Die energieintensive Industrie muss in Deutschland bleiben warum eigentlich?

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1 Die energieintensive Industrie muss in Deutschland bleiben warum eigentlich? Rainer Keuenhof/prima events gmbh Quelle: IHK Mittlerer Niederrhein

2 Inhalt 1 Einleitung Wer ist die energieintensive Industrie? Welche Bedeutung hat die energieintensive Industrie für die Wirtschaftskraft Deutschlands? Welche Bedeutung hat die energieintensive Industrie für die soziale Situation? Energieverbrauch und CO 2 -Emissionen der energieintensiven Industrie Produkte aus der energieintensiven Industrie tragen zum Klimaschutz bei Fazit

3 1 Einleitung Der Umstieg von Kernenergie und langfristig auch von fossilen Energieträgern hin zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne, Wasser, Biomasse ist breiter Konsens. Diese energiepolitische Revolution wird inhaltlich von fast allen gesellschaftlichen Gruppen mitgetragen. Sie dient dem Klimaschutz und soll langfristig zu einem technologischen Vorsprung in der Energieerzeugung führen. Die zu beantwortenden Fragen sind Legion, ein Masterplan fehlt noch immer. Der Begriff Energiewende verniedlicht zudem das Ausmaß der vor uns allen liegenden Herausforderungen. Zu den entscheidenden Problemen, die gelöst werden müssen, gehören die zuverlässige bedarfsgerechte Stromversorgung ohne Unterbrechungen die Sicherung von Strompreisen, die für die exportorientierte deutsche Industrie wettbewerbsfähige inländische Produktionsstätten ermöglichen. Diese beiden Themen bewegen vor allem die energieintensive Industrie, die zurzeit bestimmte Bestandteile des Strompreises nicht in vollem Umfang mittragen muss einige Gruppen fordern eine stärkere Belastung dieser Unternehmen. Es stellt sich die Frage: Sind die Entlastungen akzeptabel, da wir die energieintensive Industrie in Deutschland für ein erfolgreiches Wirtschaften brauchen? Diese Frage lässt sich nur beantworten, wenn wir wissen, welche Bedeutung sie für die Wirtschaftskraft unseres Landes hat, welche Bedeutung sie für die soziale Situation und den Wohlstand im Land hat, wie sich der Energiebedarf dieser Industriezweige entwickelt und welchen Wert ihre Produkte auch im Hinblick auf Innovation, Umwelt- beziehungsweise Klimaschutz haben? 2 Wer ist die energieintensive Industrie? Nur ein Teil der Industrie ist stark von Energiekosten (für Strom und Prozessdampf) abhängig. Wir verstehen darunter (analog der Regelung im EEG) die Betriebe, bei denen der Anteil der Energiekosten über 14 Prozent an den Bruttowertschöpfungskosten liegt: Aluminium, Chemiegrundstoffe, Stahl und Eisen, Glas, Kupfer, Papier etc. (vgl. Abbildung 1). Abbildung 1: Energieintensive Branchen: Anteil der Energiekosten an den Bruttowertschöpfungskosten (2008). Quelle: RWI Ein Vergleich mit den Strompreisen in Europa und Übersee zeigt, dass die Strompreise in Deutschland trotz der für diese Unternehmen geltenden Ausnahmen bei staatliche bedingten 3

4 Zusatzlasten auf den Strompreis zum Teil um 50 bis 100 Prozent höher sind als in den Ländern, mit denen Deutschland im Wettbewerb steht (vgl. Abbildung 2). Abbildung 2: Strompreise weltweit im Vergleich (Ergebnisse einer VIK-Umfrage unter den Mitgliedern) Deutschland = 100% Staatliche Regulierungen mit der Folge regional wirkender verteuerter Energiepreise gefährden nach Expertenansicht die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der energieintensiven Industrien (vgl. Abbildung 3). Bei Überschreitungen von Belastungsgrenzen droht im ersten Schritt der Verlust von Investitionsmitteln und im zweiten Schritt Standortabwanderung. Abbildung 3: Entwicklung des Stromkostenanteils der Aluminium-Herstellung in Deutschland im Vergleich zum Weltmarkt von 2001 bis 2012 Die meisten Produktionsanlagen der energieintensiven Industrie sind auch auf unterbrechungsfreie Stromversorgung angewiesen. Ein längerer Stromausfall führt in einigen wichtigen Prozessen zur Zerstörung der Anlagen und hat gewaltige ökonomische Schäden zur Folge. Ein Vorteil des Standorts Deutschland besteht bisher in der hohen Zuverlässigkeit der Stromversorgung, die durch den unkoordinierten Ausbau von dezentralen Anlagen (Sonne, Wind etc.), den zunehmenden Engpässen im Stromnetz und dem Abbau von schnell verfügbaren konventionellen Kraftwerkskapazitäten gefährdet ist. 4

5 3 Welche Bedeutung hat die energieintensive Industrie für die Wirtschaftskraft Deutschlands? Das produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) hat einen Anteil von ca. 23,7 Prozent an der Bruttowertschöpfung in Deutschland bzw. 24,3 Prozent in NRW. Das verarbeitende Gewerbe hat einen Anteil von 20,7 Prozent an der Bruttowertschöpfung in Deutschland und 19,8 Prozent in NRW. Davon ist der Anteil der energieintensiven Industrie groben Schätzungen zufolge etwa 28 bis 30 Prozent 1. Dies klingt zunächst nicht viel; doch die energieintensive Industrie beschäftigt vom Handwerker über Instandhaltungsbetriebe bis zu Anlagenbauern zahlreiche weitere Unternehmen. In NRW existieren große Netzwerke von Unternehmen, die in ihrer Produktion und Innovation aufeinander aufbauen. Innovative Produkte sind der Schlüssel zum Exporterfolg Deutschlands. Dies lässt sich an zahlreichen Beispielen zeigen, u.a. der Bahntechnik-Industrie (vgl. Tabelle 1). Tabelle 1: Netz der Unternehmen im Bereich Bahntechnik B & T EXACT GmbH, Gevelsberg Heinrich Krug GmbH & Co. KG, Dortmund DEUTA-Werke GmbH, Bergisch Gladbach k + v Ingenieurgesellschaft mbh, Ibbenbüren Faiveley Transport Witten GmbH, Witten Langen & Sondermann GmbH, Lünen FOGTEC Brandschutz GmbH & Co. KG, Köln FRISCHKORN Oberflächen + Systeme GmbH, Ennepetal Greenbrier Germany GmbH, Siegen Künstler Bahntechnik GmbH, Holzwickede NCB Lohmann GmbH, Menden Lenord, Bauer & Co. GmbH, Oberhausen Ferrostaal AG, Essen Nexans Deutschland GmbH, Mönchengladbach PINTSCH BAMAG Antriebs- und Verkehrstechnik GmbH, Dinslaken Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach Schreck-Mieves GmbH, Frechen Tyco Elektronics AMP GmbH (HTS Division), Neunkirchen-Seelscheid Vossloh Fastening Systems GmbH, Werdohl STEMMANN-TECHNIK GmbH, Schüttorf ThyssenKrupp GFT Gleistechnik GmbH, Essen Vossloh Kiepe GmbH, Düsseldorf Vossloh Laeis GmbH & Co. KG, Trier Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH, Rheine ZF Services Deutschland GmbH, Dortmund AXTONE GmbH, Neitersen Vossloh AG, Werdohl Wilhelm Wissmann GmbH, Schermbeck FRIEDRICH HIPPE Maschinenfabrik + Gerätebau GmbH, Hagen a.t.w. H.+R. Riecken Maschinenbau GmbH, Bramsche 1 Nach Addition der Umsätze der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe, die energieintensiv sind 5

6 TÜV Rheinland InterTraffic GmbH, Köln Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH, Essen HAAS Publikationen GmbH, Troisdorf Dawedeit GmbH Stanz- & Umformtechnik, Lüdenscheid HOPPECKE Batterie Systeme GmbH, Brilon Harsco Rail Europe GmbH, Ratingen ThyssenKrupp Schulte GmbH, Essen A. RAWIE GmbH & Co. KG, Osnabrück Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum PINTSCH TIEFENBACH GmbH, Sprockhövel Cattron-Theimeg Europe GmbH & Co. KG, Mönchengladbach Siemens AG, Krefeld Gutehoffnungshütte Radsatz GmbH, Oberhausen Bombardier Transportation, Siegen Mit über 40 Unternehmen allein in NRW und einem Exportanteil von 60 Prozent, stellt die Bahntechnik-Industrie Komponenten wie Drehgestelle, Bremsen, Antriebe, aber auch Einzelteile wie Schienen, Räder und Federn bis zu kompletten Waggons, Lokomotiven und Hochgeschwindigkeitszügen her. Insbesondere im Waggonbau, bei Schienen, Weichen und Radsätzen liegt der Stahlanteil an der Gesamtwertschöpfung im Endprodukt bei bis zu 60 Prozent. Die enge Verzahnung der Branchen und Wertschöpfungsketten bietet im Raum Rhein-Ruhr einen besonderen Standortvorteil. Das Heraustrennen der energieintensiven Betriebe hätte dramatische Folgen für die Wirtschaftskraft ganz Deutschlands (vgl. Tabelle 2). Tabelle 2: Einschätzung der Folgen eines Niedergangs der energieintensiven Unternehmen in Deutschland durch Betriebe des verarbeitenden Gewerbes. Quellen: UW-Zukunftspanel 2012, 18. Befragungswelle; IW Consult, 2012 Negative Beeinflussung des Geschäftserfolgs des eigenen Unternehmens [%] Negative Beeinflussung des Geschäftserfolgs, weil heimische FuE-Netzwerke mit energieintensiven Unternehmen wahrscheinlich nicht mehr aufrechtzuerhalten sind. [%] Metall 59,3 35,4 Chemie 38,6 15,3 Maschinenbau 29,0 10,1 Elektro/Kfz 32,9 13,6 Verarbeitendes insgesamt Gewerbe 35,7 12,9 N = 1.500; hochgerechnete, mitarbeitergewichtete Ergebnisse. Metallbranche: zusammengefasst aus den beiden Branchen Metallbearbeitung/-erzeugung und Herstellung von Metallerzeugnissen; Elektrobranche: zusammengefasst aus den beiden Branchen Geräte der Elektrizitätserzeugung sowie Nachrichtentechnik, Rundfunk/Fernsehgeräte, elektronische Bauelemente. 6

7 4 Welche Bedeutung hat die energieintensive Industrie für die soziale Situation? Rund Beschäftigte arbeiten in der energieintensiven Industrie, Beschäftigte arbeiten in der Grundstoffindustrie das ist zwar nur ein Anteil von 2,9 bzw. 1,3 Prozent an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen (vgl. Tabelle 3) in Deutschland, aber auf jeden Arbeitsplatz in der Grundstoffindustrie kommen ca. zwei bis drei Arbeitsplätze bei Zulieferern, Instandhaltern, Industriereinigern und anderen. Tabelle 3: Anteil der Beschäftigten in der Grundstoffindustrie in regulären Tarifverträgen im Vergleich zur Gesamtheit der Beschäftigten in Deutschland. Quelle: Statistisches Bundesamt 2013 Erwerbstätige in Deutschland: davon sozialversicherungspflichtig: davon verarbeitendes Gewerbe: davon energieintensive Industrie: davon Grundstoffindustrie: 41,6 Mio. 28,0 Mio. 5,2 Mio. 0,83 Mio. 0,55 Mio. Diese Betriebe wirken mit der Ausbildung junger Menschen, der innerbetrieblichen Förderung von Qualifikationen und der Beschäftigung von Absolventen der MINT-Studiengänge am Aufbau der Wissensgesellschaft mit moderne Industrie ist auf hoch qualifizierte Menschen angewiesen. Leider hat der Abbau von Arbeitsplätzen durch immer weiter fortschreitende Automatisierung, Robotereinsatz etc. zu einer wesentlich geringeren öffentlichen Wahrnehmung der Industrie geführt. Andererseits trägt gerade die Grundstoffindustrie mit ihren Aufträgen an verschiedenste Dienstleister (Handwerk, Maschinen- und Anlagenbau, usw.) zu regionalem und überregionalem Wirtschaftswachstum bei und durch ihre Mitarbeiter und deren guten Entgelte zum Gedeihen von Handel und Gewerbe in der Region. Viele Unternehmen unterstützen zudem Kultur, Sport und Bildung. 5 Energieverbrauch und CO 2 -Emissionen der energieintensiven Industrie Die Treibhausgas-Emissionen sind in der energieintensiven Industrie besonders hoch (vgl. Abbildung 4). Abbildung 4: THG-Emissionen absolut und spezifisch pro Tonne Produkt 7

8 Von der deutschen Grundstoffindustrie wird erwartet, dass sie ihren spezifischen Energieverbrauch und die Emission von Treibhausgasen schneller und besser in den Griff bekommt als ihre Wettbewerber weltweit. Daran wird sie sich messen lassen müssen. Ein Beispiel bietet die Aluminiumindustrie mit dem enormen Energiebedarf und der Emission klimawirksamer Perfluorkohlenwasserstoffe (PFC). Der Energiebedarf wurde durch technische Maßnahmen ständig weiter gesenkt, stößt aber mit ca. 13 MWh/t Aluminium allmählich an physikalische Grenzen (vgl. Abbildung 5). Abbildung 5: Verringerung des spezifischen Energieverbrauchs bei der Aluminium-Herstellung (BAT) Die spezifischen Emissionen an PFC wurden im Vergleich zu 1990 bereits um ca. 95 Prozent gesenkt und sollen bis 2020 nochmals halbiert werden. Deutsche Unternehmen gehen dabei voran (vgl. Abbildung 6). Abbildung 6: Rückgang der spezifischen PFKW-Emissionen bei der Aluminiumproduktion weltweit (Ziel 2020: -50% gegenüber 2006) und Stand der deutschen TRIMET-Hütten Die Schließung der Grundstoff-Produktion in Deutschland und der Import der Grundstoffe bzw. Halbzeuge aus anderen Ländern hätte daher eher eine Verschlechterung als eine Ver- 8

9 besserung des globalen Klimaschutzes zur Folge ( carbon leakage ). Eine deutliche Reduktion des Energieaufwands für die Metallherstellung ist in der Regel mit dem Einsatz von Sekundärrohstoffen verbunden. Auch hier sind europäische Unternehmen führend bei der Aufbereitung (z.b. Kupfer: AURUBIS, UMICORE, Boliden). Die Rückführung von Altfahrzeugen, Elektroaltgeräten usw. und deren Recycling nach dem Stand der Technik gehören daher bereits zu den Aufgaben der Industrie, die nicht nur der Ressourcenschonung, sondern auch dem Klimaschutz dienen, und dabei technisch anspruchsvolle Arbeitsplätze sichern. 6 Produkte aus der energieintensiven Industrie tragen zum Klimaschutz bei Die Innovationskraft von energieintensiven Grundstoffbranchen wie Aluminium, Chemie, Stahl führt zu neuen Produkten, die für Klimaschutz und Energieeffizienz weltweit Nutzen bringen. Es handelt sich um die Weiterentwicklung vorhandener oder die Schaffung neuer Materialien, die in den Endprodukten Energie einsparen und damit auch die Emission von Treibhausgasen verringern: Leichtere Konstruktionsmaterialien zur Einsparung von Energie bei der Luftfahrt und im Straßenverkehr: Stahlblech mit tailored blanks, Leichtbaustähle (hochfest), ein weites Spektrum an modernen, hochfesten bis hochduktilen 2 Aluminiumwerkstoffen (vgl. Abbildung 7) und Faserverbund-Werkstoffe. Abbildung 7: Ölwanne aus Aluminium, hier Simulation der Formfüllung (TRIMET) 2 hohe Festigkeit bei gleichzeitig hoher Dehnungsfähigkeit 9

10 Materialien für die Erzeugung und Speicherung von Energie: hochreines Silizium (>99,9999 Prozent) oder Kupfer-Indium-Selenid für Solaranlagen, Lithium, Kobalt, Kupfer und Aluminium für die Lithium-Ionen-Batterie u.a. für Elektroautos (vgl. Abbildung 8). Abbildung 8: Lithium, Kobalt, Kupfer, Aluminium: Metalle, die jeweils hohen energetischen Aufwand bei der Herstellung verursachen, als Bestandteil der Li-Ionen-Batterie. Quelle: Wikipedia Isolationsmaterial für Gebäude: Wärmeisolierverglasung mit Edelgasfüllung (vgl. Abbildung 9) und neue Dämmstoffe mit höherer Isolationswirkung wie Vakuum- Isolations-Paneele auf Basis von mikroporöser Kieselsäure. Abbildung 9: Glas plus Edelgase: hoher Energieaufwand bei der Herstellung - die Dämmwirkung steigt mit der Zahl der Glasschichten und der Isolationsfähigkeit der Edelgase. Quelle: Wikipedia 10

11 Gerade die Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Sonne und Wind bestehen aus sehr energieintensiven Komponenten; entsprechend lange ist die energetische Amortisationszeit dieser Anlagen. Tabelle 4: Erntefaktoren verschiedener Anlagen zur Energiegewinnung. Quelle: Wikipedia Erntefaktor Typ Erntefaktor Amortisationszeit bewerte- Primärenergetisch te(r) Amortisationszeit Kernenergie Druckwasserreaktor, 100 % Zentrifugenanreicherung Druckwasserreaktor, 83 % Zentrifugenanreicherung Monate Tage 75 2 Monate Tage Fossile Energie Braunkohle, Tagebau 31 2 Monate Tage Steinkohle, Untertagebau ohne Kohletransport 29 2 Monate Tage Gaskraftwerk (GuD), Erdgas[3] 28 9 Tage 81 3 Tage Gaskraftwerk (GuD), Biogas 3,5 12 Tage 10 3 Tage Wasserkraft Laufwasserkraftwerk 50 1 Jahr Monate Solarthermieb) Wüste, Parabolrinnen + Phenylverbindungen-Medium 21 1,1 Jahre 62 4 Monate Windenergie 1,5-MW (E-66), 2000 VLh (deutsche Küste) 16 1,2 Jahre 48 5 Monate 1,5-MW (E-66), 2700 VLh (deutsche Küste, Strand) 2,3-MW (E-82), 3200 VLh (deutsche Küste, Strand) 200-MW-Park (5-MW-Anlagen), 4400 VLh (offshore) 21 0,9 Jahre 63 3,7 Monate 51 4,7 Monate 150 1,6 Monate 16 1,2 Jahre 48 5 Monate Photovoltaik Poly-Silizium, Dachinstallation, 1000 VLh (Süddeutschland) Poly-Silizium, Dachinstallation, 1800 VLh (Südeuropa) 4 6 Jahre 12 2,0 Jahre 7 3,3 Jahre 21 1,1 Jahre Hinweis: Die Erntefaktoren für Photovoltaik dürften bei neuen Zellen auf Grund höherer Energieeffizient heute höher liegen als angegeben, d.h. die Zeit für die energetische Amortisation wird geringer 11

12 7 Fazit Betrachtet man die energieintensive Industrie, genügt ein Blick auf den rein produktionsbezogenen Energieverbrauch bei weitem nicht aus. Zum einen gilt die energieintensive Industrie als Teil der innovativen Netzwerke, die Deutschlands Exportstärke ausmachen. Zum anderen tragen diese Unternehmen über die Erzeugung energiesparender Produkte als Wurzeln hochkomplexer Wertschöpfungsketten wesentlich zum möglichen Gelingen einer Energiewende bei. Ebenfalls muss die arbeitsmarktpolitische Rolle dieses Industriezweigs im Gesamtkontext in Betracht gezogen werden. Zwar machen die Anzahl der Direktbeschäftigten und der direkte Beitrag zur Bruttowertschöpfung nur einen verhältnismäßig kleinen Anteil aus, aber der Effekt auf Umsatz und Arbeitsplätze bei den Weiterverarbeitern, zahlreichen Zulieferern und Handwerkern ist signifikant. Fast durchweg zahlen diese Unternehmen angemessene Tariflöhne. Der Ausbildungsstand der Mitarbeiter in der Grundstoffindustrie ist zum Teil sehr hoch; die interne Weiterqualifikation ist zum Erhalt des technischen Standards notwendig. Zu der Frage, was die energieintensive Industrie zusätzlich zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Verringerung der Emission an Treibhausgasen beitragen kann, gibt es keine generelle Antwort. Hier muss Branche für Branche abgeklopft werden. In den meisten Fällen liegen der technische Stand der Anlagen und damit die Energieeffizienz über dem Standard von Betrieben im europäischen Ausland und erst recht von Betrieben in Übersee. Gerade die Herstellung energieintensiver Komponenten für Sonnen- und Windenergieanlagen in Deutschland ist sinnvoll, um das entsprechende Wissen hier zu behalten und weiter zu entwickeln. Über eine intelligente Integration der energieintensiven Industrie in die nachhaltige gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung kann Deutschland beide Ziele erreichen, langfristig eine komplette Erneuerung der Energieversorgung zu schaffen und dabei seinen technologischen Vorsprung zu sichern. Eine Schließung von Anlagen in Deutschland auf Grund zu hoher Energiepreise würde mithin im Sinne eines carbon leakage zu weltweit höheren Treibhausgas-Emissionen führen, wäre somit wirtschaftspolitisch wie klimapolitisch auf globaler Ebene widersinnig. Die wirtschafts- und sozialpolitischen Negativeffekte könnten durch die entstehenden Lücken in den vorhandenen industriellen Netzwerken erheblich verstärkt werden. Vor diesem Hintergrund appellieren die Unterzeichner für eine Erweiterung der öffentlichen und medialen Debatte und für ein verständliches Aufzeigen und Erklären der teilweise hochkomplexen Zusammenhänge und Abhängigkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft, gerade in Bezug auf einen globalen Kontext. Eine Verkürzung auf eine reine Strompreisdebatte oder den Primärenergieverbrauch ohne Berücksichtigung der Wertschöpfungseffekte mag populistischen Zwecken dienen, wird aber der Herausforderung eines Großprojektes wie der Energiewende in Bezug auf die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung eines gesellschaftlichen Konsenses in keinster Weise gerecht. Redaktion: Kontakt: Dr. rer. nat. habil. Henning Friege, Mitglied des Vorstands von Zukunft durch Industrie e.v. und die AG Energie/Klimaschutz (Juni 2013). Marion Hörsken Zukunft durch Industrie e.v. Ernst-Schneider-Platz Düsseldorf Tel: 0211/

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