicht erfahren. Gerade dieser Zusammenhang von Krankheit, Leben und Tod hebt das Thema Spenderbereitschaft über den rein medizinischen Gesichtspunkt hinaus und verlangt ein hohes Maß an ethischen Kriterien. Er fordert letztlich jeden Menschen auf, eine absolut persönliche Entscheidung zu treffen. Deshalb gilt: Werben, appellieren und aufklären!. Herzlichen Dank an AIDO, ADISCO, ADMO und AVIS für diese gemeinsame, besondere, einzigartige Sensibilisierungskampagne. Aufklärung verlangt Engagement. Das beweisen unsere aktiven Selbsthilfegruppen. Ein Vergelt s Gott an AIDO, ADISCO, ADMO und AVIS!. Der Landesrat für Gesundheit, Soziales und Familie Dr. Richard Theiner 3

4 Wer ist AVIS? AVIS ist eine ehrenamtliche Vereinigung von Menschen, die freiwillig, unentgeltlich, regelmäßig und anonym Blut spenden. AVIS ist eine partei- und konfessionslose Vereinigung, die Diskriminierungen von Rasse, Geschlecht, Religion, Sprache, Nationalität, politischer Ideologie sowie jeden Gewinnzweck ausschließt und Ziele der menschlichen Solidarität anstrebt. Warum Blut spenden? Blut spenden ist eine Geste der Solidarität. Blut kann nicht künstlich im Labor hergestellt werden, ist aber für das Leben unersetzlich, in der Nothilfe, in der Chirurgie, bei der Behandlung verschiedener Krankheiten, so z.b. onkologischer Erkrankungen und Organverpflanzungen. Die Blutspenden von regelmäßigen, freiwilligen, anonymen, nicht entlohnten und bewussten Spendern sind eine Garantie für Empfänger und Spender. Wer kann Blut spenden? Grundvoraussetzungen für Spender: Alter: zwischen 18 und 60 Jahren / Gewicht: über 50 kg / Gesundheitszustand: gut / Lebensgewohnheiten: kein Risikoverhalten. 4 Wie wird Blut gespendet? Wer Blut spenden will, kann sich an die AVIS wenden. Es erfolgt ein Arztgespräch, bei dem festgestellt wird, ob sich der Bewerber zur Blutspende eignet. Nach der ärztlichen Visite folgt eine Blutprobe, um die vorgeschriebenen Labortests durchzuführen. Eignet sich der Be-

5 werber als Spender, wird er zur ersten Spende aufgerufen. Die Blutabnahme bei der Spende ist absolut ungefährlich und dauert rund 5-8 Minuten. Dem Spender werden max ca. 450 ml Blut abgenommen. Den Arbeitnehmern im Angestelltenverhältnis steht laut Gesetz ein entlohnter Ruhetag zu. Der Mindestzeitraum zwischen zwei Spenden sollte mindestens 90 Tage betragen. Wo wird gespendet? In den Transfusionszentren der Krankenhäuser von Bozen, Brixen, Bruneck, Innichen, Meran, Schlanders, Sterzing. Wo bekomme ich weitere Informationen? AVIS BOZEN, Italienallee 13/M, Bozen, Tel AVIS BRIXEN, Krankenhaus Brixen, Dantestr. 51, Tel AVIS MERAN Burggrafenamt, Goethestr. 50, Meran, Tel AVIS BRUNECK Pustertal, Krankenhausstr. 7, Bruneck, Tel / AVIS SCHLANDERS Vinschgau, Krankenhaus Schlanders, Krankenhausstr. 3, Tel AVIS STERZING Wipptal, Krankenhaus Sterzing St.-Margarethenstr. 24, Tel

6 Wer ist AIDO? AIDO ist die nationale Vereinigung für Organ-, Gewebe- und Zellspende. Diese gemeinnützige Vereinigung ohne Gewinnzweck (ONLUS) wurde in Bergamo gegründet und hat ihren gesetzlichen Sitz in Rom. Sie setzt sich aus Bürgern zusammen, die die freiwillige, anonyme und unentgeltliche Spende post mortem von Organen, Geweben und Zellen zwecks Verpflanzung befürworten. Die Vereinigung kennt keine Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Partei, Religion oder ethnischen Volksgruppe und baut auf der freiwilligen Hilfe ihrer Mitglieder auf. Sie ist im sozialen und gesundheitlichen Bereich tätig und strebt ausschließlich Ziele der sozialen Solidarität an. Warum Organe spenden? Die Organspende post mortem ist die letzte Solidaritätsgeste, die ein Mensch für seinen leidenden Mitmenschen machen kann. Wer seine Organe spendet, kann bis zu 7 Menschenleben retten (mit der Spende von lebenswichtigen Organen wie Herz und Leber) sowie das Leben weiterer Menschen wesentlich verbessern (mit der Spende von Augenhornhaut, Nieren und verschiedenen Geweben). Wer kann Organe spenden? Organspender sind Personen jeder Altersgruppe, die in Folge irreversibler Hirnschäden (Hirnblutung oder -trauma, Aneurysma usw.) oder eines mindestens 20 Minuten anhaltenden und mittels Elektrokardiogramm festgestellten Herzstillstands auf den Intensivstationen der Krankenhäuser sterben. Der Tod tritt infolge der völligen Zer- 6

7 störung der Hirnzellen und des irreversiblen Ausfalls der Hirnfunktionen ein. Sämtliche Organe können folglich entnommen werden. Falls ansteckende Infektionskrankheiten vorliegen, wird die Eignung der Organe zur Transplantation von den Ärzten sorgfältig geprüft. In manchen Fällen beeinträchtigt die Krankheit einer oder mehrerer Organe in keiner Weise die Verwendung der anderen Spenderorgane und -gewebe. Wann erfolgt die Organspende? Die Organspende erfolgt, sobald der Hirntod des Spenders festgestellt und als irreversibler und entgültiger Zustand belegt wird. Der eingetretene Tod wird durch ein Kollegium von drei Ärzten (Rechtsmediziner, Anästhesist bzw. Intensivmediziner, Neurophysiopathologe) festgestellt und bescheinigt, von denen keiner als erster den Tod des Patienten festgestellt hat und die nichts mit dem Ärzteteam zu tun haben, das die Organentnahme und Transplantation durchführt. Diese Ärzte stellen den entgültigen und irreversiblen Ausfall sämtlicher Hirnfunktionen nach einem Beobachtungszeitraum von mindestens 6 Stunden fest. Wo bekomme ich weitere Informationen AIDO Grieser Platz 18, Bozen Altes Grieser Rathaus Tel (Montag + Donnerstag Vormittag) bei Dringlichkeit o o 7

8 Wer ist ADMO? ADMO steht als Abkürzung für die Vereinigung der freiwilligen Knochenmarkspender. Die Vereinigung wurde im Jahr 1990 von motivierten Eltern gegründet, die wegen des Fehlens eines nationalen Registers von Knochenmarkspendern keinen geeigneten Spender für ihre erkrankten Kinder finden konnten. ADMO hat es sich zur Aufgabe gemacht, beratend über Möglichkeit der Behandlung von Leukämie, Lymphome, Myelome und anderen Arten von Blutkrebs durch eine Knochenmarkspende zu informieren. ADMO nimmt eine bedeutende Rolle bei der Koordinierung, Aufklärung und Vermittlung der potenziellen Spender an die autorisierten Zentren ein, wo die Typisierung vorgenommen wird. Warum Knochenmark spenden? Das Knochenmark, das nicht mit dem Rückenmark zu verwechseln ist, ist eine Substanz, die sich im Inneren der Knochen befindet und blutbildende Stammzellen produziert. Bei einem geschädigten blutbildenden System, treten schwere Blutkrankheiten wie Leukämie auf. Gesunde Menschen, die blutbildende Stammzellen spenden, bieten kranken Menschen eine wertvolle Chance auf Heilung. 8

9 Wer kann Knochenmarkspender werden? Alle Menschen im Alter zwischen 18 und 38 Jahren mit einem Körpergewicht von über 50 kg. Die Spenderbereitschaft dauert bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres. Wie wird Knochenmark gespendet? Nach einer sorgfältigen klinischen Untersuchung zur Feststellung der Spenderfähigkeit wird die Spende vorbereitet, die in zweierlei Form durchgeführt werden kann: Entnahme der blutbildenden Stammzellen aus dem Knochenmark oder aus dem peripheren Blut. Wo bekomme ich weitere Informationen? ADMO Alto Adige - Südtirol Altes Grieser Rathaus - Grieser Platz 18, Bozen Tel Website: 9

10 Wer ist Adisco? 1995 wurde die nationale Vereinigung Adisco gegründet, die es sich zum Ziel gemacht hat, die Nabelschnurspende auf gesamtstaatlicher Ebene zu fördern und zu verbreiten wurde in Paris die erste Transplantation von Stammzellen bei einem an Fanconi-Anämie leidenden Patienten durchgeführt. Seit 2002 setzt sich die Landesvereinigung ADISCO landesweit für die Verbreitung, Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung in Bezug auf die Nabelschnurspende ein. Warum spenden? Die Sammlung in den Landeszentren (Bozen, Meran, Bruneck, Brixen) bietet vielen Menschen eine Lebenshoffnung. Abgesehen von der unmittelbaren Verfügbarkeit von Nabelschnurblut, die ein sofortiges Eingreifen ermöglicht, ist bei Nabelschnurblut eine höhere Kompatibilität und eine geringere immunologische Agressivität gegeben. Die Spende ist sowohl für spendenden Mütter als auch für die Neugeborenen schmerzlos und risikofrei. Wie wird die Nabelschnur gespendet? Das Nabelschnurblut wird im Kreissaal gesammelt, nach Abtrennung der Nabelschnur (nach der natürlichen Geburt oder nach dem Kaiserschnitt). In der 37. Schwangerschaftswoche findet ein Treffen zwischen der spendenden Mutter und der Hebamme statt. Nach Auf- 10

11 nahme der Anamnese erteilt die Hebamme die Genehmigung zum Sammeln des Nabelschnurblutes. Für die Spende ist die freie Einwilligung der Spenderin nach vorheriger Aufklärung erforderlich. Wer kann spenden? Es kann die Mutter bei der Geburt spenden, nachdem die Nabelschnur abgetrennt wurde (siehe oben). Das gesammelte Blut wird sorgfältig untersucht und innerhalb 48 Stunden an die zuständige Bezugsbank weitergeleitet (für Bozen befindet sich die Bezugsbank in Padua). Hier findet die Typisierung des Blutes statt, das in Flüssigstickstoff bei -196 Grad solange aufbewahrt wird, bis das Sammelzentrum bestätigt, dass die virologischen Untersuchungen bei der Mutter und der Gesundheitszustand des Neugeborenen einwandfrei sind und der Verpflanzung nichts im Wege steht. Wo bekomme ich weitere Informationen? Beim Gynäkologen, der Hebamme der gewählten Geburtenstation, bei den Geburtsvorbereitungskursen sowie im Sitz von ADISCO Südtirol Grieser Platz 18, Bozen Tel

12 Vier Vereinigungen für die Spende von Blut, Organen, Gewebe, Zellen, Knochenmark und Nabelschnurblut. Avis Alto Adige Südtirol Italienallee 13/m, Bozen Tel. / Fax: / ma.ma promotion AIDO Grieser Platz 18, Bozen Tel. / Fax: ADMO Grieser Platz 18, Bozen Tel. / Fax: Info-admobz.com - ADISCO Grieser Platz 18, Bozen Tel. / Fax: / Gefördert durch: 12

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